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Bücherlei Miszellen (23) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch

Dienstag, 3. November 2015

[15:00] Mit *#06# kann man sich die Seriennummer seines Handy/Smartphones anzeigen lassen. Sagt einem ja auch keiner.

[2:55] Retweet: Nebel. Wenn die Natur zu faul ist die komplette Umgebung zu laden.

[2:40] Ich habe angefangen, wieder Bibliomanika zu kaufen. Das wird dann hier alles dokumentiert.

[2:33] "Mürrisch" ist ein Spitzenwort, welches mich gut beschreibt und das ich mag.

[2:29] "Ich muß sagen, Sie sehen so ansprechend gequält aus wie immer." (Navy CIS S12E23)

Donnerstag, 29. Oktober 2015

[19:27] Retweet: Menschen, die zur Begrüßung eine derart schlaffe Hand reichen, dass man nicht weiß ob Händedruck, Handkuss oder Reanimation gewünscht ist.

[19:26] Retweet: Überall gibt es Raucherecken, aber nirgendwo speziell ausgewiesene Cholerikerbereiche. Jetzt muss ich wieder mitten im Raum eskalieren.

Dienstag, 27. Oktober 2015

[18:55] "Wir kommen allein klar." "Immer wenn du das sagst, muß ich am Ende genäht werden." (Unforgettable S03E10)

Montag, 26. Oktober 2015

[19:15] Retweet: Bevor man stirbt, zieht das ganze Leben an einem vorbei. In Echtzeit.

[8:14] "Wie stellen Sie sich das Paradies vor, Helmut?" "Wien, ohne Radelfahrer." (Soko Wien S10E14)

Sonntag, 25. Oktober 2015

[16:38] Buch begonnen "Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse" von Thomas Meyer.

[16:36] Edward St. Aubyns "Am Abgrund" nach 60 Seiten abgebrochen. Esoterik und New Age sind mir ein Gräuel.

Samstag, 24. Oktober 2015

[19:00] Die neue Sibylle-Berg-Kolumne ist mal wieder zum Niederknien konkruent mit dem, was ich sagen würde, wenn ichs könnte.

[18:58] Warum sagte mir Bibliomanen a.D. niemand, daß Lesen so eine klasse Sache ist? Man kann das doch mal vergessen und muß erinnert werden!

[18:43] "3 Tricks, wie Sie Ärzte überleben." - Berührendes Posting einer mehrfach an Krebs erkrankten Frau. Hut ab!

[18:22] Buch begonnen: "Am Abgrund" von Edward St. Aubyn.

[17:51] Buch beendet: "Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft" von Volker Weidermann, Kiepenheuer & Witsch, 158 Seiten.

[17:13] Nachdem ich nach den ersten 3 Nachtdiensten nach dem Urlaub sehr gut geschlafen habe, entspannt sich die gesundheitliche Situation etwas. Ich bin erfrischter; die Herzschmerzen und der rasende Puls (Tachykardie) ließen nach. Freilich habe ich dadurch, daß ich fast den gesamte Tag schlafe, ebenso wenig Zeit wie vorher, als ich nach den Diensten bis 11 Uhr Serien guckte und dann bis abends zu schlafen versuchte. Wie man's auch macht: Zeit zum Lesen ist knapp und muß erkämpft werden. Immherin las ich im Oktober anhaltender und bereits mehr Bücher als in den Monaten zuvor.

[17:07] "Ostende" ist meine bisher beste Lektüre in diesem Jahr. Sehr informativ, humorvoll, nicht geschwätzig. Wer viele tote Autoren an einem Ort mag, der wird an diesem Kleinod Gefallen finden. Für Joseph-Roth-Enthusiasten eh ein Muß.

[17:06] Ich frage nicht, woher der neue Enthusiasmus zu lesen kommt. Ich genieße ihn, solange er währt.

[17:05] Retweet: Ich kann mich zum Glück mehrfach hintereinander so unklar ausdrücken, dass niemand mehr so genau weiß, ob ich überhaupt was gesagt habe.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

[18:55] Retweet: Ich bin die Krone der Erschöpfung.

[18:15] Ich habe heute nach dem ersten Dienst nach dem Urlaub mehr als 9 Stunden geschlafen und habe demnach keine Zeit für mehr als nur die Notation der Lektüre. Der Schlaf ist aus gesundheitlichen Gründen dringendst notwendig. Ich genoß ihn und hoffe, daß die kommenden Tage die Situation weiter entspannen helfen. Bis dahin! Nächstes Frei wie gewohnt am Montag/Dienstag. Heute = nachher geht es zu Nachtdienst 2/5.

[18:11] Buch begonnen: "Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft" von Volker Weidermann.

[18:05] Buch (gestern spätabends) beendet: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann, Suhrkamp, 234 Seiten.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

[18:38] Kleiner Lichtblick: Mit Ralf Rothmanns Im Frühling sterben kam ich heute gut voran und könnte es möglicherweise heute Abend oder morgen Früh auf dem Arbeitsweg beenden.

[18:34] Nach dem 11-tägigen Urlaub (samt freien Tagen) geht es nachher zu Nachtdienst 1/5. Wie immer nach längerer Abstinenz von Station ist die Aufregung enorm. Sich einzuarbeiten braucht gewöhnlich mindestens zwei Tage bzw. in meinem Fall: Nächte. Außerdem schwächele ich gesundheitlich. Alles in allem keine gute Voraussetzungen. Und daß der nächste Urlaub in so weiter Ferne liegt (März/April 2016), hebt die Laune ebenso wenig.

[11:31] Gestern und heute haben ich FAB "abgearbeitet", die bereits abgetippt, aber noch nicht in die jeweiligen Rubriken einsortiert waren. Jetzt wartet noch ein üppiger Stapel an Büchern darauf, daß die in ihm angestrichenen Stellen abgetippt und verarbeitet werden.

[11:24] Einen alten Mann wie mich aber kann man nicht mehr loben, denn loben heißt immer auch ein wenig schmeicheln und täuschen, und im Alter ist man leider nur noch schwer täuschbar und leider auch vor Selbsttäuschungen gefeit. (Alois Brandstetter: Vom Manne aus Eicha)

[11:21] ...an einem jener Tage, die noch den späten Sommer spüren lassen, ohne ihn mehr zu haben, und deren frühe Kälte einem schon so in die Glieder kriecht, daß man wie betäubt darauf hofft, sie möge endlich die Klarheit gewinnen, die es ermöglicht, sie zu ertragen... (Thomas Hettche: Pfaueninsel)

[11:19] Der Mensch aber vergafft sich immer von neuem in die zweckfreie Schönheit. Im Wilhelm Meister heißt es: "Das Anschauen jedes harmonischen Gegenstandes rührt uns, denn wir fühlen dabei, daß wir nicht ganz in der Fremde sind, und wähnen uns vielmehr jener Heimat näher, nach der unser Bestes, Innerstes ungeduldig hinstrebt." (Thomas Hettche: Pfaueninsel)

[11:17] ... Haare zurückgefesselt, daß die Wurzeln jaulen. (Wolf Haas: Silentium!)

[11:16] Aber wie das so geht im heiligen Ehestand, die sanften Tugenden des Mannes und die feineren Talente der Damen verlieren sich mehr oder minder peu à peu. (Ernst von Wolzogen: Der Blüthner-Flügel)

[11:15] Retweet: "Sie spielen unser Lied." "Das ist die Toilettenspülung." "Sie benutzen unser Klo."

[11:13] Der königliche Landgerichtsrat Alois Eschenberger war ein guter Jurist und auch sonst von mäßigem Verstande. (Ludwig Thoma: Der Vertrag)

[11:12] Seine Haltung war gut und korrekt; nur bezeigten seine Achseln eine leichte Neigung nach vorn, was wohl von einem allzu häufigen Verkehr mit hohen und höchsten Herrschaften herrühren mochte. (Rudolf Greinz: Die besondere Güte Gottes)

[11:11] "Wissen Sie aber auch den Weg genau?" fragte der Steuerrat. "Ich?" entgegnete der Botaniker. "Ich? Auf fünf Meilen im Umkreise will ich hier jedem Vogel, der sich etwa verflogen hat, sagen, wo sein Nest ist. Wenn Sie es verlangen, will ich Ihnen einen Adreßkalender der in hiesiger Gegend seßhaften Eichhörnchen schreiben." (Humoristische Meisternovellen)

[11:06] Ich fürchtete ihre Krankheit. Ich fürchtete auch ihren Tod. Die Mutter war immer die Barriere gewesen. Vor den Söhnen sterben die Mütter. Und vor den Müttern die Väter. Das war das Gesetz. Wenn alles normal verlief. Und warum sollte nicht alles normal verlaufen? Was aber auch hieß: Wenn die Mutter tot ist, ist die Reihe an mir. Ich spürte jetzt schon, dass ich ihr das Sterben verübeln würde. Sie sorgte dafür, dass ich vorrückte in der Warteschlange. (Hans-Ulrich Treichel: Frühe Störung)

[11:04] Karl Ettlinger: Gastfreundschaft // Wolf Haas: Silentium! // Franz Werfel: Kleine Verhältnisse (2) // Quer durch die Bücher // Kleine Verhältnisse (1) // Edward St. Aubyn: Dichter bei der Paßkontrolle // Willy Seidel: Umzug & Bücher // Robert Walser: Schädliche Lektüre? // Hans-Ulrich Treichel: Sich gegenseitig anschweigen // Margriet de Moor: Hinrichtung // William Somerset Maugham: Ein sich öffnendes Blütenblatt // Entzauberung der Jugend // Mit Beharrlichkeit lesen // Szczepan Twardoch: Sein ist jämmerlich // England // Robert Galbraith: Der Ruf des Kuckucks (1) // Matt Haig: Was für ein Buch ist es? // John Irving: Große Erwartungen nochmals lesen.

[10:59] Es kann keine Zivilisation geben, weil wir in der Einöde des REALEN leben. Unsere gesamte Erfahrung wird durch ein System vermittelt, dessen Tyrannei eben darin besteht, dass niemand es mehr kontrollieren will. Die Tyrannei besteht in der Abwesenheit des Tyrannen! Wir haben seit Benthams als Panoptikum angelegtem Gefängnis einen katastrophalen Fortschritt zu verzeichnen: Wir brauchen nicht mehr die Beaufsichtigung durch DEN ANDEREN, wir sind Gefangene unseres eigenen starren Blickes! (Edward St Aubyn: Der beste Roman des Jahres)

[10:47] Aber daß Wilhelm Möpsel, der ewige Kandidat, das Examen ohne fremde und geheimnisvoll wirkende Zauberkräfte bestanden haben sollte, das mußte eben allen, die seine heftige Neigung zum interessanten Skatspiel und seine Vorliebe für kraftvoll gemischte Knickebeine kannten, ein noch viel größeres Wunder erscheinen. Gleichviel. Wunder oder nicht – Wilhelm Möpsel war praktischer Arzt, und auch seine staatlich geprüfte Kunst als Geburtshelfer drohte den noch ungeborenen Generationen. (Rudolf Presber: Mein Patient)

[9:29] Enthusiasmus verstieß gegen gute Erziehung. Enthusiasmus ziemte sich nicht für einen Gentleman. Sie mussten an die Heilsarmee denken, mit ihren grölenden Trompeten und ihren Trommeln. Enthusiasmus bedeutete Veränderung. Sie bekamen eine Gänsehaut, wenn sie an all ihre lieben alten Gewohnheiten dachten, die ihnen nun im höchsten Grade gefährdet erschienen. Sie wagten kaum, sich die Zukunft auszumalen. (W. Somerset Maugham: Der Menschen Hörigkeit)

Dienstag, 20. Oktober 2015

[18:55] "Auf der Flucht vor dem Getöse der Welt" klingt nicht übel. Gelesen in einer Buchbesprechung.

[18:40] Beim Anblick einer feinziselierten Wiege: "Das ist nicht von Ikea." "Sowas schnitzt Rumpelstilzchen, wenn man ihm sein Erstgeborenes geklaut hat." (iZombie S01E07)

[17:45] Jetzt beginnt der härteste Teil des Jahres. Nach dem heutigen Urlaubsende bis zum nächsten Urlaub geschätzte 20 Arbeitswochen bzw. 5 Monate.

[17:16] Darf ein Schäfer außer Hirten- & Schäfersalat auch z.B. Nudel- oder Kartoffelsalat essen? Und wie bestellt ein Sinto ein Zigeunerschnitzel?

[16:23] Die Katze ist aus dem Sack: Die Verlage Goldmann, Heyne und Diana schmeißen die Bücher von Akif Pirinçci aus den Programmen. Da hauts die Miez vor'n Baum.

[15:07] Er (...) musterte den rothaarigen August (...) und sagte: "Schade. daß der kein Mädchen ist, oder?" Er fuhr sich mit der Zunge über die Zähne. "Wie heißt es so schön: Rostiges Dach, feuchter Keller." (Ralf Rothmann: Im Frühling sterben)

[14:09] Viele Jahrhunderte lang hätten Menschen geglaubt, Gott habe eine besondere Botschaft für sie. Aber einmal angenommen, ein unmittelbarer Zugang zum Göttlichen sei überhaupt möglich, so bestehe eine der bedeutendsten Leistungen der Amtskirchen ja gerade darin, für die Kommunikation zwischen Gottheit und Mensch einen Dienstweg eingerichtet zu haben und andere Wege nicht anzuerkennen. (Edith Wharton: Ein altes Haus am Hudson River)

[10:20] Nach einem bösen Traum sieht man, welchen Stoff zu einer Hölle ein bloßes Gehirn in sich aufbewahrt. (Jean Paul, Ideengewimmel)

[10:19] Retweet: 1994 verhaftete die Polizei in Los Angeles einen Mann, der sich als Sensenmann verkleidete und in die Häuser von alten Menschen starrte."

[10:18] Eine Übersicht der Flüchtlingsunterkünfte in Leipzig.

[9:15] Es war schrecklich, dachte sie in ihren rebellischen Momenten, genau zu wissen, was man bis zum Tod von seinem Mann zu halten hatte. (Edith Wharton: Ein altes Haus am Hudson River)

[9:08] Ihr Leben lang war sie immer überzeugt gewesen, dass sie erfasste, was die anderen meinten, und diese Überzeugung hatte sie siegestrunken von einem Gipfel der Leichtgläubigkeit zum nächsten getragen. (Edith Wharton: Ein altes Haus am Hudson River)

[9:07] Die Erwartung kann dem Menschen oft überlästig werden, und er möchte im Buche seines Leben dann nur erst einmal blättern, eh er es ausführlich zu lesen braucht. (Achim von Arnim: Mistris Lee)

[8:55] Buch begonnen: Im Frühling sterben von Ralf Rothmann.

Montag, 19. Oktober 2015

[21:37] Als Käseliebhaber ist man dem Sommer zugetan. Im Winter muß die Heizung herhalten, um das Aroma hervorzulocken.

[21:37] Der Eier-Tweet wurde Ihnen präsentiert und angeregt durch die Lektüre André Kubiczeks "Das fabelhafte Jahr der Anarchie".

[21:35] Hätte ich Eier, hätte ich Hühner, hätte ich Eier.

[21:33] Ich begreife nie, wie viele Bett & Buch zusammenbringen können. Die menschliche Rasse ist offenbar sehr vielgestaltig.

[21:11] "Wollen Sie mir sagen, was für'n Loser ich bin? Dann stellen Sie sich bitte hinten an!" (Tatort E958 - "Kollaps")

[21:11] "Berufstolerante", gehört im jüngsten Tatort. Da zählen Krankenpfleger nicht unbedingt dazu, oder?

[20:34] Schon vier gelesene Bücher in einem Monat. Nicht daß mir noch Euphorie in Vermutung zurückerlangten Lesevermögens ausbräche!

[20:33] Morgen ist mein letzter Urlaubstag in diesem Jahr. Wie lange bis zum nächsten Urlaub, klärt sich erst, wenn der Urlaubsplan für 2016 geklärt ist.

[20:27] Das 20. Jahrhundert gilt als das schlimmste, verheerendste der Menschheitsgeschichte. Fragt sich nur, für wie lange noch.

[20:13] Im Tatort wird die Flüchtlingswelle als "gesellschaftlicher Tsunami, der auf uns zurollt" bezeichnet. Im Gegensatz zu Naturgewalten sind wir bei gesellschaftlichen Prozessen nicht ganz so machtlos. Wer für die Bankenrettung, ich weiß nicht, 80, 90 Milliarden ausgeben konnte, der wird doch wohl Geld für die Versorgung der Flüchtlinge locker machen können. Und erst wenn die entvölkerten Landschaften Ostdeutschlands wiederbesiedelt sind und kein Geld mehr vorrätig sein sollte, müßte Deutschland sich Sorgen machen.

[19:45] Retweet: Der größte natürliche Feind der Contenance ist das Spannbettlaken.

[19:41] Das Grübeln der Rechtsgelehrten kann den besten Menschen, wie alles Grübeln und Reflektieren, zum schlechtesten Kerl machen. (Achim von Arnim: Mistris Lee)

[19:29] Bei dem gestrigen Tatort (E958 - "Kollaps") regt mich ja schon die anfangs dauertelefonierende Mutter auf.

[19:29] So sind die meisten kleinen Leute, das Herz ist ihnen so nahe am Kopf, daß es in dem Kopf überkocht oder überdampft. (Achim von Arnim: Isabella von Ägypten)

[19:25] Diese Terus ist ein nettes Geschöpf; aber einer, die schon so lange Mädchen ist und so viel über das nachdenkt, was sie selbst nie erlebt hat, der kann es passieren, daß sie einen Weinkrug sieht und von einer Orgie spricht." (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[19:18] Was die Tanten über Sanyi schrieben, las Mutter nicht vor. Das Vorlesen wurde in diesem Winter überhaupt seltener; um so fieberhafter bevölkerte Mutter selbst Bogen um Bogen mit ihren unsicheren Buchstaben, die, voneinander getrennt, wie Kinder mit zittrigen Köpfen auf dem Papier nach einem Beschützer riefen. (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[19:09] Sich ein Buch in der Stadtbibliothek vormerken zu lassen, kostet eine Gebühr von 80 ct. Wenn man diese Vormerkung storniert, bleibt die Gebühr bestehen. Weil ich ein Buch aber vor dem Termin storniert hatte, zu dem es abholbar gewesen wäre, wurde auf mein Nachhaken hin, verbunden mit Dackelblick, ein schriftliches Storno angelegt, welches mich der Gebühr enthebt. Da ich sowieso in der Bibliothek war, um Bücher abzuholen, geht das Resultat trotz bestehender Umständlichkeit in Ordnung.

[19:00] Buch beendet: Das fabelhafte Jahr der Anarchie von André Kubiczek, Rowohlt-Verlag, 269 Seiten.

[8:44] Im März kann die Dämmerung mit so schönen halben Stunden kommen, wenn der tagsüber wehende Wind müde wird und die Welt schwermütig überlegt, ob sie sich in Rot oder Grau auflösen soll. (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[8:41] Wenn einem zum Prahlen und Spaßmachen geschaffenen Menschen Kummer widerfährt, so hat das immer etwas Rührendes. Als würden die dunklen Götter, die das Leben regieren, den Fuß auf ein Gebiet setzen, das die Natur als heiligen Hain vor ihnen verschlossen hält. (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[8:38] Von Tante Szerena erhielten wir nach der Geldsendung auch ein Paket; sie schickte uns ihre alten Trauersachen, in denen sie noch um Großvater getrauert hatte. Tante Szerena war nicht nur ein erklärter Feind aller Tränen, sondern auch der Schleier, Trauerkleider und schwarzumrandete Taschentücher. Sie pflegte zu sagen: "Ich liebe es nicht, wie ein Katafalk herumzuspazieren." (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[8:36] Unser Leben entscheidet sich während einiger Stunden, und nach Jahren haben wir keine Erinnerung mehr, was wir in jeden Stunden getan und gedacht haben. Tief unten ist die Entscheidung schon gefallen; das Gehirn hat nichts anderes mehr zu tun, als ermattet das Denken einzustellen. (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[8:33] Gewöhnlich stellen sich die Menschen das Seelenleben ihrer Mitmenschen so vor, als ob sie selber gar keine Seele hätten. (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[8:31] Das Verhältnis der Menschen zueinander wird nicht davon bestimmt, was sie wert sind, sondern davon, was die voneinander wollen. (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[8:29] Retweet: Sitze im Café und verbinde mich mit einem Netzwerk namens "Martin Router King". Und was soll ich sagen? I have a stream!

[8:26] ... daß man Imre noch nie auch nur in einem der Liebe verdächtigen Zustand gesehen hat. (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[8:22] Als wir uns Budapest näherten, sprachen sie bereits über Tierdressuren. Sanyi wollte solche Grausamkeiten am liebsten polizeilich verbieten lassen. Der Dicke zuckte die Achseln. Wenn der Herr alle Grausamkeiten verbieten wolle, so solle er den lieben Gott gleich die Bude zumachen lassen. (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[8:18] Sie ging umher, als absolviere sie schon jetzt das Fegefeuer. (Laszlo Nemeth: Abscheu)

Sonntag, 18. Oktober 2015

[17:18] Neue Zahlen bestätigen: Es wird weniger gelesen! Gegen diesen Trend ist die Branche machtlos. Es geht nicht um die Rettung des gedruckten Buches, es geht um die Verteidigung des Lesens als Fundament unserer Kultur. Wer kaum noch liest, weil überall, auch im Netz, Bewegtbild die Schrift verdrängt, verblödet allmählich. Lesen programmiert das Gehirn anders als Gucken. (Wolfgang Herles)

[16:33] Ein kleiner tückischer Geist spielt zuweilen mit den menschlichen Worten und macht oft gerade die zuschanden, die ihr Leben mit Wortabwägen und Wortverdrehen zugebracht haben. (Achim von Arnim: Mistris Lee)

[16:32] Die Launen sind des Teufels Gewalt auf Erden. (Achim von Arnim: Mistris Lee)

[16:19] Man trank mit Lust und also viel. (Achim von Arnim: Mistris Lee)

[16:11] Starkes Gefühl bricht die Bande des Zeremonielles und wählt die ungebildete Sprache der Natur. (Achim von Arnim: Mistris Lee)

[15:55] Das Leben hatte ihm genug Anlaß gegeben, auf der Hut, doch keinen, erschrocken zu sein. (Gabriel Garcia Marquez: Die Nacht der Rohrdommeln. Erzählungen)

[15:47] Ein Mann, der sie so sehr und seit so langer Zeit liebte, daß er sich kein Leiden vorstellen konnte, das seinen Ursprung nicht in seiner Frau gehabt hätte. (Gabriel Garcia Marquez: Die Nacht der Rohrdommeln. Erzählungen)

[15:38] Wenn sie ihn dumpf in seiner Hängematte wachsen sah, sagte sie: "Wenn du groß bist, wirst du es merken." Aber er merkte nichts. Er merkte es nicht mit fünfzehn Jahren, schon übergroß für sein Alter, strotzend von jener unverschämten, unbesonnenen Gesundheit, die der Müßiggang beschert. Als er zwanzig wurde, war sein Leben bis auf einige Positionswechel in der Hängematte unverändert geblieben. (Gabriel Garcia Marquez: Die Nacht der Rohrdommeln. Erzählungen)

[15:01] Kowalski: "Hast du sein Adreßbuch?" Rettig: "Ja, ausgedruckt." Kowalski: "WAS, 11 Kontakte?" Rettig: "Mehr braucht doch kein Mensch." (SOKO Leipzig S15E03)

[14:48] "Du klammerst dich so wahnsinnig an nette Worte, die man in deine Richtung schleudert!" (Vicious S01E06)

[14:37] "Sicher, daß es ihr gut geht?" "Ja, ich fürchte schon." (Vicious S01E06)

[14:29] "Wie ich sehe, ist deine Mutter noch nicht hier, Stewie" "Nein, noch nicht." "Sie kündigt sich vorher auch immer an durch das Knarzen der Höllenpforte." (Vicious S01E06)

[14:19] "Ich wünsch' dir auch alle Gute zum Jahrestag!" "Oh, ist der heute? Das erklärt, warum ich Erbrochenes im Mund hatte." (Vicious S01E06)

[12:50] Hätte Gott nicht am Sonntag geruht, er hätte Zeit gefunden, die Welt zu beenden. "Er hätte diesen Tag nutzen sollen, dann wäre ihm nicht so vieles mißraten", sagte sie. "Schließlich und endlich blieb ihm die ganze Ewigkeit zum Ausruhen. (Gabriel Garcia Marquez: Die Nacht der Rohrdommeln. Erzählungen)

[12:45] Er besaß die Tugend, seine Pläne mit der gleichen Begeisterung zu vergessen, die er gebraucht hatte, um sie zu ersinnen. (Gabriel Garcia Marquez: Die Nacht der Rohrdommeln. Erzählungen)

[11:23] Ich erinnere mich an die Augustnächte, in deren betörendem Schweigen man nichts hört als das tausendjährige Geräusch der Erde, die sich um ihre rostige ungeölte Achse dreht. Plötzlich fühlte ich mich von bedrückender Wehmut überwältigt. (Gabriel Garcia Marquez: Die Nacht der Rohrdommeln. Erzählungen)

[11:15] So wie ich mich ihrer aus meiner ersten Knabenzeit erinnere, war sie eine junge, schlanke Frau, deren Schönheit nur langsam der Zeit und den Sorgen nachgab. (Hermann Hesse: Peter Bastians Jugend)

[11:13] Was ein rechter Handwerker werden will, der muß ein warmes und schnelles Blut im Leib haben, kein Bauernblut. Der muß über Land gehen und reisen und viele Meister gehabt haben, eh daß er selber einer wird. Wo ist denn der Gerberhannes gewesen? In Calw, und ein halb Jahr lang in Horb, und dann wieder in Calw, nicht einmal bis Pforzheim hat er's gebracht. Er ist halt ein Bauer. Und ein Bauer, wenn er mehr als drei Stund zu Fuß lauft, dann wird's ihm schon wunderlich, und geht wieder heim. (Hermann Hesse: Peter Bastians Jugend)

[10:46] Bücher und Musik als Glücksproduzenten lassen sich nicht gegeneinander aufrechnen. Das spüre ich gerade beim Hören von Odds & Sods von The Who.

[10:41] Das eben gepostete Hesse-Zitat fand auf Twitter guten Zuspruch und ist im Prinzip die Quintessenz bibliomanen Daseins. Bücher als Hort für das Glück inmitten einer allseitigen Unwirtlichkeit.

[10:40] Auch finde ich mich im Vielerlei der Bücherwelt leichter zurecht als im Wirrwarr des Lebens und bin im Finden und Festhalten schöner alter Bücher besonnener und glücklicher gewesen als in meinen Versuchen, anderer Menschen Schicksale freundlich mit dem meinigen zu verknüpfen. (Hermann Hesse: Der Novalis)

[10:11] Gaudissart war ein Mann von achtunddreißig Jahren, mittelgroß, dick und fett, wie einer, der es gewohnt ist, immerfort in der Postkutsche einherzurollen; sein Gesicht war rund wie ein Kürbis, lebhaft gefärbt, regelmäßig und wie die typischen Gesichter, die die Bildhauer aller Länder übernehmen, wenn sie Statuen des Überflusses, des Gesetzes, der Kraft, des Handels usw. fertigen. (Honore de Balzac: Der berühmte Gaudissart)

[10:10] Am Sonntag waren uns mehrere Stunden zu beliebiger Verwendung in unsern Stuben vergönnt, zum Lesen, Schachspielen, Zeichnen, Briefschreiben. Diese Zeit der 'stillen Beschäftigung' ersehnte ich die ganze Woche hindurch. Dann saß ich über Shakespeare, über Schiller, Klopstock, Ossian und Schubart und so mich satt aus den Bechern der Phantasie, der Sehnsucht und des Heimwehs. Diese Stunden lagen wie ein heimliches Asyl in der Reihe unglücklicher Tage, von den Sternen der Dichter und den unbewachten Träumen meines Herzens überglänzt, reich an Empfängnis und Trost. (Hermann Hesse: Erwin)

[9:50] Alle wahrhaft großen Männer lassen sich von einem schwachen Wesen tyrannisieren. (Honore de Balzac: Der berühmte Gaudissart)

[9:46] Unser Jahrhundert dürfte die Herrschaft der isolierten Kraft, die so überreich an originalen Schöpfungen war, mit der Herrschaft der Uniformen, der nivellierenden Kraft verbinden, die die Erzeugnisse gleichmacht, sie in Massen auf den Markt wirft und einem einheitlichen Gedanken gehorcht, dem letzten Ausdruck der Gemeinschaft. Tritt nach den Saturnalien des generalisierten Geistes, nach den letzten Anstrengugen von Kulturen, die die Schätze der Erde auf einem Punkt aufhäufen, nicht stets die Finsternis der Barbarei ein? (Honore de Balzac: Der berühmte Gaudissart)

[9:32] Philip Roth: Amerika - Thanksgiving.

[9:08] Retweet: Books. Books. Read a book. This is not a book. Stop reading this and read a book. Books merge us. Books strengthen us. Go. Fucking read.

[9:07] Retweet: Wenn man erst mal begriffen hat, wo man überall nicht hingehört, geht's eigentlich.

[8:55] "Wir alle haben ein Zuhause. Nämlich das, wo immer alles schief geht." (Philip Roth: Amerikanisches Idyll)

[8:48] Wäre das Leben nicht viel weniger sinnlos, wenn wir es im Maßstab 1:16 führen könnten? (Philip Roth: Amerikanisches Idyll)

[8:42] ... im Jahre 1973, nach fast drei Vierteln des Jahrhunderts, das ohne Rücksicht auf die Feinheiten von Bestattungsritualen die Leichen verstümmelter Kinder und ihrer verstümmelten Eltern über die ganze Welt verstreut hatte... (Philip Roth: Amerikanisches Idyll)

[8:33] Er erkannte, daß alles, was man sagt, entweder mehr bedeutet, als man wollte, oder weniger, als man wollte; daß alles, was man tut, entweder mehr bewirkt, als man wollte, oder weniger, als man wollte. Natürlich hatte, was man sagte oder tat, Auswirkungen, aber nicht die, die man damit beabsichtigte. (Philip Roth: Amerikanisches Idyll)

[8:29] Es ist ja im Allgemeinen nicht so, daß der Tod die Majestät der Eigenliebe schwächt; eher verstärkt er sie noch: "Und ich? Was, wenn mir das passiert?" (Philip Roth: Amerikanisches Idyll)

Samstag, 17. Oktober 2015

[15:13] ... warum wir mit dem pauschalen Gefühl durchs Leben gehen, daß jeder außer uns selbst im Unrecht ist. Und da wir nicht nur manches vergessen, weil es unwichtig ist, sondern auch manches vergessen, weil es zu wichtig ist - und weil Vergessen und Erinnern bei jedem von uns nach einem Muster abläuft, dessen labyrinthische Windungen ein ebenso charakteristisches Erkennungszeichen sind wie Fingerabdrücke -, ist es kein Wunder, daß die Bruchstücke der Realität, die der eine Mensch als Teil seiner Biographie in Ehren hält, von irgendeinem anderen, der, sagen wir, zufällig an genau demselben Küchentisch zehntausend Mahlzeiten eingenommen hat, als mutwilliger Ausflug ins Mythomanische aufgefaßt werden. (Philip Roth: Amerikanisches Idyll)

[14:49] Ein kleiner, verdrießlicher Mann mit kurz geschorenem weißen Bart, einer bösen Narbe unter einem Auge und zwei Hörgeräten, war einer der wenigen, die ich an diesem Nachmittag sah, bei denen die Zeit ganz Arbeit geleistet hatte; bei ihm hatte die Zeit sogar Überstunden gemacht. (Philip Roth: Amerikanisches Idyll)

[14:41] Geprägt von "der kampfbereiten Hysterie derjenigen, die die Erfahrung gelehrt hatte, wie wenig Feindseligkeit es braucht, ein Leben ein für alle Mal kaputtzumachen. (Philip Roth: Amerikanisches Idyll)

[14:33] Scheidung paßte nicht in mein Bild von einem, der so abgeneigt war, das irrationale Element des Lebens zur Kenntnis zu nehmen. (Philip Roth: Amerikanisches Idyll)

[14:26] Als ob irgendwer über zehn noch glaubt, man könnte all die Dinge, die hinter einem her sind, mit einem Lächeln, selbst wenn es so freundlich und warm ist wie dieses, unterwerfen, man könnte das alles mit einem Lächeln zusammenhalten, wenn der starke Arm des Unerwarteten einen plötzlich vor den Kopf schlägt. (Philip Roth: Amerikanisches Idyll)

[14:21] Wie sollten wir uns denn in dieser furchtbar wichtigen Angelegenheit verhalten, die man 'die anderen Leute' nennt und die jeden Sinns, den wir ihr beilegen, beraubt wird und stattdessen einen Sinn annimmt, der einfach lachhaft ist, so schlecht sind wir alle dafür gerüstet, die inneren Vorgänge und geheimen Absichten des jeweils anderen zu erkennen? (Philip Roth: Amerikanisches Idyll)

[14:16] ... erinnerte mich spontan an die Demütigung, die Jerry sich in unserem ersten Jahr auf der High School zugezogen hatte, als er das Herz einer bemerkenswert unscheinbaren Mitschülerin zu erobern versuchte, von der niemand gedacht hätte, daß man sich ein Bein ausreißen müßte, um von ihr geküßt zu werden. (Philip Roth: Amerikanisches Idyll)

[14:05] ... merkte, wie ich wieder von diesen Augen mesmerisiert wurde. (Philip First: Papierdünn. Bizarre Stories)

[14:03] Meine einzige Bekanntschaft mit der buddhistischen Lehre entstammte einem Exemplar vom 'Zen für Anfänger', das ich vor einer Weil mal durchgeblättert hatte. Seine Kernaussage schien zu lauten, daß der Weg zum wahren Glück im Nichtverhaftetsein an die Dinge liegt, sowie in einer Menge anderem Zeug, das ich vergessen hatte. Der Freund, der es mir geliehen hatte, hatte mich wochenlang belämmert, ich solle es ihm endlich zurückgeben, so daß ich vermute, daß er noch weniger davon gehabt hat als ich. (Philip First: Papierdünn. Bizarre Stories)

[11:48] Die Landschaft, auf die er nun blickte, war trübe und kahl, vergewaltigt vom Winter. (Philip First: Papierdünn. Bizarre Stories)

[11:35] Ein rundum faszinierender Bericht über 5 Mastschweine aus Massentierhaltung, ob und wie sie in freier Natur zurechtkommen.

[10:34] Retweet: "Bin nicht geizig aber warum sitzt du hier in Unterwäsche?" "Du hast mich AUS DER UMKLEIDEKABINE GEZOGEN" "Die Stunde Freiparken war um!"

[10:33] Retweet: Beim Hören von kompletten Alben nervt, dass zwischendurch immer jemand „Der nächste freie Mitarbeiter ist gleich für Sie da" sagt.

Freitag, 16. Oktober 2015

[19:52] "Für das farbenfrohe Wasser des Lebens sind wir nur das Wasser, in dem die Pinsel gereinigt werden." (Die Simpsons S18E12)

[16:24] Vielleicht, denkt sie, müßte ein Artenschutz für bedrohte Spiele eingerichtet werden, an die niemand mehr denkt, weil sie langsam, umständlich und ereignislos sind, aber doch nützlich waren, um einen schweigenden Abend in beruhigender Langeweile miteinander zu verbringen. (Annette Pehnt: Lexikon der Angst)

[16:19] Sie hat sich einen Kurzschlaf angewöhnt, der sie knapp unter der Oberfläche der Wachheit vibrieren läßt. (Annette Pehnt: Lexikon der Angst)

[16:01] Wortperlen: "Urlaub des Nachtschlafes". (Annette Pehnt: Lexikon der Angst)

[15:50] ... daß man die Beschränkung des Lebens auf vier Wände nicht akzeptieren dürfe. (Annette Pehnt: Lexikon der Angst)

[15:42] Retweet: Leute die sagen sie verstehen die Welt nicht mehr … DIE HABEN MAL DIE WELT VERSTANDEN UND NIEMANDEM DAVON ERZÄHLT???

[15:41] Retweet: Am Humor eines Menschen lässt sich oft ablesen, wie viele Freifahrten in die Hölle er bereits hinter sich hat.

[15:40] Retweet: Nur Anfänger schimpfen. Könner sind schon still verzweifelt.

[15:39] Retweet: Wenn wir als Juristen alle in die Hölle kommen hoffe ich, dass wir nach Fachgebieten sortiert werden.

[15:38] Retweet: Mein Magen knurrt so laut. Die Spracherkennung hat schon 2 Döner bestellt.

[15:04] Der Schmelz des ersten, des frischen, kindlichen Blicks... (Annette Pehnt: Lexikon der Angst)

[15:01] An der Universität spezialisierte er sich auf spätmittelalterliche Predigttexte, die in seltenen Handschriften vor sich hinschlummerten. (Annette Pehnt: Lexikon der Angst)

[14:36] ... brachte die Gedanken in eine passende Verlangsamung. (Annette Pehnt: Lexikon der Angst)

[14:33] Im letzten Tatort-Vorspann: "Musik: Marco Dreckkötter". Auch keine einfachen Umgebungsvariablen.

[14:24] Nach der Herausforderung, 1 Paket zu versenden, sollte es mir doch auch gelingen, das Saufen sein zu lassen.

[14:20] Den Verstrickungen mit den anderen ist nicht anders zu entgehen als durch makellose Zurückhaltung. (Annette Pehnt: Lexikon der Angst)

[14:15] Gegen eine Vorratsbierspeicherung gibt's hoffentlich nichts einzuwenden.

[14:12] Auf dem Gepäckträger hat sie mehrere Stofftiere festgeknotet, damit die auch mal an die frische Luft kommen. (Annette Pehnt: Lexikon der Angst)

[14:05] Der Frühling besitzt dieses Jahr die Unverschämtheit, schon im Februar wie eine unaufhaltsame Infektion überall auszubrechen. (Annette Pehnt: Lexikon der Angst)

[13:57] Unter gewissen Umständen bin ich korrumBIERbar.

[13:55] Pia Ziefle: Buchstaben im Zucker.

[13:41] "Zur richtigen Zeit am falschen Ort"? Das nennt man hier "Nachtdienst".

[13:30] Die vietnamesische Gemüsehändlerin, die nebenher als DHL-Paketannahme fungiert, nahm mein Paket entgegen und pfefferte es in die Ecke. Hoffentlich bleibts bei nur 'meinem' Defekt am PC.

[13:22] Spricht eigentlich nichts dagegen, diesen bisher verhunzten Tag in der zweiten Hälfte durch Lektüre teilweise zu retten.

[13:11] Das Paket mit dem defekten Neu-PC soeben bei einem DHL-Paketshop abgegeben. Nun hoffen, daß diesmal alles glatt läuft. Außerdem war ich zuvor meinen neuen Personalausweis holen, der mir von einem arroganten Sesselfurzer gereicht wurde. Ich hatte lediglich nachgefragt, ob es bezüglich der mit dem Ausweis verbundenen Online-Funktionen eine Webseite gibt, bei der man sich anmelden kann.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

[22:08] "Leiden Sie unter ADHS?" "Wie? Ähm, korrekt, ich bin ein Obachtloser."

[22:04] Zur Causa "kaputter, neugekaufter PC". Nachdem er ohne Angabe von Gründen von der DHL an mich zurückgeliefert worden war, stellte ich ihn frustriert und ratlos in die Ecke, verärgert darüber, daß sich 15.- Euro Porto in Luft aufgelöst hatten. Ein Freund blieb gegenüber meinem resignativen Laissez-faire-Stil bzw. der Kopf-in-den-Sand-Taktik hartnäckig und rief heute die Firma an. Es zeigte sich, daß eine Rücksendung angemeldet werden muß. Per Mail wurde mir umgehend eine PDF-Datei mit einem Retourschein geschickt. Diese muß ich mangels eigenem Drucker morgen woanders (wahrscheinlich auf meiner Arbeit) ausdrucken, wozu ich stundenlang durch Leipzig gondeln werde. Aber immerhin. Wenn's zeitlich klappt, denn außerdem will ich morgen Mittag meinen neuen Personalausweis auf dem Bürgeramt abholen, verpacke ich den PC noch morgen Nachmittag/Abend und buckele ihn zur Post. Die Retournierung wäre kostenlos.

[19:58] Retweet: Ich bewundere Menschen, die beim Hantieren mit Frischhaltefolie ihren Ruhepuls halten können.

[19:55] Magnus Carlsen wurde als Blitzschach-Weltmeister entthront. Neuer WM ist der russische GM Alexander Igorewitsch Grischtschuk.

[19:54] Retweet: Energiewende ist, wenn man sich besonders schwungvoll im Bett umdreht, oder?

[19:53] Retweet: Regenschirm hab ich dabei, aber faltbare Arche vergessen. Ihr kennt das.

[19:52] Retweet: "Haben sie Ingwer-Orangen-Biermix?" "Ja, das steht direkt neben den Chantall-&-Kevin-an-Bord-Aufklebern und den Selfie-Stangen."

[19:51] "Im Bett habe ich keinen Fernseher, da lese ich." (Charlotte Roche)

[19:50] Retweet: Gott gab uns Rock'n'Roll. Wir bauten Reihenhäuser.

[19:49] Retweet: Ich möchte morgen ins Kino gehen. Braucht man dafür mittlerweile eine Schufa-Auskunft oder Grundstücke als Sicherheit?

[19:37] Buch begonnen: Das fabelhafte Jahr der Anarchie von André Kubiczek.

[17:36] Buch beendet: Lexikon der Angst von Annette Pehnt, Piper-Verlag, 176 Seiten.

[17:00] Nochmal zur Erinnerung und Aktenkundigmachung, daß es gestern, am 14. Oktober 2015 hier in L.E. geschneit hat.

[12:42] So ist der Mensch. Kaum hast du die größte Todesangst hinter dir, musst du schon wieder einen anderen schlecht machen. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[12:36] Normalerweise riecht es in einem Bürohaus ja nicht angebrannt. Sicher, sie haben heute auch ihre Kochnischen in den modernen Büros, aber da wärmen sie höchstens das Diätjoghurt im warmen Wasserbad an, damit es nicht so hart auf dem Magengeschwür aufschlägt, aber das ergibt eben alles miteinander keinen angebrannten Geruch. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[12:33] Die brutalsten Menschen sind oft in Kleinigkeiten tolerant, genau so, wie die sanftesten Menschen oft bei Kleinigkeiten keine Gnade kennen. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[12:23] Und das ist immer wahnsinnig gefährlich, wenn du nicht viel redest, dass die Leute glauben, sie müssen dir auf die Sprünge helfen. Du redest nichts, weil du deine Ruhe haben willst, aber du erreichst das Gegenteil, weil sie umso mehr gackern, je mehr Platz du ihnen lässt. Das ist ein brutaler Revierkampf, da könnte man viel von den Tieren lernen, und wenn du dein Revier nicht verteidigst, indem du dauernd redest, hast du sofort wen im Genick sitzen, der dir die Ohren voll singt. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[12:11] Beim Frühstück gibt es in einer Ehe immer die zwei Parteien, die eine tendiert zu Ruhe und Zeitung, die andere wünscht sich Gespräche und lies-mir-wenigstens-das-Horoskop-vor. Ich weiß nicht, ob dir das auch schon aufgefallen ist, aber heute werden sich ja Männer und Frauen immer ähnlicher, und da ist es umso wichtiger für die Kinder, dass sie noch unterscheiden können, den mit dem Horoskop und den mit dem dumpfen Geschau. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[12:07] Es gibt keinen böseren Blick auf dieser Welt, als wenn dich jemand böse anlächelt. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[12:02] Jetzt natürlich großer Fragesturm bei den Früchtchen-Eltern. (...) Was ist eine Verkehrte? Verkehrte natürlich leicht zu erklären, mit der flachen Hand klatscht die Ohrfeige zwar lauter, brennt ein bisschen, beschämt dich bis auf die Knochen, tut aber weiter nicht weh, außer du hast Pech und es zerreißt dir das Trommelfell. Mit der Verkehrten klatscht es viel weniger, ist aber natürlich schon am halben Weg zum Faustschlag, weil die Knöchel sind hart und das Jochbein ist ja beim Menschen nicht viel wert, das geht schon aus dem Leim, wenn du falsch hustest. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[11:57] Weil wenn du es nicht gewöhnt bist, macht dich im Grunde schon allein die Nähe eines Kindes nervös. Bei den Früchtchen hat schon noch einmal ein anderer Wind geweht als damals in der Polizeischule. Da waren Eltern am Werk, wo die Phantasie der Kinder wichtiger war als vielleicht die Frage, ob zwei und zwei immer ganz genau vier sein muss. Und die Kinder haben bestimmt keine Besinnungsminute bekommen, wenn sie mit dem Geburtstagsessen ein bisschen die Wände verziert haben. Eher noch eine Besinnungsminute, wenn sie die Buchstabensuppe einfach hinuntergegessen haben, statt wenigstens ein kleines Gedicht am Tellerrand, muss keine große Dichtung sein, der Wille zählt, Essen ist zum Spielen da, und einfach hinunterfressen, das können auch die Tiere. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[11:52] Und wenn ich sage, Ärzte sind gut im Hinausbugsieren, dann sind Anwälte noch viel besser darin. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[11:44] Aber leider, gerade der Hojac ein schlechtes Beispiel, wo man die Jugend zu mehr Toleranz abrichten könnte. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[11:41] Wenn du heute als Politiker einen Hund nur schief anschaust, Wahldebakel schon fertig, da brauchst du gar nicht mehr antreten. Ja im Gegenteil, du musst als Politiker selber einen Hund haben oder zumindest einen Ehepartner mit einem schönen Hund. Schöner Hund viel wichtiger als schöner Ehepartner, haben sie herausgefunden, weil schöner Ehepartner löst Neid aus, schöner Hund aber nicht Neid, sondern Liebe, so sind die Leute. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[11:38] Letzter Friseurbesuch bestimmt nur noch mit dieser Kohlenmethode eruierbar. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[11:32] Weil der Hund, aber die Puppi. Den Hundebesitzern ist es ja immer ganz wichtig, dass man ihre Lieblinge geschlechtlich nicht kränkt. Das ist nicht wie bei den Menschen untereinander, wo die Mütter oft noch beim Zwölfjährigen heimlich im Personalausweis nachblättern müssen, welches Geschlecht ihr Sohn jetzt wirklich hat, sondern Hundebesitzer wollen das immer ganz genau wissen. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[11:27] Der Brenner hat eine Leistung gezeigt, da hätte man direkt an eine ausgleichende Gerechtigkeit glauben können. Dass ein Mensch, der jahrzehntelang die Dynamik ein bisschen unter Verschluss hält, es dann alles auf einmal zurückkriegt, quasi Lawine. Wo man schon fast sagen muss, Vorsicht, nicht dass es dir geht wie diesen Hunden, die man nach drei Tagen Hausarrest wieder aus der Hundehütte lässt und die sich dann oft vor lauter Lebensfreude am Gartenzaun das Genick brechen. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[11:24] Das ist eben das Gefährliche an der Euphorie. Du fühlst dich gut, aber du unterschätzt die Welt ein bisschen. (Wolf Haas: Wie die Tiere)

Mittwoch, 14. Oktober 2015

[21:36] "Sogar hier auf Toilette sind Bücher." "Entweder ist sie superschlau oder sie hat extreme Verstopfung." (Dr. House S02E09)

[21:33] "Wie würden Sie meine Führungsqualitäten bezeichnen?" "Exzellent! Ansonsten als nicht existent." (Dr. House S02E09)

[21:18] "Arbeite bewußt, doch nicht hart." (Dr. House S02E09)

[20:48] Keiner mag mehr Heinrich Böll. Eva Menasse mag Böll. Und ich also Eva Menasse.

[19:44] Kowalski: "Hast auch was gut bei mir... 'Ne Kinokarte." Rettig: "Ich streame." (Soko Leipzig S15E01)

[19:02] Das Bibliomanikum "Influenza Bookosa - ein Leben mit LESEN" von Michael Modler gibt es als E-Book während der Frankfurter Buchmesse gratis. Mehr erfährt man auf der Webseite des Autors.

[19:00] Retweet: Sommerreifen bei Schnee erreichen Stellen, da kommen Bananenschalen bei MarioKart gar nicht hin.

[18:42] Ein Podcast einer BR2-Sendung zum Thema "Darf man Bücher wegwerfen?" mit dem Kölner Kaffeehaussitzer Uwe Kalkowski.

[18:51] Die Schachberichterstattung von Ulrich Stock in der ZEIT ist fabulös!

[18:50] Retweet: Ich wurde positiv auf Egal getestet.

[18:49] Retweet: "Dieser Staubsauger hier nimmt Ihnen locker die Hälfte des Haushalts ab!" "Dann nehme ich zwei."

[18:48] Retweet: ISBN ein Frankfurter.

[11:36] Retweet: "Liebst du mich?" "Ich bin misstrauisch gegenüber Gefühlen aller Art." "Ich darf Betäubungsmittelrezepte schreiben." "Aber dich liebe ich."

[11:27] Bei der nächsten Legida und NoLegida fahren keine Wasserwerfer vor, sondern Schneefräsen.

[11:03] Bei LIDL gibts jetzt 'ne Waldmeisterbrause mit nur 3,6 g Zucker pro 100 ml, das sind nur 5 BE für die ganze 1,5-Liter-Flasche. Ich frage mich ja sowieso, warum es den Light-Limonaden an Vielfalt mangelt: Orange, Cola, Zitrone, Grapefruit. Warum nicht Apfel, Kirsche, Birne?

[11:03] Leipzig, am 14. Oktober 2015.

[10:55] Retweet: Moody´s hat die Antwort auf den Sinn des Lebens jetzt auf 41 heruntergestuft.

[10:54] Nein, der heißt nicht Jean Paul, der heißt Frank Witzel.

[10:23] Ist das Angebot von Lebkuchen heuer doch nicht verfrüht gewesen.

[10:23] 2 Tage nach Witzel Entdeckung eines weiteren Wälzers & französischen Fastklassikers: Pierre Guyotats Grabmal für fünfhunderttausend Soldaten: Sieben Gesänge.

Dienstag, 13. Oktober 2015

[18:26] "Er hat so viele Stichwunden, daß das sogar Jack the Ripper übertrieben gefunden hätte." (Navy CIS S12E21)

[16:54] Buch begonnen: Lexikon der Angst von Annette Pehnt.

[16:44] Buch beendet: Länger als sonst ist nicht für immer von Pia Ziefle, Arche-Verlag, 285 Seiten.

[13:00] "Geben Sie mir mal die Hand! Ist das hier scheiß hoch!" 80-Jährige beim Aussteigen aus der Tram, als ich einsteigen wollte.

[12:55] Im Laufe der Jahre ändert sich die Form der Wut, aber los wird man sie nie. (Peter Handke)

[12:52] Grass hatte ein Problem mit der Zeit, er war drei Jahre seines Lebens ein Genie, dann blieb nur noch der Gestus von Genie. (Peter Handke)

[12:20] Transitzonen habe ich als Depressiver gerade als "Tran-Sitz-Zone" gelesen. Und erstmal: Hä?

[12:21] Retweet: Ich wurde positiv auf Bücher getestet.

[12:20] Retweet: "Du hast so eine positive Grundeinstellung." "Die hab ich quasi ab Werk. Und Du?" "Hatte ich auch mal. Und dann kamen die ersten Updates."

Montag, 12. Oktober 2015

[20:23] "Deswegen sind wir auch so ein tolles Team. MEINE Unterforderung wird kompensiert durch IHRE permanente Überforderung." (Tatort E907: "Der Hammer)

[13:11] Laut einem hervorragenden Fachmann auf diesem Gebiet ist Eifersucht die 'Hydra des Elends, der siebenfältige Tod'. Bei Arthur Welsh war sie nicht nur das, sondern noch ein bißchen mehr. Wie ein ständiger Schatten lag sie auf Mauds Glück. Kein gerecht denkendes Mädchen hat gegen eine gewisse Spur von Eifersucht etwas einzuwenden. Innerhalb bestimmter Grenzen ist sie ein Kompliment, sorgt sie für Pikantheit, ist sie der klare Schnaps zum Glas Bier der Anbetung. Aber immer sollte sie eine Würze und kein Getränk sein. (Pelham G. Wodehouse: Der Pennymillionär. Lustige Geschichten)

[12:58] ... ein junger Mann, dem die Natur eine fröhliche Sinnesart mitgegeben hatte, die von keinem Übermaß des Verstandes getrübt war. (Pelham G. Wodehouse: Der Pennymillionär. Lustige Geschichten)

[12:56] Retweet: "Verbesserte Rezeptur" auf Lebensmitteln bedeutet übersetzt wir haben einen Weg gefunden es noch billiger herzustellen.

[12:55] Retweet: "Ich glaube dieser Winter wird hart." "Wieso?" "Die Twitterer jammern früh."

[12:53] Retweet: Vorhin ist eine Spinne aus dem Staubsauger gekrabbelt und jedenfalls wohne ich jetzt im Hotel. In einer anderen Stadt. Mit falschem Namen.

[12:52] Retweet: Ich will nicht angeben, aber ich passe immer noch in die Bettwäsche von letztem Jahr.

[12:51] Retweet: Und plötzlich bist Du auf der Internetseite von Weight Watchers und sollst deren Cookies akzeptieren!

Sonntag, 11. Oktober 2015

[16:56] "Irgendwer hat Bier im Auto. Wir sind in Texas." (Night Shift S02E03)

[13:40] "Warum fährst du nicht ins Krankenhaus?" "Als Sozialarbeiter übernimmt meine Versicherung 1 Pflaster pro Jahr." (iZombie S01E06)

[10:40] Die Suche nach irgendwelchen Dingen ist eine komische Angelegenheit. Wenn man eine Stecknadel in einem Heuhaufen sucht, findet man sie bestimmt nicht; wenn es einem aber völlig egal ist, ob man die Stecknadel findet, braucht man sich nur gegen den Heuhaufen zu lehnen, und schon piekt sie einen. (Pelham G. Wodehouse: Der Pennymillionär. Lustige Geschichten)

[9:55] Das gestrige Klassentreffen fand im Ofenrohr statt, das ich für die herrlich kalten Biere loben muß. Die hiesige Gastronomie glänzt normalerweise nicht mit diesem Vorzug, so daß in der Kneipe zu sein für mich nur zum Zweck sozialer Zusammenkünfte in Frage kommt. Klassentreffen können ambivalent sein. Einerseits befriedigte Neugier; andererseits unter Umständen die Rolle, in die man wieder gedrängt wird und Jahrzehnte gelebten Leben spielen bei dieser Form des Zusammenseins eine untergeordnete Rolle. Gestern nun erlebte ich eine tolle Runde. Wir hatten viel Spaß. Niemand tat sich über Gebühr hervor. Es bildeten sich zwar Grüppchen, zwischen denen man aber zwanglos wechseln konnte, ohne das Gefühl haben zu müssen, zu stören. Das kalte Bier hatte ich schon erwähnt? Einer war tatsächlich dabei, den ich 35 Jahre lang nicht gesehen hatte. Einziger Wermutstropfen: Es waren zu wenige. Viele, von denen ich gehofft hatte, sie sehen und sprechen zu können, kamen nicht. Doch sollen die Klassentreffen - nun, da wir mit 50 ins gesetztere Lebensalter eintreten - künftig alle 3 Jahre stattfinden.

Samstag, 10. Oktober 2015

[9:24] "Man hat die Frauen vor der Mumifizierung verrotten lassen, um andere von der Nekrophilie abzuhalten." (Bones S05E05)

[8:33] Heute Abend habe ich Klassentreffen. Die Klasse, in der ich 8 Jahre lang, von der 1. bis zur 8. Klasse der POS, zur Schule ging. Das erste und letzte Treffen für mich war 2002, so daß die Spanne von 13 Jahren die Neugier weckt, was aus den Leuten geworden ist bzw. ob sogar solche kommen, die damals nicht dabei waren und die ich somit seit 1980 nicht gesehen habe. Insgesamt mehr Neugier als Bangigkeit. Die 9. und 10. Klasse machte ich in Sellerhausen, wo ich jetzt wohne, was notwendig geworden war, nachdem sich meine Eltern hatten scheiden lassen und ich mit meinem Vater in einen anderen Stadtteil verzogen war. Diese Bindung ist lockerer; denn 2 Jahre wiegen nicht so schwer wie 8.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

[16:36] Swetlana Alexijewitsch sei eine spröde Frau im öffentlichen Umgang. Wie man sich mit der Literaturnobelpreisentscheidung versöhnen kann.

[16:34] Meine Teekanne befindet sich seit dem Kauf vor zwei Tagen in heftigstem Gebrauch. Zurzeit parallel zum Büchermarkt zum Literaturnobelpreis im Einsatz gewesen.

[16:33] Retweet: Man kann Kerzen kaufen, die nach alten Büchern riechen.

[16:32] Geht man schon einmal pünktlich nach dem Nachhauskommen um 7.30 Uhr ins Bett, wird man prompt um 14.30 Uhr nach nur 7 h Schlaf geweckt, um das Paket eines Hausbewohners entgegennehmen zu sollen. Danach ans Einschlafen nicht mehr zu denken trotz qualvoller Versuche; nach 30 Minuten Herumwälzens aufstehen. Typischer Verlauf an Arbeits=Nachtschichttagen.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

[18:47] Meine Bücher stammen übrigens aus sicheren Herkunftsregalen und dürfen trotzdem bei mir bleiben.

[18:14] Buch begonnen: Länger als sonst ist nicht für immer von Pia Ziefle.

[18:12] Es ist schon ziemlich peinlich: vorgestern das am 26. August begonnene Buch "Wie die Tiere" von Wolf Haas beendet. Es war erst das 14. Buch in diesem Jahr, dessen letztes Quartal immerhin angebrochen ist. Bevor ich zum "aktuellen Brenner" von Haas komme, muß ich natürlich erst die Reihen schließen. Nun ist neben dem avisierten "Brennerova" von den 8 Büchern der Reihe nurmehr Das ewige Leben ungelesen.

[10:15] Es ist fabelhaft, wieder ein zertifizierter Teetrinker zu sein.

[9:24] Retweet: Wasser am Mars! Jetzt fehlen noch Hopfen und Malz, und die Raumfahrt hat meine volle Aufmerksamkeit.

[9:23] Retweet: Im Paralleluniversum sitzen die Ärzte im Wartezimmer und ärgern sich über die Warterei, bis der nächste Patient hereinkommt. Hoffe ich.

[9:22] Retweet: Kommas können einen Satz tatsächlich komplett verändern Beispiel: "Ich liebe es Süßigkeiten zu essen." - "Ich liebe es Kommas zu essen."

[9:21] Retweet: "Iss nicht so viel Kuchen." "Meine Oma ist 95 geworden." "Indem sie Kuchen aß? "Indem sie sich nicht in das Leben Anderer eingemischt hat."

[9:20] Retweet: "Scheiße, ich hab gerade einen Dinosaurier überfahren!” "..?...die sind ausgestorben!” "DAS HAB ICH NICHT GEWOLLT!”

[9:19] Retweet: Diese Verzweiflung im Blick älterer Menschen, wenn sie versuchen, irgendwo auf der Getränkekarte bei Starbucks einen Kaffee zu finden.

[9:18] In Leipzig ist heute Herbstanfang, zumindest auf unserem Hinterhof.

Dienstag, 6. Oktober 2015

[19:03] Ab morgen noch 3 Nachtdienste, ab Samstag 11 arbeitsfreie Tage (Urlaub+Frei). Irgendwelche Vorschläge?

[18:49] Morgen ist der Welttag für menschenwürdige Arbeit. Und ich gehe in die nächste Nachtdienstwoche. Finde den Fehler.

[17:33] Bei jedem Kauflandbesuch frequentiere ich das Parfümregal und diesele mich mit allen offenen Proben ein.

[17:29] Der Pflaumenwein harmoniert ganz prächtig mit meinem Blutalkoholspiegel.

[17:20] Backstrom S01E13. Dazu Plaumenwein. Zu den Verwerfungen dieses Jahres gehört, daß diese Serie nach nur 1 Staffel eingestellt wurde.

[16:14] Ich bin aus losen Blättern gebrühten Tee kaum noch gewohnt. Mir wird vor Teein-Wirkung direkt schwummerig.

[16:12] Übrigens muß ich wegen des Personalausweises, sobald nach 3 Wochen ein Info-Brief ankommt, nochmal aufs Bürgeramt. Bürokratie vonm Feinsten.

[16:10] In Tokio gibt es einen Buchladen, der einem die Kaufentscheidung spürbar erleichtert, indem er pro Woche nur 1 Buch anbietet.

[16:08] Retweet: Dieser Tweet wurde über einen ICE-Hotspot der Telekom gesendet, ist somit ausgesprochen selten und gehört zum Weltkulturerbe der Unesco.

[16:07] Retweet: Ich weiß, was Unwissenheit ist. Ich sitze direkt an der Quelle...

[16:06] Retweet: Habe am Wochenende mehr Bücher aussortiert, als manch anderer in einem ganzen Leben liest...

[16:05] Retweet: Über’m Schreibtisch hängt gestickt "So kannst Du nicht weitermachen, Freundchen!” Sobald ich glaube, dass es gut läuft, gucke ich drauf.

[16:04] Retweet: Es wird Herbst. Die Bücher fallen aus den Regalen.

[16:03] Man ist verloren (2): Eigentlich, wenn man das Haus verläßt. Oder, präziser: sobald man 1 Bein über die Bettkante streckt.

[16:03] Die bei Kaufland gesuchten und bei ALDI nicht im Sortiment befindlichen Zündhölzer endlich bei MäcGeiz unter diversen Häkeldecken gefunden.

[16:01] Man ist verloren (1): Wenn man bei Kaufland etwas sucht, was man nicht alltäglich kauft. Oder: Wo sind die beknackten Zündhölzer?

[15:45 Auf dem Weg vom Bürgeramt zu Kaufland habe ich mich in dieser Scheiß-Mall selbstverständlich verlaufen.

[15:43] Selbst eine halbleere Mall ist für einen Misanthropen eine Zumutung. Doch mußte ich, um zum Bürgeramt zu gelangen, ins P.C. fahren - für Leipziger der Code für das Paunsdorf-Center. Da ich mir online einen Termin gemacht hatte, wurde ich pünktlich um 13.10 Uhr aufgerufen und konnte stolzerhobenen Hauptes an den 20 grimmig blickenden wartenden Bürgern vorbeidefilieren.

[15:48] Nach mehreren Jahren, in denen ich Tee nur mittels Teebeutel trank, kaufte ich soeben 'ne neue Kanne, samt Stövchen und drölfzig Teelichter. Bin nun quasi wieder konform mit meinem Twitter-Profil, das mich u.a. als Teetrinker ausgibt, der man ja nur ist, wenn man losen Tee verwendet.

[15:35] Na prima, das für den neuen Personalausweis mitgebrachte Paßfoto kriegt man sogar wieder zurück. Welch ein Aufwand!

[11:34] "Ein Leser durchlebt tausend Leben, ehe er stirbt. Der Mann, der nie liest, lebt nur sein eigenes." (Jojen Reet)

[11:31] Retweet: Der Frisör lässt die Münze entscheiden: Zopf oder kahl.

[11:27] Retweet: Wenn Katzen einen Tick intelligenter wären, würden sie uns wegen der Bildrechte verklagen, und die Weltwirtschaft würde kollabieren.

[11:26] Retweet: Tage, an denen du dich irgendwie unkalibriert fühlst.

[11:25] Retweet: "Bitte verzichten Sie während des Gesprächs auf altertümliche Sprache." "Das ficht mich nicht an, holde Maid." "Wir melden uns."

[11:23] "Andere mögen sich der Bücher rühmen, die sie geschrieben haben, mein Ruhm sind die Bücher, die ich gelesen habe." (Jorge Luis Borges)

[11:22] "Ignorante Menschen schätzen sich eher als brillant ein, während wirklich intelligente Menschen sich selbst häufig unterschätzen."

[11:19] Infolge des gestrigen Erlebnisses habe ich seit sehr, sehr langer Zeit eine Plauderei zusammengezimmert. Von wann der letzte Eintrag - Das klassische Lesegehirn stammt - kann ich nicht mehr rekonstruieren.

Montag, 5. Oktober 2015

[11:49] Die Stadtbibliothek betrat ich seit deren Renovierung zum ersten Mal. Mein Benutzerausweis war nach nur zwei Jahren natürlich ungültig und mußte durch einen Neuantrag reaktiviert werden. Glücklicherweise sah die Angestellte nicht, daß mein Reisepaß abgelaufen ist. Als Wohnortnachweis wurde die letzte Gehaltsabrechnung anerkannt. Ich gestehe, ich bin vorhin in den umgestalteten Räumen ziemlich herumgeirrt, weil sich die Gepflogenheiten grundlegend geändert haben. Die Jahresgebühr galt es an einem Automaten zu bezahlen; die Bücherausleihe erledigt man selbst, indem man Bibliotheksausweis und Bücher über einen Scanner zieht. Alles sehr einfach und komfortabel und nur eben beim ersten Mal gewöhnungsbedürftig. Leider hatte ich Trottel nur einen der zwei vorbereiteten Zettel mitgenommen, auf denen ich Bücherwünsche notiert hatte. So konnte ich gerade ein Buch, auf welches ich äußerst scharf war, nicht mitnehmen, weil's mir auf die Schnelle nicht einfiel. Aber immerhin... Ich habe nun 5 ausgeliehene Bücher hier liegen und hoffe, daß es mir gelingt, meine Leseblockade zu durchbrechen, die mich seit Oktober 2013, seit dem Tod meiner Mutter, heimsucht und lahmlegt.

[11:30] Beim anschließenden Einkauf bei Lidl im Petersbogen sah ich Glühwein im Regal. Ich selbst schwitzte vor Aufregung an einem Vormittag nach 5 geleisteten Nachtschichten, an dem ich Aufgaben erledigen wollte. Die Sonne hat noch einigen Wumms, so daß ich die Strickjacke ausziehen und den Glühwein noch im Geschäft lassen konnte.

[11:25] Paßbilder sind gemacht. Das war wirklich eine einfache Sache von 5 Minuten. Fotohaus Klinger in der Schloßgasse (direkt neben dem Petersbogen) hats gemacht und gut gemacht und erhält eine Empfehlung. Morgen Nachmittag gehts dann zum Bürgeramt im Paunsdorf-Center, um einen Personalausweis zu beantragen. Einen Termin habe ich per Onlineformular ausgemacht, so daß sich die Warterei in Grenzen halten sollte.

[8:45] Am Anfang stand die Absicht, wieder Bücher aus der Stadtbibliothek zu entleihen. Seit schätzungsweise zwei oder drei Jahren war ich nicht dort, so daß es möglich ist, daß ich einen neuen Benutzerausweis bräuchte, für den wiederum ich ein Wohnungsnachweis bräuchte, den ich allerdings nicht liefern kann, weil ich seit der Wende keinen Personalausweis habe, sondern einen Reisepaß. Und dieser ist seit Januar abgelaufen, so daß mir die Bibliothek im Falle des Falles so gar nichts glauben würde. Kurzum, ich brauche einen Personalausweis. Und für diesen zunächst einmal Paßbilder. Verzwickte Sache. Aber man bemerke immerhin, daß meinem Bestreben nach Paßfotos und einem Ausweis der Grund zugrunde liegt, endlich mal wieder etwas zu lesen!

Sonntag, 4. Oktober 2015

[21:12] "... gab es eine Ausstellung abstrakter menschlicher Figuren." "Das sind sie sicher nicht weiter aufgefallen!" (Father Brown S03E13)

[20:12] Online einen Termin für Antrag auf einen Personalausweis ausgemacht. Zuvor müssen noch Paßbilder gemacht werden. Das alles morgen und übermorgen. Mal sehen, ob ich das hinbekomme... Paßbilder zirka 10.- bei einem Fotografen in der Leipziger Innenstadt, PA kostet 28,80 Euro.

[17:40] Retweet: Im Oktober allen einen guten Rutsch wünschen, weil man sich 30 Bücher auf den Reader gepackt hat und erst 2016 wieder kommunizieren kann.

[17:34] Retweet: Wenn ich schlafe, habe ich am meisten Charisma.

[17:33] Retweet: Früher war mehr gefüllte Paprika ...

[17:28] Ich sitze immer noch bedröppelt und bockig mit defektem neuen PC zuhause. Der Schorf auf der Wunde juckt.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

[19:37] Jetzt kann ich sowieso nichts tun, weil ich zu Nachtdienst 2/5 muß. Erst mal Ruhe gewinnen. Ich lasse die Sache liegen und grübele noch ein bißchen. Morgen früh dann noch ein Versuch, DHL zu erreichen. Vorhin hang ich 15 Minuten in der Warteschleife und habe zu weiteren Aktionen keinen Nerv mehr.

[19:35] Was also tun? Welche Möglichkeiten bleiben mir? Ich spüre keine Kraft und keine Fähigkeit, mich mit der Post oder einer Computerfirma in Hannover auseinanderzusetzen. Das übersteigt mein Vermögen. Ich sehe zunächst den Weg, den defekten PC zu einer lokalen Reparaturwerkstatt zu schleppen. Das Knistern beim Einstecken des Netzkabels deutet darauf hin, daß möglicherweise noch nicht einmal das Netzteil betroffen ist, sondern lediglich der Netzschalter selbst. Wenn die Reparaturkosten moderat bleiben, ziehe ich daraus die Konsequenz, in Zukunft solche Internetbestellungen bleiben zu lassen und meine Nerven zu schonen. Dann doch etwas teurer lokal kaufen und im Bedarfsfall den Service vor Ort beanspruchen.

[19:05] Das war's! Ich gebe auf. Ich kann nicht mehr. Das Paket mit dem reklamierten PC kam so zurück, wie ich es losschickte. Laut DHL eine fehlgeleitete, an den Sender zurückgeschickte Sendung. Die Adresse stimmt aber. Ich verstehe das alles nicht mehr. Genau so geht es mir immer. Jetzt weiß ich nicht mehr weiter und mache die Schotten dicht.

[9:03] Es ist der 1. Oktober. Beim Bäcker gibt es seit der 1. Septemberwoche Reformationsbrötchen. Reformation ist am 31. Oktober. Ich weiß auch nicht.

[8:59] "Das mit dem FBI kriege ich hin; aber die Leute vom Touristenbüro... Die sind einfach fies!" (Unforgettable S03E08)

[8:53] Wenn ich doch nur einmal die Fresse halten könnte. Stattdessen fühle ich mich immer bemüßigt, Dingens zu posten, Bilder, Sprüche, kreuz und quer an Whatsapp-Gruppen, als Tweets usw. So kommt nie Ruhe hinein, so bin ich immer wieder gehalten, zu reagieren, so geht es eben weiter. Aber ich möchte eine Pause, ein Innehalten, ein Verschnaufen. Die Internetsucht wird von Wissenschaftlern erkannt, von den Behörden (z.B. Krankenkassen) aber noch nicht anerkannt.

Mittwoch, 30. September 2015

[13:01] 4 x 200 g Camembert für 1 Euro. Ich liebe meinen Supersondernladen.

[13:00] Für mich ist heute ja Montag, d.h. 5 Nachtdienste liegen vor mir. Die Stimmung kann nicht kippen, da sie sich traditionell unten befindet.

[12:31] Slapsticknummer mit bekifftem Ausländer in der Straßenbahn, der eine Schublade mit Krimskrams balancierte, von der andauernd etwas zu Boden fiel.

Dienstag, 29. September 2015

[19:19] "Nicht jeder Phantast ist gleich ein Mörder. Sonst wären die Gefängnisse überfüllt." (Father Brown S03E12)

[17:55] Das Leben kann so herpes sein.

[17:45] Die überraschendeste Alltagswendung für viele: daß sie im Supermarkt an der Kasse auch bezahlen müssen. Anders ist das Gefummele nach der Geldbörse nicht zu erklären.

[17:33] Als zweites das Elav Grunge IPA. Mein erstes italienisches IPA. Eine Schaumkrone, die ihresgleichen sucht.

[17:11] Die Spanne von 8 Wochen zwischen 2 Friseurbesuchen ist zu lang. Inzwischen wurde der Preis auf 7.- Euro erhöht.

[16:58] Was ich vermisse, was zu jedem DDR-Imbißladen gehörte, der etwas auf sich hielt: Schaschlyks!

[16:50] Seit längerer Zeit wieder einmal 2 IPA's, zunächst das Samuel Adams Latitude 48 IPA. Ich kaufte sie im Feinkostgetränkeladen in der Härtelstraße 23.

[12:46] Ich hätte gern ein barrierefreies Leben. Wäre das möglich?

[12:35] Retweet: Geld allein macht nicht glücklich - man muss schon Bücher davon kaufen.

[12:34] Retweet: Maultaschen werden mit dem gefüllt, was beim Umdrehen aus der Tastatur fällt.

[12:33] Wenn der Standardbrief bald 70 ct kostet, wird das mit der Renaissance der Briefkultur ja noch schwieriger!

[0:16] "Für deine geistige Gesundheit mußt du manchmal etwas egoistisch sein." (Warehouse S05E06)

Montag, 28. September 2015

[22:17] Nachher kommt noch raus, daß bei Facebook zuviele Abgase...

[22:11] Offenbar entwickle ich gegen das Leben eine Allergie.

[20:35] Retweet: Das schlimmste an Vergesslichkeit ist Dings.

[20:23] Retweet: Cremespinat sollte nur in Kombination mit Wand- & Deckenfarbe verkauft werden.

[20:23] Retweet: Ich habe japanische Angst vor schlechten Wortspielen.

[20:27] Retweet: Wie ich mich mit Star Trek auskenne, das geht auf keine Q-Haut.

[20:26] Retweet: Die existenzielle Frage ans Leben ist ganz einfach: Hä?

[20:25] Retweet: Situation auf dem Mars: "Alle interessieren sich nur noch für den Blutmond, wir sollten was tun." "Dreht den Wasserhahn auf." "Ok."

[20:24] Retweet: "Wieso steht euer IKEA-Sessel im Hausflur?" "Schlimmer Fall von Björn-out."

[20:23] Es ist furchtbar, inmitten dieser wahnsinnigen Menschen zu leben und ohnmächtig dem Bankrott der Zivilisation beizuwohnen. (Romain Rolland)

[20:22] Die Hainspitze ist zumindest für Leipziger nichts Öbzönes.

[20:00] Habe auf 'ner Webseite was über Internetsucht gelesen und das dann auf mehreren sozialen Netzwerken gepostet.

[19:48] Wasser auf dem Mars? Nächstens behauptet noch einer, es gäbe intelligentes Leben auf der Erde!

[19:29] Nachmittags geschlafen, vorhin Paket gepackt, eben zur Post gebracht, wo ich Portokosten von 15.- Euro zu blechen hatte. Neben dem Stolz, das alles geschafft zu habe, die Wut über die Sache an sich und die 15.- Euro, bei denen sich erst zeigen muß, ob sie mir rückerstattet werden. Und fragt sich, wieviel Aufwand das sein wird und ob sich das dann lohnt.

[10:40] Surrealismus in der Krankenpflege erlebt man mit Patienten, die einen Gehirntumor haben. Für uns lustig, für sie tragisch.

[9:23] Wachgerüttelt durch die Sorgen mit der Technik könnte ich mit diesem Schwung doch eigentlich gleich mal meine Wohnung sauber machen.

[9:04] Als ich vorhin im Supermarkt meine Geldbörse zücken wollte, war sie nicht an ihrem Platz. Bei diesem Szenario wird man sehr, sehr schnell sehr, sehr wach. Gestohlen? Verloren? Auf der Rückfahrt nach Hause durchliefen mich die psychischen Wehen der Überlegungen, welche Mühen auf einen zukommen, wenn man sich ein neues Jobticket, eine neue Bankkarte und eine neue Versicherungskarte verschaffen müßte. Diese Rennerei! Diese Nerven! Zuhause angekommen, lag das Portemonaie auf dem Tisch. Denkbar große Erleichterung. Neben den Querelen mit dem defekten PC sogar eine sehr große Entlastung, verbunden mit dem Gedanken, sich dafür, daß man vor diesen Mühen verschont wurde, irgendwie zu belohnen. Mal sehen, was mir da einfällt. Ein erster Schritt wäre eine weitere externe Festplatte. Ich hatte bereits eine, die allerdings, als ich auf das Kabel trat, kaputt ging (USB-Slot vom Chassis abgerissen) und ich bis jetzt nicht an die auf ihr befindlichen Daten herankomme, weil ich niemanden kenne, der hardwaremäßig fähig wäre, mir das wieder zusammenzulöten. Seitdem leide ich unter chronischer Speicherknappheit und könnte diese doch nun bei dem erreichten Befreiuungsgefühl beheben, indem ich mir eine 2-TB-Platte oder so zulege.

[8:47] Und während die Festplatten rödeln, gucke ich den Münchener Tatort "Die letzte Wiesn" von letzter Woche. Bei einem - nach 5 absolvierten Nachtdiensten (heute/morgen Frei) - verdienten Feiermorgenbier!

[8:45] Ein heikler Punkt war, daß ich auf die Festplatte des neuen PC alle meine sensiblen Daten übertragen hatte und leider (noch) keine Sicherung hatte. Ich hatte Windows 10 am Vortag gerade erst eingerichtet. Wer rechnet denn damit, daß der Computer beim zweiten Einschalten schon versagt. Nun wollte ich ihn zwecks Reklamation zurücksenden. Aber mit diesen Daten? Kriege ich sie zurück, guckt sich da einer einen Ast ab - immerhin sind alle persönlichen Informationen, Paßwörter, Adressen, die digitalisierte Musik usw. drauf. Und was, wenn die den PC einfach ausgetauscht hätten und ich ein neues System, aber ohne meine Daten zurückbekommen hätte. Man merkt, Skrupel sind meine zweite Natur. Aber ich springe über meinen Schatten, habe die Festplatte aus dem neuen PC ausgeschraubt, erfolgreich als Laufwerk an den alten geklemmt und übertrage nun die Daten zurück auf die externe Festplatte meines Bruders und werden den PC dann morgen auf die Post bringen, damit er zurück nach Hannover zu CSL geht. Das ist alles sehr aufregend.

Sonntag, 27. September 2015

[8:36] Ich soll die Rücksendung des reklamierten PC frankieren. Muß ich das eigentlich? Ich meine, ich kann doch nichts dafür, daß das Gerät defekt geliefert wurde. Warum soll ICH dann die Versandkosten tragen?

Samstag, 26. September 2015

[17:30] Was in Leipzig gerade passiert, bekomme ich so auch kaum mit und bin gespannt, ob ich nachher zu meiner Arbeitssstelle durchkommen werde. Laut LVZ-Ticker, der mich dank Twitter erreicht, geht es in der Innenstadt bei den Demonstrationen heftig hin und her. Die Frage ist also, ob ich nachher die Straßenbahn nutzen kann und wie lange es dauern wird, bis ich Grünau und meine Klinik erreiche.

[17:27] Im Gegensatz zu den Monaten zuvor schlief ich an den vergangenen beiden Tagen nach dem Nachtdienst sofort ein und fast 9 Stunden lang hintereinander. Mir ging es zuletzt übel. Vor allem quälten mich Anfälle von Tachykardie, die sicherlich auf das Schlafdefizit zurückzuführen ist, welche mit Übermüdung und Erschöpfungszuständen einhergeht. Insofern war der prächtige Schlaf gestern und heute wohltuend. Ironischerweise traf mich die Sache mit dem offensichtlich defekten neue PC unmittelbar nach dem Aufstehen vorhin wie ein Schlag. Mein Frust, mein Ärger und die Ratlosigkeit kommen, weil ich insgesamt sehr müde und gar nicht Herr meiner Sinne bin, nur gedämpft an mich heran. Ich bin wie in Luftschutzfolie eingepackt - ein deutliches depressives Merkmal und in diesem Fall möglicherweise sogar ein schützendes Moment; sonst würde ich eventuell komplett durchdrehen.

[17:02] Gestern nahm ich den neuen Computer in Erstbetrieb, d.h. schaltet ihn ein, konfigurierte Window 10 zuende, installierte Programme, übertrug die zuvor vom alten PC gesicherten Daten auf die neue Festplatte. So weit, so gut. Als ich den PC vorhin einschalten wollte, gab es am eim kurzes Knistern, vermutlich am Netzteil. Und tot ist tot. Auch mit anderem Netzkabel kein Lebenszeichen mehr. Nun bin ich entsprechend gefrustet. Irgendwie muß ich es schaffen, den Rechner wieder einzupacken und zurückzusenden. Leute, die mich kennen und so auch meine praktische Unfähigkeit in solchen Belangen, wissen, welcher Horror das für mich ist. Ich hoffe auf Beistand durch meinen Bruder. Unglücklicherweise habe ich die gesicherte Daten von der Zwischenlagerung auf einer externen Festplatte meines Bruder nicht kopiert, sondern komplett verschoben, was bedeutet, daß ich sie schlimmstenfalls nicht wiedersehe, insofern die Rücksendung nicht klappt oder ich sie in meiner Verzweiflung gar nicht erst wage, sondern alle Schotten hinter mir abbreche. Was ist das für eine verfluchte Scheiße!

Donnerstag, 24. September 2015

[18:31] Dank eines sehr schwerhörigen, offensichtlich aber fernsehfreudigen Patienten, konnte sich Grünau Lausen in den letzten Tagen über eine mangelhafte akustische Grundversorgung nicht beklagen.

[18:26] Es gibt auch eine Anleitung "Einfacher leben in 60 Minuten". Das schaffe ich doch noch, bevor ich zu Nachtdienst 2/5 starten muß!

[18:22] Ein neues Bibliomanikum entdeckt: Buchmarkt in 60 Minuten von Jürgen Christen. Dieses im Thiele Verlag publizierte Büchlein ist augenscheinlich Teil der Serie "Die Welt in 60 Minuten".

[18:14] Außer lernte ich in der heutigen Sendung "Forschung aktuell" im Deutschlandfunk, daß man daran arbeite, Viren gezielt zur Abtötung von Bakterien einzusetzen, so genannte Bakteriophagen. Das könnte - neben den wegen der zunehmenden Multiresistenzen problematischen Antibiotika - ein zweites Standbein im Kampf gegen Infektionen sein.

[18:12] Kaffee, so zeigte eine neue, breit angelegte Studie, verursacht keine Herzrhythmusstörungen.

Mittwoch, 23. September 2015

[12:39] Hanns Heinz Ewers kannte ich bis eben, als ich über den in der Anderen Bibliothek erschienenen Erzählband Lustmord einer Schildkröte. Und weitere Erzählungen im Büchermarkt hörte, nicht. Probehalber habe ich mir einige der dankenswerterweise im PG verfügbaren Werke aufs Tablet geladen.

[10:11] Hoffentlich schwappt Lewandowski nicht auf die Pflege über: 5 Patienten in 9 Minuten waschen.

[10:01] Band 4 der Milleniumsreihe von Stieg Larsson, geschrieben durch David Lagercrantz, ist in einem Beitrag als "literarisches Karaoke" bezeichnet worden.

Dienstag, 22. September 2015

[17:55] "Ich liebe es, einen Grund zu haben, gleich morgens schon ein Bier zu trinken." (True Detective S01E07)

[17:36] "Das Leben ist kaum lang genug, um in einer Sache gut genug zu werden." (True Detective S01E07)

[16:58] "Einen Großteil der letzten 10 Jahre war ich breit oder zugedröhnt, funktionstüchtig, aber sternhagelvoll." (True Detective S01E07)

[16:44] "Menschen, die Ratschläge erteilen, meinen meistens sich selbst." (True Detective S01E06)

[0:32] "Sie schworen einen Eid auf das Zölibat. In jeder Nacht ein leeres Bett." (Father Brown S03E10)

Montag, 21. September 2015

[21:46] Retweet: Ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich mir nur noch erreichbare Ziele setze. Das Sofa zum Beispiel.

[21:44] Retweet: Man darf seinen Mitmenschen NIEMALS sagen, dass sie dick und fett aussehen. Weil Elefanten bekanntlich nichts vergessen...

[21:42] Retweet: Viele Kinderwagen sind ja heutzutage eher Shopping-Karossen mit praktischen Einsteckfächlein fürs zusammenklappbare Baby.

[21:39] Retweet: Immer wenn ein Mann ein Karohemd anzieht, fehlt in der Alphütte eine Küchengardine.

[21:15] Du fühlst dich alt, wenn eine Patientin Whorf heißt und bei den Kolleginnen so gar nichts in Wallung gerät.

[6:55] "Wir wünschen unseren Fahrgästen ein frohes Fest und besinnliche Feiertage." Die Straßenbahnansage gerade ist schon etwas seltsam.

Freitag, 18. September 2015

[7:47] Retweet: Beim derzeitigen Verhalten unserer Politiker wäre es kein Wunder, wenn demnächst ein riesiger Monty Python Fuß auf Europa herabtreten würde.

[7:46] Retweet: Erstaunlich, wie wenig Leute übrig bleiben, wenn man niemandem hinterher rennt.

[7:45] Retweet: Bevor du ihn heiratest, gib ihm eine Woche langsames Internet, dann lernst du sein wahres Ich kennen.

Donnerstag, 17. September 2015

[19:47] Gleich geht's zu Nachtdienst 2/5. Alle Daten sind bezüglich des PC-Wechsels gesichert. Im Prinzip könnte ich morgen Früh nach Dienstschluß den neuen Computer mal probeweise hochfahren, um Windows 10 einzurichten und das eine oder andere Programm zu installieren. Vermutlich werde ich aber der Tradition treu bleiben und lieber 2 Folgen meiner Serien angucken, als mich diesem Aufmerksamkeitsstreß nach einer Nachtwache auszusetzen.

[8:13] Nach Nachtdienst 1/5. Weiterer Datentransfer auf eine externe Festplatte zur Sicherung läuft, damit ich möglichst bald den neuen PC hochfahren kann, Windows 10, all die Programme, die ich nutze, installieren und die Daten auf die neue, 1 TB große Festplatte kopieren kann. Am heikelsten ist die Frage, welche der Hilfprogramme, die ich seit Äonen verwende, unter Windows 10 möglicherweise nicht mehr laufen. Beispielsweise verwende ich seit 1996 einen HTML-Editor namens HTMLPad V2.3 oder einen Texteditor, TextPad 4.0, ebenfalls aus den 90ern. Es ist schon erstaunlich, wieviel GB an Daten man angesammelt hat. Meine erste Festplatte damals 1992 war nur 120 MB groß, wobei Windows 3.1 IIRC lediglich 17 MB Platz einforderte.

Mittwoch, 16. September 2015

[18:40] Der erst Montag Nacht bestellte neue PC wurde heute Mittag geliefert. Da für mich heute eine neue Arbeitswoche beginnt, verschiebe ich die Inbetriebnahme auf Montag. Vorinstalliert sei Windows 10. Bis dahin gilt es, Daten zu sichern. Glücklicherweise habe ich eine externe 1-TB-Platte von meinem Bruder da, die mir zu diesem Behufe ausreichend erscheint. Jedenfalls rödeln seit vorhin - nach der Aufregung der Anlieferung des Paktes mußte ich vorm ersten Nachtdienst zunächst einen Mittagsschlaf einschieben - die Festplatten. Weil ich Hunderte von mp3's an Buchbesprechungen gesammelt habe, hinzu kommt meine komplett digitaliserte Musiksammlung, wird der Transfer einige Tage dauern. Während der Arbeitstage habe ich wenig zusammenhängende Zeit. Ob alle meine, teils uralten Hilfsprogramme noch unter Windows laufen werden? Andernfalls müßte ich Alternativen suchen und Zeit investieren, mit ihnen arbeiten zu lernen. Solch ein PC-Wechsel ist jedesmal aufregend. Der letzte liegt 7 Jahren zurück (die Spannen wurden mit jedem Computerkauf länger), so daß die Vorgehensweise der Inbetriebnahme eines neues Systems ein wenig verblaßt ist.

[18:27] Retweet: Die Sendung im WDR heißt 'Menschen hautnah'. Da wird einem ja schon beim Titel schlecht.

[18:25] Retweet: Und die ewige Frage: Gehöre ich zur Versuchsgruppe oder zur Kontrollgruppe?

[18:07] Retweet: Man darf übrigens auch Bücher lesen, die nicht auf irgendeiner Shortlist stehen oder ausgezeichnet werden. Es ist ganz einfach!

[18:06] Retweet: Menschen, die Leerzeichen zwischen Wörter und Satzzeichen legen, damit der Satz besser atmen kann. Es zieht!

[18:05] Retweet: Ich habe mir 'ne Dachbox fürs Auto gegönnt. Das Teil ist saugut. Die Kinder hört man kaum noch.

[18:04] Retweet: In jeder Buchhandlung hoffe ich auf den schönen Metzgerinnensatz "Darf's auch ein bisschen mehr sein?"

[18:03] Retweet: Dieses dramatisch nervenzerreissend spannende James-Bond-Bombenentschärfungsgefühl, wenn dein Telefonakku auf 2% ist.

[10:29] Jetzt, da Frauen so mächtig sind wie nie zuvor, ist das Schönheitsideal so unerbittlich wie nie zuvor. Jede Frau, die ich kenne, kann aus dem Stand eine Mängelliste über sich selbst erstellen. Sie blickt auf ihre eigene Erscheinung wie ein pedantischer Hausmeister auf ein Mietobjekt. (Elisabeth Raether: Über die Gier nach Bier)

[9:55] "Wenn schon Menschen, dann nicht Männer." (Wolf Haas: Wie die Tiere)

[9:27] Retweet: "Weisst Du, was ein französisches, längliches, glasiertes und gefülltes Gebäck aus Brandmasse ist?" "Nein, Éclair mal."

[9:26] Retweet: Früher sagten Bibliothekare "Psst", heute übernehmen das Jugendliche untereinander: "Alter, das ist hier Bibliothek, halt die Klappe".

[9:25] Retweet: Wenn Sie einen Schwaben zum weinen bringen wollen - sagen Sie zu ihm "Das hättest Du Dir sparen können!!"

[9:24] "Das Buch ist eine der Möglichkeiten des Glücks, die die Menschen haben." (Jorge Luis Borges)

[9:23] "Ich bemühe mich, die Stellen wegzulassen, die die Leser überspringen." (Elmore Leonard)

[9:22] Retweet: Ein Safeword für Familientreffen.

[9:13] Wichtiger Artikel über die Sprache, die in der Flüchtlingproblematik verwendet wird.