Bücherlei Miszellen (27) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch
Montag, 9. Mai 2016
[8:00]
Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 146.
Lektürestatistik: gestern 100 Seiten.
Wie immer nach dem Nachtdienstzyklus am so genannten Ausschlaftag
morgens keine Lektüre, sondern Serien. Natürlich hole ich sofort
den gestrigen Münsteraner Tatort nach: "Ein Fuß kommt selten allein" (E986).
Sonntag, 8. Mai 2016
[14:40]
Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 145.
Lektürestatistik: gestern 99 Seiten.
Weiter mit "Bauern, Bonzen und Bomben" von Hans Fallada.
Samstag, 7. Mai 2016
[19:00]
Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 144.
Lektürestatistik: gestern 100 Seiten.
Aktuelle Lektüre: "Bauern, Bonzen und Bomben" von Hans Fallada.
Freitag, 6. Mai 2016
[15:33]
Buch beendet:
"Spiegelbild im goldnen Auge" von Carson McCullers,
Diogenes, 183 Seiten.
[13:11]
Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 143.
Lektürestatistik: gestern 139 Seiten.
Weiter mit: "Spiegelbild im goldnen Auge" von Carson McCullers.
Donnerstag, 5. Mai 2016
[15:51]
Buch begonnen: "Spiegelbild im goldnen Auge" von Carson McCullers.
[15:15]
Buch beendet:
"Die Muse des Departements"
von Honore de Balzac,
btb, 210 Seiten.
[13:46]
Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 142.
Lektürestatistik: gestern 97 Seiten.
Weiter mit: "Die Muse des Departements" von Honore de Balzac.
Mittwoch, 4. Mai 2016
[11:47]
Die Hälfte aller Zufälle geschieht absichtlich. (Honore de Balzac: Die Muse des Departements)
[11:40]
Wohl selten verläßt ein Ehefahrzeug den Hafen, auf dem nicht der
Klabautermann früher oder später im Takelwerke gesehen wird.
(Heimito von Doderer: Ein Mord den jeder begeht)
[11:39]
Heimito von Doderer: Falsches Sozialisieren.
[10:18]
... weil doch diese alten Römer und Griechen Bewohner von
Schultaschen sind... (Heimito von Doderer: Ein Mord den jeder
begeht)
[10:16]
Es war, wie einst der Schulbeginn im Herbste, als man ein
wenig die Nase in die neuen Bücher gesteckt hatte, die noch
leicht widerstrebend sich öffneten und buchhändlerisch rochen,
noch nicht nach der Schule. (Heimito von Doderer: Ein
Mord den jeder begeht)
[10:15]
... hat niemand das Recht, einen anderen an dessen schwächster
Stelle zu provozieren. (Heimito von Doderer: Ein Mord den jeder
begeht)
[10:14]
Was=!genau man sich erhoffte vom Neuen-Anderenleben -: Stets ist des-Menschen Faszination dafür am !größten, wovon er am !wenigsten weiß.
(Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)
[9:44]
Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 141.
Lektürestatistik: gestern 57 Seiten.
Weiter mit: "Die Muse des Departements" von Honore de Balzac.
Dienstag, 3. Mai 2016
[17:43]
Es enthält wohl jeder Charakter einen vom Schöpfer tief eingebauten
absichtlichen Konstruktionsfehler in seiner Mechanik, als die größte
Gefahr, aber auch die größte Möglichkeit für das Leben des Trägers,
letzteres etwa so, daß einer nur diese Stelle zu entdecken braucht,
um damit auch schon seinen ganzen übrigen Charakter aus den Angeln
heben zu können, ihn aufzuheben, und völlig frei zu werden...
(Heimito von Doderer: Ein Mord den jeder begeht)
[17:40]
"Und was macht Sie, abgesehen von Ihrer Jugend, besonders glücklich?" (Heimito von Doderer: Ein Mord den jeder begeht)
[17:03]
Es gibt Stockflecken der Seele. Feinere Leute pflegten das vor
einiger Zeit noch "Komplexe" zu nennen. Heute trägt man längst
wieder was anderes. (Heimito von Doderer: Ein Mord den jeder begeht)
[17:02]
... die gläsernen Hände der Vernunft stemmten sich bekanntlich stets vergeblich gegen das Drängen blinder Güte. (Georg Klein: Barbar Rosa)
[17:01]
... bewies durch seinen Hochmut nur, daß alle langgeschulten und gut
bezahlten Spezialisten irgendwann von jenem Verschleiß der
Wahrnehmung befallen werden, der mit Berufsblindheit allzu
beschönigend umschrieben ist. (Georg Klein: Barbar Rosa)
[17:00]
Kurti und ich stimmen, wenn ein Gespräch diesen Gemeinplatz findet,
schnell darin überein, daß es im Leben unendlich schwer sei, das
Angenehme mit dem Nützlichen zu paaren. (Georg Klein: Barbar Rosa)
[12:55]
Wie alle Menschen, die einen Plan verfolgen, war er freundlich. (Honore de Balzac: Die Muse des Departements) - Falls dies wirklich stimmt, muß ich als ziemlich arglos gelten.
[12:22]
Wenn alle Welt bucklig ist, wird eine schöne Gestalt zur Mißgeburt. (Honore de Balzac: Die Muse des Departements)
[11:34]
Warum mußte ich bei "arithmetisch-politischer Vorschlag" (Honore de Balzac: Die Muse des Departements)
an die Causa Böhmermann-Erdogan denken?
[11:13]
Wortperlen: "Provinzbosheit": (Honore de Balzac: Die Muse des Departements)
[10:42]
Buch begonnen:
"Die Muse des Departements" von Honore de Balzac.
Nachdem ich zirka neun Stunden geschlafen habe, sollte diese Zäsur
genügen, um nach dem fulminanten und verstörenden Jirgl ein
Anschlußbuch zu wagen.
[0:05]
Buch beendet:
"Nichts von euch auf Erden" (PT)
von Reinhard Jirgl,
Hanser, 510 Seiten.
[0:00]
Freier Tag 2/2. 20 Wochen ohne Alkohol.
Lektürestatistik: gestern 92 Seiten.
Montag, 2. Mai 2016
[19:22]
"Ich trage den genetischen Defekt der Selbstgerechtigkeit in mir. Das, was Moralistinnen eben so auszeichnet. Diese Eigenschaft befindet sich in einem Dauerbattle mit dem anderen Teil in mir, der hochgradig albern ist. Es gewinnt immer der, den zuletzt die Kraft verlässt." (Sibylle Berg im Interview)
[18:50]
Wir betten und versorgen einen Pflegepatienten und mühen uns sichtlich und vor allem hörbar ab, weil er durch eine Halbseitenlähmung schwer auf die Seite zu drehen ist. Vom Nachbarbett, wo ein dementer, freundlicher Patient liegt, ertönt eine Stimme: "Kann ich Ihnen irgendwie helfen?"
[18:47]
Retweet: Ich schalte jetzt mal den Fernseher ein. Ich will ja nicht den ganzen Tag gute Laune haben.
[18:46]
Retweet: Ich rechne Freizeit immer noch in Bücher um.
[18:45]
Retweet: Was fehlt: Red Bull Augentropfen (hochkonzentriert)
[18:44]
Retweet: "Ich weiß nich, wen ich soll folgen soll." "Dativ." "Dem kenn ich gar nich!"
[18:43]
Retweet: "Papa? Was ist Sarkasmus?" "Arznei in 3. Weltländer zu schicken, auf denen ein Hinweis steht, dass man sie nach dem Essen einnehmen soll"
[18:42]
Retweet: "Man hat mir einen wahnsinnig hohen IQ bescheinigt." "BMI! DAS HEISST BMI!"
[18:41]
Retweet: "Können Sie nicht wenigstens mal so tun, als kämen Sie gerne zur Arbeit?" "ICH WERDE HIER NICHT FÜR'S SCHAUSPIELERN BEZAHLT!"
[18:40]
Retweet: "Wie komme ich zur Vernunft?" "Tut mir sehr leid. Ich bin auch nicht von hier."
[8:42]
Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 139.
Lektürestatistik: gestern 72 Seiten.
Aktuelle Lektüre: "Nichts von euch auf Erden" von Reinhard Jirgl.
Sonntag, 1. Mai 2016
[20:20]
Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 138.
Lektürestatistik: gestern 72 Seiten.
Aktuelle Lektüre: "Nichts von euch auf Erden" von Reinhard Jirgl.
Samstag, 30. April 2016
[19:30]
Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 137.
Lektürestatistik: vorgestern 93 + gestern 81 Seiten.
Immer noch bei "Nichts von euch auf Erden" von Reinhard Jirgl.
Donnerstag, 28. April 2016
[20:05]
Mein Hausärztin hält mich im Prinzip für einen Jammerlappen.
Blutwerte und EKG sind tipptopp. Mein Krankheitsempfinden,
das Gefühl der Erschöpfung - auch jetzt im Urlaub! - wären
somit psychosomatischer Natur. Ich bin gespannt, wie lange
es brauchen wird, bis die Arbeit mich wiederum auf die Knie
gezwungen hat. Die Leser dieser Miszellen erinnern sich, wie
sehr ich in den letzten Wochen vor dem Urlaub auf dem Zahnfleisch
gekrochen bin, wie ich mir nicht mehr vorstellen konnte, auch
nur einen weiteren Tag arbeiten zu müssen und wie es dann doch
ging, wie es eben immer weitergeht, weil der Mensch ungeheuerliche
Fähigkeiten, Kräfte und Reserven hat. Wie auch immer, allzu viele
Hoffnung habe ich natürlich nicht, daß es dieses Mal anders und
besser verlaufen wird. An den Bedingungen hat sich nichts
geändert, was die Folgen erwartbar aussehen läßt. Ok, folks,
let's going on!
[19:56]
Claudia Klinger berichtete
über ihren ersten Besuch in einem Pflegeheim, woran sich in
den Kommentaren eine kleine Sammlung von Erfahrungen ergeben hat.
[19:53]
Darüber hinaus bin ich gespannt, wieviele Kilo mehr die Waage
anzeigen wird. Ich nahm in der vergangenen Woche mehr Kalorien
zu mir, als ich verbrauchte, muß in der kommenden Woche demnach
mehr Obacht walten lassen. Über das Ergebnis der Waage berichte ich morgen.
[19:50]
Muffensausen. Der 19-tägige Urlaub ist definitiv zuende. Gleich
gehts zum ersten Nachtdienst. Den ganzen Tag über war ich heute
aufgeregt und unruhig. Das ist immer so bei & nach längerer
Abwesenheit von Station. Den Arbeitsrhythmus wiederzufinden, dauert
erfahrungsgemäß einige Tage; besonders haarig ist aber stets
Dienst Nummero 1.
[17:29]
Leise, von einer eiernden Kassette arg verzerrt, erklang Musik, und
ich erkannte die Melodie eines uralten Schlagers. Er stammt aus
einer Filmrevue, wie man sie einst in den Studios des östlichen
Stadtrands drehte, in jener fernen Epoche, als Kriegsterror und
Mangel das Publikum zu allen Tageszeiten in die Kinos trieben. Ich
selbst kann mich noch dunkel einer Großtante entsinnen, die, obschon
vom jahrzehntelangen Wohlstand unförmig geworden, erneut hungrig und
hohlwangig dreinzuschauen vermochte, wenn einer dieser Filme im
Sonntagsnachmittagsprogramm des Fernsehens lief. (Georg Klein:
Barbar Rosa)
[17:25]
Von Hella weiß ich, daß mein Freund Kurti besonders schöne Augen
hat. Sie sagte einmal, sogar ein Reh müßte angesichts der langen,
seidigen Wimpern und des Bernsteinfeuers in Kurtis Blick beschämt
die Lider senken. (Georg Klein: Barbar Rosa)
[17:24]
Der stadtbekannte Scheidungsprozeß wurde von allen breitgetreten,
und der Sanitätsrat stellte fest: "Ja, die Ehescheidung ist auf dem
besten Wege, unter die Sakramente unserer bürgerlichen Gesellschaft
aufgenommen zu werden." (Herman Bang: Exzentrische und stille
Existenzen. Erzählungen)
[11:20]
"Ach, Herr Ask", warf Frau Madderson dazwischen, "ich habe
eben erst dem Herrn Rechtsanwalt eines Ihrer Bücher
vorgelesen. Wir lesen doch stets von acht bis zehn." Herr
Seijer führte an, das Vorlesen sei wohl jetzt aus bestimmten
Gründen in den Familien nicht mehr üblich: "Denn man kann
dabei doch nicht so gut wie jede zweite Seite überspringen."
(Herman Bang: Exzentrische und stille Existenzen. Erzählungen)
[11:19]
Fräulein Minna Hauch, die gerade festgestellt hatte, daß
man nie wieder einen Tänzer wie Scharff finden würde,
beteiligte sich an der Literaturdebatte und meinte:
"Diesen Jens Peter Jacoben trifft man doch jetzt allgemein
in vielen Familien an - zur Konfirmation." "Ja",
berichtete Fräulein Ottilia, "wir selbst haben ihn auch
schon verschenkt. Es sind zwei als Geschenk wirklich
geeignete Bände." (Herman Bang: Exzentrische und stille
Existenzen. Erzählungen)
[11:17]
Rechtsanwalt Schou indessen stülpte die Lippen vor: "Die Literatur
ist für meine Frau da. Ich für mein Teil aber muß die Rechnungen und
die Ledereinbände bezahlen." Der Sanitätsrat hob Grau Bella das Glas
entgegen: "Vielleicht ist die moderne Literatur dennoch nützlich
gewesen. Sie hat uns mitunter auf das vorbereitet, was uns
bevorsteht." (Herman Bang: Exzentrische und stille Existenzen.
Erzählungen)
[11:16]
Frau Madderson lachte: "Na, ich finde Frauenromane ein bißchen
unbehaglich." "Warum, gnädige Frau?" fragte Willy. "Ach Gott, Herr
Willy", entgegnete Frau Madderson, "man ist doch seiner kleinen
diskreten Heimlichkeiten nie mehr sicher." (Herman Bang:
Exzentrische und stille Existenzen. Erzählungen)
[9:59]
Retweet: Natürlich ist das Glas deines Lebens nicht halb leer, sondern halb voll. Aber es ist Milch drin und du bist Laktoseintolerant.
[9:58]
Retweet: Mit einem großen Satz wollte ich aus dem Bett springen – dafür wählte ich Thomas Mann. Er hat die längsten Sätze.
[9:57]
Retweet: Die Vögel haben ihr Konzert abgebrochen. Ich poche auf Vertragserfüllung ...
[9:56]
Retweet: In London damals alle so: “Oh Gott! Nicht auch noch Shakespeare! 1616 kann echt weg.”
[9:40]
Was ich fast genauso hasse, wie zu Ärzten zu gehen, weil
der Aufwand immens hoch ist (Wege + Wartezeit + Aufregung),
ist es, vorher einen Termin auszuhandeln. Erst einmal jemanden
an die Strippe bekommen. Dann einen Termin finden, der für mich
als Dauernachtdienstler praktikabel ist. Für zwei neue
"Körperbaustellen" - Angiologe & Urologe - habe ich vorhin
zwei Termine Ende Juni ergattert, jeweils um 8.15 Uhr. Nach dem
Nachtdienst muß ich dann morgens jeweils durch Leipzig gondeln
und werde dann vielleicht erst 10.30 Uhr oder 11 Uhr zuhause
und im Bett sein. Auf diese beiden Arzttermine muß ich nun
8 Wochen lang warten. Sie stehen auch nicht allein, sondern
kommen zu den fast wöchentlichen Zahnarztsitzungen dazu,
die nach meinem Urlaub ab kommender Wochen wieder anlaufen.
Ich HASSE Termine. Tage mit Terminen sind für mich verloren,
weil ich schon am Vortag aufgeregt bin und am Tag selbst dann
für alles andere verloren bin, vor allem die Lektüre kann
gestrost geknickt werden.
[7:38]
Die Wahrheit ist, daß meine Gesundheit, besonders meine geistige
Gesundheit, obwohl ich Arzt bin, die letzte Zeit ziemlich kümmerlich
gewesen ist. Ich bekomme Anfälle von Elationen und Depressionen und
auch gelegentlich Attacken von Morgengrauen.
(Walker Percy: Liebe in Ruinen)
[7:38]
Die Wahrheit ist, daß meine Gesundheit, besonders meine geistige
Gesundheit, obwohl ich Arzt bin, die letzte Zeit ziemlich kümmerlich
gewesen ist. Ich bekomme Anfälle von Elationen und Depressionen und
auch gelegentlich Attacken von Morgengrauen.
(Walker Percy: Liebe in Ruinen)
[7:13]
"Kann man jedoch billige Materialien bekommen", blieb Herr
Schou bei seinem Thema, "dann liegt es nur noch am Arbeitslohn.
Alle Besitzenden sollten sich schnell gegen diese Gewerkschaften
rüsten. - Oder was meinen Sie", wandte Herr Schou sich
plötzlich an Herrn Ask, "was ist Ihre Meinung über die
verfluchte Sozialdemokratie, die uns die halbe Konjunktur
ruiniert?" "Ich meine nichts", antwortete William Ask. "Das
ist wohl eine Partei wie die andern - mit Führern, die auch
an die Krippe wollen." (Herman Bang: Exzentrische und stille
Existenzen. Erzählungen)
[7:11]
"Auf jeden Fall gehört Grips dazu, um hochzukommen", gab der
Assistent geschwind zurück. "Reichen Ellenbogen nicht auch?"
fragte Frau von Hahn, deren Stimme leicht ins Quaken geriet.
(Herman Bang: Exzentrische und stille Existenzen. Erzählungen)
[7:10]
Im selben Augenblick sprachen die beiden Fräulein Hauch unvermittelt
von einem Grundstück, das sie in der Nörrebrogade besaßen.
"Natürlich, das gehört ja Ihnen beiden", fuhr Herr Meyer dazwischen.
Seine Ohren mußten sehr beweglich sein, denn sowie man ein
Grundstück erwähnte, standen sie plötzlich von seinem Kopf ab - wie
bei einem Kaninchen. (Herman Bang: Exzentrische und stille
Existenzen. Erzählungen)
[7:09]
Fräulein Seijer hampelte unter dem Tisch mit ihren alten
Gliedmaßen herum, wobei man nie wußte, ob diese Bewegung
auf aufgespeicherter Lebenslust beruhten, oder ob es sich
um eine Art von Krämpfen handelte. (Herman Bang:
Exzentrische und stille Existenzen. Erzählungen)
[7:08]
Ihr strohblondes Haar umrahmte ein Gesicht, das trotz mehrerer
Vertrauensstellungen bei wohlhabenden Witwern einen verhältnismäßig
unschuldigen Zug bewahrt hatte. (Herman Bang: Exzentrische und
stille Existenzen. Erzählungen)
[7:07]
Von oben hörte man einen Wortwechsel zwischen Frau von Casse-
Muckadell und Eugenia. Wenn Frau Muckadell mit Untergebenen sprach,
merkte man ihrem Tonfall noch immer an, daß sie sich - durch drei
Ehen - von der Wirtschafterin auf einem Gutshof in den Adel
hinausgeheiratet hatte. (Herman Bang: Exzentrische und stille
Existenzen. Erzählungen)
[6:57]
Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 135.
Lektürestatistik: gestern 100 Seiten.
Weiter mit "Nichts von euch auf Erden" von Reinhard Jirgl.
Mittwoch, 27. April 2016
[18:09]
... er war kitzlig, wie es die Kinder der Liebe ja sein sollen. (Herman Bang: Exzentrische und stille Existenzen. Erzählungen)
[18:08]
Mit dem Vater war gerade nicht zu spaßen. Er war Müllerknecht, und
es konnte vorkommen, daß er in der Eile mit den Jungen ebensoschnell
hantierte wie mit seinen Säcken. (Herman Bang: Exzentrische und
stille Existenzen. Erzählungen)
[18:07]
Wenn ich (...) eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes
Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat. (Juli
Zeh: Unterleuten)
[18:06]
Die Liebe war überhaupt etwas Fürchterliches, etwas, das nur schief gehen konnte. (Karen Duve: Die entführte Prinzessin)
[10:22]
Ich weiß ja nicht, wen Ihr statt Prinz Diego im Herzen tragt, aber
spätestens ein Jahr nach der Vermählung ist auch der schönste und
liebevollste Mann bloß noch wie ein Bild, das schon seit Ewigkeiten
an derselben Stelle hängt und das man nicht anschauen kann, ohne zu
gähnen. (Karen Duve: Die entführte Prinzessin)
[10:21]
Die Prinzessin ging unter wie ein Stein. Die Wassertemperaturen im
Nordland waren nicht so, daß der Schwimmsport sich dort hätte
etablieren können. (Karen Duve: Die entführte Prinzessin)
[10:20]
Der schwarze Prinz haßte Rosen. Er haßte auch Tulpen und Anemonen
und Paeonien und Lilien. Er haßte sogar Veilchen und Rittersporn, er
haßte alles, was blühte oder sich irgendwie kultivieren ließ. Der
Prinz war Vegetarier, aber nicht, weil er Tiere liebte, sondern weil
er so viele Pflanzen wie möglich vernichten wollte. (Karen Duve: Die
entführte Prinzessin)
[10:14]
Kein Schmerz ist größer als der, der in dem Moment entsteht, wo das
erwartete Glück zum Greifen nah ist. (Emmanuel Bove: Monsieur
Thorpe. Erzählungen)
[10:13]
Das ist nicht die beschönigende Wirkung der Erinnerung, nicht die
Selbsttäuschung, mit der Eheleute nach berüchtigt schlechter Ehe zu
Allerseelen einer des anderen Grab bekränzen. (Laszlo Nemeth:
Abscheu)
[10:10]
Der Mensch in seinem blinden Tasten weiß nie, wo er auf das Verhängnis trifft. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[10:09]
"in der gemeinsamen Menschheitsbrühe" (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[6:28]
Der kleine Kaplan hatte nicht ganz recht. Er hat allerlei gelernt,
überdies ist er ein Mann. Männer aber schauen durch Begriffe in die
Welt. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[6:27]
"Ich aber möchte unsere Verlobung formgerecht anzeigen können." -
"Leider bewähre ich mich aber in gesetzlich geregelten Beziehungen
nicht, Herr Doktor." (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[6:26]
Laszlo Nemeth:
Der Chefarzt //
Freundchen, Lungenentzündung!
[6:26]
Nichts kann einem größere Freude bereiten, als die Entfaltung einer
neuen Fähigkeit an sich zu beobachten. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[6:25]
Von der Bühne wird behauptet, sie zeige verdichtetes Leben. Auch das
Krankenhaus ist ein solch verdichtetes Leben. Der größere Teil des
Lebens - Ohnmacht, Ausgeliefertsein, Leiden - hat sich darin
verdichtet. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[5:55]
Da ich gerade bei Buchtiteln bin.
Jaroslav Hasek schrieb nicht nur den
Schwejk,
sondern auch unzählige Kurzgeschichten, von denen ein Band mit dem Titel
"Die Ausrottung der Praktikanten der Speditionsfirma Kobkán. Absurde Geschichten"
bei Reclam erschienen ist und in dem nichts mehr von Bräsigkeit zu spüren
ist, die man vielleicht mit der Filmfigur des Schweijk verbinden mag.
Hasek pflegt stattdessen einen atemberaubenden anarchischen Furor.
[5:46]
Das Sachbuch Der Hunger von Martín Caparrós hat einen engagierten Untertitel: "Wie zum Teufel können wir weiterleben, obwohl wir wissen, dass diese Dinge geschehen?"
In diesem Interview
kann man das Thema dieses mit 844 Seiten doch umfangreichen Werkes vertiefen.
[5:35]
Seine Häßlichkeit hatte ihn sogar ganz besonders mit den Leiden der Menschheit verbunden. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[5:33]
Im Frühjahr nahm mich der kleine Kaplan dann doch einmal
in sein Spital mit. Allmählich hatte auch ich diesen
jungen Geistlichen liebgewonnen. In ihm hatte die Soutane
den Menschen nicht ausgelöscht. Das ist, glaube ich,
gerade die Krankheit der Geistlichen - daß sich ihr
Menschsein mit der Tradition ein Leben lang nicht
verschmelzen kann. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[5:25]
Wie mangelhaft doch das Gesicht die Handschrift der Seele
wiedergibt. Wie verschieden die Gefühle, die andere darin zu lesen
meinen, von unseren wahren Empfindungen sind. (Laszlo Nemeth:
Abscheu)
[5:19]
... die Not bringt die Menschen selten zusammen. Was man für
Näherkommen hält, ist in Wirklichkeit nichts als ein
Zwangszusammenschluß. Die großen, unheilbaren Gegensätze drängen
sich im Unglück genauso schnell an die Oberfläche wie in üppigem
Wohlstand. Die menschliche Unzulänglichkeit ist nur in gemäßigtem
Klima zu ertragen. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[5:11]
19. und damit letzter Urlaubstag. Tage ohne Alkohol: 134.
Lektürestatistik: gestern 142 Seiten.
Dienstag, 26. April 2016
[21:33]
Probeweise begonnen habe ich "Nichts von euch auf Erden"
von Reinhard Jirgl. Jirgl zu lesen ist ein Wagnis, weil
Umfang und Form seiner Bücher außergewöhnlich sind.
Nach "Abschied von den Feinden" und "Die Stille" ist
es mein drittes Buch dieses Schriftstellers.
[20:36]
Ich habe früher immer bei allem Neuen mitgemischt, was im Web aufkam.
Noch bevor ich auf Twitter stieß, war ich bei
Plurk,
einem ähnlichen Kurznachrichtendienst, der sich leider nicht
bei der breiten Masse durchzusetzen vermochte, mir aber sehr
zusagte, besonders weil sich die einzelnen Plurks (wie Tweets)
kommentieren ließen. Die Timeline bei Plurk war und ist übrigens
horizontal, nicht vertikal. - Ich war von Anfang an bei
Ello.
Den ersten Blogeintrag schrieb ich am 29. April 2001 - es steht
also das 15-jährige Jubiläum an. Damals hatte ich 'ne Menge
Blog bei Antville.
Aktiv ist einzig noch das Freitod-Weblog,
neu als Experimentierfeld war im letzten Jahr das gleichnamige
Bücherlei-Weblog,
welches ich mal brauchte für kurze Zitate, denen es eine URL
zuzuordnen galt. Ach, und ich war bei Diensten, die es nicht mehr
gibt: formspring, quote.fm, Potluck, Threewords.me und Posterous. Auch bei
Diaspora,
Quora,
Tumblr,
Quitter,
Stumble
und
Mammothhq.
Ich habe eine Visitenkarte bei
about.me,
hoste immer noch Fotos bei Flickr
und Instagram.
Ich war längere Zeit im BücherWiki aktiv.
Geblieben ist von alledem nur meine Homepage. Selbst Twitter-
und
Facebookaccount lasse ich größtenteils ruhen.
[19:18]
"Gehirnphimose" - (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)
[17:02]
Mein Arbeitgeber
bietet jetzt den Service für Patienten an,
sich eine medizinische Zweitmeinung einzuholen.
[16:41]
Morgen der letzte Urlaubstag. Bis zum nächsten Urlaub in
der zweiten Julihälfte liegen 12 Arbeitswochen vor mir.
Ursprünglich beabsichtigt hatte ich, während dieser
Urlaubstage beim Arbeitgeber einen Antrag auf
Arbeitszeitverkürzung zu stellen. Mein Plan: von 40 auf
32 Wochenstunden heruntergehen, was bedeudete: statt zwei
in Zukunft drei freie Tage pro Woche zu haben. Finanziell
stellt das kein Problem dar, und ich frage mich, warum
ich diesen Schritt nicht eher schon unternommen habe.
Den Antrag möchte ich so bald wie möglich stellen, muß nur
erst herausfinden, wie das formell zu bewerkstelligen ist.
Bis ich dann einen
Entscheid bekommen, können zudem viele, viele Wochen ins
Land gehen. Meine Hoffnung ist, ihn bis zum nächsten Urlaub
zu haben und dann mein Arbeitsleben mit einem freie Wochentag
mehr vielleicht etwas entspannter fortführen zu können.
[16:11]
Ein neuer Eintrag im Tagebuch: Ein schwarzer Tag.
[15:35]
Tja, schön wär's:
"... ungebrochenen Mutes und hellen Geistes bei aller Veränderung ihrer Daseinsumstände."
(Heimito von Doderer: Ein Mord den jeder begeht)
[15:12]
Fräulein von Hahn gab ihrem zweiunddreißigjährigen Gesicht ein siebzehnjähriges Lächeln. (Herman Bang: Exzentrische und stille Existenzen. Erzählungen)
[15:01]
Buch beendet:
"Kind aller Länder"
von Irmgard Keun,
Kiepenheuer & Witsch, 222 Seiten.
[13:45]
Offenbar hatte Sanyi in seinen langen Briefen auch die Vergangenheit
aufgerollt, um die Einwirkung äußerer Umstände und den Einfluß der
Gestirne, die die Deichsel unserer glücklichen Ehe verrückt hatten,
ausfindig zu machen. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[13:44]
"Es gibt Mädchen, die nicht für die Ehe geschaffen sind. Tante
Szerena, Sie haben auch nicht geheiratet. Warum nicht? Wir
hatten zu Hause eine Fotografie: die drei Otrubai-Mädchen.
Die schönste von ihnen war die Tante Szerena. Und doch haben
gerade Sie nicht geheiratet. Warum nicht? Weil Sie die gleiche
Einsamkeit wie ich in sich tragen. Auch Sie wollten unter
Menschen mit sich allein bleiben." (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[13:43]
"Mit dir kann man nicht wie mit einem Menschen reden. Du machst sogar Abel zum Mörder." (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[10:04]
... diesen Prozeß rapider Versteinerung heutzutage bei den Menschen zu beobachten.
(Irgmarg Keun: Kind aller Länder)
[8:49]
Der Haß rennt gegen Kerkermauern an; er fühlt das Unrecht nicht in sich, sondern um sich. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[8:47]
Was ist in einem Menschen das Stabile, wo ist der Boden, auf den er
sich selber stellen könnte, wenn die Wahrheit so in ihm schwankt?
(Laszlo Nemeth: Abscheu)
[8:46]
Das Schrecklichste in einer Ehe ohne Liebe ist, daß ein einziger
Satz in alle Winkel und Ecken des Charakters hineinleuchtet. Man
steht immer dem Ekel vor dem Ganzen gegenüber. In einem einzigen
Wort geben sich so viele verhaßte Züge ein Stelldichein, daß man
zuerst zurückschlagen soll. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[8:42]
Und so wird dem, den das Leben von der Liebe ausgeschlossen hat,
langsam zum Vergnügen, seinen Haß öffentlich zu zeigen. (Laszlo
Nemeth: Abscheu)
[8:41]
... ausbruchbereite Empörung. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[8:40]
... kam nichts anderes als Selbstlob hervor: "Einem Mann hast du,
kann ich dir sagen... Männer wie mich wüßte man von Staats wegen
züchten." (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[8:39]
Rozsa suchte Imres Ohr. Diesem galten die heißen, knabbernden
Bewegungen. Den Arm in seinem Schoß, saugte sie gierig am Ohr ihres
Mannes. Und darin schien ein unwiderstehlicher Zauber zu liegen,
denn Imre sank langsam zurück, von seinem Gesicht verschwand der
Zorn, er runzelte nur das Kinn und spitzte seine Lippen wie ein
Kind, das die Verrichtungen seiner Notdurft genießt. (Laszlo Nemeth:
Abscheu)
[8:36]
... war der katholische Kaplan geladen, wohlbeleibt und von
weiblichem Äußeren, der aber ein wahrer Pfiffikus im Zuprosten war,
so daß es den Männern nicht gelingen wollte, ihn unter den Tisch zu
trinken. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[8:35]
Das Furchtbare in einer schlechten Ehe - und welche wäre das nicht -
ist, daß die lieben Gewohnheiten des einen die Höllenqualen des
anderen sind. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[8:32]
Sanyi führte das Wort, Überzeugung durch Stimmaufwand ersetzend. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[8:30]
... die eine oder andere windstille Periode ihres Lebens. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[8:29]
Ich habe auch später beobachtet, daß ständige Reibereien,
gegenseitiges Sich-Quälen, die Menschen mehr verbindet als gleiche
Denkungsart oder Achtung voreinander. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[8:26]
Jedes Eichhörnchen, das im Herbst seine Nüsse vergräbt, damit es
auch noch im Winter was zu essen gibt, betreibt bessere Vorsorge,
als es die Menschheit auf die Reihe gekriegt hat. (Karen Duve:
Macht)
[8:25]
Ich weiß noch, wie wir in der fünften Klasse im Kunstunterricht die
Aufgabe bekamen, das Auto der Zukunft zu zeichnen, und ausnahmslos
alle malten solche eiförmigen, windschlüpfrigen Kisten, wie sie
heute überall herumfahren. Das war vor 58 Jahren! Wieso haben die
Ingenieure 58 Jahre gebraucht, um Autoformen zu entwickeln, die
jedem Fünftklässler innerhalb einer Kunst-Doppelstunde einfallen?
(Karen Duve: Macht)
[8:18]
Urlaub 18/19. 19 Wochen ohne Alkohol.
Lektürestatistik: gestern 205 Seiten.
Weiter mit "Kind aller Länder" von Irmgard Keun.
Montag, 25. April 2016
[16:50]
Buch begonnen:
"Kind aller Länder" von Irmgard Keun. -
Naja, begonnen. Bevor ich so richtig ins Buch verschwinde, brauche
ich zwischen zwei Büchern eine Zäsur, die ich mir mittels einer
Folge "Der Verdacht des Mr. Whicher"
verschaffe. Vorgestern sah ich den ersten Film, der sich an
Der Verdacht des Mr. Whicher oder Der Mord von Road Hill House
von Kate Summerscale anlehnt. Jetzt also Folge Nr. 2 -
"Der Mord in der Angel Lane".
Dazu eine zuckerfreie Vita Cola. In den letzten Tagen habe ich
meine Ernährung weniger streng gehandhabt, was immer sogleich
eine Gewichtszunahme zur Folge hat. Viel gefährlicher ist die
Gefahr, daß sich im Kopf ein Schalter umlegt und man die Achtsamkeit
bei der Kalorienzufuhr peu a peu vernachlässigt. Es gilt also,
die Zügel wieder anzuziehen, bevor die Pferde scheu werden!
[16:44]
Buch beendet:
"Das Haus in der Dorotheenstraße"
von Hartmut Lange,
Diogenes Taschenbuch, 125 Seiten.
[16:32]
Bildungsbürgerkinder ließen sich schon seit jeher ganz wunderbar mit
der Macht der komplizierten Ausdrucksweise dominieren. (Karen Duve:
Macht)
[16:30]
Auf Klassentreffen geht es überhaupt nicht darum, was aus einem
geworden ist, sondern es geht um das, was man einmal war. Je älter
man wird, desto wichtiger ist es, Menschen zu treffen, die einen
schon gekannt haben, als man noch jung war. (Karen Duve: Macht)
[9:10]
Mein Urlaub neigt sich dem Ende zu. Am Donnerstagabend beginnt
die erste Nachtschicht, d.h. mir bleiben noch 3 volle Tage.
Draußen ist es kalt. Heute früh, als ich gegen 5 Uhr erwachte,
zeigte das Thermometer -1°C. Das Wetter hat, wie Juli Zeh es
beschrieb, offenbar verlernt, wie Frühling geht. Bei meinen
Spaziergängen sah ich jedesmal
Bärlauch,
kam jedoch nie auf die Idee, etwas mitzunehmen, um ihn an eine
ordentliche Portion Quark zu rühren. Mir wurde gesagt, daß
man dazu keine schon blühenden Pflanzen sammeln sollte.
Bei diesem miesen Wetter kann ich mir auch nicht vorstellen,
daß der
Bärlauch
allzu große Lust gehabt hat, aufzublühen. Gute Chancen also.
Aber zunächst einmal in die Stadtbibliothek, die um 10 Uhr öffnet.
[8:42]
... daß alles um ihn herum, wenn er nur den Mut hatte, sich auf sich selbst zurückzuziehen, andere, ruhigere, irgendwie wünschenswertere Dimensionen bekam. (Hartmut Lange: Das Haus in der Dorotheenstraße)
[7:36]
Karsten Krampitz:
Patientenverfügung //
Bionade-Bourgeoisie //
Trockendock für Alkoholiker.
[7:07]
... muß auch ihm der Burgunder zugesagt haben. Schon komisch,
ausgerechnet Mischnik, unserem General im Feldzug gegen den Alkohol!
Wie er das wohl in Einklang bringt mit seinem Job? (...) Und dann
sagte er: Mach dir keine Sorgen. Ein Straßenschild geht auch nicht
den Weg, den es zeigt. (Karsten Krampitz: Wasserstand und
Tauchtiefe)
[7:02]
Buch begonnen:
"Das Haus in der Dorotheenstraße"
von Hartmut Lange.
Ein Novellenband, wie seit "Die Selbstverbrennung" alle Bücher von Lange. Rechne ich die drei Zweitlektüren mit ein, ist es das einundzwanzigste Mal, das ich ihn lese.
[6:19]
Eigentlich gehörte sie zu einer Generation, deren turnschuhtragenden
und Sushi-essenden Vertretern schon der Besitz einer Hauskatze als
unerträgliche Verantwortung erschien. "Haus bauen, Baum pflanzen,
Kind zeugen" war kein Glücksrezept mehr, sondern eine Horrorvision.
(Juli Zeh: Unterleuten)
[5:35]
Allerdings ist der Sophienhof kein Altersheim, wie ich jahrelang
angenommen hatte. Über der Klingel zum Büro steht:
"Nachsorgeeinrichtung für suchtkranke Senioren", also eine Art
Trockendock für Rentnerjunkies, tablettensüchtige Großmütter und vor
allem betagte Alkoholiker. (Karsten Krampitz: Wasserstand und
Tauchtiefe)
[5:33]
Aber wir haben gut reden, Vater. Es ist doch sehr leicht, nicht
käuflich zu sein, solange einen niemand kaufen will. (Karsten
Krampitz: Wasserstand und Tauchtiefe)
[5:31]
Dann suche ich die Toilette auf und gebe mich den nasalen Freuden
hin. Ich lasse es kurz schneien. Auf dem Punkt bin ich wie du,
Vater, linientreu, absolut. Und schon sieht die Welt besser aus.
Oder sie fühlt sich besser an. (Karsten Krampitz: Wasserstand und
Tauchtiefe)
[5:29]
Das Pflegepersonal hat sich schon nicht um die Leute gekümmert, die
noch klingeln und sagen konnten, wo sie der Schuh drückte. Oder der
Schlauch. (Karsten Krampitz: Wasserstand und Tauchtiefe)
[5:28]
Denn er gehörte zu jenen von Konventionen geprägten Typen, die die
Konvention - sobald sie erst einmal durchbrochen ist - in winzige
Stücke zertrümmern. (Edward Morgan Forster: Der lilafarbene Brief.
Erzählungen)
[5:27]
Er war auch nicht eitel, was seine äußere Erscheinung betraf, obwohl
er sicherlich wußte, daß dichtes blondes Haar, blaue Augen, eine
gesunde Gesichtsfarbe und kräftige weiße Zähne, sofern dies alles
von breiten Schultern unterstrichen wird, für das schöne Geschlecht
eine beinahe unwiderstehliche Kombination darstellt. (Edward Morgan
Forster: Der lilafarbene Brief. Erzählungen)
[5:23]
Farbige werden bei Edward Morgan Forster so umschrieben: "Bei ihm
ist wohl jemand ein bißchen mehr als bloß einmal mit der Teerbürste
rübergegangen..." (Der lilafarbene Brief. Erzählungen)
[5:22]
In jenen langentschwundenen Tagen war die Sonne eine mächtige Kraft
und den Herrschenden feindlich gesonnen. Offiziere begannen zu
taumeln, wenn ein Sonnenstrahl sie streifte, gemeine Soldaten
brachen zusammen. War ein Regiment im Feldlager, so trug man zum
Gabelfrühstück den Tropenhelm, weil sich ja die Strahlen der Sonne
durch die Zelteinwand stehlen könnten. (Edward Morgan Forster: Der
lilafarbene Brief. Erzählungen)
[5:17]
Wenn ich auch nur einem einzigen Anzeichen wirklichen Verständnisses
begegnen würde, ich glaube, ich bräche zusammen. (Edward Morgan
Forster: Der lilafarbene Brief. Erzählungen)
[5:12]
Es geschah nicht oft, daß ich auf Freundlichkeit stieß, wenn kein
Verständnis vorhanden war. (Edward Morgan Forster: Der lilafarbene
Brief. Erzählungen)
[5:11]
Hier lebten er und seine Frau mit ihren Kindern (alle elf Monate ein
neues) im halbeuropäischen Stil. (Edward Morgan Forster: Der
lilafarbene Brief. Erzählungen)
[5:10]
Howard liebte es, Leben zu nehmen, so wie alle, die mit der Natur
wirklich verbunden sind. (Edward Morgan Forster: Der lilafarbene
Brief. Erzählungen)
[5:06]
Urlaub 17/19. Tage ohne Alkohol: 132.
Lektürestatistik: gestern 121 Seiten.
Sonntag, 24. April 2016
[21:55]
Was hört ein Krankenpfleger statt "Bluetooth? in einer Serienfolge? - Bluthusten.
[21:11]
Gegen Roys Leben war die spanische Inquisition eine Bachblütentherapie. (Tatort: Der treue Roy)
[19:44]
Herbert Rosendorfer:
Hündler oder Fitler //
Faschismus //
Dr. Ley //
Angepaßte Konzepte //
Ein Aufschrei? //
... und wachsen //
Idiosynkrasie gegen Juden //
Und morgen die ganze Welt //
In (fast) unverbrüchlicher Treue //
Der Hüttler //
Deutsche Arbeit //
Ein ganzes deutsches Volk //
Sport & Diktatur.
[19:41]
Das ist das Kreuz mit der Historie: die interessanten Dinge sind
meistens nicht dokumenarisch gesichert, weil irgend jemand immer ein
Interesse daran gehabt hat, daß die Details unter den Tisch gekehrt
werden. (Herbert Rosendorfer: Die Nacht der Amazonen)
[19:40]
Das National-Geschwür mit der wissenschaftlichen Bezeichnung "Drittes Reich". (Herbert Rosendorfer: Die Nacht der Amazonen)
[19:22]
Buch beendet:
"Unterleuten" von Juli Zeh,
Luchterhand, 640 Seiten.
[19:18]
[Die Winter] krallen sich bis Mitte April am Boden fest (...). Als hätte das Wetter vergessen, wie Frühling geht. (Juli Zeh: Unterleuten)
[12:16]
Dass sich der Starke vor den Schwachen rechtfertigen soll, (...) ist der faule Kern der demokratischen Idee. (Juli Zeh: Unterleuten)
[11:44]
So wurde das Museum mit einem Gemälde des Malers namens Prof. Hommel
angereichert, Reichsjägermeister Göring darstellend mit erlegtem
Rotwild. 2m 20 mal 1m 80. Das Format reichte - der Breite nach -
knapp. (Herbert Rosendorfer: Die Nacht der Amazonen)
[11:35]
Radwege nahmen die Landstraße in den Schwitzkasten. (Juli Zeh: Unterleuten)
[8:08]
Äußerst aufschlußreich: der jüdische Blick auf aktuelle Themen der Zeit im Gespräch mit dem Publizisten Günther Ginzel.
[7:48]
Betagten, im Ruhestand verstaubten Menschen widerfährt es zuweilen,
daß eine plötzliche Belastung sie erneut auf den Plan.
(Laszlo Nemeth: Abscheu)
[7:33]
Von Ilja Ehrenburg war mir der Roman "Das bewegte Leben des Lasik Roitschwantz" überhaupt nicht bekannt. In der Buchhandlung nun liegt eine Neuausgabe in der Anderen Bibliothek (Band 375) vor, die hier als Tipp für alle Freunde russischer Literatur vielleicht erwähnt werden sollte. Münchener könnten sich morgen sogar eine Lesung gönnen. Ich las von Ehrenburg bislang - allerdings vor langer, langer Zeit - zwei Romane.
[7:21]
... in der Brutwärme meiner Aufbaupläne. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[7:19]
... in den Alltag zurückgesackt. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[7:17]
... fiel sie mit dem hartherzigen Eifer schwergeprüfter Heiliger über mich her. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[7:16]
Wie aufrichtig doch die Wölfe sind! Sie zerreißen einen wenigstens nicht im Namen Jesu Christi. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[7:15]
Der wahre Gauner tut alles hinter dem Schild der Korrektheit. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[5:55]
Im englischen Verlag Hogarth Press erscheint innerhalb des Projekts
"Shakespeare - neu schreiben"
eine Romanreihe, in der 8 namhafte Autoren Shakespeares Dramenstoffe
neu erzählen. Die ersten beiden Bände der Reihe sind gerade auf
deutsch erschienen: Jeanette Winterson erzählt mit
"Der weite Raum der Zeit"
das Wintermärchen neu; Howard Jacobson mit
"Shylock"
den Kaufmann von Venedig.
[5:34]
Im gestrigen Büchermarkt ging es um den 400. Todestag von Cervantes & Shakespeare.
Die vorgestrige Sendung widmet sich vollumfänglich dem 200. Geburtstag von Charlotte Brontë.
[5:00]
Urlaub 16/19. Tage ohne Alkohol: 131.
Lektürestatistik: gestern 134 Seiten.
Weiter mit "Unterleuten" von Juli Zeh.
Samstag, 23. April 2016
[22:05]
Retweet: Die, die uns bis 70 arbeiten lassen wollen, und die, die keinen über 50 mehr einstellen, das sind dieselben, oder?
[22:04]
Retweet: Bewahren Sie Humor im Umgang mit Ihren Defiziten.
[22:03]
Retweet: "Und Sie sind?" "Schwer von Begriff." "Wir melden uns." "Bei wem?"
[22:02]
Retweet: Arzt: "Rauchen sie?" Patient: "Nein." Arzt: "Trinken sie?" Patient: "Nein." Arzt: "Grinsen sie nicht so blöd, ich finde schon noch was!"
[22:01]
Retweet: Schatz, wo ist unser Buch "Wie lebe ich 100 Jahre lang?" geblieben? Ich habe es verbrannt.
Die Schwiegermutter wollte es ausleihen.
[18:20]
Sie gehören auch nicht gerade zu den sanfteren Naturkatastrophen. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[17:55]
Entdeckung des Tages: Bücher aus unabhängigen (Klein=Indie)Verlagen zu lesen und vor allem zu empfehlen, macht sich We read Indie (bei Twitter) zum Herzensanliegen.
[17:47]
Endlich mal wieder ein FAB für die Sparte "Beleidigungen": "Du hast sehr viele gute Eigenschaften, aber Logik ist nicht deine Stärke." (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[17:41]
Aber es scheint doch in der Ehe so zu sein, daß der eine der Wärmespender und der andere der Wärmeabnehmer ist. (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[17:33]
"Einem Mädel steht ein bißchen Papistentum ganz gut zu Gesicht -
zumindest als Mimikry, denn im Grunde ihres Wesens sind sie ja
allesamt Heiden." (Laszlo Nemeth: Abscheu)
[17:11]
Um eine hoffnungslose Situation richtig einzuschätzen, darf man
nicht allzu glücklich sein. Dafür braucht es offenbar eine solide
Depression. (Karen Duve: Macht)
[17:08]
Demokratie ist eine Schönwetter-Regierungsform. Sie verträgt es nicht, auf den Prüfstand gestellt zu werden. (Karen Duve: Macht)
[13:34]
"Ich ziehe es dennoch vor, begraben zu werden", sagte Ginus' Frau. "Einäschern ist schöner", entgegnete mein Vater. "Wieso?", wollte sie wissen. "Dann hat man noch einen warmen Tag vor sich." (Maarten 'tHart: Der Flieger)
[10:16]
"Holsten knallt am dollsten" ist Achtziger. "Welche Hopfensorte ist denn drin?" ist 2016. (500 Jahre Reinheitsgebot. Sturm im Bierglas)
[10:11]
Retweet: "POLIZEIKONTROLLE! Was haben Sie getrunken?" - "Sagen wir einfach 2 Bier." - "WAS?!" - "Dom Pérignon können Sie bestimmt nicht schreiben."
[9:58]
... hatte eine Frau in der ersten Lebenshälfte das Schminken nicht nötig, während es in der zweiten nicht mehr half.
(Juli Zeh: Unterleuten)
[9:10]
Anfrage an Radio Eriwan: Kann man eigentlich beides zugleich sein, Kommunist und Christ? Antwort: Im Prinzip ja, aber warum sich das Leben doppelt schwer machen?
(Karsten Krampitz: Wasserstand und Tauchtiefe)
[8:55]
Forscher an Amerika wollen übrigens herausgefunden haben, daß
es beim Altwerden drei Phasen gibt:
Phase 1: Wenn man es selber merkt.
Phase 2: Wenn es auch die anderen merken. Und zum Schluss:
Phase 3: Wenn es nur noch die anderen merken.
(Karsten Krampitz: Wasserstand und Tauchtiefe)
[8:34]
Wortperlen: "Sittenkorsett". (Edward Morgan Forster: Der lilafarbene Brief. Erzählungen)
[8:25]
UMF = Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.
[8:13]
Die im 19. Jahrhundert nach Amerika ausgewanderten Iren galten kulturell lange Zeit als nichtweiß ("Colored"). (Kursbuch "Fremd sein!")
[7:41]
"Deutschland oder Die Ahnungslosigkeit. Sie waren schon immer
weltfremde Romantiker, um so mehr muß man ihnen doch glauben, daß
sie von den Schandtaten dieses Hitler - der ja übrigens ein
Österreicher war, bitte! - wirklich nichts gewußt haben."
(Herbert Rosendorfer: Die Nacht der Amazonen)
[7:39]
1934, als Hindenburg endgültig zur Pickelhaube geworden war und sich
schon im Steigbügel für den Ritt nach Walhall befand... (Herbert
Rosendorfer: Die Nacht der Amazonen)
[7:37]
"Ich erlaube mir, mich nach dem werten Befinden zu erkundigen?"
"Ach, Herr Winkler, ich sage immer: zur Notschlachtung reicht es
noch nicht. (Herbert Rosendorfer: Die Nacht der Amazonen)
[7:20]
Urlaub 15/19. Tage ohne Alkohol: 130.
Lektürestatistik: gestern 140 Seiten.
Weiter mit "Unterleuten" von Juli Zeh.
Freitag, 22. April 2016
[18:39]
Daß Cervantes nicht nur den Don Quijote geschrieben hat, war mir zwar klar; aber ich wußte so auf die Schnelle nur noch von seinen Novellen. Sein letzter Roman, Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda, soeben als Neuedition in der Anderen Bibliothek erschienen, soll sogar öfter ins Deutsche übersetzt worden sein als Don Quijote. Der Deutschlandfunk stellt das ziemlich vergessene Werk vor. Die Neuausgabe kannte man in der deutschsprachigen Wikipedia noch nicht. Ich ertappte mich in letzter Zeit schon mehrfach, daß ich aktuelle Werke von Schriftstellern in Wikipediaartikeln nachtragen mußte. Im Klassikerforum startete ich einen separaten Cervantes-Thread, weil doch zu hoffen ist, daß künftig noch das eine oder andere zu diesem Klassiker anfallen wird.
[15:58]
Eine neue Robert-Musil-Gesamtausgabe wird im Verlag Jung und Jung erscheinen, verriet der Verleger Jochen Jung im Interview mit der NZZ.
[15:42]
Constantin Film wird
Bov Bjergs
"Auerhaus"
verfilmen,
verkündete
stolz der Autor.
[15:00]
Als Glücksbedingung wurde die Abwesenheit von Lärm notorisch unterschätzt. (Juli Zeh: Unterleuten)
[14:33]
Für Smombies - Menschen, die in der Öffentlichkeit wie Zombies auf ihr Smartphone starren - gibt es seit heute in Augsburg Bompeln. Das sind Ampeln mit Bodenleuchten für die Handynutzer, die nicht hochgucken und somit eine Rotphase auf dem Boden angezeigt bekommen.
[13:53]
Den meisten Menschen fiel es schwer zu akzeptieren, dass das Leben
eine Mischung aus alltäglicher Langeweile und sinnlosen Tragödien
war. (Juli Zeh: Unterleuten)
[13:52]
Wieder einmal dachte Arne, dass sich die Zeiten geändert hatten.
Die jungen Leute von heute besaßen erstaunliche Talente. Zum
Beispiel ungeheure Effizienz bei vollständiger Abwesenheit
von Humor. (Juli Zeh: Unterleuten)
[9:22]
Retweet: Shakespeare and Cervantes died 400 years ago. If you were born after 1616, you're probably a plagiarist.
[9:15]
Wieso ist Cervantes mal am 22. April (englischsprachige Wikipedia),
mal am 23. April (deutschsprachige W.) gestorben? Geht der
Welttag des Buches,
der am 23. April begangen wird, nicht auch auf seinen Todestag zurück?
[8:49]
... hat der Röhm von dir, Wolf, gesagt, wer Vegetarier ist, sinkt auch noch zum Antialkoholiker herab. (Herbert Rosendorfer: Die Nacht der Amazonen)
[8:36]
Der Deutschlandfunk über die gute Tat in den drei großen Weltreligionen. Dabei den Mitzvah Day (International) kennengelernt, den es seit 20 Jahren gibt und mit dem man im Judentum alljährlich einen Tag der guten Tat begeht.
Für mich sehe ich, seitdem ich damals bei Vera Birkenbihl von ihm gehört habe, immer die Option des Random act of kindness.
[8:33]
Retweet: "Verdammte Allergie!" "Pollen?" "Nee, Idioten."
[8:32]
Retweet: Der Duden ist schwer von Begriffen.
[8:31]
Retweet: Im Radio läuft Nik Kershaw. 5 Sek. lang überlege ich panisch, bei wem ich meine Mathe Hausaufgaben abschreiben kann.
[8:30]
Retweet: Will nicht sagen, dass ich gerade bei meiner Gymnastik nicht so motiviert bin, aber gerade kam einer und zog mit Kreide meine Umrisse nach.
[8:29]
Retweet: Und jetzt: Vor das Regal mit den ungelesenen Büchern stellen und "ich hab nichts zu lesen!" rufen.
[8:28]
Retweet: Ein wohlwollender Kunde. Das kann nur eine Falle sein.
[8:27]
Retweet: Ich kaufe drei "Z" und möchte dösen.
[8:26]
Retweet: "Ihr Mann hat aber einen interessanten Akzent! Wo kommt er denn her?" "Aus der Kneipe."
[8:25]
Juli Zeh: Behördenpost.
[8:20]
... und Linda begriff, dass das Leben wichtige Entscheidungen ohne
Rücksprache traf. Man wurde nicht gefragt. Die Freiheit des Menschen
bestand in der Möglichkeit, sich zu widersetzen, um auf diese Weise
wenigstens für das eigene Unglück verantwortlich zu sein. (Juli Zeh:
Unterleuten)
[7:57]
"Aber das Ausland... das kann sich Deutschland einfach nicht
leisten..." "Glauben Sie, daß ein Franzose, ein Engländer einen
Finger krumm macht wegen einem deutschen Juden?" "Ob Sie nicht
doch... zu pessimistisch sind?" (Herbert Rosendorfer: Die Nacht der
Amazonen)
[7:07]
Zu meiner derzeitigen Lektüre -
Juli Zehs
"Unterleuten" -
schrieb ich im KF:
"Liest sich sehr flüssig. Auch die kurzen Kapitel aus der Sicht
immer wieder einer anderen Person, unbedingt auch mit Cliffhanger,
verstärken den Eindruck des Vorantreibens. Spannend und macht Spaß.
Übrigens geht es mir in der Literatur immer wieder so, daß, wenn
Kotzbrocken (z.B. Schaller, Kron) eine eigene Stimme erhalten,
sie urplötzlich weniger scheußlich sind und man gewillt ist,
ihnen einige Quäntchen Verständnis entgegenzubringen."
[7:24]
Ich bin dann mal auf dem Elefantenfriedhof: mir ein dickes Fell zulegen.
[7:07]
Urlaub 14/19. Tage ohne Alkohol: 129.
Lektürestatistik: gestern 136 Seiten.
Weiter mit "Unterleuten" von Juli Zeh.
Donnerstag, 21. April 2016
[17:29]
"Ich sehe nicht schwarz, das würde mich nicht stören. Ich sehe:
braun." "Eine braune Zukunft." "Gott soll schützen." "Eine braune
Zukunft für unser Vaterland, Herr Blumenthal? Das kann ich mir nicht
vorstellen." "Wirkliche Katastrophen kann man sich nie vorstellen."
[17:28]
Ich bin so faul, für mich wäre 'Amok laufen' nix. Ginge auch sitzen?
[10:20]
Auch ein Basic, das man zu einem vernünftig zu nennenden Leben benötigt: "Fußläufiger Zugang zur Dönerbude." (Juli Zeh: Unterleuten)
[9:06]
"In den oberen Rängen? Da war nie ein Jude." "In den Banken ist es
anders." "Da ja." "Aber das kommt von der Begabung für, wie Sie
sagen: Handel und Wandel. Fürs Geld. Eine rassisch angeborene
Begabung fürs Geld." "Mit einem gewissen Defizit vom Ethos gepaart."
"Sehr fein ausgedrückt. Aber wo sollte das Ethos herkommen, wenn die
Herrschaften es vorziehen, zwei Jahrtausende lang neben unserer
sittlichen Weltordnung herzuleben?" (Herbert Rosendorfer: Die Nacht
der Amazonen)
[8:56]
Eine gewisse Bewaffnung war dann später erforderlich, denn
unverständlicherweise war die Welt freiwillig nicht bereit, am
deutschen Wesen zu genesen. (Herbert Rosendorfer: Die Nacht der
Amazonen)
[8:26]
Urlaub 13/19. Tage ohne Alkohol: 128.
Lektürestatistik: gestern 1109 Seiten.
Weiter mit "Unterleuten" von Juli Zeh.
Mittwoch, 20. April 2016
[22:44]
Warum sich schon heute aufhängen, wenn's nächstes Jahr viel bessere Gründe gibt? (Erwin Pelzig)
[11:51]
Peter Wawerzinek: Allgemeine FAB //
Herzattacke.
[10:55]
Mhm, das könnte eng werden: "Er arbeitete nur für Menschen, deren Witze er verstand." (Juli Zeh: Unterleuten)
[9:11]
Aufgeschnappt: "Die Idee ist, so spät wie möglich jung zu sterben."
[8:35]
Wir ersparen uns das Neubaugebiet, dessen Perversitäten ich
fotografiert und der Tante zugeschickt habe. Die kurz geschorenen
Rasen, die künstlichen Arrangements von Brunnen, Teichen und
exotischen Pflanzengrüppchen. Die sichtbare Hilflosigkeit des
ländlichen Bürgertums: Wie man nur so teuer bezahlt so häßlich
kann? (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[7:55]
Urlaub 12/19. Tage ohne Alkohol: 127.
Lektürestatistik: gestern 88 Seiten.
Weiter mit "Unterleuten" von Juli Zeh.
Dienstag, 19. April 2016
[23:39]
Quasi vor der Haustür liegt das Viadukt mit der
ehemaligen S-Bahn-Linie
nach Borna,
deren Schienen
herausgerissen
wurden. Dort soll ein fünf Kilometer langer
Fuß- und Radweg
über den Dächern der Stadt Leipzig entstehen, genannt
"Parkbogen
Ost".
Jetzt hat die Stadt Leipzig den Sellerhäuser Bahnbogen
gekauft.
Freilich steht das gesamte Projekt, wenn man nur dieses Promo-Video
betrachtet, noch auf tönernen Füßen. Das Viadukt ist nur einige
Fußminuten bzw. 1 Haltestelle von meiner Wohnung entfernt.
Die Zugänge zum ehemaligen Haltepunkt "Sellerhausen" sind rückgebaut worden.
[19:07]
Ein moderner Briefkasten, der etwas auf sich hält, ist halb Kleiderkammer, halb Anklebmedium.
[17:44]
Buch begonnen:
"Unterleuten" von Juli Zeh.
Ein ziemlicher Wälzer, was nicht schlimm ist, weil mir
im Urlaub noch 7 Lesetage bleiben.
[17:43]
Den Nachmittag verbrachte ich bei einer Freundin im Garten, der sich
sukzessive in einen Kräutergarten entwickelt. Mehrere Kräuter
landeten in heißem Wasser und ergaben einen erfrischenden, intensiven
gleichnamigen Tee. Super. Dieser war auch nötig, weil es draußen
nämlich noch sehr, sehr frisch ist, um nicht zu sagen: arschkalt.
Auf alle Fälle wurden wir gründlich durchgepustet. Ich bekam viele
Kräuterproben mit, deren Namen ich schon wieder vergessen habe.
Wollt ihr mal riechen, dann könnt ihr vielleicht helfen? Die Sache
werde ich wohl systematisch angehen müssen, um fachlich-sachlich die nächsten Wochen bestehen
und überstehen zu könne, wenn mir weitere Kräuter zuteil werden -
für Tees, an Gemüse, Hüttenkäse oder Quark.
[12:15]
Buch beendet:
"Der lilafarbene Brief. Erzählungen"
von Edward Morgan Forster,
nymphenburger Verlag, 239 Seiten.
[10:44]
Retweet: „Mein Mann hat sich Atemfrische gesprüht und wurde bewusstlos!“ „Wie viel?“ „So 10 Hübe!“ „Wie heißt das Atemfrisch-Spray?“ „Nitro“
[10:41]
Retweet: Wenn mir langweilig ist, gehe ich ins Wachsmuseum von Madame Tussaud und klebe jeder Figur einen Docht auf die Schädeldecke.
[10:40]
Retweet: "Das sind keine Speckröllchen, das ist externer Speicherplatz für mehr Bauchgefühl."
[10:39]
Retweet: Kennt ihr die Kinder, die früher bei Leuten geklingelt haben und dann wegerannt sind? Ich glaube, die arbeiten heute alle bei DHL.
[10:38]
Retweet: Wenn ich morgens in den Spiegel schaue, ertönt immer die Nationalhymne der DDR.
[10:37]
Retweet: "Doc, verlegen wir den Patienten mit Intensivtransport-Wagen oder Hubschrauber?" "Kasse oder Privat?" "Kasse!" "DER SOLL DEN BUS NEHMEN!"
[10:36]
Retweet: "Nein, nicht in die erste Reihe! Da wird man immer auf die Bühne gezogen und muss mitmachen!" "Opa... Wir sind auf einer Beerdigung!"
[10:35]
Retweet: "Notrufzentrale? Wir brauchen dringend einen Rettungswagen! Herzinfarkt!" "Versicherung?" "Kasse..." "Haben Sie die 'Rent-a-Bike'-App?"
[10:34]
Retweet: Patientin fragte, wie das Essen hier schmeckt. "Haben Sie schon mal im Hochsommer in einer überfüllten U-Bahn an der Haltestange geleckt?"
[10:33]
Retweet: "Sind sie der Notarzt?" "Nein, das ist nur ein Kostüm! HELAU!" "Oh weh!" "Et hät noch immer jot jejange!" "HILFE!" "Wat wellste maache?"
[10:32]
Retweet: "Ähm, Doktor, ich bin kein Kassenpatient..." "Wie kommen Sie darauf?" "MEIN BEATMUNGSGERÄT IST AUS LEGO UND SUMMT DIE MELODIE VON TETRIS!"
[10:31]
Retweet: Einsatz in Patientenwohnung: "Sind Sie der Notarzt?" "Nein mein Name ist Thorsten Legat und Sie sind meine Dschungelprüfung!"
[10:30]
Retweet: "Wow! Du kannst ja geil an der Stange tanzen!" "Halt die Fresse! Der Busfahrer hat nur gebremst!"
[10:29]
Retweet: "Hallo! Ich soll zum Narkosegespräch" "Kasse oder Privatpatient?" "Kasse!" "OK, wenn Sie sonst keine Fragen mehr haben wären wir fertig!"
[10:28]
Retweet: "Opigami" ist japanisch und bedeutet: "Alter Falter".
[10:27]
Retweet: Patient bezeichnet mich als kaltschnäuzigen Sadisten. Nur weil ich für's Prostata-Abtasten Finalgon statt Vaseline genommen habe...
[10:26]
Retweet: Im OP. "Orr... Wo bin ich? Ist alles vorbei? Wie lange hat es gedauert? Bin noch so müde..." "SIE SIND DOCH DER ARZT!"
[10:25]
Retweet: "Doktor, war es wirklich notwendig meinen Blinddarm zu entfernen?" "Der intraoperative Telefonjoker sagte eindeutig JA!"
[10:24]
Retweet: Am schnellsten verwirrt man Menschen mit ehrlich ausgedrückter Zuneigung.
[10:23]
Retweet: "Und sie sind?" "Glücklich!" "HILFE, EIN PERVERSER!"
[10:22]
Retweet: "Kommen sie heut noch zur Vernunft?" "Nein, da war ich schon. Hat mir nicht gefallen!"
[10:21]
Retweet: Ich schmeiß gar nichts hin, mir fällt eh alles runter.
[10:20]
Retweet: Akku bei 1% und in allerletzter Sekunde das Ladekabel am iPhone anschließen ist das Bombenentschärfen des kleinen Mannes.
[8:42]
Ich danke allen, die an meinem gestrigen runden Geburtstag an mich gedacht haben!
[8:37]
Urlaub 11/19. 18 Wochen ohne Alkohol.
Lektürestatistik: gestern 151 Seiten.
Weiter mit
"Der lilafarbene Brief",
Erzählungen von Edward Morgan Forster.
Montag, 18. April 2016
[19:26]
Heute war Urlaub 10/19 und der 125. Tag ohne Alkohol.
Lektürestatistik: gestern 152 Seiten.
Aktuelle Lektüre:
"Der lilafarbene Brief", Erzählungen von Edward Morgan Forster,
mit denen ich heute aber nicht wirklich weit gekommen bin.
Sonntag, 17. April 2016
[20:47]
Buch beendet:
Der Sommer der Wildschweine
von Birgit Vanderbeke,
Piper-Verlag, 152 Seiten.
[7:10]
Urlaub 9/19. Tage ohne Alkohol: 124.
Lektürestatistik: gestern 233 Seiten. --
Buch (gestern Abend noch im Bett) begonnen: "Der Sommer der Wildschweine" von Birgit Vanderbeke.
Samstag, 16. April 2016
[20:25]
Buch beendet:
"An den Rändern der Welt" von Olivier Adam,
Klett-Cotta, 423 Seiten.
[7:25]
Urlaub 8/19. Tage ohne Alkohol: 123.
Lektürestatistik: gestern 190 Seiten.
Weiter mit
"An den Rändern der Welt" von Olivier Adam.
Freitag, 15. April 2016
[17:55]
Heute Morgen begann ich
"An den Rändern der Welt" von Olivier Adam. Die Lektüre dieses französischen Gegenwartsromans wurde durch das Lob des Bloggers Uwe Kalkowski, des Kaffeehaussitzers, ausgelöst.
[17:39]
Urlaub 7/19. Tage ohne Alkohol: 122.
Lektürestatistik: gestern 136 Seiten.
Donnerstag, 14. April 2016
[22:22]
Buch beendet:
"Wasserstand und Tauchtiefe" von Karsten Krampitz,
Verbrecher-Verlag, 203 Seiten.
[10:35]
Die Themenstreusel Alkohol sind durch Peter Wawerzineks "Schluckspecht" ziemlich angewachsen.
Aber auch die aktuelle Lektüre, Karsten Krampitz' "Wasserstand und Tauchtiefe", steuert etwas bei.
[10:33]
... wenn man ein, zwei Bier Vorsprung hat. (Karsten Krampitz: Wasserstand und Tauchtiefe)
[10:19]
Man müßte seelenemigrieren.
(Alban Nikolai Herbst)
[10:13]
Alban Nikolai Herbst nimmt Til Schweiger in Schutz.
[9:41]
Am Zerfall ist nichts heilig. Der Zerfallene ist ein verworfener
Satz, flüchtig zu Papier gebracht. Am Anfang ist der Säufer noch
Mensch. Am Ende ist dieser Mensch nur noch Säufer. (Peter
Wawerzinek: Schluckspecht)
[9:40]
Der Eichelhäher kommt ihn besuchen. Er kann den Häher parodieren,
daß dieser selbst bass erstaunt ist. Er führt den Ruf täuschend echt
vor. Er sagt vom Häher, er sei der schrecklichste unter den Vögeln.
Weil er die Rehe verpetzt, sie schreiend dem Jäger verrät. (Peter
Wawerzinek: Schluckspecht)
[9:00]
Gestern 21.30 Uhr in miserablem Allgemeinzustand ins Bett gegangen.
Heute 7.30 Uhr aufgewacht. Noch läßt sich nicht einschätzen, wie
es mir geht. Die bleierne Erschöpfung besteht weiterhin.
[8:56]
Lyrikerin (...) mit Themenschwerpunkt Depression. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[8:55]
Da er immer und überall zu spät kam, also ein Mensch war, der nachging... (Herbert Rosendorfer: Die Nacht der Amazonen)
[7:49]
Urlaub 6/19. Tage ohne Alkohol: 121.
Lektürestatistik: gestern 165 Seiten.
Weiter mit "Wasserstand und Tauchtiefe" von Karsten Krampitz.
Mittwoch, 13. April 2016
[19:19]
Buch begonnen:
"Wasserstand und Tauchtiefe" von Karsten Krampitz.
Informationen: hier,
hier
und
hier.
[18:22]
Notgedrungen muß ich nun auf Kalorien achten, um nicht dem
Jojoeffekt zu erliegen. Daß ich im Urlaub etwas zunehmen
könnte, muß einkalkuliert werden. So sensibilisiert, drehe
ich jedes Lebensmittel um und studiere die Nährwertangaben.
Leider hat Käse (Schnitt-, Frischkäse) im Vergleich zu
herkömmlicher Wurst, z.B. Kochschinken und erst recht der
energiearmen Aspikwurst, mehr als doppelt so viele Kalorien.
100 g Hähnchenaspikwurst nur 90 kcal, Schnittkäse wie Gouda
oder Edamer dagegen rund 270 kcal. Fertigsalate, die ich so
gerne esse (Geflügel-, Eier-, Nudel-, Fleischsalate) sind
mit 250 bis 300 kcal/100g auch intensiv und eigentlich
nicht für meine Zwecke geeignet. Denn mit einem 250-g-Becher
nimmt man 650 kcal zu sich. Dazugerechnet 3 Weizenbrötchen
(500 kcal), die ich mir an Nichtarbeitstagen bislang stets
gönnte, 30 g Halbfettbutter (120 kcal). Sind zusammen 1270 kcal.
Ohne Joghurt und Fruchtquark komme ich nicht aus. Fettarmer
Joghurt im 250-g-Becher hat zirka 250 kcal. Fruchtquark
schon mehr; und ich vertilge hier oft einen 500-g-Becher.
Summa summarum macht das im ungünstigen Fall: 2000 kcal.
Das heißt, ich nehme zu. Folglich sind Abstriche zu machen,
indem ich, wenn ich die volle Dröhnung Joghurt/Quark möchte,
Vollkornbrot nehme und weniger energieintensiven Belag
(fettreduzierten Käse, Sauermilchkäse, Aspikwurst, diverse
Wurstaufschnitte), oder ich bleibe beim kalorienreicheren
Belägen wie meinem geliebten "normal"fetten Käse und muß dann
beim Joghurt geizen, indem ich nur ein fettarmes 250-g-
Becherchen wähle. Wie auch immer gerechnet: Ich muß unter
1800 kcal täglich bleiben, um das Gewicht wenigstens zu halten.
Solche Sperenzchen wie 1-2 Frikadellen, Mettenden, Knacker,
die ich zum Essen so liebte, müssen radikal entfallen,
denn nur 1 Frikadelle schlägt mit 300 kcal zu Buche,
Knack- oder Bockwurstartiges kaum minder viel.
Am sichersten wäre es, bei zwei der drei Hauptkomponenten
der Mahlzeit aufzupassen: 3 Scheiben Vollkornbrot (390 kcal)
statt Brötchen (500 kcal), Aufschnitt 100/150g (150 kcal),
Butter (120 kcal), 2 Tomaten oder 1/2 Gurke, dafür aber ein
großer Fruchtquark (670 kcal) machen, grob geschätzt und
aufgerundet aktzeptable 1400 kcal, welche sogar Spielraum
für etwas mehr beim Brotbelag eröffnen.
[12:51]
Buch beendet:
"Macht"
(Rezension)
von
Karen Duve,
Galiani, 461 Seiten.
[12:44]
Der ganze Weiberhaufen murrt unwillig, weil sie sich durch eine Sachfrage nicht aus ihrer Emotionssuhle vertreiben lassen wollen.
(Karen Duve: Macht)
[12:24]
War ja klar, daß das nicht gut geht. Am fünften Tag des Urlaubs bin ich krank.
Aus heiterem Himmel. Fühlt sich an wie eine Grippe,
nur ohne Schnupfen und Husten. Krankheitsempfinden, Kopf/Gliederschmerzen,
abgrundtiefe Müdigkeit, Benommenheit. Ich bin heute früh dennoch
an die frische Luft, ein wenig durch die Gegend gezogen, und
trinke jetzt, groggy heimgekommen, den ersten Kaffee. Vermutlich
wird mich wenig später das Bett anlocken. Die Lektüre gestaltet
sich zudem nicht optimal. Zwar las ich während der letzten Tage
mehr als an Arbeitstagen, für mein Gefühl aber zu wenig.
[12:16]
Haß ist ein emsiger Hamster im surrenden Laufrad. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[12:15]
Staub hat sich als bester Freund aller ruhenden Dinge zugesellt.
(Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[7:47]
Richtig schuldig aber am Elend in der Welt sind alle fetten
Menschen, sagt Tante Luci. Und möchte einmal Mäuschen in Amerika
sein, wo die dicksten Menschen wohnen, wie sie gehört hat. Gemästet
wie Stopfgänse. Mit beleuchteten Kürbisköpfen auf den Hälsen. (Peter
Wawerzinek: Schluckspecht)
[7:45]
Tante Luci ist dünn und klein, so klein und dürr, daß man wie bei
einem Gottesanbeter zweimal hinsehen muß. Sie kann sich hinter der
Klopfstange verstecken, scherzt sie selber zu sich. Man kann sie
biegen und als Krückstock verwenden. Sie paßt in jeden Spalt, kann
im Kohlenkasten übernachten, muß aufpassen, daß sie nicht zur Tür
hinausfliegt, wenn ein Hauch Durchzug ist. (Peter Wawerzinek:
Schluckspecht)
[7:44]
"Lassen Sie den Hund in Ruhe!" "Das ist kein Hund. Für mich ist das ein Winterstiefel mit Augen." (Ein Mann namens Ove)
[7:40]
Die Betrunkenen sagen sehr wahre Dinge übers Leben, kurz bevor sie dann nur noch Blödsinn schwafeln. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[7:37]
Peter Wawerzinek in "Schluckspecht" über seine Erfahrungen als Patient im KH: "Man gewöhnt sich rasch an den garstig-scharfen Essigton des Personals".
[7:34]
Wenn schlechte Laune wie ein Wasserkocher fiepen würde, hörte man in ihrem Haus pfeifendes Dauerzischen. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[7:32]
Leg dich nicht mit mir an, wenn du kein Nußknacker bist. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[7:30]
Wortperlen: "Umtrunklaufbahn" (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[7:22]
Alkohol läßt dich sein, wie du ohne ihn gern sein möchtest. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[7:21]
Was man vom Alkohol geschenkt bekommt, bleibt am Ende die richtige Frage. Nur ist sie dann zu spät gestellt worden. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[7:19]
Er wirkt so unwahrscheinlich auf Mädchen, weil er diese kreisrunde
Afrofrisur trägt, in die hinein der Kamm beim Kämmen verschwindet
und für immer verloren geht. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[7:19]
Onkelonkel hat immer gesagt, daß es im Leben eines Menschen etliche
Leben gibt, die er nicht lebt. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[7:18]
Vermutlich sehen die Leute die unheilvolle Zukunft nicht, sondern regen sich nur über die unliebsame Gegenwart auf. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[7:17]
Schon eilt mir zum Unglück das nötige Pech zu Hilfe. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[7:13]
Jede Jugend schäumt auf ihre Art und Weise. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[7:09]
Hilft kein Schütteln, hilft kein Klopfen, in die Hose geht der letzte Tropfen. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[6:48]
Urlaub 5/19. Tage ohne Alkohol: 120.
Lektürestatistik: gestern 148 Seiten.
Weiter mit "Macht" von Karen Duve.
Dienstag, 12. April 2016
[19:25]
Du mußt dir im Kopf ein Zuhause bauen. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[19:06]
Die Menschen, die in unserem Leben wirklich etwas bedeutet haben,
können wir an den Fingern einer Hand abzählen und sehr oft sträubt
sich sogar diese eine Hand gegen die Perversität, in welcher wir
glauben, eine ganze Hand zum Abzählen dieser Menschen heranziehen zu
müssen, wo wir doch, wenn wir ehrlich sind, wahrscheinlich ohne
einen einzigen Finger auskommen. (Thomas Bernhard: Wittgensteins
Neffe)
[19:04]
Wir wissen uns gefangen, von der Promille inhaftiert. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[18:57]
Meine an sich ja nicht unglückliche, aber doch die meiste Zeit mühevolle Existenz... (Thomas Bernhard: Wittgensteins Neffe)
[18:52]
... ist (...) mit Flundern zurück, die er Soplattedingeraberauch nennt. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[18:52]
Solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten, ist man nicht betrunken. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[18:26]
Retweet: Ich habe es dir nach unserem Streit am 17.04.1996 gesagt und wiederhole es gerne noch einmal: Ich bin nicht nachtragend!
[18:25]
Retweet: Wenn man sich keine Mühe gibt, läuft es wie von selbst. Nur nicht immer in die richtige Richtung.
[18:24]
Retweet: "Wo ist der Läusekamm?" "MAN MUSS DIE FRISIEREN?"
[18:23]
Retweet: "Gehen Sie als Deutschlehrer auch shoppen?" "Klar." "Was?" "Unbestimmte Artikel." "ORRR!"
[18:22]
Retweet: Bevor ich's vergesse, denk ich immer: "Das muss ich mir merken!"
[18:21]
Retweet: "Auf einer Skala von 1 bis Deutschlehrer, wie besserwisserisch sind..." "Zahlen bitte ausschreiben!"
[18:20]
Retweet: Ich löse 99% meiner Probleme damit, dass ich nicht ans Telefon gehe.
[18:19]
Tja, da sind wir schon zwei: "Zu den Dingen, die ich ungern zugebe, gehört der Umstand, daß ich nicht besonders helle bin." (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[18:15]
... in die Kneipe, den Unmut baden. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[18:14]
Wir begnügen uns zu flink mit Halbherzigem. (Peter Wawerzinek: Schluckspecht)
[12:10]
Während ich ihr jede amüsante Klatschgeschichte aus meiner Familie
erzählte, die mir einfiel, saß sie verkrümmt und doch kraftvoll in
ihren farbenfrohen Gewändern vor mir. Sie sah stark aus und
gebrochen, großherzig und tyrannisch, eine humorvolle und ziemlich
boshafte alte Frau, die das Leben für seine Rückschläge haßte und
für seine Kapriolen liebte. Ich erinnerte mich wieder an ihr
zorniges Lachen und daran, wie sie jeden Schicksalschlag, jeden
Kummer mit diesem trockenen, triumphierenden Glucken aufgenommen
hatte, das zu sagen schien: "Aha, ein weiterer Beweis für die
abscheuliche Ungerechtigkeit, die Gott in dieser Welt zuläßt!"
(Willa Cather: Mein ärgster Feind)
[12:04]
Ich werde ungeduldig, wenn ich junge Leute sehe, die sich treiben lassen. Ich wünschte mir, ich könnte ihr Leben für sie leben; ich wüßte schon, wie! Aber das ist es ja; wenn man endlich alle Abkürzungen kennt, sind die Füße so angeschwollen, daß man nicht einmal mehr auf die Straße gehen kann. (Willa Cather: Mein ärgster Feind)
[11:55]
Erste Reaktion meinerseits auf eine
Diskussion,
die durch meine
Plauderei ausgelöst worden ist:
"Wahrscheinlich erfahre ich wegen meiner langen Pause, in der
ich Literatur links liegen ließ (Alliterationen aber allemal
noch mochte), diese Wucht des Möglichlichen unfiltriert und
muß (m)eine wohldosierte Ignoranz erst wieder einpegeln.
Momentan kann ich, wenn ich im Buchladen stehe, eigentlich
nur mein Ohgottogott, Ohgottogott dröhnen hören."
[8:11]
In der letzten Stunde wieder eine, endlich etwas längere
Jeremiade = Plauderei geschrieben:
Bibliomane Schnappatmung.
[7:01]
"Aber vielleicht hast du ja doch schon eine Vergangenheit? Die
dunkelsten Erfahrungen macht man früh." (Willa Cather: Mein ärgster
Feind)
[7:00]
Wenn die Menschen ihre Freundlichkeit verlieren, und sei es nur für
wenige Augenblicke, dann fürchten wir uns vor ihnen ebenso, als
hätten sie den Verstand verloren. Wenn die Freundlichkeit nicht
länger da ist, wo wir sie immer vorgefunden haben, ist es, als
würden wir Schiffbruch erleiden; wir stürzen aus der Sicherheit in
etwas Heimtückisches und Bodenloss. (Willa Cather: Mein ärgster
Feind)
[6:52]
Urlaub 4/19. 17 Wochen ohne Alkohol.
Lektürestatistik: gestern 144 Seiten.
Weiter mit "Macht" von Karen Duve.
Montag, 11. April 2016
[16:00]
Die Leipziger Stadtteilbibliothek in Plagwitz wird zurzeit renoviert.
Deren Bücher sind ausleihbar, müssen allerdings vorbestellt werden,
was eine Gebühr von 1.- Euro pro Buch bedeutet. Das finde ich ein
bißchen komisch; denn Vorbestellungen gelten eigentlich Büchern, die
andere entliehen haben und bei denen man sich sozusagen in die Warteschlange
stellt. Die Bücher aus Plagwitz sind frei, und man muß quasi wegen der
Renovierungsarbeiten blechen, für die ich als Leser und Benutzer nun
wirklich nichts kann.
[15:55]
Aber Gott wurde in unserem Land abgeschafft, als ich klein war, und
es ist mir nicht gelungen, ihn wieder anzuschaffen. In meinem
Elternhaus gab es keine Ikonen, und es wurde nicht gebetet. Ich habe
mich nicht, wie viele andere, in den Neunzigerjahren taufen lassen,
weil ich es albern fand, als erwachsener Mensch in einen Bottich zu
tauchen und gewürzten Rauch in die Nase zu bekommen. (Alina Bronsky:
Baba Dunjas letzte Liebe)
[15:49]
Bei den bibliomanen FAB:
Wie ein Alkoholiker den Schnaps
von Alina Bronsky.
[9:20]
Er war ein ungehobelter alter Kauz, der so wenig Bildung besaß, daß
er mit dem Federhalter in der Hand ein jämmerliches Bild abgab.
(Willa Cather: Mein ärgster Feind)
[9:11]
Bei den Themen-FAB:
Selbstmordmechanismus
von Thomas Bernhard.
[8:53]
"routinierter Kranker" (Thomas Bernhard: Wittgensteins Neffe)
[8:48]
Nachher eine Frischlufttour mit dem neben der Luftzufuhr gleichberechtigten
Zweck Stadtbibliothek und zwei Stadtteilbibliotheken.
[8:43]
Buchentdeckungen beim Rezensionenhören:
Das Buch der Schurken. Die 100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur"
von Martin Thomas Pesl.
[8:07]
Ich hätte nur noch eine dieser gewaltigen Goldketten mit riesigem
Kruzifix gebraucht und den Blick üben müssen, den manche Schwarze
draußen draufhatten. Als sei die ganze Welt ein Fliegenschiß.
(Jochen Schmidt: Müller haut uns raus)
[6:51]
Urlaub 3/19. Tage ohne Alkohol: 118.
Lektürestatistik: gestern 175 Seiten.
Weiter mit "Macht"von Karen Duve.
Sonntag, 10. April 2016
[18:55]
Buch begonnen: "Macht" von Karen Duve.
[18:26]
Buch beendet:
"Die rote Schachtel plus Schokolegende" von Michael Schulte,
Mare, 105 Seiten. Früher war Schulte einer meiner Jahresautoren
(mindestens 1 Buch eines Autors pro Jahr); nach der zweijährigen
Lesekrise war das der erste Schulte und beleibe nicht der letzte.
[18:25]
Retweet: Jeder schätzt meine besonnene Art, aber keinen interessiert wie viel Alkohol ich brauche, um diese Fassade aufrecht zu erhalten.
[18:24]
Retweet: Die Erinnerung ist oft das Schönste im Leben, glaube ich.
[18:23]
Retweet: Da denkste, du kommst in die Wechseljahre, dabei isses bloß'n Sonnenbrand.
[18:22]
Es gibt Container voller schlechter Bücher und sie verstopfen regelmäßig die Zu- und Abflüsse des Literaturbetriebes. (Kurt Drawert)
[18:21]
Retweet: Dieses schöne Gefühl, wenn man auf dem Spielplatz den Namen des Kindes ruft und gleich auf Anhieb der richtige Matschklumpen ankommt.
[18:20]
Retweet: Wir sollten Wörtern, die man im Alltag so nicht mehr braucht, neue Bedeutungen geben; klöppeln zum Beispiel.
[9:51]
Retweet: Ich bin der, der „Salamitaktik“ liest und Hunger bekommt.
[9:51]
Retweet: Richtig im Angebot ist das Gehackte erst dann, wenn du es nicht tragen musst, sondern es alleine vom Penny zu dir nach Hause läuft.
[9:40]
... indem er im Bazar einer orientalischen Stadt als Taschendieb oder Hehler sein Fladenbrot verdiente...
(Michael Schulte: Die rote Schachtel plus Schokolegende)
[9:36]
Zum Lakaien muß man geboren sein, sonst erträgt man nicht einmal die Demütigung der Berufsbezeichnung.
(Michael Schulte: Die rote Schachtel plus Schokolegende)
[9:35]
Buch begonnen: "Die rote Schachtel plus Schokolegende" von Michael Schulte.
[8:33]
Zweiter Tag meine Urlaubs. Nur zögerlich erwache ich aus der Umklammerung,
aus der durch die Erschöpfung verursachten Erstarrung. Als würde man langsam
zur Besinnung kommen, erwachen, die Augen öffen, die noch verklebt sind,
so daß man anfangs nur verschwommen sieht und den Fokus erst scharf
stellen muß. Der gestrige erste Urlaubstag war, wie angekündigt, milde
formuliert, für den Arsch, weil geprägt durch den nachtdienstbedingten
Jetlag. Nach dem Nachhausekommen um 7.30 Uhr schlief ich ungestört bis
13 Uhr. Nachmittags dann etwas Lektüre mit Thea Dorns "Die Unglückseligen",
bis ich 16 Uhr aufbrach zu einem Bier/Skatabend mit Freunden. Das heißt,
für mich nur Wasser und die neuartige Perspektive, anderen beim Alkoholtrinken
und dessen Wirkung zuzugucken und selbst übernächtigt zu versuchen, nicht
vom Kneipentisch zu fallen. Gegen 21 Uhr wieder daheim und noch eine
gute Stunde Lektüre. Ruhiger Schlaf bis 6 Uhr und, na klar, die Sonne, die
mir an den Arbeitstagen so wundervoll ins Gesicht gegrinst hatte, verflüchtigt
sich umgehend an den Tagen, an denen ich sie bräuchte und genießen könnte.
Wie auch immer, ich las Thea Dorns Buch, an dem ich häppchenweise acht Tage
lang knapperte, vorhin zuende, wobei mir die zweite Hälfte bzw. das letzte
Drittel dann mühsam wurde, weil ich mit der Entwicklung des Romans nicht
einverstanden war und mir einen anderen Verlauf gewünscht hätte als die
etwas hilf- und einfallslose Auflösung, die Dorn bevorzugt.
[7:33]
Aus ihrer kurzen Kirchenbankvergangenheit wusste sie, dass der Christ, wenn er erst einmal ins Singen gekommen war, so schnell nicht wieder aufhörte. (Thea Dorn: Die Unglückseligen)
[7:31]
Mit ihrem Blick hätte die Konsulatsdame eine Hyäne im Angriff stoppen können. (Thea Dorn: Die Unglückseligen)
[7:27]
"Hören Sie auf, von Gnade zu faseln! Der Gnade Geschenk! Nie wieder will ich diesen Christenkitsch hören! Ich habe ein für alle Mal genug von dieser … dieser Trostakrobatik, die irgendwelche Wüstenzyniker in die Welt gesetzt haben, damit noch der ärmste Schlucker ‹Halleluja!› ruft, wenn ihm das Genick gebrochen wird!" (Thea Dorn: Die Unglückseligen)
[7:24]
Hierzulande bekam man es regelmäßig mit Spinnern zu tun, die sich aufführten, als hätte Gott höchstpersönlich sie in den Aufsichtsrat seiner Schöpfung berufen.
(Thea Dorn: Die Unglückseligen)
[7:21]
Viel zu pink versank die Sonne hinter den Wäldern. Der Planet sah aus, als hätte ihm jemand Farbstoff ins Essen getan.
(Thea Dorn: Die Unglückseligen)
[7:10]
Buch beendet:
"Die Unglückseligen" von Thea Dorn,
Albrecht-Knaus-Verlag, 560 Seiten.
Lektürestatistik: gestern 109 Seiten.
Aktualisiert wurde die Leseliste.
[7:06]
Bei den bibliomanen FAB
Lehrbücher im Antiquariat
von Christoph Hein.
[6:31]
Faszinierend sicher nicht nur für Katzenliebhaber, was damals alles
in der Psychiatrie angewendet worden ist: "Eine erhebliche Wirkung
auf den Kranken dürfte auch jene Erfindung haben, von der ich
unlängst durch den Bericht eines spanischen Arztes Kenntnis erhielt:
das Katzenklavier. Die Tiere werden nach der Tonleiter ausgesucht,
in eine Reihe mit rückwärts gekehrten Schwänzen geordnet; auf
dieselben fällt eine mit scharfen Nägeln versehene Tastatur,
die getroffene Katze gibt ihren Ton. Eine Fuge auf diesem Instrument,
zumal wenn der Kranke so gestellt wird, dass er die Physiognomie
und das Gebärdenspiel dieser Tiere nicht verliert, müsste selbst
Loths Weib von ihrer Starrsucht zur Besonnenheit gebracht haben."
(Thea Dorn: Die Unglückseligen)
[6:25]
Urlaub 2/19. Tage ohne Alkohol: 117.
Samstag, 9. April 2016
[12:59]
Nach Nachtdienst 3/3 = Urlaub 1/19. Tage ohne Alkohol: 116.
Lektürestatistik: gestern 59 Seiten.
Weiter mit "Die Unglückseligen" von Thea Dorn.
|