Bücherlei Miszellen (33) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch
Dienstag, 1. November 2016
[10:07]
Retweet: Luther kann froh sein, daß er seine Thesen veröffentlichen durfte, bevor die Leserkommentare erfunden wurden.
[10:06]
Retweet: Ich hab das Gefühl, die richtig schlauen Leute haben schon vor langer Zeit erkannt, daß es einfach entspannter ist, sich dumm zu stellen.
[10:05]
Retweet: Meine Eltern haben ein neues Auto, mit diesen Scheinwerfern, die entgegenkommende Radfahrer direkt vom Sattel lasern.
[10:04]
Retweet: 'Die Steinzeitmenschen haben auch Low Carb gemacht!!!' Die haben auch Low Bett, Low Haus, Low Gin Tonic & Low Lebenserwartung gemacht.
[10:03]
Retweet: Kollegin wird 40 und ich soll die Karte kaufen. Was meint ihr: "In stiller Anteilnahme" oder "Aufrichtiges Beileid"?
[10:02]
Retweet: "Welchen Lippenstift trägst du heute?" "Grobe Teewurst."
[10:01]
Retweet: "Ich lasse den Horror-Clown bestimmt nicht in unsere Wohnung!" "Machst Du bitte SOFORT meiner Mutter die Tür auf!"
[10:00]
Retweet: Scheiß auf selbstfahrende Autos. Selbstputzende Wohnungen, das braucht die Menschheit!
[9:59]
Retweet: "WER HAT MEINEN WORTSPIEL-TWEET ÜBER DEN ZWEITEN WELTKRIEG GEKLAUT?" "Ich Stalingrad."
[9:58]
Retweet: "Bestattungen Kawolski, guten Tag." "Hallo, ich hab Männergrippe und möchte eingeäschert werden." "Einmal das Paket 'EBOLA', sehr gerne!"
[9:57]
Retweet: Dass Bob Dylan seit zehn Tagen kein Wort zum Literaturnobelpreis verliert, gefällt mir gut. Denis Scheck hätte das nie geschafft.
[9:56]
Retweet: "Der Rentenbescheid ist da." "Und?" "Irgendwas mit Gitarre spielen und Fußgängerzone."
[9:55]
Retweet: Immer wenn ich Einsatzbereitschaft und Flexibilität lese, macht mein Hirn daraus unbezahlte Überstunden. Komisch.
[9:54]
Retweet: Ich bin generell kein Freund von Verallgemeinerungen.
[9:53]
Retweet: Mir gehen langsam wirklich die Menschen aus, die ich nüchtern ertrage.
[9:52]
Retweet: Wenn mir langweilig ist, rufe ich Reichsbürger an, stelle mich als Kaiser Wilhelm III vor und bestehe auf einer Steuernachzahlung seit 1945.
[9:51]
Retweet: Solange da kein Alkohol drin ist, sollten sie es nicht "Happy Meal" nennen dürfen.
[9:50]
Retweet: Bei meiner Beerdigung soll der Sarg senkrecht hinabgelassen werden und ein Fagottquartett dazu die Tetris-Melodie als Adagio interpretieren.
[9:49]
Retweet: Sätze, die Massenpanik hervorrufen: - da vorne ist Justin Bieber - hier war gerade noch eine Spinne - nächster Halt: Halle (Saale) Hbf.
[9:48]
Retweet: Im Zoo. "Mami, warum guckt uns der Gorilla so böse an?" "Bleib ruhig Kind, wir sind erst an der Kasse."
[9:47]
Retweet: "Chef, ich habe heute Jahrestag mit meiner Frau. Darf ich früher gehen?" "Nein." "Danke. Sie sind der Beste."
[9:46]
Retweet: "Wie viel Erfahrung bringen Sie mit?" "30 Jahre Erfahrung." "Wie alt sind Sie?" "20." "Wie sind 30 Jahre Erfahrung möglich?" "Überstunden."
[9:45]
Retweet: Unsere Kinder werden es später schwer haben. Alle geilen Usernamen sind schon vergeben.
[9:44]
Retweet: "Soldat, ich habe sie heute nicht bei der Tarnübung gesehen! " " Danke, Sir! "
[9:43]
Retweet: Zeugen Jehovas feiern kein Halloween, weil sie keinen Bock darauf haben, dass fremde Leute bei ihnen klingeln.
[9:42]
Retweet: "Bringst du Lebensmittel mit?" "Was brauchen wir?" "Einen Roman, ein Sachbuch und die Lyrikbände sind auch wieder alle..."
[9:41]
Retweet: "Wie schaffst du das eigentlich alles?“ "Ich machs dann halt einfach und ich betrinke mich hin und wieder und eskaliere dann etwas."
[9:40]
Retweet: Regenerierende Tagescreme hilft bei mir bald nicht mehr. Ich brauch irgendwas aus dem Baumarkt.
[9:39]
Retweet: "Wie definieren Sie Stress?" "JETZT NICHT."
[9:38]
Retweet: Jeder hat eine Oma, die Geld übergibt, als wären es Drogen.
[9:37]
Retweet: Einfach mal abschalten und die Ruhe genießen. -- Ralf, 56, Pfleger auf der Intentivstation.
[9:36]
Retweet: "Ich verbringe viel Zeit draußen." "Oh. Naturfreund, Sportler, Fotograf?" "Nein, Raucher."
[9:35]
Retweet: Meine Todesursache wird wahrscheinlich Sarkasmus im falschen Moment sein.
[9:34]
Retweet: Willkommen zum Treffen der anonymen zwanghaften Bastelmaterialsammler. In der heutigen Gruppenübung werfen wir eine leere Küchenrolle weg.
[9:33]
Retweet: Känguruweibchen boxen sich öfter als Männchen, weil "die anderen Schlampe die gleiche Tasche hat".
[9:32]
Retweet: Mich muß man sich nervlich erstmal leisten können.
[9:31]
Das schlechte Essen war bald vorüber, natürlich ohne Suppe; der Fisch in dem bekannten Zustand der Erkaltung, wie er gewöhnlich in einem heruntergekommenen Gasthof einer Landstadt aufgetragen zu werden pflegt.
(Wilkie Collins: Blinde Liebe)
[9:30]
Der Gegenstand seines Nachdenkens war der Einfluß der geistigen Getränke, welcher die verborgenen Schwächen und Fehler in dem Charakter eines Mannes verrät, indem er sie genau so zu Tage treten läßt, wie sie in Wirklichkeit sind, vollkommen aller Bande ledig, welche der nüchterne Mensch sich auferlegt.
(Wilkie Collins: Blinde Liebe)
[8:53]
Alle gesellschaftlichen Formen – mit Einschluß der eigentümlichen englischen Gewohnheit, daß die Damen nach dem Essen vom Tisch weggehen und die Herren sich selbst überlassen – fanden an Mrs. Vimpany eine begeisterte und ergebene Anhängerin.
(Wilkie Collins: Blinde Liebe)
[8:48]
Ich muß Ihnen gestehen, es gibt Patienten, welche nach dem Doktor
schicken, und dann in der Meinung sind, sie wüßten mehr von ihrem
Leiden als derjenige, den sie haben holen lassen, damit er sie
kurire. Er ist es nicht, der ihnen sagt, welche Krankheit sie haben,
sondern sie sind es, die es ihm sagen. Ein Gespräch über die
ärztliche Behandlung, das ist das Beste für sie, und das einzige,
was sie nie müde werden zu thun, ist, daß sie über die Erscheinungen
ihres Leidens sprechen. (Wilkie Collins: Blinde Liebe)
[8:26]
Buch begonnen: "Das Biest" von A.F.Th. van der Heijden. Dazu habe
ich einen Eintrag zu Heijden von vor ein paar Tagen hervorgeholt
(siehe unten).
[8:25]
Buch beendet:
"Blinde Liebe"
(DNB)
von
Wilkie Collins.
Damit ist der
Lesemonat Oktober
abgeschlossen und darf als einer
der erfolgreichsten
seit Beginn meiner Aufzeichnungen im August 1989 gelten.
[8:24]
Adrianus Franciscus Theodorus van der Heijdens'
Romanzyklus
"Die zahnlose Zeit"
umfaßt sieben Bände
und galt als abgeschlossen. Nach dem tragischen Tod seines
Sohnes (2010), den er im Roman
Tonio - Ein Requiemroman
(DNB) verarbeitete, erschien jetzt der mit 300 Seiten vergleichsweise
schmalbrüstige
Roman
"Das Biest"
(DNB),
bei dem ich, weil die Tante des Helden der "Zahnlosen Zeit"
in die Mitte des Geschehens rückt, gerne wüßte, ob man dieses
Spin-off
bzw. Derivat dem Zyklus
zurechnet oder nicht. In der niederländische Wikipedia
wird es als Unterteil bezeichnet und wohl auch so gelesen.
Ob van der Heijden seinen neuen Romanzyklus
"Homo duplex", in dem die ersten beiden Bücher
"Die Movo-Tapes"
(Amazon)
und
"Das Scherbengericht"
(Amazon, DLF, LSF)
erschienen sind, weiterschreiben wird, ist zurzeit noch nicht absehbar.
Mich hat konsterniert, daß in allen Berichten über niederländischen Literatur
von der Frankfurter Buchmesse 2016, die ich mitbekommen habe, zwar die
Altmeister wie Harry Mulisch und Cees Nootboom erwähnt wurden, nie aber
A.F.Th. van der Heijden,
dem ich im Klassikerforum einen eigenen Thread gönne.
[8:23]
Urlaub 2/16. 46 Wochen ohne Alkohol.
Lektürestatus: gestern 120 Seiten.
Montag, 31. Oktober 2016
[23:23]
Sie spielt Tuba, das einzige Instrument, das Notsignale nachahmen kann.
(Mathilde - Eine große Liebe).
[23:22]
Jean-Pierre Jeunets
Filme gehören zu meinen Lieblingen, seitdem ich 1991
"Delicatessen"
sah.
"Die fabelhafte Welt der Amelie",
sein bekanntester Film, braucht nicht hervorgehoben zu werden, kultivierte
er doch die Verschrobenheit. Jeder kennt ihn. Gerade sehe ich den Nachfolger
Mathilde - Eine große Liebe
von 2004, ein Spektakel um den Ersten Weltkrieg und eine Liebe, die nicht aufgibt.
Herzschmerz vom Feinsten. Wunderbare Bilder und Ideen. Und, wie immer in
guten französischen Filmen, wird großartig und ausufernd gegessen,
hier durch den phänomenalen
Dominique Pinon,
den Haupthelden aus "Delicatessen". Dem Essen, Trinken, dem Lebensgenuß hat
"Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe" -
ungezählte Mal gesehen - ein Denkmal gesetzt. Es gibt Streifen,
die kann man gar nicht zu oft angucken. Peter Jacksons "Meet
the feebles" und Loriots "Pappa ante Portas" gehören dazu.
"Mathilde" lebt natürlich wie schon "Amelie" von der Hauptdarstellerin
Audrey Tautou,
was mich freilich nicht störte, solange sich Jeunet filmisch austoben
konnte.
[15:00]
Nach Nachtdienst 4/4 = Urlaub 1/16. Tage ohne Alkohol: 321.
Lektürestatus: gestern 80 Seiten.
Weiter mit "Blinde Liebe" von Wilkie Collins.
Sonntag, 30. Oktober 2016
[15:35]
Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 320.
Lektürestatus: gestern 91 Seiten.
Weiter mit "Blinde Liebe" von Wilkie Collins.
Samstag, 29. Oktober 2016
[17:53]
Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 319.
Lektürestatus: gestern 100 Seiten.
Weiter mit "Blinde Liebe" von Wilkie Collins.
Freitag, 28. Oktober 2016
[17:26]
Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 318.
Lektürestatus: gestern 146 Seiten.
Weiter mit "Blinde Liebe" von Wilkie Collins.
Donnerstag, 27. Oktober 2016
[19:38]
Das Wohnhaus des Doktors war in einer stillen Nebenstraße
gelegen und gewährte eine Aussicht, die nicht gerade
ermutigend auf einen Mann wirken mußte, der sich dem
ärztlichen Beruf gewidmet hatte. Die Aussicht ging
nämlich auf den Kirchhof. (Wilkie Collins: Blinde Liebe)
[19:33]
Nur allzu oft führt die Ironie des Schicksals auf
dieser irdischen Schaubühne die entgegengesetzten
Charaktere des Schlechten und des Guten zusammen.
(Wilkie Collins: Blinde Liebe)
[18:59]
Vor einigen Monaten begann ich auf meinem Samsung Tab 3
als Pausenfüller während des Nachtdienstes "Blinde Liebe"
von Wilkie Collins zu lesen, schaffte jedoch nur einige Seiten; die Lektüre
geriet in Vergessenheit. Ich gebe ihr noch eine Chance.
Nicht nur als Straßenbahnlektüre oder für kleine Pausen
während der Arbeit, denn so wird das nix. In diesem Fall
entweder Haupt- oder gar keine Lektüre. Ab Montag, d.i.
mit Urlaubsbeginn, möchte ich einen Wälzer starten.
Dickens oder Jean Paul oder Hugo Claus.
[18:45]
Vor einer Woche verlor ich bei meiner Ernährung die Disziplin
und schlemmte ohne jede Kontrolle. Seitdem traute ich mich
nicht auf die Waage, um die Konsequenzen nicht zu Gesicht zu
bekommen. Wie genau sich der Rückschlag also beziffern läßt,
möchte ich erst morgen Nachmittag (nach dem Schlaf nach meinem
ersten Nachtdienst = gewohnte Wiegekonditionen) eruieren. Ich
gehe von 3 bis 4 kg Gewichtszunahme aus, was hieße: zwischen
85 und 86 kg. Mit dem heutigen Einschwenken in den Alltag, in
den Ernst des Lebens, wollte ich das Regime erneuern und
beispielsweise in den kommenden Tagen nur Vollkornbrot essen.
Die Rechnung allerdings ohne den Wirt ALDI
gemacht, wo ich an den Brötchen nicht vorbeigehen konnte, die
gerade für nur 9 statt den sonstigen 13 ct zu haben waren.
Geiz schlägt Vernunft. Ich bin gespannt, ob ich
mein Ernährungsmanagement wieder zu alter Form zurückführen
kann. Zweifel sind angebracht, weil eine einmal aufgegebene
Strenge sich bei einem so zügellosen, suchtgefährdeten Menschen
wie mir nur äußerst mühsam wiederaufrichten läßt, was die
Vergangenheit zur Genüge beweist. Zweifel auch, weil der
Urlaub vor der Tür steht. Alltag begünstigt Regeln, Freizeit
gefährdet sie, so MEINE leidvolle Erfahrung.
[18:27]
Die Wirtin trug das Essen hinauf – zuerst natürlich
Hammelrippchen mit Kartoffeln, so unvollkommen gekocht,
wie es nur in einer englischen Küche möglich ist.
(Wilkie Collins: Blinde Liebe)
[18:24]
...beschrieb die Wirtin (...) ihren Gast als einen
hübschen Mann in tiefer Trauerkleidung. "Jung, mein
Kind, mit schönem dunkelbraunem Haar, einem großen
Barte und milden, traurigen Augen. Ja, diese Augen
erzählen, daß die schwarzen Kleider nicht bloßer
Schein sind." (Wilkie Collins: Blinde Liebe)
[17:50]
Buch beendet:
"Dönerröschen"
(DNB)
von
Jaromir Konecny,
cbt, 224 Seiten.
[9:12]
Mein letzter Arbeitstag war der Nachtdienst vom 9. auf den 10. Oktober.
Insgesamt war ich 16 Tage nicht auf Station. Krankgeschrieben davon
11 Tage, die restlichen waren als freie Tage deklariert. Heute Abend
zur ersten Arbeitswoche nach der krankheitsbedingten Unterbrechung,
die gleichzeitig aber die letzte Woche vor dem zweiwöchigen Urlaub
ist. Es stehen vier reguläre Nachtschichten an. Wie nach jeder längeren
Abwesenheit muß man sich erst wieder einarbeiten, eingewöhnen, weswegen vorher
stets ein Gefühl der Mulmigkeit und des Fremdelns vorherrscht, das
erfahrungsgemäß den ganzen Tag vor dem eigentlichen Dienst prägt.
[9:00]
Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 317.
Lektürestatus: gestern 173 Seiten.
Weiter mit "Dönerröschen" von Jaromir Konecny.
Mittwoch, 26. Oktober 2016
[18:02]
Was mich aufregt: daß in 8 von 10 deutschen Krimis die handelnden
Personen in superschicken/teuren Einfamilienhäusern wohnen, bei
denen man annehmen muß, daß sie, weil sich ein ambitionierter
Architekt ausgetobt hat, demnächst einen Preis absahnen werden.
Wirklich erdverbunden. Warum das so ist? Wahrscheinlich läßt sichs
ungestörter als in einer Mietswohnung drehen.
[17:58]
Nun gucke ich den Film "Ein Mann unter Verdacht", der kürzlich im
ZDF lief, in der Presse gute Kritiken bekam,
mir aber auch persönlich seitens einer Kollegin ans Herz gelegt worden ist.
[15:46]
Buch begonnen: "Dönerröschen" von Jaromir Konecny.
[15:45]
Buch beendet:
"Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen"
(DNB / FAB)
von
Tim Parks,
Verlag Antje Kunstmann, 240 Seiten.
[9:55]
Ich schaue zurzeit eine BBC-Dokumentation über Notfalleinsätze in London. Sehr spannend und schockierend;
danach erübrigt sich jeder Horrorfilm. Auf YT gibt es die Teile
1, 2 und 3.
[9:50]
Ein Urlaub steht an. Vielleicht sollte ich mal wieder zu
einem Dickens
greifen. Nur versagt sämtliche Intuition, vom mangelnden Wissen,
ihn einzuordnen, ganz zu schweigen. Langer Rede, kurzer Sinn:
Ich kann mich nicht entscheiden,
welches der angeführten Werke
ich lesen soll.
[9:45]
Frei 2/2. Tage ohne Alkohol: 316.
Lektürestatus: gestern 114 Seiten.
Dienstag, 25. Oktober 2016
[22:40]
Dank Tim Parks
landete ein Buch auf meiner Beobachtungsliste, von dem ich bis
heute nichts wußte, genausowenig wie von dessen Autorin,
Christina Stead.
Ihr opus magnum
"Der Mann, der seine Kinder liebte"
wurde von Parks so enthusiastisch hervorgehoben, daß ich gar nicht
anders konnte, als es zunächst mal im deutschen Wikipediaeintrag
der Schriftstellerin nachzutragen (deutsch 1998 in der DVA erschienen).
Und auch andere sparen nicht mit Lob.
Die Leipziger Stadtbibliothek hat es vorrätig, und es ist ausleihbar.
Wissta Bescheid.
[20:34]
Ein zerfaserter Tag, der schlecht begann, weil ich auf einen
Menschen warten mußte, der die jährliche Wasserprobe auf
Legionellen entnehmen wollte, der aber nicht erschien, worüber
wir nicht informiert wurden, so daß ich, übermüdet wie ich
ohnehin war, vergebens bis 12.30 Uhr ausharrte, dann ins Bett
ging und bis gegen 16 Uhr erst lange ruhte, dann aber doch
noch einschlief. Nach einem Einkauf um 17.15 Uhr zurück und
endlich Stille, endlich Muße und endlich Buch. Und zwar
weiter mit dem Bibliomanikum "Worüber wir sprechen, wenn wir
über Bücher sprechen" von Tim Parks.
[8:00]
Thomas Melle:
Bibliothek eines Manikers //
Wenn das innere Korsett explodiert //
Kinderglaube & -gebet //
Versuchsanordnungen und Internetforen //
Alkohol im Theatermilieu //
Selbstmordklinik //
Vulnerabilität //
Psychoanalyse //
Inneres Exil //
Eskapismus //
Die Bürokratisierung der Hilfestellungen.
[7:45]
Selbstzerfleischung ist auch nur auf links gedrehte Eitelkeit. (Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[7:40]
Interesselos, ja, mit interesselosem Missfallen lebte
ich mein ambitionsloses Leben ab wie eine endlose
Pflichtveranstaltung, vor deren Sitzungen ich mich
meistens drückte. (...) Und das täglich in kleiner
Münze ausgezahlte Lösegeld heißt Normalität.
(Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[7:35]
Wenn ich mich freute, hielt ich mich zurück und faltete
die Freude schon im Moment ihres Entstehens kleinformatig
zusammen. (Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[7:10]
Meinen Kollegen könnte ich einen der Hauptgründe dafür
liefern, wenn ich meckere: "Neigungen zur Revolte gab
es bei mir zwar immer, dank eines überzogenen
Gerechtigkeitsgefühls, das sich (...) in einer zickigen
Widerständigkeit niederschlug. In jeden Dazugehörigkeitswillen
mischte sich immer auch ein biestiges Andersseinwollen.
(Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[7:05]
Besuche in der Psychiatrie: "Die Besuche sind für die Besucher ja auch höchst unangenehm. Man geht da nicht einfach ins Krankenhaus und stellt dem Freund, der sich das Bein gebrochen hat, Blumen hin. Man geht als ungewollter Elendstourist ins Zentrum aller Unheimlichkeiten und wird von den Unheimlichen auch noch angepflaumt." (Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[7:03]
Um mich herum wurden bürgerliche Existenzen zusammengelötet, ich
glaube, das nennt man Ehe. Darin gab es Kinder und Struktur und
Zukunft. (Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[6:54]
Jede Stunde drängten sich Selbstmordgedanken auf, blieben
haften, ummantelten alle anderen Gedanken, lauerten
hinterrücks, verfestigten sich schließlich als dunkler
Grund jeder Regung. (Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[6:39]
Die Tage fingen mit einer Verneinung an und endeten mit
einer Kapitulation. (Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[6:00]
Frei 1/2. 45 Wochen ohne Alkohol.
Lektürestatus: gestern 181 Seiten.
Montag, 24. Oktober 2016
[23:58]
So geht die Uhr im Osten: "Als es bei uns ein Viertel nach
drei war. Viertel vier im Deutschen." (Uwe Johnson: Jahrestage 3)
[23:57]
Die Leute in den Begräbniskommandos wurden des Zählens verdächtigt
und oft ausgewechselt oder abgeschoben in andere Lager, so daß die
Totenlisten nur aus ungefähren Stücken zusammenzusetzen waren.
(Uwe Johnson: Jahrestage 3)
[23:56]
Jene Dame, die sich die Haare zu einem Bilde von Entrücktheit und
großmütterlicher Eleganz hatte legen lassen... (Uwe Johnson:
Jahrestage 3)
[23:55]
Uwe Johnson:
Flüchtlinge und Vertriebene //
Grenzbegradigungen //
De Rosny.
[23:47]
Gantlik (...) war kleinwüchsig, zwar zäh, ein Bauer ohne Land, und
vielleicht hatte die weite Reise von der Memel bis Jerichow ihm ein
unbedenkliches Auftreten ausgetrieben. (Uwe Johnson: Jahrestage 3)
[23:41]
Es gibt eine Fotografie, in der bräunlichen Ausführlichkeit der Zeit
um 1880. (...) Das Bild will nicht stehenbleiben in der Sekunde, für
die der Fotograf vor neunzig Jahren das Atmen verbot, die Szene will
weiter... (Uwe Johnson: Jahrestage 3. Aus dem Leben von Gesine
Cresspahl)
[23:40]
"Der ökonomische Gesundheitszustand der C. S. S. R. gleicht dem
eines verletzten Mannes, der so vollgepumpt ist mit Morphium, daß er
wahrscheinlich nicht nur dauerhaft abgestumpft bleibt, sondern sogar
unfähig ist, dem Arzt zu sagen, wo es weh tut." (U. Johnson:
Jahrestage 3)
[23:39]
Sie suchte die Schaufenster ab in den Ladenstraßen, zufrieden mit
der Entbehrlichkeit der Waren. (Uwe Johnson: Jahrestage 3)
[23:38]
108 Bücher las ich in diesem Jahr bis jetzt, durchschnittlich knapp 11 pro Monat.
[19:58]
Die allermeisten Schriftsteller sind keine Schwerverdiener, die allerwenigsten können wirklich von ihren Büchern leben.
[19:57]
Buch begonnen: "Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher
sprechen" von Tim Parks. Darauf gekommen bin ich durch den
letzten
Literaturclub
vom 11. Oktober, wo ab 22.30 min Parks Bibliomanikum besprochen
wird. Besonders gespannt bin ich auf seine Theorie
hinsichtlich divergierender Leseerfahrungen und -kritik.
[17:49]
... hineingeworfen in dieses idyllisch-vertrackte Bonn, vor dem
die Weltgeschichte den Atem anhielt, jener provisorischen Hauptstadt
nach dem Millionenverbrechen, die doch nur ein verschlafenes Dorf am
alten Rhein war, mit bald abzubauender Standleitung in die wahren
Zentralen der Welt. (Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[17:48]
Der Rhein, im Gegensatz zur lächerlichen Spree ein amtlicher Fluss...
(Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[16:48]
Morgens war der Park so dicht verpackt in graues Licht,
daß das Jahr schon wieder auf den Winter zuzulaufen schien.
(Uwe Johnson: Jahrestage 3)
[16:45]
Der Himmel war zugezogen inzwischen, ließ die Sonne unbeständig
zwinkern, drohte mit Trübe Regen an. (Uwe Johnson: Jahrestage 3)
[15:48]
Buch beendet:
"Die Welt im Rücken"
(DNB)
von
Thomas Melle,
Rowohlt, 352 Seiten.
[15:47]
Krank 11/11. Tage ohne Alkohol: 314.
Lektürestatus: gestern 114 Seiten.
Heute einmal konträres Programm: nach dem Aufstehen gegen 9 Uhr
den Rechner NICHT angeschaltet, sondern sofort gelesen - bis eben,
mit dem Effekt, mit der Ausbeute zufrieden sein zu können, denn
mit den verbliebenen 150 Seiten von Melles "Die Welt im Rücken"
konnte ich das erschütternde Buch auslesen.
Sonntag, 23. Oktober 2016
[22:03]
Genialer Satz: "Sie hatten keine Probleme, nahmen sie aber sehr ernst."
(Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[21:17]
"Laber- und Schweigedoktor" (=Psychoanalytiker) [Thomas Melle: Die Welt im Rücken]
[18:37]
Der Regen trommelte auf den Asphalt mit der Arroganz eines
Elementes, das niemandem verantwortlich ist, und ohne Rücksicht auf
Vorangegangenes. (Isaac B. Singer: Old Love. Geschichten von der
Liebe)
[18:32]
Isaac B. Singer:
Kinderbücher //
Menucha Alte.
[18:26]
Manchmal denke ich, die wirklichen Helden sind nicht die, die im
Krieg sich Orden holen, sondern die Junggesellen, die ihre letzten
Jahre allein verbringen." (Isaac B. Singer: Old Love. Geschichten
von der Liebe)
[18:25]
Ich selbst hatte als Kind Angst auf Friedhöfen, ganz besonders vor
den Schatten der Bäume. Deshalb glaube ich, daß es klug ist, Kinder
daran zu erinnern, daß Friedhöfe wundervolle Orte sind: "Das
Einzige, was ihr auf einem Friedhof fürchten solltet, steht auf zwei
Beinen und atmet." (Neil Geiman)
[18:22]
Wörter übten schon seit frühester Kindheit eine magische
Anziehungskraft auf Bei Dao aus. In seinem Elternhaus gab es zwei
Arten von Büchern: offen zugängliche, wie die von Marx und Mao, und
in einem Oberschrank verborgene. Als er sieben Jahre alt war,
kletterte er unermüdlich auf einen Stuhl, um an den nicht für ihn
gedachten Lektürestoff zu gelangen - und stürzte immer wieder zu
Boden: "Seitdem verbinde ich mit Lesen Schmerz." (Tobias Wenzel:
Solange ich lebe, kriegt mich der Tod nicht. Friedhofsgänge mit
Schriftstellern)
[18:16]
Elias Cabetti: Der Dichter.
[16:53]
Die Paranoia des Manikers gut ausgdrückt: "Wenn die
Weltgeschichte in ihrer Gesamttektonik nämlich auf
mich zulief..." (Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[16:36]
"Mails. Es gibt keine Kommunikationsform, die für den
gemeinen Maniker verführerischer und verhängnisvoller
wäre. Es ist schlichtweg zu einfach, den plötzlichen
Impulsen zu folgen. (...) Mails sind verheerend. Ein
Schub mit Internetzugang, und du hast bei manchen
Leuten für den Rest deines Lebens verschissen. Ein
manischer Nachmittag mit Bier, und du hast dich erneut
und für alle Zeiten zum Freak gemacht.
(Thomas Melle: Die Welt im Rücken) - Mir geht es im
übrigen ähnlich, indem ich, wenn ich auf Zitate, witzige
Cartoons u.ä. stoße, zu schnell dem prompten Impuls
nachgebe, sie sofort zu posten und weiterzugeben.
Leider animiert einen Twitter, Facebook, Whatsapp bzw.
hält einen davon nicht ab. Es ist wie eine Sucht,
gegen die man sich nicht wehren kann. Verbunden damit
das Nichtbegreifen, wenn die anderen nicht reagieren.
Worüber man selbst begeistert, aufgewühlt und enthusiasmiert
ist - wie kann das die anderen nicht berühren und scheinbar
kalt lassen? Ein Kommunikationsdesaster, in dem ich
mich befinde, auch wenn es sich nicht ganz so
verheerend auswirkt wie bei Thomas Melle. Hoffe ich
zumindest. Widerspricht jemand, der das liest?
[16:11]
Beim Angucken der FAZ-Buchmessevideos festgestellt, daß
Judith Holofernes (Interview 2015) mimisch viel mit dem
jungen Otto Waalkes gemeinsam hat.
[16:10]
Die
Buchmessenvideos
der FAZ sind ganz amüsant. In den Interviews die Frage, welches
Gedicht man auswendig könne. Ich müßte passen und sollte das
schleunig ändern.
[15:34]
Es kann einem noch so dreckig gehen – ist man in der Psychiatrie,
arbeitet man irgendwann daran, wieder hinauszukommen. (...) Das ist
ein perverser Effekt der Psychiatrie: Man ist dort derart unter
Stress und Beschuss, auch von der Langeweile gebeutelt, dass die
Unorte, aus denen man wie ein Zombie in sie hineingetaumelt kam,
wieder erträglicher werden. Drinnen ist es nämlich noch ein paar
Nummern schrecklicher als draußen. (Thomas Melle: Die Welt im
Rücken)
[14:02]
S-Bahn-Fahrt aller Einsamkeiten: Die gehässige Sonne stichelt
durch das verschmierte Fenster. (Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[14:01]
... lebte halbfokussiert (...) dahin. (Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[14:00]
Weiter mit "Die Welt im Rücken" von Thomas Melle.
[12:19]
Krank 10/11. Tage ohne Alkohol: 313.
Lektürestatus: gestern 115 Seiten.
Samstag, 22. Oktober 2016
[21:52]
Retweet: Ich muss mich nicht verkleiden. Lächeln reicht und niemand erkennt mich wieder.
[21:31]
Gott bewahre uns vor all den Dingen, an die man sich gewöhnen kann. (Isaac B. Singer: Old Love. Geschichten von der Liebe)
[21:29]
Wenn der Mensch Gottes Ebenbild ist, dann beneide ich Gott nicht. (Isaac B. Singer: Old Love. Geschichten von der Liebe)
[17:22]
Der Tod ist die äußerste Form der Demokratie. (Neil Geiman)
[17:10]
Retweet: "Wie definierst du Streß?" "JETZT NICHT!"
[16:57]
Es gibt so etwas wie den speziellen Atem einer Zeit. (...) Meistens
begreift man erst spät, wie stark man diesen Atem mitgeatmet hat,
obwohl man meint, sich dem verweigert und jede Menge anderen
Sauerstoff bezogen zu haben, etwa den der Literatur. (Friedrich
Christian Delius: Als die Bücher noch geholfen haben. Biografische
Skizzen) - Ergänzend zum Delius-Buch schrieb ich eben im KF: "Tolles
Buch, wenn einen die Themen Gruppe 47, Wagenbach & Verlag,
linker Buchhandel der 70er Jahre, Rotbuch-Verlag und dissidente
DDR-Literatur interessieren. Außerdem beschreibt Delius zwei
Prozesse;
einer davon
beschäftigte sich damals (1974) schon mit der Frage, was Satire
ist und was sie darf."
[16:39]
Es tut mir leid, ich möchte nicht, daß Du glaubst, Deine Schwester
sei verbittert. Aber etwas, was Du als Mann nie erfahren wirst, ist,
wie sehr eine Frau leiden kann - Eifersucht, Demütigung, Panik, das
Gefühl, betrogen zu werden -, solche Erschütterung würde einen Mann
in Stücke reißen; seine Schrauben flögen aus den Muttern und alle
Knöpfe aus seinem Frackhemd. (John Updike: S.)
[16:38]
Was spielt es für eine Rolle, welchen Namen ich trage? Oder du? Ein
Schnippen des karma, und ich bin ein Tausendfüßler, und du bist ein
Kastanienbaum in voller Blüte. (John Updike: S.)
[16:37]
Der Trick der Wüste ist, keine Photonen zu sammeln, von denen es
hier Milliarden und Abermilliarden zu viele gibt, sondern
Feuchtigkeit zu speichern. (John Updike: S.)
[16:36]
Wie willst du etwas vom Tod wissen, wenn du noch nicht einmal das Leben kennst? (Konfuzius)
[15:21]
Wir haben einen unterirdischen Tank für fünftausend Gallonen, aber
Mobil weigert sich, ihn zu füllen, bevor wir unsere Rechnung bezahlt
haben. Gleichzeitig sponsern sie scheinheilige Dokumentarfilme im
Fernsehen über die Erhaltung des Singkranichs und des kleinen
Weißlings im Großen Salzsee. Was ist das für eine Doppelzüngigkeit
der Industrie? Rettet den Weißling und laßt die Menschen auf dem Weg
zur Heiligkeit verrecken? (John Updike: S.)
[15:10]
Ich hoffe sehr, daß wir Dir nie als solche Ungeheuer erschienen sind
wie unsere Eltern uns. Sie mußten es, nehme ich an, denn sie hatten
über sich alle diese eingebildeten Ungeheuer - nicht nur die Russen,
sondern Fremde aller Art, die sie und ihre Kinder von der
quietschenden alten Staatskarosse der Wohlanständigkeit schubsen
oder dazu verleiten konnten, abzuspringen. Nun, Deine Mutter hat es
getan, sie ist gesprungen. (John Updike: S.)
[14:51]
"Im thüringischen Schmölln haben Anwohner offenbar den Suizid eines psychisch kranken Geflüchteten gefilmt und den jugendlichen Somalier angefeuert, aus dem Fenster zu springen."
[14:44]
Es ist so schwer zu wissen, wie weit wir für andere leben sollen, und was wir für uns selbst tun dürfen. (John Updike: S.)
[14:37]
Richard war viel allein und hatte viel Zeit für seine Geistessorgen. (Klaus Mann: Treffpunkt im Unendlichen)
[14:16]
Klaus Mann:
AllgFab (3) //
Bindungen & Beziehungen //
AllgFab (2) //
AllgFab (1).
[14:13]
"Wir leben in einer aufregenden Zeit. Nein, geben Sie acht, dieser Hochkapitalismus zeitigt pikante Situationen!" (Klaus Mann: Treffpunkt im Unendlichen)
[13:40]
Heute wird nicht mehr gelesen. Den dritten Teil von Johnsons
Jahrestagen zu schaffen, soll mir genügen. Ich greife den Plan
von vor einigen Tagen auf, doch wieder mal einige Folgen von
Serien anzuschauen, die ich mag, und abends lukullischen Genüssen
zu frönen. Begonnen wird mit SOKO Leipzig S16E03 - "Undercover (1)".
[13:00]
Die Konsumgesellschaft braucht Leute im Zustand ständiger
materieller Erregtheit, allerdings nicht so stark, daß die
erregten Menschen die Eigentumsrechte anderer verletzen.
(John Updike: S.)
[12:40]
Buch beendet:
"Jahrestage 3. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl"
(WP / DNB)
von
Uwe Johnsons,
Suhrkamp, 332 Seiten.
[12:38]
Sonja hätte sich über all das lustig machen können, aber sie hatte
die beiden zu gern. Sie bemitleidete und bewunderte beide, und sie
gehörte zu den Frauen, denen keine echte Sympathie möglich ist, in
die sich nicht Mitleid mischt. (Klaus Mann: Treffpunkt im
Unendlichen)
[12:37]
In letzter Zeit ist er auf eine schrecklich ungesunde Art aktiv
geworden. Ja, ja, diese hysterischen Willensmenschen. Er bekommt
auch schon so einen lächerlich markanten Zug ums Kinn. (Klaus Mann:
Treffpunkt im Unendlichen)
[12:36]
In Paris sticht die offene Straße jedes Museum aus. (Francois Mauriac: Der Jüngling Alain)
[12:35]
Sein Ehrgeiz war, vieldeutig zu erscheinen, was ihm bei seiner talmudistischen Verschlagenheit nicht übel gelang. (Klaus Mann: Treffpunkt im Unendlichen)
[12:34]
Du kannst mir oft schreiben: brieflich fällt man sich nicht auf die Nerven. (Francois Mauriac: Der Jüngling Alain)
[12:33]
Sie besuchte täglich den alten Seris, der weniger trank, als sie
befürchtet hatte, weil er seine Angelegenheiten regeln wollte, bevor
er "sich ernstlich ans Saufen machte". (Francois Mauriac: Der
Jüngling Alain)
[12:32]
Vielleicht ist es eine besondere Gabe, die ich besitze, in den
Frauen eine besorgte und rasch beunruhigte Mutter wachzurufen.
(Francois Mauriac: Der Jüngling Alain)
[12:31]
Francois Mauriac:
Es bleibt nichts hängen //
Über Balzac //
AllgFab (1) //
Unbeholfenheit & Suizid //
Mücken & Lesen //
Das Wunder des Lesens.
[10:51]
Der Klupsch hing mehr Fett an als ihr Knochengerüst haben wollte. (Uwe Johnson: Jahrestage 3)
[10:01]
Eben bei Uwe Johnson den Begriff
Freihandel
gelesen.
[10:00]
Krank 9/11. Tage ohne Alkohol: 312.
Lektürestatus: gestern 127 Seiten.
Freitag, 21. Oktober 2016
[23:43]
Exzellente Lesetage wie seit Jahren nicht mehr.
[20:49]
Ich hangele mich durch Mediatheken, um etwas von der Buchmesse
und dem aktuellen Tagesgeschehen zu erhaschen. Unter anderem
Flandern und die Niederlande lesen.
[20:15]
Gesundheitsbulletin: Besser. Rückläufige Symptomatiken.
Heute nochmal in der Sprechstunde bei der Hausärztin gewesen,
die sich ebenfalls erleichtert zeigte, weil sie sonst am Ende
ihres Lateins gewesen wäre. Wir einigten uns darauf, daß es
ein Virusinfekt sei, verbunden mit nervösen Ausläufern. Bis
Montag noch krank geschrieben, dann bis Mittwoch frei, so daß
ich erst am nächsten Donnerstagabend wieder arbeiten muß.
Stets die Ermahnung, doch Sport zu treiben, zu reisen. Ich
HASSE reisen. Ich lese lieber. Und zack, waren wir bei den
Büchern und unterhielten uns über Juli Zeh "Unterleuten",
das die Ärztin gerade in ihrem Urlaub gelesen habe.
[20:09]
So, wie es jetzt ist, kann es im Gesundheitswesen eigentlich nicht
mehr weitergehen, sagt der neuseeländische Arzt Robin Youngson in
seinem Buch
"Time to care. Wie Sie Ihre Patienten und Ihren Job lieben".
Beispielsweise nähmen als Ausdruck der Überforderung kleinkindhafte Wutausbrüche bei Pflegepersonal zu
(disruptive behavior).
[19:55]
Retweet: Ich habe ja damit aufgehört, frümorgens am Waldesrand zu joggen. Nicht daß mich ein Jäger aufgrund meiner Eleganz mit einem Reh verwechselt.
[19:43]
Heutige Lektüre
bestand wie gestern aus Uwe Johnsons "Jahrestage 3" und
"Solange ich lebe, kriegt mich der Tod nicht. Friedhofsgänge mit Schriftstellern"
(DNB)
von Tobias Wenzel.
[10:26]
"Bisher saßen die Spinner allein zu Hause" - Der Politikpsychologe Thomas Kliche spricht über Verschwörungstheoretiker, Reichsbürger & Co. "Der emotionale Gewinn durch eine Verschwörungstheorie sei für deren Anhänger enorm, so Kliche. Erstens lade er sich selbst mit Bedeutsamkeit auf, denn wenn er verfolgt werde, müsse er ja wichtig sein. Zweitens schütze er sich in Zeiten der Globalisierung vor der Unberechenbarkeit der Welt, indem er sich böse Menschen als Strippenzieher vorstelle."
[10:15]
Sonja dachte, während er redend vor ihr auf und ab marschierte:
Komisch: alle älteren Leute glauben, wir jüngeren haßten
die Gefühle oder kennten sie gar nicht. Das ist einfach
eine fixe Idee. In Wirklichkeit ist wahrscheinlich jede Jugend
genau so gefühlvoll, wie die vorhergehende war, nur
die Ausdrucksformen wechseln. (Klaus Mann: Treffpunkt im Unendlichen)
[9:39]
Es ist ein uneingestehbares Vergnügen, das ich jedoch eingestehe,
jemandem zuzusehen, der einen nicht sieht, der nicht weiß, daß man
da ist, der allein zu sein glaubt. Eigentlich ist es ein Vergnügen
Gottes. (Francois Mauriac: Der Jüngling Alain)
[9:31]
Er war stark gealtert und brauchte für seine Tonsur keinen Friseur mehr. (Francois Mauriac: Der Jüngling Alain)
[9:24]
Er vertrat die Meinung, daß man seiner Natur manchmal Ferien gönnen
sollte. (Francois Mauriac: Der Jüngling Alain)
[9:23]
"Was kann ich schon für dich tun, mein Kleiner? Dich bewußter und
also unglücklicher machen, aber nicht dir den Willen einflößen, den
du nicht hast..." (Francois Mauriac: Der Jüngling Alain)
[9:22]
Krank 8/11. Tage ohne Alkohol: 311.
Lektürestatus: gestern 111 Seiten.
Donnerstag, 20. Oktober 2016
[22:10]
Wissenschaftsbücher bei der Frankfurter Buchmessen zum Thema "Altern, Pflege und Demenz" (mp3).
[21:58]
Heutige Lektüre
bestand aus Uwe Johnsons "Jahrestage 3" sowie "Solange ich lebe,
kriegt mich der Tod nicht. Friedhofsgänge mit Schriftstellern"
von Tobias Wenzel. Nachmittags bis zur Tagesschauzeit war ich
unterwegs zu einem Treffen mit ehemaligen Arbeitskollegen, unter
ihnen einige Rentner, denen man neidvoll das unbeschwerte Leben
anmerkte.
[10:40]
An einer Frau, die trinkt, gibt es stets eine Kleinigkeit, die sie verrät. (Francois Mauriac: Der Jüngling Alain)
[10:39]
Der Vizerektor unterbrach sich und sah empört zur Tür seines
Vorzimmers, die sich plötzlich geöffnet hatte. Die Sekretärin blieb
schüchtern auf der Schwelle stehen. "Was ist denn, Helen? Ich sagte
doch, daß ich nicht gestört werden will." Wenn er sich ärgerte,
schlug fast so etwas wie Temperament durch. (David Lodge:
Ortswechsel)
[10:38]
David Lodge:
AllgFAB (5) //
Bücher auf dem Klo //
Wir schreiben einen Roman //
AllgFAB (4) //
AllgFAB (3) //
Literatur ist opak //
AllgFAB (2) //
AllgFAB (1) //
Jugend von heute //
Sexuelle Revolution.
[10:35]
Sutcliffe war Junggeselle, will sagen, er war nicht schwul, sondern
ein echter, altmodischer Hagestolz, der schreckliche Angst vor
Frauen hatte. Die beiden weiblichen Lehrkräfte im Fachbereich
behandelte er als Männer ehrenhalber. (David Lodge: Ortswechsel)
[10:34]
"Der hat sich doch sein Gewissen auf Gummizug genäht." (David Lodge: Ortswechsel)
[10:33]
Seit seiner Schulzeit hatte er kein männliches Glied mehr genauer
angesehen. (David Lodge: Ortswechsel)
[10:32]
"Daß du nicht ständig Applaus für deine Potenz forderst. Bei Morris
mußte es jedesmal ein Vier-Sterne-Fuck sein. Ich mußte bei der
Klimax stöhnen und mit den Augen rollen und Schaum vor dem Mund
haben, sonst hat er mir sofort vorgeworfen, ich mache wohl auf Miss
Tiefgekühlt." (David Lodge: Ortswechsel)
[9:52]
Mit ihren dicken Stiefeln, die Zapp an Mrs. Swallow erinnerten, dem
schweren Gang, dem Kopftuch und der kleinen Reißverschlußtasche aus
Plastik wirkte sie etwa so sexy wie eine sibirische Miß
Fünfjahresplan. (David Lodge: Ortswechsel)
[9:51]
Er brachte ihnen ein Gesellschaftsspiel bei, das er während seines
Studiums erfunden hatte. Dabei mußte jeder ein bekanntes Buch
nennen, das er nicht gelesen hatte, und bekam einen Punkt für jeden
Mitspieler, der es kannte. (David Lodge: Ortswechsel)
[9:50]
Er behauptete, einer Frau sofort ansehen zu können, ob sie gut
kochen konnte oder sich leicht aufs Kreuz legen ließ (beides in
einer Person war meist nicht drin). (David Lodge: Ortswechsel)
[9:35]
... weil das Haus in einer sogenannten Erdrutschzone steht. Es ist
der Bucht von Esseph bereits vier Meter entgegengerutscht - ein
Umstand, der den Besitzer dazu veranlaßte, es schleunigst zu räumen
und mietweise Mitmenschen zur Verfügung zu stellen, denen es an Geld
oder an Lebenslust gebricht, so daß von ihnen keine Reklamationen zu
erwarten sind. (David Lodge: Ortswechsel)
[9:34]
"Regnet es?" fragt Zapp. "Nein, es ist ganz klar. Man sieht lauter
kleine Felder, wie eine Patchwork-Decke." "Wenn es nicht regnet,
kann's nicht England sein. Wahrscheinlich sind wir vom Kurs
abgekommen." (David Lodge: Ortswechsel)
[9:28]
Es dürfte inzwischen deutlich geworden sein, daß Morris Zapp keine
große Wertschätzung für seine Mit-Arbeiter im Weinberg der Literatur
empfand. Aus einer Sicht waren das wirre, wankelmütige,
verantwortungslose Gesellen, die sich im Relativismus wälzten wie
Nilpferde im Schlamm und kaum einmal die Nase an die Luft gesunden
Menschenverstandes steckten. (David Lodge: Ortswechsel)
[9:21]
"Sie waren bestimmt schon oft in England, Professor Zapp", sagt die
Blondine, die Mary Makepeace heißt. "Noch nie." "Ach nein? Dann muß
das ja schrecklich aufregend für Sie sein. Da unterrichten Sie all
die Jahre englische Literatur, und jetzt kommen Sie dahin, wo sich
das alles abgespielt hat." (David Lodge: Ortswechsel)
[9:15]
"Heiliger Methusalem auf dem Fahrrad!" Zapp, dessen Bestand an
Blasphemien und Obszönitäten sich durch täglichen Gebrauch
mittlerweise abgenutzt hat, greift in Augenblicken großer
Seelenpein gern auf solche drollig-verzopften Verwünschungen zurück.
(David Lodge: Ortswechsel)
[9:14]
Sein bisher zügellosester Plan besteht darin, den kommenden Sonntag
rauchender- und zeitunglesenderweise im Bett zu verbringen und dabei
fernzusehen. (David Lodge: Ortswechsel)
[8:56]
Und daß ich gerne einen richtigen Bruder hätte, weil es das Leben
leichter machte, wenn es jemand gab, der es mit einem teilen mußte.
Wegen der Blutsbande. Und es nicht nur teilen konnte, wenn ihm
gerade danach war. Wie ein Freund. (André Kubiczek: Skizze eines
Sommers)
[8:55]
André Kubiczek:
Spaghetti in Tomatensauce //
Unterm-Tisch-Buchhandel //
Baudelaire'sche Dekadenz.
[8:52]
Aber er war erst vierzeneinhalb und schon einen ganzen Kopf größer
als ich. Nie bekam er Probleme in der Kaufhalle, wenn er mal eine
Schachtel Zigaretten kaufte. Ich dagegen sollte jedes zweite Mal
meinen Personalsausweis vorzeigen, weil ich, was sich erst morgen
ändern würde, noch keine sechszehn war. Und ich mußte dann immer so
tun, als hätte mir eine plötzliche Eingebung an der Kasse die
Sinnlosigkeit des Rauchens eröffnet. (André Kubiczek: Skizze eines
Sommers)
[8:51]
Wir waren ziemlich gut in der Schule. Klar, keine gesellschaftliche
Arbeit, die wir leisteten und alles, und durch die Sülz-Fächer immer
unter der Ironie-Flagge gesegelt. (André Kubiczek: Skizze eines
Sommers)
[7:30]
Krank 7/11. Tage ohne Alkohol: 310. -
Lektürestatus: gestern 143 Seiten.
Mittwoch, 19. Oktober 2016
[23:33]
Retweet: Was wird aus meiner sehr dominanten Renitenz, wenn ich erst alt bin?
[23:32]
Retweet: Mein Opa sagte damals immer, er wünsche sich Oma in den Grenzen von 1937.
[23:31]
Retweet: Ich hab so lange gesnoozt, ich weiß gar nicht, ob noch Mittwoch ist.
[23:30]
Retweet: ".. und dann schreiben wir auf irgend eine Ecke 'Hier öffnen'!" "Hör auf! Ich kann nicht mehr!"- Frühschoppen der Verpackungsingenieure.
[23:28]
Retweet: "Ich würde lieber sterben, als dieses Kleid anzuziehen!"
"Du müßtest ca. 6 Monate tot sein, um da rein zu passen."
[23:27]
Buch beendet:
"Als die Bücher noch geholfen haben. Biografische Skizzen"
von
Friedrich Christian Delius,
Rowohlt, 297 Seiten.
[21:55]
Durch die Lektüre von Delius' "Als die Bücher noch geholfen haben"
entdeckte ich
Karl Mickels
einzigen Roman
"Lachmunds Freunde. Erstes und Zweites Buch"
(DNB / Wallstein).
Zwischen Mickel, dem MDV (Mitteldeutscher Verlag) und Rotbuch gab es ein Gezerre um die Veröffentlichung.
Der Roman erschien erst nach der Wende und verhallte klanglos.
Kommt auf die Liste; das bin ich meinem Bauchgefühl schuldig, aber sowas von.
[19:48]
Ohne Lesen stolpern wir durchs Leben (Audio). - "Lesen heißt eben auch, Nichtverstehen als Noch-Nicht-Verstehen auszuhalten. Und selbstverständlich irrt Andy Warhol, wenn er das Bildchengucken gegen das Lesen ausspielt. Wenn Glotzen nicht auch Deuten wird, nützt das Augenaufreißen nichts, hier wie da."
[10:11]
Retweet: "Lust auf einen Spaziergang?" "Du willst Schluss machen?" "…einen WALDSPAZIERGANG!" "DU WILLST MICH TÖTEN?!?"
[10:10]
Retweet: Pornos von Frauen für Frauen. Wat is da dann anders, schwenken die erst in Slow-motion 20 Minuten durch den Schuhschrank?
[10:09]
Retweet: Mein Verlangen ist strukturiert wie ein Korbstuhl.
[10:08]
Retweet: Endlich wieder "Los Wochos" bei McDonald´s. Diese Woche das Sachsen-Menu: 1 Besorgter Burger - 1 Pommes braun-weiss - 0,5l Cola Zero Tolerance.
[10:07]
Retweet: "Was ist ihr Lieblingsfitnessgerät ?" "Der nach links ziehende Einkaufswagen."
[10:06]
Retweet: Ob ein Hund beim Schnüffeln am Baum manchmal denkt "Pinkel deutlicher!"?
[10:05]
Retweet: "Guck mal, bei dem Versuchslabor kann man die medizinischen Experimente durchs Schaufenster beobachten." "Das ist ein Fitnesscenter!!"
[10:05]
Retweet: Gibt es von Samsung eigentlich schon was für Silvester?
[10:04]
Retweet: Ich würde auch nach Gießen zu dieser Hells-Angel-Beerdigung fahren, aber das Blinkerbirnchen an meiner Harley hat `nen Wackel.
[10:03]
Retweet: Ich bin jetzt in der Lebensphase, in der einem die meisten Prominenten völlig unbekannt sind. Das ist schön.
[10:02]
Retweet: Flechtfrisuren aus youtube Tutorials nachzumachen ist total einfach. WENN MAN EIN VERDAMMTER KRAKEN IST.
[10:02]
Retweet: Sauerbraten. Na, dass das Tier damit nicht einverstanden war, kann man sich denken…
[10:01]
Retweet: Schatz, mit deinen Kochkünsten bekommst du jeden in die Kiste. Und glaub mir - ich meine nicht dein Bett.
[10:00]
Retweet: Diese bakteriophoben Eltern heute! Damals petzte mein Freund: Der Dings hat heute Kuh-AA probiert Mutter: Viel? Oder muss ich noch kochen?
[9:59]
Retweet: Meine Karriere als Spion scheiterte, weil ich immer so laut "aha!" gesagt habe.
[9:58]
Retweet: "Ich höre abends zum Einschlafen immer eine CD mit Walgesängen. Das macht mich voll müde!" "Gibt's auch eine mit Bürogeräuschen?"
[9:57]
Retweet: Der DHL-Mann war innerhalb des angekündigten Zeitrahmens da, hat geklingelt und mir mein Paket gegeben. Man kann niemandem mehr trauen.
[9:56]
Retweet: Das Semikolon ist mein Symbol fürs Leben schlechthin. Man macht weiter, obwohl man einen Punkt hätte setzen können.
[9:55]
Retweet: Meine Pflanzen reden gar nicht mit mir! Hören nur zu und nicken ab und zu stumm. Wahrscheinlich alles Männchen!
[9:54]
Retweet: Laut einer Studie sind Leute, die viel fluchen, intelligenter als dumme verfickte Hurensöhne.
[9:53]
Retweet: Olé, W-Lan ist alle. Ne, Quatsch. Oh weh, Elan ist alle.
[9:52]
Retweet: "Worauf achtest du beim Anblick einer schönen Frau zuerst?'' "Ob meine guckt."
[9:51]
Retweet: "Hallo! Ich bin Sven, der neue Praktikant." - "Hallo Renate!" - "Aber ich heiße Sven!?" - "JETZT WERD NICHT FRECH RENATE!"
[9:50]
Retweet: "Wo bist du?" "Im Supermarkt." "Einkaufen?" "Nein, ich ziehe auf alle Einkaufswagen Winterreifen drauf."
[9:38]
Falls irgendwo, irgendjemand gerade das Drehbuch
meines Lebens schreibt: Jetzt wäre der perfekte
Zeitpunkt für die glückliche Wendung.
[9:24]
Ursache des Feuers vor zwei Tagen in unserer Straße waren
übrigens zwei Handwerker, deren Schweißarbeiten aus dem
Ruder gelaufen waren. In deren Haut möchte ich nicht stecken.
Gegen wenn auch gewiß ungewollte Brandstiftung ist man als
Bauarbeiter kaum versichert, oder?
[9:21]
Mir schwebte für heute ein lektürefreier Tag nur mit Serien vor
und am Abend eine üppige Mahlzeit mit anschließender Eisorgie.
Da ich mich in den vergangenen zehn Tagen zusammen gerissen hatte
und im Kühlschrank noch besagte Lebensmittel lauern und verbraucht
werden müssen, hielt ich einen atypischen Tag für angebracht.
Dennoch werde ich als Einstand zunächst ein wenig mit Uwe Johnsons
"Jahrestage 3" weitermachen.
[9:07]
Krank 6/11. Tage ohne Alkohol: 309. -
Lektürestatus: gestern 145 Seiten. -
Vom Hausarzt zurückkommend, rückwirkend das Frei in Krank geändert.
Bis einschließlich nächsten Montag weiter zuhause. Blut abgenommen,
Urin ging nicht, da vorhin nach dem Aufstehen zuhause schon gestrullt.
Bringe ich morgen in der Praxis vorbei; am Freitag nächste Sprechstunde.
Die HÄ meinte, komisch sei es schon, ein Infekt ohne Fieber. Man werde
sehen, was das Blut sage; ansonsten könne man sowieso wenig mehr tun
als warten. Womit sie im Fall eines Infekts sicher Recht hätte,
andernfalls wohl nicht. Wenn mein Körper mir etwas zu sagen hat, soll
er sich gefälligst deutlicher ausdrücken. Fieber wäre gut. Fieber wäre
etwas, womit man arbeiten und bei einer gewieften Ärztin punkten kann.
Dienstag, 18. Oktober 2016
[22:25]
Morgen früh um 8 Uhr muß ich bei der Hausärztin auf der Matte stehen.
Heute gesundheitlich am Boden gewesen, den ganzen Tag lang gefroren,
weiter Grippesymptomatik ohne Erkältung, ausgeprägtes Krankheitsgefühl.
Erstaunlich, trotzdem so lesen zu können, dies dem Zustand quasi abzutrotzen.
Oder möglicherweise gerade deswegen, nämlich aus Mangel an Alternativen;
denn Bild und Ton nerven, so daß der PC nach einer morgenlichen Session
ausgeschaltet blieb.
[22:22]
Gelesen heute
in gleich 3 Büchern. Ein klitzekleines Bißchen im bereits im
September angefangenen "Solange ich lebe, kriegt mich der Tod
nicht. Friedhofsgänge mit Schriftstellern" von Tobias Wenzel,
der um die Welt gereist ist, "um
Schriftsteller auf Friedhöfen zu treffen,
die für sie eine besondere Bedeutung haben." -
Dann doch ein wenig weiter mit "Die Welt im Rücken" von
Thomas Melle. Und begonnen habe ich "Jahrestage 3. Aus
dem Leben von Gesine Cresspahl" von Uwe Johnson.
[11:22]
Das ist das Fatum der Irren: ihre Unvergleichbarkeit, der Verlust
jeglichen Bezugs zum Leben der restlichen Gesellschaft. Der Kranke
ist der Freak und als solcher zu meiden, denn er ist ein Symbol
des Nichtsinns, und solche Symbole sind gefährlich, nicht zuletzt
für das fragile Sinnkonstrukt namens Alltag. Der Kranke ist, genau
wie der Terrorist, aus der Ordnung der Gesellschaft gefallen,
gefallen in einen feindlichen Abgrund des Unverständnisses.
(Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[10:45]
"Wie ich höre", sagte Ringbaum, "hat Karl sein Seminar über den
'Tod des Buches?' völlig umstrukturiert. Er läßt in diesem Semester
das Fragezeichen weg." (David Lodge: Ortswechsel)
[9:07]
Meine Großmutter hat immer gesagt: Iß, mein Junge, schlag dir
ordentlich den Bauch voll, wenn der nächste Krieg kommt, sind
die Dicken dünn und die Dünnen tot. Und sie hatte recht. Dann
sagte sie noch: Frieden ist nur eine Pause zwischen zwei Kriegen.
(Jaroslav Rudis: Nationalstraße)
[9:06]
Bagdad im Frühjahr.
Normandie im Sommer.
New York im Herbst.
Stalingrad im Winter.
Die vier Jahreszeiten der Kriege.
(Jaroslav Rudis: Nationalstraße)
^
[8:55]
David Lodge: Sie werden ihm nicht fehlen.
[8:54]
Marianne, die in jedem Haus den Weg zur Bibliothek zu finden
wußte, wie sehr diese auch von der Familie im allgemeinen
gemieden werden mochte, hatte sich bald ein Buch beschafft.
(Jane Austen: Gefühl und Verstand)
[8:53]
Sie glaubte nicht, daß er das Kompliment vernünftigen
Widerspruchs verdiente. (Jane Austen: Gefühl und Verstand)
[8:52]
Das Dinner war ausgezeichnet, die Zahl der Bedienten groß,
und alles zeugte von der Neigung des Hausherrn, zu renommieren,
und von der Fähigkeit des Hausherrn, dafür aufzukommen.
(Jane Austen: Gefühl und Verstand)
[8:51]
Wenn man sich nicht überzeugen lassen will, findet man
immer etwas, um seine Zweifel zu bestärken.
(Jane Austen: Gefühl und Verstand)
[8:50]
... stellte Elinor fest, daß sich eine Charakteranlage
durch einen Umweltwechsel nicht wesentlich ändert.
(Jane Austen: Gefühl und Verstand)
[8:49]
... wußte nur zu gut, daß man die nettesten Mädchen der Welt
in jedem Teil Englands und in allen nur erdenklichen Spielarten
antreffen konnte, was Gestalt, Gesicht, Gemüt und Geistesgabe
betraf. (Jane Austen: Gefühl und Verstand)
[8:48]
Jane Austen:
AllgFab //
Nicht in unwürdige Hände!.
[8:47]
... war im Bedarfsfall nie um Erklärungen verlegen, die
zumindest sie selbst zufriedenstellten. (Jane Austen:
Gefühl und Verstand)
[0:04]
Buch gestern Abend beendet:
"Tagesanbruch"
von
Hans-Ulrich Treichel,
Suhrkamp, 86 Seiten. - Danach weiter gemacht mit Friedrich Christian Delius'
biografische Skizzen "Als die Bücher noch geholfen haben".
[0:03]
Krank 5/11. 44 Wochen ohne Alkohol.
Lektürestatus: gestern 140 Seiten.
Montag, 17. Oktober 2016
[17:39]
"Die Welt im Rücken" von Thomas Melle unterbrochen. Ob abgebrochen,
entscheide ich später. Dafür nun "Tagesanbruch" von Hans-Ulrich Treichel.
[15:30]
Seit einer Stunde blicke ich aus dem Fenster. Gegenüber, auch in der Engelmannstraße (Leipzig Sellerhausen), in der ich an der Ecke Plaußiger Straße wohne, brennt es. Teilweise sehr rauchig. Hier ein Bild aus besseren Tagen, d.h. ohne Feuer und MIT Pappel, die gefällt wurde, aber, wie sich hinterher herausstellte, kerngesund gewesen war, worüber ich berichtete. Nachdem gelöscht wurde, sieht man am Dachstuhl das Ausmaß der Katastrophe.
[13:36]
Die Medizin ist noch immer eine tastende Wissenschaft, trial
and error seit Jahrhunderten. Die Medikamente verdanken sich
meist Zufallsfunden. Die Psychologie ist der Logik von Ursache
und Wirkung verhaftet. Und am Ende ist selbst das Gähnen noch
nicht erklärt. (Thomas Melle: Die Welt im Rücken)
[12:36]
Neuerdings hat die Wissenschaft entdeckt, daß die Ameise
keinen Wintervorrat anlegt; das wird sie um einen großen
Teil ihres literarischen Ruhmes bringen. (Mark Twain:
Humoristische Erzählungen)
[12:35]
Ich wollte zum Arzt, habe aber verschlafen. Da ich bis
Mittwoch nicht arbeiten muß, ist's nicht dramatisch.
Mittwoch früh ist die Hausärztin aus dem Urlaub zurück
und kann, falls noch erforderlich, Nägel mit Köpfen machen.
Ich blättere derweilen in Urnenkatalogen. Man will ja
vorbereitet sein.
[12:30]
"Die Vorschriften, um die Menschen vor Blitzschlag zu schützen,
sind so vortrefflich und so zahlreich, daß es mir schlechterdings
unbegreiflich ist, wie jemand es fertigbringt, dennoch getroffen
zu werden." (Mark Twain: Humoristische Erzählungen)
[12:29]
...in einer heißen Nacht, im geschlossenen Raum. Schon mein
Nachthemd schien mir mehr Bekleidung, als ich eigentlich brauchte.
(Mark Twain: Humoristische Erzählungen)
[12:28]
Buch begonnen: "Die Welt im Rücken" von Thomas Melle.
[12:27]
Krank 4/11. Tage ohne Alkohol: 307.
Lektürestatus: gestern 250 Seiten.
Sonntag, 16. Oktober 2016
[22:22]
Den Rostocker Polizeiruf 110 hielt ich keine 10 Minuten durch
und mußte abschalten, weil ich vermutlich einfach zu krank bin,
so daß mich Töne und Bilder schwer nerven. Nach meiner
Tagesmahlzeit widmete ich mich wieder Friedrich Christian Delius'
biografische Skizzen "Als die Bücher noch geholfen haben".
[18:51]
Gewichtsmäßig bin ich wieder im grünen Bereich, d.h. unter
82 kg. In den letzten Wochen häuften sich Ausnahmen =
Diätsünden, so daß das Kalorienmanagment ins Wanken geriet.
Dankenswerterweise sind viele frischen Gemüse derzeit noch
billig, so daß ich mir täglich einen Rieseneimer Salat
anfertige, der ziemlich satt macht. Dazu nehme ich 2
bis 3 Sorten (wahlweise Gurken, Tomaten, Kohlrabi, Radieschen,
Rettich oder Paprika), versetzt mit 1 Zwiebel und 100 g
Hirtenkäse, ohne Dressing, nur Salz und Pfeffer.
[18:44]
Weil ich ein ausgesprochener Fan des Rostocker Polizeiruf 110
bin, werde ich nachher live gucken, was ich selte machen kann,
weil ich am Sonntag Abend sonst zur letzten Nachtschicht muß.
[18:35]
Krankheitsbedingt viel geschlafen: von 0.30 Uhr bis 10.30 Uhr,
dann nochmals von 13.30 Uhr bis 16 Uhr, die restliche Zeit gelesen.
Keine Besserung, eher einen Tick schlimmer. Morgen vormittag
zur Hausarztvertretung antanzen.
[18:32]
Buch soeben beendet:
"Skizze eines Sommers"
von
André Kubiczek,
Rowohlt, 376 Seiten.
[18:31]
Krank 3/11. Tage ohne Alkohol: 306.
Lektürestatus: gestern 196 Seiten.
Samstag, 15. Oktober 2016
[22:33]
Im wichtigsten Thread des Literaturschockforums -
Bücher für Bibliomane -
wies ich darauf hin, daß im jüngsten
Literaturclub
vom 11. Oktober ab zirka Minute 22.30 das Bibliomanikum
"Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen"
von
Tim Parks
besprochen wird, bei der ein engagierter Raoul Schrott zu sehen
ist. Besonders reizvoll ist Parks Theorie hinsichtlich
divergierender Leseerfahrungen und -kritik.
[19:22]
Monumental kommt
"Erste Erde. Epos"
von
Raoul Schrott
daher. 848 Seiten, in diesen Tagen
im Verlag Carl Hanser
erschienen. Da es meine Erstbegegnung mit dem Buch ist, von dem
ich eben im
Literaturclub
hörte, wo es Schrott selbst kurz vorstellte, zunächst aus
dem Waschzettel: "Raoul Schrotts Buch ist das Ergebnis
einer intensiven Auseinandersetzung mit dem heutigen Wissen
über die Welt: Vom Urknall über die Entstehung des Planeten
bis hin zu uns unternimmt es den großen Versuch, unsere
wissenschaftlichen Erkenntnisse literarisch umzusetzen und
sie an einzelnen Lebensgeschichten anschaulich zu machen.
In wechselnden poetischen Formen ergibt sich ein breites
erzählerisches Panorama. In einem zweiten Teil fasst Raoul
Schrott in Sachbuchform unseren heutigen Wissensstand zusammen.
Dichtung und Wissenschaft verknüpfend, wagt er sich daran,
ein modernes Gegenstück zu Alexander von Humboldts 'Kosmos'
zu entwerfen."
[17:40]
Mark Twain: Deutsche Ratschläge.
[17:32]
"Gib mir das deutsche Buch her, das auf dem Kaminsims liegt,
und eine Kerze; doch zünde sie nicht an; gib mir das
Streichholz; ich werde sie hier drinnen anzünden. Das Buch
enthält einige Ratschläge." (Mark Twain: Humoristische Erzählungen)
[17:31]
Das Zimmer ist so finster wie die Seele eines Heiden... (Mark Twain: Humoristische Erzählungen)
[17:30]
Er ist immer noch so liebenswürdig, freundlich, gut und
anspruchslos, wie ein Mensch es nur sein kann, aber er
ist nicht einmal intelligent genug, um sich unterzustellen,
wenn es regnet. Das ist die reinste Wahrheit.
(Mark Twain: Humoristische Erzählungen)
[17:29]
Wer schreibt die Mäßigkeitsaufrufe und jammert über den
strömenden Alkohol? Leute, welche erst im Grabe ihren
ersten nüchternen Atemzug tun werden.
(Mark Twain: Humoristische Erzählungen)
[17:28]
... hätten Sie die Aneignung der Unwissenheit zum Studium
Ihres Lebens gemacht, Sie hätten nicht mit größerer Ehre
zum Doktor promoviert werden können als heute.
(Mark Twain: Humoristische Erzählungen)
[16:16]
Gesundheitsbulletin. Keine Besserung zu den vergangenen beiden Tagen.
Immer noch das Gefühl einer schweren Grippe ohne Erkältungssymtome.
Erschöpftsein schon drei Stunden, nachdem ich aufstand. Wacklig auf den
Beinen. Ich kommen gerade vom Einkaufen zurück und merkte, wie zittrig
und schlackrig ich unterwegs war. Persistierende Beschwerden im
Flankenbereich. Der Vertretungsarzt verschrieb mir sofort
Gelomyrtol, weil er,
ohne mir überhaupt großartig zugehört zu haben, der Meinung war:
Infekt; Erkältung könnte noch nachkommen. Viel trinken, schlafen usw.
Inzwischen denke ich, eher noch eine
Pyeloneprehritis
(Nierenbeckenentzündung), obzwar ich dafür hohes Fieber haben müßte.
Die Flankenbeschwerden sprechen zumindest auf Nierenbeteiligung.
Das Furchtbare ist, daß mein Hausärztin wohl erst am Mittwoch
wieder praktiziert und ich, wenn sich morgen nichts wesentlich zum
Besseren wendet, am Montag wieder zu dem laschen Vertretungsarzt müßte.
[16:05]
Welch ein Zufall nach meinem heutigen anlasslosen Eintrag. Heute von 23.05 bis 2 Uhr im Deutschlandfunk kommt eine Lange Nacht der niederländischen und flandrischen Literatur.
[11:33]
Die niederländische Literatur, die nach 23 Jahren wieder auf
der Frankfurter Buchmesse in den Mittelpunkt rückt, ist darauf
angewiesen, auch im
Ausland verlegt zu werden. Um nur auf dem heimischen Markt
zu bestehen, ist das Land zu klein. Wenn sich ein Buch
mit 2000 Exemplaren verkaufen läßt, sind die Verleger schon
zufrieden. Dementsprechend intensiv ist die Literaturförderung
und das Bemühen um Übersetzungen. Außerdem - das wußte ich nicht -
ist der Literaturmarkt zwischen den Niederlanden und Flamen
ziemlich getrennt bzw. gespalten. Einige Bücher von hierzulande
noch wenig oder kaum bekannten niederländischen Autoren sowie
die Bedingungen des Buchmarktes bei den Nachbarn stellte
der
Büchermarkt vom 29. September
vor. Ich habe von diesen Vorstellungen
"Die Republik"
von Joost de Vries
auf meine Beobachtungsliste gesetzt. Aber auch
"Stern geht"
von Thomas Heerma van Voss blinkert mich holdselig an.
[11:16]
Krank 2/11. Tage ohne Alkohol: 305.
Lektürestatus: gestern 182 Seiten.
Buch begonnen: "Skizze eines Sommers" von André Kubiczek.
Freitag, 14. Oktober 2016
[20:49]
Ein Gespräch zwischen einem Hämatologen, Onkologen und einer Palliativmedizinerin über Sinn und Unsinn von Chemotherapien.
[19:39]
Noch nie etwas vom
Schriftsteller
Jakov Lind
(Homepage) gehört. In seinen
biografische Skizzen "Als die Bücher noch geholfen haben", die
ich vorhin begann, bekommt Friedrich Christian Delius das
Manuskript von
Eine bessere Welt
vorbeigebracht und soll
Klaus Wagenbach
innerhalb weniger Stunden sagen, was davon zu halten sei,
also ob Daumen hoch oder runter. "Schon nach wenigen Sätzen
festigte sich das Urteil: ein sperriges, verrücktes, schwer
verständliches, schlecht verkäufliches Buch, als ein klares Ja."
So erschien der Roman 1966 im noch jungen
Verlag Klaus Wagenbach.
[17:16]
Buch beendet:
"Nationalstraße"
von
Jaroslav Rudiš,
Luchterhand, 159 Seiten. Rezensionen findet man
hier,
hier,
hier
und
hier.
[11:21]
Seit einer Woche unwohl gefühlt (ja, unwohler als sonst, was
eigentlich nicht geht), seit gestern tagsüber Schüttelfrost
und Anwachsen grippaler Symptome, ohne jedoch Husten und
Schnupfen zu bemerken. Beschwerden im Flankenbereich (Nierenlager).
Von 21.30 Uhr Uhr bis 9.30 Uhr im Bett gelegen, davon effektiv
zirka 8-9 Stunden geschlafen, mehrere Stunden herumgelegen,
Radio gehört, wenig gelesen, an die Wand gestarrt. Vorhin
aufgestanden, gefroren, sehr malade gefühlt, zum Arzt gegangen.
Vertretungsarzt, weil die HÄ Urlaub macht. Krank geschrieben
heute bis Sonntag, also den Nachtdienstzyklus, der in dieser
Woche sowieso nur drei Dienst umfaßt hätte. Jetzt Krankenschein
zum Briefkasten bringen und Lebensmittel einkaufen.
[11:20]
Krank 1/11. Tage ohne Alkohol: 304.
Lektürestatus: gestern 116 Seiten.
Gestern begonnen: "Nationalstraße" von Jaroslav Rudiš. Eine Entdeckung!
Donnerstag, 13. Oktober 2016
[19:25]
Ich übernahm die zeitweilige Redaktion einer landwirtschaftlichen
Zeitung nicht ohne böse Vorahnungen - ebensowenig wie
ein Landbewohner das Kommando über ein Schiff ohne böse Vorahnungen
übernommen hätte. Aber ich befand mich gerade in Verhältnissen,
in denen mir ein Gehalt sehr willkommen war.
(Mark Twain: Humoristische Erzählungen)
[19:24]
Er machte es gerade wie neugebackene Schriftsteller.
Diese glauben auch immer, sie verständen ihre Sachen
besser als jeder andere, wenn sie ihr erstes Buch
herausgeben. Diese Leute lassen sich von niemandem
etwas sagen. (Mark Twain: Humoristische Erzählungen)
[19:23]
"Zur Beerdigung eines so ekelhaften Kerls gehe ich
nicht, das kannst du mir glauben!" "Aber ich gehe zu
deiner, das verspreche ich dir, und sei es nur, um
sicher zu sein, daß der Sarg wirklich fest zu ist."
(Georges Simenon: Wellenschlag)
[19:22]
Wie der Tag vorher war auch dieser außergewöhnlich,
erfüllt von Vogelgezwitscher, Sonnenlicht und Blumenduft,
von bebenden Flecken und diesem ersten sommerlichen
Schweiß, der noch die geringsten Bewegungen mit Lust
auflädt. (Georges Simenon: Wellenschlag)
[18:23]
Foalla durchlebte alle Stationen, die zu einer ordentlich
schiefen Bahn gehörten. (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[18:22]
Kein Tropfen Wasser in unseren Körpern, der nicht zuvor
in ungezählten anderen Dienst tat. In Menschen, Katzen,
Rosen oder Pfirsischen. Sehen Sie sich das Meer an! All
die entspannt hintreibenden Wasseratome, die mal Pause
machen, Komparsen auf Urlaub, bevor sie erneut
eingreifen müssen. (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[18:21]
Hoffnung ist das allerschlimmste, wenn man sich auf
dem Schafott befindet. (Doctor Who S09E12)
[18:10]
Foalla wuchs heran, war durchaus talentiert, fand leider
nie heraus, wofür. (Aquarellmalerei wäre es gewesen!
Nichts sonst!) Sie stand unter dem Schatten eines
fleißigen, dabei viel weniger gewitzten großen Bruders.
Als faul und rebellisch geltend, investierte sie oft
mehr Mühe in die Suche nach einer glaubhaften Ausrede,
als die vermiedene Arbeit sie gekostet hätte.
(Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[18:06]
Eri gurrt wie fünzig reisemüde Tauben. (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[18:05]
...stille Sprache der Liebe, die sich mit tausend Nuancen eines Kusses mitteilt. (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[17:45]
Eri spürte eine Art seelischen Harndrang. (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[17:44]
Eine Schüssel Nudeln verbindet. Ist nie verkehrt. Man muß sich auf nichts Grundlegenderes als eine Sauce einigen. (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[17:43]
Es folgen die üblichen Näherkommsätze. (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[17:42]
Maria Esmeralda Stavros hieß einundzwanzig Jahre lang
Maria Esmeralda Gonzalez. Nun, da Jose Pedro Gonzalez,
ihr zweiter Gatte, das zeitliche gesegnet hat, fordert
Maria Esmeralda von den Behörden ihren Geburtsnamen
zurück, erinnert sich ihrer Wurzeln, die, wie alles
in der Vergangenheit zu früh Begrabene, im Alter gern
aus der Asche hervorkriechen. (Helmut Krausser:
Kartongeschichte)
[12:49]
Liz kann sich nicht konzentrieren. Die Buchstaben zerstäuben vor ihren Augen wie angepustete Pusteblumen. (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[12:48]
Der Taxischein gilt vielen Studenten als eigentliche Abschlußprüfung. (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[12:47]
Stan hatte sowas Trauriges, Zweitgeborenes an sich gehabt, nach Trost Haschendes. (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[11:51]
Manche Menschen mögen Katzen für dumme Tiere halten, Frida
aber scheint die Tragweite der momentan vor sich gehenden
Umwälzungen zu ahnen. Ihr Dauerdurchfall nimmt Züge einer
Protestwelle an. (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[11:44]
Helmut Krausser: AllgFab.
[8:47]
Die Welt, wie immer sie auch ist, geschieht mir recht! (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[8:45]
Warum kann das Leben nicht einfach schön sein, wenn schon nicht schön, dann wenigstens einfach? (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[8:37]
Unter Zuhilfenahme grob bürgerlicher Überlegungen sowie
all dessen, was sie unter Relativitätstheorie versteht,
läßt sie ihr Selbstbewußtsein wie einen Papierdrachen
steigen. (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[8:31]
An jedem zweiten Abend draußen auf der Terasse des
Penthouse im 12. Stock hakte sie ihr bisherigen
Dasein ab, versprach sich neu einem Leben, das
pünktlich am nächsten Morgen beginnen und anders,
völlig anders verlaufen sollte als das vorherige.
(Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[8:30]
Die aufdrindliche Kollegin Chantal, die nicht aussah,
wie man sich eine Chantal vorstellt. Viel zu viel Brille,
Hüftleiden und dritte Zähne. (Helmut Krausser:
Kartongeschichte)
[8:21]
Welt, als kandierter blauer Apfel gedacht. (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[8:20]
Augusta kam grob versehentlich zur Welt, als Folge eines verzweifelten Geschlechtsverkehrs, während im Kofferradio Hindemith lief. (Helmut Krausser: Kartongeschichte)
[8:13]
Bis Mittag blieben noch zwei Stunden. Jacky wandte sich den
praktischen Fragen zu. Zum Beispiel, wie man im Schaumbad
eine Zigarre raucht, ohne das Deckblatt aufzuweichen.
(Martin Suter: Lila, lila)
[8:08]
Die Presse war vertreten durch die Volontärin der Gratiszeitung. (Martin Suter: Lila, lila)
[7:44]
Buch beendet:
"Die Abtei von Northanger"
(WP)
von Jane Austen,
Insel-Taschenbuch, 254 Seiten, Zweitlektüre.
[5:00]
Mein frustrierendes Erlebnis in der Straßenbahn, als ich
jemanden helfen und vor einer Strafgebühr bewahren wollte,
schilderte ich
im Tagebuch.
[4:51]
Die Jahresgebühr in der Stadtbibliothek ist fällig. Blöd nur,
daß man mit abgelaufener Frist nicht mehr auf sein Konto
zugreifen und somit keinen Einblick auf den Status quo
der Ausleihe nehmen kann. Eine zu restriktive Handhabung!
Hätte ich gestern am Schalter nicht nochmal nachgefragt,
wäre mir ein Buch, das sich zuhause unter einem Stapel
anderer Bücher versteckte, durch die Lappen gegangen.
Denn ich hatte vor, die Bibliothek erst nach einer Pause
wieder zu nutzen und die neue Gebühr auch erst dann zu
bezahlen. Manchmal frage ich mich, wer denkt sich solche
Bedingungen aus? Gerade WENN etwas zu klären ist, sollte
doch Zugang zu den Mitglieds- bzw. Kontoinformationen haben.
[4:43]
Noch
FAB
aus 48 längst gelesenen Büchern abtippen, dann habe ich's.
Bei den kürzlich gelesenen bin durch und besser hinterher,
was unter anderem daran liegt, daß ich bei Bibliotheksbüchern,
die zurück gegeben werden müssen, gezwungen bin, die Fundstücke
abzutippen. Und bei den Büchern, die ich als E-Books lese,
ist das Erfassen der FAB durch Copy & Paste so viel einfacher
und dadurch die Überwindung, es zu tun, sehr viel geringer.
[4:30]
John Steinbeck:
Feierlichkeiten mit feststehenden Formen //
AllgFab (2) //
AllgFab (1).
[4:23]
Der größte Teil des alltäglichen Gehetztseins ergibt sich schlicht
daraus, daß wir nicht bereit sind, auf etwas zu verzichten. Ein
Vorhaben bewußt bleiben zu lassen, um eine andere Unternehmung
richtig auskosten zu können, haben wir nie gelernt. (Stefan Klein:
Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben ist)
[4:22]
Das Mehr an Möglichkeiten ließ zugleich die Ansprüche wachsen. (Stefan Klein: Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben ist)
[4:21]
Ein Geheimnis im Umgang mit Zeit ist, sich Bestärkung im richtigen
Maß zu verschaffen. Wem sein Leben als eine einzige freudlose
Aufgabenliste erscheint, wird seine Pflichten kaum bewältigen
können. Effizienter in seinem Umgang mit Zeit ist, wer zu genießen
versteht. (Stefan Klein: Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben ist)
[4:13]
Volle Konzentration auf eine Aufgabe ist also nur zu erreichen, wenn
uns entweder ein Fernziel so fest und als so verheißungsvoll vor
Augen steht, daß sich der Verstand erst gar nicht auf Ablenkungen
einläßt. (Stefan Klein: Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben ist)
[4:12]
Sobald wir an das denken, was wir erreichen wollen, wird im
Organismus ein Zustand erzeugt, als ob die Absicht schon
Wirklichkeit wäre. Das nennt Damasio die "somatischen Marker": Indem
wir eine kleine Portion der angestrebten Genüsse und Triumphe schon
einmal spüren, bekommen wir einen motivierenden Vorgeschmack auf die
Belohnung. (Stefan Klein: Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben ist)
[4:11]
Stefan Klein:
Mehr/Weniger arbeiten //
Exekutivfunktion //
Die ersten Uhren.
[4:02]
Das Gefühl der Zeitnot hat wenig mit Zeit, viel hingegen mit Perspektive zu tun. (Stefan Klein: Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben ist)
[4:00]
... keine Kontrolle zu haben, belastet Menschen weit mehr, als stark gefordert zu sein; dies haben zahllose Studien gezeigt. (Stefan Klein: Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben ist)
[3:46]
... muß er bei der Sekretärin einen Termin erbitten - je größer der
Hierarchieabstand, umso länger gewöhnlich die Wartezeit. Wer über
unsere Zeit bestimmen kann, läßt uns seine Macht spüren. Ein fremder
Takt vergällt uns selbst dort das Leben, wo kein Machtgefälle
dahinter steht. Selbst eine Maschine kann eine Gefühl der
Abhängikeit geben. (Stefan Klein: Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben
ist)
[3:45]
Wer über seine Zeit nicht bestimmen kann, sirbt früher. Wenn wir uns
bedingungslos einem fremden Takt anpassen müssen, empfinden wir
Hilflosigkeit. Und dieser Mangel an Kontrolle löst eine
Streßreaktion aus. Hinzu kommen die Rituale der Unterwerfung, von
denen eines der beliebstesten ist, über die Zeit von anderen zu
verfügen. (Stefan Klein: Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben ist)
[3:44]
Freier Tag 4/4. Tage ohne Alkohol: 303.
Lektürestatus: gestern 115 Seiten.
Weiter mit der Zweitlektüre von "Die Abtei von Northanger"
von Jane Austen.
Mittwoch, 12. Oktober 2016
[20:52]
Wir sind nicht gestreßt, weil wir keine Zeit haben. Sondern wir
haben keine Zeit, weil wir gestresst sind. (...)
Zeitmangel kann die Streßreaktion des Körpers zwar verstärken,
selbst aber nie ihre Ursache sein. (Stefan Klein: Zeit: Der Stoff,
aus dem das Leben ist)
[18:01]
Manager übrigens erkrankten großen epidemiologischen Studien zufolge
nicht öfter, sondern seltener an Herzinfarkt als der Durchschnitt
aller Männer ihres Alters. Manche Ideen setzen sich durch, nicht
weil sie richtig, sondern weil sie so anschaulich sind. (Stefan
Klein: Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben ist)
[17:51]
Der Ingenieur Frederick Taylor untersuchte die Bewegungen der Arbeiter bis in jede Muskelregung, damit die Handgriffe am Fließband möglichst schnell ablaufen konnten. Die Propaganda hatte Erfolg. Nach der Uhr zu leben wurde gleichbedeutend mit Aufstieg, Taschenuhren wurden zum Statussymbol. Arme im Amerika dieser Epoche gründeten Uhrenclubs, um mit vereinten Ersparnissen ein solches Gerät anschaffen zu können. (Stefan Klein: Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben ist)
[17:50]
Im Katalog einer amerikanischen Uhrenfirma der Jahrhundertwende
hieß es : "Ordnung, Pünktlichkeit und Regelmäßigkeit sind die
Kardinalprizipien, um das Denken junger Menschen zu prägen. (Stefan
Klein: Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben ist)
[9:02]
Einige Lesefundstücke von Wackwitz im KF gepostet
und dabei geschrieben:
"Überhaupt bemerke ich eine wachsende Vorliebe für solche semifiktionale, autobiografisch grundierte Bücher, wie ich sie zuletzt bei Joachim Meyerhoff bewunderte."
[8:44]
Ich wußte gar nicht, daß nicht nur die Präsidentschaftskandidaten im US-Wahlkampf ein TV-Duell bestreiten, sondern auch die Vize-Präsidentschaftskandidaten, die man running mate nennt. Vermutlich auch deren Putzfrauen (running maid).
[8:22]
Die Übersetzerin, die hinter der Erfolgsschriftellerin Elena Ferrante stecken soll, hat übrigens auch Christa Wolf ins Italienische übersetzt sowie Kafkas Prozeß.
[7:50]
Goethe kam mit der von ihm selbst bemängelten Schnelligkeit
seiner Epoche übrigens bestens zurecht. In "Dichtung und Wahrheit"
bekennt er: "Da man immer Zeit genug hat, wenn man sie gut
anwenden will, so gelang mir mitunter das Doppelte und Dreifache."
Denn: "Die Zeit ist unendlich lang und ein jeder Tag ein Gefäß,
in das sich sehr viel eingießen läßt, wenn man es wirklich
ausfüllen will." (Stefan Klein: Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben ist)
[7:44]
Stephan Wackwitz:
Frauen im Wien Arthur Schnitzlers //
Heldentum & Heroismus //
Technikbegeisterung //
Nachkriegssommer //
Kein Kernlein nährenden Korns //
Märchenboom //
Lesekindheit //
Pfälzischer Vater //
Blockwart //
Tracht Prügel.
[7:35]
... genossen auch meine Eltern (...) die politische Zivilisierung
der westdeutschen achtziger Jahre und das ökologisch eingefärbte
savoir vivre, das sich im letzten Jahrzehnt der alten Bundesrepublik
auch in der Provinz ausbreitete. (Stephan Wackwitz: Die Bilder
meiner Mutter)
[7:33]
Willem Frederik Hermans:
AllgFAB (2) //
Henry Cavendish //
AllgFAB (1) //
Wir Niederländer //
Fehlende Rückenstärkung.
[7:27]
"In unserem demokratischen System ist es Energievergeudung,
überhaupt noch etwas Vernünftiges zu sagen, da man ja verpflichtet
ist, das Geschwafel jedes x-beliebigen Idioten ernst zu nehmen."
(Willem Frederik Hermans: Unter Professoren)
[7:25]
"Weltfrieden - darüber hat sich vor vierhundert Jahren noch kein
Mensch Gedanken gemacht außer unter der Voraussetzung, dass sein
Land dann das mächtigste der Welt sein müsste." (Willem Frederik
Hermans: Unter Professoren)
[7:24]
An wie vielen Überzeugungen aus unseren jungen Jahren halten wir
nicht unser ganzes Leben fest, ohne einen Schritt davon abzugehen,
aber wenn wir schlau sind, behaupten wir doch hin und wieder etwas
anderes. (Willem Frederik Hermans: Unter Professoren)
[7:15]
Er hatte eine samtene Stimme, die so würdevoll klang, dass man sich
schon allein dieser Stimme wegen über seine Zukunft keine Sorgen zu
machen brauchte. (Willem Frederik Hermans: Unter Professoren)
[1:47]
In diesem Jahr startet der
Österreichische Buchpreis,
dessen
Shortlist
gestern bekannt gegeben worden ist. Im KF gibt es einen
Thread
zum Thema.
[1:02]
Das ist lustig. Ich höre im gestrigen Büchermarkt eine
Besprechung
von
Bodo Kirchhoffs
Novelle
"Widerfahrnis",
in der ziemlich exakt die Zitate wiedergegeben werden, die
ich durch meine kürzliche Lektüre für beachtenswert befunden,
somit in die
FAB
aufgenommen & zuvor in diesen Miszellen gepostet habe.
[1:01]
Freier Tag 3/4. Tage ohne Alkohol: 302.
Lektürestatus: gestern 100 Seiten.
Aktuelles Buch seit gestern Vormittag ist die Zweitlektüre von
"Die Abtei von Northanger" von Jane Austen.
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