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Bücherlei Miszellen (35) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch

Montag, 9. Januar 2017

[21:44] Heute Mittag hatte ich eine heftige Attacke Herzrhythmusstörungen. Bei der zweiten und bisher letzten im Juni 2016 wurde erstmals Vorhofflimmern diagnostiziert. Das erste Auftreten im Dezember 2015 habe ich zuhause erlebt, indem ich mich, noch unwissend, ins Bett legte und still vor mich hin litt, ohne einen Arzt aufgesucht zu haben. Gegen 12 holperte urplötzlich das Herz, wobei einem himmelangst und sehr schwummerig wird. Verschlimmernd wirkte sich aus, daß ich inzwischen weiß, was es ist, was es bedeutet und was damit verbunden sein kann. So wie eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, macht eine bzw. machen mehrere Extrasystolen noch kein Flimmern. Sofort schluckte ich 5 mg Diazepam und hoffte inständig, daß sich die Situation entspannt. Und tatsächlich, nach zirka 15 Minuten Holpern und Angstgefühlen, ebbte die Attacke mählich ab, ich ging ins Bett und schlief einige Stunden. Damit ist solch eine Angelegenheit nicht ausgestanden; die Psyche folgt ihren eigenen Regeln. Seitdem ich vorhin aufgewacht bin, höre ich skeptisch und ängstlich auf meinen Herzschlag und bange, daß alles ruhig bleibt. Dennoch fühlt man sich, auch diese Erfahrung machte ich im Juni, zittrig, benommen und irgendwie merkwürdig, steht etwas neben sich. Das Herz ist eben doch ein sensibles Organ, welchem von uns Menschen und besonders Deutschen viel Bedeutung zugemessen wird. Lektüre ist, weil ich vormittags zwischen 8 und 12 Uhr wieder am PC hockte, Serien guckte und nebenbei allerlei Internetdinge tat, und nach dem bedrohlichen Ereignis dank der LMAA-Tablette schlief, wieder zum Randphänomen mutiert.

[20:46] Buch beendet: "Mélodie d'amour" (DNB) von Margriet de Moor, dtv, 384 Seiten.

[8:14] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/5. Tage ohne Alkohol: 391. Lektürestatus: vorgestern 70 Seiten und gestern 90 Seiten. Fünf freie Tage bedeutet: ich muß erst am Samstag 22 Uhr wieder auf Station sein.

Sonntag, 8. Januar 2017

[17:10] Im übrigen ist es so, daß, wenn man drastisch abnimmt, schnell als Ghettoknochen verschrieen wird, nur weil man nicht mehr dem gewohnten Bild des Wonneproppen bzw. Fettsacks entspricht, dessen Anblick man gewohnt war. Nimmt man wie ich momentan wieder fünf Kilogramm zu (von 82 auf 87) bekommt man zu hören: "Du siehst jetzt wieder eindeutig gesünder aus."

[16:27] Der Schnee des Jahres hatte zu fallen begonnen. Wahrscheinlich weil er der einzige bleiben sollte, legte er sich so gewaltig ins Zeug. (...) Schnee, diese zauberhaften Materie, die die ganze Welt in ein unbeschriebenes Blatt verwandelt, das leise um neue Buchstaben bittet. (Margriet de Moor: Mélodie d'amour)

[16:00] Heute hatte ich einen Alptraum, der mit meiner Arbeit als Krankenpfleger zu tun hatte und sich an einem Erlebnis der vergangenen Nacht mit einem Patienten aufhängte, der uns übelst beschimpft hatte. So wirr waren die Verwicklungen, so bedrohlich die Situation, als ein Patient, dem ich körperlich nicht gewachsen war, mich in die Zange nahm, mich physisch UND psychisch unter Druck setzte. Eine Gemengelage, wie sie Stephen King gerne erfunden hätte und deren adäquate Verfilmung ich sicherlich auch gemocht hätte, wenn das Erlebnis nicht mir gegolten hätte.

[14:59] Harald Schmidt plädiert dafür, lediglich 20 Bücher zu besitzen und zu behalten. Eine Verteidigung des Bücherwegwerfens.

[14:56] "... Mädchen, das (...) sich im Herzen jedoch noch einen Rest Unwilligkeit bewahrt hatte." Diese in Margriet de Moors "Mélodie d'amour" gefundene Wendung gefällt mir. Sand im Getriebe sein, unruhig bleiben, wach sein, immer etwas Renitenz bewahren, allem gegenüber.

[13:52] Nach der Liebe schlief ich mit einer naiven Art von Frieden ein, wie ein Kind. Ich habe nie am Daumen gelutscht, aber auch wenn man sich einfach auf die Seite dreht, den Arm auf der Hüfte eines Mannes, kann man mit einem Gesicht einschlafen, das noch ein wenig nachschmachtet, und einem Herzen, das sagt: Im großen und ganzen ist schon alles in Ordnung. (Margriet de Moor: Mélodie d'amour)

[13:51] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 390.

Samstag, 7. Januar 2017

[18:44] Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 389. Lektürestatus: gestern 60 Seiten. - Da ich von heute nach dem Nachhauskommen vom zweiten und sehr anstrengenden Nachtdienst bis eben geschlafen habe (11 Stunden), wird das mit der Lektüre heute nur sehr spärlich ausfallen. Erst einmal Kaffee kochen, weil ich durch das lange Schlafen noch benommen bin. Gestern vor der Schicht mußte ich noch zum Zahnarztnotdienst, was allein schon belastend war und mir ein weiteres Provisorium einbrachte; dann noch ein Dienst, der wegen diverser Zwischenfälle und Eigenarten keine Minute Verschnaufen zuließ und alle Kräfte und Nerven beanspruchte, so daß ein 11-stündiger Schlaf von meinem Körper nur als konsequente und legitime Forderung betrachtet werden kann. Nun also ein bißchen noch mit "Mélodie d'amour" von Margriet de Moor, bevor ich gegen 20 Uhr wieder los muß zum dritten und vorletzten Nachtdienst in dieser Arbeitswoche.

Freitag, 6. Januar 2017

[15:30] "Sollen wir es machen, Atie?" hatte er noch am selben Abend nach einer knappen Darstellung des Sachverhalts, ohne einen Zentimeter Spielraum, gefragt. Sie hatte ihm, in eine Sofaecke gekuschelt, zugehört, einen Roman umgedreht auf dem Schoß. "Warum nicht?" antwortete sie träge und legte die Hand auf die Geschichte, als hielte sie alles, was darin geschah, sicherheitshalber mal eben fest, bis er zu Ende geredet hatte. (Margriet de Moor: Mélodie d'amour)

[15:29] Zwischen dem Glück des einen und dem verlorenen Glück des anderen liegt, wie auch immer, etwas Skandalöses! (Margriet de Moor: Mélodie d'amour)

[15:28] Wer täglich auf ernsthafte und intelligente Weise mit seinem Wahnsinn umgeht, findet irgendwann nichts Besonderes mehr dabei. (Margriet de Moor: Mélodie d'amour)

[15:27] Nie habe ich erfahren, warum Tante Sylvia Tag und Nacht für Rogier dasein, mich in jenen ersten Jahren aber nur am Wochenende dabeihaben wollte. Was war ich eifersüchtig auf sie! was hasste ich sie! was bat ich Gott, ihr doch auch einen dieser problemlosen Tode zu schenken, die er ja so perfekt beherrschte. (...) Ein Schulmädchen hat manchmal einen Drachenblick. (Margriet de Moor: Mélodie d'amour)

[15:26] Bibliotheken haben wie Kirchen überall auf der Welt beruhigend viel Ähnlichkeit miteinander. (Margriet de Moor: Mélodie d'amour)

[13:39] Retweet: Frankfurt hat die Vorwahl Null 69. Das beschreibt mein Sexleben perfekt.

[13:38] Retweet: Ja, es ist unfair, dass einige Feiertag haben und andere nicht. Aber: JAMMERT LEISER, WIR SCHLAFEN NOCH!

[13:37] Retweet: Je älter ich werde desto früher wird es spät.

[13:36] Retweet: "Bauch einziehen bringt auf der Waage nichts Papa" "ANDERS KANN ICH DIE ZAHLEN NICHT SEHEN DU DIABOLISCHE KOPIE DEINER MUTTER!"

[13:35] Retweet: Morgen ist "Heilige Drei Könige". Da bin ich wieder den ganzen Tag myrrhisch.

[13:34] Retweet: "Das Handy sagt, ich habe mein großes Schnitzel erreicht." "SCHRITTZIEL!" "Mit Jägersoße bitte."

[13:33] Retweet: Ich bin ja gerne vielseitig uninteressiert.

[13:32] Retweet: "Ah Ficker!" "Wie bitte?" "Ahficker!" "Afrika?" "Ja, Mama!" Dieses Sprechenlernen beschert mir Schweißausbrüche.

[13:31] Retweet: Beim Gähnen den Unterkiefer verkeilt. Als Schlange wäre ich ne Niete.

[13:30] Retweet: Egal, was ich meine Kinder (3 & 5) frage, sie haben keine Ahnung. Montag beginnen sie bei Media Markt.

[13:29] Retweet: Immer dieser Drang, dem Urologen bei der Hodenuntersuchung durchs Haar zu streichen.

[13:28] Retweet: Etwas durchgeknallt ist ganz nah am wundervoll.

[13:27] Retweet: Manchmal halten Männer die Hand ihrer Frauen, während sie durch die Einkaufsstraße bummeln. Das machen sie, damit die Frau nicht plötzlich ausreißt und etwas kauft. Es sieht zwar romantisch aus, wird aber in erster Linie aus Kostengründen so gemacht.

[13:26] Retweet: Echte Romantiker laden Frauen zum Candle-Light-Döner ein.

[13:25] Retweet: "Ich rufe nur an, um dir zu sagen, daß du das Beste bist, das mir je passiert ist, und daß ich dich über alles liebe." "Sie sind mit der Brauerei verbunden." "Ich weiß!"

[13:21] Retweet: "Wir wollen im Februar ein Klassentreffen organisieren." "Da kann ich nicht." "Wir können es ja auch verschieben." "Da kann ich auch nicht."

[13:20] Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 388. Lektürestatus: gestern 120 Seiten. Weiter mit "Mélodie d'amour" von Margriet de Moor.

Donnerstag, 5. Januar 2017

[19:26] Wie oft im Leben kann man die Gegenwart für einen Moment anhalten, für eine Injektion, eine Impfung mit einer kleinen Dosis Ewigkeit? (Margriet de Moor: Mélodie d'amour)

[19:23] Der Schnee ließ sich während der Festtage weiß Gott nicht lumpen. (Margriet de Moor: Mélodie d'amour)

[19:07] Retweet: Ich bin echt gut im Bett. Vorausgesetzt, man läßt mich einfach schlafen.

[19:06] Retweet: "Ich finde deinen Sarkasmus zum Kotzen." "Soll ich dir die Haare halten?"

[19:05] Retweet: Am besten halten wir die Welt mal kurz an und lassen die ganzen Idioten aussteigen.

[19:04] Retweet: Ich hasse diesen Druck, wenn nachts am Himmel das Batman-Symbol erscheint und ich das Cape noch nicht fertig gebügelt habe.

[19:03] Retweet: Er: Du bist die süßeste und schönste Frau, die ich je getroffen habe. Sie: Du willst doch nur poppen. Er: Und klug bist du auch noch.

[19:02] Retweet: "Ich möchte mich zum Fitnesse anmelden." "Vorsatz zum Neuen Jahr?" "Ja." "Wir haben da einen 1-Tageskurs mit 4 Selfies im Angebot."

[19:01] Retweet: Wenn ich Arzt wäre, würde ich einen Kalender von 2021 in den Aufwachraum legen.

[19:00] Retweet: Johann Sebastians Bach Wohltemperiertes Klavier wird aufgrund der Erderwärmung im Jahr 2050 voraussichtlich zwei Halbtöne höher klingen.

[18:50] Der liebe Gott wird ja auch dir ein liebes Weib bescheeren, welches für dich paßt, denn er erschafft kein Wesen ohne ihm in einem anderen seiner Art sein Glück mit zu erschaffen. (George Sand: Das Teufelsmoor)

[18:47] Ich habe des Öfteren den Satz gehört, man würde Glück immer erst im Nachhinein erkennen. (Emmanuel Carrere: Alles ist wahr)

[18:44] Emmanuel Carrere: Hochrangige Rechtsnormen // Ein rissiger Kern // Leben wir unauffällig.

[18:37] Ich dachte an den Tag der Beerdigung zurück. (...) Étienne erzählte mir später, er hätte das wohlwollende katholische Lächeln nicht ausgehalten, mit der dieser [Diakon] die Nachricht verkündet habe, Juliette sei jetzt bei Gott dem Vater und man habe Anlass zur Freude... (Emmanuel Carrere: Alles ist wahr)

[18:35] Richter waren vormals wichtige Leute gewesen, aber im Jahr 1989, als er die ENM verließ, wurden sie besoldungsrechtlich unter die Unterpräfekten gestellt und nach und nach nicht mehr zu offiziellen Empfängen eingeladen. Im Unterschied zu den meisten hohen Funktionären, die vor allem in der Provinz Dienstwohnungen und -wagen besaßen, genossen sie keine Sachleistungen mehr. Sie arbeiteten in schlecht beheizten Räumlichkeiten ohne Computer, mit alten, grauen Telefonapparaten und mürrischen Sekretärinnen. Innerhalb einer Generation wurde die Respektsperson, die zu den Honoratioren der Stadt gehörte, zum kleinen Mann, der mit der U-Bahn fährt und sein Mittagessen auf Mensatabletts serviert bekommt, und immer öfter war dieser kleine Mann eine Frau, ein untrügliches Anzeichen für die soziale Abwertung eines Berufstandes. (Emmanuel Carrere: Alles ist wahr)

[18:29] Ich konnte aus meinem Unglück Bücher entwickeln statt Metastasen oder Lügen. (Emmanuel Carrere: Alles ist wahr)

[18:28] Schließlich ist man froh, von denjenigen, die einen mögen, die eigenen Schrullen als zusätzliche Gründe, einen zu mögen, vor Augen geführt zu bekommen. (Emmanuel Carrere: Alles ist wahr)

[18:00] Retweet: Das Wetter hier im Norden bringt viele ans Limit. Manche haben sch sogar schon eine Kapuze aufgesetzt.

[17:59] Retweet: Herr gib mir Geduld. Sofort!

[17:58] Retweet: Zwei Erkenntnisse: 1. Vorm Haus muss jemand streuen. 2. Ich kann Spagat.

[17:57] Retweet: Unfall-Ärzte raten, man soll bei Glatteis wie ein Pinguin watscheln. WOZU? PINGUINE MÜSSEN NICHT ZUR ARBEIT!

[17:56] Retweet: Der Ausbruch der Zombie-Apokalypse im morgendlichen öffentlichen Verkehr würde lange Zeit unerkannt bleiben.

[17:55] Retweet: Oft esse ich Sachen auf, weil ich nicht sicher bin, ob sie in den Bio- oder Restmüll gehören.

[17:54] Retweet: Wenn Sie einen scheinbar herrenlosen Schal finden, sehen Sie doch mal nach! Oft befindet sich darin eine Frau, die nicht mehr herausfindet.

[17:53] Retweet: Es gibt Tage, da hat man einfach keine Lust. Das wird wieder so ein Jahr.Bitte benutzen Sie nicht mehr die Abkürzungen Prios, Fussi, Mäcces, Mitti, Läppi, Hausis, Göga, Mozzi, Nachti und Flomi. Danki.

[17:52] Retweet: "Ich mache ja auch Kampfsport" "Ja? Cool, was denn?" "Ich ringe täglich mit mir"

[17:51] Retweet: "Nehmen Sie ein Päckchen für Schmidt an?" "Was? Sorry... schlechter Empfang!" "DAS IST EINE GEGENSPRECHANLAGE!" "Pchh...Tunnel...pchh..."

[17:50] Retweet: Ich glaub, ich leg mich wieder hin. Bitte weckt mich am 11. Oktober 2161, wenn die Vereinigte Föderation der Planeten gegründet wird.

[17:49] Retweet: Ich bin zu 80% Gangster, 55% Sexsymbol und zu 95% schlecht in Mathe.

[17:48] Retweet: Ich sage: Ich bin eine zarte Elfe. Die Waage sagt, ich bin sogar zwei.

[17:47] Retweet: Und Gott sprach: Ich lasse Angst und Schrecken unter die Menschen kommen. "Apokalypse?" Leichter Schneefall.

[17:46] Retweet: Liberal als gar kein Fisch. (dauert)

[17:45] Retweet: "Angst vor dem Islam"? Jedes Jahr sterben 70.000 Deutsche durch Alkohol. Haben Sie Angst vor Riesling?

[17:44] Retweet: "Hast du kein eigenes Leben, oder was?", zum Baby sagen.

[17:43] Retweet: Ich bin ein Mann, du musst mir schon sagen, was ich falsch gemacht habe.

[17:42] Retweet: Manchmal verscheuche ich Uhren. Einfach so als Zeitvertreib.

[17:41] Retweet: "Seit wann arbeiten sie denn bei der Firma?" "Seid der Chef mir angedroht hat, mich sonst zu entlassen."

[17:40] Retweet: Schneemannbauanleitung: Tür auf. Kind raus. Tür zu.

[17:39] Retweet: Ich muss sagen, es war 1998 ein ganz schöner Schock für mich, als sich rausstellte, dass Bundeskanzlerkohl kein zusammenhängendes Wort ist.

[17:38] Retweet: Ich hatte in meinem Leben schon diverse Nahidioterfahrungen.

[10:13] Ich glaube, ich bin, was Leben anbetrifft, in der Placebogruppe.

[9:44] Da ich seit dem 23. November nichts mehr gepostet hatte, fragte mich ein Heavyuser meines Haus und Magenforums, ob alles ok sei und es mir gut gehe. Nun ist es so, daß, kaum daß ich beschlossen hatte, im Forum eine Zeit lang kürzer zu treten, dieses auflebte und seitdem mächtig was los ist, eine Leserunde zu Jean Paul stattfand und sich eine Challenge zu Klassikern gebildet hat, wo recht viele User=Leser, neue, sowieso aktive und reaktivierte, mitmachen wollen. Mir geht es wie immer, d.h. in stabiler Hinsicht beschissen. Alles beim Alten. Bei Facebook schweige ich seit langem, bei Twitter so gut wie, abgesehen von ein, zwei Bildchen hin und wieder. Hat man sich einmal ans Schweigen gewöhnt, kommt man rasch auf den Geschmack. Und in einer Welt der Fake News, der ununterbrochenen Meckereien und Blödeleien ist es vielleicht ratsam, dabei zu bleiben.

[9:32] In den Kommentaren bei Claudia Klinger die private Webseite Vor(un)ruhestand entdeckt zu den Themen, ähm, Vorruhestand, Rente und älter werden, also dem, was Menschen wie mich, die sich jenseits der 50 befinden, brennend interessiet.

[6:51] Buch begonnen: "Mélodie d'amour" von Margriet de Moor.

[6:50] Buch gestern früh begonnen und heute Morgen beendet: "Ein Monat auf dem Land" (DNB) von J.L. Carr, Dumont, 157 Seiten.

[6:49] Beim gestrigen quartalsmäßigem Hausarztbesuch wurde die Schilddrüse sonografiert (unauffälliger Befund bei seit zwei Jahren manifester autoimmuner Hashimoto-Thyreoiditis), ein wenig Smalltalk betrieben; und ich kämpfte mich dann einkaufsorientiert durch ein verschneites, matschiges Leipzig, fror an Haltestellen, weil mir jede nur denkbare Straßenbahn vor der Nase wegfuhr und war insgesamt drei Stunden unterwegs nur dieses blöden Arztbesuches wegen, so daß ich nachmittags, grummelig und schwer genervt, endlich zur Bettschwere fand, die mir seit Montag verwehrt war. Mit einer kurzen Unterbrechung schlief ich von 15.30 Uhr bis heute früh 4.30 Uhr und holte so das Defizit wieder auf, welches sich neuerdings an den freien Tagen entwickelt. Nachdem vorhin das Bewußtsein wieder einigermaßen klar geworden war, befinde ich mich stimmungsmäßig und kognitiv wieder auf der Hauptstraße.

[6:48] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 387. Lektürestatus: gestern 157 Seiten.

Mittwoch, 4. Januar 2017

[7:28] Er gedachte der Mühen, die es bedurft hatte, Kameraden wieder aufzurichten, die aufgeben wollten und auf dem Weg waren, zu "Muselmanen" zu werden, wie man im Lagerjargon die Lebensmüden nannte, weil sie sich ihrem Schicksal ergeben wollten. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[7:24] "ACHTZEHN!!!", brüllte Walter ihn an. Wie angewurzelt blieb Nummer 88973 stehen. "Achtzehn" war in den Judenbaracken der ultimative Warnruf, abgeleitet vom achtzehnten jüdischen Bittgebet, das für die Bitte um Leben steht. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[7:22] Wie oft bei Trinkern, lagen auch beim trunksüchtigen Reinhold Hanke Heldentum und Erbärmlichkeit ganz dicht beieinander. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[7:17] Marcia Zuckermann: Wie heiss soll es noch werden? // Haufen und Gruppenkoller // AllgFab (4) // Hamstern // AllgFab (3) // AllgFab (2) // Romantische Liebe // Schnapsgeburt // Schiwe sitzen // Massaker in Moabit // Die Welt aus den Fugen // Betriebswirtschaft & Erster Weltkrieg // AllgFab (1).

[7:10] "Und warum willst du eigentlich nicht auch nach Israel, Mama?" "Da sind mir zu viele Juden!", entfuhr es Franziska gnatzig. "Und was ist schlimm daran, wo hier doch kein Tag vergeht, dass nicht Stimmung gegen uns gemacht wird?" "Zu viele Juden auf einen Haufen gehen mir auf die Nerven, so wie mir alle Ansammlungen von zu vielen Menschen einer Sorte auf die Nerven gehen! Zu viele von einer Sorte auf einem Haufen, und schon schnappen sie alle über! Kriegen einen Gruppenkoller. Das ist ungesund." (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[7:04] Nach nicht einmal sechs Monaten war ihr der Mann lästig. Selbst für Ehestreitereien taugte er nicht. Er ließ sie Klagemonologe führen, nickte gedankenschwer und schwieg. Das brachte sie vollends aus der Fassung. Nach zehn mühsam fromm ertragenen Ehejahren dankte Selma dem Allmächtigen, dass er ihren Fehler korrigierte, indem er Ascher mit Hilfe der Spanischen Grippe zu sich nahm. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[7:00] Walter registrierte den Temperaturanstieg der mütterlichen Gefühle. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[6:55] Die Welt war verrückt geworden. Auf Marthas Seelenleben hatte die zunehmende Verrücktheit der Welt eine seltsam heilende Wirkung. Verblüfft stellte Martha fest, dass die Realität selbst ihre krausesten Fantasien übertraf. Irgendwie fand sie das beschämend. Es verdarb ihr den Wetteifer ums Abstruse. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[6:51] ...schenkte der Welt das mitleidigste Lächeln, das in diesen Zeiten möglich war. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[6:47] "Dass ein getaufter Jude ebenso ein Jude bleibt wie ein gewässerter Hering ein Hering!" (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[6:45] ...empfand Oda ihre empfindliche Nase meist mehr als Fluch denn als Segen. Proletariat und Armut riechen einfach schlecht. Meist nach Schweiß, Schmutz, Verfall und Krankheit. Obwohl Oda sonst mit Leib und Seele der Arbeiterklasse verbunden war, blieb ihre Nase bourgeois. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[6:39] ...beteuerten alle, dass es ihnen nicht ums Geld gehe, sondern ums Prinzip, was erfahrungsgemäß viel schlimmer ist als reine Geldgier. Habsucht bleibt berechenbar und macht Kompromisse möglich, verletzte Gefühle dagegen niemals. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[6:36] Der Ruhm hatte Max’ Hässlichkeit mit den Jahren in jene sonderbare männliche Attraktivität veredelt, die an unansehnlichen Menschen nur der Erfolg, gepaart mit sehr viel Geld, Pflege und gutem Essen zustande bringt. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[6:12] Wenn sie an die Ehe ihrer Eltern dachte, in der zwei einander Fremde wie ein paar aneinandergekettete Galeerensträflinge ihr Leben freudlos verbrachten, empfand sie Trauer und Mitleid. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[6:11] ...dass der Allmächtige, als er Franziska Kohanim schuf, offenbar in Geberlaune war und zu ihrer Kreation aus sämtlichen Genen der Mischpoche alles an Schönheit und Anmut seit Moses’ Zeiten zusammengekratzt hatte, um der Welt ein Meisterwerk an Grazie und Liebreiz zu schenken, belebte die allgemeine Missgunst ihr gegenüber wie gegen alles, was über das provinzielle Mittelmaß hinausragte. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[6:10] Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 386. Lektürestatus: gestern 102 Seiten.

Dienstag, 3. Januar 2017

[21:30] "Düngen mit Gülle belastet..." gelesen und zuerst an Nachrichten und soziale Netzwerke gedacht.

[20:29] Nach einiger Schrauberei an meinen Leseplänen nun dank Streaming & Mediathek den vorgestrigen Polizeiruf 110: Angst heiligt die Mittel.

[20:29] Nach einiger Schrauberei an meinen Leseplänen nun dank Streaming & Mediathek den vorgestrigen Polizeiruf 110: Angst heiligt die Mittel.

[19:21] Buch beendet: "Seegrund. Kluftingers dritter Fall" (DNB) von Volker Klüpfel und Michael Kobr, Piper, 352 Seiten.

[19:20] Sie stammten beide aus hart arbeitenden Familien, deren Väter sich ihren frühen Herzinfarkt redlich verdient hatten. (Michael J. Sullivan: Zeitfuge)

[9:33] Retweet: Was, wenn Buchrückgabemaschinen all die eingeworfenen Bücher heimlich lesen, Bewusstsein entwickeln und die Weltherrschaft übernehmen?!

[4:41] Es ist keineswegs so, daß Wikipedia allwissend wäre. Beim Bibliografieren von Büchern bestimmter Autoren, von denen ich mir eine Liste derjenigen Bücher zusammenstellen will, die ich möglicherweise lesen werde, stoße ich auf Lücken bei der Werkangaben in den betreffenden deutschen Wikipediaeinträgen zu den Autoren. Gerade eben vervollständigte ich mehrere Ausgaben, die es auf dem deutschen Buchmarkt von Edith Wharton gab bzw. antiquarisch sicher noch gibt. Wer wissen will, an welche Einträge ich Hand angelegt habe: hier entlang.

[3:39] Eine Kollegin erzählte eine Anekdote von ihrer Arbeit als Krankenschwester zu DDR-Zeiten. Eine Patientin hatte zwei edle Westwaschlappen, in die die Buchstaben "G" und "A" eingenäht waren. Wir antworteten einmütig, das wäre ja wohl klar: G stünde für Gesicht und A für Arsch oder bestenfalls Anus. Weit gefehlt! Das "G" war für "Gesäß" gedacht und mit "A" wäre Antlitz gemeint. Wobei - Schlußpointe der Geschichte - eine recht junge Kollegin mit diesem Begriff Antlitz nicht anzufangen wußte.

[3:33] Freier Tag 2/3. 55 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatus: gestern 100 Seiten. Weiter mit "Seegrund. Kluftingers dritter Fall" von Volker Klüpfel und Michael Kobr.

Montag, 2. Januar 2017

[23:46] Retweet: Hätten wir den BER von DHL bauen lassen, wäre er zwar irgendwann zwischen 09:00 und 18:00 Uhr eröffnet worden, stünde aber beim Nachbarn.

[23:45] Retweet: Der Nachbar fegt alle 30 Minuten liebevoll das Auto vom Schnee frei. Ist bestimmt auch sein erster Schnee.

[23:44] Retweet: Wenn Sperma wüsste, welche Herausforderungen in der Zukunft warten, dann würde es sich auf keinen Fall so sportlich verhalten.

[23:43] Retweet: Krass dieser Weihnachtsbaum Showroom. - DAS IST DER WALD!

[23:42] Retweet: Das Kind darf nicht fernsehen. Jetzt übt es Geige. - Es hat gleich gewonnen.

[23:41] Retweet: "Beim Essen bin ich mehr so der Genießertyp und du?" "Fließband."

[23:40] Retweet: Ist doch klar dass man traurig ist, wenn man sich einen Hula-Hoop-Reifen kauft.....und er passt.

[9:22] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 384. Lektürestatus: gestern 110 Seiten. Weiter mit "Seegrund. Kluftingers dritter Fall" von Volker Klüpfel und Michael Kobr.

Sonntag, 1. Januar 2017

[18:13] Retweet: "Hebst du an Neujahr auch immer ein paar Blindgänger von der Straße auf?" "Klar, sonst hätte ich dich doch nie kennengelernt."

[18:12] Retweet: Der Euro wird heute 15. Das sind in D-Mark 30 Jahre! UND 60 IN OSTMARK!!!

[18:11] Retweet: Entweder schau ich mir eine voll langweilige Doku über Treppenhäuser an, oder ich liege noch immer vor meiner Wohnungstür.

[18:00] 2016 las ich 131 Bücher. Zu den Highlights gehören Hans Falladas "Bauern, Bonzen und Bomben", Thomas Wolfes "Schau heimwärts, Engel. Eine Geschichte vom begrabenen Leben", Peter Wawerzineks "Schluckspecht", Reinhard Jirgls "Nichts von euch auf Erden", Christoph Ransmayrs "Atlas eines ängstlichen Mannes", Thomas Melles "Die Welt im Rücken", Uwe Johnsons "Jahrestage" (1+2+3), Joachim Meyerhoffs "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke", Antonio Lobo Antuness "Fado Alexandrino", Lucia Berlins "Was ich sonst noch verpasst habe. Stories", Marcia Zuckermanns "Mischpoke! Ein Familienroman", Emma Braslavskys "Aus dem Sinn" sowie Theodor Fontanes "Vor dem Sturm. Roman aus dem Winter 1812". Überrascht hat mich Matthias Brandts Erzähldebüt "Raumpatrouille", in dem er Geschichten aus seiner Kindheit darbietet. Entdeckt als Autoren, von denen ich Weiteres & Künftiges lesen möchte, habe ich Alina Bronsky und Thomas Wolfe.

[17:48] Weiter mit "Seegrund. Kluftingers dritter Fall" von Volker Klüpfel und Michael Kobr.

[17:47] Buch beendet: "Alles ist wahr" (DNB) von Emmanuel Carrere, btb, 256 Seiten. Ich schlage dieses Buch noch dem Lesejahr 2016 zu. Es war nach "Der Schnurrbart", "Schneetreiben", "Amok" und "Limonow" mein fünftes Buch von Carrere. In ihm spielt der Tod die entscheidende Rolle, zuerst der vom Autor miterlebte Tsunami von 2004, bei dem Freunde ihre Tochter verloren, dann der Krebstod seiner Schwägerin. Ein sehr persönliches, angreifendes Buch, das einen auch angegriffen zurückläßt.

[16:20] Retweet: Nun Jahr.

[16:19] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 383. Lektürestatus: gestern 93 Seiten. Für 2017 wird eine neue Lesestatistik begonnen.

Samstag, 31. Dezember 2016

[19:19] Retweet: "Sie haben Rezepte mit Käse gegoogelt. Hier ein hübscher Pulli in Größe 64."

[19:18] Retweet: Komisch. Seit Weihnachten geht die Waage vor.

[19:17] Retweet: Das erste Mal nach Weihnachten joggen wäre leichter, wenn einem dabei nicht noch die Couch auf dem Rücken kleben würde.

[19:16] Retweet: "Findest du mich hiermit sexy?" "Das ist ein Leberwurstbrot." "JA ODER NEIN?"

[19:15] Retweet: Das einzige Weihnachtswunder, das Menschen heutzutage gläubig werden ließe, wäre die Erscheinung eines Mobiltelefons mit 3 Tagen Akkudauer.

[19:14] Retweet: Zwischen Weihnachten und Silvester zu arbeiten ist nicht schlimm. Zwischen Silvester und Weihnachten zu arbeiten, DAS ist schlimm.

[19:13] Retweet: Der Kontoauszugsdrucker meint, ich solle mir mal wieder öfters was Leckeres aus Fugenkitt dünsten.

[19:12] Retweet: [Café im Prenzlauer Berg] "Entschuldigung, der vegane Bio-Dinkel-Vollkorn-Pfannkuchen schmeckt komisch." "Das ist ein Platzdeckchen."

[19:11] Retweet: "Wir müssen endlich ausmisten. Alles, was ich 2 Monate nicht angefasst habe, kommt weg." "Wir trennen uns??"

[19:10] Retweet: Ich möchte gerne mal jemanden kennenlernen,der sich mit einem mittelmäßigen Buch und einem schlechten Rotwein ungemütlich auf die Couch legt.

[15:52] Weiter mit "Alles ist wahr" von Emmanuel Carrere.

[15:51] Buch gestern begonnen: "Seegrund. Kluftingers dritter Fall" von Volker Klüpfel und Michael Kobr.

[15:50] Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 382. Lektürestatus: gestern 40, vorgestern 75 Seiten. Im Prinzip kommt die gestrige dürftige Lektüre von 40 Seiten eines Krimis nur zustande, indem ich die Straßenbahn- bzw. S-Bahn-Lektüre von gestern Abend und heute Morgen einrechne; denn gestern (ver)schlief ich sage und schreibe 12 Stunden, d.h. vom Nachhauskommen um 7.45 Uhr früh nach dem Nachtdienst bis 20.00 Uhr = bis zum überstürzten Aufstehen und Losgehen zum Dienst. Ich hole das Schlafdefizit nach, das in den freien Tagen der letzten beiden Wochen entstanden war. Heute & jetzt, am immerhin letzten Tag dieses vermaledeiten Jahres, hoffe ich auf wenigstens 3 Stunden Lektüre, bis ich heute Abend zu Nachtdienst 3/4 aufbrechen werde.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

[12:44] Sie hatten das Profil von Leuten, bei denen auch der ungeschickteste Verkäufer beim Aufhalten der Tür zum eigenen Geschäft weiß, dass er ihnen andrehen kann, was er will. (Emmanuel Carrere: Alles ist wahr)

[10:51] Max sollte, wann immer er wollte, im Schloss spielen, und er durfte den Grafen ab sofort zu seinen Förderern zählen. (...) Max lächelte fad. Mit demselben Gleichmut, mit der Juden über Jahrhunderte Missetaten über sich ergehen ließen, nahm Max nun diese gojische Wohltat hin. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[10:46] Max war ein unansehnlicher, dicklicher Bursche von mittlerweile elf bis zwölf Jahren, dem die schwarzen Haare wie Borsten wild vom Kopf abstanden. Darunter wölbte sich ein Gesicht voller Pickel, in dem ein mürrischer, wulstiger Mund hing wie eine Wurst auf einem Reibekuchen. Kurzsichtig kniff Max seine schwarzen Knopfaugen zusammen und schaute mit der milden Verachtung des Berufenen auf seine potentiellen Wohltäter herab wie auf ein paar nützliche Lurche. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[10:42] ...hielt er den Kult des Erinnerns für eine dieser Krankheiten, die mit zunehmendem Alter auftraten und in immer heftigeren, längeren Schüben um sich griffen, bis man ganz in ihnen versank. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[10:24] Die trostlose Weite führte dem Menschen seine Nichtigkeit vor Augen und verbreitete lähmende Mutlosigkeit. Selbst bei strahlendem Sonnenschein und Amselschlag überfiel auch das heiterste Gemüt sofort Schwermut, sofern man nicht umgehend mit einem Wasserglas Hochprozentigem dagegen anging. Besonders im März. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[10:22] Selma, die Zweitälteste, die alle Schwestern an jüdischer Frömmigkeit übertraf, freilich ohne dass ihr eine davon auf diesem Gebiet Konkurrenz machen wollte, spuckte andeutungsweise aus. Das taten sonst nur die Chassidim, wenn von Abtrünnigen, Ketzern, Gojim oder Unreinem und Sünde die Rede war. Danach legte sie scheinheilig den Kopf schief. Nach links. Diese Marotte hatte sie sich von den katholischen Votivbildern und Heiligenfiguren in den katholischen Kirchen abgesehen. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[10:21] In der Gemeinde und im Landkreis von Schwetz galt mein Urgroßvater, Samuel Kohanim, als liberaler Querkopf. (...) Der Umsturz alles Althergebrachten, Rückständigen und Überlebten war seine Passion. (...) Für die innerfamiliäre Gemütslage bedeutete das, dass man fast alle mittelalterlichen jüdischen Traditionen rigoros verachtete. Jiddisches war den Kohanim sogar so peinlich, dass sie so taten, als verstünden sie es nicht. So war es Familienbrauch, sobald jemand Jiddisch sprach, die Augenbrauen unwillig zusammenzuziehen und sich theatralisch verständnislos zu gebärden. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[10:20] Eine schwindsüchtige Sonne stand am Himmel und kämpfte darum, die Eiszapfen zum Weinen zu bringen. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[1:30] Ich habe den gesamten Nachmittag und Abend geschlafen und bin erst gegen 22.45 Uhr wieder aufgewacht. Teezeremonie, Schlaf abschütteln, Wachwerden, dann Lektüre und nachher Serien. Zurzeit wiederhole ich die Columbo-Filme und, etwas unkoordiniert, mehrere Episoden aus der 12. und 13. Staffel der Midsummer Murders (Inspector-Barnaby), die letzten mit John Nettles als Tom Barnaby. Ab der 14. Staffel übernimmt sein Cousin John die Ermittlungen, mit dem ich nie so recht warm geworden bin. Die Filme der frühen Staffeln habe ich mehrfach gesehen. Es spielt keine Rolle, ob man den oder die Mörder kennt. Die Landschaft, die Charaktere, die Verschrobenheit und Originalität stehen für ungetrübten Genuß auch bei der xten Wiederholung.

[1:25] Vor Nachtdienst 1/4. Tage ohne Alkohol: 380. Lektürestatus: gestern 156 Seiten. Weiter mit "Alles ist wahr" von Emmanuel Carrere.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

[13:10] "Ich wollte schon immer mal in einem Horrorfilm mitspielen." "Du bringst die richtige Voraussetzungen mit." (Columbo: Dagger Of The Mind / Alter schützt vor Torheit nicht)

[12:33] Buch begonnen: "Alles ist wahr" von Emmanuel Carrere.

[11:54] Buch beendet: "Schach von Wuthenow. Erzählung aus der Zeit des Regiments Gensdarmes" (DNB) von Theodor Fontane, Reclam, 168 Seiten, Zweitlektüre.

[5:17] T.C. Boyle: Das Thema Babys // Die Notaufnahmeschwester // AllgFab (1).

[5:11] Freier Tag 5/5. Tage ohne Alkohol: 379. Lektürestatus: gestern 100 Seiten. Weiter mit "Schach von Wuthenow" von Theodor Fontane.

Dienstag, 27. Dezember 2016

[23:35] Retweet: Die Redewendung "zwischen den Jahren" stammt aus dem Indianischen und bedeutet "kinderloses Pack bekommt keinen Urlaub genehmigt".

[23:34] Retweet: Hier im Abteil sitzt ein Opa mit einem Schulranzen. Wie viel Verspätung hat dieser Zug denn bitte?

[23:33] Retweet: Wenn Babys zehn Sekunden ins Leere starren, wird gerade eine neue Software eingespielt. Danach können sie dann laufen oder Schach spielen.

[23:32] Retweet: Tochter (10) findet Helene Fischer gut. Es war mir bis heute nicht klar, wie schwer es ist, auf'n 25.12. einen Heimplatz zu organisieren.

[23:31] Retweet: Eben in der FAZ: "Ist es normal, dass mein Kind mit 4 noch nicht trocken ist?" Gegenfrage: Warum hat es überhaupt mit Alkohol angefangen?

[23:30] Retweet: War kurz eingenickt. Ist noch Abendland?

[23:29] Retweet: Aus dem Kinderzimmer dröhnt deutsch-türkischer Rap. Ich zünde meine Duden Gesamtausgabe an und geh im Bett.

[23:28] Retweet: Wenn schon nicht erhobenen Hauptes, dann geh wenigstens durchs Leben mit hoch erhobenen Augenbrauen.

[23:27] Retweet: "Wind habt ihr im Norden ja eigentlich immer, ne?" "Ja, unter Windstärke 4 fangen die ersten Leute an zu stürzen, weil der Gegenwind fehlt."

[23:26] Retweet: "Es kommt anders, wenn man denkt."

[23:25] Retweet: Eine winsel-winsel-Situation.

[22:33] Welch ein Zufall. Ich gucke gerade Family Guy S08E20, eine Folge, in der Star Wars adaptiert wird und Lois Griffin Prinzessin Leia verkörpert. Und dies am Todestag von Carrie Fisher. Es verstarb auch Claude Gensac, besser bekannt als Madame Cruchot in den Louis-de-Funes-Filmen.

[5:33] Es gab Zeiten, zu denen wurde bis viermal täglich Post zugestellt. Ich habe meinen letzten persönlichen Brief vor zirka einem Jahr geschrieben. Immer wenn ich ein Buch lese aus den "guten, alten Zeiten", in denen man diese Briefe oft täglich schrieb (Fontane), überkommt mich eine leise Wehmut und die Erinnerung, wie toll es war, den Briefkasten zu öffnen und einen Brief zu empfangen, der von einem Freund oder einer Freundin kam. Tempi passati.

[5:10] Freier Tag 4/5. 54 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatus: gestern 292 Seiten. Weiter mit "Schach von Wuthenow" von Theodor Fontane.

Montag, 26. Dezember 2016

[23:36] "Eine Menschenseele möchte ich finden, nur eine, mit mir durch das Leben in gemeinsamer Arbeit in engster Freundschaft verknüpft. Alles in mir schreit nach einem Freund, mein ganzes jetziges Leben und Sehnen ist eins: Die Suche nach dem Freund. Wo ich aber anpoche, finde ich verschlossene Türen und widerwillige Gesichter. Es ist furchtbar schwer, allein zu stehen!" (Siegfried Kracauer)

[12:37] Mein gestörter Schlaf/Wachrhythmus brachte es mit sich, daß ich nach nur 4 Stunden Schlaf seit 3 Uhr recht kontinuierlich zu lesen vermochte, zwei Bücher endlich abschließen und ein drittes beginnen konnte. Gleich geht es zum einzig noch verbliebenen Familienessen. Nachdem erst meine Oma (2003) und meine Mutter (2012) verstorben ist, die jeweils einen Feiertag beanspruchten, bleibt nur noch das gemeinsame Essen mit Vater/Bruder und das anschließende Herumfläzen auf der Couch bei Filmen.

[12:32] Bewußt zum ersten Mal den veralteten Begriff "Emeute" für Tumult/Aufruhr gelesen.

[12:22] Buch begonnen: "Schach von Wuthenow. Erzählung aus der Zeit des Regiments Gensdarmes" von Theodor Fontane. Zweitlektüre des 1999 gelesenen Romanes. Auf den ersten Seiten kommt Zacharias Werner zur Sprache, bei dem ich seit wenigen Wochen wenigstens weiß, wer es war - dank Besprechungen zur in diesem Herbst erschienenen Biografie Sünder und Heiliger von Günter de Bruyn.

[11:44] Buch beendet: "Zeitfuge" (DNB) von Michael J. Sullivan, Heyne, 446 Seiten.

[7:44] Ich halte dafür, dass der Schriftsteller nicht die Aufgabe hat, uns in eine utopische Zukunft oder in ein romantisches Land zu entführen, das niemand kennt und lebt. Sondern die Aufgabe des Schriftstellers liegt gerade darin, den Alltag, der uns umgibt, durchsichtig und schwebend zu machen und den Erweis seiner transzendenten Natur zu erbringen. (Heimito von Doderer)

[7:40] Gestern kam im Deutschlandfunk eine Lange Nacht über Whiskey.

[7:25] Weiter = Endspurt bei "Zeitfuge" von Michael J. Sullivan.

[7:20] Buch beendet: "Der Raritätenladen" (DNB) von Charles Dickens, Insel-Taschenbuch, 832 Seiten.

[2:55] Freier Tag 3/5. Tage ohne Alkohol: 377. Lektürestatus: gestern 110 Seiten. Weiter = Endspurt bei "Der Raritätenladen" von Charles Dickens.

Sonntag, 25. Dezember 2016

[6:09] Freier Tag 2/5. Tage ohne Alkohol: 376. Lektürestatus: gestern 90 Seiten. Weiter mit "Der Raritätenladen" von Charles Dickens.

Samstag, 24. Dezember 2016

[22:00] Ich wünsche eine Gesegnete und allen Atheisten unter uns eine nadelreiche Weihnacht. Laßt euch im Gegensatz zu mir nicht unterkriegen von den Zeitläuften!

[21:44] In Father Brown S04E06 kommt eine Krankenschwester in den Krankensaal und nimmt einer Patientin die Zigarette mit der Bemerkung weg, daß das Rauchen während der Visite verboten sei. Gab es denn damals (in den 50ern) tatsächlich in englischen Krankenzimmern die Option zu rauchen?

[20:29] Ich bin immer noch geschockt über eine Patientin, die in der vergangenen Nacht zu mir meinte: "Das ist aber schade, daß Sie heute Abend nicht nochmal kommen. Sie waren so nett!" Wer mich kennt, wird über diese abstruse Wahrnehmung ebenso verblüfft sein.

[20:11] Der Umstieg vom Kindle 4 auf den Kindle Paperwight gestaltet sich holpriger als erwartet. Mit der Benutzerführung per Touchscreen komme ich nicht zurecht, speziell mit dem Blättern. Das Vorwärtsblättern gelingt nur, indem man in die rechte untere Hälfte tippt. Wenn man das Gerät aber mit der rechten Hand hält wie ich überwiegend, ist man gewzwungen, den Haltvorgang so zu varriieren, daß an mit dem einem Finger der rechten oder linken Hand diese Position erreicht. Bislang, mit dem alten Gerät, konnte ich mit dem rechten oder linken Daumen die physische Taste drücken, ohne die Position des Readers verändern zu müssen, wobei er dann oft genug gänzlich aus der Hand gleitet und man gezwungen ist, dessen Lage neu zu justieren. Außerdem lande ich häufig, wenn ich vorhatte, mir durch Tippen in den oberen Bereich das Menü anzeigen zu lassen, eine erkleckliche Anzahl von Seiten jenseits der aktuellen Position im Buch und finde sie nur mühsam wieder, weil ich (noch) nicht weiß, ob ich kapitelweise verrutscht bin oder wie überhaupt. Mal springe ich Positionen vorwärts, dann, wenn ich an die gleiche Stelle, beispielsweise in den linken oberen Quadranten tippe, wieder rückwärts. Ein System konnte ich noch nicht ausmachen. Ich will meine Tasten wieder, um auf traditionelle, physische Weise zu navigieren. Was ich auch nicht bedacht hatte: daß der Paperwight schwerer ist als der Kindle. 206 Gramm gegen die gewohnten 170 mögen als Peanuts erscheinen. Beim aktuellen Kindle (5. Generation) wären nur 161 Gramm zu halten. Mein Bauchgefühl hatte mir gesagt, beim Gewohnten zu bleiben, auch wenn dies gar nicht mehr möglich ist, weil die aktuelle Generation ebenfalls auf physikalische Tasten zum Navigieren verzichtet. Ich ließ mich von der höheren Auflösung und der Beleuchtung im Zusammenhang mit dem Aktionspreis von 80 Euro (statt 120.-) verführen. Die angeblich bessere Auflösung merke ich nicht. Vielleicht ist dieses Nichtwahrnehmen eine Trotzreaktion. Halte ich die beiden Reader nebeneinander, fällt nur das hellere Display des Paperwight ins Gewicht. Die Schrift ist bei beiden gestochen scharf. Nörgeln hilft nun, da ich den Kauf getätigt habe, nicht mehr. Es heißt, sich in die Gegebenheiten einzufinden, damit zu leben. Und so schlecht ist der Kindle Paperwight nicht, so daß mein Jammern auf hohem Niveau geschieht. Der Umstieg mußte sein, weil die altersbedingten Pixel bzw. Displayfehler des alten Gerätes überhand genommen hatten.

[18:55] Charles Dickens: AllfgFab (1).

[18:51] Ich frage mich (...), ob es Positionen im Raum gibt, die Gemütszustände verstärken oder mildern. Ich meine damit Höhe oder Tiefe, Erhobensein oder Gefallensein, Liegen oder Stehen, Bewegung oder Stillstand. (Annette Pehnt: Briefe an Charley)

[18:50] "Schlanke, sozial privilegierte Weiße dürfen einen kleinen Kreis um sich ziehen und jeder, der sich darin befindet, ist normal, aber alle außerhalb des Kreises gehören zuerst verprügelt, gedemütigt und zurückgesetzt, bevor man sie in den Kreis hineinlässt. Und wenn das nix nützt, hilf ihnen nur noch 'ne Anstaltseinweisung, oder schlimmer noch, Mitleid." (Dr. Gregory House)

[18:48] "Vielleicht war ja mein ganzes bisheriges Leben auch nur eine einzige posttraumatische Belastungsstörung?" (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[18:47] ...ziemlich verwundert darüber, daß er so wenig Aufmerksamkeit erregte, was er übrigens der Gefühllosigkeit der Leute, die früh aufstehen, zuschrieb. (Charles Dickens: Der Raritätenladen)

[17:52] Ich (...) stand Auge in Auge mit dem Archetyp des ländlichen Amerikaners, eines lebenden, atmenden, von einem Fuß auf den anderen tretenden Exemplars jener Gestalten, die Fernfahrerkneipen bevölkern, Neonazi-Parteien wählen und irgendwelchen Fernsehpredigern oder der Kirche des Gemarterten Christus die Hälfte ihres Einkommens überweisen. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[17:49] Die Musik (...) war wie ein Überfall, laut genug, um Gase zu ionisieren, Gehöre zu zerstören und Hirnhäute zu zerfetzen. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[17:48] Er grinste, das eine Auge schielte derart, dass es aussah, als verfolgte es eigene Ziele. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[17:46] Wenn sich der typische Wachhabende durch eine feiste Kinnpartie, eine Wampe, schütteres Haar und einen tiefen Widerwillen gegen Kommunikation auszeichnet, dann wich der Mann hinter dem Tresen keinen Millimeter von der Norm ab. Vor ihm stand dampfend ein Pappbecher mit Kaffee, seine Augen waren verquollen wie die eines Kirmesboxers, und sein feistes Kinn war mit unzähligen roten Pünktchen und Schnitten gesprenkelt, die Zeugnis ablegten von einer kürzlichen ungeschickten Rasur mit einem jener neuen, ultramodernen Schwingkopfrasierapparate, die in monatlichen Abständen von Gillette, Bic und dem ganzen Rest aufs Neue erfunden werden. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[17:44] In dieser Branche [Gastronomie] tummeln sich meines Erachtens mehr Sonderlinge, Bonvivants, offenkundig Verrückte sowie Fress-, Trunk- und Drogensüchtige als in jeder anderen, mit Ausnahme vielleicht der medizinischen. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[9:20] Nach Nachtdienst 3/3 = Freier Tag 1/5. Tage ohne Alkohol: 375. Lektürestatus: gestern 90 Seiten. Weiter mit "Der Raritätenladen" von Charles Dickens.

Freitag, 23. Dezember 2016

[19:33] Retweet: "Weihnachten isst Du aber auch mal Fleisch, oder?" "Gans sicher nicht." "Marie!" "Das mache ich nicht Mett." "MARIE!" "Es muss so nicht Enten."

[19:32] Retweet: Noch zwei Pakete für den Nachbarn annehmen und ich hab alle Weihnachtsgeschenke zusammen.

[19:31] Retweet: Heute ist Weltorgasmustag. Ein Anagramm von "Weltorgasmustag" ist "Saugt mal Rost weg".

[19:30] Retweet: Mario Barth arbeitet schon viel zu lange im Niedrighohnsektor.

[19:29] Retweet: Ich habe einen Teebeutel von Teekanne und einen von Meßmer verwendet. Hoffentlich fangen die jetzt keinen Streit an.

[19:28] Retweet: Energiesparlampen sollten gemeinsam mit Vitamin D Tabletten verkauft werden. Und einer Taschenlampe.

[19:27] Retweet: Ich rechne "Wir schenken uns nichts" ja immer noch in D-Mark um.

[19:26] Retweet: In meinem Alter bedeutet "vorteilhafte Beleuchtung bei Fotos" Kerzenlicht. Eins. Ganz hinten in der Ecke.

[19:25] Retweet: Wenn man die Augen zu lässt, geht's eigentlich.

[19:24] Retweet: Grösse 36 - Pulli ist zu groß Grösse 42 - Hose zu klein Laut H&M seh ich aus wie ein Dreieck!

[19:23] Retweet: Hier sitzt jemand mit einem Christstollen beim HNO. Der will sich bestimmt die Mandeln rausnehmen lassen.

[19:22] Retweet: Bei uns im Supermarkt hat jemand ALLE Butterkekse aufgekauft! Zu den Schiffen! Es beginnt!

[19:21] Retweet: Bitte schenkt mir dieses Jahr nicht wieder was Selbstgebasteltes, es sei denn ihr wollt mir was Tolles aus Blattgold kneten, das ist ok.

[19:20] Retweet: Natürlich habe ich montags schlechte Laune. Man will ja nicht unangenehm auffallen.

[19:19] Retweet: 0,33l Flaschen zählen, auf Grund der zurückzulegenden Laufwege, als Sport.

[19:18] Retweet: Ich brauche Globuli gegen Müdigkeit. Vielleicht irgendwas auf Kokainbasis.

[19:17] Retweet: Manchmal stelle ich mir vor, mit Marcel Proust am Küchentisch zu sitzen und ihm zu erzählen, dass man Sätze mit 140 Zeichen schreiben kann.

[19:16] Retweet: Ich war neun Jahre verheiratet, natürlich habe ich ein Alkoholproblem.

[19:15] Retweet: Alles was ich über Bondage weiß, habe ich beim Gassi gehen mit meinen beiden Hunden gelernt.

[19:14] Retweet: Bei einer Familienaufstellung wäre ich die Topfpflanze.

[19:13] Retweet: Bin heute unbeaufsichtigt und habe die großen Teller rechts in die Spülmaschine gestellt. Geil oder? Ich meine: einfach rechts statt links!

[19:12] Retweet: "Wie alt ist denn deine neue Freundin?" "41" "Haha, die könnte ja deine Mutter sein." "Ich weiss. Es ist aber deine."

[19:11] Retweet: "Das sind wirklich ausgezeichnete Buletten Frau Müller." "Das ist eigentlich Marmorkuchen." "Oh achso. Kann ich vielleicht etwas Senf dazu bekommen?"

[19:10] Retweet: "Was wünschst du dir zum Geburtstag?" "Keine Ahnung." "Hast du doch schon!"

[18:21] Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 374. Lektürestatus: gestern 80 Seiten.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

[18:55] Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 373. Lektürestatus: gestern 80 Seiten. Nachdem ich fast 12 Stunden geschlafen habe und mir eben erst einen Kaffee gekocht habe, fällt Lektüre heute aus Zeitmangel schon wieder aus. Ich muß noch etwas essen und dann zum zweiten Nachtdienst.

Mittwoch, 21. Dezember 2016

[10:24] Ein neues Teebuch eines bekannten Schriftstellers: "Diese wunderbare Bitterkeit. Leben mit Tee" von Christoph Peters.

[10:22] Bedrückt und angespannt zum Zahnarzttermin geschlichen; befreit wieder herausgekommen. Man muß diese kleinen Momente genießen.

[7:32] Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 372. Lektürestatus: gestern 90 Seiten. Durch die bevorstehende Feiertage ist mein Arbeitszyklus verschoben. Normalerweise gehe ich am Donnerstagabend in den Nachtdienst und komme am Montag früh heraus. Diesmal nur drei Nächte von heute Abend bis Samstag früh, dann fünf Tage frei.

Dienstag, 20. Dezember 2016

[16:25] Mein Privatleben ist so fad, das lappt ins Öde hinüber. (Monika Gruber)

[16:24] Berge von unten, Kirchen von außen, Wirtshäuser von innen. (Bayrische Weisheit)

[14:17] Als während des Youtubevideoguckens gestern Nacht eine Whatsappnachricht aufploppte mit einem Bildchen "Eine Kerze für Berlin", war ich zunächst verwirrt. Berlin was? Ich widerstand dem Drang nachzuschauen und erfuhr erst heute Morgen durch den Deutschlandfunk von der Tragödie und den Toten in Berlin. Es erwies sich als vorteilhaft, nicht stundenlang Tickermeldungen zu verfolgen oder sich dem Gestammel der Reporter, Einsatzkräfte, der Politiker auszusetzen. Wenigstens das tun, was möglich ist, um während der an Effet gewinnenden Abwärtsfahrt nicht die Besinnung zu verlieren. Die Besinnlichkeit ist 2016 sowieso beizeiten flöten gegangen. Aber den Geist möglichst wach und konzentriert halten, um sich selbst nicht dem Vorwurf aufgesetzt zu sehen, sich nicht bis zuletzt für die Menschen interessiert zu haben. Daß wir gesellschaftlich und politisch an einem Scheideweg stehen, dürfte selbst dem indolentesten Zeitgenossen langsam dämmern. Wir haben noch vier Wochen bis zur Inauguration von Donald Trump, vier Wochen bis zum neuen Zeitalter, dessen Vorwehen wir seit 2001 erleben und spätestens 2016 beim letzten Optimisten ein Stirnrunzeln evoziert haben dürfte.

[14:16] Eine neuartige Facebookmeldung bekommen: XX habe seit längerer Zeit eine Statusmeldung gepostet. Dies finde ich - neben den Geburtstagsanzeigen - ausnahmsweise einmal keine Belästigung. Die sonstigen Meldungen gehen mit jedoch auf den Docht.

[14:15] Verworrene freie Tage, gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus. Nie richtig wach und ausgeschlafen. Nachts stundenlang YouTube geschaut - die jüngsten Folgen des Literarischen Quartetts, des lesenswert-Quartetts und des Schweizer Literaturclubs, wobei mehrere Titel neu auf meine Leseliste wanderten. Bis 12 Uhr geschlafen. Taumelnd durch den Mittag. Das alles ist nicht eben lektürefreundlich, weil Ruhe und Muße nicht zustande kommen, sondern ich gegen meinem gestörten Biorhythmus und den damit einhergehenden Frust kämpfe. Dabei beschränke ich meine Aktivitäten ohnehin schon, verzichte aufs Surfen, gucke nur selten auf meine Facebook/Twitter-Timelines. Trotzdem beklage ich eine gewissen Neigung zur Katatonie, nichts kommt zusammen, alles ist schwer und starr, ich stehe mir selbst im Weg.

[14:14] Freier Tag 2/2. 53 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatus: gestern 90 Seiten.

Montag, 19. Dezember 2016

[8:47] Nach Nachtdienst 4/4 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 370. Lektürestatus: gestern 88 Seiten.

Sonntag, 18. Dezember 2016

[18:35] Buch gestern begonnen (aushäusige Lektüre): "Zeitfuge" (DNB) von Michael J. Sullivan.

[18:11] Vor Nachtdienst 4/4. Tage ohne Alkohol: 369. Lektürestatus: gestern 100 Seiten. Weiter mit "Der Raritätenladen" von Charles Dickens.

Samstag, 17. Dezember 2016

[19:21] Wenn ein seriöser Bericht im Radio von jemandem gesprochen wird, den man sonst als Synchronsprecher aus Fernsehserien kennt, ist man irritiert und erwartet in jedem Moment eine Pointe der Geschichte. Die es nicht gibt, schon gar nicht wie vorhin im DLF-Hintergrund, der sich mit der Aufarbeitung des DDR-Unrechts und der Opferentschädigungen beschäftigte.

[18:18] Vor Nachtdienst 3/4. Tage ohne Alkohol: 368. Lektürestatus: gestern 60 Seiten. Weiter mit "Der Raritätenladen" von Charles Dickens.

Freitag, 16. Dezember 2016

[17:48] Vor Nachtdienst 2/4. Tage ohne Alkohol: 367. Lektürestatus: gestern 50 Seiten. Weiter mit "Der Raritätenladen" von Charles Dickens.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

[19:33] Elektronische Geräte sind oft so nervig. Bis man bestimmte Funktionen und Einstellungsoptionen begriffen und gefunden hat! Der neue Kindle Paperwhite schaltet sich schneller aus, als angegeben wird. Nirgends eine Option, wo man den Schlafmodus modifizieren kann. Vermutlich kann man ihn überhaupt nicht einstellen. Zudem ist das Gerät schwerer als mein alter Kindle, den ich im Februar 2012 gekauft hatte und der also fast 5 Jahre seinen Dienst tat. Bislang kam ich ohne Schutzhülle aus. Durch das Gewicht liegt er nicht mehr so bequem in der Hand, so daß ich vermutlich eine Hülle benötige, um mehr Option zu haben, den Kindle festzuhalten. Zudem nervt, daß ich alle Bücher, die auf dem Kindle mal aufgeladen waren, plötzlich angezeigt bekomme. Auf diese Weise bekam ich überhaupt erst mit, daß es eine Cloud gibt, in der die Titel virtuell noch "weiterleben" und die man sehr mühsam = manuell in Häppchen zu 10 Büchern auf der Amazon-Webseite löschen muß. Sehr viele der angegebenen Wörterbücher lassen sich gar nicht aus der Cloud löschen. Das ist so frustrierend. Ich hätte gern Einfachheit und Übersichtlichkeit und die volle Kontrolle, wenn ich ein Gerät besitze und betreibe. Kaum schalte ich den Flugmodus aus, lädt der Paperwhite schon wieder selbstständig ein Wörterbuch. Zum Kotzen!

[19:26] "Diese alten Leute, es ist ihnen nicht zu trauen, Fritz. Ich habe in Dorsetshire drunten eine Tante, die schon sterben wollte, als ich acht Jahre alt war: sie hat aber noch immer nicht Wort gehalten. Sie machens einem so schwer, sind so grundsatzlos, so boshaft – wenn nicht Apoplexie in der Familie ist, Fritz, so kann man nicht auf sie zählen, und dann täuschen sie einen ebensooft, als sie es nicht tun." (Charles Dickens: Der Raritätenladen)

[19:25] "Siehst du das ein?" "Eine Fledermaus könnte das beim Sonnenschein sehen", sagte Dick. (Charles Dickens: Der Raritätenladen)

[18:35] Herrn Swivellers Appartements (...) hatten (...) den Vorteil, sich über einem Tabakladen zu befinden, so daß der Mieter imstande war, seinen verehrten Korpus, wenn er es wünschte, durch ein fröhliches Niesen zu erleichtern, indem er bloß in den Gang zu treten brauchte, um sich eine Prise zu holen, wodurch ihm die Kosten und die Mühe, eine Schnupftabaksdose zu führen, erspart blieben. (Charles Dickens: Der Raritätenladen)

[17:12] Vor Nachtdienst 1/4. 1 Jahr ohne Alkohol. Lektürestatus: gestern 60 Seiten. Weiter mit "Der Raritätenladen" von Charles Dickens.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

[16:02] Buch begonnen: "Der Raritätenladen" von Charles Dickens.

[15:53] Es war mir bisher nicht gelungen, ein Hobby zu finden, weil ich nicht einsehen wollte, dass es eine Phase des Dilettantismus zu überstehen galt, bevor es interessant wurde. (Matthias Brandt: Raumpatrouille. Geschichten)

[15:49] Schön war es in dieser Welt, die sich nicht gleich veränderte, wenn man ihr kurz den Rücken zudrehte. (Matthias Brandt: Raumpatrouille. Geschichten)

[15:48] Meine Mutter begrüßte ihn mit einem leisen, erleichterten "Ja", was lustig klang, weil sie es auf norwegische Art aussprach, indem sie die Luft dabei nicht ausstieß, sondern einsog. (...) Tante Hedvig kam uns auf dem Garagenhof entgegen. Wir nahmen uns in den Arm und begrüßten uns auf Landesart mit einem Klem, bei dem man die Wangen aneinanderlegt, ohne zu küssen. (Matthias Brandt: Raumpatrouille. Geschichten)

[15:38] Die meisten meiner neuen Freunde waren Katholiken. Am Aschermittwoch erschienen sie mit einem Kreuz über der Nasenwurzel im Unterricht, das sie nicht wegwischen, sondern augenscheinlich nur wegschwitzen durften. Das bestätigte nur meine Vermutung, die katholische Kirche sei der geheimnisvollste Ort unserer Siedlung. (Matthias Brandt: Raumpatrouille. Geschichten)

[15:37] Matthias Brandt: AllgFab (1).

[15:22] Auch in der Krankenpflege gibt es urban legends. Eine davon - die Reinigung der Patientengebisse betreffend - fand ich in Katja Lange-Müllers Roman "Drehtür".

[15:17] Katja Lange-Müller: Menschen als Patienten.

[4:44] Im Pilotfilm Mord nach Rezept ist Columbo noch nicht durchweg der leutselige Typ, sondern setzt der Mittäterin in einer Befragungsszene ziemlich hart zu. Außerdem irritiert die ungewohnt nölig Synchronstimme von Uwe Friedrichsen, weil man die Stimme aus all den späteren Filmen hartnäckig im Ohr hat.

[4:29] Grundsätzlich liebe ich ja Filme, in denen es statt Eis noch Eiscreme und statt Bus noch Omnibus heißt.

[3:58] Ich habe immer noch meinen betagten Kindle in Betrieb und der Kindle Paperwhite liegt jungfäulich, doch gut bestückt, in Startposition. Vielleicht wird er heute mit der Lektüre eines Wälzers defloriert.

[3:51] Zugegeben, ich lese nicht eben viele Weblogs und schon gar nicht täglich. Aber wenn ichs dann nachhole, stoße ich auf Perlen wie Dezembermorgen, Stadtmitte, die mir begreiflich machen, daß ich auf diese Form, sich im Internet auszudrücken, tunlichst nie verzichten sollte.

[3:41] Waren das noch selige Zeiten, als Columbo im Film im Praxisraum des Psychiaters seelenruhig seine Zigarre anzünden konnte und man sich überhaupt bei jeder Gelegenheit eine Zigarette zwischen die Kiemen schob oder einen Drink eingoß.

[3:22] Nach dem Zahnarztbesuch saß ich bis 14 Uhr beim Friseur und kämpfte gegen den sich zementierenden Frust, einen weiteren verkorksten Tag erleben zu müssen. Verkorkst sind Tage ohne Lektüre per se. Am Nachmittag mit zwei Kolleginnen auf dem Weihnachtsmarkt gewesen, mir nach dem Nachhauskommen um 18.30 Uhr einen Tee gekocht und beim ersten Leseversuch von der Müdigkeit übermannt worden, so daß es ratsam schien, das Bett aufzusuchen. Punkt Mitternacht aufgewacht und mit zwei Stunden ungestörter Lektüre endlich die Angelegenheit doch noch zu einem befriedigenderen Ende für heute bzw. mittlerweile gestern geführt. Nun weiter mit dem allerersten Columbo: Mord nach Rezept, den ich gestern bei zunehmenden Zahnschmerzen unterbrach.

[3:11] Seit Samstag hatten mich Zahnschmerzen geplagt, die sich sukzessive verschlimmerten und letzte Nacht den Punkt überschritten, der die Angst vor einem Zahnarztbesuch als geringeres Übel erscheinen läßt. Weiter im Tagebuch...

[2:46] Buch beendet: "Grün ist die Hoffnung" (DNB) von T.C. Boyle, Carl Hanser, 438 Seiten.

[2:45] Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 365. Lektürestatus: gestern 208 Seiten. Weiter mit "Grün ist die Hoffnung" von T.C. Boyle.

Dienstag, 13. Dezember 2016

[2:15] 1968 im Film. In Columbo überlegt die Ehefrau des Mörders, ob man sich ein paar Pop-Gemälde zulegen soll.

[1:45] Ich gucke jetzt den allerersten Columbo: Mord nach Rezept (Prescription: Murder) von 1968. Vorhin sah ich den letzten Teil der Staffel: Denkmal für die Ewigkeit (Blueprint For Murder). Es ist ein Genuß, diese alten Filme anzugucken. Mangels Fernsehen komme ich viel zu selten zu den geliebten alten Komödien und Spannungsfilmen der 60 und 70er Jahre. Am liebsten sind mir Verwechslungskomödien. Und eben die typischen 60er-Jahre-Sachen wie zum Beispiel die Filme mit Doris Day.

[1:23] Freier Tag 2/3. 52 Wochen ohne Alkohol. Lektürestatus: gestern 60 Seiten. Weiter mit "Grün ist die Hoffnung" von T.C. Boyle.

Montag, 12. Dezember 2016

[23:49] Der Alte (...) zog ein Taschentuch hervor und putzte sich so sorgfältig und behutsam die Nase, als sei ihm bewusst, dass jeder Schnaufer sein letzter sein könnte. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[16:23] ... auf dem Gesicht einen Ausdruck angestrengter Konzentration, den er seinen Kontaktlinsen verdankte (es sah aus, als würde man ihm eine Deutung von Finnegan’s Wake abverlangen, ihn dabei aber zugleich einer Elektroschocktherapie unterziehen). (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[16:22] Immerhin verspüren wir alle, wenn auch in unterschiedlichem Maß, den Impuls, ja das Bedürfnis, eine gewisse Ordnung in unser unordentliches Leben inmitten dieses indifferenten Universums zu bringen. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[16:18] Die Jukebox hämmerte Rock der Sorte Mach-mich-fertig. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[16:17] Voll Selbstmitleid, so einsam und allein, als wäre ich an der Festtafel des Lebens zur Diät verdammt... (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[16:16] Nach Nachtdienst 3/3 = Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 363. Lektürestatus: gestern 60 Seiten. Weiter mit "Grün ist die Hoffnung" von T.C. Boyle.

Sonntag, 11. Dezember 2016

[17:17] Der Alkohol sprach zu mir, meine gereizten Nerven zogen sich in ihre Scheiden zurück wie schlafende Schildkröten. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[17:04] ...warf Shirelle den Kopf in den Nacken und lachte wie eine alte, abgetakelte Hure mit einem Gebührenzähler an jeder Körperöffnung. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[17:03] Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 362. Lektürestatus: gestern 50 Seiten. Weiter mit "Grün ist die Hoffnung" von T.C. Boyle.

Samstag, 10. Dezember 2016

[19:20] Retweet: Lautlos ist auch ein schöner Klingelton.

[19:19] Retweet: Im Pullover zu warm, im T-Shirt zu kalt. Entweder bin ich plötzlich meine Mutter geworden, oder meine Wohnung mobbt mich.

[17:35] Geshs Miene war so selbstgerecht wie die eines Fundamentalisten bei einer Bücherverbrennung. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[17:34] Retweet: Der Mensch ist nun mal mit seiner Situation einfach überfordert.

[17:33] Retweet: Konfuzius sagt: wenn Du den Treppenlift tunen lässt, hast Du weniger Zeit zum Winken auf dem Weg nach oben.

[17:22] Retweet: Am 20. Januar wird Donald Trump neuer US-Präsident und erhält die Nuklear-Codes. "You Are Fired!" bekommt dann eine völlig neue Bedeutung.

[17:21] Retweet: Weil ich die Kontaktlinsen schon draußen habe, hab ich gerade zehn Minuten liebevoll mit dem Maiskolben, statt mit dem Hamster geredet.

[17:20] Retweet: Dass übermäßiger Bierkonsum zu einem dicken Bauch führt, wäre nur halb so schlimm, wenn man nach 9 Monaten ein Bierfass zur Welt brächte.

[17:19] Retweet: Meine Couch und mich verbindet mehr als nur die Schwerkraft. Aber überwiegend die Schwerkraft.

[17:18] Retweet: Wenn jemand pfeift ist oft die Kacke am dampfen ..

[17:17] Retweet: Man glaubt ja gar nicht, dass Hunde Jahrtausende als Haustier überlebt haben, ohne dass sie in Thermodecken gewickelt wurden.

[17:16] Retweet: Hausapotheke aufgeräumt, alles entsorgt, was längst abgelaufen war und festgestellt: Ein einzelnes Pflaster nimmt im Schrank kaum Platz weg.

[17:15] Retweet: "Ich hasse es, wenn Leute das letzte Wort haben wollen." "Seh ich genauso." "Nervt total." "Absolut." "Damit ist alles gesagt." "Ja."

[17:14] Retweet: "Wer benutzt eigentlich bing?" "Meine Mikrowelle!"

[17:13] Retweet: Haben Sie als Kind bei Doktorspielen auch immer draußen auf dem Flur die besorgte Verwandtschaft spielen müssen?

[17:12] Retweet: Außerirdische landen auf der Erde. USA: Bock auf Krieg? China: Wie habt ihr das gemacht? Deutschland: Ausweise und Landeerlaubnis, bitte.

[17:11] Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 361. Lektürestatus: gestern 60 Seiten.

Freitag, 9. Dezember 2016

[19:57] In diesem Monat habe ich zwei freie Tage mehr, als mir zustehen, was zur Folge hat, daß 16 Stunden von meinem Arbeitszeitkonto abgezogen werden und ich sogar in den Minusbereich rutsche. Das kam, als ich noch fünf Tage in der Woche arbeitete, nie vor, weil es nicht ging. Jetzt wird die Struktur aufgeweicht und mein Arbeitsrhythmus gestört. Auf geht es zu Nachtdienst 1/3.

[19:21] Es war einer jener Augenblicke, die sämtliche auf lebenslange Erfahrung gegründete Hypothesen mit einem einzigen höhnischen Lachen auslöschen. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[18:00] Seine Stimme verlor mit jedem Wort an Schwung wie ein ermattendes Jo-Jo. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[17:09] Phil und Gesh waren auf dem Sofa zusammengesunken wie angeschwemmte Kopffüßler. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[17:08] Vogelsang war ein bisschen gereizt, das merkte ich an seiner Diktion, die immer präziser wurde und durchsetzt war mit kleinen "gewiss" und "ich fürchte", als wäre dies ein Vorsprechen für die Rolle von Prinz Charles in einer Fernsehserie über das Liebesleben des künftigen Monarchen. (T.C. Boyle: Grün ist die Hoffnung)

[17:07] Buch begonnen: "Grün ist die Hoffnung" von T.C. Boyle.

[15:14] Retweet: “Ich glaub Dein Köter ist besoffen, wenn ich ”Sitz!“ sage, fällt er um!” “Mit vollem Hund spricht man nicht!”

[15:13] Retweet: "Wie heißt nochmal diese Märchenprinzessin mit der ganz weißen Haut?" "Mozarella."

[15:12] Retweet: Ich habe versucht Plätzchen zu backen. Es gibt Wurfsterne.

[15:11] Retweet: Könnt ich bitte mal den Trailer für 2017 sehen?

[15:10] Retweet: "Hallo, Frau Nachbar, immer noch unglücklich verheiratet?" - Den Spruch muss ich mir merken.

[15:09] Retweet: Manchmal schmeiße ich dem Staubsaugerroboter absichtlich ein paar Krümel hin. Ich brauche vielleicht doch ein Haustier.

[15:08] Retweet: Wenn du die erste Seite in einem neuen Buch liest und sofort das Gefühl hast, dass es gut wird. Unbezahlbar.

[15:07] Retweet: Jedesmal, wenn der Kerl am Nebentisch an seiner E-Zigarette saugt, liegt mir ein "Was kann ich für Euch tun, mein Gebieter?" auf der Zunge.

[15:06] Retweet: "Ihre Frau hat aber einen sehr merkwürdigen Akzent. Wo kommt sie denn her?" "Vom Glühweinstand."

[15:05] Retweet: DIESE GOTTVERDAMMTEN BASTARDE HABEN MEINEN GUTE-LAUNE-TEE AUS DEM SORTIMENT GENOMMEN!

[15:04] Retweet: Ich: Zieh mich mit deinen Worten aus Er: Da ist ne Spinne in deinem BH

[15:03] Retweet: Ist Chris Rea schon losgefahren?

[15:02] Retweet: "Du siehst gut aus, so glücklich. Bist du verliebt?" "Ne, ich trinke jetzt auch unter der Woche."

[15:01] Retweet: Unglaube, Ablehnung, Zorn, Verhandeln, Depression, Akzeptanz. - Die sechs Phasen nach dem Weckerklingeln.

[15:00] Retweet: "Man sagt ja, dass indianische & polnische Frauen die Schönsten der Welt sind." "Und Du bist?" "Pocahontas Kowalski!"

[14:21] Der Brüller. Die Fahrplanauskunft der LVB zeigt mir als Suchergebnis an, von mir (Sellerhausen, Emmausstraße) zum Zielort (Koehlerstraße, Leipzig Reudnitz) zu laufen: 25 Minuten. Möglicherweise bereitet die LVB einen schon mal prophylaktisch für den Fall vor, ohne sie auskommen zu müssen. Suchergebnisse mit eingebauten Laufstrecken sind gängig, aber Suchergebnisse die NUR Laufstrecken angeben, erlebe ich zum ersten Mal.

[3:16] Was uns auch unterkam, ist die Marke Labertaler für Mineralwasser und Erfrischungsgetränke. Wir Sachsen stellen uns den Namen viel eher für ein Bier vor. Wie uns gesagt wurde, wissen die Bayern mit "labern" aber wenig anzufangen.

[3:07] Auf dem Friedhof der Klosterkirche in Rohr (Niederbayern) begegnete uns auf mehreren Gräbern der Vorname Kreszenz. Als Namensträgerin stieß ich auf Zenzl Mühsam (Kreszentia Elfinger), die Ehefrau und Mitrevoluzzerin des Anarchisten und Schriftstellers Erich Mühsam.

[2:03] Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 360. Lektürestatus: gestern keine Lektüre. - Der Bericht über meinen Besuch in Regensburg ist online.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

[15:24] Buch beendet: "Die Gabe der Zeit - Wer war ich?" von Alexander R. Bloom, aventura, 232 Seiten.

[15:23] Buch am Montag beendet: "Mischpoke! Ein Familienroman" (DNB) von Marcia Zuckermann, FVA, 448 Seiten.

[15:22] Freier Tag 4/4. Tage ohne Alkohol: 359. Von Montag bis eben war ich in Regensburg zu Gast bei Freunden. Lektüre fiel somit aus; nachgetragen wird die Restlektüre vom Wochenende, die in den Montag hineinragte. Den Regensburger Christkindlmarkt überstand ich unbeschadet (alkoholfrei) - sicherheitshalber habe ich sogar den Kinderpunsch gemieden - und nähere mich behände der 1-Jahres-Marke.

Sonntag, 4. Dezember 2016

[19:40] Buch als Nebenlektüre begonnen: "Die Gabe der Zeit - Wer war ich?" von Alexander R. Bloom.

[19:39] Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 355. Lektürestatus: gestern 100 Seiten. Weiter mit "Mischpoke! Ein Familienroman" von Marcia Zuckermann.

Samstag, 3. Dezember 2016

[19:27] Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 354. Lektürestatus: gestern 100 Seiten. Weiter mit "Mischpoke! Ein Familienroman" von Marcia Zuckermann.

Freitag, 2. Dezember 2016

[12:08] ... fanden sich – wie bei allen Katastrophen – auch wieder unerschütterliche Optimisten. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[11:41] ... regierte der Mangel an allem. Selbst die Sonne sah aus, als hätte sie ihre Nächte im Zuchthaus verbracht. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[11:08] Lottes gojischer Willi war ein strammer SPD-Anhänger, leidenschaftlicher Atheist und gehörte zu jener Sorte Mensch, die selbst ein harmloses Gespräch übers Wetter zwangsläufig in einen belehrenden Monolog über Kapital und Arbeit münden ließ. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[10:54] ... die Stroh- und Kriegerwitwen aus den Hinterhäusern und dem Seitenflügel. Als Straßenbahnschaffnerinnen, Weichenstellerinnen oder als Briefträgerinnen, Granatendreherinnen, Schweißerinnen und sogar als Eisengießerinnen an den Hochöfen traf man sie nun anstelle der Männer an. Zu einem Viertel des Lohnes der Männer und auf Hungerration. (Marcia Zuckermann: Mischpoke!)

[10:27] Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 353. Lektürestatus: gestern 62 Seiten. Weiter mit "Mischpoke! Ein Familienroman" von Marcia Zuckermann.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

[22:55] Nach über 1 Jahr Pause gucke ich mal wieder eine Folge Dr. House und muß mich sofort nochmals darüber erregen, daß in der Synchronisation von "Kolonoskopie" die Rede ist, was mir trotz 27-jähriger Berufserfahrung mit gastroenterologischen Patienten noch nie untergekommen ist.

[22:20] Krankenschwester, das Wort rührt von den ersten Krankenschwestern her, die ja generell Nonnen, also Ordensschwestern, gewesen waren, und es tönt, als wären sie alle, als wären wir Krankenschwestern alle, zumindest solange wir unseren Beruf ausüben – wieder so ein dämliches Wort –, blutsverwandt mit allen Kranken, die es auf Erden gab, gibt und geben wird. (Katja Lange-Müller: Drehtür)

[22:15] Eine Tochter großzuziehen, das ist, als bewässere man den Garten des Nachbarn. (Indisches Sprichwort)

[18:11] Ich gucke das Weihnachtsspecial "Weiße Weihnacht" von Black Mirror und mir läuft es kalt den Rücken herunter. In solch einer Welt möchte keiner leben. Weiter im Tagebuch...

[15:56] "Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt." Diesen entwaffnend nüchternen Satz hat auf der geschlossenen Frauenpsychiatrie des Klinikums Berlin-Herzberge, meiner Lieblingsstation während der Ausbildung, die immer ein bisschen nach Kräuterlikör duftende Oberschwester Elisabeth mal gesagt, als sie uns drei Lernschwestern, Susanne, Monika und mich, bei dem Versuch ertappte, eine stupurös depressive Patientin zum Lachen zu bringen. (Katja Lange-Müller: Drehtür)

[15:55] Kalkutta ... Ein Blick in den Atlas genügte, und selbst ich kapierte: Dieser Moloch im äußersten Westen Indiens ist das Muttermal am Arsch der Welt. (...) Gemessen an dieser Höhle - oder vielmehr Hölle - dort bei Kalkutta ist die von Dante Alighieri besungene Kasperletheater für Krippenkinder. (Katja Lange-Müller: Drehtür)

[15:40] Diese beiden Inderinnen, dachte ich, sind wahre Feministinnen, grimmige, kühne Kämpferinnen, während die bei uns bloß noch um den konsequenten Gebrauch weiblicher Substantivendungen ringen. (Katja Lange-Müller: Drehtür)

[15:34] Gesundheit, vollkommene, gänzlich beschwerdefreie Gesundheit, die gibt es nicht, schon gar nicht im Gesundheitswesen. (Katja Lange-Müller: Drehtür)

[11:11] Weiter mit "Mischpoke! Ein Familienroman" von Marcia Zuckermann.

[10:43] Nach italienischem Glauben garantiert die katholische Kirche das ewige Leben im Jenseits, doch der tägliche Verzehr von Olivenöl ein nahezu ewiges Leben im Diesseits. (Michael Schulte: Ich freu mich schon auf die Hölle. Szenen aus meinem Leben)

[10:35] Die Bergpredigt ist eines der schönsten Plädoyers für eine menschliche Gesellschaft, so wie das Kommunistische Manifest. Verkehrt man jeden Satz der Bergpredigt in sein Gegenteil, erhält man ein ziemlich genaues Bild von der katholischen Kirche. (Michael Schulte: Ich freu mich schon auf die Hölle. Szenen aus meinem Leben)

[10:31] Sonne, Wärme und Licht, die deine Umgebung erfreuten, erschienen dir wie eine Aufforderung zum Hinausgehen, wie eine Störung deiner Einsamkeit, eine Nötigung zur Freude. Du wehrtest dich dagegen, dass Begeisterung wetterabhängig sein sollte. (Edouard Leve: Selbstmord)

[10:30] Mit Einbruch der Nacht ließ dein Leiden nach. Die Möglichkeit eines Glücksempfindens begann im Winter um fünf Uhr, im Sommer entsprechend später. (Edouard Leve: Selbstmord)

[10:22] Edouard Leve: Die Macht eines Gottes // Die lebenden Toten.

[10:13] Du hast geglaubt, mit dem Älterwerden würdest du weniger unglücklich sein, weil du dann Gründe hättest für deine Traurigkeit. Da du noch jung warst, war deine Verzweiflung bodenlos, da du sie für unbegründet hieltst. (Edouard Leve: Selbstmord)

[10:11] Ein Leben erzählen als Geschichte von Gärten. Friederike Mayröcker: für sie sei das Schreiben wie ein Pflücken von beinahe schon Anwesendem, sie müsse nur die Hand ausstrecken, und deswegen könne sie niemanden besuchen oder sonstige Ablenkungen zulassen, denn dann würde die Frucht vielleicht gerade verdorren. (Annette Pehnt: Briefe an Charley)

[10:10] ... wie Friederike Mayröcker schreibt (im besten Buch, das ich jemals gelesen habe)... Es gibt mehrere dieser besten Bücher (...) Diese Bücher würde ich am liebsten ganz komplett nachdrucken... ... Frau Mayröcker, die ich, sehenden Auges in die immer gleiche uralte Falle aller Leser tappend, blindlings liebe, in diesem Buch liebe, also ihre Sprache liebe... (Annette Pehnt: Briefe an Charley)

[9:37] Retweet: Dauernd ruft mein Diätberater hier an, aber ich habe keine Lust abzunehmen.

[9:36] Retweet: zuhören. zulesen. zuschweigen.

[9:35] Retweet: Der Tierarzt hat gesagt, unser 6 Monate alter Babykater ist zu fett. Wir haben ihn zu zweit empört rausgetragen.

[9:34] Retweet: Ich könnte ausflippen. Habe mich gerade an dem verfickten Beruhigungstee verbrannt.

[9:33] Retweet: Vermutlich braucht ihr alle nur wesentlich mehr Ostfriesen in der Timeline.

[9:32] Retweet: Speed-Dating. “Was suchst du?“ “Eine Frau.“ “Könntest du etwas genauer sein? “Nach fünf Jahren Gefängnis? Irgendeine ohne Vollbart.“

[9:31] Retweet: Feierabend könnte ich andauernd machen. Vielleicht mache ich das jetzt Hauptberuflich.

[9:30] Benützt die Treppen in eurem Hirn - nehmt niemals den Lift! (Walter Fürst)

[9:29] Retweet: Wenn Donald Trump so weiter macht, wird Bill Cosby wahrscheinlich Familienminister.

[9:28] Retweet: Borderliner sind die Veganer der psychisch Kranken.

[9:27] Retweet: Falls meine 10-jährige Cousine fragt: "Deflorieren" bedeutet, dass man nach der Party die ganze Blumendeko wieder einsammelt.

[9:26] Retweet: Ein Glühwein. Zwei Glühwein. Drei Glühwein. Vier Glühwein. Fünf Glühwein. Sechs Glühwein. Mist, war doch nur Kinderpunch!

[9:25] Retweet: Wen sein Job tagtäglich zu hochgradiger sozialer Verträglichkeit verpflichtet, streift nachts Kinderspielplätze anzündend durch die Stadt.

[9:24] Retweet: Ich rauch immer eine nach dem Sex. Jetzt ist die Schachtel leer. Ach guck, 5 Mark haben die mal gekostet.

[9:23] Retweet: Im Internet darf jeder endlich so sein wie er nicht ist.

[9:22] Retweet: Ich bräuchte eine Selbsthilfegruppe für ältere Digital Natives, die statt Emojis lieber ASCII-Smilies benutzen.

[9:21] Retweet: Wahrscheinlich wäre das Auto viel früher erfunden worden, aber es musste ja gleich ein Benz sein!

[9:20] Retweet: "Du sollst nicht hungrig einkaufen gehen!" gilt auch für Buchhandlungen.

[9:19] Retweet: Wenn mein Chef noch ein Mal sagt, ich sei chaotisch, erschlage ich ihn mit meinem Laptop. Sobald ich ihn gefunden habe.

[9:18] Retweet: Anmeldung Internetforum: "Ihr Passwort "xfjido084!%&1YYRTum" ist nicht sicher genug" Bankomat: "1234" - Hier sind 5000 Euro.

[9:17] Retweet: Wer Zeitung liest und Fakten kennt, gehört schon zum Establishment.

[9:16] Retweet: Jeder ist allergisch. Meine Mutter hat eine Nahrungsmittelunverträglichkeitsintoleranz. Zu deutsch: Was auf den Tisch kommt wird gegessen.

[9:15] Retweet: 'Boing' “Mist!“ 'Schepper' “Verdammt!“ 'Knall' “Aua!“ 'Rappel' “Das gibt's doch nicht!“ - Blindschleiche auf dem Heimweg.

[9:14] Retweet: Es gibt Bücher, die hätte ich gern als Mensch.

[9:13] Retweet: "Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie schwäbisch sind Sie veranlagt?" "E Schkala bis 4 hätt au g'langt."

[9:12] Retweet: "Warum liegst du im Anzug mit gefalteten Händen auf dem Bett?" "Ich habe Halsschmerzen und bereite mich vor!"

[9:10] Retweet: Selbstverständlich bin ich nicht arrogant. Das ist nur eine optische Täuschung, wenn man von sehr weit unten zu mir herauf sieht!

[2:33] Freier Tag 4/4. Tage ohne Alkohol: 352. Lektürestatus: gestern 100 Seiten.

Mittwoch, 30. November 2016

[11:44] ... mit ihrem Nachtleben, das so aufregend war, als hätte man den Ayatollah Khomeni mit dessen Gestaltung beauftragt. (Michael Schulte: Ich freu mich schon auf die Hölle. Szenen aus meinem Leben)

[10:56] Sie war das, was man im sogenannten Dritten Reich ein Beefsteak nannte: außen braun, innen rot. (Michael Schulte: Ich freu mich schon auf die Hölle. Szenen aus meinem Leben)

[10:41] Ich bin überall ein bißchen ungern. (Alfred Polgar)

[6:40] In meinem Haus- und Magenforum soll ein Klassiker-Wettbewerb gestartet werden, bei dem man sich verpflichtet, nach einer selbst gewählten Ordnung im kommenden Jahr mehrere Klassiker 1. zu lesen und 2. im Forum vorzustellen.

[6:27] Buch begonnen: "Mischpoke! Ein Familienroman" von Marcia Zuckermann.

[6:26] Buch beendet: "Das Teufelsmoor" (DNB) von George Sand, Insel-Taschenbuch, 148 Seiten. Mit diesem dreizehnten Buch ist der Lesemonat November statistisch abgeschlossen, denn die Familiensaga "Mischpoke!", welche ich gleich beginnen werde, kann ich unmöglich heute schaffen (448 Seiten!). Elf der Novemberbücher zählen zur Gegenwartsliteratur; den 42-jährigen Bauernroman "Schöne Tage" von Franz Innerhofer zähle ich mutig dazu. Nur Wilson Collisons "Die Nacht mit Nancy" ist ein ausgegrabener Klassiker; und mit der soeben beendeten George Sand, von der ich sehr lange nichts mehr gelesen hatte und die wieder auf meinem Radar erschienen ist, wo sie gefälligst zu bleiben hat, las ich einen kanonisierten Klassiker.

[6:13] Der hiesige Bach nun also ist von den Schlichten und Treuherzigen unter den Seinen, es ist nichts Besonderes mit ihm, sein Charakter ist der einer freundlichen Durchschnittlichkeit. Von glasheller Naivität, ohne Falsch und Hehl, ist er weit entfernt, durch Trübheit Tiefe vozutäuschen. (Thomas Mann: Unordnung und frühes Leid, Erzählungen 1919-30)

[6:11] Freier Tag 3/4. Tage ohne Alkohol: 351. Lektürestatus: gestern 112 Seiten.

Dienstag, 29. November 2016

[11:45] Freier Tag 2/4. 50 Wochen ohne Alkohol. Gestern keine Lektüre.