Navigation

Bücherlei Miszellen (28) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch

Dienstag, 21. Juni 2016

[22:50] Eine "erwartungsreich verstärkte Wahrnehmung". (Uwe Timm: Freitisch)

[22:49] Buch begonnen: "Freitisch", eine Novelle von Uwe Timm.

[21:32] Retweet: In Neukölln stehen Männer mit Dutt Schlange für vegane Donuts und es sieht ein bisschen aus wie eine Herde kastrierter Büffel am Wasserloch.

[21:31] Retweet: "Mist, ich bin zu fett geworden, bekomme den Neoprenanzug nicht mehr zu." "Hihi, guckt mal, der Traktorreifen kann sprechen!"

[21:30] Retweet: Da besitzt man die schlechteste Laune seit langem und dann ist kein Mann da, den man anschnauzen kann.

[21:29] Retweet: Da kommt man heim und will putzen, stolpert aber so ungünstig, dass man plötzlich zugedeckt im Bett liegt. Da kann man echt nichts machen.

[21:28] Retweet: Vor dem Kauf einer Wassermelone klopfe ich darauf herum. Keine Ahnung, wie es korrekt klingen sollte, aber man will nicht als Depp dastehen.

[21:27] Retweet: Im Zeitalter der Globalisierung sind entfernte Verwandte ja leider auch nicht mehr das, was sie mal waren.

[21:26] Retweet: Attraktiven Mann gesehen. Hab meinen Schuh vor ihm verloren und bin weggerannt. Jetzt muss ich nur noch warten.

[21:25] Retweet: Das Internet hat die Art und Weise revolutioniert, wie Menschen anderen Menschen auf die Nerven gehen.

[21:24] Retweet: „Können wir uns kurz unter vier Augen unterhalten?“ Zyklop: „Nein."

[21:23] Retweet: "Vorsicht ein Foto!" "Soll ich lachen?" "Nein, geh aus dem Bild."

[21:22] Retweet: Die Kinder haben die Jahreszeiten gelernt: Frühling Sommer Herbst und TÜR ZUUUU!!!

[21:21] Retweet: "Warum gab es Elfmeter?" "Wegen einer Schwalbe." "Ein Vogel war auf dem Spielfeld?" "Ein Spieler hat sich fallenlassen." "Auf die Schwalbe?"

[21:20] Retweet: Internet is doch fein. Früher konnte ich nur paar Nachbarn nicht leiden. Heute hasse ich Menschen aus aller Welt

[12:00] "Buch unter Druck" nennt sich eine Dokumentation über die Herausforderungen, denen sich moderner Buchhandel und Verlagswesen zu stellen haben. Sie wurde Ende letzten Jahres auf arte gesendet. Am erfrischensten ist der Schriftsteller Clemesn Meyer.

[10:00] In einer Abnehm-Doku einen Krankenpfleger mit dem Nebenberuf Schauspieler gesehen. Und ich dachte, beides wäre identisch.

[9:15] Ich begann zu lesen. Bücher hatten mich immer nervös gemacht, der zur Bewegungslosigkeit verdammende Vorgang des Lesens mich bedrängt und eingeengt, doch jetzt genoss ich die Ablenkung, genoss es, dass die reale Welt um mich herum verschwand. (Joachim Meyerhoff: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke)

[9:13] ... suchte verzweifelt nach einer aufblasbaren Insel in diesem Meer der Trostlosigkeit. (Joachim Meyerhoff: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke)

[9:12] An manchen Morgen sah sie so aus, als hätte sie sich die ganze Nacht lang durch einen Dschungel gekämpft, die Haare zerwühlt und Knutschflecken am Hals. Ich sah mir Alexander an. Er tat, als ob nichts wäre, und hatte die Zugbrücke seiner Schönheit hochgezogen. (Joachim Meyerhoff: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke)

[8:55] Fast zwei Millionen Deutsche arbeiten mehr als 60 Stunden wöchentlich.

[8:35] Japan ist aus unseren europäischen Augen schon einn merkwürdiges Land. Gerade sehe ich eine Dokumentation darüber, wie Menschen schlafen. In Japan gibt es Kapselhotels, die so in etwa dem Eindruck entsprechen, den ich von den Besonderheiten dieses Landes gewonnen habe. Die Arbeitsmoral, die für uns verwöhnte Deutsche unglaublich ausgedehnte Arbeitszeiten gebietet, ist allseits bekannt. Kein Wunder, daß Inemuri am Arbeitsplatz vielfach geduldet ist. Ich werde mich als Dauernachtdienstler demnächst auf diese japanische Tradition berufen. Streß und Schlafmangel wird in Japan akzeptiert, was man auf die buddhistische Tradition zurückführt, sein Leben einem höhren Ziel unterzuordnen und sich auf bestimmte Ziele zu konzentrieren und dabei auf Bequemlichkeit und Verweichlichung zu verzichten.

[2:04] Buch beendet: "Krähengekrächz" von Monika Maron, S. Fischer, 64 Seiten.

[1:55] Inzwischen glauben zwar immer weniger Menschen an Gott, wohl aber an ihre Gottes-Ebenbildlichkeit. (Monika Maron: Krähengekrächz)

[0:12] Wegen des geringen Umfangs läßt sich "Krähengekrächz", das neueste Buch von Monika Maron, lektüretechnisch allenfalls als Intermezzo bezeichnen.

[0:11] Freier Tag 2/3. 27 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatistik: gestern lediglich 27 Seiten.

Montag, 20. Juni 2016

[23:00] Buch beendet: "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" von Joachim Meyerhoff, Kiepenheuer & Witsch, 353 Seiten.

[22:11] Weiter mit "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" von Joachim Meyerhoff. Nachdem ich heute nach den fünf Nachtdiensten noch zum Arzttermin mußte, sah ich wie jeden Montag Vormittag Serien, aß gegen 13 Uhr und schlief von 14 Uhr bis gegen 21.30 Uhr. Nach einigen Routinearbeiten am PC jetzt ein zögerlicher Leseversuch.

[11:08] In den letzten Tagen = Arbeitstagen gelang nichts. Infolge der anhaltenden körperlichen Erschöpfung schlief ich täglich 9 Stunden und hatte dann für die Lektüre lediglich 1,5 gute Stunden, was eine magere Ausbeute abwarf. Heute morgen war ich beim Urologen, der sonografisch (Niere + Blase) und durch Abtasten der Prostata nichts Schlimmes fand. In einigen Wochen muß ich nochmals hin, um einen Blutbefund auswerten zu lassen und eventuelle weitere Maßnahmen zu besprechen.

[11:00] Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 188. Lektürestatistik: gestern 85 Seiten.

Sonntag, 19. Juni 2016

[18:21] Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 187. Lektürestatistik: gestern 81 Seiten. Weiter mit "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" von Joachim Meyerhoff.

Samstag, 18. Juni 2016

[18:00] Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 186. Lektürestatistik: gestern 77 Seiten. Weiter mit "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" von Joachim Meyerhoff.

Freitag, 17. Juni 2016

[17:11] Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 185. Lektürestatistik: gestern 83 Seiten. Weiter mit "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" von Joachim Meyerhoff.

Donnerstag, 16. Juni 2016

[19:50] "Sie geben's, und sie nehmen's wieder", sagte Leonora, deren Bibelkenntnis mit ihrem Einfühlungsvermögen nicht Schritt halten konnte. (Carson McCullers: Spiegelbild im goldnen Auge)

[19:49] Sie hielt es für taktvoll, in einem Krankenzimmer das Gespräch tunlichst auf die Leiden anderer Leute zu bringen. Wie alle gänzlich dummen Menschen begeisterte sie sich für Schauergeschichten. Sie konnte ganz und gar in ihnen aufgehen, um sie dann sofort wieder zu vergessen. Ihr Tragödienrepertoire bestand vorwiegend aus schweren Sportunfällen. (Carson McCullers: Spiegelbild im goldnen Auge)

[16:40] Die Waage zeigte in der vergangenen Nacht 89,3 kg. Am Sonntag hatte ich die bisherige Bestmarkte von 88,9 kg. Die Diätsünden am Montag und Dienstag wirkten sich glimpflich aus. Dennoch versuche ich den status quo zu stabilisieren, bevor ich mir einen neuen Schlemmertag gönne.

[16:33] Buch begonnen: "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" von Joachim Meyerhoff. Nach der fordernden Zweitlektüre des "Anton Reiser" lese ich dieses insgeheim schon in Nächten der letzten zwei Wochen angelesene abschließende Buch der Trilogie von Meyerhoff weiter, dessen erster Teil mir dann noch fehlt.

[16:32] Buch beendet: "Anton Reiser. Ein psychologischer Roman" von Karl Philipp Moritz, epub, 475 Seiten.

[16:31] Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 184. Lektürestatistik: gestern 159 Seiten.

Mittwoch, 15. Juni 2016

[19:28] Kommentar zu einem Blogbeitrag von Claudia Klinger, in dem es um die Besinnung auf das Wesentliche geht.: "Das Fettlogik-Buch hat mich ebenso beeindruckt. Es ist gar nicht so einfach, wenn man im Alltag einer solchen Fettlogik begegnet, die entsprechenden Argumente und Fakten parat zu haben, um ihr zu kontern bzw. demjenigen, der sie äußert. Am liebsten würde ich das Buch auswendig können, weil selbst im medizinischen Sektor, in dem ich arbeite, Halbbildung und langlebige Fehleinschätzungen sich erstaunlich hartnäckig halten. An sich hasse ich Sport, habe nie welchen betrieben, wünsche mir aber mehr Fitneß, d.h. mehr Muskeln und würde das ohne Fitneßstudio und großartiges Equipment gerne im Sinne von Fit ohne Geräte des Elitetruppentrainers Mark Lauren bewerkstelligen, wenn ich mich denn dazu aufraffen könnte, zu beginnen. Ganz unabhängig von Nadja Hermanns Buch nahm ich seit Mitte Dezember ab (von 114 auf 89 kg), was mehreren Faktoren geschuldet ist (nur alle 24 Stunden 1 Mahlzeit, trocken seit 183 Tagen, möglicherweise auch ’ne Krankheit?). Was nun die „Konzentration auf das Wesentliche“ betrifft, habe ich vor kurzem den Antrag auf Reduktion meiner Arbeitszeit gestellt. Wird er genehmigt, würde ich statt über 2 über 3 freie Wochentage verfügen. Ich bin nun 50 geworden und denke, Freizeit ist ein so kostbares Gut, das man es nicht länger auf ein unklares und vielleicht nie einzulösendes Später aufschieben sollte. Zum Wesentlichen gehört für dazu, die Online-Aktivitäten einzuschränken, ja mich mehr und mehr zurückzuziehen."

[17:04] Auf dem Nachttisch des Majors lag ein aufgeschlagenes Buch - ein sehr anspruchsvolles literarisches Werk. Darin lag ein Streichholz als Lesezeichen. Der Major blätterte etwas vierzig Seiten weiter - ein glaubhaftes Abendpensum, legte das Streichholz dort hinein und zog unter einem Stapel Hemden in seiner Kommode ein Groschenheft mit dem Titel 'Der wissenschaftliche Krieg' hervor. Er machte es sich bequem und vertiefte sich in die Schilderung eines wüsten interplanetarischen Superkrieges. (Carson McCullers: Spiegelbild im goldnen Auge)

[16:55] Ich bin gespannt, ob und wie sehr sich die Diätsünden der letzten beiden Tage auswirken. Wenn ich heute Nacht während des Nachtdienstes zur festgesetzten Zeit um 2 Uhr auf die Waage steigen werde, könnte ich eine kaum erfreuliche Zahl erblicken. Dabei war ich froh, daß sich die Waage in der Nacht zum Montag mit 88,9 kg erstmalig unter 89 einpendelte. Dieses Limit hatte ich mir als derzeitigen Maßstab zur Zufriedenheit gesetzt. Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, daß sich schlecht mußmaßen und schätzen läßt und einen das Gefühl trügen kann. Deswegen warte ich besser auf die reale Anzeige heute Nacht und äußere mich erste morgen wieder mit konkreten Fakten.

[16:01] Mit Hypochondrismen (3) ein neuer Tagebucheintrag.

[15:39] Auch schon damals wurde man durch äußere Mißhelligkeiten gestört: "In dem Dorfe, wo er die erste Nacht blieb, war die Gaststube voller Bauern, die einen großen Lärm machten, so daß es ihm nicht möglich war zu lesen." (Karl Philipp Moritz: Anton Reiser)

[14:55] Ich habe mit FileZilla einen anderen FTP-Client installiert und mich eben durch den 1&1-Support telefoniert, der mich an den AVM-Support weiterreichte, der an der Fritz!-Box allerdings keinen Fehler vermutete. Helfen bzw. einen konkreten Fehler ausmachen konnte mir zwar niemand; aber ich probierte eben mal, in der Fritz!-Box einen FTP-Port 21 einzurichten. Danach baute sich eine FTP-Verbindung auf. Hoffentlich ist das kein Einmalerfolg, sondern von Dauer...

[14:52] [Eigentlich gestern geschrieben und gepostet, jetzt zur Erklärung an aktueller Position] - Technische Probleme. Die FTP-Verbindung funktionierte seit vorgestern Nacht nicht mehr. Bislang warte ich ab, ob und was passiert. Falls das Problem serverseitig besteht, wird es irgendwann behoben sein. Andernfalls, z.b. wenn sich etwas verändert haben sollte (Einstellungen?), wovon ich nur noch nichts weiß, werde ich das, insofern der Zustand fortbesteht, alsbald zu eruieren versuchen. Oft ist Abwarten die nervenschonendste Vorgehensweise, weil sich die meisten Dinge von selbst lösen. Eine Methode, die ich mir von einem Arbeitskollegen abgucken kann und die uns Choleriker nicht in die Wiege gelegt worden ist, sondern mühsam erlernt und einstudiert werden muß. - Sollte hier also eine Zeit lang nichts zu lesen sein: don't panic! Sehen wir's als kreative Verschnaufpause...

[2:12] Retweet: Gibt es das Bud-Spencer-Maulschellengeräusch als App?

[2:11] Retweet: Wenn mir langweilig ist, frage ich in Elternforen, wieviel Cola man 4jährigen Kindern während des 21Uhr Spiels noch zumuten kann.

[2:10] Retweet: Im Buch der Unruhe noch schnell ein paar Zweifel zum Einschlafen suchen.

[2:09] Retweet: Jesus konnte aus Wasser Wein machen. Ich kenne Leute, die können aus einem Nichts ein Problem machen.

[2:08] Retweet: Laut Statistik wünscht sich jede zweite Leuchtstoffröhre übrigens ein Leben als Laserschwert.

[2:07] Retweet: Verrückt: In Deutschland kommt Magnum von Langnese, in Amerika von Smith & Wesson.

[2:06] Retweet: Seit wann haben die Autositze eine Massagefunktion? Das ist der Bass.

[2:05] Retweet: Dorfkind: "Ach, nur 3km? Da kann ich ja laufen." Stadtkind: "500m? Und da fährt wirklich kein Bus hin?"

[2:04] Retweet: "Spielst du ein Instrument?" "Ja, Luftpolsterfolie sopran."

[2:03] Retweet: "Und was machst du beruflich?" "Feuerwehr." "Vielleicht können wir uns ja wiedersehen, gibst du mir deine Nummer?" "112"

[2:02] Retweet: Habe heute so rein garkeine Verbindung zu meinem E-LAN.

[2:01] Retweet: Eigentlich wollte ich ja Punker werden, aber meine Eltern waren dagegen.

[2:00] "Topografie der Gemengsel und Gehäcksel" von Dieter Froelich ist ein "Ein Kochbuch nebst weiteren Betrachtungen über vermengte und gehackte Speisen". Der Koch in Thomas Hettches "Pfaueninsel" ist eine Hommage an den Grenzgänger - Künstler und Koch - Froelich. Kochen als Weltentwurf. Dabei aber keine Hochleistungs-, sondern eine Restverwertungsküche. Aus fast nichts wird etwas.

[0:11] Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 183. Lektürestatistik: gestern 110 Seiten. Weiter mit "Anton Reiser. Ein psychologischer Roman" von Karl Philipp Moritz.

Dienstag, 14. Juni 2016

[18:18] Was für ein beknackter Tag. Weder zur Lektüre noch zu sonst einer Beschäftigung reichte es heute. Viel zu nervös und zerfahren. Erst schlief ich, weil ich die Nacht durchmachte, von 6 bis 14 Uhr, dann verrannen die letzten vier Stunden ohne Plan und Struktur. Leseversuche scheiterten mehrmals bzw. können wegen Unergiebigkeit quantitativ wenig ernst genommen werden. Unterwegs (zum Behufe des Einkaufs) herrscht zu viel Lärm und Ablenkung. Wenn man sowieso schon gereizt und überspannt ist, nutzen auch die sonst bewährten Lärmschutzmethoden wenig. Haken wir diesen Kacktag ab. Besser wirds heute, glaube ich, nicht mehr. Und mein Ernährungsplan wurde gestern durch eine Sünde heftigst durchkreuzt, was für die kommenden Tage vermehrte Disziplin anmahnt, die sich heute allerdings noch nicht durchsetzen ließ, weil zwei geöffnete Bockwürste verzehrt werden mußten, damit ich sie nicht wegschmeißen muß. Zusätzliche 600 kcal, die ich anderweitig einfach nicht weglassen konnte, so desolat war mein heutiger Zustand, daß er diese Restriktion nicht verkraftet hätte.

[17:23] Die Arbeitstage verlaufen momentan alle wie folgt. Vom Nachtdienst um 7.30 Uhr zurückgekehrt, falle ich umgehend in Schlaf, der bis 15 Uhr dauert. Dann zwei Stunden Lektüre bei erst 1 Kanne Schwarztee, dann mindestens zwei Tassen Kaffee. Nach der einzigen Mahlzeit des Tages zwischen 17 und 18 Uhr nochmal hinlegen. Bewußt so hingeschrieben, weil es eher auf eine Siesta als auf einen normgerechten Schlaf hinausläuft. Verzichten will und kann ich darauf nicht, weil ich alle Kräfte, die ohnehin ständig mehr schwinden, brauche für die Nacht. Um 20 Uhr Arbeitsweg mit Einkauf nötiger Lebensmittel, dann Dienst.

[0:42] Freier Tag 2/2. 26 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatistik: gestern 73 Seiten. Weiter mit "Anton Reiser. Ein psychologischer Roman" von Karl Philipp Moritz.

Montag, 13. Juni 2016

[8:54] Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 181. Lektürestatistik: gestern 82 Seiten.

Sonntag, 12. Juni 2016

[16:34] Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 180. Lektürestatistik: gestern 51 Seiten. Weiter mit "Anton Reiser. Ein psychologischer Roman" von Karl Philipp Moritz.

Samstag, 11. Juni 2016

[17:26] Buch begonnen (Zweitlektüre): "Anton Reiser. Ein psychologischer Roman" von Karl Philipp Moritz. Auch diesen Klassiker lese ich als epub auf dem Kindle, obwohl das Buch, mit dem vor ziemlich genau 22 Jahren (Juli 1994) die Erstlektüre stattfand, noch in meinem Regal steht. Aber es handelt sich um ein vergilbtes Taschenbuch, so daß mir die Kindle-Lektüre hier angenehmer erscheint.

[17:25] Buch beendet: "Die Kunst den November zu überstehen und andere Geschichten" von Lars Gustafsson, Hanser, 194 Seiten.

[17:24] Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 179. Lektürestatistik: gestern 103 Seiten.

Freitag, 10. Juni 2016

[16:00] Er ist ein gesunder vom Bourbon gebeizter Zuchthengst von einem Mann. (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[14:33] Wir kommen ins Zimmer und sehen, daß eine bettlägerige Patientin sich die Flexüle (Venenzugang) entfernt hat, wodurch das halbe Bett mitsamt Bettwäsche und Patientin vollgeblutet worden ist. Ich: "Um Gottes Willen, Frau L., welch ein Malheur! Sie wollten doch eigentlich zur Blutspende gehen. Und nun das!" Frau L.: Dahin gehe ich schon noch. Das vergesse ich doch nicht!"

[14:30] Geriatrischer Patient läuft mit einer Schnitte Richtung Zimmerausgang und wird dort von einer Schwester angetroffen, die ihn fragt: "Wohin des Weges?" "Ich muß noch die Hühner füttern!"

[14:24] Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 178. Lektürestatistik: gestern 91 Seiten. Weiter mit "Die Kunst den November zu überstehen und andere Geschichten" von Lars Gustafsson.

Donnerstag, 9. Juni 2016

[17:28] Tagebuchmäßig gibt es zum Vom Purzeln der Pfunde jetzt einen zweiten Teil.

[17:22] Er neigte dazu, manche Dinge ernstzunehmen; und das habe ich leider von ihm geerbt. (Lars Gustafsson: Die Kunst den November zu überstehen und andere Geschichten)

[17:00] Ich wohne in einem 1931 erbauten Mietshaus, das 1999 saniert worden ist, wobei die Dach- und Wäscheboden aber belassen worden sind und ich in der vierten Etage als einziger eine Wohnung habe. Das heißt, neben mir ist der Wäscheboden. Und immer wenn jemand Wäsche zum Trocknen aufhängt, zieht der Geruch frisch gewaschener Wäsche zu meinem Fenster herein. Wunderbar! Da verliert man gänzlich die Lust, selbst noch etwas für die eigene Hygiene beizutragen.

[16:28] Buch begonnen: "Die Kunst den November zu überstehen und andere Geschichten" von Lars Gustafsson. Dieser Erzählband enthält Erzählungen aus zwei anderen Bänden sowie aus anderen Prosawerken wie beispielsweise "Wollsachen". Gustafsson las ich recht lange nicht mehr (zuletzt 8/12); und bevor ich mich seinen zwei zuletzt veröffentlichten Romanen "Der Mann auf dem blauen Fahrrad" und "Doktor Wassers Rezept" zuwende, wollte ich das Gustafsson-Gefühl zu neuem Leben erwecken.

[16:23] Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 177. Lektürestatistik: gestern 86 Seiten.

Mittwoch, 8. Juni 2016

[16:38] Buch beendet: "Fliehkräfte" von Stephan Thome, Suhrkamp, 474 Seiten.

[16:00] Es muß mal wieder erwähnt werden, daß ich meinen Supersonderladen (Eisenbahnstr. 82 / Ecke Hermann-Liebmann-Str. 79) liebe. Gestern 2 x 250g Altenburger Ziegenkäse für zusammen 1.- Euro bekommen. Aufs Brötchen, mit ordentlich Meerrettich, dazu Gemüsesalat aus Tomaten, Paprika, Kohlrabi und Zwiebeln. Mein Lieblingsgemüsehändler (Haltestelle am Kaufland Köhlerstraße/ Reutnitz) offeriert seit Wochen rote Paprika im 3er-Pack für nur 1.- Euro. Die Tomaten sind bei ALDI zurzeit mit unter 70 ct/kg sowieso unverschämt billig.

[14:28] Retweet: Dem Kind (4) waschen wir nur Samstag- oder Sonntagabend die Haare. Da ist auf dem Jugendamt keiner erreichbar.

[14:27] Retweet: Ich bin so durcheinander, ich könnte glatt das Zimmer meines Sohnes sein.

[14:26] Retweet: "Wir grillen heute Abend, hast du Lust zu kommen?" "Ist das überdacht?" "Nein, eher spontan."

[14:25] Retweet: „Was machst du heute?" „Angst und Schrecken verbreiten, die Völker der Erde unterwerfen und den Himmel verfinstern." „Ich meine abends."

[14:24] Retweet: Meine Regel Nr. 1 im Fitnessstudio: alle Geräte meiden, die nach einer Geburtshilfe für große Zootiere aussehen.

[14:23] Retweet: Die Nachbarin telefoniert mit der Familie in Italien. Der Lautstärke nach benutzt sie dafür ein Dosentelefon.

[14:22] Retweet: "Wieso wollen Sie nach 2 Jahren schon die Scheidung, es muss Ihnen doch was an ihm gefallen haben?" "Ja, aber das ist alles ausgegeben."

[14:21] Retweet: "Wir rufen zum Transport besser den Rettungshubschrauber!" "Zahlt das meine Kasse?" "Sie sind Kassenpatient? Hier ist ein Bus-Fahrplan!"

[14:20] Retweet: Die Katze war die ganze Nacht und den ganzen Vormittag draußen. Bewertung: 3 von 5 Zecken.

[14:19] Retweet: Krass, was duschen bewirkt. Eben noch müde, kaputt, schlecht gelaunt. Und jetzt müde, kaputt, schlecht gelaunt mit Vanillegeruch.

[14:18] Retweet: „Ist Ihr Haus kindersicher?" „Nein, zwei haben es doch rein geschafft."

[14:17] Retweet: "Bis zum fünften Lebensjahr dachte ich, meine Name sei 'Nein'".

[14:14] Retweet: "Ich möchte alle grüßen, die mich nicht kennen. Seid froh!"

[13:11] "Ich weiß noch genau", sagt Hartmut, "wie unsere Mutter mir damals nach Amerika geschrieben hat, als du schwanger warst. Eine segensreiche Nachricht, schrieb sie, die Formulierung hab ich nicht vergessen. (...) Ich versuche, in Amerika erwachsen zu werden, und du springst eine Generation weiter, als ob es nichts wäre." (Stephan Thome: Fliehkräfte)

[1:11] Ein Freund hat Bücher aus einem Depot weggeworfen, das er jahrelang für jemand anderes aufbewahrt hat. Die Bücher stammen aus der Bibliothek einer Frau, die Sekretärin bei einem Nazi gewesen war. Es handelte sich überwiegend um ideologisch gefärbte Literatur: Atlanten, Lehr-, Schul- und Fachbücher aus dem Dritten Reich. Der Freund warf die Bücher weg, wollte diesen Dreck aus der Welt geschafft sehen. Ein Antiquar hätte sich angesichts solch eines Fundus sicherlich die Finger geleckt. Hättet ihr die Bücher ebenfalls weggeschmissen oder lieber einem Antiquar ein Schönwetterleuchten in die Augen gezaubert?

[0:33] Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 176. Lektürestatistik: gestern 127 Seiten. Weiter mit "Fliehkräfte" von Stephan Thome.

Dienstag, 7. Juni 2016

[14:33] "Ich wusste nicht, dass so viele Menschen den Jakobsweg laufen." "Auswüchse des Massentourismus". (...) Seit sie in solchen Massen auftreten, sind sie ihm suspekt. Eine Fraktion unter anderen in der globalen Spaßgesellschaft. (Stephan Thome: Fliehkräfte)

[14:23] Sie hat Sommersprossen im Gesicht und große blaue Augen. Könnte als Delphin-Trainerin arbeiten oder Wattwanderungen für Kinder anbieten, etwas Spielerisches und Zupackendes dieser Art. (Stephan Thome: Fliehkräfte)

[14:21] In jeder Kirche riecht es anders, aber nach nichts anderem als Kirche. (Stephan Thome: Fliehkräfte)

[10:10] Bei anderen sieht es leicht aus. Nicht zu viel nachdenken, einfach leben. (Stephan Thome: Fliehkräfte)

[8:48] Erinnerung auch an Momente der eigenen Kindheit: "Als Kind hat er kleine Mutproben durchgeführt, nur für sich und in Gedanken. Hat den Kopf in den Nacken gelegt und gedacht: Es gibt keinen Gott. Danach wartete er jedes Mal mit angehaltenem Atem darauf, dass ein Gewitter ausbrach oder die Erde sich unter ihm auftat." UND: "Ein anderer Sinn (...) nimmt die sakrale Aura auf. Sie ruft das kindliche Gefühl zurück, beobachtet zu werden von jemandem, der zu mächtig ist, als dass auf seine Güte Verlass wäre." (Stephan Thome: Fliehkräfte)

[8:45] Sollte sein Durchhaltevermögen bloßem Mangel an Phantasie entspringen? (Stephan Thome: Fliehkräfte)

[8:42] Streitvermeidung als oberstes Prinzip einer Ehe garantiert nicht Harmonie, sondern Stagnation. (Stephan Thome: Fliehkräfte)

[8:38] Zum Glück gibt es Telefon, E-Mail, Skype, die Technik fürs virtuelle Familienleben. (Stephan Thome: Fliehkräfte)

[8:37] Er kannte das Gefühl (...): zu Hause sein wollen und nicht zu wissen wo. (Stephan Thome: Fliehkräfte)

[8:33] Seine mangelnde Begabung zur Unbeschwertheit... (Stephan Thome: Fliehkräfte).

[8:06] Freier Tag 2/2. 25 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatistik: gestern 66 Seiten. Weiter mit "Fliehkräfte" von Stephan Thome.

Montag, 6. Juni 2016

[19:40] Weiter mit "Fliehkräfte" von Stephan Thome. Seit gestern Nachmittag nicht gelesen. Heute früh etwas Serien geguckt, dann 11.30 Uhr ins Bett; vor einer Stunde aufgestanden, lange telefoniert, jetzt ein Leseversuch an diesem, wie wir es nennen "Aussschlaftag", dem Tag, an dem man morgens aus der letzten Nachtwache kommt und eigentlich frei hat, aber irgendwann ja schlafen muß und man mit dem Jetlag kämpft, der immer vorhanden ist, selbst bei mir, der ich nur im Nachtdienst-Frei-Nachtdienst-Rhythmus arbeite.

[7:55] Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 174. Lektürestatistik: gestern 74 Seiten.

Sonntag, 5. Juni 2016

[16:03] Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 173. Lektürestatistik: gestern 70 Seiten. Weiter mit "Fliehkräfte" von Stephan Thome.

Samstag, 4. Juni 2016

[15:04] Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 172. Lektürestatistik: gestern 100 Seiten. Weiter mit "Fliehkräfte" von Stephan Thome.

Freitag, 3. Juni 2016

[16:50] Buch begonnen: "Fliehkräfte" von Stephan Thome.

[15:52] Buch beendet: "Blaubart" von Amélie Nothomb, Diogenes-Verlag, 143 Seiten.

[14:44] Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 171. Lektürestatistik: gestern 94 Seiten. Weiter mit "Blaubart" von Amélie Nothomb.

Donnerstag, 2. Juni 2016

[13:55] Buch begonnen: "Blaubart" von Amélie Nothomb.

[13:54] Buch (heute früh) beendet: "Der Tod greift nicht daneben" von Jörg Maurer, Fischer-Verlag, 443 Seiten. Mit Textbausteinen operieren macht mitunter etwas tumb. Jetzt habe ich tagelang hier und in der Lektürestatistik Jörg Maurers "Schwindelfrei ist nur der Tod" als Lektüre angegeben, währenddessen ich aber den Vorgänger in der Krimireihe um Hubertus Jennerwein gelesen habe: "Der Tod greift nicht daneben". Ein typischer Fall von Copy & Past und Betriebsblindheit. Wie auch immer, gestern war ein guter Lesetag und die 353 Seiten verblüffen mich selbst, stimmen aber.

[13:53] Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 170. Lektürestatistik: gestern 353 Seiten.

Mittwoch, 1. Juni 2016

[14:58] Retweet: Kannst du mal drei Minuten die Luft anhalten, dann weiß ich, wenn der Tee fertig ist?

[14:57] Retweet: Ich sehe heute aus, als wäre ich in einem Puff abseits der Milchstraße von 8 kongolesischen Kugelstoßerinnen mit Eierlikör flambiert worden.

[14:56] Retweet: Ich bin so erschöpft, ich könnte Datenvolumen sein.

[14:55] Retweet: Dem an mir vorbei rennenden Joggern einfach mal "alter hier ist 30!" hinterher brüllen.

[14:54] Retweet: Der Name »Conni« war in den 80er Jahren eine ziemlich sichere Bank, in einem Münchener TV-Krimi einem Tötungsdelikt zum Opfer zu fallen.

[14:53] Retweet: "Papa, wenn du willst, dass ich morgen schlechte Laune habe, musst du mir kein Buch mehr vorlesen." Süß, die Große wird wie meine Mutter.

[14:52] Retweet: Kunde stürzt auf der Treppe zum SM-Keller, bricht sich Zehe und Wadenbein. Darf die Domina die volle Stunde abrechnen? Das Urteil der Woche.

[14:51] Retweet: Wenn in der U-Bahn bei einer scharfen Bremsung fast die ganze Kindergartengruppe umfällt und man nur laut "Strike!" durch den Wagon schreit…

[14:50] Retweet: Ich bin nicht boshaft, mein Putzigkeits-Gen ist nur defekt.

[14:49] Retweet: "In diesem Gulasch-Rezept steht: 600 g Fleisch für 6 Personen." "Das ist die vegane Variante, oder?"

[14:48] Retweet: "Ich bin sauer!" lässt sich viel schöner mit Schiller sagen: „In gärend Drachengift hast du die Milch der frommen Denkart mir verwandelt."

[14:47] Retweet: Seltsam, ich habe vor zwei Stunden ein Mittel gegen Menstruationsbeschwerden genommen, aber meine Frau meckert immer noch.

[14:46] Retweet: Psychiater: "Ich kenne ihr Problem noch nicht, darum fangen Sie am besten ganz am Anfang an." "Am Anfang schuf ich Himmel und Erde."

[14:45] Retweet: "Was sagst Du eigentlich zu dem Endstück eines Brotes?" "Ich rede nicht mit Broten."

[14:44] Kann nicht einer von euch heute Abend, wenn ich zum Nachtdienst aufbrechen muß, eine Rückrufaktion für mich starten? - Inzwischen hat sich regentechnisch die Situation in Leipzig entspannt. Das St.-Elisabeth-Krankenhaus mußte mit Sandsäcken geschützt werden. Deren Notaufnahme war eine Zeit lang nicht anfahrbar, was durchaus auch bedeuten kann, daß mehr Patienten als üblich bei uns in Grünau gelandet sind. Werde ich nachher erleben, wie die Bettenbelegung unserer Station aussieht.

[14:07] Es gibt ja Stimmen, die meinen, Bücher müßten teurer werden.

[13:30] Da ich ein Superdepp bin und bleibe, habe ich nicht bedacht, daß bei Starkregen der Weg zum einzigen, ohne ÖPNV erreichbaren Supermarkt abgeschnitten ist, den ich als schnellsterreichbare Option gewählt hatte. In Sellerhausen ist die Unterführung unter der Eisenbahnbrücke in der Püchauer Str. unpassierbar, weil ein zirka 20 bis 30 m großer See die Straße blockiert. Oft genug fahren doofe Autofahrer hinein, so daß sich dann beflutete oder schwimmende PKW bewundern lassen. - Mußte ich eben Brötchen beim 20 m entfernten Bäcker kaufen, auch wenn diese mehr als doppelt so teuer sind.

[13:11] Draußen gießt es seit mehr als einer Stunde wie aus Kübeln. Ich brauche aber Brot bzw. Brötchen für meine Tagesmahlzeit und muß mich wohl oder übel in die Fluten stürzen. AC/DC spielt heute in Leipzig. Ich kann da leider nicht hinschwimmen, weil mich ein neuer Nachtdienstzyklus erwartet. Mein Schlauchboot fährt also gen Grünau, das heute seinen 40. Geburtstag begeht.

[13:04] Buch beendet: "Atlas eines ängstlichen Mannes" von Christoph Ransmayr, Fischer, 464 Seiten. Ich schlage es mutig noch dem Lesemonat Mai zu. Schließlich ist heute Internationaler Kindertag. Da darf man so etwas.

[11:35] Wenn man sich in eigenen, längst abgelegten Lektürefundstücken festliest... "Lieber nicht zu stark von Tauglichkeit strotzen." (Robert Walser: Der kleine Tierpark) - Morgens fühle ich mich oft wie eine fluglahme Rohrdommel, die nur mit Mühe etwas krächzen kann. Dafür komme ich mir an sehr gelungenen Abenden wie eine unvergleichlich schöne Raubkatze vor. An den Tagen dazwischen fühle ich mich am ehesten wie irgendein Nutztier." + "Es gab Tage, da konnte sich Sebastian nur mit sehr konkret ausgestalteten Mordphantasien über Wasser halten. (Jakob Hein: Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht)

[9:20] In Wahrheit war Leonora aber bloß ein wenig beschränkt. (...) Sie hätte auch unter der Folter nicht zwölf mit dreizehn multiplizieren können. (Carson McCullers: Spiegelbild im goldnen Auge)

[9:19] Mrs. Penderton hielt auch andere Südstaatenbräuche treu in Ehren, wie etwa den Glauben, daß Brot wie überhaupt jedes Gebäck nur dann eßbar sei, wenn der Teig auf einer marmornen Tischplatte geknetet werde. (Carson McCullers: Spiegelbild im goldnen Auge)

[9:17] ... ist an dieser Eintönigkeit vor allem die inselhafte Abgeschiedenheit schuld und ein Übermaß an Muße und Routine; denn wer einmal ins Heer eingetreten ist, braucht fortan in allem nur noch seinem Vordermann nachzueifern. (Carson McCullers: Spiegelbild im goldnen Auge)

[9:16] Es wäre besser, wenn alles Verbotene schwer wäre. (Irmgard Keun: Kind aller Länder)

[9:09] Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 169. Lektürestatistik: gestern 193 Seiten. Weiter mit "Atlas eines ängstlichen Mannes" von Christoph Ransmayr sowie "Der Tod greift nicht daneben" von Jörg Maurer.

Dienstag, 31. Mai 2016

[20:37] Retweet: Immer öfter verwechsle ich Wörter, die ähnlich klingen. Vielleicht werde ich langsam Zement.

[18:28] "Was ist Ihr Lieblingsbuch?", fragten die Männer. "Ein Scheckbuch." "Was ist Ihr Lieblingssport?" "Amoklaufen", sagte mein Vater und lief wirklich fort. (Irmgard Keun: Kind aller Länder)

[18:27] Sie hat Bouillabaisse gegessen, das ist eine Suppe, die aus dem Mittelmeer gekocht wird, sämtliche Tiere des Mittelmeeres schwimmen undeutlich in ihr herum, und manche sind manchmal giftig. (Irmgard Keun: Kind aller Länder)

[18:25] In Marseille stiegen wir aus, um zu einem Hotel am Hafen zu gehen, wo wir einen Schweizer Freund meines Vaters treffen sollten, der sehr reich ist, weil er mit Uhren handelt, statt zu richten. Meine Mutter sollte ihn verlassen, mit meinem Vater eine Zeitschrift zu gründen, und dazu sollte er Geld geben. Wir haben aber immer wieder die Erfahrung gemacht, daß reiche Leute eklig sind und nie Geld geben, das macht sie ja so reich. (Irmgard Keun: Kind aller Länder)

[16:06] Irmgard Keun: Um die Familie zu ärgern // AllgFab (1) // Angst.

[16:05] Die Emigranten haben auch Vereine, wo sie sich ungestört zanken können. (Irmgard Keun: Kind aller Länder)

[12:02] "Lebe mit den Hunden, lebe nicht wie die Hunde". (Irène Némirovsky: Die süße Einsamkeit)

[12:00] Wie man so schön sagt: In der Liebe und im Krieg und wenn man einen Koch einstellt, ist alles erlaubt. (Walker Percy: Liebe in Ruinen)

[2:11] Freier Tag 2/2. 24 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatistik: gestern 119 Seiten. Weiter mit "Atlas eines ängstlichen Mannes" von Christoph Ransmayr sowie "Der Tod greift nicht daneben" von Jörg Maurer.

Montag, 30. Mai 2016

[22:55] "Oh, Liebe, wie bin ich froh über Ihre Worte, es gibt nichts Vernichtenderes für eine Frau, als wenn andere Frauen ihren guten Charakter loben." (Irmgard Keun: Kind aller Länder)

[22:54] Mein Vater hat gesagt, es genüge, entweder religiös oder streng zu sein - beides zusammen sei der Gipfel an Ekelhaftigkeit. (Irmgard Keun: Kind aller Länder)

[15:55] Wie alt man sein kann, wenn man zwölf ist. (Irène Némirovsky: Die süße Einsamkeit)

[15:13] Wenn Du meine brieflichen Notschreie dem Mond vorlesen würdest, würde er weinend vom Himmel fallen. (Irmgard Keun: Kind aller Länder)

[15:12] Geneks Cousine Rosi, die grün und sauer aussieht und literarisch interessiert ist, hat sich dreimal hintereinander Bücher von mir aus der Leihbibliothek geholt. Sie glaubt, sie habe mich dadurch praktisch unterstützt, und fühlt sich als Mäzenin. (Irmgard Keun: Kind aller Länder)

[15:11] In dem ganzen Haushalt existieren zwei Likörgläser von der Größe einer Haselnuß und eine Flasche selbst gemachter Birnenschnaps, der noch weitere Generationen überdauern soll. (Irmgard Keun: Kind aller Länder)

[15:08] Hatte er doch erfahren müssen, daß Menschen zu bessern wären nur wenn man ihnen den Schädel öffnete & das faulige Gehirn ausriß. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[15:05] Nur politische Heuchler versprechen aller Jubel Jahre den-Menschen Die-Bessere-Welt. Denn den-Haifisch besiegen nicht Schwärme edler Goldfische - den-Hai besiegt der-Krake der ihn=packt. Und der-Krake ist jener, der beim-Haifisch in=die-Lehre ging. Ob das Regime des- Haifischs od des-Kraken besser od schlechter sei, das ist für den Bestand Desmeeres vollkommen !Ohnebelang. Wir sind !keine Heuchler, wir sagen offen !Wer wir sind & !Was wir wollen. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[15:01] Sie war groß und attraktiv, mit der "Haltung einer Königin", wie man sagte, und einer Neigung zur Korpulenz, die sie bekämpfte, indem sie jene gepanzerten Korsetts zum Einsatz brachte, die für Frauen jener Zeit üblich waren und bei denen die Brüste in zwei Satinschalen ruhten wie Früchte in einem Korb. (Irène Némirovsky: Die süße Einsamkeit)

[14:18] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 167. Lektürestatistik: gestern 93 Seiten.

Sonntag, 29. Mai 2016

[17:57] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 166. Lektürestatistik: gestern 150 Seiten. - Weiter mit "Atlas eines ängstlichen Mannes" von Christoph Ransmayr sowie weiter mit (Neben=Nachtlektüre seit gestern): "Der Tod greift nicht daneben" von Jörg Maurer.

Samstag, 28. Mai 2016

[15:44] Buch begonnen: "Atlas eines ängstlichen Mannes" von Christoph Ransmayr.

[15:22] Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 165. Lektürestatistik: gestern 88 Seiten. Buch (heute Nacht) beendet: "Die süße Einsamkeit" von Irène Némirovsky, Knaus-Verlag, 270 Seiten.

Freitag, 27. Mai 2016

[17:44] Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 164. Lektürestatistik: gestern 96 Seiten. Weiter mit "Die süße Einsamkeit" von Irène Némirovsky.

Donnerstag, 26. Mai 2016

[13:18] Aufgrund der Krankschreibung und der freien Tage war ich zehn Tage nicht auf Station. Ab heute Abend wieder arbeiten - 4 Nachtdienste in diesem verkürzten Zyklus. Auskuriert bin ich nicht. Während der vergangenen Tage ging es auf und ab. Ich bin überzeugt, daß meine Situation nicht als losgelöstes Ereignis zu betrachten ist, sondern Ausdruck einer viel tiefer steckenden Misere ist, welche ich leider nicht verstehe. Welche Rolle der immense Gewichtsverlust dabei spielt, wird sich ebenfalls noch erweisen müssen. Keine gute Zeit, kein gutes Jahr. Im Grund genommen habe ich Angst.

[13:00] Eigentlich hätten sie uns Sachsen anläßlich des hier stattfindenden Katholikentages zum heutigen Fronleichnam einen Feiertag schenken können! Oder wenigstens uns Leipzigern.

[12:55] Gerade entdeckt, daß es zur SWR-Bestenliste einen einstündigen Literaturtalk gibt, u.a. mit Elmar Krekeler und Sigrid Löffler. Packe ich noch zur gestrigen, vorrangig Literatursendungen betreffenden Plauderei.

[12:35] Wo macht ein Proktologe sicherlich niemals Urlaub? - In einem Po-Delta.

[12:12] In einem Zeitungsartikel vorhin "liturgisches Geländespiel" für Fronleichnamsprozession gelesen. Wir Leipziger habe zurzeit eine Katholikenschwemme, so daß sich auch die hiesigen Blätter dieses für sie so fremden Themas annehmen müssen, was mitunter nicht der Komik entbehrt.

[12:04] Ich werde stetig lärmempfindlicher. Draußen raspelt ein Typ mit einem elektrischen Gerät Gras vom Gehweg ab. Sind es im Herbst die ähnlich penetranten Laubbläser, sind es im Frühsommer diese Grasmenschen, die die Stadt Leipzig auf unsere Gehwege und damit meine Ohren ansetzt. Nun sitze ich mit Ohrstöpseln und Gehörschutzkopfhörer im Sessel, um zu lesen. Wie abends in der Straßenbahn. Fenster zu ist für mich übrigens keine Option. Solange es über 0°C Außentemperatur ist, brauche ich rund um die Uhr Frischluft.

[10:47] Weil mich das Thema "Warum ich lese" brennendst interessiert, weil es genuin biblioman ist, sammle ich ebenfalls Links; denn falls auf dem Projekt von Sandro Abbate einst ein Bibliomanikum entstehen sollte, war ich von Anfang an dabei und kann meine parallele Sammlung eventuell weiterverwerten. Bisher gefundene Beiträge stammen von: 1001 Bücher (Miriam) // Fräulein Julia (Julia Schmitz) // Bücher, Kater, Tee (Klaus Daniel) // buchpost (Anna) // literaturleuchtet (Marina Büttner) // Literaturen (Sophie Weigand) // lustauflesen.de (Jochen Kienbaum) // booknerds (Chris Popp) // booknerds (Laurent Piechaczek) // Hundstrüffel (Clemens Seitner) // Kaffeehaussitzer (Uwe Kalkowski).

[10:32] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 163. Lektürestatistik: gestern 86 Seiten. Weiter mit "Die süße Einsamkeit" von Irène Némirovsky.

Mittwoch, 25. Mai 2016

[20:55] This made my day: Sich 4-5 Minuten gegenüberzusetzen und in die Augen zu blicken, bringt Menschen einander näher.

[18:48] Wesentliches Kennzeichen für sehralte-hochverfeinerte Kulturen ist die Kenntnis von !erlesenen Grausamkeiten. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[18:47] Nun, auch Sie kennen von Ihrer-Arbeit-auf-dem-Mond den-Trost der Großenzahlen: Was in-Alltag's Routine die Vorstellungskraft des- Menschen übersteigt, übt Keinewirkung mehr auf den-Menschen aus; ob Hunderttausend od Einemillion, kein Unterschied mehr im-Empfinden. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[15:55] Liebe Veget-Arier: ihr seid !Pfanzen-Schlächter. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[15:04] Reinhard Jirgl: Die Unteren und die Oberen.

[13:28] Ob denn überhaupt jemand all diese zur Verfügung gestellten Texte liest? Persönlich habe ich noch nie jemanden getroffen, der sich Klassikertexte auf diese Weise ordert. Die Klassikleser sind ohnehin eine Untermenge einer Untermenge an einigermaßen sich dem Geist verpflichtet fühlenden Menschen. Aber Leser, die das PG als Grundlage nehmen? Ich gestehe, neugierig zu sein und solche Dinge partout wissen zu wollen.

[13:11] Ein kleines Kuriosum meines Umgangs mit fremden Anstreichungen in Büchern. Diese Markierungen, beispielsweise in aus Bibliothek entliehenen Büchern, muß ich bei der Lektüre entweder wegradieren, insofern sie mit Bleistift verbrochen worden sind, oder unkenntlich bzw. als fremde erkenntlich machen, damit ich später beim Abtippen der von mir initiierten Textstellen (für meine Homepage=FAB) nicht durcheinander komme.

[12:57] Als ich jüngst beim lesenswert-Quartett einer Diskussion über den neuesten Roman "Der Jonas-Komplex" von Thomas Glavinic folgte, wo Denis Scheck behauptete, daß, wenn ein unbekannter Autor solch ein Manuskript eingereicht hätte, man es ihm um die Ohren gehauen hätte, fragte ich mich, ob und wie die Verlagsmenschen mit Texten ihrer renommierten Autoren umgehen, die sie gerne ablehnen würden. Ob das zur Sprache kommt oder ob ein einmal arrivierter Schriftsteller sozuagen ein Freibrief (oder Freibuch?) für die Zukunft hat.

[12:40] Mein "kleiner" Kindle hat sich zweifellos amortisiert. Er ist in die Jahre gekommen, d.h. man sieht ihm die Jahre auch an. Noch geht dem Akku der Atem nicht aus. Doch ist mir bewußt geworden, daß auch an einen solchen Gerät der Zahn der Zeit nagt, daß Kratzer auf dem Gehäuse und dem Display entstanden sind, daß Pixelfehler den Lesefluß zwar noch nicht verunmöglichen, aber doch minimal stören. Hin und wieder ertappe ich mich beim Gedanken an einen Nachfolger und ob wieder ein einfacher Kindle reichte oder ein anderes Modell erwogen werden sollte.

[12:11] Grundlagenwerke nehme ich immer gerne zur Kenntnis, wenn es allerdings schwierig werden wird, mehrere davon zu lesen. Ich habe mich, was Sachbücher betrifft, auf so genannte "Kulturgeschichten" verlegt. Ob die nun anzuzeigende "Unkulturgeschichte" des 1000-Seiters von Nikolaus Wachsmann "KL. Die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager" (Amazon) dazu zählen wird, muß die Zukunft erweisen.

[12:00] Angeblich sind die Gedanken ja frei. "Die Philosophin Bettina Stangneth stellt eine unbequeme Frage: Haben wir wirklich das Recht zu jedem Gedanken oder braucht auch das Denken eine Ethik?" Der Essay Böses Denken (Amazon) "erklärt und erweitert klassische Konzepte des Bösen, denn wer das Böse bekämpfen will, muss es zunächst einmal erkennen."

[11:33] Was bei Kafkas "Verwandlung" ein Käfer, ist bei David Garnetts "Dame zu Fuchs" ein Fähe (Füchsin), mit der der Ehegatte klar zu kommen hat. Diese 1922 erschienene Liebesgeschichte ist nun ausgegraben worden. Der Dörlemann-Verlag hat sich auf das Ausgraben kleiner Preziositäten spezialisiert.

[11:20] Wem die Antike doch zu modern ist, der kann sich mit sumerischer Literatur trösten.

[10:12] Ich sehe ein: die !größte Faszination & die !höchste Massen-Wirksamkeit hat immer Das-Gemeine... (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[10:11] Banalisierungen für die-Massen als Schutzschild vor !echter Veränderung. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[9:52] Bücher über den Tod erwecken immer meine Aufmerksamkeit. Hier stieß ich eben auf "Fragen Sie Ihren Bestatter. Lektionen aus dem Krematorium" (Amazon) von Caitlin Doughty, die ihre Lehrjahre in dem so schillernden Beruf schildert.

[8:45] Zeit = diese folgenreichste Erfindung=der-Menschen, besitzt der- Mensch in stets zu geringem Ausmaß; er hat sich Zeit zu !wenig erfunden. Nun ists - zuspät. Denn Zeit kann der-Mensch nirgendwo erobern, keine seiner Kriege brachte ihm Zeit als Beute ein. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[8:41] Ich schweige von meinem derzeitigen Beruf, die-Worte um das-Geschäft in=der-Politik sind nur dem-Politiker von Gewicht, allen Außenstehenden sind sie flau & fad auf der Zunge wie eisiges Schmutzwasser. Der-Politiker außerhalb seiner-Ämter ist lächerlich, wie der-Säufer außerhalb der-Kneipe. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[8:40] Für Mann und Frau bleiben nach der Tollheit ihrer ersten Stunden die Familie. Die öde Einbahnstraße, die Sack-Gasse nach der Lust: Säuglingsschreie, Muttermilch und Kinderkacke, das käsige Biedermeier von Mittelstandstragödien. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[8:37] Würde jeder bekommen, was er verdient, die Welt wäre ziemlich dünn besiedelt. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[8:36] Der Steinwurf ins Schaufensterglas des Hoffnungswarenhauses? (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[8:33] Wenn die von Menschen=der-Vergangenheit angerichteten Desaster alles Menschen-Maß überschritten & noch die letzten Bollwerke gegen das Entsetzen durchbrachen -, dann: trat manches Mal die-Wende=zum-Guten ein. Sofern das-Gute das Gegenteil vom Desaster ist. Oft wahrgenommen als Lethargie als Erschlaffung & gezierte Lebensruhe. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[8:32] Der Freizeit-&-der-Reisepöbel: Diepest... (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[8:31] ... alles Erfinden galt stets den-Maschinen=Zumkrieg, kein 1ziger wollte je Friedenmaschinen ersinnen, Arbeit & Zwang die beiden eisernen Klammern preßten würgten Mensch&tier zutod, die-Erde= unsere-Erde ein überhitzter Kessel für die-Vielzuvielen u: die- Vielzulanglebenden. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[8:26] Mensch aber wäre nicht-Mensch wüßt er sich nicht immer zu trösten. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[8:25] Es geht um die Frage: wie ist die Niederträchtigkeit des Menschen zu erklären? Biologen finden es aus irgendeinem Grunde natürlich, im Stammbaum nach einem niederträchtigen Affen Ausschau zu halten. Ich finde es vernünftiger anzunehmen, daß Affen über jeden Zweifel erhaben sind und mit dem Menschen etwas schiefgegangen ist. (Walker Percy: Liebe in Ruinen)

[8:24] Er ist ein gesunder vom Bourbon gebeizter Zuchthengst von einem Mann. (Walker Percy: Liebe in Ruinen)

[8:23] ... aus der heimlichen Ahnung heraus, daß unsere Feinde das schlechteste in uns am besten kennen. (Walker Percy: Liebe in Ruinen)

[8:22] Walker Percy: AllgFab (2) // AllgFab (1) // Die Eitelkeit der Wissenschaftler // Trotzdem, ich glaube noch.

[8:08] Buch begonnen: "Die süße Einsamkeit" von Irène Némirovsky.

[8:07] Buch (heute Nacht) beendet: "Zwetschgendatschikomplott. Ein Provinzkrimi" von Rita Falk, dtv premium, 272 Seiten.

[8:06] Krank 7/7. Tage ohne Alkohol: 162. Lektürestatistik: gestern 272 Seiten.

Dienstag, 24. Mai 2016

[22:22] Heute gelesen, daß die in Japan zum Tod Verurteilten nicht den Tag ihrer Hinrichtung erfahren. Sie wachen also jeden Morgen auf in dem Bewußtsein, es könnte ihr letzter Tag sein. Das ist, abgesehen vom Urteil und dessen Vollstreckung, grausam.

[22:17] Möglicherweise haben wir die seltene Gelegenheit, dem Entstehen eines Bibliomanikums zuzusehen, das auf der Idee/Meme "Warum ich lese" beruht. Sollte ich eigentlich auch etwas dazu schreiben, oder?

[21:48] Ist es Gotten Plan? Man weiß es nicht. Vor allem aber ist es bösartig.

[21:44] Hyper-Reality. Oder, man kann auch sagen: Oh my God.

[20:22] Ich träume zurzeit allnächtlich von Alkoholrückfällen.

[20:11] Über den gigantischen Roman Was wird er damit machen? Nachrichten aus dem Leben eines Lords (2015 von Suhrkamp in 6 Bänden im Schmuckschuber neu verlegt) von Edward George Bulwer-Lytton und übersetzt von Arno Schmidt schreibt Werner von Koppenfels in "Vergesst 'Downton Abbey'!" eine Würdigung. Und natürlich hat mein bewundertes Lesegenie das Buch gelesen und nicht nur das vom Autor. - Angesichts der vielen (für meine Miszellen nötigen) Links nur die Bemerkung: Der Koppenfels-Artikel war der Auslöser. Ich fand ihn in einem Tweet von Jochen Kienbaum.

[17:00] Die heutige Beschäftigung mit dem Thema Literatursendungen gab nach und nach genügend Stoff für diese gleichnamigen Plauderei.

[14:27] Buch begonnen: "Zwetschgendatschikomplott. Ein Provinzkrimi" von Rita Falk. Nach mehreren schweren Büchern, darunter gleich sechs Klassiker in diesem Monat, habe ich mir den sechsten Eberhofer-Krimi verdient.

[9:18] Retweet: Beim Bügeln könnte man seine Texte strukturieren oder seine Lektüren durchdenken. Aber man denkt immer nur "Verdammtes Bügeln!"

[9:17] Retweet: "Ich habe den ersten Platz im Freestyletanz gemacht!" "Tanzschule?" "Ameise in der Shorts."

[9:16] Retweet: In vino wer ist das.

[9:15] Retweet: Schockbilder sollte man auch auf Arbeitsverträge drucken.

[9:14] Retweet: 1979 wollte man eine Frau für ein halbes Jahr ins All schicken. Sie packt immer noch.

[9:13] Retweet: "Der neue Teppich ist echt schön." "Das sind Pollen."

[9:12] Retweet: Die Eisdiele auf meinem Heimweg bedarf ständiger Qualitätskontrolle, wisst ihr?

[9:11] Retweet: "Mein Ernährungsziel für gestern war es 1000 kcal zu essen." "Und, hast Du es geschafft?" "Ja. Sogar mehrfach!"

[9:10] Retweet: Lass uns mal so tun, als hätten wir nur dieses eine Leben.

[9:04] Krank 6/7. 23 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatistik: gestern 122 Seiten.

Montag, 23. Mai 2016

[20:23] Buch beendet: "Abu Telfan oder die Heimkehr vom Mondgebirge" (WP) von Wilhelm Raabe, Aufbau-Verlag (1984), 412 Seiten.

[11:25] Krank 5/7. Tage ohne Alkohol: 160. Lektürestatistik: gestern 100 Seiten. Weiter mit "Abu Telfan oder die Heimkehr vom Mondgebirge" von Wilhelm Raabe.

Sonntag, 22. Mai 2016

[22:48] Zu später Stunde noch Bibliomaniealarm. Markus Trapp twitterte einen Link zu einer Sendung im DLR Kultur: Büchernarrenschiffe - Sammler und ihre Bibliotheken (Audiodatei). Das vollständige Manuspript zur Sendung gibt es als pdf. - "Der Umgang mit Büchern führt zum Wahnsinn? Aber nein! Es ist die Pforte zum Glück, meinen Büchersammler. Eine Ortsbesichtigung bei Büchernarren und ihren Schätzen."

[21:00] Den Tatort gucke ich eher selten live. Der Franken-Tatort Das Recht, sich zu sorgen (E988) hat im Vorfeld viele positiven Kritiken erhalten. Er ist ziemlich spannend. Viele Stränge, die erzählt und dann hoffentlich konzise zusammengeführt werden.

[18:39] Retweet: Ich glaube mein Gewicht hat GPS. Immer wenn ichs verliere kommts nach ein paar Tagen wieder zurück.

[18:38] Retweet: "Marie, kannst Du bitte einen Toast aussprechen?" "Klar: Einen Toast." "Haha. Nein. Ich meinte: Ein paar Sätze." "Klar: 6:0, 6:3, 6:2."

[18:37] Retweet: Ich bin so müde, ich könnte ein ganzes Doppelbett alleine vollschlafen.

[18:36] Retweet: Den Tee ziehen lassen, auch wenn Abschiede schwerfallen.

[18:35] Retweet: Die schönsten Klagen des klassischen Altertums.

[18:34] Retweet: Dass das Wort Verb kein Verb ist, ist ja auch so eine Sache die gerne totgeschwiegen wird.

[18:33] Retweet: Ich bin ja jemand, der Tomatenmark.

[18:32] Retweet: Beim Sex kurz innehalten und sagen: "Und nun kommen wir zum Höhepunkt der Veranstaltung!"

[18:31] Retweet: Ich spiele verschiedene Zupfinstrumente. Pinzette kann ich am besten.

[15:47] Die Toten verstehen es, Stille zu gebieten. (Wilhelm Raabe: Abu Telfan)

[14:22] ... war ein zu ausgelernter Selbstpeiniger. (Wilhelm Raabe: Abu Telfan)

[14:13] Pfui Teufel, wie nüchtern ist das Leben geworden! (Wilhelm Raabe: Abu Telfan)

[0:49] Krank 4/7. Tage ohne Alkohol: 159. Lektürestatistik: gestern 160 Seiten. Weiter mit "Abu Telfan oder die Heimkehr vom Mondgebirge" von Wilhelm Raabe.

Samstag, 21. Mai 2016

[18:11] Eine Begründung, warum man den Apoplex (Schlaganfall) auch mit "vom Schlag gerührt werden" umschrieb, fand ich noch nicht, dafür aber homöopathische Sofortmaßnahmen, die man bei diesem Notfall anzuwenden habe. Bei und nach einer solchen Attacke kann man sich ja gerade nicht mehr rühren (bewegen).

[10:10] Es geht ja noch besser weiter: "Mein Jammer muß doch recht komisch sein, daß alle das Lachen ihrer Teilnahme beifügen." (Wilhelm Raabe: Abu Telfan)

[10:02] Jetzt muß ich mir auch noch tiefgreifenden Trost aus Büchern gefallen lassen: "Sie haben lange genug nur mit sich allein hausgehalten; deshalb lassen Sie sich nicht verführen von augenblicklicher Abspannung und Ermüdung." (Wilhelm Raabe: Abu Telfan)

[2:44] Man trank den Kaffee des Landes weniger des Inhalts als der Form wegen. (Wilhelm Raabe: Abu Telfan)

[0:55] Wortperlen: "Familienkonklave" (Wilhelm Raabe: Abu Telfan)

[0:12] Ich bin ich, und das ist das Leiden. (Wilhelm Raabe: Abu Telfan)

[0:11] Krank 3/7. Tage ohne Alkohol: 158. Lektürestatistik: gestern 30 Seiten.

Freitag, 20. Mai 2016

[23:56] "Meinen Vater rührte nach der Einnahme von Sebastopol der Schlag." (Wilhelm Raabe: Abu Telfan) - "rührte der Schlag" - auch lange nicht mehr gelesen. Weshalb eigentlich "rühren"? Viele Apoplektiker werden weinerlich, das ist bekannt. Aber DIESE Rührung wird hier doch nicht gemeint sein, oder?

[23:32] "Darf man wissen, was der gute Tag Ihnen Angenehmes zu sagen hat?" "Er sagt nur: Halte den Mund, liege still und rühre dich nicht!" (Wilhelm Raabe: Abu Telfan)

[23:06] Retweet: Sie wollen einen Deutschen ins All schießen und mich fragt wieder mal niemand. ICH HÄTTE DOCH EINE LISTE!

[23:05] Retweet: Alles was ich über das Tanzen weiß, habe ich von herumliegenden Legosteinen gelernt.

[17:13] Retweet: "Haben Sie eine Fahrkarte?" - "Wie einen ein einzelner Satz so aus der Bahn werden kann!"

[17:12] Retweet: Wem man in der Tram seinen Platz anbieten sollte: 1. Alten Menschen 2. Schwangere 3. Menschen, die einen ganzen Kuchen transportieren.

[17:11] Retweet: Hier starrt eine Frau aufs Handy & wenn ihr Kind im Kinderwagen schreit, gibt sie ihm ohne hinzusehen Kekse. Die sind übrigens sehr lecker.

[17:10] Retweet: Die Große rennt mir nackt entgegen: "Ich bin eine Prinzessin, Papa. Mach Platz, ich muss kacken!" Ist das aus Arielle oder Aladdin?

[17:09] Retweet: "Erstmal in Ruhe frühstücken", sagt die Frau, als wir mit den Kindern am Tisch sitzen. Sie scherzt selten, aber dann sind es echte Kracher.

[17:08] Retweet: Ich wollte immer sein wie Kafka und Bukowski. Jetzt bin ich eine biertrinkende Kakerlake im Unterhemd.

[17:07] "Professor ehrenhalber. Also Laienprediger." (Max Uthoff: Ein Volk schafft sich ab!)

[15:06] ... wo aus alter Gewohnheit der mythische Name Deutschland auf der Landkarte geschrieben steht, da, wo das biederste Volk der Erde seit uralter Zeit Treu und Redlichkeit übt und, seit es aus dem Urschlamm entstand, seinen Regierungen nicht ein einziges Mal einen gerechten Grund zur Klage gegeben hat. (Wilhelm Raabe: Abu Telfan)

[15:03] ... in Leipzig, wo die Polizei, aufgeklärt durch die Verlagsartikel einiger hundert Buchhändlerfirmen und tolerant gemacht durch das dreimal im Jahre wiederkehrende Meß-Völkergewimmel, ihn zum erstenmal seit seiner Ankunft auf dem Territorium des Deutschen Bundes ungeschoren ließ. (Wilhelm Raabe: Abu Telfan)

[14:33] "Zwischen Dresden und Leipzig liegt Riesa an der Bahn. Da trinkt man ein sehr gutes Eierbier." (Wilhelm Raabe: Abu Telfan) - Ehrlich gesagt, war mir Eierbier so gar kein Begriff.

[14:15] Bei Wilhelm Raabe war Darfur noch ein Königreich.

[14:05] Die Protagonistin in Anne Brontës "Agnes Grey", besagte Agnes Grey, ihres Zeichens Gouvernante, gab übrigens an, sich keine Uhr leisten zu können, weil sie zu teuer wäre. Nur so als Beispiel, welchen Fortschritt wir genießen bzw. bezahlen können. Vielleicht wäre es bisweilen gar nicht so übel, ohne Chronometer auskommen zu müssen, um dem Alltag das allzu Durchgeplante auszutreiben.

[13:27] Wenn ihr wüßtet, was ich weiß, sprach Mahomet, so würdet ihr viel weinen und wenig lachen. (Wilhelm Raabe: Abu Telfan)

[13:26] Buch begonnen: "Abu Telfan oder die Heimkehr vom Mondgebirge" von Wilhelm Raabe.

[12:35] Von meinem Vater zwei Schnitzel abgeholt, die ich heute Abend essen will und die mein Bruder gerade frisch gebrutzelt hatte. Dabei aus Versehen auf die Waage gestiegen, woraus sich mit "Vom Purzeln der Pfunde" ein Tagebucheintrag ergeben hat.

[11:39] Mir schleierhaft, weshalb ich das bisher nicht gemacht habe: YouTube-Videos herunterzuladen und als mp3 am BoomBlaster zu hören, während ich im Bett liege. Mit heruntergeladenen Büchermarktsendungen und anderen Rezensionen mache ich das doch auch. Gestern lud ich also einige Literaturclubsendungen mittels "Free YouTube t MP3 Converter" auf meinen Stick und duselte nachts wohlig im Bett, während ich die April- und Januarsendung hörte. Am PC war mir stets die Zeit zu schade, ausschließlich eine ganze Sendung zu verfolgen, aber da ich, auch krankheitsbedingt, sowieso oft im Bett liege, ist es eine gute Sache. Bei dieser Gelegenheit entdeckt, daß es neben dem wiederaufgelebten Literarischen Quartett seit Herbst 2013 im SWR auch noch "lesenswert" mit Felicitas von Lovenberg und Denis Scheck gibt. Drei Sendungen sind, wie ich finde, kein so ganz verachtenswertes Angebot. In meinem Fall ein kaum zu verdauendes Zusatzbrot, weil ich bereits mit dem Nachhören des Audioarchives aus den Sendungen "Büchermarkt", "Buchkritik" und "Lesart" überfordert bin und mich zudem neuerdings wieder auf die Perlentaucher-Bücherschau stürze. Selbst wenn ich frei habe, schaffe ich es nicht, alle heruntergeladenen Buchbesprechungen anzuhören.

[3:13] "Ihr Bürokraten seid einmalig. Für jeden Mist habt ihr einen sprachlichen Gummihandschuh." (Juli Zeh: Unterleuten)

[3:07] Was den Menschen vom Tier unterschied, war die Fähigkeit, im Angesicht der Katastrophe "Siehste!" zu denken. (Juli Zeh: Unterleuten)

[2:44] Ein Gebäude, hatte er irgendwo gelesen, sei erst fertig, wenn es zur Ruine zerfallen sei. (Peter Stamm: Weit über das Land)

[2:40] ...ging ich im Park spazieren und erfreute mich des dreifachen Genusses der Einsamkeit, eines Buches und heiteren Wetters. (Anne Brontë: Agnes Grey)

[2:37] Anne Brontë: Verschmähte Hilfe // Armut // Eine weitschweifige Homilie.

[2:18] "... so ist es doch nur ein Kind, und ich kann nicht alle meine Hoffnungen auf ein Kind concentriren, das ist nur um einen Grad besser, als wenn man sich der Pflege eines Hundes weihte." (Anne Brontë: Agnes Grey) - Kinder hatten es damals nicht einfach. Wenn sie denn überlebten. Mich erinnert das daran, daß ich seit Urzeiten Philippe Ariès' Geschichte der Kindheit lesen will.

[1:10] Buch beendet: "Agnes Grey" (WP) von Anne Brontë, gemeinfreies epub, zirka 320 Seiten.

[1:09] Krank 2/7. Tage ohne Alkohol: 157. Lektürestatistik: gestern 175 Seiten.

Donnerstag, 19. Mai 2016

[20:25] Eine ziemliche Quälerei heute. Ich stehe kurz davor, das Bett aufzusuchen. Meist springen nur wenigen Stunden Schlaf heraus, so daß ich dann oft wieder um zwei, drei Uhr am Rechner sitze.

[20:22] .... ein paar alte graubärtige Kerouc-Beatniks, drahtige alte Pioniere des Geistes. (Walker Percy: Liebe in Ruinen)

[20:21] ... daß meine Hoffnungen nicht bloß Sprößlinge meiner Wünsche und Einbildungskraft seien. (Anne Brontë: Agnes Grey)

[10:20] Ich saß 75 Minuten im Wartezimmer des Arztes und bin bis zum nächsten Mittwoch krank geschrieben. Nach dem Einkaufen des Nötigsten (Brötchen, Vita Cola), der telefonischen Krankmeldung auf Station, dem Brühen einer Kanne Assam FBOP, dem Besuch meiner Literaturforen, der Einnahme diverse Tabletten, darunter Azithromycin (3-Tage-Stoßkur), starre ich nun die Wand an. Und gegebenenfalls lasse ich mich zu etwas Lektüre hinreißen.

[10:13] Krank 1/7. Tage ohne Alkohol: 156. Weiter mit "Agnes Grey" (WP) von Anne Brontë.

[2:44] Interessante Entstehungsgeschichte der Wiederentdeckung des damaligen Skandalromans Coctails von Pamela Moore, die sich, nachdem sie an ihren mit 18 veröffentlichten Debütroman nicht mehr anschließen konnte, mit 26 Jahren erschoß. Während Salingers "Der Fänger im Roggen" und Sagans "Bonjour Tristesse" bis heute durchgehend berühmt gewesen war, geriet Moores Buch in Vergessenheit. "Dass "Cocktails" 50 Jahre später wieder aufgelegt wird, ist der amerikanischen Schriftstellerin Emma Straub zu verdanken, die im Zuge eines Crowdfunding-Projekts gegen Spenden Liebesbriefe schreiben muss. Einer dieser Liebesbriefe geht an Kevin Kanarak, ihren Lateinlehrer. Später gibt sich Kanarak bei einer Lesung als Sohn einer Schriftstellerin zu erkennen, von der Straub noch nie gehört hat: Pamela Moore."

[1:55] Karl Lagerfeld ist innerhalb des Göttinger Steidl-Verlages übrigens Programmchef für die Reihe L.S.D., in der bibliophile Ausgaben erscheinen, meist Übersetzungen aus dem Englischen und Französischen. Daß Lagerfeld Bibliomane ist und mit mehr als 300.000 Bücher eine gigantische Bibliothek zusammengetragen hat, ist oft nicht so bekannt. Darauf gestoßen bin ich durch zwei Publikationen zum Dandy Beau Brummel, die in dieser Buchreihe erschienen sind und die ich im Wikipediaartikel nachgetragen habe.

[1:35] Die vollständige Statistik für heute wird nachgereicht. Heute früh werde ich zum Hausarzt gehen müssen, weil sich mein Infekt verschlimmert hat und ich momentan nicht so recht weiß, was Phase ist und wie sich die Sache entwickeln wird. Geschlafen habe ich vier Stunden und kann schon wieder nicht mehr liegen. Ich fühle mich wie durch den Fleischwolf gedreht. Die gestrige Lektüre war mit 65 Seiten "Agnes Grey" auch eher suboptimal.

Mittwoch, 18. Mai 2016

[17:35] Für intelligente Menschen wie Henna und mich ist Nichtbegeistertzusein körperlich schmerzhaft. (Bones S06E05)

[16:44] Mr. Hatfield, der sich als einen demüthigen Bewunderer betrachten sollte, aber, wie ich fürchte, vergessen hat, die Demuth zu seinem Vorrath von christlichen Tugenden zuzufügen. (Anne Brontë: Agnes Grey)

[14:26] ... das As einer anderen Seminargruppe, ein harter Büffler, der Schrecken aller Bibliothekarinnen, weil er nur mit Mühe beim Dienstschluß aus dem Lesezimmer zu vertreiben war und entliehene Bücher erst nach wiederholter Mahnung zurückgab. (Erich Loest: Der elfte Mann)

[13:46] Ich bin krank. Von einem, tja, was weiß ich, Infekt hinweggerafft. Nachdem ich bis in den Morgen hinein Ghostbusters I gesehen hatte, lag ich von 4 Uhr bis eben 13.30 Uhr im Bett, bleischwer und malade, mit erhöhter Temperatur, was einen ziemlich watteweich und plemplem im Kopf macht. Und weil der Rücken nach dem langen Liegen nicht mehr mitmacht, muß ich für einige Stunden in die Vertikale. Für morgen, wenn nach dem Frei der nächste Arbeitstag anstünde, werde ich mich wahrscheinlich krank melden müssen. Ausgerechnet in dieser Woche, in der ich einmal drei freie Tage zur Verfügung hatte, die nun auf diese Weise verplempert werden! Jetzt Tee (zurzeit Assam) und weiter mit "Agnes Grey" von Anne Bronte.

[2:44] "Ray, wenn dich irgendjemand fragt, ob du ein Gott bist, dann sagt du - Ja!" (Ghostbusters I)

[2:14] "Tun Sie Ihren Job, Füllfederhalter, und erzählen Sie mir nicht, wie ich meinen tun soll!" (Ghostbusters I)

[2:02] "Möchtest du diesen Körper?" "Ist das irgendwie 'ne Fangfrage?" (Ghostbusters I)

[1:46] "Jemand mit Ihren Qualifikationen würde bestimmt keine Mühe haben, einen erstklassigen Job zu finden in entweder der Imbißindustrie oder irgendwo in der Haushaltsbranche." (Ghostbusters I)

[1:40] "Das war eine wundervolle Probe. Und Sie spielen am schönsten in Ihrer Reihe." (Ghostbusters I)

[1:28] "Ich glaube, wir sollten uns lieber aufteilen." "Ja, auf diese Weise können wir mehr Schaden anrichten." (Ghostbusters I)

[1:11] Meine Kollegen haben das gleiche Problem wie ich. - Mich!

[0:47] "Haben Sie irgendwelche Hobbies?" "Ich sammle Sporen, Grünspan und Schimmelpilze." (Ghostbusters I)

[0:01] Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 155. Lektürestatistik: gestern 80 Seiten. Weiter mit "Agnes Grey" Anne Brontë.

Dienstag, 17. Mai 2016

[23:59] Ihr waret am Ende doch keine vollkommenen Engel; Mary hatte einen bedeutenden Vorrath von ruhiger Hartnäckigkeit... (Anne Brontë: Agnes Grey)

[23:14] Retweet: Der Rotwein ist so alt, der atmet nicht, der röchelt.

[23:13] Retweet: Manche Leute gehen so oft trainieren, die haben Muskeln an Stellen, da habe ich nicht mal Stellen.

[23:12] Retweet: "Na? Waren die Augen wieder größer als der Magen?" "Na? Ist die Fresse wieder größer als der Lebenswille?"

[23:11] Retweet: Ich hätte gerne einen Papagei auf der Schulter, der den ganzen Tag, wenn er Leute sieht, sagt: "Alter, ernsthaft??!"

[23:10] Retweet: Tut mir leid, ich bin schon vergebens.

[23:05] ... waren (...) meine Augenblicke der Muße zu kostbar, um viel Zeit auf fruchtlose Klagen verwenden zu können. (Anne Brontë: Agnes Grey)

[22:14] ... dann treten wir mal wieder mit dem Vollgewicht unserer Persönlichkeit in die Scheiße. (Hans Fallada: Bauern, Bonzen und Bomben)

[22:11] "Ich habe der Köchin gesagt, daß sie etwas Fisch besorgen sollte — die Sorte habe ich nicht besonders angegeben." "Nun, das geht mir doch über das Bohnenlied! — eine Frau will eine Haushaltung führen, und weiß nicht einmal, welche Fischsorte zum Essen da ist! — will Fisch bestellen, und sagt nicht, was für welchen!" (Anne Brontë: Agnes Grey)

[21:42] Diese karge Autorenseite beim Projekt Gutenberg hat Emily Brontë wahrlich nicht verdient. "Sturm-Heidhof" ... also ehrlich!

[15:08] "Wenn ich", erklärt der Bürgermeister, "nur mit Edelmenschen Umgang pflegen will, kann ich keine Politik treiben. (Hans Fallada: Bauern, Bonzen und Bomben)

[15:07] Niederdahl ist ein sanfter, leisetrittiger Mann, etwas sehr gelb in jedem Sinne, mit Nerven. (Hans Fallada: Bauern, Bonzen und Bomben) - Irgendeine Idee, was mit "etwas sehr gelb in jedem Sinne" gemeint sein könnte?

[15:05] "Sowjetjünger" für Kommunist, gefunden in Hans Falladas "Bauern, Bonzen und Bomben"

[13:08] "Hier Postmeisterin zu sein kommt gleich hinter dem Vikar, wenn es darum geht, Dinge zu erfahren." (Der Verdacht des Mr. Whicher S01E04 - Der Schein trügt)

[12:10] Aufgrund einer hypernervösen Gemütslage und physischer Sperenzchen vermag ich heute nicht zu lesen. Ich gucke jetzt "Der Verdacht des Mr. Whicher" (S01E04: Der Schein trügt).

[12:05] "Wenn man hat, was man braucht, ist einem das Welt genug." (Der Verdacht des Mr. Whicher S01E04 - Der Schein trügt)

[11:33] Ich war über den Sturz aller unserer Luftschlösser betrübt, erholte mich aber mit der Elasticität der Jugend bald wieder von dem Schlage. (Anne Brontë: Agnes Grey)

[11:27] ... der aus Mangel an Kapital in seinen merkantilischen Geschäften etwas gehemmt war. (Anne Brontë: Agnes Grey)

[11:22] Von sechs Kindern waren meine Schwester Mary und ich die einzige, welche die Gefahren der Kindheit überlebten. Ich, die nur fünf bis sechs Jahre jünger war, wie jene, wurde stets als das Kind und das Spielzeug der Familie betrachtet — Vater, Mutter und Schwester, Alle vereinigten sich, mich zu verziehen, — nicht mich durch thörichte Nachsicht ungehorsam und Widerspenstig, sondern durch unermüdliche Güte mich zu hilflos und von Anderen abhängig, zu ungeeignet in dem Kampf mit den Sorgen und Mühen des Lebens zu machen. (Anne Brontë: Agnes Grey)

[11:12] Vor einigen Tagen gab es in Leipzig einen tollen Regenbogen zu bestaunen.

[9:44] Nun also offizieller Start mit "Agnes Grey" von Anne Brontë. Da ich die elektronische Ausgabe lese, einige ich mich bei der Angabe der Seitenzahl von 320 auf einen Mittelwert zwischen der Manesseausgabe (400) von 1987 und dem Inseltaschenbuch (276) von 1988.

[9:27] Emmanuel Bove: Späte Erkenntnisse.

[9:20] Es gibt immer wieder Momente, in denen uns bewusst wird, dass die Zeit ohne uns weitergegangen ist, dass wir nicht mit ihr gewachsen sind, dass wir, schwächer als sie, krank waren und dass sie nun eine andere ist. (Emmanuel Bove: Colette Salmand)

[9:18] Wie viele Frauen ihres Alters kontrollierte sie ihre Körperhaltung. Das heißt, sobald ein Schweigen entstand und ihre Gedanken zu ihr selbst zurückkehrten, richtete sie sich auf. (Emmanuel Bove: Colette Salmand)

[9:11] Retweet: Wäre ich der Heilige Geist, hätte ich ja auf mindestens fünf Feiertagen hintereinander bestanden.

[8:44] Gestern entdeckte ich eine Leselücke, die mir überhaupt nicht bewußt war: Anne Brontës "Agnes Grey" las ich nicht. Entdeckt übrigens, als ich sah, daß das Werk als epub frei verfügbar ist und somit umstandslos zur neuen Lektüre erklärt wird, mit der ich beginnen werde, sobald ich meine Buchentdeckungs- und -findungsroutinen für heute abgeschlossen haben werde. SO paßgenau hat sich mein Internet- und Leseleben seit langem nicht fruchtbringend verschränkt.

[8:22] Eine Universalgeschichte der Violine trifft zwar nicht ganz mein Interessengebiet, aber ich kenne wenigstens einen, dessen es ist.

[8:21] "Nachschubbegehr", ein tolles Wort für den Umstand, wenn ein Verlag von einem erfolgreichen Autor ein zweites Buch möchte.

[8:07] Da ich einen Narzissten persönlich kenne - und damit meine ich, wie man ironischerweise hätte meinen können, nicht mich selbst - (Ok, dann kennte ich zwei), wandert Der Narzissten-Test von Craig Malkin auf meine Beobachtungsliste. Vielleicht schafft die Leipziger Stadtbibliothek das Buch an.

[7:25] Da ich mir vorgenommen habe, weniger auf meine Twitter- und Facebooktimeline zu starren und mehr auf Buchrezensionen, vorzüglich beim Perlentaucher und im DeutschlandRadio, erwähne ich hier vormerkend immer wieder Bücher, die entweder auf meiner Wunschliste landen oder aber einfach nur den geneigten Groupies Besuchern der Miszellen angezeigt werden sollen im Sinne eines Aufmerksammachens. Heute stieß ich zum wiederholten Mal auf "Die Zensoren. Wie staatliche Kontrolle die Literatur beeinflusst hat" von Robert Darnton, vorgestellt unter anderen von Michael Andre und von Michael Opitz im Deutschlandradio.

[6:59] Als Diabetiker und nunmehr erbsenkalorienzählender Mensch, der den Jojoeffekt fürchtet, frage ich mich, warum es keine zuckerfreien Varianten von Getränken wie Tonic Water und Bitter Lemon gibt. Und warum gibt es keine Geschmackrichtungen jenseits von Orange, Zitrone, Grapefruit und Cola? Warum gibt es keine zuckerfreien oder wenigsten Lightvarianten von Apfel-, Birnen- und Kirschlimonaden?

[6:28] Freier Tag 2/3. 22 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatistik: gestern 146 Seiten.

Pfingstmontag, 16. Mai 2016

[21:56] Buch beendet: "Weit über das Land" von Peter Stamm, Fischer-Verlag, 224 Seiten.

[17:41] Was ist, wenn man übrig bleibt? - ein berührender Text über das Alter, über die Situation, wenn alle anderen wegsterben und man alleine zurück bleibt.

[7:44] Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 153. Lektürestatistik: gestern 78 Seiten.

Pfingstsonntag, 15. Mai 2016

[15:55] Buch begonnen: "Weit über das Land" von Peter Stamm.

[14:42] Buch gestern Nacht beendet: "Colette Salmand" von Emmanuel Bove, Edition diá, zirka 117 Seiten.

[14:41] Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 152. Lektürestatistik: gestern 77 Seiten.

Samstag, 14. Mai 2016

[17:30] Retweet: Beim Kofferpacken darf man sich nicht ständig vorher fragen, was alles noch fehlt. Sonst macht man ja die ganze Überraschung kaputt.

[17:29] Retweet: Das Doofe an Ikea ist ja, dass man erstmal durch lauter fremde Wohnungen muss, bevor man einen Hot Dog bekommt.

[17:28] Retweet: Und dann dieser Wunsch, auf jeden Tweet, der die Frage "Weiß man da schon genaueres?" beinhaltet, mit einer Literaturauswahl zu antworten.

[17:27] Retweet: Neulich beim Klassentreffen Die Anderen: "Mein Haus. Mein Auto. Mein Job." Ich: "Meine Regale. Meine Bücher. Mein Glück."

[17:26] Retweet: Ich vermute mal die Königsdisziplin für Ninjas ist anschleichen mit Flipflops.

[17:25] Retweet: "Beschreibe deine Spontanität in zwei Worten!" "Später vielleicht."

[17:24] Retweet: "Dein Twitter ist doch auch nur eine Flucht aus der Realität." "Einhorn, fass!!"

[17:23] Retweet: Das Navi angebrüllt, es soll zur Hölle fahren. Bin jetzt in Delmenhorst.

[17:22] Retweet: "Wenn ich dich massiert habe u. ich dir Bier geholt habe, darf ich dann auch mal auf der Couch liegen?" "Ich höre immer nur ich, ich, ich!"

[17:21] Retweet: Mein Sexleben ist voll super. Eben habe ich zum Beispiel die Tür geknallt.

[17:20] Retweet: Ein IQ von 140 ist super. Blöd nur, wenn sich den 4 Leute einer Familie teilen.

[16:42] Im Patientenzimmer. Ich: "Und? Wie sieht's so aus, politisch, gesundheitlich und allgemein?" Patient: "Es schleicht sich so hin!"

[16:40] Ein Patient mit Weglauftendenz wurde vermißt. Auch die Ehefrau konnte ich weder im Park noch bei sich zuhause finden. Die Polizei mußte eingeschaltet werden. Schließlich wurde der vermißte Patient in der Unterführung am Leipziger HBF aufgegriffen. In der Hand ein Zettel mit einer Zugauskunft Leipzig-Jena. Er bemerkte jovial gegenüber den Beamten: "Ich habe den Anschluß an meine Reisegruppe verloren."

[16:33] Tatendurstige Patienten sind durchaus erfreulich und willkommen. Nur wenn sie bedenkliche Handlungen vollziehen, entstehen fragwürdige Situationen: "Ich habe mal bei der Mitpatientin den Sauerstoff abgedreht. Bei dem Geblubber kann ich nicht schlafen."

[16:30] Auf der Geriatrie, zumal im Dauernachtdienst, entstehen die meisten Anekdoten, während wir Patienten = Pflegefälle betten, das heißt Inkontinenzmaterial erneuern, Unterlagen glatt ziehen und die Lage des Patienten verändern. Wir betten also eine Patientin und ich frage: "Wie alt sind sie?". Die Patientin überlegt. - "92 Jahre." - Nach einer bedeutungsvollen Kunstpause setzt sie hinzu: "Kann aber auch 93 sein."

[16:22] Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 151. Lektürestatistik: gestern 40 Seiten. Weiter mit "Colette Salmand" von Emmanuel Bove.

Freitag, 13. Mai 2016

[15:06] Buch begonnen: "Colette Salmand" von Emmanuel Bove.

[15:05] Nachtrag - Buch gestern Abend beendet: "Bauern, Bonzen und Bomben" von Hans Fallada, Aufbau-Verlag, 654 Seiten.

[15:04] Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 150. Lektürestatistik: gestern 104 Seiten.

Donnerstag, 12. Mai 2016

[15:47] Lektüreanmerkungen zu Hans Falladas Kleinstadtsatire "Bauern, Bonzen und Bomben". - Zwei Ausdrücke, die zum heutigen Sprachgebrauch differieren. Würde mich interessieren, ob das auf Fallada zurückgeht oder allgemein üblich war... Statt wie heute "Kripo" als Kurzform für Kriminalpolizei verwendet er "Krimpo". Außerdem heißt es sehr oft "die Fresse lackieren", während wir heute eher von "die Fresse polieren" reden. // "Überall gibt es Mithörer". Das Problem gab es also bereits 1931. Ein Regierungsassessor befürchtet, daß ein Telefonat nicht geheim bleiben würde. Und in Sachen Alliteration wird man bei Fallada ebenfalls bedient: "Der Metteur murrt, aber er gibt das Manuskript doch in die Maschine."

[14:44] Der letzte Dienst war so anstrengend, kräfte- und nervenzehrend, daß man danach regelrecht gezeichnet ist und dies nicht so einfach wettmachen & weckstecken kann. Unter Umständen wirkt sich das auf die nachfolgenden Tage aus; es entsteht eine Spirale nach unten, bei der das Kräftedefizit verfestigt und ausgebaut wird. Zwei Todesfälle fast zur selben Zeit mit komplizierten Begleitumständen, die sich bis zum Dienstende hinzogen, eine sowieso verschärfte Situation mit vielen, vielen Pflegefällen und zu guter Letzt im letzten Nachtdrittel noch ein Bettsturz, wobei beim Patient der dringende Verdacht auf eine GIB entstand, der zu einer Kaskade an Maßnahmen, also Arbeiten für uns führt, die andere Arbeiten, die zu dieser Zeit eigentlich hätte stattfinden müssen, verunmöglichen, so daß ein Stau entsteht, der dafür sorgt, daß man stundenlang durch die Station hetzt, man weder auf die Toilette noch zum Trinken kommt, der Kopf mehr und mehr blockiert wird und man dann am Ende, am Dienstende, bei und nach der Übergabe, wie ein Häufchen Elend in den Seilen hängt. Solche Dienste sind gefürchtet & schlauchen ungemein; und das mit ihnen einhergehende Erregungspotential überdauert, was man an diesem Beitrag mit hoffentlich karthartischer Wirkung merken könnte.

[14:14] Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 149. Lektürestatistik: gestern 139 Seiten. Weiter mit "Bauern, Bonzen und Bomben" von Hans Fallada.

Mittwoch, 11. Mai 2016

[19:33] Das fröhliche Musikersterben geht weiter. Der Schlagzeuger von Trio, Peter Behrens, ist tot. Vor zwei Jahren bereits starb dessen Gitarrist Kralle Krawinkel.

[19:07] Wegen dieses Dussels steckten gestern die Straßenbahnen fest und ich kam verspätet in die Stadt. Der Ort des Geschehens ist nur 5 Gehminuten von meiner Wohnung entfernt und liegt direkt auf meinem Arbeitsweg.

[18:50] Da waren seine Augen schon über die Buchstaben einer Spalte gewandert, hatten getan, als läsen sie, hatten aber nicht weitergemeldet, also noch mal von vorn. (Erich Loest: Der elfte Mann)

[18:49] Kapper rollte einen Schluck Rotwein mit der Zunge um einen nicht ganz taktfesten Zahn... (Erich Loest: Der elfte Mann)

[18:48] Und hätte sich Gott meiner erbarmt und mein Wesen durch Vernunft bestimmt, wie sehr hätte ich mich über das Glück, das mir zuteil werden sollte, gefreut und wäre dankbar gewesen dafür. Doch war mir ein anderes Schicksal beschieden. (Fattaneh Haj Seyed Javadi: Der Morgen der Trunkenheit)

[10:55] Die sozialen Netzwerken mied ich in letzter Zeit, verfolgte aber bei Facebook und Twitter brav und kontinuierlich meine Timeline, was ich sukzessive zurückfahren möchte, weil das ständige Checken und Nachschauen zu sehr meine Konzentration malträtiert und die Aufmerksamkeit lädiert. Es ist also möglich und sogar denkbar, ja beabsichtigt, nicht mehr alles mitzubekommen. Das sei gesagt, damit niemand sich auf den Schlips getreten fühlt, falls ich eine auf diesen Kanälen an mich verbreitete Nachricht übersehen sollte. Kontaktierbar bin ich am besten per E-Mail oder WhatsApp (+49 +157 58809623).

[10:43] Wir lieben diejenigen, die das Schlimmste von uns wissen und das Gesicht nicht abwenden. (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[10:42] Niemand versteht sich so auf Blasphemie wie ein schlechter Katholik. (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[10:41] Warum schlägt Verlangen in Kummer um und Erinnerung aufs Herz? (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[10:40] In Zeiten der Prüfung werden die Gebete einfach. (Laszlo Nemeth: Abscheu)

[1:34] Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 148. Lektürestatistik: gestern 147 Seiten. Weiter mit "Bauern, Bonzen und Bomben" von Hans Fallada.

Dienstag, 10. Mai 2016

[23:16] Schlechte Politiker kommen ins Amt, weil gute Bürger nicht zur Wahl gehen. (Willy Meurer)

[23:15] Retweet: Geht das so weiter, wird meine Tochter in der Schule von der Sozialdemokratie vermutlich nur mehr im Geschichtsunterricht hören.

[23:14] Retweet: Und die Verkehrskontrolle in der 30er-Zone so: "Mit 63 km/h sind sie bisher Tagessieger. Dürfen wir als Andenken ihren Führerschein haben?"

[23:13] Retweet: I am a hybrid. I run on books and tea.

[23:12] Retweet: "Ich trau den Braten nicht." (Wenn vegane Standesbeamte auf stur schalten)

[23:11] Retweet: In der Eisdiele: "Ich nehme den Arche-Noah-Becher!" "???" "Von jeder Sorte zwei?"

[23:10] Retweet: Ich bin aus Versehen mit orangenem T-Shirt zum Obi gefahren, musste ein paar Kundenfragen beantworten und arbeite jetzt im Holzzuschnitt.

[23:09] Ich muß mir täglich den Sinn und den Mut aus den Rippen schneiden. (Irmtraud Morgner)

[23:08] Retweet: Betrunken an die Straßenlaterne anlehnen ist meine liebste Yogafigur.

[23:07] Retweet: "Warum gehst Du nicht mehr zu Elternabenden?" "Ich habe mich informiert. Ich darf wirklich niemanden töten. Dann macht es keinen Sinn."

[23:06] Retweet: Der sicherste Weg zur Depression ist übrigens eine hohe Menschenkenntnis.

[23:05] Retweet: Ich habe mir aus dem Sparschwein des Sohnes 5€ geholt, damit ich mir Kaffee kaufen kann. In der Hölle töpfern sie schon mein Klingelschild.

[23:04] Retweet: Steckste 'nen Romantiker in den Mixer - zack - haste 'nen Schmusi.

[23:03] Retweet: Als Kind wollte ich immer irgendwas ohne Menschen machen. Gott, war ich schlau!

[23:02] Retweet: Manchmal frag ich mich ja schon, was für ein Mensch ich wäre, würde man mich einmal ausschlafen lassen.

[23:01] Retweet: "Naja, ich muss ihn füttern, was zum saufen hinstellen, mit ihm rausgehen, kraulen, mal zum Arzt bringen. Und den Hund hab ich ja auch noch"

[23:00] Retweet: Ich kann Leute nicht leiden, die 5 mal an der Tür klingeln, obwohl man schon beim ersten mal "ICH BIN NICHT DA!" gebrüllt hat.

[18:43] Siehst Du, jetzt fange ich schon an, einen Brief-Roman zu schreiben. Das ist wohl ein Zeichen, daß ich vollkommen liederlich geworden bin. Ein Romanschriftsteller soll sich in seinen Briefen nicht literarisch gehen lassen. (Irmgard Keun: Kind aller Länder)

[18:42] Sie sind auch gar nicht mehr stolz auf mich, wie sie es noch im vorigen Jahr waren. Daß sie mein Bild in den Zeitungen, meine Bücher in den Auslagen sehen, kann ihnen überhaupt nicht mehr imponieren. Ein bekannter Schriftsteller ohne Geld, ohne materiellen Erfolg bekommt für seine Umgebung etwas verdächtig Hochstaplerisches. Er wirkt wie ein Herzog ohne Schloß und Dienerschaft. Im vorigen Jahr sahen sie noch mehr Ruhm als Armut. Unsere Armut schien ihnen mehr eine Theater-Armut, die Armut eines jungen Millionärs, den sein Vater zwang, mal für kurze Zeit den Ernst des Lebens zu erfahren. Jetzt erkennen sie meine Mittellosigkeit als dauerhaft und echt. So etwas haben die Leute nicht gern. (Irmgard Keun: Kind aller Länder)

[18:14] "Und? Wie läuft's?" - "Sagt dir vielleicht die Nadel im Heuhaufen etwas?" (Bosh S01E08)

[14:31] Fattaneh Haj Seyed Javadi: Fallstricke.

[14:26] ... diese Stadt, in der ein sozusagen ewiger sauberer und frischgewaschener Vormittag zu herrschen schien, umlagerte das fremd in der Kälte stehende Schlößchen auf der Höhe. (Heimito von Doderer: Ein Mord den jeder begeht)

[14:25] Vor allem aber: bedeutender Schweiger. Vollidiot, der es jedoch zum Weltweisen gebracht hat, infolge Durchhaltens seiner Pose. Nicht zu unterschätzende Leistung. (Heimito von Doderer: Ein Mord den jeder begeht)

[6:47] "Als Verleger möchte ich Papst sein und meine Autoren zum Zölibat verpflichten können." (Irmgard Keun: Kind aller Länder)

[5:39] !guter Ratgeber=für=1same ist seltener als ein Lottogewinn. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[5:38] Wer seine Partei im Rücken hat, braucht keine Feinde mehr. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[5:37] Heimat ist in der kleinsten Schramme. (Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden)

[4:24] Wo man was erlebt, dort ist man bald daheim. (Heimito von Doderer: Ein Mord den jeder begeht)

[4:23] Die überwiegende Mehrzahl der Menschen verbringt ihr Dasein in des Lebens mittleren Stockwerken; nur wenige hausen dauernd im Keller oder auf dem Dache. (Heimito von Doderer: Ein Mord den jeder begeht)

[4:22] Es fiel leicht, mit Maria Rosanka zu schweigen; man konnte es in der gelöstesten Weise tun, ohne daß aus der wachsenden Stille ein ansteigender Druck kam. (Heimito von Doderer: Ein Mord den jeder begeht)

[4:21] "Das Wissen als Katastrophe", sagte Doktor Velten; eigentlich dachte er laut und verlor dabei versehentlich einige Worte. (Heimito von Doderer: Ein Mord den jeder begeht)

[4:20] Freier Tag 2/2. 21 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatistik: gestern 65 Seiten. Weiter mit "Bauern, Bonzen und Bomben" von Hans Fallada.