Bücherlei Miszellen (31) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch
Dienstag, 13. September 2016
[22:23]
Ich habe die Beobachtung gemacht, dass viele Trinker
einen großen Gedanken haben, den sie Tag für Tag
saufend zum Schweigen zu bringen versuchen, während
er doch mit jedem Glas nur immer größer wird, bis
er den Schädel ganz ausfüllt und durch die einzige
dafür geeignete Öffnung, den Mund, entweichen muss.
Und weil der Gedanke auch dann noch weiterwächst,
hält der Strom des Entweichens an, solange der
Trunkenbold etwas zu trinken hat und sich auf den
Beinen halten kann. (Alex Capus: Das Leben ist gut)
[22:22]
Wem will einer wie du Lektionen erteilen – mir vielleicht? Oder Miguel? Ein kleiner, engherziger Korinthenkacker, ein verklemmter Hochtonfurzer wie du?
(Alex Capus: Das Leben ist gut)
[19:20]
Nachdem ich heute Morgen in den Bibliomanen Plaudereien meinen ramponierten Kindle zur Sprache gebracht habe, kommt es zu einem zweiten Eintrag an ein- und demselben Tag, eine Rarität, die ich der eben gemachten schlechte Erfahrung verdanke, in der Bibliothek zwei Bücher auzuleihen.
[16:44]
Alex Capus:
Eisenbahntoiletten //
Protestantische Kulturprägung //
Malermeister Durrer.
[16:40]
"Die Schriftstellerei ist auch so eine Sache. Mit ihr erreiche ich
nur jene, die sowieso denselben metaphysischen Code haben wie ich."
(Alex Capus: Das Leben ist gut)
[16:35]
Ich wundere mich, wie lange Toni und Tom trinken können, ohne zur Toilette zu gehen. Als geübte Biertrinker zögern sie den unvermeidlichen Gang so lang als möglich hinaus, weil sie wissen, dass sie ihn, wenn sie ihn einmal unter die Füße genommen haben, alle zehn Minuten gehen werden. Don’t open your pipes, wie der schottische Volksmund sagt.
(Alex Capus: Das Leben ist gut)
[8:30]
Robert Menasse
hält den Terminus Wahlwiederholung in Österreich für falsch, denn
inzwischen sind mehr damals Wahlberechtigte gestorben und durch
Heranwachsen mehr Menschen inzwischen wahlberechtigt geworden,
als der Unterschied zahlenmäßig damals zwischen den beiden Kontrahenten
ausmachte. Und die jetzt eigentlich Wahlberechtigten dürfen bei der
so genannten Wahlwiederholung ihre Stimme nicht abgeben. Das sei skandalös,
so der österreichische Schriftsteller im Deutschlandfunk.
[8:00]
Das Schöne, glaube ich, entsteht nicht aus Notwendigkeit, sondern ihr zum Trotz.
(Alex Capus: Das Leben ist gut)
[7:55]
Das waren die zwanziger Jahre, wie gesagt, die Zeit zwischen
dem Großen Krieg und der Großen Krise; die Zeit, da erstmals
der Glaube um die Welt ging, dass jedermann sich nur komplett
aussichtslos verschulden müsse, um unfehlbar Millionär zu werden.
(Alex Capus: Das Leben ist gut)
[7:42]
Retweet: "Wie viele Teppiche verkaufen Sie denn im Monat?" -"Keine Ahnung." "Führen Sie kein Buch?" -"Nein, wir führen Teppiche."
[7:41]
Retweet: Ich habe übrigens keine Wampe. Das ist ein kontrolliert biologischer Anbau...
[7:40]
Retweet: Und das Leben so "Nimm das! Und das! Und das hier! Nein, halt, gib das wieder her."
[7:27]
Retweet: Hier liege ich, wie Gott mich schuf. Nur dicker.
[7:26]
Retweet: "Kann bitte jemand nochmal das Merkblatt herumreichen, was man lustig finden darf?"
[7:20]
Tina ist ein ideal gesinnter Mensch, deswegen erträgt sie die fallweise Unzulänglichkeit alles Irdischen nur schwer.
(Alex Capus: Das Leben ist gut)
[7:11]
Freier Tag 2/3. 39 Wochen ohne Alkohol.
Lektürestatus: gestern 69 Seiten.
Weiter mit
"Das Leben ist gut"
von
Alex Capus.
Montag, 12. September 2016
[18:44]
...eines der ältesten Bauwerke im Bahnhofsviertel, ein
Zeugnis längst vergangener Zeiten, da die Menschen ihre
Plattenspieler noch von Hand aufzogen und jung an
Blinddarm starben. (Alex Capus: Das Leben ist gut)
[18:40]
Buch begonnen: "Das Leben ist gut" von Alex Capus.
[7:56]
Buch beendet:
"Die Erziehung des Mannes"
von
Michael Kumpfmüller,
Kiepenheuer & Witsch, 317 Seiten.
[7:54]
Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 272.
Lektürestatus: gestern 143 Seiten.
Sonntag, 11. September 2016
[19:11]
Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 271.
Lektürestatus: gestern 90 Seiten.
Weiter mit
"Die Erziehung des Mannes"
von
Michael Kumpfmüller.
Samstag, 10. September 2016
[13:36]
Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 270.
Lektürestatus: gestern 84 Seiten.
Weiter mit "Die Erziehung des Mannes" von Michael Kumpfmüller.
Freitag, 9. September 2016
[15:40]
Buch begonnen: "Die Erziehung des Mannes" von Michael Kumpfmüller.
[12:59]
Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 269.
Lektürestatus: gestern 59 Seiten.
Donnerstag, 8. September 2016
[20:16]
Auf geht's in Arbeitswoche 6/13 zum Nachtdienst 1/4. Wie
mitgeteilt, ab sofort nur noch vier Dienste am Stück statt
fünf. Eine Planstelle von 0,8 mit entsprechender Gehaltseinbuße,
die es mir aber wert sein sollte. Wieviel Einkommensdefizit
der gewonnene zusätzliche freie Wochentag ausmacht, berichte
ich, sobald es aussagekräftige Daten gibt (in zirka 4 Monaten,
wenn sich die überschneidenden Zuschläge egalisiert haben.
Vorerst heißt es: weniger arbeiten und genießen!
[17:22]
Erjagt: 4 x 100 g Bio-Ziegencamembert für zusammen 2.- Euro.
Ich liebe meinen Supersonderladen
in der freilich nicht ganz ungefährlichen Ecke der Eisenbahnstr.,
wo gestern beinahe wieder eine Massenschlägerei stattfand und,
bevor die Bahn kam und ich wegfuhr, ein wüstes Herumgeschubse
zu verfolgen war zwischen vielleicht 20 Ausländern, darunter
ziemlich hysterische Frauen und auch ein heulender Junge,
wohl Zentralfigur des uns unverständlichen Disputs.
[16:40]
Jemand eine Hand frei? Man müßte einmal die Schauspieler
aufzählen, die meinten, sich partout auch schriftstellerisch
betätigen zu müssen. Nun also auch
Matthias Brandt
mit dem Geschichtenband
Raumpatrouille.
Bei seinem Kollegen Joachim Meyerhoff ("Ach, diese Lücke, diese
entsetzliche Lücke") hat es zugestandenermaßen außerordentlich gut
geklappt und es wäre bedauernswert, hätte er den Schritt nicht
getan.
[15:11]
Büchlein begonnen und beendet:
"Der Griesgram"
von
Andre Gide,
Matthes & Seitz, 59 Seiten. Diese kurze Erzählung wurde
erst 1993 wiederentdeckt und in Frankreich veröffentlicht, hierzulande
im letzten Jahr.
[14:40]
Daß allein jene des Glücks fähig sind, die der Liebe unfähig sein, das ist in der Tat die große Schande dieser Erde. (Andre Gide: Der Griesgram)
[14:22]
Was ich am besten an "meinen Nächsten" verstehe, ist ihre Anstrengung, sich von mir zu entfernen. (Andre Gide: Der Griesgram)
[14:04]
Retweet: "Was ist Deiner Meinung nach das raffinierteste Sexspielzeug?" "Sprache."
[13:53]
Die LVZ verwechselt
Möckern mit Mockau.
[13:28]
Retweet: Wenn ich noch mehr Kaffee trinke, heißt meine Blutgruppe bald Arabica.
[13:27]
Retweet: Dont't drink and drive. Just sauf und lauf!
[13:26]
Retweet: Und morgens vorm Spiegel die Frage: Restaurieren oder unter Denkmalschutz stellen?
[13:17]
"Stehen ein Berliner, ein Hallenser und ein Leipziger auf'm Berg und diskutieren, wer seine Stadt mehr liebt. Der Berliner schreit "Das ist für Berlib!" und springt. Der Leiziger: "Das ist für Leipzig!" und schubst den Hallenser.
[13:11]
Wenn nur die anderen damit aufhörten, könnte ich anfangen glücklich zu sein. (Andre Gide: Der Griesgram)
[13:00]
Durch Keep Trek! auf den Star Trek Viz gestoßen.
[12:33]
Retweet: Ich bin "ARD und ZDF senden den ganzen Tag live von der IFA"-Jahre alt.
[12:32]
Retweet: "Ihre 3 besten Eigenschaften?" "Ich hasse alle, ich trage gern Sonnenbrillen, ich hasse alle." "Fantastisch,Sie haben den Job als Busfahrer".
[12:31]
Retweet: "Du solltest Dich gesünder ernähren, dann lebst Du länger!" "Du solltest keine Ratschläge erteilen, dann lebst Du länger!"
[12:30]
Retweet: "Wir haben mal als Vorgrippe bei den Ärzten gespielt."
[12:29]
Retweet: Ihr müsst doch endlich alle mal einsehen das man nicht verallgemeinert.
[12:28]
Retweet: Schon wieder ein Deutscher in den Alpen gestorben. Vielleicht würden Ekelbilder auf Wanderführern helfen?
[12:27]
Retweet: Wer kam eigentlich auf die Idee mit Snickers? Wenn es mal wieder länger dauert: Schnapp Dir ein Buch!
[12:26]
Retweet: Vor dem Büro wird die Straße aufgerissen. Jetzt muss ich wieder alle umarmen, um abschätzen zu können wie viele Kollegen in das Loch passen.
[12:25]
Retweet: Ich werde übrigens immer ganz feucht in der Badehose, wenn ich ins Schwimmbecken steige.
[12:24]
Retweet: Name: Sandra Vorname: "Verdammt!" Ich, jedes Mal wenn ich ein Formular ausfülle.
[12:23]
Retweet: Der syrische Nachbar kommt aus dem Keller und grüßt mit „Moin-Moin“. Diese Südländer sind halt recht gesprächig.
[12:22]
Retweet: 'Heilig gesprochen' *Mutter Teresa hat Facebook-Status aktualisiert*
[12:21]
Retweet: "Wie schwer sind Sie eigentlich?" "Mit Sofa oder ohne?"
[12:20]
Retweet: Solange der Kaffee nicht gefroren ist, ist er noch trinkbar. - alte Anästhesistenweisheit
[12:19]
Retweet: Ich sehe heute aus, als wäre ich, nachdem ich meinen Bleistift verloren habe, nackt auf einem grünen Fahrrad in eine Brombeertorte gekracht.
[12:18]
Retweet: Kann man Kollegen wieder auswildern?
[12:17]
Retweet: Ich irritiere nicht, ich verstöre auf professionellem Niveau.
[12:16]
Retweet: "Was fährst du für ein Auto?" "Daihatsu." "Gesundheit. Und, was nun für eins?" "DAIHATSU!" "Gesundheit. Man, dich hat's aber erwischt!"
[12:15]
Retweet: Wichtige Fähigkeiten im digitalen Zeitalter: -etwas nicht lesen -etwas nicht anklicken -etwas nicht anschauen -etwas ruhen lassen
[12:14]
Retweet: Ich brauche kein Pokemon Go. Wenn ich irgendwann mal Lust bekomme, Minimonster einzufangen, mache ich eine Ausbildung zur Kindergärtnerin.
[12:13]
Retweet: Wenn in Filmen Wohnungen gestürmt werden und die dann immer in jedem Zimmer "sauber" rufen. Da bekommt man schon ein schlechtes Gewissen.
[12:12]
Retweet: Leute, die beim Einkaufen vergessen, wo sie ihr Auto geparkt haben. Haha! Bwahaha! ... okay, ich warte einfach, bis alle anderen weg sind..
[12:11]
Retweet: Meine vorlaute Waage sagt, ich soll ein paar Pfund abnehmen. Ich sage dazu nix. Bin ja gut erzogen und mit vollem Mund spricht man nicht.
[3:33]
Ich habe durchaus Verständnis für Senioren. Aber nicht lange." (Jochen Malmsheimer)
[3:28]
Um in der Türkei jemanden zu beleidigen, muß man ihn nur als Armenier bezeichnen.
[2:57]
Die Menschen meiner Heimat haben ein gutes Gedächtnis, denn sie
erinnern sich mit dem Herzen. Ich aber hätte sie beinahe vergessen,
weil ich in den Ländern Westeuropas gelebt habe und noch lebe, in
denen das Herz nichts ist, der Kopf ein wenig und die Faust alles.
(Joseph Roth: Perlefter. Fragmente und Feuilletons aus dem Nachlaß)
[2:56]
Da ich nichts Sonderliches begehrte, erreichte ich alles im engen Kreis meiner Wünsche.
(Stefan Zweig: Phantastische Nacht, Erzählungen)
[2:40]
Buch beendet:
"Die erzählenden Schriften. Band 1" [Auswahl 4; Zweitlektüre] von
Arthur Schnitzler,
Fischer, 206 Seiten.
[2:38]
Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 268.
Lektürestatus: gestern 106 Seiten.
Mittwoch, 7. September 2016
[23:02]
Tochter beklagt sich mit der aufgefalteten Landkarte in der Hand: "Ich kriege die Welt nicht zusammen!" Ja, das geht uns momentan allen so.
[23:01]
Retweet: Je älter ich werde, desto klare erkenne ich, dass ich mind. noch ein Leben brauche, um alle Bücher zu lesen, die mich begeistern würden.
[10:21]
Die Juden hatten es schlecht beim Militär. Dennoch waren sie
gescheit. Wenn die Juden auch noch dumm wären, dachte Mendel, so
wären sie ganz verloren. Wenn die Juden aber dumm wären, dachte er
weiter, dann hätte man sie vielleicht gern! Gott gab den Juden
Verstand, damit man sie verfolgt. (Joseph Roth: Perlefter.
Fragmente und Feuilletons aus dem Nachlaß)
[10:20]
Frau Frida Sammet hätte Anlaß gehabt, mit ihm zufrieden zu
sein, wenn die Unzufriedenheit nicht ihr Wesen gewesen wäre.
(Joseph Roth: Perlefter. Fragmente und Feuilletons aus dem Nachlaß)
[10:19]
Er sah dick und milde aus, er besaß die sanfte Nachgiebigkeit
und herzliche Güte jener Menschen, deren Seelen wohlverpackt
und vor jedem Angriff behütet in gut ausgestatteten Körpern
liegen, wie in sorgfältig gepolsterten Etuis. (Joseph Roth:
Perlefter. Fragmente und Feuilletons aus dem Nachlaß)
[10:17]
Eine Kultur, die den Tod verleugnet, steht einem guten Tod im Weg.
Es wird sicher kein Klacks, unsere Ängste und falschen Vorstellungen
zu überwinden, doch sollten wir nicht vergessen, wie schnell andere
kulturelle Vorurteile - Rassismus, Sexismus, Homophobie - in
jüngster Vergangenheit ins Wanken geraten sind. Es ist höchste Zeit,
daß auch der Tod zu seinem Recht kommt. (Caitlin Doughty: Fragen Sie
Ihren Bestatter. Lektionen aus dem Krematorium)
[10:15]
Caitlin Doughty:
Der Tod als Motor //
Agressives Altern //
Energie aus Leichen //
Beileidsbeschleuniger //
Schauraum des Realen //
Leichenverbrennungen in Indien //
Das Dekubitalgeschwür.
[9:41]
"Es wird Ihnen auf dem Sterbebett nicht viel helfen, sich an das zu erinnern, was ich glaube." (Carl Gustav Jung)
[9:37]
"kosmischer Reisepaß" - gehört in einem
Beitrag
über den Rückgang der hinduistischen Vegetarier in Indien.
[9:20]
Im Labor-Grundkurs lernten wir, wo sich die Arterien und Venen
befanden, häufig schlicht dadurch, daß wir aufs Geratewohl zur Sache
gingen. "Oh!", platzte dann plötzlich jemand heraus, der einen
Oberschenkel an der falschen Stelle aufgeschlitzt hatte. "Die
Arteria femoralis ist hier ja gar nicht!" Da gab es nur eins:
Einfach weitersäbeln. (Caitlin Doughty: Fragen Sie Ihren Bestatter.
Lektionen aus dem Krematorium)
[9:08]
Eins der größten Bestattungsunternehmen in den USA hat seine
Filialen mit kleinen Toasteröfen ausgerüstet, um trauernde
Angehörige mit dem tröstlichen Duft frisch gebackener Plätzchen von
ihren trüben Schoko-Cookies auch tatsächlich alle olfaktorischen
Noten von Chemikalien und Verwesung übertünchen können. (Caitlin
Doughty: Fragen Sie Ihren Bestatter. Lektionen aus dem Krematorium)
[9:07]
Wenn Familien zu Westwind kamen, um eine Erd- oder Feuerbestattung
zu arrangieren, saßen sie vorn in unserem Beratungsraum und tranken
nervös Wasser aus Pappbechern, betrübt über die Umstände, die sie
hierher geführt hatten, und häufig noch betrübter darüber, daß es an
ihre Geldbörse ging. (Caitlin Doughty: Fragen Sie Ihren Bestatter.
Lektionen aus dem Krematorium)
[1:10]
... weil diese ständig wachsende Geronto-Armee uns an unsere eigene Sterblichkeit erinnert, schieben wir die Greise und Greisinnen in ein Schattendasein ab. (Caitlin Doughty: Fragen Sie Ihren Bestatter. Lektionen aus dem Krematorium)
[0:38]
Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 267. Lektürestatus:
gestern 100 Seiten. Weiter mit "Die erzählenden Schriften" [Bd. 1, A4]
von Arthur Schnitzler.
Dienstag, 6. September 2016
[23:38]
Laut Olaf Schubert
findet auf Pegidademonstrationen "das großes Muselmanengruseln" statt.
[18:27]
WICHTIGE NEUIGKEIT! - Ich habe endlich den ersten Schritt beim
Downsizing
gemacht. Ab dieser Woche arbeite ich nur noch 32
Wochenstunden und habe dadurch 3 freie Tage in der
Woche, werde also künftig donnerstag bis sonntags
arbeiten (zurzeit und erstmal weiterhin als Dauernachtdienst
in der stationären Krankenpflege) und montags bis
mittwochs frei haben. Ich bin sehr gespannt, wie mir
das bekommt und welchen Einfluß der zusätzliche freie
Wochentag auf mein Leseleben nimmt. Am heutigen Dienstag
ist also nicht wie sonst der zweite und letzte freie
Tag, sondern der zweite und mittlere. Künftig komme
ich montags früh um 7.30 Uhr aus dem vierten Nachtdienst
heraus und gehe donnerstags um 22 Uhr wieder in den
ersten hinein.
[16:45]
Vorhin ließ ich mir bei der Praxisschwester der
Hausärztin den Verlauf meines Gewichtes anzeigen,
weil ich sehen wollte, wie es in den Jahren vor
2016 lief und ob ich mich einigermaßpen korrekt
erinnere. Als Ausgangsgewicht für den Gewichtsverlust
seit Dezember 2015 gab ich 114 kg an. Etwas zu viel;
denn länger schon zeigen die Aufzeichnungen der Praxis
recht konstante 112,x kg. Vor sechs bis acht Jahren
lag ich lange Zeit um die 119 kg. Höchtwert war 120.8
kg. Dann während der vergangenen Jahre sukzessive
herunter auf 114, worauf ich mich ebenfalls länger
eingependelt hatte, und 2015 auf zuletzt 112.5 kg
runter. Wie man's nimmt, 30 kg Gewicht sind seitdem
weg.
[16:20]
Es hätte ja auch mal alles gut sein können. Als ich
vorhin zum Hausarzt ging, dachte ich nicht an meine
Befindlichkeit, sondern all die negativen Befunde,
die die zahlreichen Arztbesuche und Untersuchungen
der letzten Monate eingebracht haben... Weiter mit dem
zweiten Tagebucheintrag
am heutigen Tag.
[12:32]
Auch wenn mir die Waage grünes Licht gegeben hat für eine
Ausnahme, vermag ich nicht mehr so ohne weiteres zu schlemmen.
Meinen gestrigen "Sündentag" beschrieb ich in dem neuen
Tagebucheintrag
Rechnen hilft.
[11:22]
Heute früh war ich beim HNO-Arzt, wo ein Anamnesegespräch
stattfand und zwei Folgetermine vereinbart wurden, die
Untersuchungen zum Ausschluß einer
Schlafapnoe
beinhalten. Zum einen soll eine kostenpflichtige
Digitale Volumentomographie
stattfinden (130 Euro). Zum anderen ein Ultraschall und
eine ambulante Polygrafie, bei der der Schlaf mittels
eines Gerätes überwacht wird, welches man sich abends
umschnallt. In vierzehn Tagen soll das bildgebenden Verfahren
über die Bühne gehen, am 11. Oktober dann Sonografie
und in der Nacht zum 12. die Schlafdiagnostik. Gestern
früh war ich bei einem anderen HNO-Arzt, wo mein
Gleichgewichtsorgan überprüft wurde. Der Befunde war
negativ, der anhaltende Schwindel hat demnach eine
andere Ursache.
[11:00]
Nach dem gestrigen freien Tag ohne Lektüre geht es heute
mit Erzählungen von
Arthur Schnitzler
weiter, die ich dem ersten Band der zweibändigen Ausgabe
"Die erzählenden Schriften" entnehme, die 1000 Seiten umfaßt,
welche ich mir in mehrere Etappen [A1, A2...] eingeteilt habe.
Diese Einteilung entspricht der Ende der 80er, Anfang der 90er
Jahre als Fischer-Taschenbuch erschienenen Werkteilausgabe
"Das erzählerische Werk in 12 Bde."
Die ersten fünf Erzählbände bilden zusammen mit dem Roman
"Der Weg ins Freie" den Inhalt des ersten Bandes der älteren
Edition "Die erzählenden Schriften"; der zweite Band enthält
die restlichen fünf Erzählbände sowie den Roman
"Therese. Chronik eines Frauenlebens". Damals hatte ich
mir nach und nach die ersten sechs Taschenbücher gekauft,
dann einmal die zweibändige Ausgabe antiquarisch entdeckt
und günstig erworben, so daß ich auf den Nachkauf der weiteren
sechs Einzelbände verzichtete. Insgesamt gibt es eingedenk
der zehn einzelnen Bände auch zehn Etappen, in denen ich
die Erzählungen Schnitzlers wiederlese, und zwar momentan im
zweiten Durchgang.
[1:14]
Freier Tag 2/3. 38 Wochen ohne Alkohol. Gestern keine Lektüre.
Montag, 5. September 2016
[10:25]
Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 265.
Lektürestatistik: gestern 120 Seiten.
Sonntag, 4. September 2016
[17:33]
Buch beendet:
"Fragen Sie Ihren Bestatter. Lektionen aus dem Krematorium"
von
Caitlin Doughty,
C.H. Beck, 264 Seiten.
[16:03]
"Einige Menschen schwimmen mit dem Strom, einige dagegen. Ich stehe mitten im Wald und finde den blöden Fluß nicht."
[14:00]
Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 264.
Lektürestatistik: gestern 114 Seiten.
Weiter mit "Fragen Sie Ihren Bestatter. Lektionen aus dem Krematorium" von Caitlin Doughty.
Samstag, 3. September 2016
[20:02]
Caitlin Doughtys
Buch
über die
Thanatopraxie
beleuchtet den Umgang mit den Toten in unserer modernen Welt,
wobei logischerweise nicht mit Kritik gespart wird, Kritik
unserer Verdrängung des Todes, der Geldschneiderei im Bestattungswesen,
allerlei Auswüchsen und Kuriositäten. Man erfährt viel über praktische
Belange wie Leichenabholung, -konservierung, Kremation, Umgang mit
Angehörigen. In den USA gibt es Direktkremationen, bei denen man nichts
weiter tun muß, als auf einer Webseite per Kreditkarte zirka 800 USD
zu bezahlen, und einige Wochen später wird die Urne mit der Asche
des Verstorbenen per Postbote nach Hause geliefert. Doughty fragt
sich, ob unsere Überheblichkeit, was Bestattungsriten anderer Völker
und Kulturen angeht, gerechtfertigt ist. Ein brasilianisches Naturvolk
hätte die Eingeweide ihrer Toten gegessen (Endokannibalismus).
Oder in Tibet wurden die Toten zerlegt, das Fleisch den Geiern vorgeworfen,
wobei an dem Gedanken, daß der dahingegangene Mensch anderen als Nahrung
zum Weiterleben dient, so gar nichts Verwerfliches zu finden ist.
Sehr hart auch die Passage über den Umgang mit toten Säuglingen.
[14:02]
Buch (gestern Nacht) begonnen: "Fragen Sie Ihren Bestatter.
Lektionen aus dem Krematorium" von Caitlin Doughty.
[14:01]
Buch (noch gestern Abend) beendet:
"Phantastische Nacht. Erzählungen"
von
Stefan Zweig,
243 Seiten. Zweitlektüre.
[14:00]
Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 263.
Lektürestatistik: gestern 100 Seiten.
Freitag, 2. September 2016
[15:30]
Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 262.
Lektürestatistik: gestern 87 Seiten.
Weiter mit "Phantastische Nacht. Erzählungen" von Stefan Zweig.
Donnerstag, 1. September 2016
[15:22]
Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 261.
Lektürestatistik: gestern 120 Seiten.
Weiter mit "Phantastische Nacht. Erzählungen" von Stefan Zweig.
Mittwoch, 31. August 2016
[14:35]
Heute Abend geht es in Arbeitswoche 5/13 zum Nachtdienst 1/5.
Bis dahin muß ich unbedingt noch etwas schlafen. Am nächsten
Montag und Dienstag stehen drei Arzttermine an. Am
Montag früh direkt nach meiner fünften Nachtwache zum HNO-Arzt
zwecks eines Gleichgewichtstests,
bei dem abgeklärt werden soll, ob mein anhaltender Schwindel
hierin seine Ursache hat.
Am Dienstag zu einem anderen HNO-Spezialisten, in ein so
genanntes Kopfzentrum,
wo bei einem Ersttermin eine ambulante
Schlafapnoe-Diagnostik
ausgehandelt werden soll. Und am Dienstag Nachmittag regulär
zum Hausarzt, um jüngste Blutbefunde zu besprechen. Wohl
gemerkt, drei Termine an zwei freien Tagen, was mich, wie
ich vielfach beklagte, verdriest, weil ich solche Tage,
die auf etwas Konkretes, Termingebundenes hingerichtet sind,
nie als entspannend erleben kann, weil ich auf die Einhaltung
der Zeiten fokussiert bin, verbunden mit dem Gedankenkarussel
rund um die Inhalte=Probleme, die zu den Arztbesuchen geführt
haben.
[12:00]
Buch begonnen: "Phantastische Nacht. Erzählungen" von Stefan Zweig.
Von den sechs Erzählbänden (allesamt Fischer-Taschenbücher), die
ich von Zweig besitze, ist dies der fünfte & vorletzte, den
ich zum zweiten Mal lese. Die letzte Lektüre Zweigs ("Der Amokläufer.
Erzählungen" [2]) liegt bereits mehr als vier Jahre zurück.
[11:34]
Buch beendet:
"Unbefugtes Betreten"
von
Julian Barnes
btb, 304 Seiten.
[11:31]
Ich glaube, es macht auch etwas aus, dass nur ein Kind da ist, weil sich dann Kinder und Erwachsene nicht von Natur aus wie zwei Mannschaften gegenüberstehen.
(Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[11:30]
Ich hatte noch keine klare Vorstellung von ihrer Wesensart und ihren
Gewohnheiten. Ob sie pünktlich oder unpünktlich war, gelassen oder
reizbar, tolerant oder streng, fröhlich oder depressiv, normal oder
verrückt. Das hört sich vielleicht grobschlächtig an; außerdem
begreift man einen anderen Menschen wohl kaum, indem man Kästchen
mit feststehenden Antworten ankreuzt. Es ist durchaus möglich, dass
jemand fröhlich und depressiv, gelassen und reizbar ist. Ich will
damit sagen, dass ich noch kein klares Bild von den
Standardeinstellungen ihres Charakters hatte. (Julian Barnes:
Unbefugtes Betreten)
[10:56]
Julian Barnes:
Kreuzworträtsel //
Leichte Lösungen //
In der Schwebe.
[1:22]
Um sich geistig mit all dem zu arrangieren, was man
auf Erden so verpaßt zu haben glaubt, greift der Mensch
gern zu jenseitigen Aussichten. Wiewohl diese Welt von
Erbärmlichkeiten und Albernheiten strotzt, wird kaum
ein Schicksal als einfach nur albern und erbärmlich
hingenommen. Das Leben ist sehr wahrscheinlich ein
Zwischenhalt auf der Reise vom Nichts ins Nichts,
man tankt dort Bedeutung auf, die später wieder
abgelassen wird. (Helmut Krausser: Alles ist gut)
[1:19]
Für einen Künstler ist es nicht unehrenhaft, sich dem Rausch zu ergeben. Selbst im Übermaß. (Helmut Krausser: Alles ist gut)
[1:18]
"Meiner Erfahrung nach greifen Frauen zu dem Allerweltswort
'Hormone', wenn sie dir etwas nicht sagen wollen.
Ich denke dann immer: Moment mal, haben Männer nicht
auch Hormone? Warum gebrauchen wir die nicht als Entschuldigung?"
(Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[0:52]
Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 260.
Lektürestatistik: gestern 86 Seiten.
Weiter mit "Unbefugtes Betreten" von Julian Barnes.
Dienstag, 30. August 2016
[23:58]
Ein- bis zweimal im Jahr kam es zwischen den Eheleuten
zu einer Art Beischlaf, der von unabhängigen Beobachtern
als eine Art Ringkampf mit anschließender Vergewaltigung
beschrieben worden wäre. (Helmut Krausser: Alles ist gut)
[23:47]
Helmut Krausser:
Eine Form von Selbstmord //
Als betrogener Mann //
Musikbetrieb //
E- & Popmusik //
AllgFab (2) //
Die Überstülpten //
Moderne Musik //
AllgFab (1).
[23:42]
Und wie es so ist im Labyrinth eines enttäuschten Denkens, entstand eine lange Rechnung. (Helmut Krausser: Alles ist gut)
[23:41]
... konnte sie jede seiner Erektionen zum Einsturz bringen. (Helmut Krausser: Alles ist gut)
[23:40]
Zwar hatte sie recht, aber meine Lüge lag im Randbereich des höflichen Wohlwollens. (Helmut Krausser: Alles ist gut)
[23:39]
Es war in diesem Jahr das dritte Mal, daß der Sensenmann in meiner
erweiterten Bekanntschaft gewütet hatte... (Helmut Krausser: Alles
ist gut)
[23:33]
Überhaupt muß doch jeder als glücklich gelten, der als Mensch auf
die Welt gekommen ist, in Europa, als hellhäutiger und halbwegs
intelligenter Mann mit ein wenig Talent und Bildung. (Helmut
Krausser: Alles ist gut)
[23:32]
Ein alter Aberglaube von mir lautet, daß ein Jahr, in dem man nicht
wenigstens einmal das Meer berührt hat, kein gutes Jahr werden kann.
Wir kommen aus dem Meer, und die siebzig Prozent Wasser in uns
landen auch wieder dort. Irgendwann. (Helmut Krausser: Alles ist
gut)
[23:31]
Man versteht vielleicht, warum Trinken soviel Spaß macht bei derlei
gloriosen Aussichten. Man prostet sich selbst zu und ist zu Tode
gerührt von all dem Wahren, Guten und Schönen, das man lostreten
wird. (Helmut Krausser: Alles ist gut)
[23:24]
Obwohl er niemals recht hatte, behielt er es doch immer, mit der
Selbstverständlichkeit des Stärkeren, der keiner Logik bedarf, weil
er die Kraft besitzt. (Joseph Roth: Perlefter. Fragmente und
Feuilletons aus dem Nachlaß)
[23:23]
... sie eine hohe, weiße, gewölbte Mathematikerstirn hatte und
schöne kleine Ohrmuscheln, deren Zartheit verlorenging in Anbetracht
der bedetungsvollen Stirn. Jeder junge Mann bekam Angst vor dieser
Stirn. Jeder Mann mußte dieses Mädchen ernst nehmen und konnte sich
demzufolge nicht in es verlieben. (Joseph Roth: Perlefter. Fragmente
und Feuilletons aus dem Nachlaß)
[23:22]
Als regelmäßige Freizeitbeschäftigungen verloren in den letzten
fünf Jahren besonders soziale Aktivitäten
an Bedeutung.
10 Prozent weniger Sex, Bücher lesen, 28 Prozent weniger mit
Freunden unternehmen. Dagegen tut man mehr für die Fitness
und Gesundheit, hört mehr Musik, surft mehr im Internet.
[23:03]
... schnauzbärtigen Advokaten, der eine Vorliebe für Dienstmädchen
hatte und seinen Weg immer durch die Küche nahm. (Joseph Roth:
Perlefter. Fragmente und Feuilletons aus dem Nachlaß)
[22:46]
Wenn June unsicher war, zog sie ihren Lippenstift nach, wie andere
atmen. Sie benutzte ein sehr aggressives Rot, das ihrem blassen
Gesicht etwas Verkehrsschildhaftes verlieh. (Helmut Krausser: Alles
ist gut)
[22:41]
Neuer Tagebucheintrag:
Gene Wilder oder Leben mit Wikipedia.
[22:17]
Eine Woche verging, mit Nichtstun, Tiefkühlpizza und tollen
amerikanischen TV-Serien, denen ich nicht genug Dank dafür sagen
kann, daß ihre Bilder mich betäubten. Danke, danke, danke! Es ist
eine alte Geschichte, und doch wird sie von jeder Generation immer
wie etwas unfaßbar Neues erzählt. Wo man doch spätestens mit Mitte
dreißig genau weiß, was kommt. (Helmut Krausser: Alles ist gut)
[22:16]
Die optische Problematik der Festnahme eines Überachtzigjährigen
schien selbst den Staatsbeamten recht wohl bewußt. (Helmut Krausser:
Alles ist gut)
[17:03]
Aus der Kategorie "selten und lange nicht mehr gelesenes Wort"
heute: Megäre.
Ich wünschte nur, mir würden im alltäglichen Miteinander all die
wunderbaren Begriffe und Idiome einfallen, um meiner Rede mehr
Pep und Glanz zu verleihen und mich vom Small-Talk-Einerlei abzuheben.
[9:02]
Die Handschuhe waren aus kräftigem, grünlichbraunem Wildleder.
Jarvie glättete sie in ihrem Schoß, fuhr dann mit flatternden
Fingern über die Stulpen und legte sie um, so daß die
Gebrauchswarenmarke sichtbar wurde - zwei Halbmonde, die in die
gleiche Richtung wiesen. Es war das Kennzeichen für Kleidung, die
der Preiskontrolle unterlag, und das jedermann bei Kleidern, wo es
innen auf einem Stoffstreifen aufgedruckt war, entfernte.
(Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[9:00]
In jenen Tagen, da das Benzin so knapp war, fuhr
niemand zum Vergnügen - es sei denn im Wagen eines
Amerikaners, wo man die vage, irrige Vorstellung
hatte, daß deren Fahrzeuge ja mit ‹amerikanischem›
Benzin liefen und daß man sich dabei nicht einer
Gewissensbelastung angesichts der strengen britischen
Restriktionen aussetzte, oder der vorwurfsvollen
Frage nach der Notwendigkeit der Fahrt, die an
allen Brennpunkten des öffentlichen Verkehrs
plakatiert war. (Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten
Möglichkeiten)
[8:59]
Nichts enthüllt eine geheime Süße so sehr wie persönlicher
Kummer, der aus einem sonst phlegmatischen Geschöpf hervorbricht.
(Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[8:58]
Sie setzten sich in den Aufenthaltsraum, an dessen
anderem Ende schräg gegenüber ein Mädchen bei offenem
Fenster Tonleitern auf dem Klavier übte - mit allem
Ausdruck, den Tonleitern zulassen. (Muriel Spark:
Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[8:57]
"Die Welt der Bücher ist ihrem Wesen nach uneigennützig",
sagte Jane dann. Sie sprach vom Verlagsgeschäft nie
anders als von ‹der Welt der Bücher›.
(Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[8:56]
Muriel Spark: Laufbahnen.
[7:07]
Für ihn war die Natur entweder feindselig oder öde. Er erinnerte sich, dass er im Garten ein Buch lesen wollte und die Verbindung von wechselndem Sonneneinfall, Wind, Bienen, Ameisen, Fliegen, Marienkäfern, Vogelgezwitscher und seiner hin- und herrennenden Mutter das Lernen im Freien zum Albtraum machte.
(Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[7:06]
Die Ehe war eine Zwei-Personen-Demokratie, außer bei Stimmengleichheit, da verkam sie zur Autokratie.
(Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[7:05]
"Hauptsache, dein Gott lässt Trinken und Rauchen und Unzucht zu."
"Oh, auf all das legt er großen Wert."
"Was ist mit Blasphemie? Ich finde immer, das ist der Härtetest für einen Gott."
(Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[7:03]
Sie war immer ein Stadtmensch gewesen und zeigte an ländlichen Gegenden ein weitgehend pragmatisches Interesse, das in einer Schafherde vor allem den Lammbraten sah.
(Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[7:02]
In der ersten Nacht entdeckten sie, dass sich das Bett mit lautem Geheul gegen alle Aktivitäten sträubte, die über das für die nüchterne Empfängnis von Kindern erforderliche Minimum hinausgingen.
(Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[7:01]
Wie jedes frisch verheiratete Paar hatten sie einen Blick von geheimer Zuversicht gewechselt in der Gewissheit, dass es für sie keine Tiefen geben würde – zumindest nicht solche wie bei ihren Eltern oder den Freunden, die schon jetzt die üblichen dummen, absehbaren Fehler begingen. Sie würden anders sein; sie würden anders sein als alle, die jemals geheiratet hatten.
(Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[7:00]
Freier Tag 2/2. 37 Wochen ohne Alkohol.
Lektürestatistik: gestern 127 Seiten.
Weiter mit "Unbefugtes Betreten" von Julian Barnes.
Montag, 29. August 2016
[18:15]
"Ich habe mal gelesen, dass man in Frankreich, wenn man jemand diskret darauf aufmerksam machen wollte, dass sein Hosenstall offen stand, dass man dann also gesagt hat: 'Vive l’Empereur'". (Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[18:11]
"Es kam der Punkt, als - wie soll ich mich ausdrücken? - als
Frauen beim Sex immer häufiger Hand an sich legten." "Und ab
wann genau, würdest du sagen, war das so?" "Zwischen der
Aufhebung des Verbots von Lady Chatterley und der ersten LP
der Beatles?" (Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[18:01]
Retweet: Heute war ich an einem Hundestrand. Ich könnte jetzt auch völlig unfallfrei über ein Minenfeld laufen!
[18:00]
Retweet: Ich habe ja gar nichts gegen Menschen. Aber inzwischen sind sie wirklich überall.
[17:59]
Retweet: Ich will nicht sagen, dass mein Eyeliner von der Hitze verlaufen ist, aber vielleicht gebe ich gleich ein KISS Konzert.
[17:58]
Retweet: Es gibt Tage, da ist einem selbst die Kohlensäure im Glas zu laut…
[17:57]
Retweet: Ich habe das Gefühl, die Industrie nutzt die Autokorrektur, um jetzt schon auf Weihnachten einzustimmen. Ist aber reine Spekulatius.
[17:56]
Retweet: Sobald ich ein tragfähiges Wirtschaftskonzept für eine Klinik OHNE Patienten habe, werde ich sie gründen!
[17:55]
Retweet: Wenn Sie heute Mett kaufen und es bis morgen Nachmittag im Auto lassen, können Sie ihm schon abends lustige Tanzschritte beibringen.
[17:54]
Retweet: Mein Duschkopf hat 3 Einstellungen: -Waschen -Lack entfernen -Demonstrationen auflösen.
[17:53]
Retweet: Die größte Lüge nach "Ich hab die AGB gelesen" Beim Schuhkauf: "Benötigen Sie noch Imprägnierspray?" "Hab noch eins zu Hause"
[17:52]
Retweet: Ein Kaktus ist nichts anderes als eine schwer bewaffnete Gurke.
[17:51]
Retweet: Ich bin so alt, bei uns hieß OMG noch Jössas.
[17:50]
Retweet: "Ich hätte gern einen Bikini, der alle meine Problemzonen abdeckt." "Schlafsäcke finden Sie im 2. Stock."
[17:49]
Retweet: Unser Pfarrer sagte heute: "Je dümmer der Mensch, desto früher war alles besser."
[17:48]
Retweet: Der Mann bezüglich meiner Rückenschmerzen: "Hexenschuss kanns nicht sein,die schießen nicht auf ihr eigenes Personal."
[17:47]
Retweet: Heut fühl ich mich nicht so gut, deshalb suche ich auf YouTube Videos von schönen Menschen und drücke in ungünstigen Momenten auf Standbild.
[17:46]
Retweet: Die schönsten Jahre einer Ehe sind ja die, wo Du das Brotmesser noch mit dem Griff zuerst anreichst.
[17:45]
Retweet: Wenn du tot bist, dann weißt du nicht, dass du tot bist. Es ist nur schwer für die anderen. Genau so ist es, wenn du blöd bist.
[13:01]
"Ein Steckenpferd zu Tode zu reiten, bedeutet, einer toten Metapher die Sporen zu geben."
(Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[13:00]
Es war einer dieser Februare, die die Briten daran erinnerten, weshalb so viele ihrer Landsleute auswanderten.
(Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[12:33]
Retweet: Im nächsten Leben werde ich Palme in der Südsee. Bei meinem Glück gräbt mich da einer aus und stellt mich in einen deutschen Kreisverkehr.
[12:16]
Retweet: Wenn man sein Leben auf die Reihe bekäme, käme bestimmt einer und sagte "Doch nicht auf DIE Reihe!".
[12:16]
Seltsam, dass Eitelkeit mit zunehmendem Lebensalter kein Laster mehr wurde, sondern fast das Gegenteil: eine moralische Verpflichtung.
(Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[12:13]
Jane ging auf die Toilette, oder vielleicht wollte sie die Minibar in ihrer Handtasche konsultieren.
(Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[12:00]
Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 258.
Lektürestatistik: gestern 103 Seiten.
Weiter mit "Unbefugtes Betreten" von Julian Barnes.
Sonntag, 28. August 2016
[18:14]
...hielt ihre Tasche fester im Griff, als es in dieser Stadt nötig war.
(Julian Barnes: Unbefugtes Betreten)
[18:13]
Beim nächsten Mal nahm er, nachdem sie sich ein bisschen geküsst
hatten, den glitschigen Kampf mit dem Kondom wieder auf. Er wusste,
dass er es abrollen musste, aber dann versuchte er doch, es wie eine
Socke überzustreifen, und zupfte planlos am Rand herum. Dass er das
im Dunkeln versuchte, machte die Sache nicht besser. Aber sie sagte
nichts und hüstelte auch nicht entmutigend. (Julian Barnes:
Unbefugtes Betreten)
[18:07]
Buch begonnen
"Unbefugtes Betreten"
von
Julian Barnes.
Den Roman "Die Halbwertszeit der Liebe" von Corinna T.
Sievers: nach dem zweiten Leseversuch endgültig abgebrochen.
Die bereits geschafften 100 Seiten statistisch nicht erfaßt.
[17:10]
Daß Heinrich Viagra nimmt, überrascht mich nicht, für einen übergewichtigen, alkoholisierten
Sechzigjährigen war sein Glied von befremdlicher Plastizität.
(Corinna T. Sievers: Die Halbwertszeit der Liebe)
[17:06]
Ich wäre bereit, noch einmal zu heiraten, ich glaube an die glücksstiftende Wirkung der Monogamie. Daß sie eine Illusion ist, ändert daran nichts.
(Corinna T. Sievers: Die Halbwertszeit der Liebe)
[16:50]
Buch beendet:
"Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten"
von
Muriel Spark,
Diogenes, 208 Seiten.
[15:38]
"Weniger lesen, dafür doppelt": Wir lesen falsch. Wir lesen zu wenig selektiv und zu wenig gründlich. Wir brauchen einen anderen Umgang mit Lektüre: Plädoyer für eine radikale Buchkur. --
"Stellen Sie sich nun eine Buchlesekarte mit fünfzig Feldern vor.
(...) Bevor Sie ein Buch lesen, müssen Sie ein Feld entwerten.
(...)
Es wird Ihnen unmöglich sein, eine neue zu beziehen. Ist die Karte
aufgebraucht, können Sie keine neuen Bücher mehr aufschlagen (...)
und auch nicht Schwarzlesen. Fünfzig Bücher für das ganze Leben – für
viele Menschen ein 'non-issue', (...) eine entsetzliche Vorstellung.
Wie soll man mit so wenigen Büchern halbwegs zivilisiert durchs
Leben kommen?"
[15:27]
Im allgemeinen langweilte sich Jane mit Tilly, die, obschon sie nicht gerade Cabaret-Tänzerin gewesen war, die Welt der Bücher, wann immer sie Gelegenheit dazu hatte, aus der Perspektive einer Hupfdohle betrachtete, was Jane auf die Nerven ging, da ihre Ehrfurcht vor der Gewichtigkeit der Literatur noch jüngeren Datums war.
(Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[15:24]
Der Wagen der Clubleiterin hielt mit quietschenden Bremsen vor dem Haus, als die Mädchen die Parterreräume erreicht hatten. Die Clubleiterin traktierte ihren Wagen so, wie ein Mann von ihr traktiert worden wäre, hätte sie einen besessen.
(Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[15:23]
Sie hatte eine Art, schräg unter ihren Lidern hervorzublicken, die sie eine Situation beherrschen ließ, in der sie sonst die Schwächere gewesen wäre.
(Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[15:22]
"Das Gebetbuch ist wundervoll", sagte sie zu Nancy Riddle. "1928
erschien eine neue Fassung, aber sie wurde vom Parlament verworfen.
Da es nun einmal so gekommen ist, finde ich es gut so." "Was hat das
Gebetbuch mit dem Parlament zu tun?" "Es fällt groteskerweise unter
seine Zuständigkeit." (Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten
Möglichkeiten)
[15:18]
Im nächsten Augenblick lag ich auf dem Fußboden. Alle Fenster waren
zerbrochen. Ich habe den Verdacht, daß noch eine zweite Bombe
heruntergekommen ist, die nicht explodierte. Ich sah sie fallen, als
ich mich vom Boden aufrichtete. Aber das Räumkommando hat nur die
eine Bombe gefunden und entfernt. Nun, gleichviel, wenn da noch eine
zweite Bombe war, muß sie inzwischen eines natürlichen Todes
gestorben sein. (Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[15:16]
Jane fühlte sich plötzlich elend, wie jemand, den man aus dem Paradies vertrieben hat, noch ehe er überhaupt erkannt hatte, daß es wirklich das Paradies gewesen war.
(Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[15:15]
Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 257.
Lektürestatistik: gestern 92 Seiten.
Weiter mit "Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten" von Muriel Spark.
Samstag, 27. August 2016
[16:21]
Selina lagerte elegant in ihrem Sessel, unberührt von der Gefahr, sie könnte eine alte Jungfer werden.
(Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[16:08]
Später, am Sonntagmorgen, wenn es nach dem Frühstück wegen der Brotkrumen schon etwas ungemütlich im Bett war...
(Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[15:42]
Die Eierration war zu der Zeit [1945] auf eins in der Woche
festgesetzt. Es war der Beginn der strengsten Rationierungsperiode,
da ja nun auch die befreiten Länder versorgt werden mußten. (...)
"Sie können auch meinen ganzen Tee haben, ich trinke Kaffee", sagte
er, "ich bekomme ihn von den Amerikanern." Auch den Tee nahm sie an.
Die Teeration betrug abwechselnd 60 oder 90 Gramm in der Woche. Tee
war zum Tauschen gut. (Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten
Möglichkeiten)
[15:37]
Sie war verzweifelt wegen ihrer Dicke, verbrachte viel Zeit
damit, sich vor jeder Mahlzeit zu fürchten und Entschlüsse
zu fassen, was sie essen und was sie stehenlassen sollte,
um dann wieder zu Gegenentschlüssen zu kommen.
(Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[15:36]
Nichts enthüllt eine geheime Süße so sehr wie persönlicher Kummer, der aus einem sonst phlegmatischen Geschöpf hervorbricht.
(Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[15:19]
Die Leute hier im Hause seien ohne jeden Zweifel kommunistische Intellektuelle, sagte Nicholas, was sich aus der Vielfalt der Medizinen gegen Magenstörungen auf dem Bord im Badezimmer schließen lasse.
(Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[15:01]
Monate der Langeweile hatten ihn bereitgemacht, sich von einer
Erfahrung berauschen zu lassen, die ihn zu anderer Zeit gelangweilt hätte.
(Muriel Spark: Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten)
[15:00]
Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 256.
Lektürestatistik: gestern 66 Seiten.
Weiter mit "Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten" von Muriel
Spark.
Freitag, 26. August 2016
[19:20]
Ein Pflegepatient bittet um etwas zu trinken. Als ihm
die Flasche Wasser überreicht wurde, bedankt er sich
herzlich: "Das ist echte Kameradschaft!"
[14:24]
Buch begonnen: "Mädchen mit begrenzten Möglichkeiten" von Muriel
Spark, meine 23. Lektüre der englischen Schriftstellerin. Den
zuvor begonnenen Roman "Die Halbwertszeit der Liebe" von
Corinna T. Sievers abgebrochen.
[13:44]
Buch heute Nacht beendet:
"Alles ist gut"
von
Helmut Krausser,
Berlin-Verlag, 239 Seiten.
[13:43]
Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 255.
Lektürestatistik: gestern 151 Seiten.
Donnerstag, 25. August 2016
[17:16]
Es gab Abenteuer, von denen Perlefter in der Familie nichts
erzählte. Man wird sofort wissen, welcher Art diese Abenteuer waren,
wenn ich hinzufüge, daß er über sie nur in der Gesellschaft von
Männern sprach, oder, was richtiger ist: plauderte. (Joseph Roth:
Perlefter. Fragmente und Feuilletons aus dem Nachlaß)
[17:13]
Er hatte die Sehnsucht der Städter nach dem Lande, die auf einer
Wiese liegen wollen, aber ohne Wasserklosett nicht leben können.
(Joseph Roth: Perlefter. Fragmente und Feuilletons aus dem Nachlaß)
[15:11]
Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 254.
Lektürestatistik: gestern 88 Seiten.
Weiter mit "Alles ist gut" von Helmut Krausser.
Mittwoch, 24. August 2016
[19:43]
Nachher geht es in Arbeitswoche 4/13 zum Nachtdienst 1/5.
[18:03]
Retweet: Menschen. Muss man schon Bock drauf haben.
[18:02]
Retweet: Ich bin immer in einem Alter, aus dem ich schon längst raus sein müsste.
[17:55]
Für alle Vita-Cola-Freunde und Mitdiabetiker der Hinweis, daß in bei Rewe in dieser Woche alle Sorten um 40 Prozent verbilligt gibt, so auch die zuckerfreie Variante für 59 statt 99 Cent.
[17:34]
Zur bekannt gegebenen
Longlist
zum
Deutschen Buchpreis
gibt es einen
Thread
im Literaturschockforum, zu dem ich Anmerkungen
beisteuerte.
Im Klassikerfourm wurde heute ein
separater Thread
zum Buchpreis aufgemacht, in dem ich schrieb:
"Ansonsten: zurücklehnen und das Feuilletonfeuerwerk genießen,
das immer mit dem Buchpreis und ähnlichen Großereignissen verbunden
ist und über dem man ja kaum noch zum Lesen der darob verhandelten
Bücher kommt, wenn man sich allzu sehr hineinkniet."
[17:22]
In jedem Dorf gibt es eine Fackel, den Lehrer, und jemanden, der dieses Licht löscht, den Pfarrer. (Victor Hugo)
[16:57]
Orgasmusbehauptung, aus Höflichkeit oder Taktgefühl. (Helmut Krausser: Alles ist gut)
[16:33]
Wortperlen: "grammatikalische Rochaden"; "geistiger Gefrierbrand; "zwangsjackenhacke" (Helmut Krausser: Alles ist gut)
[16:11]
Ich brauchte einen Titel. Wenn einem nicht sofort etwas Grandioses einfällt, nimmt man die Hölderlin-Gesamtausgabe und schlägt sie an irgendeiner Stelle auf.
(Helmut Krausser: Alles ist gut)
[15:58]
Später am Abend kam überraschend Sonja (...) und machte mit mir Schluß.
(...)
Ihr Auftritt und Abgang hatte meine ohnehin poröse Befindlichkeit allerdings noch eine Spur desaströser gestaltet.
Selbst den erbetenen finalen Trennungssex hat die Bestie mir verweigert.
(Helmut Krausser: Alles ist gut)
[15:51]
Als ich aus dem Studio heim nach Kreuzberg fuhr, dachte über diverse Möglichkeiten eines möglichst schmerzreduzierten Selbstmords nach.
(Helmut Krausser: Alles ist gut)
[15:44]
...suchte ich Antwort im Wein, der einem nur seine ganz eigene Wahrheit erzählt. (Helmut Krausser: Alles ist gut)
[15:40]
"... nach dem Krieg, nach dem Sieg, erst einmal eine Staatsdomäne pachten, und ein Pächter mußte nachweisen, daß seine Frau etwas von landwirtschaftlicher Hauswirtschaft verstand." Friedrich Christian Delius: Die Liebesgeschichtenerzählerin) -
Wirklich?
Und wer hätte das nachprüfen wollen/sollen?
[15:30]
Mein Kontostand war beklemmend. Sollte es mit dem Auftrag für Hamburg nichts werden, ich hatte da etwas in Aussicht, weder ganz vage noch konkret - ein furchtbarer Aggregatzustand, der einen zum Esel mit Möhre vorm Maul degradiert...
(Helmut Krausser: Alles ist gut)
[15:29]
Man muß Wert darauf legen, daß Freunde, die man um Hilfe bittet, den Anlaß in guter Erinnerung behalten. (Helmut Krausser: Alles ist gut)
[15:25]
Buch begonnen: "Alles ist gut" von Helmut Krausser.
[0:38]
Daniel Anselmes französischer
Antikriegsroman "Adieu Paris"
(Amazon)
von 1957 war vergessen. Nach der Entdeckung durch einen New Yorker Verleger gibt es nun eine Übersetzung ins Deutsche, die auch der Perlentaucher kennt.
[0:09]
Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 253.
Lektürestatistik: gestern 120 Seiten.
Dienstag, 23. August 2016
[22:22]
Georg Bernardini hat den Michelin zum Thema Schokolade geschrieben:
Schokolade - Das Standardwerk.
[22:12]
Friedrich Christian Delius:
Das Totenreich //
Der überforderte Gott.
[21:55]
Ein Buch, welches ich lesen würde, hätte ich zwei Leben:
Wenn der Nagekäfer zweimal klopft. Das geheime Leben der Insekten
von Dave Goulson. Ihr merkt, ich höre, was viel zu selten passiert,
Buchvorstellungen des Deutschlandfunks und -radios.
[21:37]
In einer Vorstellung des New Yorker Periodikums
Lucky Peach
gehört: "Mit Tipps für die kulinarische Vorbereitung auf den Weltuntergang und für Menüs danach".
"food writing" sei im angelsächsischen Raum eine feste Instanz.
In dem vierteljährlich erscheinenden Magazin erscheinen auch schöngeistige
Beiträge zum Thema Essen und Kulinarik.
[21:13]
... ertauschte Pfanne 'Der deutschen Hausfrau Opfersinn gab Kupfer für das Eisen hin' zaubert auch kein Fleisch herbei. (Friedrich Christian Delius: Die Liebesgeschichtenerzählerin)
[16:22]
Buch beendet:
"Die Liebesgeschichtenerzählerin"
von
Friedrich Christian Delius,
Rowohlt, 206 Seiten.
[8:08]
Wortperlen: "angedrillte Männerstarre"; "Gedächtnisgepäck" (Friedrich Christian Delius: Die Liebesgeschichtenerzählerin)
[8:04]
Die kleine Schadenfreude jedes Bahnreisenden: seht, für mich, für uns werden die Schranken geschlossen, wartet ihr nur, bleibt, wo ihr seid.
(Friedrich Christian Delius: Die Liebesgeschichtenerzählerin)
[7:55]
Jeden Tag die Abwehrschlacht gegen das Störfeuer im Gehirn. (Friedrich Christian Delius: Die Liebesgeschichtenerzählerin)
[6:49]
Birgit Vanderbeke: Schulmilch und Russen.
[6:41]
... bewußt, daß ich meine Zeit nicht genutzt hatte. Um Minuten
gekämpft, wenn es darum ging, einen Bus noch zu erreichen. Jahre
verschwendet, weil ich nicht das getan hatte, was ich wollte.
(Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit)
[6:40]
Uwe Johnson:
Wenn Alexander Paepcke reiste //
Jerichow geht an die Russen //
Der Hinrichtungskeller //
Kakerlaken //
Lehrer Prrr //
Der Slum //
Das alteingesessene Zehntel //
Geordneter Freitod //
Bettler //
Mensch ärgere dich nicht //
Die Bombardierung Lübecks //
Freitodverbot in der Bibel (3) //
Freitodverbot in der Bibel (2) //
Freitodverbot in der Bibel (1) //
Werbung in der U-Bahn //
Kriegsgräuel //
Dienstgeheimnis //
Die Kirche am Platz //
Als Jude erkannt //
Erdölinteressen.
Mehr Fundstücke sind im
Johnson-Special
archiviert.
[6:33]
... solche Abende (...), wenn die Erdbeeren reif sind und Saft im
Zucker lassen. Sie wurden mit silbernen Gabeln gegessen, am Tisch im
Garten, und Hilde häufte der Gesine immer neue Haufen auf den
Teller. Das Kind aß so andächtig, ihm ging erst zum Schluß auf, daß
alle ihm zugesehen hatten, hilflos von stillem Lachen, ohne Neid. Da
glaubte das Kind sich längst nicht mehr beobachtet, verdächtigt,
bloßgestellt. Sie konnte mitlachen. Bei Paepckes hatte ein Kind
keine Pflichten, keine Beschwernis. (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[5:45]
Im
Fettlogik-Blog
von
Nadja Hermann,
deren Buch ich im vergangenen November entdeckte,
kommentierte ich
einen
Gastbeitrag.
Jemand fragte nach, warum ich mein Vorgehen intuitiv nenne,
während man ihn ihm doch Struktur erkennen könne. Darauf
antwortete ich
soeben.
[5:35]
Freier Tag 2/3. 36 Wochen ohne Alkohol.
Lektürestatistik: gestern 86 Seiten.
Weiter mit "Die Liebesgeschichtenerzählerin" von Friedrich Christian Delius.
Montag, 22. August 2016
[19:33]
Onkologische Patienten bekommen sehr oft eine
parenterale Ernährung
als Unterstützung bei Mangelernährung oder zuletzt als neben der
enteralen
per dauerhafter Magensonde (PEG)
einzige Option der Kalorienzufuhr. Letztens fragte, als ich
den globigen Infusionbeutel, der leer war, abmachte, ein
Patient: "Kann man da nicht Bier reinfüllen? Das wäre
wesentlich humaner!"
[19:26]
Zum ersten Mal erschien auf unserer Station ein Pope (russisch-orthodoxer Priester).
Ich vermute - genau kann mir das von meinen atheistischen und
damit in allen religiösen Belangen naturgemäß unkundigen KollegInnen
niemand übermitteln -, um einer unserer Patienten das
Mysterium des Heiligen Öls
zu spenden, wie die Krankensalbung in der Orthodoxie heißt.
Die jungen, weit nach der Wende geborenen Kollegen, des Russischen in keinster
Weise mächtig, konnten mit der Bitte der Patientin, "Pítj!" (Trinken!)
freilich nichts anfangen. Sie verstanden Peach (Pfirsich).
Mein nächtliches Amüsement war dementsprechend.
[17:01]
Weiter mit "Die Liebesgeschichtenerzählerin" von Friedrich Christian Delius.
[9:39]
Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 251.
Sonntag, 21. August 2016
[20:22]
Buch begonnen: "Die Liebesgeschichtenerzählerin" von Friedrich Christian Delius.
[18:44]
Buch beendet:
"Sommerliches Schloßgewitter"
von
Pelham Grenville Wodehouse,
dtv, 245 Seiten.
[18:40]
In die Stadtapotheke wurde eines Nachts eingebrochen, weil Dr. Berling keine tödlichen Tabletten verschreiben wollte, nicht einmal für den Fall, daß doch die Russen kämen. Da waren aber keine Schlafmittelgifte mehr zu finden, die hatte die N. S. D. A. P.-Kreisleitung für eigene Bedürfnisse besorgt, weil die Parteifunktionäre alle Schußwaffen an die kämpfende Truppe hatten abgeben müssen.
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[14:15]
Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 250.
Lektürestatistik: gestern 46 Seiten.
Weiter mit "Sommerliches Schloßgewitter" von Pelham Grenville Wodehouse.
Samstag, 20. August 2016
[14:44]
Haben Sie schon mal eine White Lady probiert, Beach?" "Soviel ich
weiß, nein, Sir." "Sie wüßten’s, wenn Sie’s hätten. Tückisches
Gesöff. Erst ist es, als ob einem eine zarte Hand liebevoll übers
Haar streicht, und im nächsten Augenblick steht man schon vorm Kadi
und soll fünfzig Dollar an die Staatskasse zahlen."
(Pelham G. Wodehouse: Sommerliches Schloßgewitter)
[14:15]
Retweet: Bock auf Leben mit alles und scharf.
[14:14]
Retweet: Männer mit Vollbart damals: "Welchen Baum, soll ich fällen?" Männer mit Vollbart heute: "Ist diese Pflegelotion vegan?"
[14:13]
Retweet: Ich liege um acht im Bett. Das ist noch schlimmer als Beck's Gold.
[14:12]
Retweet: Dass ich als DDR Kind immer noch keine Westverpackung dort aufbekomme, wo "HIER ÖFFNEN" steht, ist doch Riesenmist.
[14:11]
Retweet: Hockey sieht immer aus wie Staubsaugen auf Speed.
[14:10]
Retweet: “Das war mein Lieblingskollege eben.” “Der hat doch gar nichts gesagt?” “Eben. Mein Lieblingskollege.”
[14:09]
Retweet: Man sollte, anstelle verbaler Missfallensäußerungen, viel öfter lautlos grimassieren!
[14:08]
Retweet: Habe die Mücke von letzter Nacht mit dem Staubsauger erwischt. Danach den Beutel angezündet und mit dem Auto überfahren. 13 Mal! 2:1, Bitch!
[14:07]
Retweet: "Frau Doktor, ich denke, ich leide unter Kontrollzwang." "Gut, habe ich mir notiert." "Zeigen Sie mal her!"
[14:06]
Retweet: Wenn Usain Bolt den Bus verpasst, wartet er einfach an der nächsten Haltestelle auf ihn.
[14:05]
Retweet: Im letzten Moment den Friedhof verlassen, bevor abgeschlossen wurde. ?? Das war genug Aufregung für einen Samstag.
[14:04]
Retweet: Jetzt beruhigen wir uns alle mal wieder und denken drüber nach, was jeder einzelne vom Sofa aus leisten kann.
[14:03]
Retweet: "Guten Tag. Was darf es sein?" "Bier, bitte." "Welche Größe? 0,3L, 0,4L oder 0,5L?" "In der Reihenfolge."
[14:02]
Retweet: Gott gab uns Rock'n'Roll. Wir bauten Reihenhäuser.
[14:01]
Retweet: "Schatz, gibst du mir bitte das Baby." "Wir müssen warten bis es weint." "Häh, warum?" "Weil ich nicht weiß, wo ich es hingelegt habe."
[14:00]
Retweet: „Und was machst du in deiner Freizeit?“ „Ich stalke.“ „Echt? Ich gehe gerne schwimmen.“ „Ich weiß.“
[13:59]
Seit seiner Kindheit hatte Lord Emsworth einen Verstand
besessen, der so schwach war, wie er gerade noch sein
durfte, ohne daß er unter Kuratel gestellt wurde.
(Pelham G. Wodehouse: Sommerliches Schloßgewitter)
[13:54]
Er war einer von denen, die versucht hätten, Napoleon mit einer Plauderei über den Moskauer Wintersport aufzumuntern. (Pelham G. Wodehouse: Sommerliches Schloßgewitter)
[13:53]
Wenn dem Durchschnittsmenschen eine Katastrophe zustößt, dann trifft
sie ihn nicht unvorbereitet. Wie oft hat er schließlich in all den
Jahren den Acht-Uhr-fünfundvierzig verpaßt, den Hund bei Wind und
Wetter Gassi führen müssen, sich mit qualmenden Kaminen abgequält
und beim Frühstück ein übers andere Mal festgestellt, daß die
Spiegeleier schon wieder angebrannt waren! Das alles hat seine Seele
widerstandsfähig gemacht, und wenn deshalb die Verwandten seiner
Frau für einen längeren Besuch eintreffen, ist er gewappnet.
(Pelham G. Wodehouse: Sommerliches Schloßgewitter)
[13:52]
London war voll von älteren Herren, die ins Schwärmen gerieten,
wenn sie an Dolly Henderson dachten und an die gute alte Zeit,
als das Herz noch jung war und die Taille erkennbar.
(Pelham G. Wodehouse: Sommerliches Schloßgewitter)
[13:40]
Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 249.
Lektürestatistik: gestern 76 Seiten.
Weiter mit "Sommerliches Schloßgewitter" von Pelham Grenville Wodehouse.
Freitag, 19. August 2016
[14:00]
Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 248.
Lektürestatistik: gestern 93 Seiten.
Weiter mit "Sommerliches Schloßgewitter" von Pelham Grenville Wodehouse.
Donnerstag, 18. August 2016
[17:17]
Sie betrachtete den herannahenden Verwandten mit jener Zuneigung, ja Bewunderung, welche junge Frauen, auch wenn sie Madonnengesichter haben, älteren Herren in reichem Maße zuteil werden lassen, sofern diese eine stürmische Vergangenheit hinter sich haben.
(Pelham G. Wodehouse: Sommerliches Schloßgewitter)
[17:16]
Jene innere Stimme, die allen guten Engländern Bescheid sagt, wenn der Tee fertig ist, trat nun in Aktion. (Pelham G. Wodehouse: Sommerliches Schloßgewitter)
[16:33]
Buch begonnen: "Sommerliches Schloßgewitter" von Pelham
Grenville Wodehouse. Mein 17. Buch dieses englischen
humoristischen und höchst vergnüglichen Schriftstellers.
[16:22]
Buch beendet:
"Jahrestage 2. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl"
von Uwe Johnson,
Suhrkamp-Verlag, 473 Seiten. Zwölf Kalendertage weilte ich bei Gesine
Cresspahls Geschichte in New York und Jerichow, zehn Tage waren
effektive Lesetage, durchschnittlich demnach 45 Seiten täglich.
Zur Erholung gönne ich mir wahrscheinlich einen Wodehouse...
[15:04]
Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 247.
Lektürestatistik: gestern 51 Seiten.
Weiter mit "Jahrestage 2" von Uwe Johnson.
Mittwoch, 17. August 2016
[17:58]
Nachher geht es in Arbeitswoche 3/13 zum Nachtdienst 1/5.
[17:55]
Beim Betten bettlägeriger Patienten wird viel geredet.
Mit und über den Patienten, aber auch über alles andere.
Was eben der Zufall an Gesprächsthemen anbietet.
Wenn eine 20-Jährige noch nie etwas von
Minne / Minnesang
gehört hat, darf man doch grundsätzliche Zweifel an der
heutigen Schulbildung haben? Oder aber eher an der
Aufmerksamkeit der Schüler im Geschichts- und Literaturunterricht?
[17:53]
Radio Moskau hat den Bombenstop des Präsidenten berichtet, nicht
aber seinen Verzicht auf das Amt. Dort wird die Wahrheit ausgegeben
wie eine Medizin, und zwar nach Belieben. (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[17:27]
Zu spät kam ich oft in den Luftschutzkeller unter dem Hotel
Stadt Hamburg. Denn seit dem Angriff auf Hamburg vom Juli 1943
waren sie in Gneez recht eifrig mit dem Alarmgeben, eben wegen
der Raketenfabrik, und ich lief in Bestzeiten durch die Straßen,
damit ich ja nicht in einen fremden Keller geschubst wurde.
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[17:14]
Das Kind Gesine kannte sich inzwischen aus mit Begräbnissen. Sie wußte das mit den drei Händen Erde auf den Sarg. (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[17:11]
Am Morgen war Cresspahl in Arendsee (das nun Kühlungsborn hieß.
Arendsee war "Aaronssee" gewesen in den Zeiten, als hier noch
die Juden baden durften). (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[17:00]
Ein übers Gewohnte langer Mensch, der am ganzen Leibe mager geblieben war. Unter den Wangenknochen hatte er so wenig Fleisch, daß seine Lippen geschürzt aussahen, wie von etwas Saurem. (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[16:06]
Cresspahl hielt den Sohn des Kollegen für einen von denen, die nicht in der Mitte eines Kartoffelfeldes buddeln mögen, sondern zwei Reihen am Rand brauchen, damit sie neben der Arbeit etwas sehen können und wenigstens in der blickweisen Ablenkung der Arbeit entkommen.
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[15:48]
Weiter mit "Jahrestage 2" von Uwe Johnson. Seit
gestern Nachmittag - seit immerhin fast 24 Stunden also -
nicht mehr gelesen. Seitdem: zusammen mehr als 12 Stunden
geschlafen und zwischen 1 und 8 Uhr Serien geguckt sowie
am Rechner herumgemacht.
[3:57]
Katy Derbyshire
ging mit deutschen Autoren
einen trinken
und bloggte darüber. Was ich nicht wußte, daß man,
wenn man (oder frau) als Brite 15 Jahre lang
im Ausland gelebt
hat, sein Wahlrecht einbüßt.
[3:16]
Einer von denen mit der sanften Stimme, dem auf Rundumverteidigung gestellten Ton. (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[3:15]
Diesen Krieg verlieren wir auch; gelernt haben wir’s ja. (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[3:14]
Sie führte die lateinische Schrift statt der deutschen ein mit der
Begründung, daß die Deutschen so schreiben sollten wie das
Weltreich, das sie erobern würden. ("Damit die Völker die Befehle
unseres Führers verstehen.") (...) Der nächste Lehrer war Ottje
Stoffregen. (...) Wenn er sich aufraffte zu Gegenwehr, so war es das
Üben der alten deutschen Schrift, "damit ihr die Briefe eurer
Großeltern lesen könnt". (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[3:07]
Erstkontakt
mit
Wickelschuhen.
Gibt es auch für den Winter in einer Neoprenvariante.
Dieser gutgelaunte Herr scheint bereits beim Anziehen
viel Freude zu haben.
[2:30]
Sie hielt sich für heiratsfähig, weil sie ihr Haar noch mit vierzig Jahren rot nennen konnte. Sommersprossig, hager, den Gouvernanten in Büchern ähnlich. (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[2:22]
Es gab da Miss Gwendolyn Bates, eine Absolventin der Universität
Vassar, Jahrgang 1918, aus der Depression und dem Heiratsmarkt
gerettet durch die Bank, der Bank so ergeben, daß sie sich Arbeit
machte, wenn keine da war. Bestellte die Übersetzer in ihr Büro und
zog mit langem Bleistift aus hoch angehobenem Handgelenk Striche
durch das Französisch, das zu ihrer Zeit nicht gesprochen wurde,
nicht bösartig, nur aus Trauer herrschsüchtig. (Uwe Johnson:
Jahrestage 2)
[2:12]
Als ich gestern 17 Uhr in der Sprechstunde beim HNO-Arzt saß,
erlebte ich den Luxus, vorgelesen zu bekommen. Ein Großvater
las nämlich seinem Enkel vor und wir anderen Patienten
partizipierten.
[2:11]
Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 246.
Lektürestatistik: gestern 53 Seiten.
Dienstag, 16. August 2016
[15:18]
Gold war eine sehr überzeugende Farbe. (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[14:55]
... kamen wir unangefochten bis zum Rand der Küste und kletterten
sie hinunter. Dabei brach Boden los. (...) Wir wurden streng
vermahnt, einmal wegen Hildes Angst, zum anderen, weil wir das Hohe
Ufer beschädigt hatten. - Dumm wie ein Badegast! wurde ein Wort
dieses Sommers, und ist lange geblieben.
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[14:54]
Kinder mit so wohligen Namensanfängen: Martin, Matthias und Marlene Dietrich.
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[14:40]
Ich kenne die Lebenden an den Stellen, wo sie zum
Funktionieren kommen; es gibt solche, die würden mir
fehlen. Das sieht freundlich aus, auch freundschaftlich;
und hinterher sind es ein paar Stunden Geselligkeit
gewesen, ohne Kränkung und mit Genuß am anderen. Dann
war es doch nicht, und nur wieder etwas Zeit vorüber.
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[13:30]
Freier Tag 2/2. 35 Wochen ohne Alkohol.
Lektürestatistik: gestern 42 Seiten.
Weiter mit "Jahrestage 2" von Uwe Johnson.
Montag, 15. August 2016
[9:48]
Normalerweise eile ich nach dem Dienst nach Hause, um sofort schlafen zu gehen.
Heute jedoch war ein Sprechstundentermin beim Hausarzt zwecks Blutentnahme
anberaumt. Gleich anschließend fuhr ich noch einkaufen und brauche dies
dann nicht mehr heute Nachmittag oder Abend zu tun. Wenn der Tag eh verhunzt
ist, weil an Schlaf gerade nicht zu denken ist, gucke ich eben Serien.
[9:44]
Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 244.
Lektürestatistik: gestern 50 Seiten.
Sonntag, 14. August 2016
[18:56]
Am Mittwoch stellte Richard Maaß einen Globus ins Fenster. Er vermerkte auf einem Zettel, daß auf der Weltkugel schon die neuen deutschen Grenzen eingedruckt waren. Es war ein Muster, zur Enttäuschung der Kunden, aber Maaß kam auf einundzwanzig Bestellungen.
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[18:12]
"Protestanten entscheiden selber, was vordringlich ist." (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[18:11]
Wenn sie an einem Spiegel vorbeikam, hieß es: Ick kann mi nich helpn, ich finn mi hüpsch. Damit ist sie ihr Leben lang aufgezogen worden. (Weil sie einmal, mit zehn Jahren, sich um eine Viertelstunde beim Kämmen verspätet hatte.) Finnsti tau hüpsch? Even if I say so.
Mit achtzehn Jahren war sie Schnittlauch auf allen Suppen.
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[17:33]
In Cuba wird an Personen über 13 Jahre keine Milch mehr ausgegeben.
(Uwe Johnson: Jahrestage 2) -
Aus dem Kommentar: "Nach einer Meldung von Radio Cuba sollte für
mehrere Monate die bisherige Ausgabe von Milchrationen an 13- bis
65-jährige aufgehoben werden. Als Grund wurde Dürre angegeben."
[15:30]
Der 22. Sonntag nach Trinitatis war nach dem Willen der Regierung in Berlin ein Eintopfsonntag.
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[15:02]
Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 243.
Lektürestatistik: gestern 51 Seiten.
Weiter mit "Jahrestage 2" von Uwe Johnson.
Samstag, 13. August 2016
[19:42]
In der Arbeitswoche 2/13 geht's jetzt zu Nachtdienst 4/5.
[19:00]
Beinahe das eigene Jubliäum versäumt. Das Leipziger Bücherlei
feiert 20-Jähriges. Im August 1996 ging es unter dem Namen
"Bibliomaniac List" online. Meine Sammelwut war einigen in
der Usenetgruppe de.rec.buecher aufgefallen, die meinten:
Stelle das doch allen zur Verfügung. Aus den Informationen
und Weblinks stellte ich im Juli 1996 eine Liste zusammen,
die ich dann regelmäßig in die Gruppe postete und wenig
später auch als Webseite online verfügbar machte.
[17:20]
... entzückt, daß wieder einmal eine Aktion durch Überorganisation zusammengebrochen war. - Die Gesellschaft müßte längst kaputt sein!
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[16:37]
Retweet: Mit zunehmendem Alter werden Äußerlichkeiten gleichgültiger. Das liegt an wachsender Gelassenheit, und abnehmender Sehstärke.
[16:20]
Dann verstand sie nicht, daß Leute in einem solchen Haus ihren
Abfall abends in Tüten an den Lastenfahrstuhl stellen können,
statt daß sie ihn heimlich an die städtischen Papierkörbe an
der Straßenecke tragen müßten. Sie nahm es hin wie noch etwas
Unglaubliches, daß Mr. Robinson jeden Abend um zehn Uhr die
Stockwerke abfährt und den Müll für den Ofen abholt; das war
ihr noch zu erklären. (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[15:51]
Retweet: Erbschuld: Im Anfang schufa Himmel und Erde.
[15:50]
Retweet: "Ich schau jetzt Inglourious Basterds "Du wolltest doch einen Liebesfilm schauen?" "Ja aber da werden Nazis getötet, das ist quasi dasselbe"
[15:49]
Retweet: Viele Kinder werden in einem IKEA-Bett gezeugt. Meins nicht, mir ist das samstags immer zu voll dort.
[15:48]
Retweet: Auf einer Skala von 3.120 Mittelmeertoten 2016 bis Gasangriff auf Aleppo, wie sehr bekämpfen wir nochmal Fluchtursachen?
[15:47]
Retweet: Meine Hitzewellen sind so stark, ich könnte auch ohne Klimawandel an der Erderwärmung schuld sein.
[15:46]
Retweet: Wir beginnen mit leichten Aufwärmübungen am Bücherregal.
[15:45]
Retweet: "Ich mach jetzt auch Olympia!" "Ach was? Welche Disziplin?" "Mittagsschläfer, Einzel."
[15:44]
Retweet: Dieser Tag wird Ihnen präsentiert von: Naja.
[15:43]
Retweet: "Heute ist Tag des Bieres!" "Wo Holsten immer diese Infos her?" "Sowas weiß doch Jever!" "Klugscheißer, ich hab echt die Faxe dicke!"
[15:42]
Retweet: Da will man leben, kreativ sein, die Welt erklären, und dann ist kein Wein im Haus.
[15:41]
Retweet: "Ich habe mir einen Hahn von einer griechischen Insel gekauft." "Kreta?" "Ja, aber zum Glück nur morgens."
[15:40]
Retweet: "Skandinavier haben die beste Bildung" - Viele Deutsche fragen sich jetzt: Wie machen diese verdammten Tschechen das nur?
[15:33]
"Was auf der Erde 100 kg wiegt auf dem Mars nur 38 kg. Ich bin also nicht zu dick, sondern auf dem falschen Planeten."
[15:26]
"Du mußt dir schon selbst Konfetti ins Leben pusten".
[15:25]
"Es regnet seit Tagen. Meine Frau ist deprimiert und guckt ständig durchs Fenster. Ich befürchte, wenn es weiter regnet, muß ich sie wohl reinlassen."
[15:24]
"Was heißt Shalom?" - "Friede." - "Was heißt dann El Shalom?" - "Elfriede."
[15:23]
"Auf Wecker-Verkaufsverpackungen müßten eigentlich auch Schockbilder von aus dem Schlaf gerissenen Menschen aufgedruckt sein."
[15:22]
"Das sind keine Stirnfalten. Das ist ein Sixpack vom Denken."
[15:13]
"Wenn du glücklich bist, informiere dein Gesicht.
[15:11]
Retweet: Wenn Faulheit olympische Disziplin wäre, würde ich extra nur den 4. Platz erreichen, um ni cht aufs Treppchen zu müssen.
[15:10]
"Wer die Wahl zwischen zwei Büchern hat, sollte immer beide nehmen."
[14:55]
Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 242.
Lektürestatistik: gestern 28 Seiten.
Weiter mit "Jahrestage 2" von Uwe Johnson.
Freitag, 12. August 2016
[16:33]
Was Gerda Plath da auftrug an Braten, Bier und Schnaps, es wurde recht langsam weniger. (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[16:10]
... der in den Jahren traurig geworden war, die seine besten hatten sein sollen. (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[16:07]
Fromm ist sie immer gewesen; aber wenn jetzt die Kinder aus
ihrer Christenlehre zurückkommen, die bringen ein Gewissen
mit, das kann Einer gar nicht brauchen am täglichen Tag.
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[16:06]
Von fern aufrechte Haltung, bei nahem besehen, vorsinkende Schultern; Arbeitsschaden oder Mutlosigkeit. (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[15:22]
Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 241.
Lektürestatistik: gestern 42 Seiten.
Weiter mit "Jahrestage 2" von Uwe Johnson.
Donnerstag, 11. August 2016
[20:11]
Ich habe die Fundstücke, die sich aus der Lektüre der
"Jahrestage" ergeben, in einem Special, die ich im LB
"Splitter"
nenne, zusammengefaßt, nämlich den
Uwe-Johnson-Splittern.
Die sonst hier übliche Verlinkung längerer Passagen entfällt.
Das jeweils Neueste steht entgegen der üblichen Praxis
(umgekehrt chronologisch) unten.
[20:00]
Uwe Johnson in seinen Jahresstagen - "Ihr zweiundachtzigstes,
und ein otium cum dignitate wünscht Ihnen Ihre sehr ergebene G. C." -
inspiriert mich zu einer Finesse. Ich liebäugele damit, den
Geburtstagswunsch Gesines "otium cum dignitate"
(würdevolle Muße)
zu übernehmen für Menschen meines und höheren Alters und
konnte dies gleich heute anwenden, weil ein
ehemaliger Kommilitone in Erfurt 50 geworden ist.
[19:56]
Inzwischen kann ich ein stabiles Gewicht von 85 kg annehmen.
Heute zeigte die Waage 84,0 kg. Und das trotz der Eisschlemmerei
vor drei Tagen. Bezüglich des Ausgangsgewichtes von 114 kg noch
im Dezember bedeutet das einen Verlust von 29 kg.
[19:47]
Mr. Smith, in seiner neuen Verwunderung über deutsche Grußsitten, wäre eingefallen, daß Georg VI. sich gräßlich erschrocken hatte, als der deutsche Botschafter ihm mit der ausgestreckten Hand unter die Nase fuhr. Brickendrop hieß der, weil er in jedes Fettnäpfchen trat.
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[19:33]
Alles, was aus Wien erzählt werde, sei wahr: die Begeisterung
über den Überfall, die Plünderung jüdischer Geschäfte. Von den
Juden, die mit Zahnbürsten die Gehsteige putzen mußten, gebe
es ja Fotos. (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[19:30]
Ob Einer in Deutschland klüglich mit einem Hund reise, wenn ihm an Wohlwollen und rechter Bedienung gelegen sei. (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[17:55]
Es war also den Semigs nur in den ersten drei Wochen freundlich
gegangen beim Grafen Naglinsky. Dann hatte Dora sich nicht mehr ins
Dorf getraut, und zum Spazierengehen nur in die Forsten, die Beatus
für Fremde gesperrt hatte. Im Dorf hatte Arthur nur zweimal Arbeit
bekommen, dann war er erkannt als Jude, und seine Frau auch. "Wie es
ja ist." Sie war angespuckt worden. "In Österreich riechen sie es."
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[16:50]
Zwar war es nicht das Leningrader Sinfonieorchester, das die
Sowjetunion 1961 in den Weltraum schickte, sondern ein Tonband
mit Gesängen des einhundertzehnköpfigen Pjatnitzki-Chors, um
die westlichen Kollegen zu täuschen. Die Sowjets finden den
Witz so gut, sie mögen ihn nicht für sich behalten.
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[15:30]
Die durchreisenden Kulturkritiker, die unermüdlich die Nachricht
vom Sterben New Yorks mit nach Hause bringen, haben gern auch das
Telefonnetz der Stadt zusammenbrechen hören oder, der Vollständigkeit
halber, die Postzustellung im Todeskampf gesehen.
(Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[14:44]
Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 240.
Lektürestatistik: gestern 57 Seiten.
Weiter mit "Jahrestage 2" von Uwe Johnson.
Mittwoch, 10. August 2016
[18:00]
Du wolltest doch wissen, warum es jetzt so oft knallt in den
Straßen. Die New York Times hat es dir herausgefunden. Der
Regen von gestern abend, das dünne Schneetreiben heute mittag
hat ja nicht nur dich am Nacken erwischt, das Wasser lief auch,
innig mit dem Tausalz verbunden, in die Kabelschächte, schloß
die Leitungen kurz und brachte Gas zum Explodieren. Das war
das Geräusch, das die Schachtdeckel machten: Pop. (Uwe Johnson:
Jahrestage 2)
[17:17]
Gestern habe ich gesündigt, indem ich einen 1000-g-Becher
Walnußeis in mich hineingeschaufelt habe. 2500 kcal zusätzlich.
Mathematisch gesehen müßte ich in der kommenden Woche täglich
300 bis 400 kcal weniger essen, um auszugleichen. Heute wog
ich mich wegen dieser Diätsünde noch nicht, aber auch wegen
des LZ-EKG, dessen Gewicht ich nicht abschätzen kann und will.
Allgemein gelang es mir jedoch, das Gewicht in den letzten
Wochen zwischen 85 und 86 kg stabil zu halten, so daß ich
mir das Eis ohne schlechtes Gewissen gönnte.
[17:11]
Einen unziemlichen Vorrat von Kerzen hat sie angelegt, weil "New York so leicht dunkel werden kann". (Uwe Johnson: Jahrestage 2)
[16:40]
Heute Morgen zwei Stunden unterwegs gewesen, um mir in
der Funktionsabteilung meiner Klinik ein 24-Stunden-EKG
anlegen zu lassen. Diese Maßnahme stammt noch aus der
Behandlung von vor Wochen, als ich im Krankenhaus lag
und ein nachstationäres LZ-EKG empfohlen worden war. -
Nach dem Nachhausekommen von 10 Uhr bis 16.15 Uhr
geschlafen. Anhaltende Erschöpfung und Verfall. Ich
spüre jeden Herzschlag als singuläres Ereibnis, oft
ein Zittern und Flattern des Herzschlages, auch wenn
der tastbare Puls normal erscheint. So gesehen, PASST
dieses EKG im Moment, weil es anzeigen wird, ob die
Beschwerden Herzaktionen entsprechen oder nicht und
dann als psychosomatisch gesehen werden müßten. Was
mir auch nicht hilft, den Alltag besser zu überstehen.
[16:30]
Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 239. Auch gestern
keine Lektüre.
Dienstag, 9. August 2016
[8:46]
Freier Tag 2/2. 34 Wochen ohne Alkohol. Gestern keine Lektüre.
Mir ging und geht es nicht gut. Ich lag fast ohne Pause im Bett.
Schwindel, Benommenheit, Erschöpfung, mal Herzrasen, dann wieder
langsamer Herzschlag. Deswegen passiert hier zurzeit nichts, was
ich notieren könnte. Statt Lektüre gucke ich TV-Serien.
Montag, 8. August 2016
[13:56]
Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 237.
Lektürestatistik: gestern 43 Seiten.
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