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Themenbereich: Links, Fundstücke, Wissenswertes (2)


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  Info/Linkdump zum Großbrand Ecke Annenstraße / Wurzener Straße am 29. März 2018 spätabends - [8] In der LVZ vom 24. Mai eine Anzeige, derzufolge die zwei Personen als Zeugen gesucht werden, die sich während des verheerenden Hausbrandes am 29. März 2018 in der Wurzener Straße (Ecke Annenstraße) vom Dach aus ins Sprungtuch retteten und seitdem verschollen sind. - Eine Fotostrecke der Lokalzeitung verdeutlicht, wie verheerend der Brand war. // [7] Gespräch zwischen zwei Fahrgästen in der TRAM. Die alte Frau kann sich nicht vorstellen, wie ein Brand so schnell um sich greift und mutmaßt dann, daß die Feuerwehr sich extra Zeit gelassen hätte, weil in dem Haus fast nur Ausländer wohnten. // [6] Daß beim Fall ins Sprungtuch Knochen gebrochen sind, lag übrigens daran, daß die Beiden zugleich sprangen. Normalerweise muß das Konstrukt die Zeit haben, sich wieder zu entfalten. // [5] Der beim Großbrand schwerstverletzte Mann befindet sich in kritischem Zustand; die tote Frau konnte bislang nicht identifiziert werden; man vermutet, daß es die Freundin des brandverletzten 40-jährigen Mannes ist. Es scheint so, als würde die Brandstiftung unter weit perfideren Umstände stattgefunden haben. Die Hausausgänge sollen mit Möbeln verbarrikadiert gewesen sein. // [4] Hier sieht man das Ausmaß der Katastrophe von oben und auch die Verheerung im ehemaligen Treppenhaus, wo der Brand ausgebrochen war. Angesichts dieses Gruselvideos vom Geschehen war auch irgendwie klar, daß es nicht glimpflich abgehen würde. Im Polizeiticker steht, daß heute noch über einen Haftbefehl für den mutmaßlichen Brandverursacher entschieden wird. // [3] Die BILD hat mal wieder jede effekthascherische Einzelheit brühwarm parat: Bilder von verendeten Katzen, evakuierten Menschen inklusive Rollstuhlfahrer, einem Baby, welches dem Feuerwehrmann aus dem Fenster gereicht wird. // [2] Die LVZ bringt mich auf den neusten Stand in Sachen Brand hier um die Ecke. Wenn geschrieben steht, daß ein Mann sich in kritischem Zustand befinde und mit schwersten Verbrennungen in einer Leipziger Klinik liege, dann brauchte man nicht so nebulös zu sein, denn das Brandverletztenzentrum an unserer Klinik ist eines der größten Deutschlands und feiert heuer sein 20-Jähriges. // [1] In der Nacht vom 29. auf den 30. März 2018 brannte es nur wenige Fußminuten von meiner Wohnung aus. An dem Haus fahre ich täglich vorbei; es war erst kürzlich aufwendig saniert worden. Wie die BILD berichete (Video), konnten sich zwei Mieter durch einen Sprung vom Hausdach ins Sprungtuch retten. Das Haus steht unmittelbar an der Haltestelle Annenstraße, die früher "S-Bahnhof Sellerhausen" hieß. Die ehemalige S-Bahn-Trasse soll ja - ein Langzeitprojekt in den Planungsschuhen - der so genannte Parkbogen Ost werden, eine kilometerlange Flanier- und Fahrradmeile.

  Bericht über den Rückgang an Organspenden und der sich verlängernden Wartezeiten auf eine Transplantation. Bei Nierenspenden mußte man früher 2 Jahre warten, heute sind es schon 7 Jahre. Und die Patienten sind dann, wenn sie dran sind, oft bereits in einem weit vorangeschrittenem Krankheitsstadium. An der Uni Leipzig starben im letzten Jahr 6 Patienten, weil sie keine Leber mehr gekommen konnten.

  Heinz Henschel verbrachte sein Leben als Schlosser. Nach seinem Tod mit 77 Jahren wurde sein filigranes künstlerisches Werk (YouTube), welches er in 50 Jahren abseits jedweder Öffentlichkeit nur für sich selbst schuf, entdeckt und wird nun ausgestellt: "Wanderer zwischen den Welten" (siehe auch die gleichnamige Begleitpublikation). Filigran stimmt bei dem mehr als 1000 Bilder umfassenden Werk buchstäblich. Das Kevelaer Museum: "Unser Museum verleiht auf Wunsch auch Lupen, damit man alle Feinheiten gut erkennen kann. Die Mitarbeiterinnen sind übrigens nicht böse, wenn Sie ihre eigene Lupe mitbringen." Die Story dieses Autodidakten ist so wunderbar. In Zeiten, in denen alles darauf ausgerichtet ist, maximale Außenwirkung zu erzielen, in sozialen Medien maximale Aufmerksamkeit zu erregen, arbeitet ein Feinmechaniker jahrzehntelang in seinem Hobbykeller und schafft ein einzigartiges Oeuvre. Ich bin hin und weg. Weitere Informationen finden sich auf der vom Kunstverlag David betriebenen Webseite über Heinz Henschel.

  Die Schweizer Optikerin Jacqueline Urbach entwickelte in den 60er-Jahren erstmals farbige Kontaktlinsen. Auf ihrem Patent beruhen bis heute farbige und Motivlinsen, die auch in der Filmindustrie eingesetzt werden, z.B. in der Twilight-Saga oder "Interview mit einem Vampir".

  Im Video zum Welt-Down-Syndrom-Tag - "50 Mütter, 50 Kinder, 1 Extrachomosom" - erstmals von der gebärdenunterstützten Kommunikation Makaton gehört, eine Form der Leichten Sprache. Im ZDF-Beitrag erfährt man mehr. Nicht nur Menschen mit Syndromen wie Trisomie 21 hilft Makaton, sondern auch in der Therapie von Menschen mit Aphasie (z.N. durch Apoplex) wird diese Kommunikation erprobt.

  Der Sterbehilfe-Aktivist/Guru Philip Nitschke ("Doctor Death"), Gründer von Exit International, tüftelt an einer Selbstmordmaschine mit der man sich ohne Fremdhilfe aus dem Leben befördern kann. Der Sarg ("Sarco") wird mit einem 3D-Drucker gedruckt und verwendet legal erhältliches Flüssigstickstoff. Man setzt sich in die Maschine, der Stickstoff wird eingeleitet. Nach 90 Sekunden soll man sich desorientiert fühlen; nach Minuten verlöre man das Bewußtsein; nach 5 Minuten wäre man tot." Nitschke hat die Idee einer Selbstmordmaschine schon seit vielen Jahren. Ich stieß auf den 3-D-Sarg ("euthanasia machine") für den selbstgewählten Tod durch das Ansinnen des US-Bundesstaaates Oklahoma, als Mechanismus beim Vollzug der Todesstrafe mangels anderer Gifte das Ersticken durch Stickoxid (NO2) einzuführen, also das Zeug, mit dem Autos unsere Straßen vollpesten.

  Beim Glücksindex (World Happiness Report) hat sich Norwegen die Spitzenposition erobert, die meiner Erinnerung nach in den vergangenen Jahren immer oder oft Dänemark inne hatte.

  trustWHO (85 Min; Dokumentarfilm 2017) - "Wem vertrauen Sie, wenn es um Ihre Gesundheit geht? Ärzte gehören dazu, und das Gesundheitsministerium auch. Die wiederum verlassen sich auf die Weltgesundheitsorganisation. Was aber wäre, wenn das Vertrauen, das ihr Milliarden von Menschen weltweit schenken, gar nicht gerechtfertigt wäre?

  Wunderbar, 10 Jahre nach dem Start kommt eine Fortsetzung: Die Sch'tis in Paris - Eine Familie auf Abwegen.

  In Lindenau im ehemaligen Stadtkrankenhaus, wo ich von 1990 bis 2004 als Krankenpfleger arbeitete, betreut heute der Verein "Haus Leben" Krebspatienten psychosozial und auch Kinder von Krebspatienten im sogenannten "Friesennest" (Anlehnung an den Straßennamen Friesenstraße). Auch andere Selbsthilfegruppen arbeiten an diesem Standort. Zudem ist der "Verbund gemeindenaher Psychatrie" in Lindenau aktiv.

  Im Zoo Aue gibt es Curly, einen betagten brutwütigen Emu, der vor fünf Jahren partout eine grüne Plasteschüssel ausbrüten wollte und es auch heuer nicht lassen kann, so daß ihm die Tierpfleger Eier besorgt haben, die er in 60 Tagen ausbrüten kann. Währenddessen nimmt er keine Nahrung zu sich. Alle Versuche, seinen Bruttrieb zu unterdrücken (z.B. mit Testerstoroninjektionen), scheiterten.

  Koffer- oder Schachtelwort kannte ich, aber das gleichbedeutende Portmanteau ist mir neu. Daß Smog ein Koppelwort ist, hatte ich glatt vergessen (smoke + fog); ebenso Motel (motor + hotel). Das zurzeit wohl am inflationärsten gebrauchte Kreuzungswort, ähm, Portmanteau ist Brexit. Gleich mein dürftiges Englisch erweitert und in die Untiefen des Filmlexikons herabgestiegen: portmanteau film (Episodenfilm), Omnibusfilm (anthology film).

  Medienkunst zu konservieren ist wichtig und diffizil zugleich, denn sowohl die Technik veraltet als auch die Medien werden instabil, verrotten. Das Karlsruher ZKM widmet sich beispielsweise durch das Labor für antiquierte Videosysteme dem Erhalt und der Rekonstruktion der Geräte und der Kunst. Beides wird gepflegt. Man begreift sich gewissermaßen als Arche Noah für Medienkunst.

  Die Entsorgung von Elektroschrott ist vielfach noch ein Stiefkind. Ein Leipziger Unternehmer entwickelte mit Binee ein System, das mittlerweile in Leipzig und Umgebung 10 Stellen anbietet, wo man seine defekten oder noch funktionierende Geräte in Recyclingboxen abgeben kann und im Gegenzug einen Gutschein für lokale Läden wie z.B. dm erhält. Auf der Webseite wird zudem erklärt, was man mit dem Konzept über einen Wertstoffhof hinaus erreichen will. Binee-Boxen befinden sich u.a. im Zoo, bei Conrad, in den Parkhäusern des P.C., im Neuen Rathaus, bei "Einfach Unverpackt" (Kochstraße) und in der "Kostbar Naturkost" (Karl-Heine-Straße).

  Im Falle des polnischen Hilfepflegers, der beschultigt wird, mit Insulingaben Menschen getötet zu haben, wurde die Sonderkommission "EG Pen" genannt. Schon ein bißchen schwarzhumorig, sie nach der Tatwaffe zu bezeichnen. Ich fand einen hochinteressanten Bericht über den ersten nachgewiesenen Mord mit Insulin, der 1958 in England verübt worden war. Um jemanden oder sich selbst mit Insulin zu töten, braucht man übrigens recht viel Insulin. Ich erinnere mich, wie jemand auf unserer ITS überlebte, nachdem er sich 800 I.E. injiziert hatte. Man bedenke, in einer Fertigampulle befinden sich "nur" 300 Einheiten. Der Körper besitzt regulatorische Mechanismen, um eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) auszubügeln.

  SanoSax.de ist ein Fachkräfteportal, das im Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens Fachpersonal vermitteln will.

  Das Erzgebirge hält noch die Stange und die Tradition am Leben. Erst gestern zu Mariä Lichtmess (Darstellung des Herrn) wurden vielerorts die Lichter an den Schwibbögen und Weihnachtsbäumen gelöscht. Liturgisch ist in der katholischen Kirche aber schon seit Sonntag nach Epiphanie (Erscheinung des Herrn) Jahreskreis. Der Sachsenspiegel berichtet aus Zwönitz, wo man nach der feierlichen Beendigung durch traditionelles Lichterlöschen ins Wirtshaus geht, um Hirsebrei mit Bratwurst zu essen, dem Lichtmess- und früher Arme-Leute-Essen. So ganz ohne Licht mag der Zwönitzer nicht sein: Ab sofort leuchten dort die Gewitterkerzen, die nicht nur gegen Unbilden der Natur eingesetzt werden, sondern auch für den häuslichen Frieden sorgen sollen, sollte es Knatsch gegeben haben.

  Es wird immer behauptet, in der Pflege verdiene man wenig, der Beruf sei als Knochenjob nicht ausreichend gewürdigt. In den "Mythen der Arbeit" wird das ein bißchen zurecht gerückt.

  In einer Kulturzeitsendung sehe ich gerade einen Bericht über literarisches Übersetzen. Darin kommt eine Übersetzerin zu Wort, die den klingenden Namen Maralde Meyer-Minnemann trägt. Mal abgesehen von der Alliteration - was für ein Vorname, den ich bisher noch nie vernommen hatte! Schande übrigens über mich, denn sie übersetzt Antonio Lobo Antunes, und ich habe den Namen der Übersetzerin einfach nicht wahrgenommen.

  Diesen Eintrag hatte ich schon; Kulturzeit wiederholt den Beitrag über den Fotograf Stefan Draschan, welcher "flüchtige Momente erfaßt, in denen Museumsbesucher und Kunst auf eindrucksvolle Weise zusammenkommen." In seinem Blog "People matching Artworks" kann man viele dieser Fotos bestaunen. Andere Motive sind: Menschen, die in Museen schlafen, Menschen, die Kunstwerke berühren oder eben einfach Paare.

  Der Brite Barnaby Dixon bastelt sehr bewegliche Puppen. Die Stop-Motion-Technik war ihm Ansporn, gelenkigere Puppen zu schaffen. Er baut sie quasi um seine Handgelenke herum. Ein Vogel war seine erste Schöpfung. Der Indianer Manu und ein Dinosaurier folgten.

  Gut möglich, daß es in absehbarer Zeit ein Pflaster zum Abnehmen gibt. Indonesische Forscher haben bei Mäusen erfolgreich Wirkstoffe eingesetzt, die weiße Fettzellen (böse!) in braune (gute!) umwandeln, wodurch man Gewicht verliert.

  MDR-Special: "Leben mit der Platte". In der Platte habe ich nie gewohnt. Dennoch interessant, weil es zu unserem Leben dazugehört. Ich erinnere mich noch, wie ich Anfang der 80er einen Freund in einer 1-Raum-Wohnung in der Grünauer Uranusstraße besuchte, ringsum nichts als Matsch und Schlamm.

  Extremsportler Stig Severinsen kann sein Lungenvolumen auf 14 Liter ausweiten und stellte 2012 den Guinessbuchrekord im Apnoetauchen auf. Er hielt unter Wasser 22 Minuten lang die Luft an.

  Einen Beitrag über den linken Musikverlag Trikont gesehen, der 50 Jahre alt geworden ist. Hatte ich noch nie gehört. Sie vertrieben u.a. Jörg Fauser, Karl Valentin, Ton Stein Scherben, Funny van Dannen, Hans Söllner und LaBrassBanda. Anläßlich des Jubiläums verlegte der Heyne Verlag den Prachtband "Die Trikont-Story. Musik, Krawall & andere schöne Künste".

  Die Bierbrauer vermischen mittlerweile sogar Kaffee und Bier. Die Engländer nehmen gerne Stout oder IPA, aber auch die Hessen haben schon ihr Kaffeebier Enzo; im Euromaxx-Beitrag wird das Latt-Ale erwähnt, für das sich die Brauerei "Greenwich's Meantime Brewing & Co" mit einer Rösterei zusammengetan haben. Und Starbucks ist offenbar auch dabei.

  Compressorhead ist eine Musik machende Band aus Robotern, die erstmals auf einem Metal-Konzert in Australien spielte. Die "Metaller" spielen Musik von Bands wie Motörhead, AC/DC, Pantera und Ramones. "Fingers", der Gitarrist, ist mit 2 Händen mit zusammen 78 Fingern ausgestattet. "Bones" ist der Bassist. "Stickboy", der Drummer, hat 4 Arme; das Schlagzeug besteht aus bis zu 14 Instrumenten.

  Aus Holz bestehende 3D-Modelle, die puzzleartig ohne Kleber zusammengesteckt werden, ist mit das Abgefahrenste, was ich in Euromaxx in letzter Zeit gesehen habe. Die ukrainische Startup-Firma Ugears verkauft ihre Modelle zum Selbst-Zusammenstecken inzwischen in 80 Länder. Besonders diese Schatztruhe hat es mir angetan.

  Ich bin an sich kein Fan von Hiphop und stehe der Musik ratlos gegenüber, aber der Song "Holz" der deutschen Band 257ers ist mein Ohrwurm des Tages. Und auch das anschließende gehörte "Holland" gefällt.

  Jean-Claude Van Damme, dessen Actionfilme ich als proletarischer Jugendlicher und Erwachsener immer gerne sah und der schon in seinem Film "JCVD" Selbstironie pflegte, legt nun mit der 6-teiligen Amazon-Miniserie "Jean-Claude Van Johnson" sozusagen ein Alterswerk auf.

  Dadurch daß ich bei den Kulturjournalen immer noch hinterherhinke und die aktuellen Magazine noch nicht gesehen habe, entging mir der Kinostart von "Zeit für Stille", einem Thema, das mich so sehr fesselt, daß ich mich ins Knie darüber beiße, daß der Film mir entgangen ist. Denn obwohl er "erst" am 30. November anlief, ist er aus Leipziger Kinos bereits verschwunden. Nun gilt es, die Augen offen zu halten, um mitzubekommen, wo und wann sich dieser Dokumentarfilm sehen läßt. In Leipzig finde ich nur noch eine Vorstellung, und zwar am 3. Januar um 16 Uhr in der Kinobar Prager Frühling. Da keine Ticketvorverkäufe möglich sind, wäre ich darauf angewiesen, daß ich eine Karte an der Kasse bekomme. Rechtzeitiges Kommen ist also angezeigt. Schier umwerfend war damals "Die große Stille" über das Leben der Kartäuser für mich. Einen filmischen Blick auf dieses so rare Gut, die Stille, ersehne ich sehr und freue mich unbändig darauf.

  Der The Interlace genannte hexagonal angeordnete Gebäudekomplex in Singapore besteht aus 31 sechsstöckigen Häuserblöcken mit insgesamt 1040 Apartments, entworfen deutschen Architekten Ole Scheeren.

  Boxende Großmütter in Südafrika - das ist so stark. Im Verein "Boxing Gogos" in Cosmo City, einem Vorort von Johannesburg, treffen sich 80 Frauen und werden von Claude Maphosa gecoached.

  Daß man sich vor der Ansteckung mit AIDS heutzutage auch medikamentös schützen kann, wußte ich nicht. Die blaue Pille gibt es in Frankreich seit 2016 auf Rezept und wird entweder regelmäßig täglich eingenommen oder punktuell vor und nach dem Sexualverkehr. Der Schutz firmiert unter dem Namen PrEP.

  In China fahren viele Menschen mit dem Rad. Sie fahren meistens ohne Licht. Die Regierung hütet sich, ein Gesetz zu erlassen, welches die Radfahrer zur Beleuchtung verpflichtet. Die Begründungen, warum man kein Licht am Rad habe, sind erheiternd anzuhören. Getreu dem Motto: Wenn genügend Autos führen, wäre es auch hell genug.

  FAQ: "Was genau ist die Idee von piqd?" - Antwort: "piqd ist die Programmzeitung für guten Journalismus. In 18 Themenkanälen empfehlen ca. 120 Kuratoren besonders wertvolle journalistische Beiträge. Jeder sogenannte 'piqer' empfiehlt maximal einen Beitrag pro Tag. Stets wird dabei die Frage beantwortet: 'Warum ist diese Empfehlung die Zeit der Leser wert?' Unser Ziel ist es zu einer informierten Öffentlichkeit im Netz beizutragen."

  Meine Ohrwürmer sammle ich hier. Neuester ist das von Buddenbohms Beifang herausgegriffene "On Ecrit Sur Les Murs" (Kids United). - Dann auch gleich wieder, weil das zum regelmäßigen Ohrwurm-Durchhör-Programm gehört: Take Care Of Me (Les Humphries Singers) mit der unvergleichlichen Elvira "Puppa" Herbert, deren Stimme in "Tell me why" nochmal hörbar ist. Andere Videoaufzeichnungen von ihr fand ich nicht. In einer Sendung der Drehscheibe muß sie vorgekommen sein (1973). Und von der Westernkomödie "Es knallt und die Engel singen" (1974) las ich hierbei zum ersten Mal, wo sie als "Gangster Puppa" mit den The Les Humphries Singers zu sehen und zu hören war: "Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges wirkten die Les Humphries Singer in einem Film mit: 'Les Humphries: Es knallt - und die Engel singen' zeigt die Truppe als fröhliche Gangsterbande in großen, turbulenten Abenteuern. Die Produktion entstand 1973 in Spanien und persifliert das Genre des Mafiafilms. Eine Mafiabande im Amerika der Prohibitionszeit wechselt, nach Misserfolgen in der kriminellen Laufbahn, ins Showgeschäft über. Der Soundtrack besteht aus Hits der Les Humphries Singers."

  Der Seiffner Gerd Hofmann entwickelt aus Holz Motorräder. Neuester Hit ist die Räucherschwalbe, eine willkommene Alternative zum herkömmlichen Räuchermännchen.

  "Forscher haben untersucht, wie Alkohol die Stimmung beeinflusst und wer eher wovon trinkt."

  "In Turin wird mit dem Haus '25 Verde' eine Zukunftsvision von grüner Architektur Wirklichkeit. Es holt die Natur zurück in die Stadt". - Ich würde sofort in dieses Haus einziehen!

  Der Wald als Ort der Heilung, des Wohlfühlens wird in der Dokumentation "Therapie unter Tannen", einem Film von Klaus Kastenholz, beschrieben.

  Erstmalig wurde das erzgebirgische Wort des Jahres auserkoren: Sperrgusch. Das Smartphone nennt man übrigens "Rumwischkastl".

  Auch im Staate Dänemark ist etwas faul. Die sozialen Klassen driften auseinander. Bedroht ist somit auch der Status im Weltglückindex. Bisher waren die Dänen gewillt, hohe Sozialausgaben zu zahlen (ca. 60% des Einkommens), weil, wie der Bericht des arte-Journals sagt, das Wir-Gefühl ausgeprägt ist, weil sich die sozialen Schichten kennen. Doch die Mieten steigen in den Städten, die Eliteschulen wachsen und sondern die Schichten voneinander. Man wünscht es sich freilich, daß Dänemark den Tendenzen zum Trotz eine Glüclinsel bleibt.

  Ein gigantische Hygienproblem in Indien. Für die Hälfte der 1,3 MRD Einwohner fehlen geeignete Sanitäreinrichtungen. Ganz zu schweigen vom Müllproblem. Selbst bei der Vorzeigekampagne Clean India hakt es gewaltig.

  170 Berufsgruppen sind von Altersarmut bedroht. "Wer unter 1854 Euro monatlich verdient, rutscht mit seiner Netto-Rente sogar unter dem Grundsicherungsniveau. Betroffen sind hier rund 50 Berufe, darunter Wachpersonal, Kosmetiker und Frisöre. Als Faustregel gilt zur Zeit: Wenn das gesamte Einkommen, also aus gesetzlicher, Betriebs- und privater Rente sowie weiteren Einkünften, unter 823 Euro liegt, kann geprüft werden, ob Leistungen aus der Grundsicherung beantragt werden können."

  Euromaxx stellt oft Menschen vor, die sich auf etwas kaprizieren, die Ungewöhnliches machen. Klar, professionalle Künstler leben damit und davon. Aber Menschen mit außergewöhnlichen Hobbys sind noch beeindruckender. Der Schwede Pontus Jansson, der stundenlang Steine stapelt, Pfützen fotografiert. Oder heute der Londoner Ben Wilson, der in der Öffentlichkeit festgetretene Kaugummis bemalt.

  In Lemberg (Ukraine) gibt es ein Speckrestaurant. Für diese ungewöhnlichen Speisen sollte man einen belastbaren Gaumen besitzen. Als Süßspeise Speck mit Eis.

  Asien ist nicht nur geografisch, sondern auch kulturell weit entfernt. Wir allen warten, daß Christian Köllerer seine Eindrücke von seiner kürzlichen, mehr als zweiwöchigen Japanreise zu Bit bringt. Im ZDF-auslandsjournal sah ich einen Bericht über Mok-Bang. Das mutet uns Mitteleuropäern reichlich fremd an. Vor laufender Kamera stopft man Essen in sich rein, zelebriert Freßorgien, schmatzt, schlingt, keucht und teilt dies in sozialen Netzwerken, verdient mit Millionen Klicks auf YouTube oder afreecaTV Geld. Auf mehr als 5000 Videokanälen schauen sie gebannt zu, ziehen sich das rein wie wir hierzulande Katzenvideos - für die Südkoreaner möglicherweise ein ähnlich abstruses Gebaren. Ich würde sie gerne mal fragen bzw. kenne jemanden, der das tun könnte oder vielmehr schon längst weiß. Dieses Binge-Eating, so lechzen Marketingleute, sollte gefälligst auch in westlichen Industrienationen Verbreitung finden.

  1967 durften Frauen bei Wettkämpfen nur bei Kurzstrecken bis 800 m bzw. Langstrecken bis 2,4 km teilnehmen. Kathrine Switzer lief halblegal mit (angemeldet MIT Startnummer, aber eben als Frau, was verboten war). Man hatte die Befürchtung, Frauen könnte "beim Laufen die Gebärmutter herausfallen". Eine andere Frau, Bobbi Gibb, lief bereits 1966 den Boston Marathon, war 1967 sogar 1 Stunde schneller als Switzer, startete aber ohne offizielle Startnummer. 1968 rannen bereits 5 Frauen inoffiziell mit. Erst 1996 wurde Bobbi Gibb als weibliche Gewinnerin für 1966, 1967 und 1968 anerkannt und geehrt. Switzer, die Marathonaktivistin, gewann 1974 den New-York-Marathon und lief auch in diesem Jahr, ihrem 70. Geburtstag, wieder beim Marathon mit.

  Michael Niavarani liest aus "Leben, Natur, Wissenschaft. Alles, was man wissen muß" (DNB). Ich kannte diesen österreichischen Kabarettisten bis eben nicht, bekam das Video per WhatsApp zugeschickt und googlete mir diese Informationen mühsam zusammen. Die gezeigte Videosequenz stammt aus dem Programm Encyclopaedia Niavaranica von 2009.

  Als ich heute Nacht den Bericht über den Bildband über die Potemkinsche Dörfer sah, kam mir ein weiterer Bildband in den Sinn: Archiflop mit dem erklärenden Untertitel: "Gescheiterte Visionen. Die spektakulärsten Ruinen der modernen Architektur", den unsere Stadtbibliothek leider nicht bereit hält.

  Mir lief es soeben kalt den Rücken herunter. In dem Bericht über Gregor Sailers Bildband The Potemkin Village (Kehrer 2017) wurden Potemkinsche Dörfer gezeigt, so auch eine für 300 Mio Euro errichtete militärische Übungsstadt. Weil die Militärs davon ausgehen, daß künftige Kriege auch in unseren Städten ausgefochten werden.

  Morten Kryger Wulff ist Fahrradkoch. Er kocht unter freiem Himmel. Dort, wo seine Gäste essen wollen, fährt er mit seinem Lastenrad hin, wirft den Grill an und kocht. In Kopenhagen. Für zirka 70 Euro pro Menü.

  MDR und Deutsche Welle entwickelten das Konzept für die neue Sendung Privatkonzert, in der Musiker unterschiedlichster Couleur zusammen mit den Moderatoren Kim Fisher und Wigald Boning in heimeliger Atmossphäre auf der Couch sitzen, plaudern und Musik machen. Zu Gast in der Pilotsendung waren Anastacia, Conchita, Silly und Marlon Roudette. Gedreht und gesendet wird aus einem architektonisch berühmten Gebäude, dem Haus Schminke in Löbau, von dem ich bis eben nichts wußte, weil mich Architektur, bis ich auf das DW-Magazin "Euromaxx" stieß, nie die Bohne interessierte. Privatkonzert wird wöchentlich gesendet werden.

  Wenn der Permafrostboden auftaut, führen die reaktivierten Bakterien und der enthaltene Kohlenstoff dazu, daß CO2 freigesetzt wird. Mengenmäßig doppelt so viel, wie durch das Verbrennen aller Wälder dieser Erde entstünde (1,6 Billionen Tonnen). Eine tickende Zeitbombe für das Klima. Nicht zu verachten auch das frei werdende Methan, welches 25mal so viel Kohlendioxid fördert. In einem Versuchsprojekt, dem so genannte Pleistozänpark, werden Wildtiere wie damals angesiedelt. Dadurch daß sie im Winter die Schneedecke aufscharren, schmilzt der Frostboden weniger, als wenn die geschlossene Schneedecke wie eine Wärmedecke wirkte. Im Pleistozänpark ist die Bodentemperatur dreimal so kalt wie außerhalb! Wenn der Permafrostboden erst einmal aufgetaut ist, ist die Klimaerwärmung nicht mehr aufzuhalten. In der Reportage "Sibirien: Die Helden der Urzeit" wird diese Problematik ausführlich dargestellt.

  In Taucha wird ein buddhistischer Tempel gebaut, aus Lärchenholz, gänzlich ohne Schrauben oder Nägel. In Vietnam ist das 1,5 Mio teure Bauwerk bereits errichtet gewesen, wurde dann wieder zerlegt und befindet sich zurzeit auf dem Weg hierher. Taucha ist zwar eigenständige Stadt, ist räumlich aber mit Leipzig verbunden. Ich wohne im Osten Leipzigs, zur Straßenbahn nach Taucha muß ich nur 5 Minuten laufen. Der Bezug zum Buddhismus fehlt im Wikipediaeintrag von Taucha noch vollständig. Vor einigen Tagen war Grundsteinlegung; im Herbst 2018 soll der Tempel fertig sein, der übrigens unmittelbar neben dem Bahnhof entsteht.

  Kinga Glyke ist eine erst 20-jährige Jazzbassistin aus Polen, die mit ihrer Coverversion von Tears in Heaven (Eric Clapton) schlagartig bekannt wurde. Auch im DeutschlandRadio widmete man sich dem neuen "Basswunder", das mit seiner Familienband erst kürzlich während der Leipziger Jazztag in Leipzig spielte.

  Seit langem Fan der Familienband Kitty, Daisy & Lewis. Mit Down On My Knees gibt es nun ein neues Video. Bekannt wurde nicht nur mir diese Truppe vor Jahren durch Going up the country. Ab 3. November gastiert sie in Hamburg, Dresden, Frankfurt/M., Köln, Berlin und München.

  Michael Landeck verkauft in Berlin im Koshary Lux nordafrikanisches Streetfood. Namensgebend ist das ägyptische Nationalgericht Kushari, ein Gericht, gemixt aus Reis, Nudeln und Linsen, vermischt mit Tomaten, glacierten Zwiebeln u.a. 50 Küchen stellt seit Wochen Berliner Restaurants vor, in denen man sich "durch die Welt schlemmen kann, ohne die Stadt zu verlassen". Ich fühlte mich arg versucht, nach Berlin zu fahren, um die eine oder andere gastronomische Ecke kennenzulernen. Besonders dieses heute vorgestellte ägyptische Schnellkoch reizt mich sehr.

  Es gibt blauen Wein, dem nicht etwa mit Lebensmittelfarbe nachgeholfen wurde, sondern dessen Trauben so gemischt sind, daß die ungewöhnliche und viele Weintrinker verschreckende Farbe herausgekommen ist.

  Das Gedächtnis der Menschheit: "Ob Pablo Picasso, der Fall der Berliner Mauer, ein Boxkampf von Muhammad Ali oder die Südpolexpedition von 1914: Im Londoner Hulton Archive lagern Pressefotos aus 150 Jahren Menschheitsgeschichte." - Und weniger als 1% aller Fotos sind erst digitalisiert.

  Tschechien ist das atheistischste Land Europas. Um dies zu ändern und Menschen spirituelles Leben zu vermitteln gibt es im ehemaligen Wallfahrtsort Hejnice (16 km von Liberec entfernt) ein Internationales Zentrum der geistlichen Erneuerung.

  "Burgstädt (...) war Austragungsort der "2. AgrOlympics", einem europäischen Berufswettbewerb zwischen angehenden Landwirten. Mehr als 100 Teilnehmer aus 18 europäischen Ländern haben sich bei diesem zweitägigen Wettbewerb in ebenso vielen Disziplinen gemessen. Dazu gehörten neben der Beherrschung der modernen Landtechnik auch ganz traditionelle Fertigkeiten wie das Stapeln von Strohballen oder das Handmelken." - Mit Heuballen herumschmeißen war eine Lieblingsbeschäftigung von uns als Kinder während der Sommerferien auf dem Dorf. Übrigens haben die Schweizer die Olympiade gewonnen - vor Estland und Deutschland.

  TinkerToys sind Spielzeuge, die Kinder sich per Software selbst kreieren und die dann vom 3D-Drucker produziert werden.

  Nicht nur Weinköniginnen gibt es, sondern auch Stollenmädchen, die 1 Jahr lang Werbung für den Stollen machen. 1995 wurde dieses Tradition ins Leben gerufen.

  Bericht über Café-Casinos als Scheingastronomie gesehen. Von den 400 legalen Spielcasinos in Sachsen müssen viele jetzt wegen einer neuen Verordnung schließen, die beispielsweise den Abstand der Hallen zu Schulen regelt. 400 legale nur? Die gesamte Eisenbahnstraße hier in Leipzig, in der ich mich tagtäglich bewege, ist mit Spielhallen und Spielcafes nur so gepflastert. Anderorts dürfte es quasi gar keine mehr geben.

  In einem Baumhaus übernachten ist möglich, wenn auch ein teures Vergnügen. Im Resort Baumgeflüster gibt es mehrere, zirka 40 qm große Baumhäuser mit allem Komfort und durch großzügige Fenster super Blick in den umgebenden Wald.

  Figuren aus den Asterix-Comics heißen in anderen Ländern mitunter anders. So heißt Miraculix in Serbien "Aspirinix". Und Obelix heißt in Island "Steinrikur". Asterix wird in China "Yali" genannt.

  Die Kulturzeitsendung vom 18. September berichtet vom Amerika der "atomaren Leichtigkeit" in den 50ern, als in Las Vegas "Miss Atomic Booster" gewählt wurden, die mit dem Atompilz dekoriert waren. Der Bikini wurde nach dem Bikini-Atoll, dem Ort von Atomversuchen, benannt. Es gab Atombaukästen für Kinder (Atomic Energy Lab), Atompilztorten für Militärs. In einem Lehrfilm für Kinder (Duck and Cover) wurde einem beigebracht, wie man sich bei einem Nuklearschlag verhält.

  Digitales Gärtnern sorgt für eigenes frisches Gemüse auf dem Tisch. Ein Berliner Start-Up realisert es. Man pachtet eine Garten-Parzelle und managet per Internet, was angebaut wird, wann gegossen wird usw. und bekommt das geerntete Gemüse dann innerhalb eines Tages geliefert. Bislang nur für Berliner, soll die Idee bald auch in anderen Städten umgesetzt werden. Super. Das von Martin Kruszka ins Leben gerufene Projekt, für das ihn das Onlinegame "Farmville" inspirierte, nennt sich IP Garten. Die Parzelle, die man virtuell bewirtschaftet, ist 16 Quadratmeter groß. Auf YouTube kann man in die Idee vertiefen.

  Seit 1989 ist der Insektenbestand in Deutschland um 75 Prozent geschrumpft.

  Nach Hygge (DLF) kommt der nächste Livestyletrend: Lagom, dem sich das DeutschlandRadio gewidmet hat. Lagom meint: "das rechte Maß, die goldene Mitte: nicht zu viel, nicht zu wenig, genau richtig. Im Kern geht es um Ausgeglichenheit, Unaufgeregtheit und Zufriedenheit – ohne Ecken und Kanten und ohne extreme Ausschläge."

  Der Physician Assistant (PA) ist ein neu geschaffener Beruf, der als Bindeglied in der medizinischen Betreuung Verwendung findet. Ärzte sollen durch ihn entlastet werden. Bundesweit arbeiten derzeit etwa 300 PA. Der Arzt darf auch an examinierte Pflegekräfte Aufgaben delegieren wie z.B. Blutentnahmen. Der Aufgabenbereich des PA soll aber weit mehr solche delegablen Aufgaben umfassen, als es bisher für Nichtärzte üblich ist.

  Es gibt ein Koch-Wiki mit derzeit 11.114 Rezepten und Weiterführendem: "Außerdem findest du Informationen zu Zutaten, Kochtechniken, Zubereitungsarten, Kochutensilien, Anrichten, verschiedenen Saisonkalendern, Wein oder anderen Getränken, z.B. Cocktails zum Essen und vieles mehr."

  Gaëtan Roussel, Sänger der Folkband Louise Attaque, hat sich mit der Schauspielerin Rachida Brakni zusammengetan und das Album Lady Sir aufgenommen. Höre mich gerade durch das wunderschön-schaurige Le temps passe. Dann Je rêve d’ailleurs und andere Songs dank YouTube. Durch einen Beitrag des arte-Journals stieß ich auf diese musikalische Liason.

  Ein neuer Musikfund mit einer ungewöhnlichen Gruppe, denn in dem Video, durch das ich auf sie stieß, spielen sie in der Besetzung: 2 Trompeten, 2 Saxofone und 1 Schlagzeug. Die Gruppe heißt Lucky Chops und begeisterte mich hiermit. "Die fünf Bläser und der Drummer haben sich nämlich in der LaGuardia Arts High School New York kennengelernt. Zusammen haben sie dann die U-Bahnen der Stadt mit ihren groovigen Interpretation bekannter Pop-Songs unsicher gemacht. Einer filmte das Spektakel und erreichte Millionen Zuschauer."

  Vortrag von Elisabeth Wehling auf der diesjährigen re:publica: Die Macht der Sprachbilder - Politisches Framing. Für mich als ein Leben lang an Sprache interessierter Mensch 'ne feine Sache. Schon ernüchternd, wie stark sich das Geschlecht einer Bezeichung auf die Sache an sich auswirkt, daß beispielsweise bei Wirbelstürmen, die männlich benannt wurden, schneller geholfen wird, weil sie früher als gefährlich eingestuft worden sind, daß davon sogar Leben abhängen.

  Eine kurze Geschichte des Wortes "Mimimi", von dem ich dachte, es sei durch Beaker in der Muppet Show schon Jahrzehnte Usus.

  Seit zwei Tagen ein Ohr/Augenwurm: Les Humphries Singers mit Take Care Of Me, das von Elvira "Puppa" Herbert gesungen wird, die 1980 leider den Drogentod starb. Wenn man das ein Dutzend Mal gesehen hat, verliert sich auch peu a peu das Gefühl, etwas "very strange" gesehen zu haben.

  Gestern den animierten Kurzfilm Alike (bei Facebook) entdeckt, der sich für den Erhalt von Neugier und Fantasie stark macht.

  "Pflegenotstand" ist ein Comic aus der SWR-Sendereihe odysso, die dank Mediathek verfügbar gemacht worden sind. Dazu gehören auch die Dokumentation "Wie geht gute Pflege?" (und - aus einer früheren Sendung - "Wie wollen wir sterben?") sowie "In Würde alt werden können" (Mediathek). Bei aller Meckerei in Sachen Pflege und Zukunft für die Alten werden auch positive Beispiele gezeigt. Wenn über die Zustände der Pflege in Deutschland geredet wird, ist selbstverständlich Claus Fussek nie weit. Ein weiteres Thema in der Sendung vom 11. Mai wird Mangelernährung sein. Zusammen mit dem am Sonntag gebrachten Polizeiruf 110 "Nachtdienst" (Mediathek), der das Problem in der Pflege alter Menschen filmisch ausbreitet, hat man mit den von mir verlinkten Beiträgen ein Rundum-Sorgenvoll-Paket.

  Sterben tut weh: Die Schrecken am Ende des Lebens. - Am besten ausdrucken und jedem an die Stirn tackern, der auch nur entfernt mit Sterbenden und Todkranken zu tun hat. Noch zwei Buchtipps möchte ich anfügen: "Über das Sterben. Was wir wissen. Was wir tun können. Wie wir uns darauf einstellen" von Gian Domenico Borasios sowie "Patient ohne Verfügung. Das Geschäft mit dem Lebensende" von Matthias Thöns. - Vielleicht erlebe ich es noch, daß ich mich in der Klinik nicht mit diensthabenden Ärzten anlegen muß, wenn sie mich verpflichten wollen, einem moribunden Patienten literweise Infusionen einzupfeifen oder Sauerstoff zu geben. Beides die Standardtherapie, die dem Therapeuten das gute Gefühl gibt, etwas zu tun. Vom Gebettel um eine Opioidtherapie ganz zu schweigen.

  Solche Bushaltestellen können sie gerne auch bei uns einrichten.

  Die religiöse Glaubensgemeinschaft der Shaker steht kurz vor dem Aussterben, weil seit 100 Jahren niemand das 5 Jahre dauernde Aufnahmeritual bestanden hat. Deren Slogan "Hands for work, hearts for god" klingt gar nicht so übel.

  "Die Folgen unseres Konsums werden wir erst dann bemerken, wenn irgendwann der Ozean vor der Tür steht." Ein Plädoyer für die Einschränkung unseres Konsums, gerne auch fremdbestimmt, d.h. verordnet.

  Auf dem Friedhof der Klosterkirche in Rohr (Niederbayern) begegnete uns auf mehreren Gräbern der Vorname Kreszenz. Als Namensträgerin stieß ich auf Zenzl Mühsam (Kreszentia Elfinger), die Ehefrau und Mitrevoluzzerin des Anarchisten und Schriftstellers Erich Mühsam.

  Ab heute gibt es die Ottifantenmarke als Sonderpostwertzeichen. 59 Millionen Stück, so viel, wie man, wie der Grafiker stolz erklärt, mit keinem anderen Printmedium erreicht. Nun ja.

  Warum es beim Schach so oft Remis gibt und ob, wie es José Raúl Capablanca prophezeite, einst einen Remistod geben wird, klärt Julian Ritter in der ZEIT.

  Nachdem ich im Februar durch dasnuf (Patricia Cammarata) die Miniserie Black Mirror entdeckt hatte, guckte ich lediglich S01E01 und erst seit einigen Tagen weitere Folgen und bin just bei S02E02 (White Bear). Auch Patricia Cammarata hat sich anläßlich der vor kurzem auf Netflix angelaufenen dritten Staffel nochmals in einem euphorischen Beitrag zu dieser fantastischen dystopischen Serien geäußert, die die möglichen problematischen Seiten unserer Technologien zugespitzt zeigt; sie läuft seit 2011, um so erstaunlicher, wie konsequent schon damals die Möglichkeiten erkannt und durchgespielt werden. In den letzten Tagen mehrten sich die Hinweise, daß sie endlich auch von einer breitere Masse wahrgenommen wird. Beispielsweise fand ich in der ZEIT unter dem Titel Die Serie, die Trump voraussah einen Erwähnung. Black Mirror befindet sich offenbar am Puls der gegenwärtigen und bald wohl anbrechenden Zeit. Faszinierend eine Koinzidenz zwischen S02E01 ("Wiedergänger"), wo der verstorbene Mann einer auf dem Land lebenden jungen Frau aus den digitalen Spuren, die er hinterlassen hat, quasi wiedererschaffen wird. Im Tatort E998 (Echolot), den ich erst jetzt sah, begegnete ich demselben Szenario, welches sogar noch einen Tick beeindruckender war, weil ein Kind involviert war, das mit dem virtuellen Abbild seiner verstorbene Mutter kommuniziert. Felix Schwenzel steht der Serie Black Mirror wesentlich skeptischer gegenüber.

  Ein Gespräch zwischen einem Hämatologen, Onkologen und einer Palliativmedizinerin über Sinn und Unsinn von Chemotherapien.

  Was tun, wenn man passiv-aggressiv ist? Wenn einen die Zumutungen der anderen und des Alltags zu überrollen drohen: "Botox-Lächeln an, Blick in die Ferne, so sinkt der Puls am schnellsten."

  Beleibe kein Geheimnis mehr ist die Tatsache, daß ich ein Bewunderer von Jochen Malmsheimer bin. Mit Zwei Füße für ein Halleluja bringt er uns die Welt des Mittelalter, speziell den Canossa-Gang, näher. Ebenfalls neueren Datums ist Halt mal, Schatz!, wo wir u.a. eine Geburtsvorbereitung miterleben. Sprachverliebte Menschen müssen Malmsheimer einfach kennen! Als Appetizer sei der Klassiker Das Wurstbrot empfohlen.

  Die BBC-Dokumentation Obesity: The Post Mortem zeigt die Obduktion einer sehr adipösen Frau, um auf die Problematik der Fettleibigkeit aufmerksam zu machen. Wirklich nichts für schwache Nerven und ziemlich schockierend. Zum einen, daß überhaupt eine Autopsie gezeigt wird; zum anderen die Dimensionen der Adipositas. Pikanterweise ist der Pathologe im Film selbst übergewichtig. Sein Doppelkinn schwabbelt bedenklich, während er sich sich über die überdimensionierten Organe wie vor allem die Fettleber echauffiert.

  Als regelmäßige Freizeitbeschäftigungen verloren in den letzten fünf Jahren besonders soziale Aktivitäten an Bedeutung. 10 Prozent weniger Sex, Bücher lesen, 28 Prozent weniger mit Freunden unternehmen. Dagegen tut man mehr für die Fitness und Gesundheit, hört mehr Musik, surft mehr im Internet.

  In einer Vorstellung des New Yorker Perdiodikums Lucky Peach gehört: "Mit Tipps für die kulinarische Vorbereitung auf den Weltuntergang und für Menüs danach". "food writing" sei im angelsächsischen Raum eine feste Instanz. In dem vierteljährlich erscheinenden Magazin erscheinen auch schöngeistige Beiträge zum Thema Essen und Kulinarik.

  Erstkontakt mit Wickelschuhen. Gibt es auch für den Winter in einer Neoprenvariante. Dieser gutgelaunte Herr scheint bereits beim Anziehen viel Freude zu haben.

  Mit KIM (Köstlich Immer Marktfrisch - oder Kombinat Industrieller Mast) wurde der Goldbroiler zur Erfolgsstory. Ich gucke mit Mahlzeit DDR - Broiler, Ketwurst und Grilletta den ersten Teil einer Dokumentation über die Lebensmittelversorgung und Ernährung in der DDR. "Saufen, Fressen, Faulenzen und trotzdem den Plan erfüllen", ein Slogan der Hühnerzucht, deren erster Mastbetrieb in Königs-Wusterhausen aufgebaut wurde. Plötzlich gab es als deren Nebenprodukt massenhaft Eier. Die an den Mangel gewöhnten DDR-Bürger mußten durch Werbung (Tausend Tele-Tips) erst an den Reichtum gewöhnt werden. Waren ausreichend Eier vorhanden, hieß es: "Nimm ein Ei mehr". Wurden sie mal wieder knapp, enthielten sie plötzlich Cholesterin: "Nimm ein Ei weniger". Bei der Eröffnung der ersten drei Goldbroilergaststätten in Berlin bedienten junge "Mädchen" im Pepita-Dirndl, sehr zur Freude der Gäste und zur Zuefriedenheit der dann an ihre Vorgesetzten berichtenden Genossen.

  sky arts ist der neue Kulturkanal des Bezahlfernsehens. Nächste Woche wird der komplette Ring des Nibelungen live von den Bayreuther Festspielen übertragen. Das Abo kostet 16,99 EUR.

  Unleserliche Tags in Graffiti müssen nicht sein.

  Um Lebensmittel ohne Waage zu wiegen und Portionsgrößen korrekt einzuschätzen, gibt es eine einfache Methode, bei der bei einer Studie zum ersten Mal das Maß "Fingerbreite" eingesetzt worden ist. "Die vorgeschlagenen handbasierten Methoden wurden mit Haushaltsmethoden wie Messbechern oder Löffeln sowie mit subjektiv getroffenen Beschreibungen (klein, medium oder groß) verglichen und tatsächlich als präziser befunden."

  In Regina Scheers Buch soeben den Ausdruck Konzentrationäre gelesen, welcher mir nicht bekannt gewesen ist.

  Was ist, wenn man übrig bleibt? - ein berührender Text über das Alter, über die Situation, wenn alle anderen wegsterben und man alleine zurück bleibt.

  Ist es Gotten Plan? Man weiß es nicht. Vor allem aber ist es bösartig.

  This made my day: Sich 4-5 Minuten gegenüberzusetzen und in die Augen zu blicken, bringt Menschen einander näher.

  "Holsten knallt am dollsten" ist Achtziger. "Welche Hopfensorte ist denn drin?" ist 2016. (500 Jahre Reinheitsgebot. Sturm im Bierglas)

  Ein moderner Briefkasten, der etwas auf sich hält, ist halb Kleiderkammer, halb Anklebmedium.

  Für Smombies - Menschen, die in der Öffentlichkeit wie Zombies auf ihr Smartphone starren - gibt es seit heute in Augsburg Bompeln. Das sind Ampeln mit Bodenleuchten für die Handynutzer, die nicht hochgucken und somit eine Rotphase auf dem Boden angezeigt bekommen.

  Quasi vor der Haustür liegt das Viadukt mit der ehemaligen S-Bahn-Linie nach Borna, deren Schienen herausgerissen wurden. Dort soll ein fünf Kilometer langer Fuß- und Radweg über den Dächern der Stadt Leipzig entstehen, genannt "Parkbogen Ost". Jetzt hat die Stadt Leipzig den Sellerhäuser Bahnbogen gekauft. Freilich steht das gesamte Projekt, wenn man nur dieses Promo-Video betrachtet, noch auf tönernen Füßen. Das Viadukt ist nur einige Fußminuten bzw. 1 Haltestelle von meiner Wohnung entfernt. Die Zugänge zum ehemaligen Haltepunkt "Sellerhausen" sind rückgebaut worden.

  Durch Thea Dorns Ritterfigur, die altertümlich spricht und denkt, Linien und Skrupel als ehemalige Längenmaße kennengelernt, wobei 12 Scrubel 1 Linie ergaben und 10-12 Linien 1 Zoll. Das Scrupel war auch ein Massemaß: 1 Pfund = 12 Unzen = 72 Dram = 288 Scrupel = 5760 Gran.

  Auf manche Ideen muß man erst einmal kommen. Am genialsten: seine Wertsachen am Strand oder Pool in eine Babywindel einwickeln. Best "safe" ever.

  David Blum berichtet in Zucker ist ein Arschloch über seinen Selbstversuch, einige Wochen lang nahezu zuckerfrei zu leben.

  Verhöre im richtigen Leben sind ganz anders als im TV-Krimi.

  QR-Codes auf Grabsteinen verraten mehr über die Verstorbenen. Der Trend kommt aus Japan.

  "Bedauerlicherweise entsteht der Eindruck, ostdeutsche Bistümer seien inzwischen so etwas wie ein 'Verschiebebahnhof' oder wie 'Praktikumsstellen' zur Qualifizierung für 'höhere Ämter'". Nicht nur Magdeburgs Bischof Gerhard Feige kritisiert die Ernennung des Bischofs Heiner Koch (Dresden-Meißen) zum neuen Erzbischof von Berlin.

  Ein YouTube-Video dokumentiert, wie Männer Frauen auf der Straße behelligen.

  "Seit 1989 wird die Welt immer härter. Gleichzeitig werden die Fernsehserien besser."

  "Vom Pflegefall zum Globetrotter." Eine Mut machende & bewegende Geschichte.

  "Ich stamme ja aus der Schweiz. Das ist ein besonders verkorkstes Land mit einer wunderschönen Landschaft." (Jean Ziegler)

  "Ich habe viel zu wenig Freundschaften gepflegt. Ich hatte viel zu wenig Zeit für meine Angehörigen. Es lag an mir, weil ich mich einfach zu wichtig nahm. Es ist eine große Gefahr, wenn man in der ersten Reihe der Öffentlichkeit steht. Ich werde andere nicht davor bewahren können, aber bei meinen Angehörigen und Freunden möchte ich mich heute aufrichtig entschuldigen. Es tut mir sehr sehr leid." (Gregor Gysi)

  In Unna ist ein früheres Nonnenerholungsheim zur ersten Pflegeeinrichtung für Drogenkranke umgebaut worden. Im DLF hörte ich nachts einen Bericht darüber. Das Problem ist, daß es für die Betreuung der Ex-Junkies eigentlich eine eigene Ausbildung geben müßte, ein Mittelding zwischen Sozialarbeit und Krankenpflege. "'DaWo' nennt sich das besondere Altenheim in Hemmerde: 'Da, wo man bleiben kann'."

  frauschülerspricht über den "Der Tag, an dem ich meine Komfortzone verließ und beseelt zu ihr zurückkehrte".

  Embodiment: mit dem Körper die Psyche austricksen. Vor Wochen erwähnte ich den Tipp, den Vera Birkenbihl gab: sich 60 Sekunden vor den Spigel zu stellen und auf Teufel komm raus zu lächeln. Auch wenn einem dies zunächst als krampfhaftes Grimassieren vorkommt, spürt man die Wirkung doch. Je öfter man sich so überlistet, desto nachhaltiger wirkt der Trick. Später reicht dann in unangenehmen und streßbeladenen Situationen gar der Gedanken an ihn, um sich "umzupolen" und mit einem Schlag bewußt zu machen, wie man sich wieder tief in eine negative Sicht hineinmanövriert hatte.

  Bei Zeit Online kann man an dem Global Drug Survey 2015 teilnehmen, der weltweit größten Umfrage zum Drogenkonsum. Noch zum Thema: zwei anonyme Alkoholiker berichten von ihrer Sucht und ich hatte das intensive Gefühl, es würde 1:1 von mir gesprochen.

  Das Minderheiten-Quartett - der politische semikorrekte Kartenspaß für die ganze Familie.

  "Wir sollten das Leben weniger als Treppe sehen, bei der eine Stufe nach der anderen erklommen wird. Wir Deutschen sind so staatsgläubig, dass wir die starren Karrieremuster des öffentlichen Dienstes auch auf unsere Lebensentwürfe übertragen haben." (Andere Gesellschaften sind lockerer)

  Im Blog der LVZ eine Perle entdeckt mit allerlei Lipsiensia und sehens- und hörenswerten Fundstücken, zum Beispiel dieses Leipzig--Zeitraffervideo.

  Die New York Times hat Leipzig entdeckt.

  Einer der kuriosesten Ereignisse war eine Lachepidemie, die 1962 in Tansania vorkam und Monate andauerte.

  Die Welt ist verrückt – und was machen wir?: "Ukraine, Gaza, Syrien, Irak – die Vielzahl der Krisen bringt den Westen ins Wanken. Es ist Zeit, Interessen und Ideale, Gewissheiten und Gefühle neu zu sortieren. Auftakt einer ZEIT-Serie"

  Zeit-Online: Warum vergeht die Zeit im Laufe des Lebens immer schneller?

  Neben meinen Bierprobierereien ein hochprozentigerer Ausrutscher. Andrea Diener schreibt über schottischen Whisky. "Pro Jahr verdunsten ein bis zwei Prozent des Fassinhaltes, diesen Anteil nennt man 'angels share', den Anteil für die Engel. Wenn es in Schottland also Engel gibt, dann sind sie permanent betrunken." - Vielleicht mein nächstes Testgebiet?

  BÖsterreich S01E01 liegt für heute Abend bereit. Habe mit Getting on kürzlich erst eine skurrile Comedyserie kennengelernt, die den Alltag auf einer geriatrischen Pflegestation darstellt.

  Von der Sozialistische Reichspartei als quasi Nachfolgerpartei der NSDAP lese ich dank Per Leo zum ersten Mal bzw. sollte doch eigentlich in Heinrich Bölls Schriften damals davon gelesen haben. "1951 errang die SRP bei der Landtagswahl in Niedersachsen 11% der Stimmen." Gruseln am späten Nachmittag. 1952 wurde sie verboten, wozu Leo schreibt: "Das junge Bundesverfassungsgericht jedenfalls muss sich gefühlt haben wie ein Schulkind, das sich endlich traut, dem dreisten Pausenhofbrutalo, statt ein weiteres Mal sein Butterbrot rauszurücken, einfach die Faust in die Fresse zu schlagen."

  Alltagsroutinen: 24 Stunden im Leben der kreativsten Köpfe dieser Erde.

  "Längeres Leben heißt ja vor allem, mit Krankheit länger zu leben." Ich höre jetzt den heute sehr zeitig verlinkten Beitrag über Palliativmedizin in Deutschland.

  In der Folge Cold Case S05E18 erstmalig vom Begriff Babyaspirin gehört.

  Der von mir am öftesten gehörte Blues ist Hansi Biebls Morgen Blues. Auf meiner allerersten Schallplatte, die ich mir 1981 kaufte. Außerdem gefunden: Wittstock statt Woodstock: Hippies in der DDR, eine Dokumentation von 2005.

  In China ist es seit diesem Jahr gesetzlich festgelegt, daß Kinder ihre Eltern regelmäßig zu besuchen haben,

  Dauerstress lässt das Gehirn schrumpfen. Freundschaften sind gut gegen Demenz.

  Mein Tagesthema: "Das Grab ist der Eingang ins Paradies - Friedhofsbesuche mit Schriftstellern". Dazu gibt es frisch auf dem Markt auch ein Buch.

  Gestern sah ich eine bedrückend spannende Dokumentation über den "Winter 1978/79". Gemeint ist das Schneechaos zum Jahreswechsel, das vor allem Nordeutschland immens zu schaffen machte. Ich erinnere mich, daß auch wir in Leipzig das Ausmaß spüren konnten. Als ich frühmorgens die Haustür öffnete, stand ich vor einer Schneewand.

  In dieser Psst-Folge ist einer, dessen Muttersprache Esperanto ist. Sein Vater hat die ersten 12 Jahre nur Esperanto mit ihm geredet, die Mutter deutsch.

  Der Pianist Krystian Zimerman unterbrach am letzten Montag sein Konzert, weil ein Zuhöher es mit dem Smartphone filmte. Der Künstler wetterte wegen der durch YouTube & Co entstandenen finzaniellen Verluste.

  Vor knapp 200 Jahren gabs überhaupt keinen Sommer. Hochinteressant die Auswirkungen auf Literatur und Wissenschaft. Man nannte dieses Jahr "Achtzehnhundertunderfroren" bzw. "Eighteen hundred and froze to death".

  Bauernglatteis - bis heute nicht gehört. Verschüttete Gülle, Reifenablagerungen der Traktorreifen auf der Straße...

  Gundula Schulze Eldwoy: Fotografien einer ganz anderen DDR.

  Die Bedeutung des Alters: "Die Leute sind heute biologisch jünger".

  arte: Kaufen für die Müllhalde. Dabei den Begriff "Obsoleszenz" gelernt.

  Schöne Ort aus aller Welt mit hochaufgelösten Fotos wirken ästhetisch und sedieren eventuell aufkommenen Lebensekel.

  Völlig vernachlässigt, weil ichs quasi beinahe vergessen habe: mein uraltes Weblog zum Thema Freitod.

  Geist, wo bist du? "Fast die Hälfte unserer wachen Stunden ist unser Geist nicht bei der Sache. Auf dem ersten Blick hat das gedankliche Abschweifen nur Nachteile. Ist ein wandernder Geist tatsächlich ein unglücklicher Geist?"

  Macht schon jemand bei snab.me mit? Neuestes Web-2.0-Spielzeug. Könnte man auch als Beschäftigungstherapie für Gelangweilte darstellen, denen sonst im Real Life nichts Vernünftiges einfällt.

  Triskaidekaphobie: Die Angst vor der Zahl 13 - wieder was gelernt.

  Retweet: Google macht das Holocaust-Archiv der Gedenkstätte Yad Vashem online abrufbar. Zum Start gibt's 130.000 Fotos.

  Radio Horeb sendet ein christliches Programm. Im Großraum Leipzig und Berlin auf per DVB-T empfangbar, ansonsten per Webstream.

  In Alpha 0.7 werden Szenarien, die den Überwachsungsstaat betreffen, konsequent dargestellt. Hirnimplantate sollen helfen, Verbrecher vor ihren Taten zu erkennen. Spannende deutsche SF-Serie, die auch durch Erweiterung im Internet (Verlinkungen, Weblogs, Webseiten) die Geschichte auffächert und weiterführt und so, glaubt man einigen Kritiker, das Fernsehen andeutet, wie es in Zukunft Erfolg haben könnte.

  "Fruchtgenuß" kannte ich nicht. Nutznießer (Nießgebrauch) klingt dagegen unpoetischer.

  Jetzt erst entdeckt. 3 internetaffine Blogger und Literaturbegeisterte, die ich seit vielen, vielen Jahren kenne und mit denen ich immer wieder mal in Kontakt stehe, werden auf Literaturkritik.de beleuchtet, wobei man argwöhnisch schaut, ob das, was sie machen, den Ruf der herkömmlichen Literaturkritik nicht irgendwie verwässert. Ich würde behaupten: Frau Schwalm, Sie haben nur die Hälfte verstanden.

  Eine Arbeitskollegin machte mich mit Dailydeal bekannt, einem Rabatt- und Gutscheinservice, bei dem mich nur wunderte, daß er mir als ausgewiesener Geizkragen nicht schon längst in Fleisch und Blut übergegangen ist. Das Internet ist täglich für Überraschungen gut.

  Vegetarisches Zusammengehörigkeitsgefühl? Seitan an Seitan! Alberner Kalauer eines Fleischfressers, der gestern erstmalig überhaupt von Seitan gehört hat. Die Zubereitung soll einfach sein.

  Unser umwintertes Gedächtnis könnte man auch "Die Relativierung des Winters" nennen. Schon was Wahres dran, daß nicht die Winter härter geworden sind, sondern daß entweder die Menschen zu doof sind, mit ihm zu leben, oder wir es Politik und Wirtschaft verdanken, daß unzureichende Mittel zur Verfügung stehen, den Härten eines Winters entgegenzuarbeiten.

  "Mir gehen die Alten oft auf den Keks. Morgens sitzen sie schon früh im Wartezimmer und führen sich auf, als wären sie beim Kaffeeklatsch. (...) viele alte Patienten wollen einfach nicht wahrhaben, dass der Zahn der Zeit an ihnen nagt und nicht das Gesundheitssystem."

  Wie man elegant ein Loch in der Jeans stopft.

  Daß der Dollar sprachlich vom deutschen Taler (niederdeutsch: Daler) abstammt und dieser die Kurzbezeichnung des Joachimstalers ist, erschloß sich mir eben erst. Die nordböhmischen Stadt Sankt Joachimsthal heißt heute Jáchymov.

  Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat eine Aussprache-Datenbank mit 130.000 Einträgen freigeschaltet.

  Erinnerungen werden durch das Gehirn in negative oder positive eingestuft (= Valenzzuordnung). Default ist die negative Valenz, was sich evolutionbiologisch als vorteilhaft erwiesen hat. Erst mittels Neurotransmitter Neurotensin wird die Erinnerung als positiv gespeichert. Das Gehirn ist demnach prinzipiell auf Krawall gebürstet.

  Kloakentiere sind die einzigen Säugetiere, die Eier legen. Neben dem Schnabeltier gehören die Kurzschnabeligel zu ihnen. Auch gelernt, daß man die Eigenschaft, Eier zu legen, als Oviparie bezeichnet. Dem gegenüber stehen die Lebendgebärenden (Viviparie).

  Im sorbischen Dorf Schleife im Landkreis Görlitz wird seit Jahrhunderten das Dudelsackspielen praktiziert, womit der Ort der einzige in Deutschland ist, wo diese Tradition durchgehend gepflegt wird. Zu DDR-Zeiten trafen sich bereits Spieler.

  Ich hatte gedacht, blau wäre kunsthistorisch Marienfarbe. "... war in der damaligen frühchristlich-byzantinischen Zeit Blau die Farbe der Verdammnis und der Sünder." - Wie erstmalig in Ravenna in der Kirche San Vitale.

  Im Flüggerhaus in Hamburg befindet sich der älteste erhaltene (1908) Paternoster der Welt. Nachdem er 40 Jahre hinter einer Verschalung versteckt gewesen war, entdeckte ihn der Kunsthistoriker Robin Augenstein. In Berlin lehnte die Baubehörde Paternoster bis in die 20er Jahre ab. Begründung: Die Hamburger seien durch Hafennähe körperliche Arbeit gewohnt und fähig, in solch ein Gefährt zu steigen. Den Berlinern könne dies durch u.a. durch den ermüdenden Verkehr nicht zugemutet werden. Auch schön: der Paternoster vermittle einem das Gefühl des "Seins in einer Maschine".

  BeReal ist eine aus Frankreich stammende App für Schnappschüsse. Einmal am Tag wird man aufgefordert, innerhalb von zwei Minuten spontan ein Foto zu posten, wobei beide Kameras betätigt werden. Keine Zeit fürs Posieren, Inszenieren und Manipulieren. Ein Trend gegen Instagram-Perfektionismus.

  In Japan gibt es ein Cafe, das für Schreiber mit einem Abgabetermin ist und wo man erst wieder rausgelassen wird, wenn man fertig geschrieben hat. Auf Twitter schrieb einer: "coole Escape-Room-Idee".

  Panoramakünstler Yadegar Asisi hat im Leipziger Panometer ein neues Rundbild geschaffen - New York 9/11 -, mit dem er nicht etwa das katastrophale Geschehen vor 21 Jahren einfängt, sondern New York am Tag zuvor zeigt.

  Ehemalige medizinische Therapien, die heute eher für Entsetzen und Gänsehaut sorgen, darunter oft in Filmen adaptierte wie Lobotomie und Insulinschockterapie, aber auch bizarrere und seltenere, von denen die meisten bestimmt noch nie gehört haben.

  In der Miniserie "Straight Outta Crostwitz" (ARD-Mediathek) trifft Folklore/Tradition auf Moderne. Eine sorbische Schlagersängerin nimmt inkognito an einem Rap Battle. Erinnert mich spontan an "Out of Rosenheim". Für Menschen, denen die Sorben/Wenden sehr fremd sind, eine ideal Chance, das zu ändern.

  Das Brettspiel Monopoly gibt es neuerdings in einer Lausitz-Fassung und ist gleichzeitig weltweit das erste dreisprachige Monopoly. Bei dieser Gelegenheit lernte ich, daß es nieder- und obersorbisch gibt.

  Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hält einen Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen vor. Mittels des Vorratskalkulators läßt sich der Bedarf berechnen. Ratschläge zum Umgang mit einem Notfalldepot werden erteilt.

  Hans Höher, Leipzigs Kino-Eisverkäufer Nummer 1, geht mit 82 nun endgültig in den Ruhestand.

  "In Japan ist dieser ungeheizte Zustand bei Minusgraden teils sogar noch Usus. Etwa besuchte ich in Kyoto den in einem Tatamihaus lebenden Freund eines Freundes, der es wie viele der Japaner hielt. Man trifft sich im Waschhaus und heizt dort, wie es heißt, die Organe auf, also legt sich für einige Zeit in ausgesprochen heißes Wasser. Danach trocknet man sich nicht, sondern tupft sich nur leicht ab und zieht sich dann an. Der jetzt zwischen Haut und Kleidung stehende Dampf isoliert die Körperwärme. Es funktioniert faszinierend, hält gute zehn Stunden an. Dann muß man halt abermals in heißes Wasser." (ANH)

  Der Leipziger Wilhelm-Leuschner-Platz ist eine seit Jahrzehnten bestehende Brache inmitten von Leipzig. Genauso lange währt der Streit um die Wiederbebauung, inbesondere um ein Einheits- und Freiheitsdenkmal. Jetzt ist der erste Neubau für das Leibniz-Institut für Länderkunde genehmigt. In das seit 1998 leerstehende und verfallende Bowlingcenter sollte eigentlich das Naturkundemuseum einziehen.

  Putins Tisch nahm die BILD-Zeitung zum Anlaß, ein bißchen über Tische zu schreiben.

  Fotografien, die aus Nordkorea herausgeschmuggelt wurden.

  Pass the Ball: 40 AnimationskünstlerInnen mit einem Video, in dem ein roter Ball alle 3 Sekunden an den nächsten gespielt wird.

  Der 1983 gegründete "Weg der Freundschaft" war im Sozialismus der einzige Fernwanderweg. Er führt von Eisenach nach Budapest und ist 2690 Kilometer lang. Die Leipziger Schriftstellerin Rebecca Maria Salentin absolvierte in Gänze den Weg und beschreibt ihr Abenteuer in dem Buch Klub Drushba.

  Mir Sachsen sin ja wie ä bissel helle. Mit der Protectwatch in Verbindung mit einer KI sollen Infektionlagen im Körper weiter früher, als es beispielsweise ein PCR-Test es könne, erkannt werden. Zurzeit läuft eine Studie zur Wirksamkeit bei Omikron.

  Im Rahmen eines Berichtes über den Sturm "Kyrill" (2007) den Begriff "gesicherte Kultur" gehört, womit nachwachsende Bäume über 2 Meter gemeint sind. Die nächste Etappe nennt der Förster "intensive Bestandserziehung".

  Spannender Thread um Fotos vom Pluto und die Frage technischen Fortschritts bei der Erfassung von Himmelskörpern.

  Der letzte Eintrag brachte mich anhand des Fleischküchle zum Atlas zur deutschen Alltagssprache. Manche Begriffe spalten ja schon traditionell die Nation wie z.B. Eierkuchen, von meiner Oma auch Plinsen genannt.

  Eine Mahlzeitreise bietet der Account "Menuevongestern". Täglich wird getwittert, was es 1973 in einem Freiburger Altenheim zu essen gab. Gerne auch mit Erläuterungen und Zusätzen. Tolle Zeitreise, tolles Projekt.

  In "This is us" (S03E09) gesehen, wie ein Pärchen, welches ein Kind erwartete, von einer Bäckerei eine Torte bekam. Wenn man sie anschneidet, erfährt man durch die Farbe des Innenlebens das Geschlecht des Babys.

  Wirtschaftswissenschaftler plädieren für ein Grunderbe von 20.000 Euro für jeden 18-Jährigen, das aus Erbschafts- und Vermögenssteuern finanziert würde und dazu beitrüge, die finanziellen Ungleichheiten auszugleichen. Das Geld allerdings nicht bar, sondern gelenkt beim Kauf von Wohnungseigentum, bei Ausbildungen und Firmengründungen.

  Laut einem russischen Gesetz ist es straffrei, wenn jemand, den der russische Staat als Terroristen deklariert, mit Zustimmung des russischen Präsidenten diesen tötet.

  Im Leipziger Stadtarchiv wurden Noten aus dem 14. Jahrhundert entdeckt, so genannte Hufnagelnotationen, die Mönchen für den Stundengesang dienten und auf Pergament notiert wurden, welches 1715 recycelt wurde, indem es als Einband für ein Forderbuch fungierte. In einem Forderbuch hielten Gerichtsdiener fest, wer vor Gericht gefordert (vorgeladen) wurde. Das Leipziger Vokalensemble Amarcord bringt die Noten, d.h. den gregorianischen Choral, der vermutlich eine Laudes aus dem weihnachtlichen Festkreis enthält, nun zum Erklingen.

  Mit der futuristischen High-Tech-Kapsel Sarco soll man in der Schweiz bald Suizid begehen können. Das Prinzip basiert auf der Verdrängung von Sauerstoff durch Stickstoff. Die Konzentration wird von 21 auf 1% reduziert, so daß man innerhalb von 30 Sekunden das Bewußtsein verliert und in wenigen Minuten verstirbt. Im Kasseler Museum für Sepulkralkultur gibt es noch bis zum 3. April 2022 eine Ausstellung zum Suizid, wo der so genannte Sarco-Pod zu sehen ist. Erfunden und propagiert hat ihn der Australier Philip "Dr. Tod" Nitschke, der, wie ich in meinem Freitod-Weblog nachschlug, diese Idee seit vielen Jahren verfolgt.

  "Die Antibiotikaresistenz läuft wie ein langsamer Tsunami auf uns zu." Ein neuer alter Ansatz: mit Bakteriophagen (Viren) vorgehen. "Der Phage - ein Virus - heftet sich an die Bakterienzelle, schleust seine eigenen Erbinformationen in sie hinein und übernimmt damit die Kontrolle. Die Bakterie produziert nun lauter neue Phagen. So viele, bis sie platzt und dadurch scharenweise Phagen-Nachwuchs freisetzt. Jeder von ihnen kann nun wieder eine Bakterienzelle angreifen. Die Kettenreaktion läuft, solange Bakterien da sind. Die Bakterien gehen zugrunde und werden vom menschlichen Körper abgebaut."

  Ein, wie die Kulturzeit kürzlich anmerkte, "auf gute Weise rauher Film": Lievalleen (Mutterseelenallein) über das Schicksal des Schriftstellers Peter Wawerzinek und seiner Schwester, welches er 20110 bereits in seinem Roman "Rabenliebe". verarbeitete.

  Im 18. Jahrhundert war le Chevalier d’Éon ein berühmter Transgender, der weite Teile seines Lebens als Frau lebte. Auf seine geschlechtliche Identität wurde sogar gewettet; und erst eine Leichenschau räumte schließlich die Zweifel über sein tatsächliches körperliches Geschlecht aus. Irene Disches Roman "Die militante Madonna" widmet sich dieser Figur. Was wir heute als Transgender bezeichnen, nannte der Sexualforscher Havelock Ellis Anfang des 20. Jahrhunderts 'Eonismus'.

  Ungeheuerlich! Vor 25 Jahren wollte Bayern HIV-Verdachtsfälle, notfalls auch mit polizeilicher Gewalt, zwangstesten lassen und dachte über Internierungen nach. Insofern leben wir jetzt (noch) in deutlich liberaleren Zeiten.

  Kirchliche und säkulare Bestattungen mit differierenden Hygienevorschriften. Bei kirchlichen, als Gottesdienst deklariert, gilt die 3G-Pflicht. Bei säkularen gelten analog zu privaten Zusammenkünften die viel restriktiveren Kontaktbeschränkungen.

  Traditionell bringen viele ihre Stolle zwecks Backvorgang zum Bäcker. Der Volksglaube besagt: "Wenn die Stolle bricht, stirbt noch jemand in diesem Jahr aus der Familie".

  Von der Katholische integrierten Gemeinde (KIG) hörte ich zum ersten Mal. Selbst verbrachte ich in meiner Jugend acht Jahre lang in einer der so genannten Geistlichen Gemeinschaften. Das ARD-Magazin report brachte einen Bericht über die KIG; die Dokumentation "Geknechtet unterm Kreuz: Leben in einer katholischen Sekte" vertieft das Thema.

  1944 erklärte Papst Pius XII. Teresa von Avila zur Schutzpatronin der Schachspieler.

  Im Sternerestaurant El Coq im italienischen Vicenza entscheidet der Gast über die Dauer seines Essens. Was auf den Tisch kommt, entscheidet der Koch (Lorenzo Cogo).

  Schwäbisch Gmünd ist die Hauptstadt des Einhorns, welches auch Wappentier ist.

  Das Human Library Project ist eine Initiative, um Vorurteile und Stigmatisierungen abzubauen. Menschen stellen sich zur Verfügung, die sich befragen lassen, Menschen mit bestimmten Schicksalen, Merkmalen und Besonderheiten, die zum 'offenen Buch' werden. Ein brillante Idee mit inzwischen weltweiter Verbreitung, nicht um Toleranz zu fördern, sondern Akzeptanz. Das erste Mal wurde die 'Menschliche Bibliothek' im Jahr 2000 auf dem Roskilde-Festival organisiert.

  Eine bestimmte Mozart-Sonate und nur diese und kein anderes klassisches Stück oder Lieblingslieder des Betreffenden sollen bei Epilepsie helfen.

  Der tschechische Künstler Patrik Prosko schafft anamorphe Plastiken - Gebilde, die sich erst räumlich erschließen und deren intentierte Abbildung man von einem bestimmten Punkt aus sehen kann.

  In Australien gibt es Ripper, eine Lappenente, die "You bloody fool!" flucht. Auch andere Enten können Geräusche imitieren: Türenschlagen, Husten und Pferdeschnauben.

  Retweet: Sehr hilfreiche Webseite für alle, die sich gegen covid 19 haben impfen lassen und nun unsicher sind, ob sie möglicherweise schon tot sind: https://bin-ich-schon-tot.de/.

  Wieder eine Wissenslücke gefüllt. Als ältestes Kloster auf deutschem Boden gilt die Abtei Tholey (seit 634 n.Chr.) im Saarland (Bistum Trier). Für deren Abteikirche hat der Künstler Gerhard Richter drei Chorfenster entworfen (Youtube).

  Gänzlich unbekannt war mir die Aktion Licht, eine 1962 durch die Stasi bewerkstelligte Aneignung von fremdem Eigentum, bei der Bankschließfächer, Tresore und Panzerräume leergeräumt worden sind.

  Ein Kartäusermönch reist im Auftrag seines Ordens nach Indonesien und gerät nach 25 Jahren Klausur und Schweigen in seiner Schweizer Zelle notgedrungen in Berührung mit der nicht ganz so beschaulichen Welt. Seit vielen Jahren hatte ich vor, "Broken Silence" (Teil 1 / Teil 2 / Teil 3) von 1995 zu gucken.

  "Warum kommen nicht alle Menschen an derselben Ziellinie an? Weil sie nicht alle an derselben Startlinie loslaufen." (Psychologin Susann Fiedler in: "Deutschland auf dem Weg zum Grundeinkommen?")

  "Juden raus! - Zeige Geschick im Würfelspiel, damit du sammelst der Juden viel - Gelingt es dir 6 Juden rauszujagen, so bist du Sieger ohne zu fragen!" // Das antisemitische Brettspiel 'Juden raus' basierte auf dem Klassiker "Fang den Hut" und wurde in Dresden von der Firma Günther & Co entwickelt.

  Was bei uns fremdenfeindlich wäre, geht in Dänemark. Aus Angst vor einer Parallelgesellschaft wurde ein Ghettogesetz erlassen und ganze Stadtviertel werden neu verplant, Umsiedelungen inklusive.

  Übernachten am Strand läßt sich mit Schlafstrandkörben.

  Sobald in Afghanistan ein Mädchen zur Frau wurde, verschwand deren Name aus der Öffentlichkeit. In Dokumenten, Ausweisen, selbst auf Hochzeitseinladungen und Grabsteinen, hieß es immer nur "Die Tocher von", oder "Die Ehefrau von"; noch abartiger sind Bezeichnungen, die Männer für ihre Frauen wählen, wie "mein Haushalt", "mein schwächeres Glied", "mein(e) Huhn/Ziege". Oder einfach nur Tante als Synonym für jede Frau. Ab Juli ist es für afghanische Frauen immerhin möglich, im Ausweis den Namen der Mutter eintragen zu lassen. Die Kampagne #WhereIsMyName setzt sich für die Identitätsrechte der Frauen ein.

  Der georgische Milliardär Bidsina Iwanischwili läßt Riesenbäume ausgraben und in seinen Privatpark versetzen. Der Dokumentarfilm "Taming the Garden" greift dies auf.

  Archäologische Sensation in Helfta. Eine 1000 Jahre alte Kirche samt Grabstätte für 70 Adelige wurde gefunden. Sie stammt aus der Zeit Kaisers Otto des Großen.

  Nonne und Mutter von zehn Kindern - wie geht das? Ann Russell Miller führte ein bürgerliches Leben, war verheiratet und schenkte zehn Kindern das Leben. Als 61-Jährige trat sie in einen monastischen Orden ein (Unbeschuhte Karmeliterin = OCD = Ordo Carmelitarum Discalceatorum), in dem sie als Sister Mary Joseph. 33 Jahre bis zu ihrem Tod mit 92 Jahren verbrachte.

  Kürzlich im Deutschlandfunk über Seebestattung gehört. Die Urne wird dabei über 'rauem Grund' gewässert. Das sind Stellen, in denen nicht gefischt und kein Wassersport betrieben wird.

  Baumkuchen, der König der Kuchen, stammt aus Salzwedel und ist in Japan ebenfalls weithin bekannt.

Vom Brotaufstand von Rahnsdorf hatte ich noch nie gehört. Tragische Hysterie in den allerletzten Kriegstagen 1945.

Daß Georg Kreislers "Tauben vergiften im Park" ein Original hat, wußte ich bis eben nicht. Gesungen von Tom Lehrer, dessen Existenz mir ebensowenig bekannt war.

  Als im 19. Jahrhundert die Daguerreotypie aufkam, kam die Post-mortem-Fotografie in Mode. Arte zeigte einen Bericht. Die Toten sollten zunächst möglichst lebendig erscheinen und wurden kosmetisch präpariert und positioniert. In intellektuellen Kreisen machte man sich den Spaß, die Lebenden auch als tot erscheinen zu lassen. Später wurden die Gestorbenen auch als friedvolle Leiche abgelichtet, so als würde der Verblichene schlafen.

  In den Wissenschaftsmeldungen fand ich gestern spannend, daß Rhino-Viren ein paar Tage lang vor einer Infektion mit Coronaviren schützen. Die stehen sich quasi im Wege.

  Chase Tag ist eine neuartige Trendsportart, quasi das kindliche Fangenspielen als Erwachsenensport, eine Kombination von Hindernislauf und Parcour. Nach anderhalb Jahren nehme ich Euromaxx wieder auf. Als das Journal 2019 seine Frequenz von vier auf eine Sendung pro Woche reduzierte, war ich verärgert und kehrte ihm den Rücken.

  Den DDR-Thread um eine Gepäckkarte erweitert.

  In einem Bericht über Behinderte in Coronazeiten gesehen, daß es Heilpraktiker für Psychotherapie gibt.

  Regelmäßig Erstbegegnung mit Wörtern + Ausdrücken. Heute: Speziesismus. Der Gegenentwurf wäre Zoopolis, eine gemeinsame Welt, in der Menschen- und Tierrechte gleichermaßen Beachtung fänden.

  In Japan verkaufen sich "Unglückshäuser" schlecht, Häuser, in denen Menschen Suizid begingen oder vereinsamt starben, nachdem sie dort wochen- oder monatelang tot gelegen haben.

  Einen Eisberg zeichnen und sehen, wie er schwimmt.

  Weil ein Zusammenhang zwischen dem Chronischen Erschöpfungssyndrom (ME = Myalgische Enzephalomyelitis) und Long Covid in letzter Zeit in den Medien immer wieder diskutiert worden ist, eine Zusammentragung von medialen Referenzen: ARD-Magazin Monitor / Interview mit der Immunologin Carmen Scheibenbogen / Genesen, aber nicht gesund (Gesprächsrunde) / Interview mit der Medizinerin Nicole Dittmer / Vorstellung des Chronic Fatigue Syndrom.

  Liisa schreibt über Schmuckeremiten, von denen ich noch nie etwas hörte.

  Max Müller, der seit Urzeiten bei den Rosenheim-Cops den Michael Moor spielt, singt das Wiener Alphabet.

  Eine fabelhafte Verteidigung und Beschwörung des Schlafes!

  Pilznamen eignen sich vorzüglich für kreative Beleidigungen.

  Wunderbare Zeitlupen zweier Vögel bei der Fütterung.

  Durch denselben Tweet von dasnuf noch die ebenfalls in der arte-Mediathek wohnhafte Serie "Criminal Justice" gefunden. Hat bereits zwölf Jahre auf dem Buckel und nur Staffel 1 (Pilotfolge = von fünf) ist seit Anfang Dezember in Deutschland ansehbar. Nach den mittlerweile angeguckten Serien "Traces - Gefährliche Spuren" und "The Bay" ist dies die dritte innerhalb nur einer Woche gefundene britische Krimiserie und gesellt sich zu so illustren Erfahrungen wie "No Offence" und "Broadchurch". Das US-Remake lief unter dem Namen "The Night Of" mit John Turturro in der Rolle des Anwalts.

  Japan ist für mich ein merkwürdiges Land. So gänzlich andere Sitten und Vorstellungen. Die Arbeitsmoral, die sogar für den Tod am Arbeitsplatz durch Überarbeitung ein eigenes Wort hat (Karoshi). Daß man Gefühle in der Öffentlichkeit nicht zeigt, daß Aufklärung in der Schule tabuisiert ist. Und wie schwer sich dann Jugendliche damit tun, eine Beziehung aufzubauen, einen Partner zu finden, wie einfallsreich Japaner dann aber wieder sind mit Kuschelcafes, dem Mieten von Freunden und Gästen. Ein Land voller emotionaler und sozialer Analphabeten und Hikikomoris? Andererseits existiert eine gigantische Sexindustrie. Genauso verstörend und befremdlich ist Japans Trauerkultur, über die das auslandsjournal (ab 22:30 min) vom 19. November 2020 berichtet. Digitale Bestattungskultur im "Friedhof der Zukunft". Urnengrüfte mit Gedenknischen, der "Kristallpalast" mit zigtausenden Urnen, platzsparende Regalarchivierung von Urnen, von Robotern durchgeführte Trauerfeiern.

  Ein Freund empfahl mir radioWissen, einen Podcast des Bayrischen Rundfunks. Eine phänomenale Quelle für alle Ohrenleser, die ich bis heute zu wenig würdigte, weil ich mein Augenmerk auf den Deutschlandfunk gelegt habe und damit eigentlich so reichlich versorgt bin, daß ich anderes nicht für notwendig erachtet hatte. Fataler Irrtum.

  Ein Wundgel wurde entwickelt, welches Narbenbildung verhindert, indem im Körper Immunreaktionen provoziert werden.

  Im Erzgebirge hat ein Holzkünstler den Virologen Drosden als Räuchermännchen geschaffen. Er qualmt aus dem Kopf.

  Dier verblüffendste Meldung aus der Wissenschaft ist in dieser Wochen die Erkenntnis, daß das mit den Jägern (Männer!) und Sammlern (Frauen!) wenigstens für Amerika nicht hinhaut. Mindestens jeder dritte Jäger war eine Jägerin.

  In einem Krimi zum ersten Mal von der Bombay-Blutgruppe gehört.

  Die BBC-Dokumentation Obesity: The Post Mortem zeigt die Obduktion einer sehr adipösen Frau, um auf die Problematik der Fettleibigkeit aufmerksam zu machen. Wirklich nichts für schwache Nerven und ziemlich schockierend. Zum einen, daß überhaupt eine Autopsie gezeigt wird; zum anderen die Dimensionen der Adipositas. Pikanterweise ist der Pathologe im Film selbst übergewichtig. Sein Doppelkinn schwabbelt bedenklich, während er sich sich über die überdimensionierten Organe wie vor allem die Fettleber echauffiert.

  Die Bruderhofgemeinde versucht, wie die Urchristen zu leben. Dank dem DLR kenne auch ich nun diese evangelische Gruppierung, die durch die Nazis aus Deutschland vertrieben wurde, über England nach Paraguay gelangte. Eine Wiederansiedelungen in Deutschland in den 80ern scheiterte und auch momentan verläßt die Gemeinschaft das Land gen Österreich. Zeitweise waren die Bruderhöfer mit den Hutterern uniert. Bei den vielen, vielen Abspaltungen und Gruppierungen evangelischer Provenienz und hier im Besonderen der Täuferbewegung wird einem Katholiken leicht schwindelig. Dennoch auch Staunen und Bewunderung, einen Weg entgegen dem Mainstream und vermeintlich modernen Erfordernissen durchzuhalten.

  Die Nachrichtenagentur AP mit ihren Fotos des Jahres.

  Das feministische TV-Magazin "Kreatur" erscheint alle drei Monate. Ausgabe Nr. 5 widmet sich der Gendermedizin. Traditionell unterschiedliche Diagnose und Therapie bei Männer und Frauen. Ich lerne viel und erfreue mich ob der Schnoddrigkeit und scharfen Zunge der involvierten Diskutanten und Moderatorinnen. Von den neun Ausgaben sah ich vor vielen Monaten lediglich den ersten, der nicht auf der arte-Homepage verfügbar ist, sondern auf YouTube unter dem Titel "Am Anfang war die Vagina".

  Die Dresdner Sinfoniker spielten im Plattenbauviertel Prohlis ein Konzert für Alphörner - auf den Dächern der Häuser. Die Hochhaussinfonie war kein Novum. 2006 spielten die Dresdner Sinfoniker auf der Prager Straße mit den Pet Shop Boys aus einem unsanierten Hochhaus hinaus.

  Die britische Satireshow "Spitting Image" war mir nicht bekannt. Erst anläßlich der Neuauflage begreife ich, daß sie Hurra Deutschland als Vorlage diente. Ich folge dem Twitteraccount der Show, seitdem ich auf das Video "How Trump Got Covid" stieß.

  Nicht nur eine Geburtstagsidee: ein Bild im Simpson-Style malen lassen. Viele Optionen sind möglich. Leinwand, Poster oder Glanzdruck mit Rahmen. Man kann sein Wunschbild konfigurieren nach Anzahl der Personen, Bildstil (z.B. Ganzkörper) und dem Hintergrund (z.B. Moe's Bar).

  Die französische Zeichentrickserie "50 Shades of Greek" transportiert die griechische Mythologie ins Hier und Jetzt. Sie basiert auf den Zeichnungen von Jul, enthält dreißig Folgen und wird bei arte ausgestrahlt. Die Staffel 2 kommt mit dreißig neuen Folgen.

  In einem englischen Wildpark sind fünf Papageien voneinander getrennt worden, weil sie zu viel fluchten.

  Zum ersten Mal von den SchUM-Städten gehört, dem Städteverbund des Mittelalters, der aus den Städten Speyer (Spira), Worms (Warmaisa) und Mainz (Magenza) bestand, für die Aschkenasim zum "Jerusalem am Rhein" wurde und nun zum Weltkulturerbe erklärt werden soll.

  Über das sehr erfolgreiche Kinderbuch "Alles lecker! Von Lieblingsspeisen, Ekelessen, Kuchendüften, Erbsenpupsen, Pausenbroten und anderen Köstlichkeiten" von Monika Osberghaus entbrannte ein Streit. Die herkömmliche Landwirtschaft und Tierhaltung fühlte sich verunglimpft. Die Landwirtin Nadine Henke führt nun das Blog "Brokser Sauen" und informiert über Schweinehaltung.

  Sich beruflich mit über 50 Jahren noch umorientieren und eine Ausbildung beginnen. Das ZDF-Magazin 37Grad widmet sich mit Die Senioren-Azubis diesem Thema.

  Durch den Lockdown wurde es in den Städten deutlich ruhiger, wodurch Vögel sich besser Gehör verschaffen konnten und wieder leiser und mit größerer Bandbreite an Tönen sangen. Eine Studie dazu wurde in veröffentlicht.

  "Das nordische Modell ist ziemlich gut darin, Wohlstand in Wohlergehen umzuwandeln." Kein Wunder, daß Kopenhagen nun ein Glücksmuseum (Lykkemuseet) besitzt. Museumsgründer Meik Wiking ist Autor des Buches "Lykke. Der dänische Weg zum Glück".

  In einer niederländischen Supermarktkette gibt es Plauderkassen zur Entschleunigung und Förderung sozialer Kontakte. Daneben sind auch Kaffeecken vorhanden, an denen Kunden miteinander verweilen und reden können.

  In der japanischen Stadt Hokuto werden Dosen mit frischer Bergluft verschenkt, ein Tourismus-Gag, um Menschen die Lust auf die zurzeit wegen Corona schwer zugänglichen Naturregionen zu machen.

  Neuer, sehr schneller und genauer Schnelltest für Brustkrebs, der die vermaledeite Mammografie überflüssig machen könnte und bei dem lediglich Tränenflüssigkeit benötigt wird.

  Mir war mir nicht klar, daß ein Fernsprechtischapparat als FeTAp abgekürzt wurde. In dem Artikel steht nicht, ob die Bezeichnungen auch in der DDR oder andere verwendet wurden. Ah, wohl nicht, aber schnuckelige Bezüge gab es für den Tischfernsprecher W 61.

  "Et Dieu créa la guerre = And God created war = Und Gott schuf den Krieg" ist ein Bildband des Kriegsfotografen Noël Quidu. Dokumente des Grauens.

  Im Londoner Küchenlabor Kitchen Theory wird der Einfluß der Sinne auf das Essen beforscht. Multisensorische Gesichtspunkte wie Licht, Farben, Formen, Geräusche rund um die Nahrungsaufnahme kommen zum Tragen.

  Jeremy war eine Weinbergschnecke mit der seltenen Abnormität eines linksgewundenen Gehäuses, ein so genannter Schneckenkönig. Weil die Innereien der Schnecke asymmetrisch verteilt sind, ist eine Fortpflanzung mit rechtgewundenen Artgenossen fast ausgeschlossen, weswegen man unter dem Hashtag #snaillove weltweit nach einem Partner für Jeremy suchte.

  Um die Leichenliegezeit ermitteln zu können, muß man den Todeszeitpunkt kennen, für dessen Ermittlung viele Faktoren Ausschlag gebend sind, u.a. die Körperkerntemperatur, die in Relation zu Faktoren wie Außentemperatur, Feuchtigkeit usw. gesetzt wird (Henßge-Nomogramm). Eine neue Methode verzichtet auf die rektalte Messung zugunsten einer mittels Wärmekameras oder Sensoren praktizierten Messung an vier Regionen (Brust, Bauch, Stirn und Oberschenkel). Mit dem neuen Modell wächst die Genauigkeit auf durchschnittlich 38 Minuten Abweichung vom tatsächlichen Todeszeitpunkt. Beim herkömmlichen Verfahren liegt die Fehlertoleranz zwischen drei und sieben Stunden.

  In einem Kulturzeitbeitrag über das Wohnzimmer die Aufgabe, sich einen Virus vorzustellen, durch den wir gezwungen wären, am Tag maximal 1 Stunde in den eigenen vier Wänden verweilen zu dürfen. Das Wohnzimmer, die gute Stube, wurde früher auch als "kalte Pracht" bezeichnet, weil es nur zu besonderen Anlässen geheizt (Weihnachtsfest) und ansonsten eher als Vorzeigeraum genutzt worden war.

  Nicht gewußt: Konsum, zumindest im englischsprachigen Raum (consumption), wurde neben den Begriffen phthisis (pulmonalis) ehemals die Tuberkulose genannt. Weil sie - wie der Krebs - den Körper verzehrt, Unmengen an Energie kostet. Frank Trentmann schrieb mit "Herrschaft der Dinge. Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute" einen Wälzer (knapp 1100-Seiten) über den Konsum.

  Ein Bericht über rumänische EU- bzw. Eurowaisen ("Copii singuri acasa" - "Allein-zuhause-Kinder") machte mich sehr traurig. Weinende Kinder, deren Eltern sie zuhause zurücklassen, während sie im EU-Ausland Geld verdienen.

  In einem französichen Benediktinerinnenkloster wird das gesamte liturgische Repertoire des Gregorianischen Chorals (8760 einzelne Choräle, 7000 Stunden Musik) für eine Datenbank aufgenommen.

  In einem Bericht (aspekte on tour in Thüringen) über Jena Lobeda wurde der NSU erwähnt und die Plattenbausiedlung als "Legebatterie für sozialen Sprengstoff" bezeichnet.

  Im Tatort "Hundeleben" wird eine Praxisschwester vernommen, die wie ein Wasserfall quatscht und gerne an die Nordsee fährt, wie sie einfließen läßt. Ballauf darauf: "Die war nicht an der Nordsee, sondern an den Niagarafällen." // Bei Krimis mag ich Sujets und Szenarien wie Altenheim und Familiendrama am liebsten, Entführungen und Geiselnahmen am wenigsten. So gesehen ist der Tatort "Hundeleben" ein Hauptgewinn. "Smithereens" (Black Mirror S05E02) überraschte mich gestern in Sachen Geiselnahme. Die fünfte Staffel ist seltsamerweise an mir vorbeigegangen. Ich hole sie nun nach. Sind leider nur drei Episoden. // "Hundeleben" ist herrlich verschroben. Eine Frau ist "Mensch ärgere dich nicht" emotional nicht gewachsen und schluchzt hemmungslos. Zwei Männer kämpfen auf dem Gang gegeneinander, weil sie sich auf der Straße wähnen und jeder die Vorfahrt beansprucht.

  In einem Beitrag über historische Vorstellungen von der Unterwelt gelernt, daß der Garten Eden 60mal größer als Ägypten sein soll.

  "Wenn uns das Wenige, was wir haben, ausgeht, dann sehen wir so aus:" Hausärzte ziehen sich aus Protest aus - Protest gegen den Mangel an Schutzkleidung.

  Der Künstler Daniel Beerstecher lief Marathon (Walk In Time), allerdings mit 0,12 km/h, also 120 m/h, und praktiziert dabei Zenmeditation.

  Von Sartre zum Sixpack weist nach, wie uncool einst Sport war und wie sehr sich die Sichtweise auf unseren Körper in den letzten Jahrzehnten geändert hat.

  Ein Artikel, in dem die mir unbekannten Wörter "Mikrobiom" und "Dysbiose" vorkommen und inwieweit Mikroben unser Leben beeinflussen bzw. wie sehr Menschen auf Kontakte mit Mitmenschen angewiesen sind.

  Mich interessiert die Differenz der Sterbefälle zwischen der Gesamtzahl aller jetzt Verstorbenen und der Gesamtzahl aller in den, sagen wir, zehn Vorjahren zur selben Zeit Verstorbenen. Wieviel mehr Todesfälle JETZT im Vergleich zu den Vorjahren zu verzeichnen sind. Bei monatlich zwischen 80.000 und 90.000 Toten nehmen sich 3.500 Coronatote wenig spektakulär aus. Ich suchte betreffs Sterbefallzahlen nach Datenbanken und fand Zahlen beim Statistischen Bundesamt und Eurostat. 2018 sind in Deutschland insgesamt 954.874 Menschen verstorben. Monatliche Vergleiche der Todesfallzahlen, selbst für 2019, werden in dieser Datenbank sichtbar. Die tägliche Situation rund um Corvid-19 ist bei der WHO wohlgeordnet seit dem 21. Januar festgehalten. Weitere Datenübersichten sind über das Statistische Bundesamt zugänglich.

  "Das ganze Spektrum zeitgenössischen bildkünstlerischen Schaffens im Freistaat möglichst umfassend abzubilden, ist das langfristige Ziel dieser vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst initiierten 'Werkdatenbank Bildende Kunst Sachsen'".

  Graffito in der Eisenbahnstraße (Haltstelle Hermann-Liebmann-Straße): "Im Kopf ist mir kalt".

  Beatmung - ein Beispiel demonstriert, wie hochkomplex und anstrengend Intensivmedizin heutzutage für alle Beteiligten ist.

  Noch nie vom Freistaat Flaschenhals gehört, auf den ich durch den gleichnamigen Comic stieß. Mir ist durch Stefan Heym (1999 gelesen) nur Schwarzenberg geläufig.

  Warum man die Influenzatoten nicht gegen die Corvid19-Toten aufrechnen darf.

  "Rechte Milieus hoffen, dass das Virus im Vorbeigehen die Demokratie gleich mitzerstört." (Christian Parth)

  Interview mit dem Virologen Hendrik Streeck und für mich neue Details: "Fast alle Infizierten, die wir befragt haben, und das gilt für gut zwei Drittel, beschrieben einen mehrtägigen Geruchs- und Geschmacksverlust. Das geht so weit, dass eine Mutter den Geruch einer vollen Windel ihres Kindes nicht wahrnehmen konnte. (...) In 30 Prozent der Fälle trat bei unseren Infizierten auch Durchfall auf, das ist häufiger, als bisher angenommen wurde."

  Ein wunderbarer Text über Trauerbewältigung.

  Gegen Ende der DDR gab es für 17 Millionen DDR-Bürger nur 530 Rechtsanwälte. Zum Vergleich: allein in der Stadt Hamburg arbeiten über 10.000. (Wolf Biermann)

  Im Polizeiruf 110 "Ein unbequemer Zeuge" (E50) fiel der Ausdruck Karpatenschreck, bei dem ich mich nicht mehr erinnern kann, ihn damals gehört zu haben. Man sieht zudem einen Framo V901/2, den Vorgänger des Barkas B1000. Fahrzeugtechnisch ebenfalls fazinierend der Polizeieinsatz. Im gleichen Film ist übrigens zu Beginn der Hauseingang des Nachbarhauses und kurz auch das Straßenschild "Plaußiger Straße" zu sehen. Man kann staunen, wie dreckig grau die Hausfassaden damals doch waren, was man mittlerweile fast vergessen hat.

  Soeben auf die Filmsatire "Jojo Rabbit" (Trailer 1 / Trailer 2) gestoßen, die demnächst in deutschen Kinos anlaufen wird. "Man stelle sich vor, die 'Inglourious Basterds' treffen in 'Moonrise Kingdom' auf 'Mein Freund Adolf'. (...) Eine kauzige Coming-of-Age-Geschichte mit der höchsten Heil-Hitler-Quote seit Leni Riefenstahl."

  Mit einem Soziometer (Humanyze) können Tendenzen zur Einsamkeit erkannt werden. Das Gerät hat zwei Mikrofone, Bluetooth- und Infrarotempfänger sowie ein Bewegungssensor. Es erfaßt Gesten, Sprachrhythmen, so daß Kommunikation analysiert werden kann. Kritiker sehen die Box als Überwachungsinstrument, als Mittel zur Selbstoptimierung. Andererseits kann sie Indikator für soziale Interaktion sein und rechtzeitig warnen.

  Um Menschen die Schwellenangst vor der Oper zu nehmen, geht die Komische Oper Berlin dorthin, wo sie sind und nennt das Popup Opera. Also Flashmobmäßig die Leute überraschen und beglücken.

  Laut Franz Müntefering ("Unterwegs. Älterwerden in dieser Zeit") sollten Menschen über 70 nicht mehr Rentner, sondern Zeitreiche heißen.

  Right Before I Die - Was Sterbende kurz vor ihrem Tod sagen. Fotos vom kalifornischen Fotografen Andrew George.

  Äthiopien hat in einer Aktion innerhalb von zwölf Stunden 353 Millionen Bäume gepflanzt. Bis Oktober sollen es 4 Milliarden werden.

  Im Museum der Bildenden Künste startet heute die Ausstellung "Point of no return - Wende und Umbruch in der ostdeutschen Kunst", über die man im DeutschlandRadio mehr hören kann und von der ich durch die gestrigen Tagesthemen erfuhr. Das Buch zur Austellung erscheint im Hirmer-Verlag. Am 7. August ist übrigens der nächste freie Eintritt ins MDBK.

  Frankreich sucht Science-Fiction-Autoren, um mit Hilfe deren Phantasie mögliche Bedrohungsszenarien erfassen zu können.

  Eben gelernt, daß manche Babys (möglichst) windelfrei aufwachsen lassen. Die Eltern lernen, die Signale des Babys zu beachten und es dann "abzuhalten". Natürlich gibt es dazu auch ein Buch.

  Gestern Im Deutschlandfunk Nova (Eine Stunde Liebe) zum ersten Mal den Begriff "Amefi" gehört. Alles mit einem für immer.

  "Älter werden in Gemeinschaft". Ein ökumenischer Verein mit dem Namen Wohnschrittmacher erprobt Formen gemeinsamen Lebens.

  Ein Riesenfortschritt in der Wissenschaft. Man hat ein Enzym entdeckt, mit dem sich die Blutgruppen A und B in 0 umwandeln läßt, wodurch sich transfundierbare Konserven wunderbar vermehren könnten.

  Wenn man die drakonischen Strafmaße in den USA mitbekommt, kann einem schwindlig werden. Durch die 3-Verstöße-Regel ("Three-strikes Law" in 24 der 50 Bundesstaaten) verdoppelt sich die Standardstrafe bei einer zweiten Straftat; und bei einer dritten droht lebenslänglich. "Die Amerikaner stellen nur rund fünf Prozent der Weltbevölkerung, aber zugleich 25 Prozent aller Gefängnisinsassen." 2011 waren 2,4 Mio Amerikaner inhaftiert, und bei weiteren 4,8 Mio Verurteilten war die Strafe ausgesetzt.

  Im US-Bundesstaat Kalifornien gibt es Bestrebungen zum Calexit - der Abspaltung von den USA. Immerhin entstünde die fünftstärkste Wirtschaftsmacht der Welt.

  Etwas unvorbereitet traf mich die Information, daß Völkerball umstritten ist, weniger bei uns als in Nordamerika, wo die Regeln beim Dodgeball verschärfter sind. Umstritten, weil es Spieler "fies mobbt" bzw. weil es ein fieses Menschenbild vermittle. Schwächere seien eine Zielscheibe. Forscher auf einem sozialwissenschaftlichen Kongreß in Kanada haben das Spiel als ein "Mittel der Unterdrückung" bezeichnet. Es trage dazu bei, die Gegner zu entmenschlichen.

  Bei Lidl wird ein Thermomix-Klon namens "Monsieur Cuisine Connect" verkauft. Hacker haben sich ins System gehackt und ein verbautes Mikrofon gefunden und spielten auf dem Küchengerät Doom.

  Die WHO klassifiziert Antibiotika jetzt in drei Gruppen. Das neue System heißt AWaRe. "A" steht für Access, "Wa" für Watch. "Re" steht für Reserve. Kategorie 1 ist gezielt für ernsthaften Infektionen. Kategorie 2 sollen für Ausnahmefälle bei bestimmten Infektionen vorgehalten werden. Kategorie 2 ist den letzten Ausweg bei lebensbedrohlichen Erkrankungen.

  In der Schweiz wurde ein Haus erstmals digital geplant und von Robotern und 3-D-Druckern erbaut. Materialsparend und nachhaltig.

  Das Gehirn bewertet eigene Handlungen als schneller, verglichen mit der gleichzeitig erfolgten Handlung eines anderen. Eine Studie in den USA ergab, dass zwei Personen, die gleichzeitig einen Knopf drücken, die eigene Handlung jeweils als 50 Millisekunden schneller empfinden. Die verzerrte Zeitwahrnehmung könnte an den unterschiedlichen Zeitspannen liegen, die das Gehirn braucht, um eigene und fremde Handlungen zu verarbeiten.

  Das ist so klasse! Im US-Bundesstaat Washington ist es nun erlaubt, sich alternativ bestatten zu lassen, und zwar durch Kompostierung. Dabei braucht man keinen Sarg, keine Urne, also keine naturfremden Stoffe und ist in 12 Monaten purer Humus, mit dem sich ein Baum pflanzen läßt.

  Früher war nicht nur alles besser, sondern es dauerte auch länger. In den Wissensmeldungen gehört, daß der Eindruck, die Zeit renne mit zunehmendem Alter, daran liegt, daß wir weniger Bilder im Gehirn abspeichern. Es scheint uns, als würden wir weniger erleben. Unser neuronales Netz wächst und wird dadurch länger; zudem altert es und die Geschwindigkeit der Impulse verringert sich.

  Nachts das schöne 50-minütiges Feature "Besonders sein" über Originale und Exzentriker gehört. Besonders speziell war die andauernd dazwischen geblendete Stimme von Florence Foster Jenkins. Bin gespannt, wann ich mal das Biopic über sie zu Gesicht bekomme.

  Als sehr aufschlußreich empfand ich "Die Wut der Frauen" (Audio). "Frauen zeigen weniger Ärger. Das heißt allerdings nicht, dass sie auch weniger ärgerlich sind." / "Wenn eine Person nämlich dominant aussieht, dann wird ihr eher zugestanden, Ärger zu zeigen." (...) Wer so aussieht, darf also eher ärgerlich sein. / "Frauen, die ihren Ärger vornehm zurückhalten, werden auch eher negativ bewertet. (...) Wenn Frauen sich in einer Situation, in der sie Wut und Trauer zeigen könnten, nur eine Sekunde später emotional reagieren, erleben Versuchspersonen diese Frauen als weniger emotional kompetent. / "Wenn Frauen generell ihre Emotionen zeigen, dann am liebsten immer sofort, spontan, das gilt dann als authentisch."

  Feature (Audio / PDF / 53 min) von Florian Felix Weyh: "Wenn Schriftsteller ihren Freitod schreibend vorwegnehmen".

  In mehreren Städten wird das Standardampelmännchen ersetzt durch lokale Besonderheiten wie Karl Marx in Trier oder die Mainzelmännchen in Mainz. In der traditionsreichen Bergstadt Freiberg wollte man für die Ampeln Bergmänner. Der Antrag wurde vorerst jedoch abgelehnt.

  In der frühen DDR gab es 1950 eine Kartoffelkäferplage, für die man die USA verantwortlich machte. "Viele Hände greifen zu und nehmen aktiv am Kampf gegen den Amikäfer teil, wie ihn die Bevölkerung zu nennen beginnt." Bertold Brecht schrieb dann in seinem Gedicht 'Die Ammiflieger": "Die Ammikäfer fliegen/ silbrig im Himmelszelt/ Kartoffelkäfer liegen/ in deutschem Feld." In der Nazizeit hatte man, sobald ein Käfer entdeckt wurde, die Polizei zu informieren; es gab einen Kartoffelkäfer- Abwehrdienst (KAD), in dessen Kartoffelkäfer-Fibel stand: "Sei ein Kämpfer, sei kein Schläfer, acht’ auf den Kartoffelkäfer! Wo du wohnst, das bleibt sich gleich, denn er droht dem ganzen Reich. Zeig im Kampfe stets Bewährung! Sichre unsres Volks Ernährung! Hilf, dass man in deutschen Gauen weiter kann Kartoffeln bauen." Andererseits gab es seit dem Ersten Weltkrieg Pläne, den Schädling als Biowaffe einzusetzen. - In der DDR mußten Schulkinder bis in die 60er Jahre hinein regelmäßig zu Sammelaktionen aufs Feld. Auch für Ostflüchtlinge wurde der Begriff "Kartoffelkäfer" benutzt. Als Reaktion auf die ostdeutschen Berichte über die angeblichen Kartoffelkäferabwürfe durch "USA-Gangsterstrategen des Kalten Krieges" im Mai 1950 warf man per Ballon Pappkäfer ab, auf denen politische Sprüche gedruckt waren und ein "F" auf der Rückseite, das nicht für "Falschmeldung" stand, sondern für "Freiheit".

  Es gibt Coffee-to-go-Becher aus Porzellan. Ich sah in einem Euromaxx-Bericht deren Fertigung und Vermarktung durch die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM). Für Tolpatsche wie mich, die ständig bemüht sind, nicht irgendwo gegenzulaufen oder über Kanten und Bordsteine zu stolpern, sicherlich keine ratsame Anschaffung.

  Yoga ist nicht zwangsläufig mit sphärischen Klängen und Stille verbunden. Die Norddeutsche Saskia Thode erfand das Metal-Yoga und trat damit in Wacken auf.

  In Berlin Schöneberg gibt es "das erste Feinkostbistro deutschlandweit speziell für Fischkonserven", die Sardinen.Bar. Auf diese Idee muß man wirklich erst einmal kommen: eine Gaststätte nur für Dosenfisch zu eröffnen.

  Die finale Folge der vierten und letzten Staffel Black Mirror ("Black Museum") durchbricht die Schallmauer an Schrecken, Düsternis und Perfidie und ist der Dystopieolymp. Mir fehlen sozusagen die Worte. Andererseits kann man alles anders beurteilen und die Episode als eklektisch abtun. Denn streng genommen werden hier sehr viele technische Ideen aus Vorfolgen zusammengenommen und in eine aus Rahmen- und Anthologieerzählung gepackt. In den Kommentare las ich "ein White Bear 2.0 für Arme", was auf die sensationelle Folge "Weiße Weihnachten" (S02E02) hinweist. Trotzdem fand ich diesen Abschluß als überwältigend fies und rund.

  Unter dem Label "Original Schulküche" gibt es vermeintliche DDR-Gerichte bzw. solche, die sich dem damaligen Original möglichst nähern sollen. Neben "Tomatensoße mit Jagdwurst" und "Schulküchen Soljanka" gibt es auch "Grützwurst mit Kartoffeln", auch "Tote Oma" (YouTube) genannt, ein Gericht, das bei vielen, mich eingeschlossen, heute noch äußerst beliebt ist. Bei der taz jedoch reagiert man ob des anstößigen Namens humorbefreit. Leider bekomme ich nicht heraus, ob die Dose im Sortiment eines der hiesigen Supermärkte angeboten wird. Wahrscheinlich ist das Selbstkochen einfacher.

  Die gestrigen Tagesthemen sind wieder ein Füllhorn an Fakten. Höher als 10 km könnte auf unserer Erde kein Berg werden, weil der Druck dann zu groß würde und sich das Gestein verflüssigte. Daß der 11. Dezember der "Internationale Tage der Berge" sei, ist mir ebenso neu. Ein schöner Lobgesang auf die Berge in der Sendung (ab 25:30 min), diesen "kunstvollen Falten der Vergangenheit".

  Auf Deutschlands Straßen werden täglich 3,2 Mrd. Kilometer gefahren. Durchschnittlich 39 Kilometer von jedem Deutschen. 3 Wege am Tag werden zurückgelegt. 57% mit dem Auto, 22% zu Fuß, 11% per Fahrrad und 10% mittels Bus oder Bahn.

  Da ich im Radio neben MDR aktuell überwiegend den Deutschlandfunk höre, entging mir die DLF-Kultur-Sendereihe "Sein und Streit" bislang - demnach eine Neuentdeckung. Gleich mal den Beitrag der letzten Woche über Hannah Arendt herunterladen. Oder auch die Sendung (mp3) über die vierte Medienrevolution.

  Im Rahmen ihrer Proteste blockierte Gelbwesten in einigen Regionen Frankreichs Supermärkte, womit sie kleine Händler protegieren wollen. Die Widerstands- und Streikbereitschaft der Franzosen beeindruckte mich immer schon. Gewalt lehne ich ab. Kluger, kreativer, anhaltender und trotziger Protest aber ist ein potentes Mittel in einer Demokratie. In einem Interview mit dem Philosophen Robin Celikates wird das Thema des aktuellen politischen Widerstandes vertieft.

  Mit dem "Goldenen Windbeutel" werden Produkte mit den dreistesten Werbelügen prämiert. Foodwatch vergab ihn bereits achtmal. In diesem Jahr "gewann" Coca Cola für sein Mineralwasser "smartwater". Informationen zu den vier anderen Nominierten finden sich hier.

  Das weltweit erste 24-Stunden-Rennen für Elektroautos fand in Oschersleben statt. Beim Eco Grand Prix (ecoGP) ist vor allem taktisch entscheidend, wann/wo/wie man Strom nachlädt und wie man den Fahrerwechsel optimiert. Gewonnen hat das Team mit dem Tesla Roadster, der 495 Runden drehte und mehr als 1000 Kilometer bewältigte.

  Leipzigs Innenstadt wird traditionell durch den Innenstadtring definiert. Aufgrund des Wachstums der Stadt, des anhaltenden Zuzugs und des Verschwindens der Brachflächen soll sich das ändern. Als künftige Innenstadt schwebt den Planern und Stadtentwicklern das Tangentenviereck vor.

  "Nemo's Garden" ist ein ambitioniertes Projekt, ein Unterwassergewächshaus an der Mittelmeerküste in Italien. Das Sonnenlicht reicht für die Fotosynthese, das Wasser zum Gießen wird teilweise aus Salzwasser gewonnen. Verschiedene Obst und Gemüsesorten werden gezüchtet. Es werden keine Insektizide und Pestizide benötigt.

  Vicky Bennison reist durch Italien auf der Suche nach Nudelzepten, die sie alten Frauen ablauscht. Die gesammelten Erlebnisse und Eregnisse werden auf der Webseite Pasta Grannies präsentiert. Ein YouTube-Channel und ein Instagram-Account ergänzen das Projekt.

  Aus der Rubrik "Was wir heute wieder lernen konnten": Gugelhupf bezeichnet nicht nur den Napfkuchen in Süddeutschland und Österreich, sondern als Austriazismus auch ein Irrenhaus = psychiatrische Klinik. Gelernt übrigens in der bösartigen Satiresendung "Boesterreich".

  Um das Gesetz zur Sterbehilfe, nach dem der Staat Schwerstkranken Mittel zur Selbsttötung aushändigen muß, wußte ich bis vor kurzem nicht. Allerdings hat die Regierung offenbar beschlossen, das Urteil des Bundesverwaltungsgericht nicht anzuwenden.

  Wenn ich einen Netflix-Account hätte, würde ich mich über diesen Index, sortiert nach Inhalten freuen. Dann würde man beispielsweise rascher auf Woody- Allen- Filme zugreifen können.

  Ein Haus aus Holz, Lehm und Sand im arktischen Raum? An der norwegischen Westküste baute eine 6-köpfige Familie ein Glaskuppelhaus auf einer einer kleinen Insel mit 400 Einwohnern. Die aus 360 Glasscheiben + 832 m recyceltem Aluminium bestehende Kuppel umschließt das eigentliche Haus mit 240 qm Wohnfläche, dazwischen ein Gewächshaus, wo selbst Südfrüchte wachsen.

  Die Übergangsjacke als ein "Ja, aber" zum Anziehen.

  Im Krisenfall wollte die DDR bis zu 85.000 Bürger präventiv inhaftieren. Dazu gab es seit den 60er Jahren einen geheimen Plan. In Stadien, Schlössern, Jugendherbergen sollten oppositionelle DDR-Bürger interniert werden. Eine Dokumentation dazu wird am Montag, dem 1. Oktober, um 23.30 Uhr unter dem Titel "Honeckers unheimlicher Plan" in der ARD gesendet. Der Plan - "Direktive 1/67" - wurde bis zum Ende der DDR nicht aufgegeben, konnte aber wegen der wirschaftlichen Schwachbrüstigkeit des Regimes nie ernsthaft realisiert werden.

  Die "Via Aeterna" ist ein Festival der Sakralmusik. 300 Konzerte rund um den Mont-Saint-Michel. Gregorianische Choräle, mittelalterliche Musik und moderne Adaptionen. Auf YouTube finden sich zahlreiche akustische Eindrücke.

  In der Dresdner Pflegeeinrichtung "AlexA" gibt es zwei DDR-Erinnerungszimmer, welche an Demenz Erkrankten helfen sollen. Dabei will man nichts verklären oder verherrlichen, sondern die Politik außen vor lassen. Mir leuchtet das vollkommen ein. Statt dahinzudämmern, werden Erinnerungen reaktiviert, die Bewohner üben alte Bewegungsabläufe, basteln, werkeln, hören Musik usw. Bin en passant auf das Portal "Demenz in Sachsen" gestoßen.

  Nachdem die erste Diskussionsrunde "Streitbar!" im Frühjahr mit Dürs Grünbein und Uwe Tellkamp so kontrovers vonstatten ging, gab es nun die zweite Auflage mit dem Schriftsteller und Wahldresdner Marcel Beyer, dem Theologen und OBM-Kandidaten für Meißen Frank Richter und dem Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen, die auch auf YouTube abrufbar ist.

  Was ich nicht wußte, daß Mikroplastik nicht nur und nicht einmal hauptsächlich durch weggeworfenen Plastikmüll verursacht wird, sondern durch Abrieb bei Reifen (Autos, Fahrräder / 28%), Schuhen, Straßenmarkierungen. Bremsen und viel Laufen ist quasi Naturmord! Weitere Verursacher: Waschen von synthetischen Textilien (35%), Kosmetikartikel, Kunstrasen... Jeder Mensch produziert pro Jahr und Paar Schuhe 100 g Mikroplastik.

  Daß der Gummiknüppel, wie ihn die Polizei verwendet, Mehrzweckeinsatzstock bzw. Einsatzmehrzweckstock bzw. Rettungsmehrzweckstock heißt, wußte ich bis heute auch nicht.

  Daß Notfallseelsorge und Krisenintervention noch so jungen Datums sind, wußte ich nicht. In einem Bericht über das Flugunglück von Ramstein (gestern vor 30 Jahren) kamen Helfer zur Sprache, die damals aus spontanem Entschluß heraus psychologische Betreuung leisteten, was quasi als Geburtsstunde angesehen wird.

  Hieroglyphen statt Emojis oder, wie die Welt sich ausdrückt, "Die klügste Art, Penisbilder zu verschicken". "Der Unicodeblock Ägyptische Hieroglyphen (...) kodiert einen wesentlichen Teil der ägyptischen Hieroglyphen, die das Schriftsystem des alten Ägyptens und seiner ägyptischen Sprache darstellten und auf zahlreichen Steininschriften zu finden sind."

  Laut einem Bericht im Sachsenspiegel wurde in Leipzig der erste Marathon Deutschlands gelaufen, der von den Sportbrüdern Leipzig organisiert wurde und am 5. September 1897 stattfand und damals noch "Distanzlauf über 40 Kilometer" genannt wurde. Am 3. Juli 1898 fand ein weiterer, offiziell ausgeschriebener Lauf statt, der lange Zeit als erster in Deutschland überhaupt galt (Sieger = Arthur Techtow). Aus den Sportbrüdern erwuchs der "Verein für Bewegungsspiele" (VfB Leipzig). Nachlesen kann man deren bewegte Anfangsgeschichte in dem Krimi "Mörderisches Spiel in Leipzig" von Uwe Schimunek. Der aus England nach Deutschland gelangte neue Sport wurde anfangs als "Fußlümmelei", "Stauchballspiel" und "englische Krankheit" heruntergemacht. Das Etablissement "Neuer Gasthof Paunsdorf", von dem aus der Marathon startete, wird im 2018er Kalender "In Bewegung. Meilensteine der Leipziger Sportgeschichte" dargestellt und befand sich in der Riesaer Straße 51, nur wenige Minuten von meiner Wohnung entfernt, heute eine mit Bäumen bewachsene Brache. Den "Distanzlauf über 40 Kilometer" am 5. September 1897 gewann Theodor Schöffler mit der Zeit von 3:35:31 Stunden. Die Strecke führte von Paunsdorf nach Bennewitz und zurück. Von 18 Läufern erreichten 13 das Ziel. - Zuerst dachte ich, die heutige Gaststätte "Deutscher Hof" - ebenfalls in der Riesaer Straße - gehe historisch auf den "Neuen Gasthof Paunsdorf" zurück, was aber nicht stimmt; denn die Grenzziehung zwischen Sellerhausen/Stünz und Paunsdorf verläuft an der heutigen Theodor-Heuss-Straße. Der "Deutscher Hof" ist wie schon zu DDR-Zeiten immer noch ein Hort gutbürgerlicher Küche.

  Im Leipziger Botanischen Garten wurde das Victoriahaus wiedereröffnet, welches der Riesenseerose Victoria amazonica vorbehalten ist. Die Pflanze wächst sehr schnell und erreicht einen Durchmesser von 2 m. "Das Leipziger Victoriahaus ist das einzig verbliebene Original von ursprünglich einem Dutzend Gewächshäusern dieses speziellen Bautyps in Deutschland. (...) Der Leipziger Botaniker und damalige Direktor des Botanischen Gartens, Eduard Friedrich Poeppig, hat die Riesenseerose Victoria amazonica erstmals wissenschaftlich beschrieben."

  Daß die Welt besser ist als gedacht, zeigen Statistiker wie Hans Rosling. Mit seinem Buch "Factfulness" habe man eine Handhabe, um mit Fakten und Zahlen belegen zu können, daß sich Dinge meist zu ihrem Besseren entwickelt haben. Für Schwarzseher wie mich und die meisten, die nach der Lage der Welt befragt werden, eine Kompaßnadel zur Justierung des eigenen Pessimismus an der Realität.

  Ich stinke, also bin ich - Über 79 Jahre war Sonnenkönig Ludwig XIV. dem Martyrium seiner Leibärzte ausgesetzt.

  "Tee enthält übrigens mehr Koffein als Kaffee, gibt es aber nicht so brachial ab wie letzterer. Bei Tee ist das Koffein an die Gerbstoffe gebunden; es löst sich erst im Magen und hält dann den Koffeinspiegel über Stunden konstant, während Kaffee eher der schnelle Fix für eine gute halbe Stunde ist. Seitdem ich das weiß, überlege ich, ob der klassische Fünf-Uhr-Tee so eine clevere Idee ist. Ich schiebe den Brexit jetzt auf sehr unausgeschlafene und dementsprechend schlecht gelaunte Briten." Anke Gröner war zur Teeverkostung - ein wunderbar erhellender, amüsanter und appetitanregender Bericht. "Nicht China oder Indien sind die weltweit größten Exporteure, sondern Kenia. In China und Indien wird zwar mit weitem Abstand am meisten angebaut, aber eben auch das meiste bereits im Land getrunken. Die meisten der 10 Milliarden (kein Tippfehler) Tassen Tee, die täglich (auch kein Tippfehler) getrunken werden, werden in diesen beiden Ländern aufgebrüht. In Deutschland sind übrigens die Ostfriesen ganz weit vorne im Verbrauch. Das war zu erwarten, aber den Abstand fand ich dann doch beeindruckend: 300 Liter Schwarztee pro Jahr im Vergleich zu lausigen 29 (plus 35 Liter Kräuter- und Früchtetee) im Rest der Republik. Ostfriesland süppelt sogar mehr weg als England, das sich mit 205 Litern pro Jahr noch ein bisschen lang machen muss."

  Ebensowenig rosig ist die Situation für die katholische Kirche hier im Osten auf dem Land. Diaspora in der Diaspora.

  "Fröhliche Pessimisten nehmen an, dass alles schief gehen wird. Danach lassen sie sich dann aber gerne positiv überraschen. So entsteht eine Weltsicht, in der sich Schwere und Leichtigkeit, Sinnlosigkeitsgefühle und Humor verbinden." Eine Lange Nacht im Deutschlandfunk (165 min). Heute 23.05 Uhr.

  "Der Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Zahnspinner (Notodontidae)." Wie ich lese, hat man nicht nur mit vielen Pilznamen 'ne Menge Spaß, sondern auch mit Schmetterlingsnamen. Die Raupen sind ziemlich unangenehm für den Menschen und verursachen eine schmerzhafte Raupendermatitis und halten momentan die Forstämter in Atem.

  Aus meiner Erfahrungsserie "Zum ersten Mal" (nie vorher gehört / gesehen / gelesen) heute: Reverse Graffiti und, damit zusammenhängend, biogener Bewuchs, der nämlich, von Gebäudewänden kunstvoll entfernt, die Reverse Graffiti Gestalt annehmen läßt, wie sie Künstler wie Klaus Dauven im Schulterschluß mit Reinigungsspezialisten schaffen. Spektakulär wirken dabei große Flächen wie Staumauern oder Dämme.

  Auch wenn ich handwerklich immer tumb gewesen bin, beeindrucken mich Menschen, die kreativ sind, so auch der Upcycling-Aktivist François Rossier. Ein bißchen Neid kommt auf, wenn ich an all die selbstgefertigten Dinge fern jeder Massenware denke.

  Ich finde den Eintrag über Laura M. Schwengber nicht wieder. Vielleicht habe ich ihn nicht geschrieben und hatte es nur vor. Jedenfalls ist die Frau Gebärdendolmetscherin für Gehörlose mit der Besonderheit, auch und gerade Musik zu übersetzen. Mit vielen Musikern & Bands (u.a. Keimzeit) arbeitete sie zusammen und selbst Klassik gehört zu ihrem Repertoire. Bekannt werden dürfte sie spätestens nach dem gestrigen Eurovision Song Contest (Video mit Gebärdensprache); denn sie hat das dritte Jahr in Folge alle Songs einstudiert und gedolmetscht, was den Tagesthemen einen Bericht wert war. Der Hessische Rundfunk wurde wegen der Reportage "Die mit den Händen tanzt" über die temperamentvolle Dolmetscherin mit einem Grimme Online Award ausgezeichnet. Ich hatte Laura M. Schwengber kürzlich durch einen Bericht (auf YouTube) im HR-Kulturmagazin "Hauptsache Kultur" kennengelernt.

  Im Bistum Görlitz gründen die Zisterzienser einen neuen Konvent in Neuzelle, der 1817 säkularisiert worden war. Wahrscheinlich 2018, zum 750-jährigen Gründungsjubiläum des Stifts Neuzelle, soll der Konvent als Priorat mit acht Mönchen wiedererrichtet werden. Seit Ende August 2017 bereitet eine Vorhut von vier Mönchen eine mögliche Klosterneugründung vor; das monastisches Leben in Brandenburg ist zurück. Mehr Informationen bietet eine Webseite, ein im Mai 2018 im Leipziger St.-Benno-Verlag unter dem Titel "Die Mönche kommen" erschienenes Buch sowie eine Dokumentation des rbb (YouTube).

  Mittlerweile werden sogar schon Häuser mit 3D-Druckern gebaut. Man witzelt: (H)ausdrucker.

  In Japan wird ein Androidroboter entwickelt, der als Nachrichtensprecher fungieren soll. Erica heißt die zarteste Versuchung der Technik in Sachen KI.

  Michael Kraske ist Wahlleipziger seit 25 Jahren und schreibt sich mit "Das laute Schweigen" sein Unbehagen von der Seele und warum er trotz der fremdenfeindlichen Tendenzen weiterhin in dieser tollen Stadt bleibt.

  Das DDR-Musterdorf Mestlin - die "Stalinallee der Dörfer" - war ein gigantomanes Projekt der DDR in den Aufbaujahren, mit dem sich der aufstrebende Staat schwer überschätzte. Besonders das Kulturhaus prägt die Berichte und Dokumentationen, wenn es um Mestlin geht, von dem ich bis gestern nichts wußte. Im Christoph-Links-Verlag gibt es ein gleichnamiges Buch.

  Eine lohnenswerte Twitterdikussion zum Thema Wiederbelebung (Reanimation), bei der man zum Takt dieser Lieder Herzdruckmassage betreiben kann.

  In Brockwitz, einem Stadtteil der Kreisstadt Coswig, gibt es eine Niederseite mit zirka 25 Häusern, die von jedem Hochwasser betroffen sind und überschwemmt werden, so daß die Idee entstanden ist, anstatt einen Deich zu bauen, alle Häuser anzuheben, was sich als Meilenstein in der Geschichte des Hochwasserschutzes erweisen könnte. Der MDR zeigt grafisch, wie man sich eine Hausanhebung vorzustellen hat.


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