Bücherlei Miszellen (11) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch
Montag, 24. März 2014
[23:13]
Sterben macht erben. (Pfarrer Braun: Im Namen der Rose)
[21:42]
"Ein Unfall?" "Ich bitte Sie, der hat auch vollgetankt bei Mondfinsternis den Weg gefunden". (Pfarrer Braun: Im Namen der Rose)
[19:25]
Immer wenn ich besoffen bin, denke ich, es würde gehen, wenn ich nüchtern bin. Und wenn ich dann nüchtern bin, denke ich, es kann nur gehen, wenn ich besoffen bin.
[17:46]
10 Dinge, die Sie noch nicht über die Deutschen wußten.
[17:29]
Ich wüßte gern, ob das mit den Phantombildzeichnungen in der Realität genausogut funktioniert wie in Fernsehkrimis.
Wenn ICH jemanden zu beschreiben hätte, würde man danach sicher jemand völlig Unschuldiges verhaften.
[8:43]
In meiner
Fingersache
gerade die chirurgische Handambulanz des St. Georg angerufen
und erst für morgen 12 Uhr einen Termin bekommen. Bin vom
Durchgangsarzt auch nur bis Dienstag krankgeschrieben, so
daß eine Aussage für den Arbeitgeber hinsichtlich weiterer
Krankschreibung oder Arbeitsfähigkeit nur denkbar knapp
gegeben werden kann. Entspannung geht anders.
Sonntag, 23. März 2014
[23:24]
Ich gucke eben den synchronisierten Pilotfilm der Serie "Hart aber herzlich" und selbst "12 Miles" wird mit 19 km übersetzt. Wie überaus gründlich!
[22:36]
Ich liebe Was-wäre-wenn-Szenarien. Navy CIS S09E14 spielt damit.
[22:24]
Wenn man allein ist, dann sind schon ein paar Wunder nötig, damit alles gut wird. (Navy CIS S09E14)
[22:20]
Noch nie vom Filmgrenre Blaxploitation
gehört. Mit Shaft läuft jetzt einer in der Glotze.
[19:19]
Interpassivität, die Neigung, sich Kochsendungen anzusehen, anstatt selbst zu kochen, sich Pornos anzusehen, anstatt selbst Sex zu haben. Ein "delegiertes Genießen".
[18:41]
Seit 10 Jahren kein neues Buch von Markus Werner. Und die Welt dreht sich trotzdem weiter. Verrückt!
[16:30]
Vorhin sah ich zwei Streifenpolizisten auf Dienstfahrrädern. Habe sehr gelacht.
[10:04]
Promis und ihre historischen Doppelgänger.
[9:50]
Jetzt, wo ich langsam auf die 50 zugehe, wo man auch im optimistischsten Falle sagen muß, daß schon mehr als die Hälfte um ist, stelle ich eh fest, daß sich meine Prioritäten verschoben haben. Heute wäre es ein Traum für mich, wenn ich in den Träumen von wem anders vorkomme. Daß es einen Menschen gibt auf der Welt, der manchmal die Augen zumacht und denkt: "Ach, Mensch, der Bernd!" (Jörg Böckem, Ralf Husmann im ZEIT-Magazin 10)
[9:41]
Wer Zeit hat zu träumen, ist offenbar nicht ausgelastet. Träume sind, ähnlich wie Pickel, eine Sache, die vorbei sein sollte, wenn die Pubertät um ist. Mit 17 hat man noch Träume, mit 27 bestenfalls Visionen, und ab 37 hat man höchstens noch Erscheinungen. Nach ein paar Gläsern Wein oder Bier. Es sei denn, man ist 'Künstler' oder hat sonst wie eine Schraube locker. Für normale Leute gilt: hinlegen, pennen, aufstehen, arbeiten gehen, nach Hause kommen, fernsehen, hinlegen. Und sonntags brunchen. Ich wüßte nicht, wo man da auch noch Träume unterbringen sollte. Wenn jemand als Träumer bezeichnet wird, ist das in der Regel nicht als Kompliment gemeint. Es sei denn, es geht um Martin Luther King, und selbst der ist am Ende erschossen worden. (Jörg Böckem, Ralf Husmann im ZEIT-Magazin 10)
[2:01]
"Nicht die Stirn runzeln. Sieht aus wie Notenpapier." (Warehouse 13 S04E11)
[1:49]
"Wer immer Sie sind, Sie stören meine Kreise. Sprechen Sie oder füllen Sie mein Glas." (Warehouse 13 S04E11)
[1:10]
Eben öffnete ich eine Packung geraspelten Edamerkäse und hielt plötzlich eine Probepackung Senf in den Händen. Merkwürdige Zusammenstellung.
Samstag, 22. März 2014
[23:07]
Wie die Frauen sich in Bettszenen krampfhaft die Decke bis zur Schulter ziehen und umwickeln, damit man nur ja keine Brustwarze oder Schlimmeres sieht! Was waren die 70er dagegen entspannter!
[22:49]
Ein Politiker wird im Beisein seiner Frau als Drogenhändler entlarvt; diese beiläufig: "Ich würde dann schon mal die Koffer holen." (Der letzte Bulle S02E04)
[22:44]
Retweet: "Wer mit Fremdwörtern nicht umgehen kann, der muss halt die Frequenzen tragen!"
[22:36]
"Warum haben Menschen Vorurteile?" "Weil es Zeit spart". (Der letzte Bulle S02E04)
[21:44]
Weil ich im Kreuzworträtsel Rote Bete als Rote Beete schreiben wollte, schenkte mir eine Kollegin am Folgetag ein Glas derselben als orthografisches Beweisstück.
[21:19]
Wenn man seit Monaten kein Buch liest, aber Rezensionen und Empfehlungen wahrnimmt, sollte es nicht verwundern, wenn die Leseliste unkontrolliert zuwuchert.
[13:55]
"Wenn in Kalifornien etwas wie ein Melanom aussieht, ist es ein Melanom. Sparen Sie sich eine Menge Ärger und schneiden sie es raus." (Gettin on - Fiese alte Knochen S01E01)
[13:07]
Gettin on - Fiese alte Knochen
ist eine "bitterböse, aber meistens urkomische und unkonventionelle Comedyserie über den Alltag auf einer Geriatrie-Station".
Ich habe die ersten beiden Folgen bekommen und werde berichten, ob ich
als Krankenfleger auf einer internistischen Station den Daumen heben
darf.
[11:59]
Vor fast genau 1 Jahr, am 17. März 2013, ereilte mich eine
Strecksehnenruptur
eines Finger der rechten Hand. Ich berichtete darüber
hier,
hier,
hier,
hier,
hier
und
hier.
Dadurch war ich 10 Wochen krank geschrieben.
In der vergangenen Nacht riß die Strecksehne meines linken kleinen Fingers.
Weiter könnt ihr
im Tagebuch
lesen.
Freitag, 21. März 2014
[14:45]
Während ich mich durch den Politikteil der ZEIT lese -
in den ersten fünf Seiten geht es ausschließlich um
Rußland, Putin, die Krim, Wirtschaftssanktionen - steigt
der Mulmigkeitsfaktor. Je mehr manche betonen, daß
es doch nie zum Krieg kommen könne, desto übler wird
mir. Sage niemals nie. Ich halte alles für möglich
und als Pessimist freilich das schlimmere Szenario.
Die Welt war immer schon durchgedreht; nun aber kreiselt
sie in einem Tempo, welches einem den Magen umdreht,
sobald man morgens die Augen geöffnet hat. Hoffentlich
erlebe ich noch viele, viele Morgen, an denen ich dies
tun kann- nur mit dieser Angst und nicht mit einer
Situation, die sie gerechtfertigt hätte.
Donnerstag, 20. März 2014
[20:11]
Status quo: Gleich zu Nachtdienst 1/5. Noch 8 Arbeitswochen bis zum nächsten Urlaub.
Die aktuelle ZEIT kaufe ich nachher bei meinem obligatorischen Einkauf auf dem
Hauptbahnhof. Die ZEIT der vergangenen Woche habe ich noch nicht ausgelesen;
ich hänge im Wirtschaftsteil, also dem traditionell immer zuletzt gelesenen Teil.
Auch die letzten beiden ZEIT-Magazine sind größtenteils noch ungelesen, ganz
abgesehen von der erst zaghaft begonnenen Literaturbeilage zur Buchmesse.
Es gibt also reichlich Lesestoff für die Arbeitswege der kommenden 5 Nachtdienste.
Hin und zurück je 1 Stunde. Die effektive Lesezeit schwankt sehr.
Morgens nach dem Dienst döse ich in der Straßenbahn meist vor mich hin.
Leseversuche scheiterten oft genug an der mangelnden Konzentration und der
Schwerkraft der Augenlider. Nur auf dem Hinweg kommen mir die zirka 30 bis 40
Minuten in der Bahn, S-Bahn oder beim Umsteigen bzw. Warten an den Haltestellen
zugute.
[19:14]
Gerade das
Techniktagebuch
entdeckt und mich beispielsweise über Beiträge
von
Jochen
Schmidt
amüsiert.
[18:35]
Meine Drogenkenntnisse waren insofern defizitär, als
mir das Kürzel
MDMA
unbekannt war. Gelesen in
einem Artikel
über den Drogenhandel über das DarkNet.
Drogenerfahrungen brauche ich keine zu bekennen. Außer Alkohol.
Die Gnade der späten Geburt - zur Wende war ich 23 Jahre alt -
ersparte mir mangels Gelegenheiten selbst das Kiffen.
Gänzlich! Nie probiert, weils mir nie angeboten wurde.
Ich darf behaupten: Gottseidank; denn als Mensch mit erheblichem
Suchtpotenzial hätte ich sicherlich einiges probiert.
[17:42]
Der ZEIT-Artikel
Schluss mit Schwester!,
aus dem ich vor 14 Tagen bereits zitierte, ist nun komplett online.
[16:54]
Retweet: Auf Ausrufezeichen reagiert doch kein Schwein mehr. Ich will neue Satzzeichen!
[16:40]
Noch 18% der deutschen Frauen sind finanziell von ihrem Mann abhängig;
45% verdienen durch Arbeit Geld, 29% leben von einer Rente oder Pension.
(Quelle: Die ZEIT 12/14)
[16:29]
Während die
halbe
Welt
zu Pharrell Williamss "Happy" tanzt, hat R.SA-Moderator
Marcus Poschlod sein ganz
eigenes Video
produziert, in dem er in Leipzig an allen möglichen Orten
regungslos herumsteht.
[16:24]
Eine bösartige Hauskatze hielt in Portland eine Famlien in Schach, die schließlich die Polizei rufen mußte. Lustig finde ich daran, daß man noch überlegt, sich von der Killermieze zu trennen und dies nicht sofort nach der "Geißelnahme" erfolgt ist.
[8:21]
Prima! Der Wiener Tatort
Angezählt
wird mit dem diesjährigen Grimmepreis
ausgezeichnet.
Seitdem Adele Neuhauser als Bibi Fellner mit Eisner
ermittelt, gehört dieses Duo zu meinen Tatortlieblingen.
Der Tatort als Format wird zudem extra geehrt.
"Damit wird zur bevorstehenden 50. Verleihung des Preises 'erst- und einmalig'
keine Einzelpersönlichkeit, sondern ein Programmformat ausgezeichnet."
[7:43]
"Irgendwann werde ich eine Ode an den Teigschaber dichten."
Obwohl Foodblogging nicht so mein Ding ist:
bei Anke Gröner
liest es sich so süffig und lecker, daß ich meine Aversion
glatt vergesse.
Mittwoch, 19. März 2014
[14:23]
Sehr berührend
diese Geschichte
von zwei Brüdern, die ihr Leben lang zusammen
in der norwegischen Pampa in Våga lebten.
Die Fotografin Elin Høyland machte den Fotoband
Brothers
daraus, der im englischen Verlag Dewi Lewis erschienen ist.
[12:55]
Amelie Nothomb: Lesen lernen.
[9:31]
Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit. (SOKO Kitzbühel S07E16)
Dienstag, 18. März 2014
[18:59]
Es gibt auch in schlimmen Zeiten das Gute, wenn man's zufinden weiß. (Cold Case S05E17)
[16:05]
Ich bin immer auf der Suche nach neuen Bieren, aber dadurch daß ich kein
Auto besitze und auch sonst wenig aus dem Haus komme, ziemlich
eingeschränkt. Heute begegnete mir das zweite Weizenstarkbier.
Seit Jahren schätze ich
Unser Adventinus
aus dem Brauhaus Schneider Weisse.
Heute fand ich bei netto ein mir bislang unbekanntes Erdinger Weißstarkbier namens
Pikantus.
[15:26]
Getreu dem alten Bankermotto: Koste es, wen es wolle. (Wilsberg: Mundtot)
[10:35]
Wie man dem digitalen Overload entkommen kann.
[10:04]
Letztens hatte ich einen Bücherbrunnen verlinkt. Aus Edelstahl gibt es - wiederum vor einer öffentlichen Bibliothek (Chattanooga, Tennessee) - einen Chattanooga Library Fountain. Man kann sich an solchen Sachen einfach nicht sattsehen.
[9:35]
Bei der Herzdruckmassage während einer Reanimation sollte man
einen bestimmten Rhythmus einhalten. In der BILD gibt man dazu den
Tipp:
"Weiter drücken: 100- bis 120-mal/Minute, auch bei Kindern.
Denken Sie an ein Lied (z. B. "Stayin‘ Alive") - das hilft, den Rhythmus zu finden."
Montag, 17. März 2014
[22:35]
Wenn es eins gibt, was unser Job ins uns abtötet, ist es: Vertrauen. (The Mentalist S06E10)
[19:06]
"Sei einfach nur du: kalt, interessenlos, distanziert" (House S01E22)
[19:00]
"Auf die Frauen. Mann kann nicht mit ihnen leben, man kann sie nicht umbringen oder dem Nachbar sagen, sie stript in Atlantic City." (House S01E22)
[16:49]
Bei uns wird immer getratscht. Nur weil man diesselben Brahms-Stellen mag, wird einem gleich ein Verhältnis angedichtet. (SOKO Wien S05E12)
[16:40]
"Naja, wir haben alle unser Päckel zu tragen. Ich sollte ein paar Kilo abnehmen. Du brauchst einen zweistelligen IQ". (SOKO Wien S05E12)
Sonntag, 16. März 2014
[19:54]
Sibylle Lewitscharoff habe in ihrer kritisierten Rede ihre vernunftabgewandte Seite gezeigt, sagt Eva Menasse in der ZEIT.
Samstag, 15. März 2014
[17:11]
ZEIT-Wissen meint: "ein Rudel Elefanten". Ich kenne nur Elefantenherden.
[16:56]
Bakterien - Trainingspartner des Immunsystems. (Hanno Charisius: 100 Billionen Freunde)
[16:54]
Aus dem Chat:
"Subjektiv gesehen kann die Langeweile schon etwas zermürbend wirken."
Ich: "Die Menschheit macht wahrscheinlich auch deswegen so viel Unsinn. Wenn man wie früher 16 Stunden täglich arbeiten müßte, hätte man keine Zeit, Böses zu verzapfen."
[16:47]
Der ZEIT-Artikel über Neuroparasiten kann einen das Fürchten lehren. Dabei sind Parasiten der Evolution sehr, sehr förderlich. Ohne sie würden wir immer noch "als RNA-Moleküle in der Ursuppe schwimmen". Und - wußtet ihr, daß 50% der Bevölkerung mit Toxoplasma gondii durchseucht ist? Man vermutet hinter dieser Besiedelung des menschlichen Organismus Einflußnahmen auf Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Schizophrenie, bipolaren Störungen, Depressionen, Suizide.
[16:44]
Irgendeiner dreht ja alle paar Tage durch. In der Eisenbahnstraße, die ich täglich benutze, durchfahre
oder einkaufe, wurde mal wieder jemanden
die Kehle aufgeschnitten. Inzwischen gibt es hier alle paar Wochen solch eine Attacke.
Bis vor wenigen Jahren war dort, wo jetzt diese Spielothek ist, noch eine tolle traditionsbehaftete Kneipe mit gutbürgerlicher deutsche Küche.
[16:33]
In jedem Gramm Stuhl leben mehr Bakterien als Menschen auf der Erde. (...) Der Mensch ist also weniger ein Einzelwesen als eine Wohngemeinschaft für Mikroben. (Hanno Charisius: 100 Billionen Freunde)
[16:03]
... gibt es, wenn heute schon Pflegenotstand herrscht, für das, was kommt, keinen Begriff. Nur eine vage, unheilvolle Vorstellung. (Burkhard Strassmann: Schluß mit Schwester!; ZEIT 12/14)
[15:55]
Ein knappes Drittel der deutschen Pflegekräfte gilt als Bourn- out-gefährdet (...). Nur in England sieht es noch finsterer aus (42 Prozent). In den Niederlanden ist hingegen nur jeder Zehnte gefährdet. Der direkte Ausstieg aus dem Job heißt Kündigung. In der Altenpflege kommt dieser Entschluß besonders oft vor. Innerhalb der ersten fünf Berufsjahre ist jeder vierte Altenpfleger schon wieder weg. Im Durchschnitt halten es, so sagt die Bundesgentur für Arbeit, Krankenpfleger und Krankenschwestern nur siebeneinhalb Jahre im Beruf aus. (Burkhard Strassmann: Schluß mit Schwester!; ZEIT 12/14)
[15:48]
... weist darauf hin, daß ihre Berufsbezeichnung schon seit 2004 Gesundheits- und Krankenpfleger/in lautet, kurz GKP, aber das hat niemand mitbekommen. Sie persönlich findet "Schwester Monika" unprofessionell. Im Klinikalltag führe das oft zu einer "Pseudovertrautheit" - sie werde mit "Schwesterchen" angeredet oder nur mit dem Vornamen. Man ahnt, auf welchem Niveu in der Pflege der Kampf um die Wertschätzung beginnt. (Burkhard Strassmann: Schluß mit Schwester!; ZEIT 12/14)
[15:44]
34 Prozent des deutschen Pflegepersonals ist zufrieden mit seinem Gehalt; in der Schweiz sind es 66 Prozent.
[15:39]
Im Mittel muß sich eine Krankenschwester oder ein Pfleger um zehn Kranke kümmern. In Norwegen hingegen teilen sich vier Patienten eine Pflegekraft. (Burkhard Strassmann: Schluß mit Schwester!; ZEIT 12/14) - Bei uns sind es im Frühdienst pro Pflegekraft 12 Patienten, im Spätdienst 18 und im Nachtdienst oft genug 36, weil 2 Pflegekräfte sich die 76-köpfige Schar der Stationsbelegung nachts teilen und eine dritte Kraft den beiden hilft - wenn sie denn nicht ausgefallen ist, was öfter vorkommt, weil dieser "Springer" gerne, um andere Lücken zu füllen, abgezogen wird.
[15:31]
Deutsches Pflegepersonal streikt nicht. Das Idealbild der deutschen Krankenschwester leitet sich von der christlichen Ordensschwester her, und die rackert aus Nächstenliebe und für Gotteslohn. Streiken? Alle mögen streiken, Piloten, Lokführer, selbst Beamte und auch die Ärzte - die deutsche Schwester und ihre seltenere männliche Inkarnation, der Pfleger, bleiben am Krankenbett. Schlimmstenfalls gehen sie zur Demo, sofern für Vertretung gesorgt ist. (Burkhard Strassmann: Schluß mit Schwester!; ZEIT 12/14)
[15:27]
Weiter geht es mit dem ZEIT-Ressort "Wissen" und einen Artikel über den "guten, alten Pflegenotstand".
Freitag, 14. März 2014
[20:10]
Als Sänger bin ich ein wiedererschaffender Künstler, ich mache hörbar, was schon ausgedacht worden ist.
(Thomas Hampson)
[19:46]
"Eine Überdosis Risiko" ist eine spannende Reportage im aktuellen ZEIT-Dossier über Arzneimittelstudien,
die ich verlinken werde, sobald sie online verfügbar sein wird.
Es läuft darauf hinaus, daß Pharmafirmen ihre Studien zunehmend in
osteuropäischen Ländern durchführen, weil dort, aus der Not geboren,
mehr Teilnehmer zu finden sind und die Kosten insgesamt viel niedriger
sind als in Deutschland oder den USA. Nur ist es dann so, daß, wenn die
Studie beendet ist, die Probanten nicht in den Genuß des zugelassenen
Medikaments kommen, das russische Ärzte wegen der hohen Kosten nicht
verschreiben, und sie gezwungen sind, bei der nächstbesten Studie
anzuheuern. Wenn man bedenkt, daß ein russischer Arzt in Moskau 700 Euro
monatlich verdient, in der Provinz nur 150, fällt es nicht schwer, sich auszumalen,
welche Möglichkeiten der Einflußnahme und Manipulation Pharmafirmen
dort besitzen.
[18:45]
Nachher im DeutschlandRadio Kultur: "Tatort Krankenhaus? - Medizin zwischen Effizienzdenken und Patientenwohl.
Diskussion im Rahmen der Leipziger Buchmesse. Ich muß ja leider arbeiten gehen - ins Krankenhaus...
[18:32]
Ein Verleger, der seine Arbeit ernst nimmt, steht in jedem System vor der Schwierigkeit, den Geist gegen ein feindliches Prinzip durchsetzen zu müssen - nur daß es sich beim Feind einmal um das Geld, das andere Mal direkt um die Macht handelt. (Burkhard Müller: Im Bücherturm, ZEIT 12/14)
[18:10]
Der afghanische Präsident Hamid Karsai sagte am 8. März, dem Internationalen Frauentag: "Männer sollten sich mit Amerikanern oder Taliban anlegen, wenn sie beweisen wollten, wie stark sie sind - und nicht ihre Frauen verprügeln". (Gelesen im Politikteil der aktuellen ZEIT)
[17:54]
Der Begriff
Duumvirat
war mir nicht geläufig. Drei nordsyrische Kantone haben sich zur
autonomen
Region
Rojava
zusammengeschlossen. Die Zweierherrschaft besteht aus 2 Präsidenten samt einem 20-köpfigen Verwaltungsrat.
Der kurdische Proto-Staat wird vom nordirakischen Kurdistan links liegen gelassen.
[17:17]
Flucht aus Lager 14
ist ein Buch über die Flucht Shin Dong-hyuks aus dem schlimmsten
nordkoreanischen Gulag. Bei dem ZEIT-Bericht, der mir dies bekannt
machte, kann einem schlecht werden. Wie Menschen einander so etwas
antun können. Wenn Mäusesuppe als Delikatesse empfunden wird.
[17:10]
Ein ganz normaler Tag in Leipzig.
[16:27]
Die Wahl unserer Worte sollte wohlüberlegt sein. Die extreme politische Zerstrittenheit in Washington und der Druck der Medien zwingen die Regierung oftmals zu vorschnellen Absichtserklärungen. Manchmal aber ist es besser, dem Rat des früheren US-Präsidenten Teddy Roosevelt zu folgen: Sprich sanft, und trage einen großen Knüppel.
(General James J. Jones)
[16:21]
Die USA will zunächst Rußland, dann Saudi Arabien als weltgrößter Energielieferant/xpoteur ablösen, sagt James J. Jones, ehemaliger NATO-Oberbefehlshaber und Obamaberater.
[16:00]
Status: Vor Nachtdienst 2/4. Geschlafen von 7.45 Uhr bis 15:45 Uhr.
Donnerstag, 13. März 2014
[19:49]
Umfrage mit immenser Beteiligung: "Gibt es ein Buch, das du aus Prinzip noch nicht gelesen hast?"
[19:33]
Schönes Interview
mit
Thomas Koschwitz über die letzte Harald-Schmidt-Show und ob
Late Night in Deutschland überhaupt funktioniert.
[18:39]
Elizabeth Gaskells
Roman
North and South
gibt es bisher in keiner deutschen Ausgabe. Ein Tippgeber gab uns einen Link
zur
gescannten Onlineausgabe,
hinter dessen Titel "Margarethe - eine Novelle" sich das Buch verbergen soll.
("Online lesen" anklicken und auf der dann generierten Seite "PDF-Download" wählen und die mit "Speichern unter..."
sichern.
[18:25]
In Lübeck oder Kiel gibt es keine regionale BILD-Ausgabe, auch das ist sicher ein Grund, warum wir mit Richtern, Staatsanwälten und Vollzugsexperten eine ruhige, gute Arbeit machen konnten.
(Bernd Maelicke)
[18:16]
Ich habe manchmal den Eindruck, Strafvollzug ist einigen Politikern am liebsten, wenn er Probleme bereitet. (Bernd Maelicke)
[18:08]
Standard & Poor's stuft Cebit auf Debit hoch. (Peter Glaser)
[17:54]
Selbst Modeweblogs, bis vor Kurzem einer der wenigen Orte, an denen man die stimmungsstabilisierenden Qualitäten von Hedonismus noch zu schätzen wusste, kann man nicht mehr lesen, seit man damit rechnen muss, dass eine Veganerin dort Fotos von Lederhandtaschen geißelt. (Peter Praschl)
[17:39]
Ich überlege schon, wie ich die geschenkten 48 ct Rundfunkbeitrag sinnlos verpulvern kann.
[17:31]
Bei ALDI gibt es seit kurzem Schnittkäse "Der gut gereifte Gouda / Edamer / Maasdamer" (200 g für 1,69 Euro).
Mit der Sorte Gouda habe ich angefangen, ihn im geheizten Zimmer vorgewärmt und kann ihn empfehlen.
[17:27]
"Habe vergessen, oder eher verdrängt, dass die Laufgeschwindigkeit auf Messen dem von gemütlichen Kuhherden entspricht, die an jedem Kleeblättchen schnuppern..." (Jenni Zylka)
[17:18]
Wie alt ich geworden bin, merke ich daran, wie jung aktuelle Buchpreisträger aussehen.
[17:09]
Speed-Reading mit dem Handy soll mit der App Spritz gelingen. Auch für den Browser gibt es solch ein Tool und nennt sich Squirt.
[16:37]
Wenn die Gefangenen für einen Automaten mit Schokoladenriegeln
kämpfen, dann weiß ich, daß es in Wirklichkeit um den Transport
von Drogen geht. Die Lieferung der Schokolade kann leicht durch
das eine oder andere Kistchen ergänzt werden. Wenn ich den Leiter
einer Gefängnisbibliothek vor mir habe, denke ich nicht als
Erstes an die Bücher, die er liest, sondern daran, daß diese
leute in der Gefangenenhierarchie eine entscheidende Rolle
spielen. Nicht immer, aber oft. (Bernd Maelicke)
[12:28]
Retweet (Zoë Beck): "Eine Tramstation nach dem Baumarkt ist das Krankenhaus. Ich halte das für sehr durchdacht." -
Für Nichtleipziger: Straßenbahnlinie 16 in Richtung Leipziger Messe. Nach dem Baumarkt Hornbach kommt
das Städtische Klinikum St. Georg, mein Arbeitgeber...
[12:25]
Für Nichtpflegekräfte ist (M)ein Frühdienst auf Station XY
eine empfehlenswerter Einblick in einen ganz normalen Frühdienst auf einer Krankenstation. Ich kommentierte ihn wie folgt:
"Sehr schöner Bericht. Gabs denn keine Visite auszuarbeiten? Das ist bei uns inzwischen ganztägig immer auch "einzuschieben". Wir teilen unsere 72-Betten-Station in 6 X 12 Zimmer. Mit nur 2 Vollwaschern ist es selten abgetan. Ich darf eigentlich nicht mehr für den Frühdienst sprechen, weil ich seit 2 Jahren als Dauernachtdienst arbeite und dann 36 Patienten zu versorgen habe (entweder Diabetologie/Rheumatologie oder Onkologie/Gastroenterologie). Für ausgefallene Stammmitarbeiter gibt es zwar einen Pool, der aber nur bedingt Dienste besetzen kann, so daß nicht selten dann entweder aus den eigenen Reihen Leute einspringen müssen oder man früh eben statt zu sechst - zu fünft dasteht."
[12:19]
Ob ich es bewältige, das Buchmessenblog des DeutschlandRadios zu lesen?
[11:56]
Du weißt das Du eine Krankenschwester bist wenn
…Du stirbst,in die Hölle kommst und erst nach zwei Wochen merkst dass Du nicht mehr bei der Arbeit bist
…Du gerne mal dem Erfinder des Piepers nachts in einer dunklen Seitengasse begegnen möchtest
…Du glaubst dass nicht alle Patienten nervig sind-manche sind auch bewusstlos
…Dein Sinn für Humor jedes Jahr seltsamer wird
…Du die Geschenke deiner Kinder in Bettbezüge einpackst und mit Pflaster zuklebst
…Du die Telefonnummern aller Lieferservices der Gegend auswendig kennst
…Du alles witzig findest-irgendwann jedenfalls
…Du auf deine Schuhe zeigst,wenn der Arzt nach dem Durchfall des letzten Patienten fragt - (© und Quelle)
[11:06]
"Magier, Mörder, Kochlöffel - Nischenbuchhandlungen als Zukunft des Buchhandels?"
Leider ist der Audioteil falsch zugeordnet.
[10:46]
Liebe ist kein Argument:
"Erstaunlicherweise sind Menschen dann besonders ehrlich,
wenn sie sich in der vermeintlichen Anonymität des Internets
bewegen. Soziale Schranken der öffentlichen Meinungsäßerung
werden überwunden – endlich kann gesagt werden, was man
sich sonst nicht zu sagen traut. Dieser Film behandelt das
Phänomen exemplarisch am Beispiel von Online-Kommentaren
zum Thema Down-Syndrom und wirft dabei einen Blick auf die
Realität hinter den Kommentaren."
[10:42]
Beim Coming-out als Behinderte endet man immer als Opfer. Das
Mißverständnis in den Köpfen scheint nicht korrigierbar. Das ist
deprimierend, denn wir sind keine Krüppel - wir sind normal.
Dreitausend Behinderte mit Abitur, Hochschulabschluß oder
Promotion brauchen derzeit in Deutschland keinen Spucknapf und
kein Lätzchen, sondern einen ernst zu nehmenden Job, der ihrer
Qualifikation entspricht. (Yvonne Weindel in der ZEIT 11/14)
Mittwoch, 12. März 2014
[22:48]
Leute, die Bücher lesen, sind einfach unberechenbar. (Wilsberg: Mundtot)
[21:00]
Elizabeth Gaskell war noch nie auf meinem Schirm. Bis sie im Klassikerforum zur Sprache kam. Nur doof, daß so wenig von ihr in deutschen Verlagen erschien. Bei der Suche bemerkte ich, daß 1983 beim Leipziger Reclam-Verlag der Roman Cranford erschienen war. Bei Reclambüchern ist es am ratsamsten, örtliche Antiquariate aufzusuchen, in denen sie zu Hauf vorrätig sein dürften und ich mir Portokosten sparen kann. Seit Jahren besuche ich nur sehr, sehr sporadisch Antiquariate vor Ort, eben weil mich Booklooker & Co online so glücklich machen. Als ich heute in der Leipziger Ritterstraße vorbeischaute, wo gleich vier Antiquariate ihre Zelte aufgeschlagen haben, suchte ich zuerst im Leipziger Antiquariat nach jenem Reclambuch und - fand nix. Kein einziges Buch der legendären eclam-Leipzig-Bücher mehr, über deren meterlangen Reihen man früher in jedem Antiquariat gestolpert war. Die Verkäuferin wußte auf meine Nachfrage hin sofort, welches Buch ich suche. "Gaskell? Bestimmt Cranford." Nur seien alle "Reclams" im Lager. Versteckt, verbunkert, weg. Ich mußte also bestellen, und darf das Buch morgen Nachmittag - nicht vor 16 Uhr! - im Ladengeschäft abholen.
[17:46]
Retweet: Solange es kein Faultier gibt, kann ich Sternzeichen nicht ernst nehmen.
[15:11]
Durch die ZEIT gelernt, daß es zu Apple- und Androidhandys eine Alternative gibt:
Jolla.
Ehemalige Nokiaentwickler haben sich zusammengetan und konnten
in Finnland bereits ganz ordentliche Erfolge verbuchen, weil
der Nokiaverkauf an Microsoft dort zu einer Art Kulturschock geführt
haben soll. Jolla soll Märkte in Entwicklungs- und Schwellenländern
erobern.
[15:02]
In Japan wurde das Renteneintrittsalter von 60 auf 61 angehoben.
Dennoch wollten Japaner im Durchschnitt bis 70 weiterarbeiten
und tun dies meist auch. Die finanzielle Situation im Alter
ist weniger gut abgesichert wie hierzulande.
[13:34]
Im Thread, in dem die Rede Sibylle Lewitscharoffs diskutiert wird, meldete ich mich gestern zu Wort:
"Ich verstehe nicht, wie man die Literatin Lewitscharoff wegen dieser Rede ächten kann oder sollte. Wenn ich nur Literatur läse von Leuten, die mir nett und sympathisch sind und die keiner Fliege etwas zuleide tun, würde ich zum Nichtleser."
Und auf die Replik "...sind solche Äußerungen einer Intellektuellen keinesfalls hinzunehmen. Sie beleidigt Hunderttausende von Kindern und die Eltern gleich noch dazu. Dass was sie sagt, ist ausgesprochen dumm."
schrieb ich eben: "Zweifellos. Deswegen plädiere ich dafür, der Sibylle ein paar kräftig aufs Maul zu hauen mit der Auflage, hinfort nurmehr wieder Bücher zu schreiben.
Als Boxfan will ich auch gar nicht immer wissen, was der Athlet so außerhalb des Rings treibt. Wieviele Genies waren in irgendeiner Beziehung Schweine. Inselbegabte haben ihre Insel, aber sonst...? Nach Sportlerinterviews sind Schriftstellerinterviews und -reden das vielleicht Verzichtbarste."
[13:18]
Freie Auslandskorrespondenten haben gelebte Utopien in der ganzen Welt gefunden und in einem Buch zusammengetragen: Völlig utopisch. 17 Beispiele einer besseren Welt. Im Deutschlandfunk wurde der Herausgeber des Buches befragt.
[12:31]
Retweet: Ich habe mir ein Buch zu dem Thema 'Nörgeln' gekauft. Das war viel zu teuer!
[12:02]
Pharmaunternehmen haben keinen Bock
auf Forschung nach neuen Antibiotika. Viel lukrativer sind Medikamente, die der Patient
dauerhaft einnehmen muß.
[11:48]
Retweet: Ich habe vor drei Tagen einen Zitronenfalter vorbeiflattern sehen. Der hat wohl keinen Kalender zu Hause gehabt.
[11:45]
Retweet: 1. Fanatikerregel: Lasse deine Grundsätze niemals durch pragmatische Problemlösungen torpedieren.
[11:44]
Retweet: Darf man eigentlich nach Telefonaten fremder Leute in der Bahn Fragen stellen, wenn einem etwas unklar geblieben ist?
[11:43]
Retweet: "Sind Sie zugestiegen?" - "Nein, ich sitze hier ab Werk."
[11:42]
Retweet: Mein Verhalten ist vielleicht des öfteren taktisch unklug, aber emotional notwendig.
[11:38]
Retweet: Zu McDonalds gehen, um einen Salat zu essen, ist auch mehr wie in den Puff gehen, um sich einmal am Kopf kraulen zu lassen.
[11:32]
Retweet: Ich kenne kein Problem, welches man nicht durch Sex, Pizza, Alkohol, Drogen, Erpressung, Weinen, eine Therapie oder Mord beheben könnte.
[11:30]
Retweet: Das Fernsehen ist schon lange die vierte Macht im Staat. Wir haben also Legislative, Judikative, Exekutive und Primitive.
Dienstag, 11. März 2014
[22:55]
Das Gute daran ist, wenn man jemanden seinen Tod ankündigt: man erkennt seine Prioritäten. (Dr. House S01E21)
[21:53]
Heute lag der Leipziger Volkszeitung die Literaturbeilage zur diesjährigen Buchmesse bei. Am Donnerstag wird auch eine in der ZEIT zu finden sein.
[21:48]
Nur in New York kann sich jemand als Zombie verkleiden und unbemerkt durch die Straßen laufen. (Castle S04E22)
[21:44]
Geld soll angeblich nicht glücklich machen. Ich würde mich selbstlos als Testperson zur Verfügung stellen.
[21:20]
Gibt es eine Initiative zur Wiederbelebung des Dativ-e? Zu diesem Behufe würde ich meine Kräfte bedenkenlos verschleudern!
[21:19]
Beim etwas hektischen verfrühten Abgang heute Morgen von Station nach
der fünften und letzten Nachtwache, um pünktlich um 7 Uhr daheim
zu sein und den Heizungsmonteur erwarten zu können, vergaß ich,
meine Zeitungen mitzunehmen, also die noch ungelesenen Teile der ZEIT.
Vorhin fuhr ich, auch wenn das zeitökonomisch höchst unklug ist,
nochmals auf Arbeit, weil es mich gewurmt hätte, die ZEIT bis Donnerstag
nicht ausgelesen zu haben, gerade wenn ich morgen über den einzigen vernünftigen
freien Tag dieser Woche verfügen kann und die - im doppelten Sinne - Zeit
hätte ungenutzt verstreichen zu lassen.
Montag, 10. März 2014
[16:03]
"Fritz J. Raddatz verkörpert in einer Person die Brüder Goncourt der Bundesrepublik. Für Wohltemperiertheit ist er nicht zuständig. (Alexander Cammann in "Wie geht man ab?")
Sonntag, 9. März 2014
[19:50]
Die erste Stimme, die signifikant für ein Verständnis Rußlands wirbt,
fand ich bei Eugen Ruge.
[19:31]
Der Zerfall der Sowjetunion sei für Rußland das, was der Versailler Vertrag für Deutschland gewesen war,
meint der Philosoph Michail Ryklin.
Rußland plage "Niedergangsängste" und "Einkreisungsvorstellungen",
heißt es in einem anderen Artikel der ZEIT mit dem griffigen
Titel "1914, 2014". Hat jemand von euch die Befürchtung, es könne zu einem
Krieg, gar einen Weltkrieg kommen?
[18:30]
Ich habe vorgestern auf Station Schneeglöckchen gegossen, die in einem Gläschen standen und, wie ich fand, ihre Köpfe arg hängen ließen. Bis mich meine Kollegin darauf aufmerksam machte, daß dieses zierliche, lädierte Gewächs aus Plaste ist.
[18:24]
Weil ich seit 4 Wochen ZEIT-Leser bin und wirklich jeden Artikel lese,
wird wohl nicht mehr viel Zeit vergehen, bis ich auch zum Leserbriefschreiber
mutiere oder gar Beiträge für
"Zeit der Leser"
einschicke.
[18:20]
Zur Debatte um den Maxim-Biller-Text
Letzte Ausfahrt Uckermark
schreibt ein ZEIT-Leser:
"Wenn ich Migrant wäre, ich würde mich bedanken, eine Aufgabe aufgehalst zu kriegen, die die deutschen Schriftsteller selbst nicht auf die Reihe bekommen. Erst sollen die Migranten unsere Industrie am Laufen halten, die Langeweile der deutschen Küche auffrischen, für fehlenden Nachwuchs sorgen und nun auch noch die deutsche Literatur retten."
[17:44]
Der Bachelorstudiengang
Midwifery
wird inzwischen an mehreren deutschen Fachhochschulen angeboten.
Normalerweise genügt, um Hebamme zu werden, eine dreijährige Ausbildung.
Aber der Beruf ist in der Krise, weil das Überleben der 3500 freiberuflich
tätigen Hebammen durch zu hohen Versicherungsprämien gefährdet ist.
Für die herkömmliche Hebammenausbildung reicht sogar die Mittlere Reife;
dennoch haben 90 Prozent Abitur.
[16:43]
"Die Leute sind ganz aus dem Häuschen, wenn die merken, daß ich lesen und schreiben kann, obwohl ich im Rollstuhl sitze." (Die ZEIT: "Man sieht es mir nicht an")
[16:12]
David Levithan hat mit
Letztendlich sind wir dem Universum egal
ein Jugendbuch mit einem interessanten Plot geschrieben.
Jeden Morgen wacht A, der ein eigenes Wesen besitzt, in
einem anderen Körper, einer anderen Existenz auf - mal als Junge,
mal als Mädchen. Eines Tages verliebt er sich in ein Mädchen
und versucht fortan, immer wieder mit ihm zusammenzukommen.
[15:46]
Reflexhaft erhalte ich, wenn ich - wie gestern hier - mangelnde deutsche Ausgaben von Büchern
beklage, den Hinweis, es doch mal mit Englischlernen zu versuchen, weil ich mir dann
nämlich Robert Graves
Goodbye to All That locker leisten könnte.
Darauf schrieb ich eben im KF:
"Ich weiß. Dieser Hinweis kommt immer. Aber nie hatte ich
den Mumm, mich konzentriert darauf zu stürzen, weil andere Probleme des
Alltags und meines Lebens sich aufblähen und jede Zuversicht killen, mir
jemals adäquate Englischkenntnisse aneignen zu können."
[15:32]
Status: Vor Nachtdienst 4/5. Geschlafen von 8 Uhr bis 15 Uhr.
[15:28]
ZEIT-Lektüre. In einem Artikel über Fukushima auf den Begriff
Hibakusha
gestoßen. Der Ausdruck steht für die Überlebenden von
Hiroshima und Nagasaki und könnte sich auch auf die von
Fukushima erstrecken. Gemeint in diesem Zusammenhang ist die
Stigmatisierung und Ausgrenzung der Opfer und - zusätzlich zu
den möglichen physischen Auswirkungen wie Krebs - die folgenden
psychischen Traumata.
Samstag, 8. März 2014
[19:24]
Technik kann einem rasch die Laune versauen. Selbst oft erlebt. Nach anfänglicher Euphorie ("Das limbische System steckt knietief in Dopamin") schlägt man sich mit Zicken und Wunderlichkeiten technischer Geräte herum und erlebt, zumal als Choleriker, stimmungsvolle Hormonschwankungen.
[19:08]
In den USA wird darüber debattiert, ob Selfies die Verbreitung von Kopfläusen fördern.
[18:25]
Buchmasochisten quälen sich gerne mit gewünschten Büchern, an die sich nur schwer herankommen, weil adäquate, bezahlbare Ausgaben fehlen. Jüngstes Beispiel ist Robert Graves Autobiografie Strich drunter!, auf das mich die ZEIT brachte, die 10 Bücher rund um den Ersten Weltkrieg empfahl. Ebenfalls auf meine To-Read-Liste wandern: Józef Wittlins "Das Salz der Erde", Arnold Zweigs "Junge Frau von 1914", Gabriel Chevalliers "Heldenangst" und Jean Paulhans "Der beflissene Soldat". Während diese Bücher wenigstens einigermaßen erschwingliche Ausgaben haben, ist "Strich drunter!", erstmals 1930 erschienen und nur noch 1990 einmal, zurzeit nur für ganz, ganz starke Enthusiasten zu haben. SOLCHE Bücher sind ein starkes Plädoyer für das E-Book.
Freitag, 7. März 2014
[19:16]
1907 nahm Walter Crane mit "The Button Presser" das Multitasking des modernen Menschen vorweg.
[19:13]
"... die zur Kundenabwehr konzipierten Kontaktforumlare sogenannter Dienstleistungsunternehmen." (Gero von Randow: Wer denkt in meinem Hirn?)
[18:55]
Auf Leipzig Kneipenmeile gibts jetzt die zweite Vodkaria.
[18:38]
Ich überlege gerade, wie Sekt verschickt wird und wie beispielsweise diese durch den ZEIT-Shop offerierte
Sekt-Edition
bei mir ankäme und was passierte, wenn man den Korken knallen läßt...
[17:48]
"Dieser blaue Leinenband aber hat noch das
richtige Gewicht, er öffnet sich wie von selbst, und die Finger
gleiten widerstandslos über das feine Papier, gerade dünn
genug, damit man, gegen das Licht, den Umriss des umseitigen
Textes durchscheinen sieht. So muss es sein, das gibt dem Blick
Halt. Meine vergehende Welt." (Thomas Hettche)
[17:40]
"Und im Netz entsteht bereits heute Dichtung, völlig anders, als das offizielle Bild des klassischen Feuilletons uns glauben machen will. Dass die Umsätze sämtlicher großen Zeitungen signifikant, ja alarmierend für sie, zurückgegangen sind, zeigt, auf welch verlorenem Posten sie stehen, und zeigt auch, weshalb mit solch rhetorischer Gewalt reagiert wird – und mit einer auch vorm Rufmord nicht zurückschreckenden Gewalttätigkeit gegenüber im Netz agierenden Literaten. Dies sind indes, um böse Kafka zu travestieren, Handlungen und Haltungen, die bereits im Absturz gemacht, bzw. eingenommen werden. Abwehrbewegungen radikalisieren sich um so mehr, je weniger sich einem Ende noch ausweichen lässt."
(Alban Nikolai Herbst: "Näher, mein Wort, zu Dir. Bemerkungen eines Ketzers zur Dichtung, dem Buch als Fetisch und Ware sowie zur Freiheit des Wortes im Netz"
[17:36]
"Ich mag ja keine eBooks. Anders sehen das meine Umzugshelfer." (Thea Strauch)
[17:28]
Die mediale Erregung auf die "in den Orkus des Sinnwidrigen verbannten Rede"
Sibylle Lewitscharoffs am vergangenen Sonntag in Dresden
bezeichnet
Alexander Kissler im Magazin Cicero als "konzertiertes Empörungstheater". Und weiter:
"Das waidwunde Lamentieren der vereinigten Deutungselite über
Lewitscharoffs 'gefährliche Worte' verkennt zweierlei:
Dass dichterische Sprache, will sie nicht zum Abreißkalender oder
zum Parteiprogramm degenerieren, wild und gefährlich,
angreifend und angreifbar sein muss. Vielleicht haben wir alle
zu lange schlechte Literatur gelesen und so dieses Sensorium
verloren. Zweitens hat, frei nach Schiller, ein 'Kastratenjahrhundert'
offenbar panische Angst vor genau den Fragen, die Lewitscharoff
stellte, den Fragen nach den Grenzen unserer Selbstermächtigung
und dem Preis für so viel Selbstverwirklichung, bis in die
Gene hinein."
[17:20]
"Bücher bieten keine Rettung an, aber sie können den Geist davon abhalten, sich wund zu kratzen." (David Mitchell)
[17:17]
Die Lektüre der ZEIT darf ich nicht so hastig angehen, weil nämlich
dann eine Lücke entsteht, wenn ich bereits Sonntag oder Montag mit
ihr fertig bin, so daß ich mich an restlichen Tagen vor der nächsten
Ausgabe regelrecht langweile. "Du könntest doch ein Buch lesen",
höre ich da. SO weit bin ich noch nicht, nicht wieder. Meine
Leseblockade begann am 17. Oktober 2013 mit dem Tod meiner Mutter,
wovon ich mich bis dato nicht erholt habe. Seitdem ist mir der
Schädel verquirlt und jedwede Lust auf fiktionale Texte entschwunden.
Zu schwer ringe ich mit der Realität, mit dem Alltag, mit mir selbst.
Ich nehme, was ich kriegen kann. Als mich vor 4 Wochen die Lust
auf Zeitungslektüre ereilte, nutze ich den Impuls und stürzte mich
auf die ZEIT, eine alte Liebe. Mangels Kenntnissen bleiben mir
englischsprachige Medien, wie sie
Freund Köllerer
schätzt, verwehrt.
[17:02]
Vor Nachtdienst 2/5. Von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr prima geschlafen und so
ein kleines Tief ausgeglichen, wie es durch mehrere freie Tagen
stets entsteht, was dem exzessiven Saufen geschuldet ist.
[16:47]
"Liegt es an ihrem Alter, dass sie starr und uneinsichtig werden, liegt es an der mangelnden Zukunft eines Individuums, die es böse und stur werden lässt? Was ist los, fragt man sich. Habt ihr alle gemerkt, dass euer Selbst sich nicht mehr optimieren lässt? Seid ihr nun müde und bemerkt ohnmächtig die Krise des Kapitalismus, mit seiner Idiotie des Dauerwachstums? Tolle Leistung übrigens, nach über hundert Jahren zu realisieren, dass jedes Wachstum zu einem Ende führen muss."
(Sibylle Bergs in ihrer Kolumne über den Fall Lewitscharoff)
Donnerstag, 6. März 2014
[19:54]
In meinem Hausforum wurde ein
Thread begonnen,
der die aktuelle Debatte um die
Rede
(als PDF)
Sibylle Lewitscharoffs aufgreift. Weitere Meinungen:
DLF Kultur heute,
Stefan Niggemeier. -
Inzwischen hat sich Lewitscharoff auf die Erregungen hin im Interview mit Hubert Spiegel geäußert.
[19:30]
Im Chat eben: ""Das vielen Menschen - ich gehöre auch bis zu einem gewissen
Grad dazu - eigene individualistisch-konträre Denken kann,
wenn man nicht aufpasst, in die Sackgasse führen."
Ich darauf: "In eine Sackgasse kann man immer geraten, klar. Man kann sich mental auch wunderbar selbst eine Zwangsjacke nähen."
[19:27]
Ich hab's noch nie gespielt. Bei
Monopoly Leipzig
könnte ich als Eingeborener unter Umständen schwach werden.
[18:16]
Gefunden gelesen: "Betschwesterntremolo".
[18:07]
Einige Wortmeldungen zum Lewitscharoff-Eklat: "Literaturpreise sind kein Antibiotikum gegen Frömmeleibakterien." - "Aber nach meiner Wahrnehmung lehnen Christen ab einem gewissen Härtegrad alles mögliche ab, was moderne, hedonistische Großstadtmenschen gut finden." (X)
[17:03]
In der Literaturdebatte, die Maxim Biller vor einigen Wochen losgetreten hat,
meldet sich
Feridun Zaimoglu zu Wort.
[15:37]
Vladimir Odoevskij
war ein Zeitgenosse Puschkins und mit ihm, was die Prosa betrifft, für die russische Literatur
wichtig, die zuvor eher lyrikbestimmt gewesen war.
Ich merke mir den bei Manesse erschienenen Erzählband
Der schwarze Handschuh
vor.
[15:22]
In einem ZEIT-Artikel über
Katmandu
gelesen, daß in der Stadt der Strom
nicht für alle reicht und alterierend ein/abgeschaltet wird. Das heißt,
jeder Stadtteil hat nur für bestimmte Stunden Strom, dann ist wieder
zappenduster.
[14:04]
Solch einen bibliomanen Brunnen hätte ich auch gerne für Leipzig. Er steht vor der Public Library of Cincinnati und trägt den Namen The Amelia Valerio Weinberg Memorial Fountain.
[13:58]
Zum Neubau der Leipziger Propsteikirche wurden wieder einmal Einwohner
befragt.
Selbst habe ich zu ihrer Architektur noch keine Meinung und warte ab, bis
der Bau fertig ist und man ihn im Gefüge mit dem Neuen Rathaus und der
Umgebung erlebt. Das läßt sich nicht antizipieren.
[13:57]
Wir haben mit Leipzigartig einen neuen Terminkalender für Veranstaltungen in und um Leipzig.
Mittwoch, 5. März 2014
[21:42]
"Verstanden zu werden ist ein unterschätztes Vergnügen". (The Mentalist S06E09)
[19:21]
"Folgen Sie doch Ihren Instinkten. Seien Sie ein Ekel!" (Dr. House S01E20)
[15:18]
"mit dem heiteren Fatalismus des fügsamen Gatten" (Amelie Nothomb: Im Namen des Lexikons)
Dienstag, 4. März 2014
[23:45]
"Können Sie wirklich 4 Sprachen? Oder hoffen Sie nur, daß das Ihre Gesprächspartner nicht prüfen können?" (Dr. House S01E19)
[20:38]
"Was ist, wenn er nicht trinkt?" "Er ist Brite. Vertrauen Sie mir!" (Castle S04E20)
[18:17]
Nach dem heute gefundenen Beitrag "Die Vermessung des Lesers" soeben gleich noch einen Artikel über unser modernes, sich offenbar veränderndes Leseverhalten gesichtet: "Does anybody read books the right way any more?"
[17:34]
Neuerdings begehen in Amerika, so liest man, Frauen das Ausbleiben der Menstruation mit einer Art Unfruchtbarkeitsfest. (Die ZEIT: Da geht noch was)
[17:26]
"Die Vermessung des Lesers - Wie Digitalisierung und soziale Netzwerke den Umgang mit Literatur verändern."
- "Die Intimität des Lesens geht vielleicht nicht verloren, solange ein Buch genügend Faszinationskraft ausübt. Aber doch wird sie durch zahlreiche Kommunikationsangebote zusehends gestört, aufgeweicht. Marguerite Duras sagte einmal, man könne nicht bei zwei Lichtern gleichzeitig lesen, dem Licht des Tages und dem Licht des Buches. "Man sollte bei elektrischem Licht lesen, den Raum im Dunkeln, und nur die Seite beleuchtet." Duras meinte die Einsamkeit des Leseakts im Lichtschein einer Nachttischlampe. Das elektrische Licht kommt heute vom Display, und aus einer einsamen Tätigkeit wird ein sozialer Akt."
[17:18]
Studien über uralte Menschen zeigen, daß Skepsis gegenüber modischen Marotten anscheinend die Langlebigkeit fördert. Über Hundertjährige haben das Leben nicht als Produkt der Umstände betrachtet, sie haben sich schon lange frei gemacht von den Erwartungen anderer. (Die ZEIT: Da geht noch was)
[17:11]
Gleichzeitig setzt bei vielen von ihnen ein Ermüdungseffekt ein. Sie haben mehr als zwanzig Arbeitsjahre hinter sich, und fast dieselbe Zeit steht ihnen noch bevor. Da fragt sich mancher, ob er das noch schafft oder schaffen will. Deshalb ist die Lebensmitte für viele Menschen ein guter Zeitpunkt, um zu überlegen, ob sie weiterleben wollen wie bisher oder die Chance ergreifen wollen, etwas Neues zu beginnen. Der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung hat einmal gesagt, man könne die zweite Lebenshälfe nicht nach dem Muster der ersten leben.
(Die ZEIT: Ändere dich, um dir treu zu bleiben)
[16:57]
Ein starkes Interview mit Erika Pluhar über das Altern und den Zustand der Welt.
[16:12]
"Jahrhundertelang hat die Menschheit überlebt ohne Pizza. Jetzt wird einem das an jeder Straßenecke um die Ohren gehauen!" (Ein Herz und eine Seele: Der Ofen ist aus)
[16:05]
Der US-Amerikaner Matt Sweetwood widmet sich in seinem Dokumentarfilm Beerland der deutschen Bierkultur. Heute von 22 Uhr bis 23.35 Uhr im Bayrischen Fernsehen.
[16:00]
Tatsächlich scheint um das fünfzigste Lebensjahr herum ein Umschlagpunkt zu liegen. Wer mit fünfzig beginnt, regelmäßig Sport zu treiben, ist, statistisch gesehen, für die Gebrechen des Alters ebenso gut gerüstet wie jemand, der schon immer durchs Leben joggte. (Die ZEIT: Jetzt kommt es darauf an)
[13:24]
'Der Rücktritt' (...) schleicht sich so behutsam in die Ehe des Präsidentenpaares Christian und Bettina Wulff, als hätte sich das ganze Filmteam Museumsfilzpantoffeln angezogen. (Die ZEIT 10/14: Allein im Zorn)
[13:12]
Retweet: Die drei größten Herausforderungen für die Menschheit: Durchrücken in der Bahn, das Prinzip Radweg verstehen und in einen ICE einsteigen.
[13:10]
"Noch eine Sache, die ich hinterher gelesen habe und die mir sehr gefällt. Im Weltraum gibt es keine Waschmaschinen. Die getragene Unterwäsche wird einfach in einer Kapsel mit dem anderen Müll rausgeworfen. Sie tritt in die Erdatmosphäre ein und verglüht, während unten auf der Erde irgendwo ein frisch verliebtes Pärchen an den Himmel schaut und sich beim Anblick der Sternschnuppe etwas wünscht."
(dasnuf)
[13:05]
Retweet: Ich finde Schwangerschafts-Tests super. Ich wünschte mehr Fragen des Lebens würden sich beantworten, indem man wo draufpinkelt.
[13:03]
Retweet: Ich habe immer Angst, dass sie mir auf einer Beerdigung mal einen Kranz zuwerfen und ich dann die nächste bin.
[13:01]
Retweet: Alles, was ich über Seemannsknoten weiß, habe ich von meinen Kopfhörern gelernt.
Montag, 3. März 2014
[21:00]
Außer einem Brief geben wir nix auf. (Tatort 902: Abgründe)
[20:45]
Persönliche Befindlichkeit: Krimig.
[20:41]
Vorgemerkt: In der morgigen Leipziger Volkszeitung erscheint ein Bericht über das Leipziger Brauereiwesen.
[20:34]
Mit dir bekommt Fremdschämen eine wirklich neue Dimension. (Tatort 902: Abgründe) -
Der Wiener Tatort mit Adele Neuhauser ist an sich ein Vergnügen. Lob hat dieser jüngste Tatort sowieso ausreichend abbekommen.
[18:58]
In rund achtzig Ländern haben Forscher die Daten zur Lebenszufriedenheit miteinander verglichen. Die Resultate ergaben das Bild einer U-Kurve: Ihren Tiefpunkt erreicht die Stimmung bei vielen in den Jahren zwischen 45 und 50. (Pasqualina Perrig-Chiello)
[18:49]
Was das deftige Lesepensum angeht, war es aber so, daß das Talent meiner Mutter, der verhinderten Musentochter, in mir viel stärker durchkam als der großväterliche Einfluß. Ich habe einfach das praktiziert, was sie der Umstände halber nicht hatte tun können. Ich glaube ja, daß Lesen, zumindest wie ich es von jung auf geübt hatte, der Versuch ist, den Text Zeile für Zeile und Wort für Wort innerlich zu vertonen und zu verfilmen. Wenn man richtig liest, löst man einen innerlichen kreativen Prozeß aus. Die meisten Leser inzensieren einen Film. Weswegen es überhaupt kein Wunder ist und mediengeschichtlich konsequent, daß der Roman des 18. und 10. Jahrhunderts in die Erzählkino-Kultur des 20. Jahrhunderts übergegangen ist. (Peter Sloterdijk)
[18:40]
Nach dem Krieg herrschte die idyllische Vorstellung, daß eine Frau dem Leben die Krone aufsetzt, wenn sie einen Jungen und ein Mädchen zur Welt bringt. (Peter Sloterdijk)
Sonntag, 2. März 2014
[18:00]
Auf den Einwand: "Sie haben sich verschrieben", antworte: "So sieht es, wenn ich schreibe, immer aus." (Daniil Charms: Die Kunst ist ein Schrank)
[17:08]
"Wir Männer sollten ein bißchen weniger trinken, dafür die Frauen ein bißchen mehr - dann würden wir uns alle viel besser verstehen." (Die ZEIT: Patina vom Faß)
[16:17]
Wir sind der Pflegenotstand - von Martin Buchholz. - "Windeln runter, Pflegeschaum..."
[16:05]
Ich kenne ja zumindest 1 Person, die gegen die Reise
Mit Robert Musil in Wien nichts einzuwenden hätte.
[15:44]
"Walter Kasper ... zitierte das Gleichnis Jesu vom guten Hirten, der 99 treue Schafe zurückläßt, um einem verlorenen nachzugehen und es zurückzutragen. Denn das Schaf ist nicht weniger wert als alle anderen. 'Doch eigentlich müßte Jesus das Gleichnis heute anders erzählen. Er müßte sagen, der Hirte läßt das eine Schaf zurück, um die 99 verlorenen wiederzufinden.'" (Die ZEIT: Der Vordenker)
[15:43]
Vor Nachtdienst 4/5. Seit zwei Tagen erkältet und durch die Nachtdienste gekämpft.
Mit der ZEIT gut voran, nur noch die Beilagen "Reisen" und "Wirtschaft".
Donnerstag, 27. Februar 2014
[19:46]
Noch etwas mehr zum Thema Einkauf:
"Übers Einkaufen im Supermarkt könnte ich mich endlos echauffieren. Speziell über diejenigen, die ohne Einkaufskorb losgehen und an der Kasse dann mit dem Einpacken und Bezahlen den Verkehr aufhalten. Und die blöden Kartenbezahler... Ich lege mir das Geld zurecht, solange ich in der Schlange warte, und gebe es der Kassiererin unmittelbar nach dem Verkünden der geforderten Summe. Offenbar ist dieses Vorgehen aber in den überwiegenden Teilen der auf Nahrungsmittel angewiesenen Gesellschaft in Vergessenheit geraten.
[19:37]
Informationen galten im Ersten Weltkrieg als wichtige Waffe - man spricht auch vom ersten Kommunikationskrieg. (Sarah Schaschek)
[19:33]
Ganz Ästhet, schreibt Harry Graf Kessler über verkohlte Leichen: "Ihr Gesicht sah meistens aus wie ein großer Chokoladenauflauf, in dem die Augen ganz klein und weiß wie Mandeln drinsteckten." (ZEIT Spezial zum WWI)
[17:20]
Vor Nachtdienst 2/5. Von 7.30 Uhr bis 17 Uhr geschlafen.
Leider war ich heute Morgen so fertig und müde, daß ich
nach Nachtdienst 1/5 den Umweg über den HBF nicht
schaffte und folglich noch keine neue ZEIT besitze,
weswegen ich jetzt wohl gleich das Haus verlasse.
Gesundheitlich war ich gestern angeschlagen und machte
dies mit dem heutigen grandiosen 9,5-Stunden-Schlaf wett.
Kaffeedurst!
Mittwoch, 26. Februar 2014
[17:08]
Nachdem ich gestern schon die ZEIT der letzten Woche zur Gänze
ausgelesen hatte, schloß ich eben die Beilage zum 1. Weltkrieg
mit 25 Personenporträts ab, die der ZEIT vor zwei Wochen beigegeben
war. Diese läßt sich auch für knapp 5.- Euro
kaufen.
Ich bewunderte vor allem, welche starken und faszinierenden
Frauen es damals gab.
[17:05]
Vier Stunden wegen Dienstbesprechung und Weiterbildung (Ablauf einer
Chemotherapie) aushäusig gewesen. Die Relation zwischen 2,5
Stunden Weg und 1,5 Stunden effektiven Beschäftigtsein ist ärgerlich.
Um wenigstens noch 1-2 Stunden ruhen zu können, nahm ich sie in
Kauf. Nach der ersten Mahlzeit seit 16 Stunden hoffe ich nun
auch die nötige Bettschwere entwickeln zu können. Um 20 Uhr
gehts dann zu Nachtschicht 1/5.
[12:18]
Die abgebrannte Altenpflegerin /
Josephine Baker und Georges Simenon /
Exotische Küche für Analphabeten /
Kommasaufen /
Rund um die Uhr /
Wir haben kein WiFi.
[11:00]
"Schon 1912 hatte Mina (Tobler) ihm gesagt, dass es ein schlimmer 'Druckfehler des Lebens' sei, dass er, Max (Weber), nicht deutscher Reichskanzler geworden sei. Daraufhin hatte er schnoddrig befunden, 'in diesem Fall sei das Pech mehr auf Seiten Deutschlands als auf seiner Seite'." (ZEIT Spezial zum WWI)
[10:54]
"private und professionelle Unübersichtlichkeiten". (ZEIT Spezial zum WWI)
[10:19]
Es gab damals vor und im Ersten Weltkrieg unsäglich Bekloppte. Und schlimmerweise auch
seitens der Kirche: "Wohnt Christus in unserem Volk, dann mögen sie uns hinmorden wie die Juden einst unsern Herrn, aus unserm Grabe steht das neue Deutschland auf!"
(Bruno Doehring)
[10:02]
Wenn es einem einigermaßen gut geht, sollte man keine Zeitung lesen.
Die tägliche Horrornachricht verdirbt einem jede halbwegs stabile Situation.
[9:56]
Wie man Flaschen auf das Kassenband legt ist ein unverzichtbarer und nervenschonender Ratschlag. Neulich walzte die anrollende Rotweinflasche des vor mir stehenden Kunden meinen Joghurtbecher fast zu Mus. Und so geht das JEDESMAL, wenn man an einem Warenband steht. Ich bin oft wenig zimperlich, drehe die fremden Flaschen in eine weniger angriffslustigere Position und ernte dabei sehr unterschiedliche Reaktionen des zukünftigen Besitzers.
[9:49]
Retweet: "Packe dem Sohn ab jetzt einen Apfel aus Wachs in die Pausendose. Sieht gut aus, muss kein Essen mehr entsorgen Und Er wird es eh nie merken."
[9:41]
Bei Anke Gröner gelesen: "Mark Twain ... wird ja jedes zweite Zitat im Internet zugeschrieben; alle anderen sind von Ambrose Bierce oder Gandhi."
[9:37]
Im DLF hörte ich soeben einen Bericht über die wöchentliche Fragestunde im britischen Unterhaus, bei der es ziemlichen Remmidemmi gibt, wie er im deutschen Parlament nicht mehr vorstellbar ist. Die alten Haudegen wie Herbert Wehner sind nicht mehr da und die Parlamentsordnung wurde sowieso verschärft. Im britischen Unterhaus gehe es lauter zu als auf einem Deep-Purple-Konzert, wurde einmal geschimpft. Und eine Abgeordnete maß letztens mittels einer Smartphone-App erstmals die Lautstärke mit 94 DB.
[8:40]
Vor Nachtdienst 1/5. Zweite Arbeitswoche von zwölf bis zum nächsten Urlaub.
Der heutige Tag wird dadurch verhunzt, daß ich um 14 Uhr zu
einer Dienstberatung mit Weiterbildung muß und sich eine
Rückkehr nach Hause aufgrund des langen Arbeitsweges nicht
lohnt (1 Stunde hin, 1 Stunde zurück) und ich also vom
voraussichtlichen Ende um 15.30 Uhr bis Dienstbeginn um 22 Uhr
in der Klinik rumgammeln werde. Wenn mir bis dahin kein
Alternativprogramm einfällt.
[8:38]
Bezüglich der gestrigen Frage bekam ich eine Rückmeldung.
Offenbar ist es tatsächlich so, daß in den USA Diabetiker
ihr Insulin noch selbst mittels Einmalspritze aus einer
Ampulle aufziehen.
Dienstag, 25. Februar 2014
[17:52]
Es geht ja selten nach den eigenen Ansichten & Vorstellungen.
Mir unbegreiflich, daß die Fernsehserie
Touch
mit Kiefer Sutherland nach nur 2 Staffeln eingestellt worden ist.
Ich sah bislang nur die erste, die in Deutschland ausgestrahlt
wurde. Wie schade. Auch andere Serien, die ich klasse fand,
kamen wenig voran, so erlebte
Body of Proof
lediglich drei Staffeln; und
Tru Calling
wurde sogar mitten in der zweiten Staffel abgesetzt.
[17:31]
Immer sich wenn in amerikanischen Filmen Diabetiker Insulin spritzen, tun sie es mittels Einwegspritzen. Dabei existieren seit 25 Jahren Spritzhilfen, so genannte (Insulin)Pens. Meine Frage ist nun, ob in den USA tatsächlich vorwiegend mit Spritzen hantiert wird oder dies eine filmische Eigenheit ist.
[17:06]
Heute ist erst Dienstag; und ich habe DIE ZEIT fast durch. Solange es
irgendwie machbar ist, lese ich jeden Artikel, selbst im Wirtschaftsteil.
Die jüngste Ausgabe verschaffte mir zudem drei neue Einträge in meiner
Bücherkaufliste, zwei davon entsprangen dem Text
Letzte Ausfahrt Uckermark
von Maxim Biller.
Montag, 24. Februar 2014
[22:39]
Mach das Heute immer zum Wertvollsten, was du hast. (Star Trek TNG S05E25)
[20:13]
In den 'Plaudereien eines Bibliomanen' gibt es seit sehr, sehr langer Zeit mit "Leseblockade" wieder einen Eintrag.
[19:03]
Wichtiger Artikel im SpON:
Alltag in Palliativstationen: Es gibt keinen Tod erster Klasse.
Für mich von Interesse, weil es gut möglich ist,
daß auch auf unserer Station demnächst Palliativbetten
eingerichtet werden. Zurzeit haben wir 16 onkologische
Betten; es sollen 28 werden.
[19:00]
Schöne Szene im Tatort
Todesspiel,
als die Kommissarin Blum den ersten Verdächtigten fragt,
ob der Tote Feinde gehabt habe und jener ihr das Telefonbuch
von Konstanz hinlegt und meint: "Suchen Sie sich einen aus!"
Sonntag, 23. Februar 2014
[13:22]
Ich korrigiere meine Aussage von letzhin. Bis zum
nächsten Urlaub im Mai muß ich nicht 14 Wochen,
sondern 'nur' 12 Wochen arbeiten und - da die erste
Arbeitswoche fast schon geschafft ist - jetzt nur noch 11.
Klingt verheißungsvoll und weniger deprimierend, als
ich ohne aktuellen Beleg meines Jahresdienstplanes zunächst
glaubte.
[13:14]
Einer dieser bemerkenswerten Zufälle: vorgestern kam ein Patient mit
Verdacht auf
Krätze
zu uns und gestern las ich in der ZEIT, daß diese
Krankheit in Deutschland wieder auf dem Vormarsch wäre.
[12:10]
Vor Nachtdienst 4/4. Wie unterschiedlich die Tage sind! Heute 12 Uhr aufgewacht, was etwas mehr als nur 4 Stunden Schlaf bedeutet.
Gestern stand 18.20 Uhr urplötzlich der Heizungsmonteuer in
der Tür und fuhrwerkte bis 20.15 Uhr herum, ohne daß er den
Fehler bei mir hätte ausmachen können. Also fuhr ich zum Nachtdienst
3/4. Als ich heute Morgen nach Hause kam, war die Wohnung warm -
offensichtlich hat sein weiteres Wirken im zentralen Heizungskeller,
von dem aus unserer Geviert versorgt wird, etwas gebracht. Ich
muß meinen Vater befragen, der glücklicherweise immer den
Schlüsseldienst für meine Wohnung übernehmen kann. Jedenfalls
hatte ich nach der Aufregung zuhause einen scheußlichen Dienst,
war nervös und abgechlafft.
Samstag, 22. Februar 2014
[18:40]
Nachdem ich den ZEIT-Teil "Chancen Beruf" absolviert habe,
wende ich mich den "Reisen" zu und spare mir das an dieser
Stelle gängigerweise vorgesehene "Feuilleton" für danach auf.
Die Wohnung ist immer noch kalt; und es wäre ein Wunder,
wenn dies keine Erkältung nach sich zöge!
[18:08]
Eine
App
für Stellenangebote in medizinischen Berufen. Leider nur für iPhone & iPad.
[17:50]
Vor Nachtdienst 3/4. Wunderbar geschlafen von 7.30 Uhr bis 16.15 Uhr.
Der zweite Nachtdienst nach dem Urlaub war schon erträglicher;
ich fühlte mich eingearbeiteter und den Situationen auf Station
gewachsener, wenngleich ich sagen muß, daß ich gesundheitlich
derzeit schwächele. Nach dem Wachwerden schalte ich immer den PC ein.
Heute ging Facebook, die Heizung dafür wiederum nicht, so daß mein
Zimmer eiskalt ist und ich mit dicker Jacke vor dem Bildschirm
sitze. Vorhin rief ich die Hotline meines Vermieters an.
Ich lese weiter die ZEIT und zwar nach den Teilen "Politik",
"Dossier" und "Wissen" im Augenblick "Chancen". Diese Reihenfolge
ist mir am liebsten. Am Schluß dann "Reisen" und "Wirtschaft".
Freitag, 21. Februar 2014
[15:15]
Vor Nachtdienst 2/4. Den ersten Arbeitstag nach dem Urlaub unbeschadet, wenn auch etwas zerfleddert, überstanden.
Im Gegensatz zu den vergangenen Monaten gelang es mir, gleich nach dem Nachhausekommen um 7.30 Uhr früh, einzuschlafen
und erreichte mit reichlich 8 Stunden Schlaf eine zufriedenstellende Quote. -
Immer ist irgend etwas! Ich wache auf, schalte den PC ein und - Facebook geht nicht.
Meine Heizung ebensowenig. Eiskalt. Dies kam vor ein paar Wochen schon einmal vor.
Am liebsten wäre ich gleich wieder ins Bett gegangen. Um 20 Uhr verlasse ich täglich das
Haus, um 22 Uhr beginnt der Dienst = immer Nachtdienst. Ich fahre meistens über
den Hautpbahnhof, wo ich dann Lebensmittel kaufe; und da ich während der Arbeit
sehr viel trinke und im Leben unmotorisiert = per pedes unterwegs bin, muß ich
wenigstens alle 2 Tage in den Supermarkt. Neuerdings kaufe ich wieder die ZEIT,
so daß ich am gestrigen Donnerstagabend vor meiner ersten Wache unbedingt in
den Zeitungsladen im HBF mußte.
Donnerstag, 20. Februar 2014
[15:01]
Retweet: "Bist du bescheuert?" "Wieso, du hast doch gesagt wir machen eine Kreuzfahrt und werfen all den Stress über Bord!" "DAS WAR MEINE MUTTER!"
[15:00]
Retweet: "Ich glaube, ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich Leute von Anfang an doof finden darf. Ich habe ja nicht ewig Zeit."
[14:27]
"In Deutschland hieße die Firma Wartsapp." (Peter Glaser)
[14:24]
Streß und Zeitdruck machen egoistisch.
[14:03]
17 arbeitsfreie Tage liegen hinter mir und 14 Arbeitswochen bis zum nächsten Urlaub vor mir.
Mittwoch, 19. Februar 2014
[17:40]
Eberhard Cohrs war wohl der Hans Moser der DDR.
[17:36]
"Die Jungfrau von Orleans ist nicht von Goethe, sondern von Schiller". "Klar, sonst wärs och keene Jungfrau mehr." (Eberhard Cohrs)
[17:36]
"Sabine Leutheusser-Schnarrenberger - das ist doch kein Name, das ist 'ne Kurzgeschichte." (Eberhard Cohrs)
[17:35]
"Kinder, ich bin gern in Grünau. Wer einmal in Grünau war, dem gefällts dann überall." (Eberhard Cohrs)
[9:51]
Schon lustig, wie nach dem Mord an einem Bestattungsunternehmer an der Tür des Geschäfts ein Schild angebracht wird: "Wegen Trauerfall geschlossen". (SOKO Köln S04E07)
[8:41]
"Männer und Treue. Haben wir wirklich so viel Zeit für diesen Diskurs?" (Soko Wien S05E09)
Dienstag, 18. Februar 2014
[8:14]
Diesen Spruch werde ich mir merken für unsere Dauerwiederkehrpatienten: "Wenn Sie die Güte hätten, mir zu verraten, was Sie neuerlich zu uns führt?" (SOKO Wien S05E07)
[7:30]
Frage an die Wiener/Österreicher: Wird bei euch tatsächlich so oft "wurscht" gesagt, wie ich es aus der SOKO Wien kenne?
[7:26]
Also, ich mag ja prinzipiell Krimis, die in Kleingartensiedlungen spielen.
Stellte eben Schein und Sein
(SOKO Wien S05E07) an. - Dagegen sind Zirkusthemen bäh.
Trotzdem werde ich mir die Jubiläumsfolge der Ludwigshafener anschauen, der Vollständigkeit halber.
Alles in allem - ich wiederhole mich - werden die SOKOs im Vergleich mit dem Tatort unterschätzt.
Montag, 17. Februar 2014
[18:25]
"Ich rede nur Klartext. Schwurbeln können die Politiker." (Wilsberg "Nackt im Netz")
[17:25]
"Zigarette?" "Nein. Das ist gegen das Gesetz von Allah!" "Es verstößt auch gegen die Brandschutzvorrichtungen." (Navy CIS S09E09)
[14:06]
Ich mußte eben in der Wikipedia nachschauen, ob Hans Modrow noch lebt. Anlaß war sein Auftreten innerhalb der Dokumentation Als die Mauer fiel - 50 Stunden, die die Welt veränderten.
[10:18]
Zum wiederholten Mal sehe ich mir die Dokumentation
Das Wunder von Leipzig
über die Vorgänge rund um die Montagsdemonstrationen im Oktober 1989 an.
Mir fiel auf, daß die ins Zentrum gerückten Akteure der Leipziger
Bürgerrechtsbewegung,
Udo Hartmann,
Uwe Schwabe
und
Gesine Oltmanns,
damals alle Pflegekräfte gewesen sind.
Sonntag, 16. Februar 2014
[18:33]
"Men's Mission - We add God to your misery" (The Simpsons)
[18:22]
"Sich zurücknehmen? Das sind Politiker. Die können in keinem Restaurant einen Tisch bestellen ohne 2 Kompromisse und 1 Ultimatum" (Castle S04E12)
[15:12]
Schicke mich an, den fünfzigsten und letzten Fall für Stubbe - "Mordfall Maria" - zu schauen.
[14:52]
Homer liest eine Wohnungsanzeige: "Apartment zu vermieten. Wir zwängen Sie überall rein." (Simpsons S14E18)
[14:50]
"Homer, es kann nicht immer alles perfekt laufen. Wir sind seit 10 Jahren verheiratet." "Oooh, ich hab' nicht gewußt, daß du die Jahre zählst". (Simpsons S14E18)
[10:14]
"Darf man Witze über den Holocaust machen?" Arnon Grünberg: "Wir haben keine andere Wahl."
[8:57]
Las eben statt "Haben Sie Aktien?" - "Haben Sie Nerven?"
[8:52]
Ein sehr altes Ehepaar kommt in den Himmel und wird von Petrus herumgeführt. Sie kommen an eine Prachtvilla. Petrus: "Diese gehört nun euch, ihr könnt darin wohnen." Die Frau skeptisch: "Und? Wer macht den Garten, den Hausthalt, die Wäsche?" Petrus: "Keine Sorge. Gärtner, Butler und Haushaltshilfe sind selbstverständlich inbegriffen." Die Frau dreht sich um und raunzt ihren Mann an: "Du immer mit deinen Herztropfen. DAS alles hätten wir schon vor 10 Jahren haben können."
[8:48]
"Wie gehts eigentlich deinem Mann?" - "Sehr gut! Er raucht nicht mehr, er trinkt keinen Alkohol mehr. Und er hat 20 kg abgenommen." - "Oh, da braucht man aber einen starken Willen!" - "Den habe ich."
[2:28]
Im
Wochenendjournal
des DLF wurde auch über den Nachtdienst einer Altenpflegerin in einem Seniorenheim berichtet.
Zu zweit müssen sie 87 Heimbewohner versorgen. Auf unserer Station liegen 72 Kranke -
zwei Pflegekräften sind demnach für je 36 zuständig.
Es gilt jedoch zu bedenken, daß im Gegensatz zur Heimbetreuung im Krankenhaus
weniger Routine herrscht und technische Verrichtungen (z.B. Infusionen) hinzukommen.
Der Vorteil im Heim beim Umgang mit dementen Patienten ist es, daß Ausgangstüren
und die Zimmer der Mitbewohner nicht geöffnet werden können. Bei uns verirren sich
mit schöner Regelmäßigkeit Demenzkranke im Haus, dringen in andere Patientenzimmer
ein, wo Schlafende entweder erzürnt oder zu Tode erschreckt werden. Wir bezeichnen
dieses ständige, oft stundenlange Hin und Her, das Zurückbringen ins eigene Bett,
Wegholen aus fremden Zimmern als "Hasche spielen".
Eine große nächtliche Belastung für Pflegekräfte!
[0:58]
[Über die Venus von Bierden] ... spricht der zunehmende Abstraktionsgrad dagegen, daß Lustgewinn das primäre Motiv der Handwerker gewesen sein könnte. Gegen Ende der Eiszeit habe es den künstlerischen Trend zu verkürzter Darstellung gegeben. (Die ZEIT 8/14)
Samstag, 15. Februar 2014
[15:32]
"Ich kann mich nicht erinnern." "Noch so 'ne Politikerkrankheit." (Der letzte Bulle S02E03)
[14:14]
"Bist du im Zweifel, folge dem Geld" (The Listener S03E07)
[12:48]
"Wenn Frauen wählen dürfen, werden wir die Prohibition bekommen." Dieser Satz aus Cold Case S04E21 führte mich zu Wikipedia, wo ein Sigmund-Freud-Zitat steht: "Wer durch Dezennien Schlafmittel genommen hat, kann natürlich nicht schlafen, wenn man ihm das Mittel entzieht. Dass die Wirkung der religiösen Tröstungen der eines Narkotikums gleichgesetzt werden darf, wird durch einen Vorgang in Amerika hübsch erläutert. Dort will man jetzt den Menschen – offenbar unter dem Einfluss der Frauenherrschaft – alle Reiz-, Rausch- und Genussmittel entziehen und übersättigt sie zur Entschädigung mit Gottesfurcht." Ich wüßte gern, in welcher Beziehung Frauenwahlrecht und Alkoholverbot stand.
[12:14]
In der Folge Cold Case S04E21 wird ein Mord aus dem Jahre 1919 aufgeklärt. Das ist, wenn ich mich richtig erinnere, Rekord in dieser Serie!
[11:19]
Ich flippe aus. Es gibt eine International Dark-Sky Association, die sich gegen Lichtverschmutzung engagiert und also u.a. Orte schützen will, in denen der Sternenhimmel besonders toll erstrahlt. In Deutschland gilt Gülpe (Brandenburg/Havelland) als der am wenigsten verschmutzte Ort, so daß er als Sternenpark ausgewiesen werden soll.
[5:28]
In den letzten Tagen pegelte sich mein Rhythmus so ein: Zwischen 17/18 Uhr und 1/2 Uhr geschlafen, dann nachts Zeitung gelesen, Radio gehört, morgens einkaufen gegangen, dann Serien geguckt und nachmittags die einzige, sehr üppige Mahlzeit des Tages gegessen, was eingedenk der vorherigen Biere zu den Serien die nötige Bettschwere verschaffte.
[5:22]
Vegetarier müssen aufpassen. Manchmal sind Frösche im Salat.
[5:17]
In einem ZEIT-Artikel über Aserbaidschan stieß ich auf den Begriff
Kaviar-Diplomatie.
[5:00]
Nach 20 Jahren wird der Leipziger Konvent der
Dominikanerinnen von Bethanien
aufgelöst.
Während der letzten 9 Jahre war er in der Eisenbahnstraße beheimatet, keine 10 Minuten Fußweg
(oder 3 Straßenbahnhaltestellen) von mir entfernt. Ich fahre täglich daran vorbei.
[4:33]
In Österreich heißt ein Zug (IC 542) "Pneumokokkenab50.at". Bis Dezember letzten Jahres war sein Name: "Schizirkus Saalbach-Hinterglemm Leogang".
[3:40]
In einem ZEIT-Komentar las ich eben: "Ich schau mir den Olympia-Tinnef nicht an."
[3:20]
Und schon wieder bietet der Deutschlandfunk eine auf meine Verhältnisse zugeschnittene
Sendung. Das Wochenendjournal (nachher um 9.10 Uhr) widmet sich dem Thema:
Gegen den Rhythmus - Arbeiten und leben in der Nacht.
[3:00]
"White elephants" (Weiße Elefanten) sind das, was wir vielleicht mit "Klotz am Bein" bezeichnen würden.
Verwendet wurde es jüngst für verwaiste ehemalige Olympia-Sportanlagen,
wobei auch die Macher von Sotschi jetzt behaupten, daß es keine solchen
Weißene Elefanten geben wird.
Freitag, 14. Februar 2014
[15:40]
Heute Vormittag
in der Sendung "Lebenszeit"
des Deutschlandfunks ging es um die Situation von Patienten
und Pflegekräfte im Krankenhaus. Bei all den schönen Tönen,
Ideen und Durchhalteparolen, die man vernimmt, kann ICH nur
eines sagen: der springende Punkt ist das Personal.
Bei weiteren Einsparungen im Pflegebereich helfen keine
hehren Konzepte, wie man Abläufe im Betreuungsprozess von
Patienten optimieren kann. Was einzig hilft: mehr Leute
einzustellen. Punkt.
[15:22]
Apropo ANH. Er ist gerade ziemlich deprimiert.
Jeder in seiner Lebenslage. Ich sitze hier, deprimiert,
weil mich der Beruf und mein Selbst erdrückt, er, weil
er Anerkennung vermißt. Das Niedergedrücktsein ist wohl
immer ähnlich. Er macht Sport, ich saufe.
Jeder Mensch will und braucht Bestätigung.
Manchmal wünsche ich es mir, daß all die da unten, die
Bedrängten, sich zusammenfinden würden. Oft träume
ich von einem Publikum, das mir zuhörte, vor wenigstens
einem Menschen, dem ich nicht egal wäre und der mir
sein Ohr liehe - für wenigstens zwei, drei Stunden.
[15:12]
Da ich Wälzer bekanntlich scheue, stauen sie sich hier.
Um so mehr, seitdem ich nicht mehr lese, seit Oktober letztens Jahres.
Deshalb als Notiz an mich selbst, falls es doch mal wieder anders kommen
sollte: den Namen
Christopher Ecker
im Gedächtnis behalten, ein, wie Alban Nikolai Herbst es
ausdrückt,
literarischer Solitär.
[12:25]
"Ich bin ganz einfach gestrickt. Ich gehe dahin, wo die Leichen sind." (Castle S04E10)
[0:01]
Die Frage der sozialen Gerechtigkeit kann nur noch auf europäischer Ebene beantwortet werden (Ulrich Beck in der ZEIT)
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