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Bücherlei Miszellen (16) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch

Montag, 15. September 2014

[8:02] Nochmal für Neueinsteiger: um die aus Jasper Ffordes Wo ist Thursday Next? gebrachten Fundstücke (FAB) verstehen zu können, empfehle ich für Nichtkenner der Thursday-Next-Reihe, zunächst diese drei aufeinander aufbauenden Passagen zu lesen: Einführung, Malapropismus und Leserstatus und Einstellungsgespräch. Ansonsten klatsche ich die neu hinzukommenden FAB einfach vorne dran.

[7:51] Retweet: Ich will nicht behaupten, dass ich müde bin, aber ich habe eben beim Vorbeifahren einen Heuballen für Chewbacca gehalten.

[7:49] Retweet: Ich kann gar nicht so leise "Aha" sagen, wie es mir egal ist.

[7:40] Koksen macht eindeutig blöder als Kiffen. Ronald Schill hat sich da freundlicherweise als Anschauungsobjekt zur Verfügung gestellt. (Über Gefahren fürs Gehirn)

[7:39] Weiter mit Wo ist Thursday Next? von Jasper Fforde.

Sonntag, 14. September 2014

[17:20] "Neben lokal erfolgreichen Autoren gibt es heute an die fünfzig Weltautoren, die in jedem Land funktionieren." (Klaus Eck)

[17:00] "Hätte er noch 'ne Leber, könnte ich die Temperatur messen. Die Alligatoren haben sie gefressen." (Navy CIS S11E19)

[16:43] Navy CIS S11E19, zweiter Teil der Doppelfolge "Crescent City", beginnt - man befindet sich in New Orleans - standesgemäß mit einem Blues. Wunderwundervoll.

[15:07] Er sah zu, wie ich eine Maschine bewunderte, die schwarzen Humor in Sarkasmus und wieder zurück verwandeln konnte, ohne Verlust an Erzählmasse. (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[14:50] "Ich habe Dutzenden von alten Damen über die Straße geholfen - und einige wollten auch wirklich hinüber." (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[14:28] Sie kennen doch sein angespanntes Verhältnis zur öffentlich ausgelegten Wohltätigkeit. (Urban Priol über Georg Schramm)

[14:18] Urban Priol, Georg Schramm, Jochen Malmsheimer in: "Letzte Gardine - Die Alten aus der Anstalt" - Teil 1 + Teil 2. Der letzte Auftritt des Wutbürgers Lothar Dombrowkis! (Aufnahme vom 4. September 2014 aus dem Alten Plenarsaal in Bonn)

[14:06] ...Oberst Barksdale, der so viele Orden an seiner Brust trug, dass er wahrscheinlich kugelsicher war. (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[14:01] Unweigerlich musste ich an Clarkes zweites Gesetz der Egodynamik denken: Für jeden Fachmann gibt es einen Gegenfachmann. (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[13:57] "... werde ich jetzt Emperor Zhark schicken müssen, und seine Verhandlungstaktik beruht auf dem Motto: Erst annihilieren, dann diskutieren. Allerdings ohne den Teil mit dem Diskutieren." (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[13:42] Es gab viel Eifersucht in der BuchWelt, und die Möglichkeit, dass irgendjemand die Konkurrenz gefürchtet und abgeschossen hatte, war durchaus gegeben. Schlechte Bücher aus Eigenverlagen wurden schulterklopfend geduldet. "Gar nicht so übel, nur weiter so", war die Attitüde der Arrivierten, aber gute Bücher aus Eigenverlagen wurden als üble Emporkömmlinge, Parvenüs und Streber betrachtet und mit gnadenloser Häme verfolgt. (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[10:25] "Wie bedroht man einen Pantomimen?" "Wenn man während der Vorstellung seufzt, wegschaut oder mit den Augen rollt – so etwas vertragen sie überhaupt nicht. Sie können es nicht ertragen, wenn man sie ignoriert oder ihre Vorstellung unterbricht. In der Beziehung sind sie fast so empfindlich wie Lyriker." (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[10:21] "Elendsmemoiren", bei Jasper Fforde für solche Bücher, wie wir sie kennen, wie sie seit Nicht ohne meine Tochter alljährlich den Buchmarkt befluten.

[9:45] Wir erfuhren, daß ein Sattelschlepper mit daß einen entgegenkommenden Lastwagen mit das gerammt hatte. (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

Samstag, 13. September 2014

[21:10] "Hey, warum riecht's in diesem Stadtteil nach Bier?" "Weil Sie in einer Pfütze Erbrochenem stehen". (Navy CIS S11E18)

[21:00] NCIS New Orleans könnte eine willkommmende Abwechslung darstellen. In der Doppelfolge Navy CIS S11E18/E19 wird das neue Team eingeführt. In New Orleans begegnet man viel Musik, Dixieland. Das macht großen Spaß!

[20:26] Dieser Tag darf als völlig verhunzt betrachtet werden. Vormittags einkaufen und am PC rumgemacht. Mittag in der Familie, nachmittags mit meinem Bruder dessen neuen Laptop auf Vordermann gebracht. Keine Lektüre. Nun, mental ausgelaugt, Serien wie jeden Abend.

[20:21] In einigen Tagen startet mit NCIS New Orleans ein neuer Spin off der NCSI-Reihe. Zugpferd ist Scott Bakula, den ich gerade in der Doppelfolge "Crescent City I und II" erlebe (Navy CIS S11E18 und E19).

[12:33] Grandios zu scheitern ist für einen echten Verlierer das Paradies. (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[12:07] Technisch überholt zu sein war für empfindungsfähige Maschinen die größte Sorge, hinter der sogar Metallermüdung und schlechte Wartung zurücktraten. (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[11:57] Retweet: Ohrenschmerzen sind so blöd. Wahrscheinlich werden die sogar von den anderen Krankheiten gemobbt, weil sie wirklich gar keiner leiden kann.

[11:56] Retweet: Irgendwann finde ich mal heraus, wo der Staub wohnt und lege mich auch einfach mitten in seine Wohnung.

[11:55] Retweet: Menschen nach dem Grad der Niedlichkeit ordnen, den sie beim Niesen erreichen.

[11:54] Retweet: Bei schlechtem Wetter gibt's übrigens eine Lorazepam extra.

[11:52] Retweet: Ein Kaffee so schwarz, dass Tim Burton ihn neidisch als Drehbuchvorlage nutzt.

[11:51] Retweet: "Kannst du mir Ratschläge fürs Leben geben?" "Keine Ahnung, ich bin doch da auch nur so reingeraten."

[9:55] "Du", sagte ich und stieß dem Kobold meinen Zeigefinger auf die Nase, "bist eine Schande für euer Buch. Wenn du je wieder eine Zehe in meine Serie steckst, mach ich dich so fertig, dass du dir wünschst, du wärst nie geschrieben worden!" (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[9:42] Bei Fforde kann man mit einem Joke auf JEDER Seite rechnen. Unglaublich, wie einfallsreich er ist: "Wenn es zwischen der FemLit und den Scharfen Romanen zum Krieg kommt, wird Dogma bestimmt auch hineingezogen", sagte ich trübsinnig. "Und Comedy auch", bestätigte Acheron. "Sie haben gesagt, sie würden ihr Territorium bis zum letzten Kichern verteidigen."

[9:36] Die Überformatigen Bücher hatten sich darüber geärgert, dass immer wieder behauptet wurde, sie nähmen zu viel Platz im Regal ein. Sie hatten deshalb verlangt, als eigenes Genre anerkannt zu werden, und der GattungsRat hatte zustimmen müssen. "Wir freuen uns darauf, unsere eigene Insel beziehen zu können", hatte ein Vertreter der Überformate gesagt." (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[9:02] Ich schloss den Kofferraum, stieg in den Wagen und zog die Tür zu. "Wo soll’s denn hingehen?", fragte die Fahrerin. "Zur Lyrik." (...) "In die Lyrik wollen Sie? Kein Problem, junge Frau. Wollen Sie lieber die obere oder die untere Route?" (...) "Die untere Route", sagte ich, denn zwischen Prosa und Lyrik gab es nicht viel Verkehr, und manchmal musste man stundenlang kreisen, ehe ein Buch vorbeikam, das den gleichen Weg hatte. (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[8:55] Um die aus Jasper Ffordes Wo ist Thursday Next? gebrachten Fundstücke (FAB) verstehen zu können, empfehle ich für Nichtkenner der Thursday-Next-Reihe, zunächst diese drei aufeinander aufbauenden Passagen zu lesen: Einführung, Malapropismus und Leserstatus und Einstellungsgespräch. Ansonsten klatsche ich die neu hinzukommenden FAB einfach vorne dran.

[8:14] Sandhofer, ein von mir bewunderter Leser und Büchermensch, folgte der Einladung der 10BooksChallenge und listet seine 10 Bücher, die in seinem Leben eine gewisse Rolle spielen, nicht nur, sondern begründet seine Wahl sogar. In dem auch von ihm betriebenen Forum Litteratur sind Freunde der Hochliteratur ausnehmend gut aufgehoben. Neben dem Klassikerforum eine der wenigen Stätten im Netz, in denen ich noch zuhause bin.

[7:52] Eine Glosse "Zum neuesten Stand der Sortierpsychologie in Buchläden".

Freitag, 12. September 2014

[23:03] Animals Who Accidentally Saw You Naked

[19:30] Ich sah die Pilotfolge von Jetzt ist Sense. Deutsche Sitcom mit dem Türschlosser Andi Hartmann, der den Tod sehen kann. In der ersten Folge muß ein Psychiater, gespielt von Martin Brambach, der demnächst im Sachsen-Tatort den Kommissariatschef spielen wird, dran glauben. Andi Hartmann, der bei ihm gerade zur Therapiestunde weilt, der verstorbene Seelenklempner und der Tod selbst diskutieren nun in haarsträubenden Dialogen über sich und also auch - den Tod. Hoffentlich ist dieser Serie ein langes Leben beschieden. Der Einstieg war vielversprechend, urkomisch und zauberhaft gespielt.

[19:19] Retweet: Liebe Frauen, wenn ihr in das Zimmer eines Mannes kommt und ihr seht keine Bücher. GEHT WIEDER RAUS! RÜCKWÄRTS! SCHNELL!

[17:23] Lesebefehl: Bibliomanie pur. Über 5 Büchermenschen.

[16:52] Zahnradbasierte Lebensformen konnten manchmal erschreckend stur sein, aber das war natürlich auch ihre große Stärke. (...) "Zahnradbasierte Lebensformen fühlen sich sehr gekränkt, wenn sie irgendwo auf eine Uhr stoßen, die stehen geblieben ist." (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[13:42] Außerhalb ihrer Bücher waren verrückte Massenmörder meistens ganz reizende Menschen. (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[13:21] "Es empfiehlt sich immer, die Nachbarn gut zu behandeln", sagte ich. "Man weiß ja nie, wann man mal ein Tässchen Ironie borgen muss. (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[13:17] ROTFL: "Südlich von Dogma liegt Horror." (Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?)

[12:13] Buch begonnen: Wo ist Thursday Next? von Jasper Fforde, das sechste und bisher letzte auf deutsch erschienene Buch der Thursday-Next-Reihe.

[8:15] Zwei aufmunternde E-Mails erhielt ich, die auf meine gestern geäußerte Frustration eingehen. Diesen Netzbekannten danke ich ausdrücklich! Hin und wieder läuft man sich im Internet über den Weg, tauscht sich kurz aus, bekräftigt die Geistesverwandtschaft oder gemeinsame Interessen. Das tut wohl und erweckt Dankbarkeit. Meinen Twitteraccount habe ich deaktivert; dessen Daten werden demnächst gelöscht.

Donnerstag, 11. September 2014

[22:30] Sollte ich eines der vier bisher zusammengekommmen Grundeinkommen gewinnen, deren Verlosung bald stattfindet, werde ich, insofern mein Arbeitgeber mich 1 Jahr lang freistellt, meine Klause verlassen und möglichst viel lesen, und zwar genau die Bücher, die ich bisher stets aufschiebe (Titan, Jahrestage, Recherche).

[22:17] Mit Klüssendorfs "April" habe ich heute ein ganzes Buch gelesen - seit sehr, sehr langer Zeit mich mal wieder zur Höchstform aufgeschwungen. Sollte das Buch den Deutschen Buchpreis gewinnen, würde mich das ziemlich wundern. Die Geschichte ist unspektakulär erzählt, man möchte der Hauptheldin öfter mal einen Tritt in den Arsch geben. Ich hatte gehofft, mehr Lokalkolorit mitzubekommen. Außer Cafe Corso und die Czardas-Spelunke wird kaum Konkretes über Leipzig berichtet. Da die Geschichte für meine Begriffe keine Identifikationsfigur bereithält, bleibt man bei der Lektüre merkwürdig unbeteiligt, wird nie richtig warm mit ihr.

[20:52] In der finalen Folge der sechten Staffel (STTNG S06E26) spielt Stephen Hawking sich tatsächlich selbst.

[20:37] Buch beendet: "April" von Angelika Klüssendorf, Kiepenheuer & Witsch, 224 Seiten.

[12:14] Die Sommertage dehnen sich, es ist so heiß, dass nachts in ihren Träumen selbst die Gespenster schwitzen. (Angelika Klüssendorf: April)

[11:25] Who unfollowed me hat mir gründlich den Tag versaut. 189 Leute, denen ich auf Twitter folge und die mich aber entfolgt haben. Die meisten davon schätze ich und wußte gar nicht, daß sie mich nicht mehr lesen. Mit sehr vielen hatte ich mal Kontakt. Nie ist auch nur etwas Verstörendes vorgefallen, kein Zwist, kein Flame War. Nix. Mit ist das völlig unverständlich. Die Enttäuschung ist gewaltig. Gewaltig! Zeit, aufzuhören. Mit allem. Ich habe die Schnauze gestrichen voll.

[10:55] Retweet: Es ist ziemlich dick, das Buch deines Lebens. Hat so viele Kapitel. Und doch schlägst du immer wieder die Seiten mit den Eselsohren auf.

[10:22] Sie spürt Unruhe in sich aufsteigen, steht da, als würde sie einen Feind wittern. Von klein auf kennt sie diesen Zustand der Bedrohungserwartung. (Angelika Klüssendorf: April)

[10:13] Selbst die Kellner wirken freundlich, soweit das überhaupt möglich ist. (Angelika Klüssendorf: April)

[9:52] Der neue Sachsen-Tatort wandert wieder nach Dresden. Die drei ermittelnden Schnepfen Kommissarinnen kenne ich nicht, freue mich aber, daß Martin Brambach als Kommissariatsleiter mit am Start ist, den ich aus diversen SOKOs und Tatortfolgen kenne und schätze. Daß mal nur und gleich drei Frauen zusammen ermitteln, ist ein neuer Weg, der reizvoll sein könnte. Freilich ist es schade, Leipzig nicht mehr als Spielort zu sehen.

[9:45] Buch begonnen: "April" von Angelika Klüssendorf.

[5:30] "Wir sollten das Leben weniger als Treppe sehen, bei der eine Stufe nach der anderen erklommen wird. Wir Deutschen sind so staatsgläubig, dass wir die starren Karrieremuster des öffentlichen Dienstes auch auf unsere Lebensentwürfe übertragen haben." (Andere Gesellschaften sind lockerer)

[5:08] Als ich in Philea's Blog vom Hotel-Raben las, fiel mir der Leselust-Rabe ein, von dem ich der Meinung war, ihn in meiner Sammlung von Bibliomanika selbstverständlich zu besitzen. Intensivstes Nachwühlen, verbunden mit enormem Blutdruckanstieg, drohenden Ohnmachtsanfällen und Schnappatmung, ergab keinen Fund, was einen hektischen Bestellvorgang bei Booklooker auslöste, wodurch die Krise langsam bewältigt werden konnte. Überhaupt muß ich mich mal in Bewegung setzen und die zahlreichen Kauflisten, was "BuchBücher" betrifft, abzuarbeiten beginnen.

[5:00] Brigitte Reimann: Bibizie // Sammler, gerissener Roßtäuscher // Plätze im Regal // Hitler in Berchtesgarden.

Mittwoch, 10. September 2014

[19:44] Retweet: Irgendwann kriegt einer raus, welche Zahl sich hinter x verbirgt und dann finden endlich alle Mathe langweilig.

[19:34] Gekonnter Spam würde mir nicht "die Richtige" oder "den Richtigen" anbieten, sondern "das richtige" - Buch.

[18:20] Im Literaturschockforum die Diskussion "Was man für Bücher auszugeben bereit ist".

[17:50] Ich habe mit Lutz Seilers "Kruso" vorhin den ersten Titel der sechs Nominierten auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis beendet und werde morgen mal in Klüssendorfs "April" reinlesen, nachdem ich heute mitgekriegt habe, daß die Handlung im Leipzig der 70er Jahre spielt - meiner Kinderzeit. Von den restlichen vier Titeln steht Heinrich Steinfest auf meiner Wunschliste, weil von ihm alles gelesen werden soll.

[17:43] Muß man, wenn man ein Apple-Produkt kauft, eigentlich Kirchensteuer zahlen?

[17:09] Retweet: Ich will nicht sagen, dass ich viel Kaffee trinke, aber kolumbianische Bauern haben ein Foto von mir im Portemonnaie.

[17:08] Retweet: Der Bundestag gedenkt heute des 75. Jahrestags des Weltkriegsbeginns. Am 1.9. ging das nicht, da mussten sie Waffenexporte beschließen.

[16:15] Der Keim der wahren Freiheit (...) gedeiht in Unfreiheit. (Lutz Seiler: Kruso)

[16:12] "Schreibmaschinisten" - (Lutz Seiler: Kruso)

[16:11] Bezüglich der damaligen Fluchtwelle vom August bis November 1989: "Leider können wir das nicht verhindern. Es sind zu viele inzwischen, meist die Leute gleich von nebenan. Sie sind einfach schneller als wir. Wenn unsere Bürger ihre Mitbürger mit Koffern und Taschen auf der Straße sehen, haben sie das Brecheisen schon in der Hand." (Lutz Seiler: Kruso)

[16:06] Ich möchte einen Platz auf der Welt, der mich aus allem heraushält. (Lutz Seiler: Kruso)

[16:04] Er war übrigens kein Schweizer, hatte nur dank finanziellem Unterfutter von den Eidgenossen ein steuerlich warmes Plätzchen eingeräumt bekommen. (Herbert Rosendorfer: Der Meister)

[16:02] Ein Kreis, ein innerer, ein äußerer, eine Zeitlang ist das der Kern der Welt für eine Handvoll Leute, die dies und jenes machen, einen eigenen Jargon bilden, eigene Kürzel, die Außenstehende nicht verstehen; ab und zu stößt sich da zwar etwas aneinander, aber der Kreis bleibt geschlossen: ein Jahr, zwei Jahre, zehn... dann beginnt er zu zerbröckeln und endet damit, wenn sich zwei nach langer Zeit treffen, daß es heißt: "Weißt du noch?" (Herbert Rosendorfer: Der Meister)

[15:55] Herbert Rosendorfer: Lektüre von Werkverzeichnissen // Sibelius und Adorno.

[15:50] Während der Messe wartete der Peterl entweder in der Sakristei, saß auf einem der hohen Paramentenschränke (fingerdick Staub dort oben - trotzdem war Peterl nie staubig, wenn er herunterkam: Katzen sind schmutzabweisend)... (Herbert Rosendorfer: Der Meister)

[15:47] Winter (...) war evangelisch, weil Franke aus dem protestantischen Bier- oder Oberfranken (im Gegensatz zum katholischen Wein- oder Unterfranken)... (Herbert Rosendorfer: Der Meister)

[15:45] Buch beendet: Kruso von Lutz Seiler, Suhrkamp, 484 Seiten.

[9:34] Eds Frage nach Kruso überraschte den Esskaa. Als wäre etwas sehr Schlimmes geschehen, legte er augenblicklich beide Hände an seine Wangen. Es war die Geste goldzöpfiger Mädchen in sowjetischen Märchenfilmen, wenn sie erfuhren, dass der Drache ihren Liebsten getötet oder in ein Tier verwandelt hatte. (Lutz Seiler: Kruso)

[8:18] Bezaubernd in Lutz Seilers "Kruso": seine Hommage an den Deutschlandfunk!

[8:03] Einige Jahre habe ich Béla Hassforther nicht mehr empfohlen. Seit seine Homepage vor 18 Jahren online ging, bewundere ich diesen Maler, Musiker, Astronom, Literatur/Kunstfreund. Im Journal findet sich Aktuelles.

[7:51] Dürfen vegetarische Politiker, Bosse usw. eine Salamitaktik anwenden?

[7:48] 6 Prosa-Debüts, deren Autoren und Titel mir wirklich absolut neu sind.

[7:41] Leipziger Adipositas-Forschung: Bauchfett zeigt mehr Genveränderungen als andere Fettdepots.

[7:35] Leipzig ist die Großstadt mit den bundesweit geringsten Niederschlägen.

[7:33] Die Sanierung des Mendebrunnens ist abgeschlossen.

Dienstag, 9. September 2014

[20:30] Retweet: Eine Gedenkminute für all die Bücher, die gerade nicht gelesen werden, weil sich Menschen lieber den Schrott im TV reinziehen.

[20:22] Star Trek TNG S06E25, die vorletzte Folge der vorletzten Staffel. Nicht immer sind die Folgen plotmäßig spannend. Hier aber schon, was auch daran liegt, daß ich alles, was mit Zeitverschiebungen und Zeitreisen zu tun hat, in Literatur und Film faszinierend finde.

[13:07] In Deutschland verdienen Akademiker 74% mehr als Facharbeiter. Das EU-Mittel beträgt 59%.

[13:03] Geht Käsebockwurst als vegetarische Zwischenmahlzeit in Ordnung?

[12:59] Bei welcher Whiskeysorte entstand eigentlich die Schnapsidee, sich von Großbritannien zu separieren?

[12:55] Bei pechsträhnigen Bibliomanen kommt das Bücherpäckchen mit Sicherheit genau dann, wenn sie kurz einkaufen sind.

[10:23] Vorgestern flog ich aus einer DB-Lounge raus. Ich dachte: neudeutsch für Wartesaal. Ist aber 1.-Klasse-super-duper-exclusiv-Club.

[10:11] Ich bin täglich unterwegs auf der verrufensten Straße Leipzigs.

[10:06] Liste mit 25 berühmten Bibliothekaren. Ich komme ja immer noch nicht darüber hinweg, daß Mao Zedong ein Bibliothekar war, wenn auch nur hilfsmäßig.

[10:00] "das tägliche Süß-Sauer" (Lutz Seiler: Kruso)

[9:52] Für die Leser damals waren die Klassiker Gegenwartsliteratur. Warum also nicht heute schon zukünftige Klassiker lesen?

[9:28] Satzzeichen im Wandel: Vom Niedergang des Strichpunktes. Das Semikolon sei "das Zeichen, das sich nicht fassen lässt, das Zeichen des Unentschiedenen, des Dazwischen, aber auch das der Freiheit." Sozusagen das Merkel unter den Satzzeichen. Aber es sei ebenso "ein Ausdruck von ästhetischem Überfluss". An mir läge es jedenfalls nicht, wenn das Semikolin ausstürbe; beträfe übrigens auch den Konjunktiv.

[9:23] Wenn ich das Zünglein an der Waage wäre, hätte das Eichamt wirklich ein Problem.

[8:28] Retweet: Sitze im Zug. Infolge Abwartens eines Gegenzugs üben wir den Genitiv.

[8:25] Lutz Seiler: Malunterricht // Zur Untermiete wohnen.

[8:21] Retweet: Und jeden Tag die Sorge, es gibt keine Zwangsjacke in meiner Größe.

[8:07] Im Blog der LVZ eine Perle entdeckt mit allerlei Lipsiensia und sehens- und hörenswerten Fundstücken, zum Beispiel dieses Leipzig--Zeitraffervideo.

[8:01] Retweet: Die meisten Hobbits werden ja bei Bodennebel überfahren.

Montag, 8. September 2014

[13:14] Wären Bücher Anzüge, wäre Lutz Seilers "Kruso" maßgeschneidert für mich.

[9:48] Der Versuchung widerstehen, auf der Koch- eine Schallplatte aufzulegen.

[9:22] Retweet: Das Buch am Ende des Kapitels ganz vorsichtig auf den Tisch legen, damit die Buchstaben nicht aus Versehen durcheinanderpurzeln.

[8:52] Retweet: Wir stammen alle aus dem gleichen Genpool, aber manche eben aus der Ecke, in die immer gepinkelt wird.

[8:44] Gestern kochte ich erstmalig Spagetthi Carbonara. Keine Ahnung, weshalb ich - als Nudelliebhaber (neudeutsch Pasta-Aficionado) - diese "Ur"gericht bis jetzt umging. Brav ließ ich die als Unsitte be- und mittels Sahne erzeugte Soße weg, empfand das Produkt dann aber doch als zu trocken, so daß ich mich nächstens als Nichtitaliener gerieren und dem Gericht etwas Sahne zukommen lassen werde.

[8:34] So langsam erhält "die Schotten dicht machten" einen Sinn.

[8:33] Für andere schwer vorstellbar, dass einsame Menschen überhaupt etwas essen. (Lutz Seiler: Kruso)

[8:22] Buch begonnen: Kruso von Lutz Seiler.

Sonntag, 7. September 2014

[19:07] Oberstaatsanwalt: "Na, die Argumente für die Verteidigung haben Sie schon mal". (Law and Order UK S03E06)

[18:25] Buch beendet: "Der Meister" von Herbert Rosendorfer, btb, 160 Seiten.

[17:03] "Zur Zeit", sagte der Meister, "arbeitet er an der Vertonung von Robert Musils Roman Der Mann ohne Eigenschaften." (Herbert Rosendorfer: Der Meister)

[16:53] Ihm gehörte alles Land weitum, aber das schien, möglicherweise infolge der unseligen Aufhebung der Leibeigenschaft und überhaupt ungünstiger Zeitläufte, nicht mehr zur Bestreitung standesgemäßen Lebens auszureichen.

[16:49] Offenbar hält man auch dort in Brüssel den Grundsatz hoch, daß ein Beamter, der nicht da ist, keine Fehler machen kann. (Herbert Rosendorfer: Der Meister)

[14:06] Aber Helmut von der Gondel führte - sehr selten damals - das echte Budweiser (also nicht das schauerliche amerikanische Bud, ein Getränk, das eigentlich nur per Gefahrentransport ausgeliefert werden dürfte, sondern das echte tschechische Bier). (Herbert Rosendorfer: Der Meister)

[14:00] Der Meister war ein wenig älter als der Durchschnitt der Doktoranden, etwas überständig. Das kam daher, daß er so ausführlich studierte. Der in der Wolle gefärbte Perfektionist, der Streber nach Vollkommenheit wurde mit nichts und nie fertig. (...) Er arbeitete so langsam und so gründlich, daß Carlone einmal sagte: "Es ginge gleich schnell, wenn der Meister seine Arbeit sticken würde." (Herbert Rosendorfer: Der Meister)

[10:56] Meiner Meinung nach sieht Iris Radisch mit ihren 55 Lenzen irgendwie verhärmt aus.

[10:55] Er war einer der verbissenen Streber gewesen, von denen man erzählte, daß sie, wenn sie die Mühen des Tages hinter sich gebracht hatten, abends in den weichen Sessel sanken und genüßlich die Neue Juristische Wochenschrift zur Hand nehmen. (Herbert Rosendorfer: Der Meister)

[10:37] Die nicht unattraktive, aber etwas kantige Russin Njakleta war in einen züchtigen Einteiler gehüllt. (Herbert Rosendorfer: Der Meister)

[10:05] Die Buchstabenhüpfer - "Warum gibt es gute Leser und warum schlechte? Über das Lesenlernen weiß die Wissenschaft bisher wenig. Das will sie jetzt ändern."

[9:42] "Der Leipziger Hauptbahnhof, wir erinnern uns, ist einer dieser Shopping Malls, in der auch Züge halten."

[9:17] ...der seit Menschengedenken vor sich hin habilitierte. (Herbert Rosendorfer: Der Meister)

[8:51] "Ein letzter Blick auf eine noch unzerstörte Stadt: Leipzig in frühen Farbbildern". Farbbilder von Leipzig aus den Jahren 1937 bis 1947 als Buch bei Lehmstedt erschienen.

[2:49] "Liebesromane können Sie keine schreiben, so wie Sie die Dinge auf den Punkt bringen." (Rosenheim Cops S07E20)

[0:37] "Outside of a dog, a book is man's best friend. Inside of a dog it's too dark to read." (Groucho Marx)

[0:07] Linkerhand trennte umsichtig die in Leinen gebundenen Deckel eines Bildbandes ab; die Heftfäden zerrissen mit einem scharfen, durchdringenden Ton. Er packte mit seinen schwächlichen, ungelenken Händen ein fingerdickes Bündel Blätter und sagte: "Schade. Wer weiß, ob es jemals wieder dieses Papier geben wird, glatt und glänzend wie Seide... Das ist noch Friedensware. (Brigitte Reimann: Franziska Linkerhand)

Samstag, 6. September 2014

[13:15] "Knabenchöre kämpfen mit Nachwuchssorgen". Die sollen auch singen und nicht poppen.

[13:15] Sie war unwissend wie ein Märzhase, der den rauschenden Schatten überm Feld nicht Bussard nennt. (Brigitte Reimann: Franziska Linkerhand)

[13:07] Aber Jugend bringt es nicht zuwege, sich dauernd mit dunkeln Bildern zu quälen, solange noch nicht alles verloren ist. (Charles Dickens: Nikolas Nickleby)

[11:10] Man muß wissen, daß dieses Restaurant, die Trattoria La Madonna, eine Ausnahme von der Regel bildet, daß man unter keinen Umständen in der Nähe des Rialto oder des Markusplatzes seinen Fuß essenshalber über die Schwelle eines gastronomischen Etablissements setzen darf, wenn man nicht der gängigen Auslegung des Preis-Leistungs-Verhältnisses venezianischer Touristenausnehmer zum Opfer fallen will. (Herbert Rosendorfer: Der Meister)

[10:51] Buch begonnen: "Der Meister" von Herbert Rosendorfer.

[10:38] Menschen leben voller Hochmut für Nichtigkeiten, sprechen mit geliehenen Stimmen über abgeschmackte Themen, sterben vor Angst mit einem Lächeln auf den Lippen und werden immer mehr zu moralischen und intellektuellen Bummelanten. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[10:26] Und Sie, welcher Dämon bearbeitet Sie? Der Dämon der Berechnung, der Dämon der Gleichgültigkeit, der Dämon des Erfolgs, der Dämon der Medikamente, der Dämon des Sex, der Dämon des Telefons, der Dämon des Autos? Nein, antworten Sie mir nicht! Stellen Sie sich vor Ihren Spiegel, betrachten Sie sich unter vier Augen, und antworten Sie sich selbst. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[10:19] Retweet: Ich gehöre ja noch zu den Menschen, die das Buch gelesen, aber die Verfilmung nicht gesehen haben.

[10:17] Henri-Frederic Blanc: Der Gott des Lachens // Schleichender Totalitarismus // Der Teufel // Schluß damit! // Die Angst vor dem Verrinnen der Zeit // Auf dem Friedhof Kuchen essen.

[10:07] Ich sah meine Bücher an, Stapel bis zur Decke, die einzig durch die Spinnweben das Gleichgewicht zu halten schienen. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[10:05] Wie die Gleichgültigkeit für den Sieg den Sieg anlockt, provoziert die Angst vor dem Scheitern das Scheitern. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[9:57] Ich hatte meine Bücher, um mich abzureagieren, und meine Philosophie zum Trost. Die Bücher besaßen den doppelten Vorzug, mir eine Ergänzung zum Leben zu geben und mein innersters Gefühl des Versagens zu mildern, indem sie mir schwarz auf weiß die Eitelkeit allen Strebens zeigten. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[9:09] Buch beendet: Der Beweis von Ágota Kristóf, Serie Piper, 186 Seiten. Zweitlektüre.

Freitag, 5. September 2014

[10:37] Ich bin nun auch im neuen sozialen Netzwerk ello.

[10:19] Retweet: Ich habe heute so viel Zeit, ich könnte einen USB-Stick sicher entfernen.

[9:36] 3 vom Ordnungsamt streifen durchs Viertel und fotografieren wild um sich. Habe einige Fieslinge denunziert.

[8:05] Im Klassikerforum schrieb ich, daß ich mit Der Beweis den zweiten Teil der Agota-Kristof-Trilogie im zweiten Waschgang lese und hoffe, daß es nicht ausbleicht.

[7:48] Die New York Times hat Leipzig entdeckt.

[6:57] ... die Sorge, dieser geheimnisvolle Erdmagnetismus, der lange unsichtbar, wo der Mensch in der Zufriedenheit zwischen allen Beziehungen der Leidenschaft schwebt, und einer größeren Bahn sich ausdehnen will, ihn zu einer bestimmten Richtung bezwingt und hinzieht. (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[6:46] Wo noch Lust zu leben, da ist Heimat. (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[6:44] Ihre Stirn hoch und von gebührlicher Weite, ihre Augbraunen bögleinweis gestellt, mit wenigen, aber dichten, schwarzen Haaren; ihre Augen leuchteten darunter wie die Sonne, die zugleich die Gesichter der Menschen mag erheben, letzen und blenden. Ihre Nase, nicht nach dem Senkblei gesetzt, schied doch die rosenfarbnen Wänglein in gleicher Mensur und Maße. (Achim von Arnim: Neun Novellen)

Donnerstag, 4. September 2014

[22:00] "Wagen Sie es, meiner Tochter auch nur ein Haar zu krümmen, dann schwöre ich bei Gott, ich werde Sie finden, und ich werde Ihnen die Augen aus dem Kopf reißen und Ihnen so tief in den Hals stopfen, daß Sie, um die Zeitung zu lesen, einen Proktologen brauchen werden." (Navy CIS S11E10)

[21:19] "Ich friere, so schnell kann ich gar nicht zittern." (Navy CIS S11E10)

[20:30] Retweet: "Wie lief das Zeitmanagement-Seminar?" "Das war HEUTE???"

[20:24] Rosshauptnerin: "Ich bin das Stalkingopfer von Ribbek". Pfarrer Braun: "Wer ist der Unglückliche?" (Pfarrer Braun: Heiliger Birnbaum)

[19:37] "Das ist die Rosshauptnerin, meine Hauhälterin, mein Hausvesuv." (Pfarrer Braun: Heiliger Birnbaum)

[18:00] Zweitlektüre begonnen: "Der Beweis" von Ágota Kristóf.

[17:02] Deutschland bekanntester Buchpirat will aufhören. Grund dafür ist der geplante Start einer E-Book-Flatrate bei Amazon zur Frankfurter Buchmesse.

[16:50] Buch beendet: Neun Novellen von Achim von Arnim, Kindle Edition, zirka 270 Seiten.

[8:51] Retweet: Einen Double-Mokka-Erdbeer-Macciato mit Karamelsirup und Sojamilch bestellt. Schmeckt scheiße, aber wenigstens das Sprachzentrum ist wach.

[8:39] Wie die alten Götter unter dem Schicksale, so stehen die neuen unter der Zeit. (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[8:27] ... daß mich tausend Rücksichten einklemmen; wenn ich sterbe, werde ich noch auf meinen Lebensanfang warten! (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[8:16] IceBucketChallenge bei Achim von Arnim: "Da gab es nun in ihrer Hausapotheke kein besseres Gegenmittel als das Begießen mit kaltem Wasser; so floß ein Glas eiskaltes Wasser über meine erhitzte Brust; ich schrie, ein zweiter Guß folgte. Ich mußte schweigen, sie hätte mich sonst ersäuft." (Neun Novellen)

[8:11] Retweet: Kassiererinnen brauchen mindestens fünf Anläufe, um die neue Kassenrolle richtig einzulegen. Das steht auch so im Tarifvertrag.

[8:07] Stöhnt der adelige Fürst: "Jedes Geschäft ist so vollständig abgetan, ehe es an mich kommt, daß selbst meine Feder zum Unterzeichnen mir schon eingetaucht entgegengetragen wird." (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[8:06] Weiter mit "Neun Novellen" von Achim von Arnim.

Mittwoch, 3. September 2014

[21:35] McGhee: "Haben Sie 'n Buch über die Entwaffnung von Verbrechern gelesen?" Bishop: "3 ältere Brüder..." (Navy CIS S11E09)

[21:16] Immer wieder erfrischend, wie in amerikanischen Serien beim größten Chaos und Unglück "Alles soweit in Ordnung?" gefragt wird.

[20:57] The NightShift ist eine Krankenhausserie aus den USA, deren Pilotfolge schon in der Warteschlange hängt.

[20:53] Retweet: Einst auf dem Sterbebett werden wir bereuen, all die ungelesenen Bücher, die nicht gesehenen Serien, das ungetrunkene Bier! Doch, doch!

[20:29] Wir werden den Sinn für das Heilige wiedergefunden haben, oder wir drehen durch! Wir werden vor der Schöpfung auf die Knie fallen, oder wie kriechen vor den Maschinen! Verdammt noch mal, ja, ich glaube an den Teufel, vor allem, wenn ich eure Visagen sehe, und selbst wenn ich mich irre, bin ich noch mehr Mensch als ihr, die ihr wie ein Sandwich zwischen euren Espadrilles und euren Mützen lebt! (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[18:04] Der Teufel allein weiß, ob du nicht sein Sohn bist. (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[17:07] Die Liebe gab ihnen keine Sättigung, sondern Durst. (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[16:38] Retweet: "Wir haben mal als Vorgrippe bei den Ärzten gespielt" (Peter Glaser)

[16:37] Von 12 Charakterisierungen bzw. Erinnerungen auf Stayfriends wurde ich 10mal als humorvoll eingeschätzt, 1mal als cool und 1mal als einzigartig. Mein Selbstbild stimmt.

[16:36] Retweet: "Du kannst dir weiter etwas vormachen oder du wirst Alkoholiker." "Klingt beides o.k."

[16:35] Retweet: Ein gutes Buch verschlingst Du, ein sehr gutes Buch verschlingt Dich.

[16:33] Damals, bei Achim von Arnim, als Euphemismus noch kein Volkssport war, nannte man uneheliche Kinder noch Bastard.

[14:10] Jede Frau ist eine Hexe;
Doch in erster Frühlingszeit
Glänzen lieblich die Gewächse,
Die ihr dann als Gift verschreit;
Und die Küsse sind vergessen,
Ist ihr Zauber winterkalt;
Von dem Teufel scheint besessen,
Was sonst Amors Allgewalt.
(Achim von Arnim: Neun Novellen)

[9:40] ... das Erlöschen des himmlischen Feuers unter irdischem Drucke... (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[9:13] Früher bedeutete "fada" "von guten Geistern heimgesucht", heute heißt es "reif für die Gummizelle". Anstatt denjenigen zu respektieren, der euch überragt, steckt ihr ihn in die Zwangsjacke! Ah, ihr seid wahrlich nett anzusehen, ihr Rädchen im Getriebe! Kleingeister! Wenn ihr den Mond aufgehen seht, fragt ihr euch wie die Kröten, ob er wohl eßbar ist! (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[9:10] Es ist ein eigen Ding mit den Tieren; es kommt mir immer vor, als wären sie Verwandlungen der alten Götter, die nun in ihren Leidenschaften fortleben, seitdem ihr Reich unter den Menschen geendet hat. (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[8:47] ... wie denn manche Mädchen bloß darum keinen Mann bekommen, weil sie zu hastig nach dem Trauringe fragen. (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[7:54] The 6 Reactions Book-Lovers Have to People Who Don't Read.

[7:53] Weiter mit "Neun Novellen" von Achim von Arnim.

Dienstag, 2. September 2014

[18:16] Karl Immermanns Münchhausen wollte ich mir mittels Gutenberg-ePub-Generator herunterladen, was übrigens im ersten Anlauf nicht klappte, weil es 60 oder mehr Kapitel seien. Der Generator setzt das gewünschte Buch in eine Warteschlange. Heute beim nochmaligen Aufruf bzw. Versuch war es dann fertig und als epub speicherbar. Diese E-Book-Quelle ist immer mit zu bedenken. Dort ist der Immermann als fertiges epub sofort herunterladbar wie unzählige andere Klassiker auch. Eine tolle Sache!

[18:11] Der Protagonist in der ersten der neun Novellen bei Achim von Arnim leidet Liebesqualen, während er eine Bibliothek sortieren muß.

[17:44] Die Jugend verleiht den Torheiten einen Schimmer von Schönheit, und das Alter breitet über diese kleinen Sünden eine Nacht des Vergessens. (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[17:36] Franzosen, die im tätigen Leben leicht streitsüchtig sind, werden zum Besten dieser Welt des Geschwätzes wegen verträglich und ertragen gesellige kleine Bosheiten mit Vergnügen, die bei uns ganze Familien entzweien würden. (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[15:44] Die Welt ist verrückt – und was machen wir?: "Ukraine, Gaza, Syrien, Irak – die Vielzahl der Krisen bringt den Westen ins Wanken. Es ist Zeit, Interessen und Ideale, Gewissheiten und Gefühle neu zu sortieren. Auftakt einer ZEIT-Serie"

[15:29] Sie hat es doch nicht lassen können, sich zu putzen, um die zweite Frau zu verdunkeln. (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[15:25] Nun gab er mir noch einige Regeln, wie ich über ihn klagen müsse, denn eine Frau müsse sich immer klagend und leidend anstellen, wenn sie auch das ganze Hauswesen über den Haufen liefe. (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[15:21] In Frankreich sei es gar nicht selten, Frauen mit männlich tiefer Stimme anzutreffen, ich brauche sie nur zu mäßigen. (Achim von Arnim: Neun Novellen) -- Ähm, wie belieben?

[13:24] Besonders wichtig war es mir, einen Schrank mit Geldern und Kostbarkeiten zu retten, der selbst meiner Frau unbekannt geblieben, weil ich sie nicht immer ganz vorsichtig in der Bewahrung solcher Geheimnisse gefunden hatte. (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[12:46] Ihre feste Gesundheit hatte den Wandel gehemmt, den die Jahre sonst unerbittlich über das Theater der Schönheit hinführen. (Achim von Arnim: Neun Novellen)

[12:42] DIE schriftstellerische Herausforderung, heutzutage statt einer Dystopie eine Utopie zu schreiben.

[12:41] Im Klassikerforum wurde ich gefragt, warum ich mich gezwungen habe, statt eines Gegenwarttitels einen Klassiker zu lesen. Zugegebenermaßen hätte ich lieber zu Thomas Hettches "Pfaueninsel" gegriffen.

[12:40] Retweet: Eigentlich will ich seit meiner Geburt nur zurück ins Hauptmenü.

[12:00] Buch begonnen: Neun Novellen von Achim von Arnim, die sich auch beim Projekt Gutenberg befinden.

[11:59] Retweet: Stell dir vor, eine Pflegeroboter biegt auf Station um die Ecke und das Windows Geräusch erklingt.

[11:58] Retweet: Immer, wenn ich sage "Ich bin auch nur ein Mensch", dann meldet sich die Waage aus dem Hintergrund und ruft "Anderthalb!".

[10:50] Buch beendet: Der kleine Tierpark von Robert Walser, Insel-Verlag, 159 Seiten.

Montag, 1. September 2014

[15:30] Die traditionelle Vorstellung vom Teufel ist durch ihre Albernheit dazu bestimmt, unsere Furcht zu bannen. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[15:22] Robert Walser: Gefahr für die Zivilisation // Für die Katz schreiben // Mittelmäßige Menschen // Speck, Bohnen & Nationen // Mißtrauen gegen uns selbst // Tiere essen // Beim Schreiben der 'Geschwister Tanner'.

[15:12] An sich seien Vergnügtheiten immer sozusagen schön und zugleich unter Umständen schweiniglig, denn das Menschlichschöne sei den Menschen gleichsam zu schön, weswegen sie's gern zu den Schweineställen in eine Nachbarlichkeit stellen, meint man sagen zu können. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[15:08] Die Männer scheinen mir mit ziemlich viel Gewißheit mehr Schweinehaftigkeitsanlagen und -gaben zu besitzen als die Frauen. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[15:05] Ich wußte um jene Zeit gleichsam noch nicht, daß es vorteilhaft sei, wenn man sich diese und jene Mühe gibt. Ich gehörte zu denen, die von der Meinung betört sind, Bemühungen sollten von selbst zustande kommen; an sich seien sie etwas beinahe Herabsetzendes. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[14:48] Der Gesang des Kanarienvogels stimmte mit der Farbe seines Gefieders überein. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[14:44] ... eine Zeitung, worin er mit der Gemächlichkeit eines gemachten Mannes las. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[14:40] In Heinrich machten sich von Zeit zu Zeit Weltschmerzlichkeiten bemerkbar, die sich dadurch äußerten, daß er vom Heiraten zu sprechen begann. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[14:34] Sachbücher lese ich kaum, werde jedoch bei einem Sujet sofort schwach; und das sind Kulturgschichten. Mit Monika Wienforts Verliebt, Verlobt, Verheiratet. Eine Geschichte der Ehe seit der Romantik ist nun eine neue erschienen. Dabei fällt mir auf, daß ich die vor vielen Monaten begonnene Geschichte des Todes von Philippe Ariès, ein Grundlagenwerk, noch lesen muß. Unbedingt auch im Auge behalten möchte ich Das deutsche Pfarrhaus. Hort des Geistes und der Macht von Christine Eichel. Eine der instruktivsten Lektüren in dieser Hinsicht war die Kulturgeschichte des Essens und Trinkens von Gert von Paczensky und Anna Dünnebier.

[10:57] Die meisten Menschen sind bequem und bleiben es, und die Kunst bleibt im großen und ganzen ein Mittel der Zerstreuung. Weil der Einfluß der Poesie eigen[t]lich nur ein geringer ist, bedarf man ihrer immer wieder. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[10:36] Lieber nicht zu stark von Tauglichkeit strotzen. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[10:10] Gestern aß ich Speck mit Bohnen und dachte dabei an die Zukunft der Nationen, welches Denken mir nach kurzer Zeit deshalb mißfiel, weil es mir den Appetit beeinträchtigte. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[9:58] Rober Walser beendet seinen "Bärengrabenaufsatz" mit diesen delikaten Worten: "Mit dieser humanitätgetränkten Bemerkung willige ich darin ein, auf diesen Artikel die Falltüre herabfallen zu lassen, der Kreaturen enthält, die wertvoll genug zu sein scheinen, daß man gehörig auf sie acht gibt."

[9:50] Niemand aber kann sagen, welchen Lauf die russische Entwicklung nehmen wird und damit vielleicht die Weltentwicklung überhaupt. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[9:42] Ab und zu zum Lobe einer Sache oder Situation ein "formidabel" näseln. Für das Gegenteil empfahl ich gestern ja: "Auf Störungen, ingrimmig schauend, die Hände in die Hüften gestemmt, einfach mal mit einem altertümlichen 'Un-er-hört!' reagieren."

[9:25] Unschuld, Harmlosigkeit(en) können sich in der Tat mitunter selber belügen. Lassen wir dies nie außer Betracht. Die besten Absichten bedürfen unerschrockener Kontrollierung. Unschuld, Harmlosigkeit(en) können sich in der Tat mitunter selber belügen. Lassen wir dies nie außer Betracht. Die besten Absichten bedürfen unerschrockener Kontrollierung. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[9:06] Ich halte nichts für so verderbenbringend wie Gewohnheitsphrasen, deren Sinn sich unmerklich langsam, aber mit einer Absolutheit im Lautlosen ihres uhrwerkhaften Ganges in ihre Gegenteiligkeit verwandeln kann. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[9:00] Dem Himmel sei Dank, daß ich erst geboren wurde, als man schon mit dem Teetrinken angefangen hatte. (Sydney Smith)

[8:48] Wenn du aber nochmals ungalant wirst, hast du ein für allemal in meiner Gegenwart geatmet. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[8:35] Wo der Blick nicht mehr ausreicht, dann braucht man eine Vision. Und Spürsinn. Ich bin ein Trüffelhund, ich wittere, was unter der Erde geschieht. Lesen, beobachten, nachdenken, dann schnuff, schnuff... Das ist das Geheimnis, um Geheimnisse zu ergründen. Nase, Nase und nochmals Nase - aber auch Fingerspitzengefühl: Man gräbt Trüffeln nicht mit Dynamit aus. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[8:31] "Man kann von der Unwissenheit zum Wissen gelangen, nicht vom Wissen zur Unwissenheit. Bestimmte Dinge zu wissen heißt, lebenslänglich mit einem Brandzeichen herumzulaufen." (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[8:28] Retweet: Das Sein verstimmt das Bewusstsein.

[8:27] Der Ruf, den die Südländer wegen ihrer Übertreibungen genießen, ist sehr übertrieben, wandte Delpont ein. Wenn unsere Landsleute, vor allem die Marseiller, eine Neigung haben, das Offensichtliche ein wenig zu verstärken, so nur, um das Unsagbare zu übersetzen, das ist ihre ganz eigene Art, das Unbeschreibliche auszudrücken. Sie spüren, daß man das Unsichtbare nur vermitteln kann, indem man das Sichtbare verzerrt. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[8:02] Weiter mit "Der kleine Tierpark" von Robert Walser.

Sonntag, 31. August 2014

[17:43] "an die Galeere des Lebens geschmiedet sein" - (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[17:41] Er sagte, daß unsere größte Qual in der Illusion liege, dieser oder jener sei glücklicher als wir. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[17:39] Was ist eine Mauer anderes als Gestalt gewordene Angst? Was ist die Angst anderes als ein inneres Labyrinth, riesige Mauern des Denkens, das Fehlen eines geistigen Horizonts? Wie unsere Lungen die Luft brauchen, verlangen unsere Augen nach Weite... (Henri- Frederic Blanc: Teufelei)

[17:36] Der berechnende Mensch hat immer Angst, irgendetwas zu verlieren, Materialismus macht feige: Unsere Vorfahren fürchteten Gott, aber wagten alles, die Karrieristen von heute sind zu allem bereit, aber sie wagen nichts. Seitdem man das Unsichtbare nicht mehr fürchtet, hat man Angst vor allem. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[17:25] Wenn die Schatten der Kirchtürme über den gleichmäßig fließenden Brunnen länger wurden, schloß ich mich zu Hause ein und machte mich über einen alten Folianten her, dessen herrlich schimmelige Seiten und der süße Geruch der Fäulnis mich mit dem letzten Empfänger versöhnten. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[17:22] Vier alte Belotekrieger hatten sich mit der Gauloise im Mund hinter ihren Gläsern und Karten verschanzt und maßen sich in erbittertem Schweigen, das durch ein Siegesgeschrei oder ein Todesröcheln skandiert wurde. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[17:21] Weißt du, es gibt Konsumentziehungskuren. Für fünfhundert Francs am Tag lehrt man dich, nichts zu kaufen.

[17:17] Auf einem Fensterbrett sonnte sich eine rostbraune Katze, in vollkommener Reglosigkeit und erhabener Abwesenheit. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[14:28] Es muß gestanden sein, daß ich Sehnsucht nach einem Glas Bier habe, die ich mit unnachsichtlicher Rücksichtslosigkeit ausgleichen will. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[14:22] ... ich mich hie und da zum reinen Vergnügen wahnsinnig gebärde, gleichsam in den Samt des vornehmsten Unverstandes hülle, indem mich mitunter der gesunde Verstand langweilt. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[10:56] Wir am Boden haftenden, von Befürchtungen gefesselten, schwerfälligen Menschen wissen nichts von beschwingtem Dasein. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[10:46] Auf Störungen, ingrimmig schauend, die Hände in die Hüften gestemmt, einfach mal mit einem altertümlichen "Un-er-hört!" reagieren.

[10:35] Im Bett war Helbling der glücklichste, bei der täglichen Arbeit jedoch der unglücklichste Mensch der Welt. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[10:25] Wir schreiben nicht, um verstanden zu werden; wir schreiben, um zu verstehen. (C. Day Lewis)

[9:48] Ein Mensch, der bestrebt ist, sich amüsieren zu gehen, hat es stets furchtbar eilig. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[9:37] Reichlich Cat-Content bei Robert Walser. Und überhaupt wird viel spazierengegangen.

[9:33] "Du verbringst deine Zeit damit zu zögern!" (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[9:21] Ein Haus stand da, das war so zart, als blinzle es mit seinen Augen, will sagen, mit seinen Fenstern. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[8:50] Das ganze Gesicht drückt unaussprechliche Güte aus, nicht solche, der es leicht geht, sondern solche, die das Schwerste erfahren hat. (Robert Walser: Der kleine Tierpark)

[8:46] Buch begonnen: "Der kleine Tierpark" von Robert Walser.

Samstag, 30. August 2014

[19:23] Früher war ich mal ein, wenn nicht begnadeter, so doch sehr treuer Briefpartner. In welchem Jahrhundert schrieb man nochmal Briefe?

[19:12] "Außer Armenien habe ich noch nie ein Land bereist, in dem die Menschen so stolz auf ihre Sprache und ihre Literatur sind. Überall sind Straßen und Plätze nach persischen Klassikern benannt. Ihre Statuen sind omnipräsent. Böse Zungen behaupten, in iranischen Haushalten gäbe es mehr Hafiz- als Koranausgaben. Diese Dichterverehrung geht allerdings weit über das Ästhetische hinaus: Sie werden fast wie Propheten verehrt. Man verspricht sich von ihren Gedichten konkrete Lebenshilfe. Literarische Hauptpilgerstätte ist Shiraz, wo die Mausoleen der Dichter Hafiz und Saadi stehen. Ich war zuerst skeptisch als ich hörte, fast jedes frisch vermählte Paar wolle das Hafiz-Denkmal besuchen. Vor Ort sehe ich dann tatsächlich viele junge Pärchen, die für ein Foto posieren. Teenager beiderlei Geschlechts stehen ehrfürchtig um Hafiz‘ Sarkophag herum und legen andächtig beide Hände darauf. Ich stelle mir kurz hunderttausende deutschsprachige Teenager vor, die nach Weimar pilgern, um ihren Goethe zu besuchen. Was für uns unvorstellbar ist, ist im Iran Alltag." Christian Köllerers Bericht seiner Iranreise im Mai 2014 ist wie alle seine Reiseberichte äußerst lesenswert.

[17:05] Psychogisch versierte Leute anwesend? Es geht um eine Kreativitätsübung, die Vera Birkenbihl vorstellte. Zum einen (Assoziation) schreibt man zu einem genannten Begriff alle Wörter auf, die man mit ihm assoziiert. Zum anderen (Bisoziation) zu einem Begriff alle Wörter, die NICHTS mit ihm zu tun haben. Meine Frage nun: Dürfen auch die gefundenen Wörter untereinander nichts zu tun haben oder nur mit dem Referenzwort? Schwierig zu erläutern... Beispiel. Begriff "Fisch". Gefundene Bisoziationen: "Arbeit" und "Nachtdienst". Falsch, weil Arbeit & Nachtdienst assoziativ zu eng beieinander sind?

[17:04] Tony zu McGhee: "Ich werd' mich für dich verbürgen. Jedes Team braucht 'n Wasserträger". (Navy CIS S11E06)

[15:53] Es ist eine Eigenschaft der Menschen aus dem Ruhrgebiet, diese Weigerung, an der Realität auch nur als Gast teilzunehmen. (Jochen Malmsheimer)

[15:45] Weil ich auf der cleveren Seite des Lebens recht groß geworden bin... (Jochen Malmsheimer)

[14:33] Im Birkenbihl-Vortrag wird eine Umfrage unter 16.000 Beteiligten zitiert, was sie auf die Frage "Die Welt ist voller...?" antworten. Bei den Deutsche an Nr. 1: "Idioten"; bei den Österreichern: "Narren".

[14:24] Angestellter kommt verspätet ins Büro, er habe verschlafen. Sein Chef: "Wieso, schlafen sie zuhause auch?"

[14:00] In dem Vortrag von Vera Birkenbihl - Humor in unserem Leben - beschreibt sie etwas Reizendes, den random act of kindness. Jemandem überraschend etwas Gutes tun, eine Kleinigkeit, geplant oder ungeplant. Um diese Idee herum ist sogar eine Organisation entstanden.

[13:30] "Sie haben Ihr Konto um 1.500 Euro überzogen." "Das geht nicht. So viel Geld habe ich gar nicht."

[13:20] Einer der kuriosesten Ereignisse war eine Lachepidemie, die 1962 in Tansania vorkam und Monate andauerte.

[13:06] In den vergangenen 3 Tagen bin ich ja zum Vera-Birkenbihl-Groupie geworden und sehe nun den 6. ihrer Vorträge.

[13:04] Retweet: Das Problem bei Liebesbriefen ist, dass ich nach "Hallo" immer nicht mehr weiß was ich noch schreiben soll.

[12:42] Die neugierige Brise pflegte an der Lektüre teilzunehmen und die Seiten unsanft umzublättern, um herauszufinden, wie es weiterging. (Vladimir Nabokov)

[12:40] Wenn Nabokov mit dem Zauberstab seines spitzen Bleistiftes einzelne Dinge beschrieb, erweckte er sie zum Leben. Das war das Göttliche an seiner Prosa, daß sie allen, selbst unbelebten, Dingen einen Atem einhauchte. Es war der Blick eines verwöhnten Kindes auf die Welt, das staunend seine im Kreis fahrende englische Spielzeugeisenbahn betrachtete oder sich aus dem bunten Blumenmuster der Tapete einen Urwald zusammenzauberte. (Jens Sparschuh: Ende der Sommerzeit)

[12:38] Für ihn war die Traufhöhe seiner gestutzten Hecke das Maß aller grünen Dinge rundum. (Jens Sparschuh: Ende der Sommerzeit)

[12:35] ... inspizierte ich auch gleich den elektrischen Rasenmäher. Zur Kontrolle ließ ich ihn kurz an: Vor Freude, daß sich endlich mal wieder jemand seiner erinnert hatte, heulte er laut auf. (Jens Sparschuh: Ende der Sommerzeit)

[12:33] An meinem letzten Geburtstag (...) war mir den ganzen Tag über der Satz "... wieder ein Jahr kälter geworden" nicht aus dem Kopf gegangen. (Jens Sparschuh: Ende der Sommerzeit)

[12:28] Buch beendet: Ende der Sommerzeit von Jens Sparschuh, Kiepenheuer & Witsch, 256 Seiten

[12:11] Im Supermarkt vorhin Pfefferkuchen im Kassenbereich platziert gesehen. Etwas geweint.

[12:05] Ich könnte ihr zumindest danken, ihr berichten, daß Dr. Freud in meinem Bücherregal erneut umgezogen war. Jetzt: drei Etagen tiefer, also in unmittelbare Reichweite. Und etwas sonniger war es dort auch, der Schein der Flurlampe fiel in matten Strahlen auf die roten Buchrücken. (Jens Sparschuh: Ende der Sommerzeit)

[12:00] Retweet: "Guten Tag, ich möchte bitte drei Meter Alufolie." "Lahmacun dazu?" "Gerne."

[11:58] Ein Fischreiher, im trägen Kontrollflug, strich flach den fahlen Schilfgürtel ab. (Jens Sparschuh: Ende der Sommerzeit)

[11:51] Ich hatte glatt vergessen, wie Musik wirkt, wie essenziell sie für das Leben sein kann und seit der frühen Jugend für Jahrzehnte in meinem Leben auch war. In den letzten Jahren jedoch hörte ich kaum noch Musik, weil die Zeitknappheit entweder schlafen oder lesen zuließ und bei beidem Musik unzulässig ist. Seitdem die neuen PC-Lautsprecher vor 3 Tagen gekommen sind, macht das Zuhören wieder Spaß; denn die alten waren längst defekt und lieferten nur Mono. Der CD-Player, der noch herumsteht, ist überflüssig, weil ich seit langem auf mp3 umgestellt habe und der 23 Jahre alte Pioneerplayer damit verständlicherweise nix anfangen kann. Mir bleibt zu überlegen, ob ich mir zur Komplettierung einen Ghettoblaster oder eine Mikro-Stereoanlage zulege.

[11:42] Die Schönheit der Frauen preßt das Herz zusammen, die der Kinder ist besänftigend. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[11:34] Es gibt mindestens zwei unbegreifliche Dinge: Das erste ist, geliebt zu werden; das zweite, nicht geliebt zu werden. (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[11:17] Menschen mit gesundem Menschenverstand, die einen Aufenthalt auf diesem Planeten nicht zu verhindern wußten... (Henri-Frederic Blanc: Teufelei)

[8:47] Grillen zerzirpten die abendliche Stille, der Himmel im Westen verglomm tiefrot. (Jens Sparschuh: Ende der Sommerzeit)

[7:44] Durch die Leipziger Internet-Zeitung erfuhr ich von buchbewegt-leipzig. Für dieses Projekt taten sich 5 Leipziger Institutionen zusammen: die Universitätsbibliothek Leipzig, das Museum für Druckkunst Leipzig, die Leipziger Städtische Bibliotheken, die Hochschule für Grafik und Buchkunst, das Haus des Buches und das Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek. Ziel ist es, Leipzig als Buchstadt in Vergangenheit und Gegenwart vorzustellen und über buch- und literaturbezogene Veranstaltungen zu informieren.

[7:29] Henri-Frederic Blanc: Unter dem Joch des Lichtes // Stromschnelle der Zeit.

Freitag, 29. August 2014

[20:00] Retweet: Vorteil von echten Büchern gegenüber Hörbüchern: Man wacht immer genau an der Stelle auf, an der man drüber eingepennt ist.

[18:46] Jens Sparschuh: Freud, Kant und Groddeck.

[17:35] Mußte gestern 2mal an einem NPD-Stand vorbei und hatte kein MCP dabei.

[17:33] "strategische Schwerhörigkeit". (Jens Sparschuh: Ende der Sommerzeit)

[17:00] Inzwischen gibt es in der Interviewreihe von 54books zur Frage Wie liest du? schon einige Postings.

[16:52] Hatte Angst, das Telefon abzuheben und 1 Stunde telefonieren zu müssen. Hob ab und mußte 1 Stunde telefonieren. Jedesmal wieder.

[16:10] Beschützt von Büchern, den Stützpfeilern meiner Einsamkeit, gegen die der Lärm der Menge brandete, existierte ich einzig für meine Ideen, meine innere Welt - Paradies und Hölle zugleich. (Henri- Frederic Blanc: Teufelei)

[12:02] Gestern Nacht ein Großfeuer in Nähe Hauptbahnhof. Für Pyromanen kann ich mich nicht erwärmen.

[11:46] Ihre Telefonnummer ist eine der wenigen Konstanten, die bei mir, sobald mein Telefonverzeichnis beginnt, unleserlich zu werden, oder auseinanderzufallen droht, als erste in ein neues weiterwandert. (Jens Sparschuh: Ende der Sommerzeit)

[11:33] Abends, im Bett, meinem verläßlichsten Rückzugsraum aus der Welt... (Jens Sparschuh: Ende der Sommerzeit)

[11:11] Sexsüchtige betrachten sehr vieles aus der Vögelperspektive.

[10:57] Hatte France Gall nicht damals schon "Ello, ello l'o" gesungen?

[10:56] Manche fixe Idee überdauert ein ganzes Leben.

[10:45] Um mein Arbeitszimmer gründlich aufzuräumen, wie ich es mir noch in Amerika kühn vorgenommen hatte, hätte es angesichts der Lage eines oder sogar mehrerer Brandbeschleuniger bedurft. (Jens Sparschuh: Ende der Sommerzeit)

[10:30] Gestern war ein Onkel bei mir, der Legionellen suchte. Ich gab ihm 1 kg mit.

[9:46] Yeah, thats' me: "Manche Menschen sind nämlich trotzig: Je mehr etwas beworben wird, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht mitmachen." (Welcher Eiseimer-Typ sind Sie?)

[9:45] "Menschen zeigen in sozialen Netzwerken ihre Wunsch-Identität (...). In Wahrheit sind sie oft ganz anders." (Welcher Eiseimer-Typ sind Sie?) - Nicht schlimm, oder? Ich betrachte das Netz ohnehin als Spielweise. Als Eiseimer-Typ bin ich übrigens der Hype-Verweigerer.

[9:28] Wolf Haas: Technikbombe.

[9:24] Beim Lachen lernst du ja die Leute am besten kennen. Weil ein gemeiner Mensch kann sich noch so gut verstellen, aber wenn du ihn zum Lachen bringst, lacht er gemein. Und ein Dummer lacht dumm. Und ein Verklemmter lacht verklemmt. Und ein Zyniker zynisch und ein Komplexler komplexlerisch, du siehst schon, da kann man alles durchprobieren, das stimmt einfach immer. (Wolf Haas: Komm, süßer Tod)

[9:19] "Wenn man krank ist, muß man ja dauernd die Gesunden trösten, daß man ihnen den Schock zumutet." (Wolf Haas: Komm, süßer Tod)

[9:16] "Um welchen Einsatz wollen Sie spielen?" ist der Brenner lieber beim Sie geblieben. Weil heute ist man oft zu schnell per du, und das ist dann gar nicht so günstig, wenn einer womöglich dein Chef oder dein Mörder ist, weil diese Personengruppe neigt von Natur aus ein bißchen zur Respektlosigkeit. (Wolf Haas: Komm, süßer Tod)

[9:13] "Hat er einen Unfall gebaut?" "Gebaut nicht. Aber gehabt." "Gebaut nicht, aber gehabt? Ist irgendwo ein Wörterbuch explodiert, daß mir heute lauter Wortklauber unterkommen?" (Wolf Haas: Komm, süßer Tod)

[9:11] ...hat die Nicole gelacht. Und dann hat sie sich ganz ungesund verbogen, das würde kein Physiotherapeut auf der Welt empfehlen. (Wolf Haas: Komm, süßer Tod)

[9:10] "Von den Männern bin ich ein für allemal geheilt", hat die Blutbanksekretärin Nicole gesagt und ihren Arm um den Brenner gelegt. "Das kann ich verstehen." "Wieso kannst duuu das verstehen?" "Weil du so deutlich sprichst." (Wolf Haas: Komm, süßer Tod)

[9:00] Durch seine Kontakte zu Ärzten hat er sich ein kleines Probepackungsarsenal aufgebaut und im Bekanntenkreis verkauft. (Wolf Haas: Komm, süßer Tod)

[8:59] Chefleute brauchen das manchmal, daß sie ihren Sermon herunterbeten, an den sie selber nicht einmal glauben. (Wolf Haas: Komm, süßer Tod)

[8:57] Das Weblog Kaffeehaussitzer von Uwe Kalkowski entdeckt, das, weil er vier Jahre in Leipzig wohnte, immer wieder auch Lipsiensia enthält, bookish stuff sowieso.

Donnerstag, 28. August 2014

[10:22] Sollten die 6 Isolationsbetten für Ebolapatienten in Hamburg nicht ausreichen, wäre übrigens möglicherweise auch meine Klinik dran. Dessen leitender Chefarzt hat sich übrigens der IceBucketChallenge gestellt. "Sonderisolierstationen für hochinfektiöse Krankheiten gibt es neben Hamburg und Leipzig auch noch in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, München und Stuttgart sowie in einem Ausbildungszentrum in Würzburg."

[10:14] "Ein neun Jahre altes Mädchen hat im US-Staat Arizona versehentlich seinen Schießlehrer erschossen." Die spinnen, die Amis.

[8:51] Es gibt als Nachtrag einen vierten Teil meiner im Frühsommer durchgeführten Bierverkostungen im Tagebuch.

[8:08] Retweets: "Wenn die Patienten nicht wären, könnte man die Pflegestandards prima umsetzen."

[8:05] Vorurteile schwächen die Abwehrkraft. Man ist fixiert - und die wirkliche Gefahr lauert ganz woanders. (Jens Sparschuh: Ende der Sommerzeit)

[7:57] Retweet: Ich hoffe, die zukünftige Kreidezeichnung meiner Leiche am Boden inkludiert den Umriss eines Nutella-Glases in meiner Hand.

[7:42] "Captain, wenn Sie den Mann wirklich entwaffnen wollen, nehmen Sie seinen Taschenrechner!" (Die etwas anderen Cops)

[6:50] Wenn der Parkbogen Ost verwirklicht werden sollte, wäre dies für uns Sellerhäuser ein Zugewinn. Sich das Viadukt - die ehemalige S-Bahn-Trasse von Leipzig nach Borna - begrünt vorzustellen, so daß man auf ihm nach Anger-Crottendrof spazieren oder Fahrrad fahren könnte...

Mittwoch, 27. August 2014

[20:00] Die Scheiß-Dusche hat zwei Temperaturen: verbrühen oder einfrieren. (Dexter S07E05)

[18:25] Bis heute kannte ich Vera F. Birkenbihl nicht. Nie gehört. Seit 4 Stunden nun gucke ich Videos mit ihr auf YouTube. Mit Lesen wurde es heute absolut nichts. Im Nacken sitzt mir der morgige Termin beim Hautarzt. Entweder werde ich morgen um 13 Uhr SEHR erleichtert sein oder sehr bedrückt. Möglicherweise, was ich nicht hoffe, bleibt die Sache noch im ungewissen. Ich weiß ja nicht, ob eine Biopsie (Gewebsprobe) zur histologischen Abklärung gemacht wird, auf dessen Ergebnis man 7 bis 14 Tage zu warten hätte. Alles Unwägbarkeiten. Der Hypochonder in mir kocht. Jetzt schütte ich mir nach den Birkenbihl-Videos bei einigen Serienfolgen die Birne zu und werde morgen Mittag dann hoffentlich klarer sehen.

[15:18] "Die Windeln des evangelischen Pfarrers hängen im eigenen Garten, die des katholischen im ganzen Dorf."

[14:20] Die Liebe zu Büchern ist der Schlüssel zum vollkommensten Vergnügen. (Anthony Trollope)

[14:08] Im Unterschied zu manch anderen Romanen aus dem Berliner Emigrantenmilieu, die "das Leben geschrieben" habe, was unbedingt als Synonym für schlechtgeschriebene Romane zu verstehen sei - das Leben kann nicht schreiben, es liefert nur chaotische, undurchdachte Entwürfe! ... (Jens Sparschuh: Ende der Sommerzeit)

[14:05] Buch begonnen: Ende der Sommerzeit von Jens Sparschuh.

[13:55] Es ist ein Gesetz: Wenn du niemanden für die Liebe hast, mußt du ewig suchen, bis du wen findest. Aber kaum daß du wen gefunden hast, laufen dir am selben Tag noch drei andere über den Weg. (Wolf Haas: Komm, süßer Tod)

[13:52] Im Lauf der Jahre ist es dem Brenner dann immer wieder aufgefallen. Diese Aura bei den verzweifelten Menschen. (Wolf Haas: Komm, süßer Tod)

[13:50] Neonlicht, das die Kochnische wie einen Operationssaal ausgeleuchtet hat. (Wolf Haas: Komm, süßer Tod)

[13:44] ... diese Hippie-Krankenpfleger, die den ganzen Tag Schamhaare rasieren müssen, nur der eigene Vollbart hat noch nie eine Schere gesehen. (Wolf Haas: Komm, süßer Tod)

[13:32] Und um dreiviertel neun ist der Herr Oswald hereingekommen. In seinem eleganten Anzug hat der Brenner ihn zuerst gar nicht erkannt. Weil in den zwölf Jahren ist der Herr Oswald dreißig Jahre älter geworden. (Wolf Haas: Komm, süßer Tod)

[10:35] Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden. (Oscar Wilde)

[10:22] Weil ich kürzlich zum Thema Gehörschutz recherchierte, bekomme ich nun mittels Spam Hörgeräte angeboten.

[10:07] "Richtige Menschen trifft man nur am Anfang des Lebens, danach kommen die Kopien. Nichts gegen Sie, bitte schön! Aber bei jeder neuen Begegnung muss man sich wieder durch eine dicke Schicht von Smalltalk und Verstellung durchwühlen, die, ähm, Schminke der Selbstbehauptung durchstoßen … wozu? Am Ende unterscheiden sich die neuen nicht grundlegend von den alten Bekannten. Nur, dass man die Neuen erst anlernen muss … Geht Ihnen das nicht so? Da werden Sie zu jung dafür sein, für Sie ist jeder neue Mensch noch eine Offenbarung, hm?" (Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser)

[10:02] "Das Angenehme am Essen (...) Egal, wie es aussieht, man weiß genau, was man zu tun hat. Ein selbstzubereitetes Rätsel, das sich sehr leicht lösen lässt: Anstatt die einzelnen Bestandteile zu identifizieren oder gar voneinander zu trennen, vernichtet man das Ganze. Das gordische Ei..." (Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser)

[9:56] Italienische Mamma: "Iß deine Pizza, oder ich bringe dich um!" Jüdische Mamme: "Iß deine Kugel, oder ich bringe mich um!". BTW: Witze über sich selbst machen hauptsächlich Minderheiten, sagt der Mann im Deutschlandfunk.

[9:50] "Gott lacht mit seinen Geschöpfen, nicht über sie." (Talmud) - Gehört in einem DLF-Beitrag über den jüdischen Witz; der Begriff entstand um 1900.

[9:48] Wie immer, wenn ihr Magen leer war, begann ihr Kopf zu arbeiten: Das Gehirn knurrte schon seit dem Aufstehen, der Gedankensaft gluckerte und zerschmolz ein Problem (die musikalische Frage) in kleine, hirngerechte Stücke. (Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser)

[9:32] Retweet: Körper so: Rucola! Garnelen!! Pesto!!! Geröstetes Baguette!!!! PINIENKERNE!!!!! KIRSCHTOMATEN!!!!!! Kühlschrank so: Senf.

[9:27] "Sächsisch zu sprechen ist eigentlich ganz einfach. Man verschiebt alles, was man sagen will in den oberen hinteren Rachenraum, spannt sämtliches Kieferknochen extrem an und stellt sich gleichzeitig vor, jemand wolle einem eine Schokolade in den Mund schieben mit einem Teelöffel Senf drauf. Und fängt dann an zu reden. Es wird nicht weit weg vom Original sein." Aus den Kommentaren zu diesem Artikel über den sächsichen Dialekt.

[9:18] Retweet: Bei Menschen, die schon früh mit guter Laune unterwegs sind, gehen bei mir direkt die inneren Westworld-Roboter-Alarmglocken los...

[9:17] Retweet: "Ich möchte gern diese Angel kaufen." "9,90!" "Hm, günstig... aber wo ist da der Haken?" "Es gibt keinen!"

[9:16] Retweet: Mit Eis durch eine Kindergruppe laufen und es instinktiv nervös mit der rechten Hand abschirmen. Vielleicht habe ich einmal kurz geknurrt.

[9:15] Retweet: "Hier ist die Abstellkammer für alles, ohne das man nicht auskommt, das aber ästhetisch nicht-...SCHATZ!Hör auf, meine Mutter zu schubsen!!"

[8:54] Immer wenn man zur Arbeit gehen muß, relativiert sich das Klon-Verbot irgendwie.

[0:36] Ich habe mich zur Verlosung eines BGE angemeldet, das Michael Bohmeyer per Crowdfunding so vielen Leuten wie möglich zukommen lassen will. Sollte ich gewinnen, werde ich 1. ein Jahr in einem Benediktinerkloster verbringen 2. darüber bloggen und 3. ein Buch über meinen Krankenpflegeberuf schreiben.

[0:26] "Warum riechst du nach Bourbon?" "Weil ich mit einem Priester gesprochen habe!" (Bones S09E01)

Dienstag, 26. August 2014

[23:55] Der zweite Urlaubstag war zufriedenstellend. Fundstücke einiger zuletzt gelesenen Bücher abgearbeitet, ein Buch von der Longlist zum Deutschen Buchpreis zuende gelesen; nun einige Serienfolgen. Der Wermutstropfen zeigt sich im bevorstehenden Hautartzttermin (übermorgen Mittag), dem ich entgegen fiebere und vor dem ich keine innere Ruhe mehr gewinnen kann. Der Hautknuppel, der mich veranlaßt, ihn durch den Facharzt begutachten zu lassen, könnte Krebs sein. Und ein schwarzes Melanom wäre beispielsweise einer der bösartigsten Tumoren, wo gibt. Die Ungewißheit nun raubt mir verständlicherweise jedwede Muße. Ein Hypochonder zumal wähnt sich gleich auf dem Katafalk eines Leichenhauses. Wachet und betet mit mir!

[22:42] In Navy CIS S11E03 wird Twitter konzertiert eingesetzt, um ein Flugzeug zu finden. In keiner deutschen Serie bisher so konsequent gesehen.

[21:43] Buch beendet: Der aufblasbare Kaiser von Michael Ziegelwagner, Rowohlt, 256 Seiten.

[19:35] "geistiges Fliegengewicht" (Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser)

[17:29] Er wirkte, als hätte er jahrelang mitregiert. (Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser)

[17:26] Wenn es etwas gibt, das einem aus der Kindheit verlorengeht, dann doch wohl, sich einer Sache hundertprozentig widmen zu können. (Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser)

[17:19] "Ich habe ein bisschen was von der Seele eines Psychologen mitbekommen..." "Aber nicht den akademischen Teil, fürchte ich..." (Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser)

[16:55] Ein Spruch der Legitimisten in Michael Ziegelwagners "Der aufblasbare Kaiser": Mein Herz erzog der Erzherzog.

[16:54] ...beschleunigte ihren Schritt, so, wie man nach einem fahrengelassenen Furz schnell weitergeht, um nicht als Verursacher in Frage zu kommen. (Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser)

[16:23] Die wissen gar nicht mehr, was das ist, Liebe und Hingabe. Nur in der Liebe ist das Dienen ohne Schmerz, so hatte das Sportmann gesagt. "Wer vermittelt das heute der Jugend? Wer zeigt ihr die - Entschuldigung - die Geilheit des Gehorsams? Da zwängen sie sich aus lauter Fadesse in Sadomasokorsetts, aber vor dem viel tieferen Zwang einer gottgefügten, lebenslangen Ehe, davor fürchten sie sich..." (Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser)

[16:18] Ihr Empathiereservoir war ausgetrocknet. (Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser)

[16:14] Zeit-Online: Warum vergeht die Zeit im Laufe des Lebens immer schneller?

[16:01] Retweet: "Ist das hier die Selbsthilfegruppe notorische Nörgler?"-"Wir haben vor 1 Minute angefangen!“-„Tür zu, es zieht!“-„Wie sehen Sie denn aus?!“

[12:44] Talentlos & Tatenlos.

[12:20] "das Gesindel von den Systemparteien" (Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser)

[11:22] Donna Tartt: Leben ist Katastrophe // Naloxon // Fortpflanzungsekel // Depression.

[11:11] Für Menschen - gefangen in der Biologie - gab es keine Gnade: Wir lebten eine Weile, machten ein bisschen herum und starben dann, verrotteten in der Erde wie Abfall. Die Zeit zerstörte uns alle nur zu bald. Aber etwas Unsterbliches zu zerstören oder zu verlieren - Bande zu zerreißen, die stärker waren als das Zeitliche -, das war eine metaphysische Entkopplung ganz eigener Art, eine verblüffende neue Variante der Verzweiflung. (Donna Tartt: Der Distelfink)

[11:07] Die Frage kam beiläufig, aber mit dem Unbehagen eines Vaters, der sich fragt, ob es wirklich okay ist, dass der unzuverlässige Teenager das Auto nimmt. (Donna Tartt: Der Distelfink)

[11:06] Everett (...) mit seiner schlechten Kleidung, seinen Hasenzähnen und seinen dauernd erschrocken blickenden Augen? Der aussah, als wäre seine Vorstellung von einem irren Abendessen eine Portion brauner Reis mit Seetang von der Theke im hinteren Teil des Bioladens? (Donna Tartt: Der Distelfink)

[11:02] Zweiter Urlaubstag. Ergiebiger Dauerregen. Bibliomanenglück.

[10:56] "Meine Erfahrung ist: Halte dich fern von denen, die du zu sehr liebst. Das sind diejenigen, die dich umbringen werden. Was du brauchst, um glücklich auf der Welt zu leben, ist eine Frau, die ein eigenes Leben hat und dich deins leben lässt." (Donna Tartt: Der Distelfink)

[10:22] Die Zeit glitt in Verwehungen unter mir hinweg wie überfrorene Nässe auf einem Highway, unterbrochen von unvermittelten, kurzen stechenden Augenblicken, in denen meine Räder blockierten und ich in die reale Zeit zurückgeschleudert wurde. (Donna Tartt: Der Distelfink)

[10:11] Die Abenddämmerungen waren glutvoll und melodramatisch, mächtige Streifen in Orange und Karmesin und dem Zinnoberrot aus Lawrence von Arabien, und die Nacht fiel dunkel und hart herab wie eine zugeschlagene Tür. (Donna Tartt: Der Distelfink)

[10:11] "Kann ich mal mitkommen?" "Nein. Na ja, ich schätze, das könntest du vielleicht«, antwortete sie, als hätte ich nach einem Urlaubsprospekt für irgendeine instabile islamische Region gefragt." (Donna Tartt: Der Distelfink)

[10:05] Vielleicht trank er nicht mehr, aber der alte, scharfe Unterton des spätnachmittäglichen Trinkverlangens war immer noch da, rau wie Schmirgelpapier. (Donna Tartt: Der Distelfink)

[8:28] Retweet: "Ich hab kein Pech, ich bin Gottes liebste Voodoopuppe."