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Info/Linkdump zum Großbrand Ecke Annenstraße / Wurzener Straße am 29. März 2018 spätabends -
[8]
In der LVZ
vom 24. Mai eine Anzeige, derzufolge die zwei
Personen als Zeugen gesucht werden, die sich
während des
verheerenden Hausbrandes
am 29. März 2018 in der Wurzener Straße (Ecke Annenstraße)
vom Dach aus ins Sprungtuch retteten und seitdem
verschollen sind. - Eine
Fotostrecke
der Lokalzeitung verdeutlicht, wie verheerend
der Brand war. //
[7]
Gespräch zwischen zwei Fahrgästen in der TRAM.
Die alte Frau kann sich nicht vorstellen, wie
ein Brand so schnell um sich greift und mutmaßt
dann, daß die Feuerwehr sich extra Zeit gelassen
hätte, weil in dem Haus fast nur Ausländer
wohnten. //
[6]
Daß beim Fall ins Sprungtuch Knochen gebrochen sind,
lag übrigens daran, daß die Beiden zugleich sprangen.
Normalerweise muß das Konstrukt die Zeit haben, sich
wieder zu entfalten. //
[5]
Der beim Großbrand schwerstverletzte Mann befindet
sich in
kritischem Zustand;
die tote Frau konnte bislang nicht identifiziert
werden; man vermutet, daß es die Freundin des
brandverletzten 40-jährigen Mannes ist.
Es scheint so, als würde die Brandstiftung unter
weit perfideren Umstände stattgefunden haben.
Die Hausausgänge sollen mit Möbeln verbarrikadiert
gewesen sein. //
[4]
Hier
sieht man das Ausmaß der Katastrophe von oben und auch
die Verheerung im ehemaligen Treppenhaus, wo der Brand
ausgebrochen war. Angesichts
dieses Gruselvideos vom Geschehen
war auch irgendwie klar, daß es nicht glimpflich
abgehen würde. Im
Polizeiticker
steht, daß heute noch über einen Haftbefehl für
den mutmaßlichen Brandverursacher entschieden wird.
// [3]
Die BILD hat mal wieder jede effekthascherische Einzelheit
brühwarm parat:
Bilder von verendeten Katzen, evakuierten Menschen inklusive
Rollstuhlfahrer, einem Baby, welches dem Feuerwehrmann aus
dem Fenster gereicht wird. //
[2]
Die LVZ bringt mich auf den
neusten Stand
in Sachen Brand hier um die Ecke. Wenn geschrieben steht,
daß ein Mann sich in kritischem Zustand befinde und
mit schwersten Verbrennungen in einer Leipziger Klinik
liege, dann brauchte man nicht so nebulös zu sein, denn
das
Brandverletztenzentrum
an unserer Klinik ist eines der größten
Deutschlands
und feiert heuer sein
20-Jähriges.
// [1]
In der Nacht vom 29. auf den 30. März 2018
brannte
es nur wenige Fußminuten von meiner Wohnung aus. An dem
Haus fahre ich täglich vorbei; es war erst kürzlich
aufwendig saniert worden. Wie die BILD
berichete
(Video),
konnten sich zwei Mieter durch einen Sprung vom Hausdach
ins Sprungtuch
retten.
Das Haus steht unmittelbar an der Haltestelle Annenstraße,
die früher "S-Bahnhof Sellerhausen" hieß. Die ehemalige
S-Bahn-Trasse soll ja - ein Langzeitprojekt in den
Planungsschuhen - der so genannte
Parkbogen Ost
werden, eine kilometerlange Flanier- und Fahrradmeile.
Bericht über den Rückgang an Organspenden und der sich
verlängernden Wartezeiten auf eine Transplantation. Bei
Nierenspenden mußte man früher 2 Jahre warten, heute
sind es schon 7 Jahre. Und die Patienten sind dann, wenn
sie dran sind, oft bereits in einem weit vorangeschrittenem
Krankheitsstadium. An der Uni Leipzig starben im letzten
Jahr 6 Patienten, weil sie keine Leber mehr gekommen
konnten.
Heinz Henschel verbrachte sein Leben als Schlosser.
Nach seinem Tod mit 77 Jahren wurde sein
filigranes künstlerisches Werk
(YouTube),
welches er in 50 Jahren abseits jedweder Öffentlichkeit
nur für sich selbst schuf, entdeckt und wird nun ausgestellt:
"Wanderer zwischen den Welten"
(siehe auch die gleichnamige
Begleitpublikation).
Filigran stimmt bei dem mehr als 1000 Bilder umfassenden
Werk buchstäblich. Das Kevelaer Museum: "Unser Museum
verleiht auf Wunsch auch Lupen, damit man alle Feinheiten
gut erkennen kann. Die Mitarbeiterinnen sind übrigens nicht
böse, wenn Sie ihre eigene Lupe mitbringen." Die Story
dieses Autodidakten ist so wunderbar. In Zeiten, in denen
alles darauf ausgerichtet ist, maximale Außenwirkung zu
erzielen, in sozialen Medien maximale Aufmerksamkeit zu
erregen, arbeitet ein Feinmechaniker jahrzehntelang in
seinem Hobbykeller und schafft ein einzigartiges Oeuvre.
Ich bin hin und weg. Weitere Informationen finden sich
auf der vom Kunstverlag David betriebenen
Webseite über Heinz Henschel.
Die Schweizer Optikerin
Jacqueline Urbach
entwickelte
in den 60er-Jahren erstmals farbige Kontaktlinsen. Auf ihrem
Patent beruhen bis heute farbige und Motivlinsen, die
auch in der Filmindustrie eingesetzt werden, z.B. in
der Twilight-Saga
oder "Interview mit einem Vampir".
Im Video zum
Welt-Down-Syndrom-Tag -
"50 Mütter, 50 Kinder, 1 Extrachomosom" -
erstmals von der gebärdenunterstützten Kommunikation
Makaton
gehört, eine
Form
der
Leichten Sprache.
Im ZDF-Beitrag
erfährt
man mehr. Nicht nur Menschen mit Syndromen wie Trisomie 21
hilft Makaton, sondern auch in der Therapie von Menschen mit
Aphasie
(z.N. durch
Apoplex)
wird diese Kommunikation erprobt.
Der Sterbehilfe-Aktivist/Guru Philip Nitschke
("Doctor Death"),
Gründer von Exit International,
tüftelt
an einer
Selbstmordmaschine
mit der man sich ohne Fremdhilfe
aus dem Leben befördern
kann. Der Sarg
("Sarco")
wird mit einem 3D-Drucker gedruckt und verwendet
legal erhältliches
Flüssigstickstoff.
Man setzt sich in die Maschine, der Stickstoff wird
eingeleitet. Nach 90 Sekunden soll man sich desorientiert
fühlen; nach Minuten verlöre man das Bewußtsein; nach
5 Minuten wäre man tot." Nitschke hat die Idee einer
Selbstmordmaschine schon
seit vielen Jahren.
Ich stieß auf den
3-D-Sarg ("euthanasia machine")
für den selbstgewählten Tod durch das
Ansinnen
des US-Bundesstaaates Oklahoma, als Mechanismus beim
Vollzug der Todesstrafe mangels anderer Gifte das
Ersticken durch Stickoxid
(NO2) einzuführen, also das Zeug, mit dem Autos
unsere Straßen vollpesten.
Beim
Glücksindex
(World Happiness Report)
hat sich Norwegen die Spitzenposition
erobert,
die meiner Erinnerung nach in den vergangenen Jahren immer
oder oft Dänemark inne hatte.
trustWHO (85 Min;
Dokumentarfilm
2017) -
"Wem vertrauen Sie, wenn es um Ihre Gesundheit geht?
Ärzte gehören dazu, und das Gesundheitsministerium
auch. Die wiederum verlassen sich auf die
Weltgesundheitsorganisation. Was aber wäre, wenn
das Vertrauen, das ihr Milliarden von Menschen
weltweit schenken, gar
nicht gerechtfertigt
wäre?
Wunderbar, 10 Jahre
nach dem Start
kommt eine Fortsetzung:
Die Sch'tis in Paris - Eine Familie auf Abwegen.
In Lindenau im
ehemaligen Stadtkrankenhaus,
wo ich von 1990 bis 2004 als Krankenpfleger
arbeitete, betreut heute der
Verein
"Haus Leben"
Krebspatienten psychosozial und auch Kinder von
Krebspatienten im sogenannten
"Friesennest"
(Anlehnung an den Straßennamen Friesenstraße).
Auch
andere
Selbsthilfegruppen arbeiten an diesem Standort. Zudem ist der
"Verbund gemeindenaher Psychatrie"
in Lindenau
aktiv.
Im Zoo Aue gibt es Curly, einen betagten
brutwütigen Emu,
der vor fünf Jahren partout eine grüne Plasteschüssel
ausbrüten wollte und es auch heuer nicht lassen kann,
so daß ihm die Tierpfleger Eier besorgt haben, die er
in 60 Tagen ausbrüten kann. Währenddessen nimmt er
keine Nahrung zu sich. Alle Versuche, seinen Bruttrieb
zu unterdrücken (z.B. mit Testerstoroninjektionen),
scheiterten.
Koffer- oder Schachtelwort kannte ich, aber
das gleichbedeutende
Portmanteau
ist mir neu. Daß Smog ein Koppelwort ist, hatte
ich glatt vergessen (smoke + fog); ebenso
Motel (motor + hotel). Das zurzeit wohl am inflationärsten
gebrauchte Kreuzungswort, ähm, Portmanteau ist Brexit.
Gleich mein dürftiges Englisch erweitert und in die
Untiefen des Filmlexikons herabgestiegen: portmanteau film
(Episodenfilm),
Omnibusfilm
(anthology film).
Medienkunst zu konservieren ist wichtig und diffizil
zugleich, denn sowohl die Technik veraltet als auch
die Medien werden instabil, verrotten. Das Karlsruher
ZKM
widmet sich beispielsweise durch das
Labor für antiquierte Videosysteme
dem Erhalt und der Rekonstruktion der Geräte
und der Kunst. Beides wird gepflegt. Man begreift
sich gewissermaßen als Arche Noah für Medienkunst.
Die Entsorgung von Elektroschrott ist vielfach
noch ein Stiefkind. Ein Leipziger Unternehmer
entwickelte
mit
Binee
ein System, das mittlerweile in Leipzig und
Umgebung 10 Stellen anbietet, wo man seine
defekten oder noch funktionierende Geräte
in Recyclingboxen abgeben kann und im Gegenzug
einen Gutschein für lokale Läden wie z.B. dm
erhält. Auf der Webseite wird zudem erklärt,
was man mit dem
Konzept
über einen
Wertstoffhof hinaus erreichen will. Binee-Boxen
befinden sich u.a. im Zoo, bei Conrad, in den
Parkhäusern des P.C., im Neuen Rathaus, bei
"Einfach Unverpackt" (Kochstraße) und in der
"Kostbar Naturkost" (Karl-Heine-Straße).
Im
Falle
des polnischen Hilfepflegers, der beschultigt
wird, mit Insulingaben Menschen getötet zu haben,
wurde die Sonderkommission
"EG Pen"
genannt. Schon ein bißchen schwarzhumorig, sie
nach der Tatwaffe zu bezeichnen. Ich fand einen
hochinteressanten
Bericht
über den ersten nachgewiesenen Mord mit Insulin,
der 1958 in England verübt worden war. Um jemanden
oder sich selbst mit Insulin zu töten, braucht
man übrigens recht viel Insulin. Ich erinnere
mich, wie jemand auf unserer ITS überlebte,
nachdem er sich 800
I.E.
injiziert hatte. Man bedenke, in einer Fertigampulle
befinden sich "nur" 300 Einheiten. Der Körper
besitzt regulatorische Mechanismen, um eine
Unterzuckerung (Hypoglykämie)
auszubügeln.
SanoSax.de
ist ein Fachkräfteportal, das im Bereich des
Gesundheits- und Sozialwesens Fachpersonal
vermitteln will.
Das Erzgebirge hält noch die Stange und die Tradition am
Leben. Erst gestern zu
Mariä Lichtmess
(Darstellung des Herrn) wurden vielerorts die Lichter an
den Schwibbögen und Weihnachtsbäumen gelöscht.
Liturgisch
ist in der katholischen Kirche aber schon seit Sonntag nach
Epiphanie
(Erscheinung des Herrn) Jahreskreis. Der Sachsenspiegel
berichtet aus
Zwönitz,
wo man nach der
feierlichen Beendigung durch traditionelles
Lichterlöschen
ins Wirtshaus geht, um Hirsebrei mit Bratwurst zu essen,
dem Lichtmess- und früher Arme-Leute-Essen. So ganz
ohne Licht mag der Zwönitzer nicht sein: Ab sofort
leuchten dort die
Gewitterkerzen,
die nicht nur
gegen Unbilden der Natur
eingesetzt werden, sondern auch für den häuslichen
Frieden sorgen sollen, sollte es Knatsch gegeben haben.
Es wird immer behauptet, in der Pflege verdiene man wenig, der Beruf sei
als Knochenjob nicht ausreichend gewürdigt. In den "Mythen der Arbeit"
wird das ein bißchen zurecht gerückt.
In einer Kulturzeitsendung sehe ich gerade einen Bericht
über literarisches Übersetzen. Darin kommt eine Übersetzerin
zu Wort, die den klingenden Namen
Maralde Meyer-Minnemann
trägt. Mal abgesehen von der Alliteration - was für ein Vorname,
den ich bisher noch nie vernommen hatte! Schande übrigens
über mich, denn sie übersetzt Antonio Lobo Antunes,
und ich habe den Namen der Übersetzerin einfach nicht
wahrgenommen.
Diesen Eintrag hatte ich schon; Kulturzeit wiederholt
den Beitrag über den Fotograf
Stefan Draschan,
welcher
"flüchtige Momente
erfaßt, in denen Museumsbesucher und Kunst auf
eindrucksvolle Weise
zusammenkommen."
In seinem Blog
"People matching Artworks"
kann man viele dieser Fotos bestaunen. Andere Motive sind:
Menschen, die in Museen schlafen,
Menschen, die Kunstwerke berühren
oder eben einfach Paare.
Der Brite
Barnaby Dixon
bastelt
sehr
bewegliche Puppen.
Die Stop-Motion-Technik war ihm Ansporn, gelenkigere
Puppen zu schaffen. Er baut sie quasi um seine
Handgelenke herum. Ein Vogel war seine erste Schöpfung.
Der
Indianer Manu
und ein Dinosaurier folgten.
Gut möglich, daß es in absehbarer Zeit ein
Pflaster zum Abnehmen
gibt. Indonesische Forscher haben bei Mäusen erfolgreich
Wirkstoffe
eingesetzt,
die weiße Fettzellen (böse!) in braune (gute!)
umwandeln, wodurch man Gewicht verliert.
MDR-Special:
"Leben mit der Platte".
In der
Platte
habe ich nie gewohnt. Dennoch interessant, weil es zu
unserem Leben dazugehört. Ich erinnere mich noch, wie
ich Anfang der 80er einen Freund in einer 1-Raum-Wohnung
in der Grünauer Uranusstraße besuchte, ringsum nichts
als Matsch und Schlamm.
Extremsportler
Stig Severinsen kann sein Lungenvolumen auf 14 Liter
ausweiten und stellte 2012 den
Guinessbuchrekord
im Apnoetauchen auf. Er hielt unter Wasser 22 Minuten
lang die Luft an.
Einen Beitrag über den linken
Musikverlag
Trikont
gesehen, der 50 Jahre alt geworden ist. Hatte ich noch
nie gehört. Sie vertrieben u.a.
Jörg Fauser,
Karl Valentin, Ton Stein Scherben, Funny van Dannen,
Hans Söllner und
LaBrassBanda.
Anläßlich des Jubiläums verlegte der Heyne Verlag den
Prachtband
"Die Trikont-Story. Musik, Krawall & andere schöne Künste".
Die Bierbrauer
vermischen
mittlerweile sogar
Kaffee
und Bier. Die Engländer nehmen gerne
Stout
oder IPA, aber auch die Hessen haben schon ihr
Kaffeebier
Enzo;
im Euromaxx-Beitrag wird das
Latt-Ale
erwähnt, für das sich die Brauerei "Greenwich's Meantime Brewing & Co"
mit einer Rösterei
zusammengetan
haben. Und Starbucks ist offenbar
auch dabei.
Compressorhead
ist eine
Musik machende
Band
aus Robotern, die erstmals auf einem Metal-Konzert in
Australien spielte.
Die "Metaller"
spielen Musik von Bands wie Motörhead,
AC/DC,
Pantera und Ramones.
"Fingers", der Gitarrist, ist mit 2 Händen mit zusammen 78 Fingern ausgestattet.
"Bones" ist der Bassist.
"Stickboy", der Drummer, hat 4 Arme; das Schlagzeug besteht aus
bis zu 14 Instrumenten.
Aus Holz bestehende
3D-Modelle,
die puzzleartig ohne Kleber zusammengesteckt
werden, ist mit das
Abgefahrenste,
was ich in Euromaxx in letzter Zeit gesehen habe.
Die ukrainische Startup-Firma
Ugears
verkauft
ihre
Modelle
zum Selbst-Zusammenstecken inzwischen in 80 Länder. Besonders diese
Schatztruhe
hat es mir angetan.
Ich bin an sich kein Fan von Hiphop und stehe der Musik ratlos gegenüber,
aber der Song
"Holz"
der deutschen Band
257ers
ist mein Ohrwurm des Tages. Und auch das anschließende gehörte
"Holland"
gefällt.
Jean-Claude Van Damme,
dessen Actionfilme ich als proletarischer Jugendlicher und
Erwachsener immer gerne sah und der schon in seinem Film
"JCVD"
Selbstironie pflegte,
legt nun
mit der 6-teiligen Amazon-Miniserie
"Jean-Claude Van Johnson"
sozusagen ein Alterswerk auf.
Dadurch daß ich bei den Kulturjournalen immer noch
hinterherhinke und die aktuellen Magazine noch nicht
gesehen habe, entging mir der Kinostart von
"Zeit für Stille", einem Thema, das
mich so sehr fesselt, daß ich mich ins Knie darüber
beiße, daß der
Film
mir entgangen ist. Denn obwohl er "erst" am 30.
November anlief, ist er aus Leipziger Kinos bereits
verschwunden. Nun gilt es, die Augen offen zu halten,
um mitzubekommen, wo und wann sich
dieser Dokumentarfilm
sehen läßt. In Leipzig finde ich nur noch eine
Vorstellung, und zwar am 3. Januar um 16 Uhr in der
Kinobar Prager Frühling.
Da keine Ticketvorverkäufe möglich sind, wäre ich
darauf angewiesen, daß ich eine Karte an der Kasse
bekomme. Rechtzeitiges Kommen ist also angezeigt.
Schier umwerfend war damals
"Die große Stille"
über das Leben der Kartäuser für mich. Einen
filmischen Blick
auf dieses so rare Gut,
die Stille,
ersehne ich sehr und freue mich unbändig darauf.
Der
The Interlace
genannte hexagonal angeordnete
Gebäudekomplex
in Singapore besteht aus 31 sechsstöckigen
Häuserblöcken
mit insgesamt 1040 Apartments, entworfen deutschen Architekten
Ole Scheeren.
Boxende Großmütter in Südafrika -
das ist so stark.
Im Verein "Boxing Gogos" in Cosmo City, einem Vorort
von Johannesburg,
treffen sich
80 Frauen und werden von Claude Maphosa gecoached.
Daß man sich vor der Ansteckung mit AIDS heutzutage auch
medikamentös schützen
kann, wußte ich nicht. Die blaue
Pille gibt es in Frankreich seit 2016 auf Rezept und wird
entweder regelmäßig täglich eingenommen oder punktuell vor
und nach dem Sexualverkehr. Der Schutz firmiert unter dem
Namen PrEP.
In China fahren viele Menschen mit dem Rad. Sie fahren meistens
ohne Licht. Die Regierung hütet sich, ein Gesetz zu erlassen,
welches die Radfahrer zur Beleuchtung verpflichtet. Die
Begründungen, warum man kein Licht am Rad habe, sind erheiternd
anzuhören. Getreu dem Motto: Wenn genügend Autos führen, wäre
es auch hell genug.
FAQ: "Was genau ist die Idee von piqd?" -
Antwort:
"piqd
ist die Programmzeitung für guten Journalismus. In 18
Themenkanälen empfehlen ca. 120 Kuratoren besonders
wertvolle journalistische Beiträge. Jeder sogenannte
'piqer' empfiehlt maximal einen Beitrag pro Tag.
Stets wird dabei die Frage beantwortet: 'Warum ist
diese Empfehlung die Zeit der Leser wert?' Unser Ziel
ist es zu einer informierten Öffentlichkeit im Netz
beizutragen."
Meine Ohrwürmer sammle ich
hier.
Neuester ist das von Buddenbohms
Beifang
herausgegriffene
"On Ecrit Sur Les Murs"
(Kids United). - Dann auch gleich wieder, weil das
zum regelmäßigen Ohrwurm-Durchhör-Programm gehört:
Take Care Of Me
(Les Humphries Singers)
mit der unvergleichlichen Elvira "Puppa" Herbert,
deren Stimme in "Tell me why"
nochmal hörbar
ist. Andere Videoaufzeichnungen
von ihr
fand ich nicht. In einer Sendung der
Drehscheibe
muß sie vorgekommen sein (1973). Und von der Westernkomödie
"Es knallt und die Engel singen"
(1974) las ich hierbei zum ersten Mal, wo sie als "Gangster Puppa" mit den
The Les Humphries Singers
zu sehen und zu hören war: "Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges
wirkten die Les Humphries Singer in einem Film mit: 'Les Humphries:
Es knallt - und die Engel singen' zeigt die Truppe als fröhliche
Gangsterbande in großen, turbulenten Abenteuern. Die Produktion
entstand 1973 in Spanien und persifliert das Genre des Mafiafilms.
Eine Mafiabande im Amerika der Prohibitionszeit wechselt, nach
Misserfolgen in der kriminellen Laufbahn, ins Showgeschäft über.
Der Soundtrack besteht aus Hits der Les Humphries Singers."
Der Seiffner
Gerd Hofmann
entwickelt aus Holz Motorräder.
Neuester Hit
ist die
Räucherschwalbe, eine willkommene Alternative
zum herkömmlichen Räuchermännchen.
"Forscher haben
untersucht,
wie Alkohol die Stimmung beeinflusst und wer eher wovon trinkt."
"In Turin wird mit dem Haus
'25 Verde' eine Zukunftsvision
von
grüner Architektur
Wirklichkeit. Es holt die Natur
zurück in die Stadt". -
Ich würde sofort in dieses Haus einziehen!
Der Wald als
Ort
der Heilung, des Wohlfühlens wird in der Dokumentation
"Therapie unter Tannen",
einem Film von Klaus Kastenholz, beschrieben.
Erstmalig wurde das erzgebirgische Wort des Jahres
auserkoren:
Sperrgusch.
Das Smartphone nennt man übrigens "Rumwischkastl".
Auch im Staate Dänemark ist etwas faul. Die sozialen Klassen
driften auseinander. Bedroht ist somit auch der Status im
Weltglückindex. Bisher waren die Dänen gewillt, hohe
Sozialausgaben zu zahlen (ca. 60% des Einkommens), weil, wie
der Bericht des arte-Journals sagt, das Wir-Gefühl ausgeprägt
ist, weil sich die sozialen Schichten kennen. Doch die
Mieten steigen in den Städten, die Eliteschulen wachsen und
sondern die Schichten voneinander. Man wünscht es sich freilich,
daß Dänemark den Tendenzen zum Trotz eine Glüclinsel bleibt.
Ein gigantische Hygienproblem in Indien. Für die Hälfte
der 1,3 MRD Einwohner fehlen geeignete Sanitäreinrichtungen.
Ganz zu schweigen vom Müllproblem. Selbst bei der Vorzeigekampagne
Clean India
hakt es gewaltig.
170 Berufsgruppen sind von Altersarmut bedroht.
"Wer unter 1854 Euro monatlich verdient, rutscht mit seiner Netto-Rente sogar unter dem Grundsicherungsniveau. Betroffen sind hier rund 50 Berufe, darunter Wachpersonal, Kosmetiker und Frisöre. Als Faustregel gilt zur Zeit: Wenn das gesamte Einkommen, also aus gesetzlicher, Betriebs- und privater Rente sowie weiteren Einkünften, unter 823 Euro liegt, kann geprüft werden, ob Leistungen aus der Grundsicherung beantragt werden können."
Euromaxx stellt oft Menschen vor, die sich auf etwas kaprizieren,
die Ungewöhnliches machen. Klar, professionalle Künstler leben
damit und davon. Aber Menschen mit außergewöhnlichen Hobbys sind
noch beeindruckender. Der Schwede Pontus Jansson, der stundenlang
Steine stapelt,
Pfützen fotografiert.
Oder heute der Londoner
Ben Wilson,
der in der Öffentlichkeit
festgetretene
Kaugummis
bemalt.
In Lemberg (Ukraine) gibt es ein
Speckrestaurant.
Für diese
ungewöhnlichen Speisen
sollte man einen belastbaren Gaumen besitzen. Als Süßspeise Speck mit Eis.
Asien ist nicht nur geografisch, sondern auch kulturell
weit entfernt. Wir allen warten, daß
Christian
Köllerer
seine Eindrücke von seiner kürzlichen, mehr als zweiwöchigen
Japanreise zu Bit bringt. Im ZDF-auslandsjournal sah ich
einen
Bericht
über Mok-Bang.
Das mutet uns Mitteleuropäern
reichlich fremd an. Vor laufender Kamera stopft man Essen
in sich rein, zelebriert Freßorgien, schmatzt, schlingt,
keucht und teilt dies in sozialen Netzwerken, verdient
mit Millionen Klicks auf YouTube oder
afreecaTV
Geld. Auf mehr als 5000 Videokanälen schauen sie gebannt
zu, ziehen sich das rein wie wir hierzulande Katzenvideos -
für die Südkoreaner möglicherweise ein ähnlich abstruses
Gebaren. Ich würde sie gerne mal fragen bzw. kenne
jemanden,
der das tun könnte oder vielmehr schon längst weiß. Dieses
Binge-Eating,
so
lechzen Marketingleute,
sollte gefälligst auch in westlichen Industrienationen
Verbreitung finden.
1967 durften Frauen bei Wettkämpfen nur bei Kurzstrecken
bis 800 m bzw. Langstrecken bis 2,4 km teilnehmen.
Kathrine Switzer
lief
halblegal
mit (angemeldet MIT Startnummer, aber eben als Frau, was
verboten war). Man hatte die Befürchtung, Frauen könnte
"beim Laufen die Gebärmutter herausfallen". Eine andere
Frau,
Bobbi Gibb,
lief bereits 1966 den Boston Marathon, war 1967 sogar 1
Stunde schneller als Switzer, startete aber ohne offizielle
Startnummer. 1968 rannen bereits 5 Frauen inoffiziell mit.
Erst 1996 wurde Bobbi Gibb als weibliche Gewinnerin für
1966, 1967 und 1968 anerkannt und geehrt. Switzer, die
Marathonaktivistin,
gewann 1974 den New-York-Marathon und lief auch in diesem
Jahr, ihrem 70. Geburtstag, wieder beim Marathon mit.
Michael Niavarani
liest
aus
"Leben, Natur, Wissenschaft. Alles, was man wissen muß"
(DNB).
Ich kannte diesen österreichischen Kabarettisten bis eben
nicht, bekam das Video per WhatsApp zugeschickt und
googlete mir diese Informationen mühsam zusammen.
Die gezeigte Videosequenz stammt aus dem
Programm
Encyclopaedia Niavaranica
von 2009.
Als ich heute Nacht den Bericht über den Bildband über die
Potemkinsche Dörfer
sah, kam mir ein weiterer Bildband in den Sinn:
Archiflop
mit dem erklärenden Untertitel:
"Gescheiterte Visionen.
Die spektakulärsten Ruinen
der modernen Architektur", den unsere Stadtbibliothek leider
nicht bereit hält.
Mir lief es soeben kalt den Rücken herunter. In dem
Bericht
über Gregor Sailers Bildband
The Potemkin Village
(Kehrer 2017)
wurden
Potemkinsche Dörfer
gezeigt, so auch eine für 300 Mio Euro errichtete militärische Übungsstadt.
Weil die Militärs davon ausgehen, daß künftige Kriege auch
in unseren Städten ausgefochten werden.
Morten Kryger Wulff ist
Fahrradkoch. Er kocht unter freiem
Himmel. Dort, wo seine Gäste essen wollen, fährt er mit
seinem Lastenrad hin, wirft den Grill an und kocht.
In Kopenhagen. Für zirka 70 Euro pro Menü.
MDR und Deutsche Welle entwickelten das
Konzept
für die neue Sendung
Privatkonzert,
in der Musiker unterschiedlichster Couleur zusammen mit den
Moderatoren Kim Fisher und Wigald Boning in heimeliger
Atmossphäre auf der Couch sitzen, plaudern und Musik machen.
Zu Gast in der Pilotsendung waren Anastacia, Conchita, Silly und
Marlon Roudette.
Gedreht und gesendet wird aus einem architektonisch berühmten
Gebäude, dem
Haus Schminke
in Löbau,
von dem ich bis eben nichts wußte, weil mich Architektur,
bis ich auf das DW-Magazin
"Euromaxx"
stieß, nie die Bohne interessierte.
Privatkonzert
wird wöchentlich gesendet werden.
Wenn der
Permafrostboden
auftaut, führen die reaktivierten Bakterien und der enthaltene Kohlenstoff
dazu, daß CO2 freigesetzt wird. Mengenmäßig doppelt so viel, wie durch
das Verbrennen aller Wälder dieser Erde entstünde (1,6 Billionen Tonnen).
Eine tickende Zeitbombe für das Klima. Nicht zu verachten auch das frei
werdende Methan, welches 25mal so viel Kohlendioxid fördert.
In einem Versuchsprojekt, dem so genannte Pleistozänpark, werden
Wildtiere wie damals angesiedelt. Dadurch daß sie im Winter die Schneedecke
aufscharren, schmilzt der Frostboden weniger, als wenn die geschlossene
Schneedecke wie eine Wärmedecke wirkte. Im Pleistozänpark ist die
Bodentemperatur dreimal so kalt wie außerhalb! Wenn der Permafrostboden
erst einmal aufgetaut ist, ist die Klimaerwärmung nicht mehr aufzuhalten.
In der Reportage
"Sibirien: Die Helden der Urzeit"
wird diese Problematik ausführlich dargestellt.
In
Taucha
wird ein buddhistischer Tempel gebaut, aus
Lärchenholz, gänzlich ohne Schrauben oder Nägel.
In Vietnam ist das 1,5 Mio teure
Bauwerk
bereits errichtet gewesen, wurde dann wieder zerlegt
und befindet sich zurzeit auf dem Weg hierher. Taucha
ist zwar eigenständige Stadt, ist räumlich aber mit
Leipzig verbunden. Ich wohne im Osten Leipzigs,
zur Straßenbahn nach Taucha muß ich nur 5 Minuten
laufen. Der Bezug zum Buddhismus fehlt im
Wikipediaeintrag
von Taucha noch vollständig. Vor
einigen Tagen
war
Grundsteinlegung;
im Herbst 2018 soll der Tempel fertig sein,
der übrigens unmittelbar
neben dem Bahnhof
entsteht.
Kinga Glyke ist eine erst 20-jährige
Jazzbassistin
aus Polen, die mit ihrer
Coverversion
von
Tears in Heaven
(Eric Clapton) schlagartig bekannt wurde. Auch im DeutschlandRadio
widmete
man sich dem neuen "Basswunder", das mit seiner
Familienband erst kürzlich während der Leipziger
Jazztag in Leipzig spielte.
Seit langem Fan der Familienband
Kitty, Daisy & Lewis.
Mit
Down On My Knees
gibt es nun ein neues Video. Bekannt wurde nicht nur mir
diese Truppe vor Jahren durch
Going up the country.
Ab 3. November gastiert sie in Hamburg, Dresden, Frankfurt/M.,
Köln, Berlin und München.
Michael Landeck
verkauft in Berlin im
Koshary Lux
nordafrikanisches
Streetfood.
Namensgebend ist das ägyptische Nationalgericht
Kushari,
ein Gericht, gemixt aus Reis, Nudeln und Linsen,
vermischt mit Tomaten, glacierten Zwiebeln u.a.
50 Küchen
stellt seit Wochen Berliner Restaurants vor, in
denen man sich "durch die Welt schlemmen kann, ohne die
Stadt zu verlassen". Ich fühlte mich arg versucht,
nach Berlin zu fahren, um die eine oder andere
gastronomische Ecke kennenzulernen. Besonders
dieses heute vorgestellte ägyptische Schnellkoch
reizt mich sehr.
Es gibt blauen Wein,
dem nicht etwa mit Lebensmittelfarbe nachgeholfen wurde,
sondern dessen Trauben so gemischt sind, daß die
ungewöhnliche
und viele Weintrinker verschreckende Farbe herausgekommen ist.
Das Gedächtnis der Menschheit:
"Ob Pablo Picasso, der Fall der Berliner Mauer, ein
Boxkampf von Muhammad Ali oder die Südpolexpedition
von 1914: Im Londoner
Hulton Archive
lagern
Pressefotos aus 150 Jahren Menschheitsgeschichte." - Und weniger
als 1% aller Fotos sind erst digitalisiert.
Tschechien ist das atheistischste Land Europas.
Um dies zu ändern und Menschen spirituelles Leben
zu
vermitteln
gibt es im ehemaligen Wallfahrtsort
Hejnice
(16 km von Liberec entfernt) ein
Internationales Zentrum der geistlichen Erneuerung.
"Burgstädt (...) war
Austragungsort
der "2. AgrOlympics",
einem europäischen Berufswettbewerb zwischen angehenden
Landwirten. Mehr als 100 Teilnehmer aus 18 europäischen
Ländern haben sich bei diesem zweitägigen Wettbewerb in
ebenso vielen Disziplinen gemessen. Dazu gehörten neben
der Beherrschung der modernen Landtechnik auch ganz
traditionelle Fertigkeiten wie das Stapeln von Strohballen
oder das Handmelken." - Mit Heuballen herumschmeißen war
eine Lieblingsbeschäftigung von uns als Kinder während
der Sommerferien auf dem Dorf. Übrigens haben die Schweizer
die Olympiade gewonnen - vor Estland und Deutschland.
TinkerToys
sind Spielzeuge, die Kinder sich per Software
selbst kreieren
und die dann vom 3D-Drucker produziert
werden.
Nicht nur Weinköniginnen gibt es, sondern auch
Stollenmädchen,
die 1 Jahr lang Werbung
für den Stollen machen. 1995 wurde dieses
Tradition ins Leben gerufen.
Bericht
über Café-Casinos als Scheingastronomie gesehen.
Von den 400 legalen Spielcasinos in Sachsen müssen viele
jetzt wegen einer neuen Verordnung schließen, die beispielsweise
den Abstand der Hallen zu Schulen regelt. 400 legale nur?
Die gesamte Eisenbahnstraße hier in Leipzig, in der ich
mich tagtäglich bewege, ist mit Spielhallen und Spielcafes
nur so gepflastert. Anderorts dürfte es quasi gar keine
mehr geben.
In einem Baumhaus übernachten ist möglich, wenn auch ein
teures Vergnügen. Im
Resort Baumgeflüster
gibt es mehrere, zirka 40 qm große Baumhäuser mit allem
Komfort und durch großzügige Fenster super Blick in den
umgebenden Wald.
Figuren aus den Asterix-Comics heißen in anderen Ländern
mitunter anders. So heißt
Miraculix
in Serbien "Aspirinix". Und
Obelix
heißt in Island "Steinrikur". Asterix
wird in China "Yali" genannt.
Die Kulturzeitsendung vom 18. September berichtet vom
Amerika der "atomaren Leichtigkeit" in den 50ern, als
in Las Vegas "Miss Atomic Booster" gewählt wurden, die
mit dem Atompilz dekoriert waren. Der Bikini wurde
nach dem Bikini-Atoll, dem Ort von Atomversuchen,
benannt. Es gab Atombaukästen für Kinder
(Atomic Energy Lab),
Atompilztorten für Militärs. In einem
Lehrfilm für Kinder
(Duck and Cover) wurde einem beigebracht, wie man sich
bei einem Nuklearschlag verhält.
Digitales Gärtnern
sorgt für eigenes frisches Gemüse auf dem Tisch.
Ein Berliner Start-Up realisert es. Man pachtet eine
Garten-Parzelle
und managet per Internet, was angebaut wird, wann
gegossen wird usw. und bekommt
das geerntete Gemüse dann innerhalb eines Tages
geliefert. Bislang nur für Berliner, soll die Idee
bald auch in anderen Städten umgesetzt werden. Super.
Das von Martin Kruszka ins Leben gerufene Projekt,
für das ihn das Onlinegame "Farmville" inspirierte,
nennt sich
IP Garten.
Die Parzelle, die man virtuell bewirtschaftet,
ist 16 Quadratmeter groß. Auf YouTube kann man
in die
Idee
vertiefen.
Seit 1989 ist der Insektenbestand in Deutschland um 75 Prozent geschrumpft.
Nach
Hygge
(DLF)
kommt der nächste Livestyletrend:
Lagom,
dem sich das DeutschlandRadio gewidmet hat.
Lagom meint: "das rechte Maß, die goldene Mitte: nicht zu viel, nicht
zu wenig, genau richtig. Im Kern geht es um Ausgeglichenheit,
Unaufgeregtheit und Zufriedenheit – ohne Ecken und Kanten und
ohne extreme Ausschläge."
Der Physician Assistant
(PA)
ist ein
neu geschaffener Beruf, der als Bindeglied in der medizinischen Betreuung
Verwendung findet. Ärzte sollen durch ihn entlastet werden.
Bundesweit arbeiten derzeit etwa 300
PA. Der Arzt darf auch an
examinierte Pflegekräfte Aufgaben delegieren wie z.B. Blutentnahmen.
Der Aufgabenbereich des PA soll aber weit mehr solche delegablen
Aufgaben umfassen, als es bisher für Nichtärzte üblich ist.
Es gibt ein Koch-Wiki
mit derzeit 11.114 Rezepten und Weiterführendem:
"Außerdem findest du Informationen zu Zutaten, Kochtechniken,
Zubereitungsarten, Kochutensilien, Anrichten, verschiedenen
Saisonkalendern, Wein oder anderen Getränken, z.B. Cocktails
zum Essen und vieles mehr."
Gaëtan Roussel,
Sänger der Folkband
Louise Attaque,
hat sich mit der Schauspielerin
Rachida Brakni
zusammengetan und das Album Lady Sir
aufgenommen. Höre mich gerade durch das wunderschön-schaurige
Le temps passe.
Dann
Je rêve d’ailleurs
und
andere Songs dank YouTube.
Durch einen Beitrag des arte-Journals stieß ich auf diese musikalische Liason.
Ein neuer Musikfund mit einer ungewöhnlichen Gruppe,
denn in dem Video, durch das ich auf sie stieß, spielen sie
in der Besetzung: 2 Trompeten, 2 Saxofone und 1 Schlagzeug.
Die Gruppe heißt
Lucky Chops
und begeisterte mich
hiermit.
"Die fünf Bläser und der Drummer haben sich nämlich
in der LaGuardia Arts High School New York kennengelernt.
Zusammen haben sie dann die U-Bahnen der Stadt mit ihren
groovigen Interpretation bekannter Pop-Songs unsicher gemacht.
Einer filmte das Spektakel und erreichte Millionen Zuschauer."
Vortrag von Elisabeth Wehling auf der diesjährigen re:publica:
Die Macht der Sprachbilder - Politisches Framing.
Für mich als ein Leben lang an Sprache interessierter Mensch
'ne feine Sache. Schon ernüchternd, wie stark sich
das Geschlecht einer Bezeichung auf die Sache an sich
auswirkt, daß beispielsweise bei Wirbelstürmen, die
männlich benannt wurden, schneller geholfen wird,
weil sie früher als gefährlich eingestuft worden sind,
daß davon sogar Leben abhängen.
Eine
kurze Geschichte
des Wortes "Mimimi", von dem ich dachte, es sei
durch Beaker in der Muppet Show schon Jahrzehnte Usus.
Seit zwei Tagen ein Ohr/Augenwurm:
Les Humphries Singers mit
Take Care Of Me,
das von Elvira "Puppa" Herbert gesungen wird, die 1980
leider den Drogentod starb. Wenn man das ein Dutzend Mal
gesehen hat, verliert sich auch peu a peu das Gefühl,
etwas "very strange" gesehen zu haben.
Gestern den animierten Kurzfilm
Alike
(bei Facebook)
entdeckt, der sich für den Erhalt von Neugier und Fantasie
stark macht.
"Pflegenotstand"
ist ein Comic aus der SWR-Sendereihe
odysso,
die dank Mediathek verfügbar gemacht worden sind. Dazu
gehören auch die Dokumentation
"Wie geht gute Pflege?"
(und - aus einer früheren Sendung -
"Wie wollen wir sterben?")
sowie
"In Würde alt werden können"
(Mediathek).
Bei aller Meckerei in Sachen Pflege und Zukunft für die Alten werden auch
positive Beispiele
gezeigt. Wenn über die Zustände der Pflege in Deutschland geredet wird,
ist selbstverständlich Claus Fussek nie weit.
Ein weiteres Thema in der Sendung vom 11. Mai wird
Mangelernährung sein.
Zusammen mit dem am Sonntag gebrachten Polizeiruf 110
"Nachtdienst"
(Mediathek),
der das Problem in der Pflege alter Menschen filmisch ausbreitet, hat man
mit den von mir verlinkten Beiträgen ein Rundum-Sorgenvoll-Paket.
Sterben tut weh: Die Schrecken am Ende des Lebens. -
Am besten ausdrucken und jedem an die Stirn tackern, der auch
nur entfernt mit Sterbenden und Todkranken zu tun hat.
Noch zwei Buchtipps möchte ich anfügen:
"Über das Sterben. Was wir wissen. Was wir tun können. Wie wir uns darauf einstellen"
von Gian Domenico Borasios sowie
"Patient ohne Verfügung. Das Geschäft mit dem Lebensende"
von
Matthias Thöns. -
Vielleicht erlebe ich es noch, daß ich mich in der Klinik nicht mit diensthabenden Ärzten anlegen muß, wenn sie mich verpflichten wollen, einem moribunden Patienten literweise Infusionen einzupfeifen oder Sauerstoff zu geben. Beides die Standardtherapie, die dem Therapeuten das gute Gefühl gibt, etwas zu tun.
Vom Gebettel um eine Opioidtherapie ganz zu schweigen.
Solche
Bushaltestellen
können sie gerne auch bei uns einrichten.
Die religiöse Glaubensgemeinschaft der
Shaker
steht
kurz
vor dem Aussterben,
weil seit 100 Jahren niemand das 5 Jahre dauernde Aufnahmeritual
bestanden hat. Deren Slogan
"Hands for work, hearts for god" klingt gar nicht so übel.
"Die Folgen unseres Konsums werden wir erst dann bemerken, wenn irgendwann der Ozean vor der Tür steht."
Ein
Plädoyer
für die Einschränkung unseres Konsums, gerne auch fremdbestimmt,
d.h. verordnet.
Auf dem Friedhof der
Klosterkirche
in Rohr (Niederbayern) begegnete uns auf mehreren Gräbern der Vorname
Kreszenz.
Als Namensträgerin stieß ich auf
Zenzl Mühsam (Kreszentia Elfinger),
die Ehefrau und Mitrevoluzzerin des Anarchisten und Schriftstellers
Erich Mühsam.
Ab heute gibt es die
Ottifantenmarke
als Sonderpostwertzeichen. 59 Millionen Stück, so viel, wie
man, wie der Grafiker stolz erklärt, mit keinem anderen
Printmedium erreicht. Nun ja.
Warum es beim Schach so oft Remis gibt und ob, wie es
José Raúl Capablanca
prophezeite, einst einen
Remistod
geben wird, klärt Julian Ritter in der ZEIT.
Nachdem ich im Februar durch dasnuf (Patricia Cammarata) die Miniserie Black Mirror entdeckt hatte, guckte ich lediglich S01E01 und erst seit einigen Tagen weitere Folgen und bin just bei S02E02 (White Bear). Auch Patricia Cammarata hat sich anläßlich der vor kurzem auf Netflix angelaufenen dritten Staffel nochmals in einem euphorischen Beitrag zu dieser fantastischen dystopischen Serien geäußert, die die möglichen problematischen Seiten unserer Technologien zugespitzt zeigt; sie läuft seit 2011, um so erstaunlicher, wie konsequent schon damals die Möglichkeiten erkannt und durchgespielt werden. In den letzten Tagen mehrten sich die Hinweise, daß sie endlich auch von einer breitere Masse wahrgenommen wird. Beispielsweise fand ich in der ZEIT unter dem Titel Die Serie, die Trump voraussah einen Erwähnung. Black Mirror befindet sich offenbar am Puls der gegenwärtigen und bald wohl anbrechenden Zeit. Faszinierend eine Koinzidenz zwischen S02E01 ("Wiedergänger"), wo der verstorbene Mann einer auf dem Land lebenden jungen Frau aus den digitalen Spuren, die er hinterlassen hat, quasi wiedererschaffen wird. Im Tatort E998 (Echolot), den ich erst jetzt sah, begegnete ich demselben Szenario, welches sogar noch einen Tick beeindruckender war, weil ein Kind involviert war, das mit dem virtuellen Abbild seiner verstorbene Mutter kommuniziert. Felix Schwenzel steht der Serie Black Mirror wesentlich skeptischer gegenüber.
Ein Gespräch zwischen einem Hämatologen, Onkologen und einer Palliativmedizinerin über Sinn und Unsinn von Chemotherapien.
Was tun, wenn man passiv-aggressiv ist?
Wenn einen die Zumutungen der anderen und des Alltags zu überrollen drohen:
"Botox-Lächeln an, Blick in die Ferne, so sinkt der Puls am schnellsten."
Beleibe kein Geheimnis mehr ist die Tatsache, daß ich ein
Bewunderer von Jochen Malmsheimer bin. Mit
Zwei Füße für ein Halleluja
bringt er uns die Welt des Mittelalter, speziell den Canossa-Gang,
näher. Ebenfalls neueren Datums ist
Halt mal, Schatz!,
wo wir u.a. eine Geburtsvorbereitung miterleben. Sprachverliebte
Menschen müssen Malmsheimer einfach kennen!
Als Appetizer sei der Klassiker Das Wurstbrot empfohlen.
Die BBC-Dokumentation
Obesity: The Post Mortem
zeigt die Obduktion
einer sehr adipösen Frau, um auf die Problematik der Fettleibigkeit aufmerksam zu machen.
Wirklich nichts für schwache Nerven und ziemlich schockierend. Zum einen,
daß überhaupt eine
Autopsie
gezeigt wird; zum anderen die Dimensionen
der Adipositas. Pikanterweise ist der Pathologe im Film selbst übergewichtig.
Sein Doppelkinn schwabbelt bedenklich, während er sich sich über die
überdimensionierten Organe wie vor allem die Fettleber echauffiert.
Als regelmäßige Freizeitbeschäftigungen verloren in den letzten
fünf Jahren besonders soziale Aktivitäten
an Bedeutung.
10 Prozent weniger Sex, Bücher lesen, 28 Prozent weniger mit
Freunden unternehmen. Dagegen tut man mehr für die Fitness
und Gesundheit, hört mehr Musik, surft mehr im Internet.
In einer Vorstellung des New Yorker Perdiodikums
Lucky Peach
gehört: "Mit Tipps für die kulinarische Vorbereitung auf den Weltuntergang und für Menüs danach".
"food writing" sei im angelsächsischen Raum eine feste Instanz.
In dem vierteljährlich erscheinenden Magazin erscheinen auch schöngeistige
Beiträge zum Thema Essen und Kulinarik.
Erstkontakt
mit
Wickelschuhen.
Gibt es auch für den Winter in einer Neoprenvariante.
Dieser gutgelaunte Herr scheint bereits beim Anziehen
viel Freude zu haben.
Mit
KIM (Köstlich Immer Marktfrisch - oder Kombinat Industrieller Mast)
wurde der Goldbroiler zur Erfolgsstory. Ich gucke mit Mahlzeit DDR - Broiler, Ketwurst und Grilletta
den ersten Teil einer Dokumentation über die Lebensmittelversorgung und Ernährung in der DDR.
"Saufen, Fressen, Faulenzen und trotzdem den Plan erfüllen", ein Slogan der Hühnerzucht, deren
erster Mastbetrieb in Königs-Wusterhausen aufgebaut wurde. Plötzlich gab es als deren Nebenprodukt
massenhaft Eier. Die an den Mangel gewöhnten DDR-Bürger mußten durch Werbung
(Tausend Tele-Tips) erst an den Reichtum
gewöhnt werden. Waren ausreichend Eier vorhanden, hieß es: "Nimm ein Ei mehr". Wurden sie
mal wieder knapp, enthielten sie plötzlich Cholesterin: "Nimm ein Ei weniger".
Bei der Eröffnung der ersten drei Goldbroilergaststätten in Berlin bedienten
junge "Mädchen" im Pepita-Dirndl, sehr zur Freude der Gäste und zur Zuefriedenheit
der dann an ihre Vorgesetzten berichtenden Genossen.
sky arts ist der neue Kulturkanal des Bezahlfernsehens. Nächste Woche wird der komplette Ring des Nibelungen live von den Bayreuther Festspielen übertragen. Das Abo kostet 16,99 EUR.
Unleserliche Tags in Graffiti müssen nicht sein.
Um Lebensmittel ohne Waage zu wiegen und Portionsgrößen korrekt einzuschätzen, gibt es eine einfache Methode, bei der bei einer Studie zum ersten Mal das Maß "Fingerbreite" eingesetzt worden ist. "Die vorgeschlagenen handbasierten Methoden wurden mit Haushaltsmethoden wie Messbechern oder Löffeln sowie mit subjektiv getroffenen Beschreibungen (klein, medium oder groß) verglichen und tatsächlich als präziser befunden."
In Regina Scheers Buch soeben den Ausdruck
Konzentrationäre
gelesen, welcher mir nicht bekannt gewesen ist.
Was ist, wenn man übrig bleibt? -
ein berührender Text über das Alter, über die Situation,
wenn alle anderen wegsterben und man alleine zurück bleibt.
Ist es Gotten Plan? Man weiß es nicht. Vor allem aber ist es bösartig.
This made my day: Sich 4-5 Minuten gegenüberzusetzen und in die Augen zu blicken, bringt Menschen einander näher.
"Holsten knallt am dollsten" ist Achtziger. "Welche Hopfensorte ist denn drin?" ist 2016. (500 Jahre Reinheitsgebot. Sturm im Bierglas)
Ein moderner Briefkasten, der etwas auf sich hält, ist halb Kleiderkammer, halb Anklebmedium.
Für Smombies - Menschen, die in der Öffentlichkeit wie Zombies auf ihr Smartphone starren - gibt es seit heute in Augsburg Bompeln. Das sind Ampeln mit Bodenleuchten für die Handynutzer, die nicht hochgucken und somit eine Rotphase auf dem Boden angezeigt bekommen.
Quasi vor der Haustür liegt das Viadukt mit der
ehemaligen S-Bahn-Linie
nach Borna,
deren Schienen
herausgerissen
wurden. Dort soll ein fünf Kilometer langer
Fuß- und Radweg
über den Dächern der Stadt Leipzig entstehen, genannt
"Parkbogen
Ost".
Jetzt hat die Stadt Leipzig den Sellerhäuser Bahnbogen
gekauft.
Freilich steht das gesamte Projekt, wenn man nur dieses Promo-Video
betrachtet, noch auf tönernen Füßen. Das Viadukt ist nur einige
Fußminuten bzw. 1 Haltestelle von meiner Wohnung entfernt.
Die Zugänge zum ehemaligen Haltepunkt "Sellerhausen" sind rückgebaut worden.
Durch Thea Dorns Ritterfigur, die altertümlich spricht und denkt, Linien und Skrupel als ehemalige Längenmaße kennengelernt, wobei 12 Scrubel 1 Linie ergaben und 10-12 Linien 1 Zoll. Das Scrupel war auch ein Massemaß: 1 Pfund = 12 Unzen = 72 Dram = 288 Scrupel = 5760 Gran.
Auf manche Ideen muß man erst einmal kommen.
Am genialsten: seine Wertsachen am Strand oder Pool in eine Babywindel einwickeln. Best "safe" ever.
David Blum berichtet in Zucker ist ein Arschloch über seinen Selbstversuch, einige Wochen lang nahezu zuckerfrei zu leben.
Verhöre im richtigen Leben sind ganz anders als im TV-Krimi.
QR-Codes auf Grabsteinen verraten mehr über die Verstorbenen. Der Trend kommt aus Japan.
"Bedauerlicherweise entsteht der Eindruck, ostdeutsche Bistümer seien inzwischen so etwas wie ein 'Verschiebebahnhof' oder wie 'Praktikumsstellen' zur Qualifizierung für 'höhere Ämter'". Nicht nur Magdeburgs Bischof Gerhard Feige kritisiert die Ernennung des Bischofs Heiner Koch (Dresden-Meißen) zum neuen Erzbischof von Berlin.
Ein YouTube-Video dokumentiert, wie Männer Frauen auf der Straße behelligen.
"Seit 1989 wird die Welt immer härter. Gleichzeitig werden die Fernsehserien besser."
"Vom Pflegefall zum Globetrotter." Eine Mut machende & bewegende Geschichte.
"Ich stamme ja aus der Schweiz. Das ist ein besonders verkorkstes Land mit einer wunderschönen Landschaft." (Jean Ziegler)
"Ich habe viel zu wenig Freundschaften gepflegt. Ich hatte viel zu wenig Zeit für meine Angehörigen. Es lag an mir, weil ich mich einfach zu wichtig nahm. Es ist eine große Gefahr, wenn man in der ersten Reihe der Öffentlichkeit steht. Ich werde andere nicht davor bewahren können, aber bei meinen Angehörigen und Freunden möchte ich mich heute aufrichtig entschuldigen. Es tut mir sehr sehr leid." (Gregor Gysi)
In Unna ist ein früheres Nonnenerholungsheim zur ersten Pflegeeinrichtung für Drogenkranke umgebaut worden.
Im DLF hörte ich nachts einen Bericht darüber. Das Problem ist, daß es für die Betreuung der Ex-Junkies eigentlich eine eigene Ausbildung geben müßte, ein Mittelding zwischen Sozialarbeit und Krankenpflege.
"'DaWo' nennt sich das besondere Altenheim in Hemmerde: 'Da, wo man bleiben kann'."
frauschülerspricht über den "Der Tag, an dem ich meine Komfortzone verließ und beseelt zu ihr zurückkehrte".
Embodiment: mit dem Körper die Psyche austricksen.
Vor Wochen erwähnte ich den Tipp, den Vera Birkenbihl gab: sich 60 Sekunden vor den Spigel zu stellen und auf Teufel komm raus zu lächeln.
Auch wenn einem dies zunächst als krampfhaftes Grimassieren vorkommt, spürt man die
Wirkung doch. Je öfter man sich so überlistet, desto nachhaltiger wirkt der Trick.
Später reicht dann in unangenehmen und streßbeladenen Situationen gar der Gedanken an ihn,
um sich "umzupolen" und mit einem Schlag bewußt zu machen, wie man sich wieder tief in
eine negative Sicht hineinmanövriert hatte.
Bei Zeit Online kann man an
dem Global Drug Survey 2015 teilnehmen, der weltweit größten Umfrage zum
Drogenkonsum. Noch zum Thema: zwei anonyme Alkoholiker
berichten
von ihrer Sucht und ich hatte das intensive Gefühl, es würde 1:1 von mir gesprochen.
Das Minderheiten-Quartett - der politische semikorrekte Kartenspaß für die ganze Familie.
"Wir sollten das Leben weniger als Treppe sehen, bei der eine Stufe nach der anderen erklommen wird. Wir Deutschen sind so staatsgläubig, dass wir die starren Karrieremuster des öffentlichen Dienstes auch auf unsere Lebensentwürfe übertragen haben."
(Andere Gesellschaften sind lockerer)
Im Blog der LVZ eine Perle entdeckt mit allerlei Lipsiensia und sehens- und hörenswerten Fundstücken,
zum Beispiel dieses Leipzig--Zeitraffervideo.
Die New York Times hat Leipzig entdeckt.
Einer der kuriosesten Ereignisse war eine Lachepidemie, die 1962 in Tansania vorkam und Monate andauerte.
Die Welt ist verrückt – und was machen wir?: "Ukraine, Gaza, Syrien, Irak – die Vielzahl der Krisen bringt den Westen ins Wanken. Es ist Zeit, Interessen und Ideale, Gewissheiten und Gefühle neu zu sortieren. Auftakt einer ZEIT-Serie"
Zeit-Online: Warum vergeht die Zeit im Laufe des Lebens immer schneller?
Neben meinen Bierprobierereien ein hochprozentigerer Ausrutscher. Andrea Diener schreibt über schottischen Whisky. "Pro Jahr verdunsten ein bis zwei Prozent des Fassinhaltes, diesen Anteil nennt man 'angels share', den Anteil für die Engel. Wenn es in Schottland also Engel gibt, dann sind sie permanent betrunken." - Vielleicht mein nächstes Testgebiet?
BÖsterreich S01E01 liegt für heute Abend bereit. Habe mit Getting on kürzlich erst eine skurrile Comedyserie kennengelernt, die den Alltag auf einer geriatrischen Pflegestation darstellt.
Von der
Sozialistische Reichspartei
als quasi Nachfolgerpartei der NSDAP lese ich dank Per Leo
zum ersten Mal bzw. sollte doch eigentlich in Heinrich Bölls
Schriften damals davon gelesen haben. "1951 errang die SRP
bei der Landtagswahl in Niedersachsen 11% der Stimmen."
Gruseln am späten Nachmittag. 1952 wurde sie verboten,
wozu Leo schreibt: "Das junge Bundesverfassungsgericht
jedenfalls muss sich gefühlt haben wie ein Schulkind, das
sich endlich traut, dem dreisten Pausenhofbrutalo, statt
ein weiteres Mal sein Butterbrot rauszurücken, einfach
die Faust in die Fresse zu schlagen."
Alltagsroutinen: 24 Stunden im Leben der kreativsten Köpfe dieser Erde.
"Längeres Leben heißt ja vor allem, mit Krankheit länger zu leben." Ich höre jetzt den heute sehr zeitig verlinkten Beitrag über Palliativmedizin in Deutschland.
In der Folge Cold Case S05E18 erstmalig vom Begriff Babyaspirin gehört.
Der von mir am öftesten gehörte Blues ist Hansi Biebls
Morgen Blues.
Auf meiner allerersten Schallplatte, die ich mir 1981 kaufte.
Außerdem gefunden:
Wittstock statt Woodstock: Hippies in der DDR,
eine Dokumentation von 2005.
In China ist es seit diesem Jahr gesetzlich festgelegt, daß Kinder ihre Eltern regelmäßig zu besuchen haben,
Dauerstress lässt das Gehirn schrumpfen. Freundschaften sind gut gegen Demenz.
Mein Tagesthema: "Das Grab ist der Eingang ins Paradies - Friedhofsbesuche mit Schriftstellern". Dazu gibt es frisch auf dem Markt auch ein Buch.
Gestern sah ich eine bedrückend spannende Dokumentation über den
"Winter 1978/79".
Gemeint ist das Schneechaos
zum Jahreswechsel, das vor allem Nordeutschland immens zu schaffen machte.
Ich erinnere mich, daß auch wir in Leipzig das Ausmaß spüren konnten.
Als ich frühmorgens die Haustür öffnete, stand ich vor einer Schneewand.
In dieser Psst-Folge ist einer, dessen Muttersprache Esperanto ist.
Sein Vater hat die ersten 12 Jahre nur Esperanto mit ihm geredet, die Mutter deutsch.
Der Pianist Krystian Zimerman
unterbrach
am letzten Montag sein Konzert, weil ein Zuhöher es
mit dem Smartphone filmte. Der Künstler wetterte
wegen der durch YouTube & Co entstandenen finzaniellen
Verluste.
Vor knapp 200 Jahren gabs
überhaupt keinen Sommer.
Hochinteressant die Auswirkungen auf Literatur und Wissenschaft.
Man nannte dieses Jahr "Achtzehnhundertunderfroren" bzw.
"Eighteen hundred and froze to death".
Bauernglatteis - bis heute nicht gehört. Verschüttete Gülle, Reifenablagerungen der Traktorreifen auf der Straße...
Gundula Schulze Eldwoy: Fotografien einer ganz anderen DDR.
Die Bedeutung des Alters:
"Die Leute sind heute biologisch jünger".
arte:
Kaufen für die Müllhalde.
Dabei den Begriff "Obsoleszenz" gelernt.
Schöne Ort
aus aller Welt mit hochaufgelösten Fotos wirken
ästhetisch und sedieren eventuell aufkommenen
Lebensekel.
Völlig vernachlässigt, weil ichs quasi beinahe vergessen habe:
mein uraltes Weblog zum Thema Freitod.
Geist, wo bist du?
"Fast die Hälfte unserer wachen Stunden ist unser Geist nicht bei der Sache. Auf dem ersten Blick hat das gedankliche Abschweifen nur Nachteile. Ist ein wandernder Geist tatsächlich ein unglücklicher Geist?"
Macht schon jemand bei
snab.me
mit? Neuestes Web-2.0-Spielzeug.
Könnte man auch als Beschäftigungstherapie
für Gelangweilte darstellen, denen sonst
im Real Life nichts Vernünftiges einfällt.
Triskaidekaphobie:
Die Angst vor der Zahl 13 - wieder was gelernt.
Retweet:
Google macht das Holocaust-Archiv der Gedenkstätte
Yad Vashem online abrufbar. Zum Start gibt's
130.000 Fotos.
Radio Horeb
sendet ein christliches Programm.
Im Großraum Leipzig und Berlin auf per DVB-T
empfangbar, ansonsten per
Webstream.
In
Alpha 0.7
werden Szenarien, die den Überwachsungsstaat betreffen,
konsequent dargestellt. Hirnimplantate sollen
helfen, Verbrecher vor ihren Taten zu erkennen.
Spannende deutsche SF-Serie, die auch durch
Erweiterung im Internet (Verlinkungen, Weblogs,
Webseiten) die Geschichte auffächert und
weiterführt und so, glaubt man einigen Kritiker,
das Fernsehen andeutet, wie es in Zukunft Erfolg
haben könnte.
"Fruchtgenuß" kannte ich nicht.
Nutznießer (Nießgebrauch)
klingt dagegen unpoetischer.
Jetzt erst
entdeckt.
3 internetaffine Blogger und Literaturbegeisterte,
die ich seit vielen, vielen Jahren kenne und
mit denen ich immer wieder mal in Kontakt
stehe, werden auf Literaturkritik.de beleuchtet,
wobei man argwöhnisch schaut, ob das, was sie
machen, den Ruf der herkömmlichen Literaturkritik
nicht irgendwie verwässert. Ich würde behaupten:
Frau Schwalm, Sie haben nur die Hälfte verstanden.
Eine Arbeitskollegin machte mich mit
Dailydeal
bekannt, einem Rabatt- und Gutscheinservice,
bei dem mich nur wunderte, daß er mir als
ausgewiesener Geizkragen nicht schon längst
in Fleisch und Blut übergegangen ist. Das
Internet ist täglich für Überraschungen gut.
Vegetarisches Zusammengehörigkeitsgefühl? Seitan an Seitan!
Alberner Kalauer eines Fleischfressers, der gestern
erstmalig überhaupt von Seitan
gehört hat.
Die Zubereitung soll
einfach sein.
Unser umwintertes Gedächtnis
könnte man auch "Die Relativierung des Winters" nennen.
Schon was Wahres dran, daß nicht die Winter härter
geworden sind, sondern daß entweder die Menschen zu
doof sind, mit ihm zu leben, oder wir es Politik und
Wirtschaft verdanken, daß unzureichende Mittel zur
Verfügung stehen, den Härten eines Winters entgegenzuarbeiten.
"Mir gehen die Alten oft
auf den Keks.
Morgens sitzen sie schon früh im Wartezimmer und führen sich auf, als wären sie beim Kaffeeklatsch. (...) viele alte Patienten wollen einfach nicht wahrhaben, dass der Zahn der Zeit an ihnen nagt und nicht das Gesundheitssystem."
Wie man elegant ein Loch in der Jeans stopft.
Daß der Dollar sprachlich vom deutschen Taler (niederdeutsch: Daler)
abstammt und dieser die Kurzbezeichnung des
Joachimstalers
ist, erschloß sich mir eben erst.
Die nordböhmischen Stadt Sankt Joachimsthal heißt heute
Jáchymov.
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat eine
Aussprache-Datenbank mit 130.000 Einträgen
freigeschaltet.
Erinnerungen werden durch das Gehirn in negative oder positive eingestuft (= Valenzzuordnung).
Default ist die negative Valenz, was sich evolutionbiologisch als vorteilhaft erwiesen hat.
Erst mittels Neurotransmitter Neurotensin wird die Erinnerung als positiv gespeichert.
Das Gehirn ist demnach prinzipiell auf Krawall gebürstet.
Kloakentiere
sind die einzigen Säugetiere, die Eier legen. Neben dem Schnabeltier
gehören die
Kurzschnabeligel
zu ihnen. Auch gelernt, daß man die Eigenschaft, Eier zu legen, als
Oviparie
bezeichnet. Dem gegenüber stehen die Lebendgebärenden
(Viviparie).
Im sorbischen Dorf
Schleife
im Landkreis Görlitz wird seit Jahrhunderten das
Dudelsackspielen
praktiziert, womit der Ort der einzige in Deutschland ist, wo diese
Tradition
durchgehend
gepflegt wird.
Zu DDR-Zeiten trafen sich bereits Spieler.
Ich hatte gedacht, blau wäre kunsthistorisch Marienfarbe.
"... war in der damaligen frühchristlich-byzantinischen Zeit
Blau die Farbe
der Verdammnis und der Sünder." - Wie erstmalig
in Ravenna
in der Kirche
San Vitale.
Im Flüggerhaus
in Hamburg befindet sich der
älteste erhaltene
(1908)
Paternoster der Welt. Nachdem er 40 Jahre hinter einer Verschalung versteckt
gewesen war,
entdeckte
ihn der Kunsthistoriker Robin Augenstein. In Berlin lehnte die Baubehörde
Paternoster bis in die 20er Jahre ab. Begründung: Die Hamburger seien durch
Hafennähe körperliche Arbeit gewohnt und fähig, in solch ein Gefährt zu steigen.
Den Berlinern könne dies durch u.a. durch den ermüdenden Verkehr nicht zugemutet
werden. Auch schön: der Paternoster vermittle einem das Gefühl des "Seins in
einer Maschine".
BeReal ist eine
aus Frankreich stammende App für Schnappschüsse. Einmal am Tag wird man aufgefordert,
innerhalb von zwei Minuten spontan ein Foto zu posten, wobei beide Kameras betätigt werden.
Keine Zeit fürs Posieren, Inszenieren und Manipulieren. Ein Trend gegen
Instagram-Perfektionismus.
In Japan
gibt es ein Cafe, das für Schreiber mit einem Abgabetermin ist und
wo man erst wieder rausgelassen wird, wenn man fertig geschrieben hat. Auf Twitter
schrieb einer: "coole Escape-Room-Idee".
Panoramakünstler Yadegar Asisi hat im Leipziger Panometer ein neues Rundbild geschaffen
- New York 9/11 -,
mit dem er nicht etwa das katastrophale Geschehen vor 21 Jahren einfängt, sondern New York am Tag zuvor
zeigt.
Ehemalige
medizinische Therapien, die
heute eher für Entsetzen und Gänsehaut sorgen, darunter oft in Filmen adaptierte wie
Lobotomie und Insulinschockterapie, aber auch bizarrere und seltenere, von denen die
meisten bestimmt noch nie gehört haben.
In der Miniserie
"Straight Outta Crostwitz"
(ARD-Mediathek)
trifft
Folklore/Tradition auf Moderne. Eine sorbische Schlagersängerin nimmt inkognito an einem
Rap Battle. Erinnert mich spontan an "Out of Rosenheim". Für Menschen, denen die Sorben/Wenden sehr fremd sind, eine ideal Chance, das zu ändern.
Das Brettspiel Monopoly gibt es neuerdings in einer
Lausitz-Fassung und
ist gleichzeitig weltweit das erste dreisprachige Monopoly. Bei dieser
Gelegenheit lernte ich, daß es nieder- und obersorbisch gibt.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
hält einen
Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen
vor. Mittels des Vorratskalkulators
läßt sich der Bedarf berechnen. Ratschläge zum Umgang mit einem Notfalldepot
werden erteilt.
Hans Höher, Leipzigs Kino-Eisverkäufer Nummer 1, geht mit 82 nun endgültig
in den Ruhestand.
"In Japan ist dieser ungeheizte Zustand bei Minusgraden teils sogar noch Usus. Etwa besuchte ich in Kyoto den in einem Tatamihaus lebenden Freund eines Freundes, der es wie viele der Japaner hielt. Man trifft sich im Waschhaus und heizt dort, wie es heißt, die Organe auf, also legt sich für einige Zeit in ausgesprochen heißes Wasser. Danach trocknet man sich nicht, sondern tupft sich nur leicht ab und zieht sich dann an. Der jetzt zwischen Haut und Kleidung stehende Dampf isoliert die Körperwärme. Es funktioniert faszinierend, hält gute zehn Stunden an. Dann muß man halt abermals in heißes Wasser." (ANH)
Der Leipziger
Wilhelm-Leuschner-Platz
ist eine seit Jahrzehnten bestehende Brache inmitten von Leipzig.
Genauso lange währt der Streit um die Wiederbebauung, inbesondere um ein
Einheits- und Freiheitsdenkmal. Jetzt ist der erste Neubau
für das
Leibniz-Institut für Länderkunde
genehmigt.
In das seit 1998 leerstehende und verfallende Bowlingcenter sollte eigentlich das Naturkundemuseum einziehen.
Putins Tisch
nahm die BILD-Zeitung zum Anlaß, ein bißchen
über Tische zu schreiben.
Fotografien, die aus Nordkorea herausgeschmuggelt wurden.
Pass the Ball:
40 AnimationskünstlerInnen mit einem Video, in dem ein roter Ball alle 3 Sekunden
an den nächsten gespielt wird.
Der 1983 gegründete
"Weg der Freundschaft"
war im Sozialismus der einzige Fernwanderweg. Er führt von
Eisenach nach Budapest und ist 2690 Kilometer lang.
Die Leipziger Schriftstellerin Rebecca Maria Salentin
absolvierte
in Gänze den Weg und
beschreibt
ihr
Abenteuer
in dem Buch
Klub Drushba.
Mir Sachsen sin ja wie ä bissel helle. Mit der
Protectwatch
in
Verbindung mit einer KI
sollen
Infektionlagen
im Körper weiter früher, als es beispielsweise ein PCR-Test es
könne, erkannt werden. Zurzeit läuft eine
Studie
zur Wirksamkeit bei Omikron.
Im Rahmen eines Berichtes über den Sturm "Kyrill" (2007) den Begriff
"gesicherte Kultur" gehört, womit nachwachsende Bäume über 2 Meter
gemeint sind. Die nächste Etappe nennt der Förster "intensive Bestandserziehung".
Spannender Thread
um Fotos vom Pluto und die Frage technischen Fortschritts bei der Erfassung von Himmelskörpern.
Der letzte Eintrag brachte mich anhand des
Fleischküchle
zum Atlas zur deutschen Alltagssprache.
Manche Begriffe spalten ja schon traditionell die Nation wie z.B.
Eierkuchen,
von meiner Oma auch Plinsen genannt.
Eine Mahlzeitreise bietet der Account
"Menuevongestern". Täglich wird
getwittert, was es 1973 in einem Freiburger Altenheim zu essen gab.
Gerne auch mit Erläuterungen und Zusätzen. Tolle Zeitreise, tolles
Projekt.
In "This is us" (S03E09) gesehen, wie ein Pärchen, welches ein Kind
erwartete, von einer Bäckerei eine Torte bekam. Wenn man sie anschneidet,
erfährt man durch die Farbe des Innenlebens das Geschlecht des Babys.
Wirtschaftswissenschaftler plädieren für ein Grunderbe von 20.000 Euro für jeden 18-Jährigen,
das aus Erbschafts- und Vermögenssteuern finanziert würde und dazu beitrüge, die finanziellen
Ungleichheiten auszugleichen. Das Geld allerdings nicht bar, sondern gelenkt beim Kauf von
Wohnungseigentum, bei Ausbildungen und Firmengründungen.
Laut einem russischen Gesetz ist es straffrei, wenn jemand, den der russische Staat als Terroristen deklariert, mit Zustimmung des russischen Präsidenten diesen tötet.
Im Leipziger Stadtarchiv wurden Noten aus dem 14. Jahrhundert
entdeckt,
so genannte Hufnagelnotationen, die Mönchen für den Stundengesang
dienten und auf Pergament notiert wurden, welches 1715 recycelt
wurde, indem es als Einband für ein Forderbuch fungierte. In einem
Forderbuch hielten Gerichtsdiener fest, wer vor Gericht gefordert
(vorgeladen) wurde. Das Leipziger Vokalensemble
Amarcord
bringt
die Noten, d.h. den gregorianischen Choral, der vermutlich eine
Laudes
aus dem
weihnachtlichen Festkreis
enthält, nun zum Erklingen.
Mit der
futuristischen
High-Tech-Kapsel Sarco soll man in der Schweiz bald Suizid begehen können.
Das Prinzip basiert auf der Verdrängung von Sauerstoff durch Stickstoff.
Die Konzentration wird von 21 auf 1% reduziert, so daß man innerhalb von
30 Sekunden das Bewußtsein verliert und in wenigen Minuten verstirbt.
Im Kasseler
Museum für Sepulkralkultur
gibt es noch bis zum 3. April 2022 eine
Ausstellung zum Suizid,
wo der so genannte Sarco-Pod
zu sehen
ist. Erfunden und propagiert hat ihn der Australier Philip "Dr. Tod" Nitschke,
der, wie ich in meinem Freitod-Weblog
nachschlug,
diese Idee seit vielen Jahren
verfolgt.
"Die Antibiotikaresistenz läuft wie ein langsamer Tsunami auf uns zu."
Ein neuer alter Ansatz: mit
Bakteriophagen (Viren)
vorgehen.
"Der Phage - ein Virus - heftet sich an die Bakterienzelle, schleust seine eigenen Erbinformationen in sie hinein und übernimmt damit die Kontrolle. Die Bakterie produziert nun lauter neue Phagen. So viele, bis sie platzt und dadurch scharenweise Phagen-Nachwuchs freisetzt. Jeder von ihnen kann nun wieder eine Bakterienzelle angreifen. Die Kettenreaktion läuft, solange Bakterien da sind. Die Bakterien gehen zugrunde und werden vom menschlichen Körper abgebaut."
Ein, wie die Kulturzeit kürzlich anmerkte, "auf gute Weise rauher Film": Lievalleen (Mutterseelenallein) über das Schicksal des Schriftstellers Peter Wawerzinek und seiner Schwester, welches er 20110 bereits in seinem Roman "Rabenliebe". verarbeitete.
Im 18. Jahrhundert war
le Chevalier d’Éon
ein berühmter Transgender, der weite Teile seines Lebens als Frau lebte.
Auf seine geschlechtliche Identität wurde sogar gewettet; und erst eine
Leichenschau räumte schließlich die Zweifel über sein tatsächliches
körperliches Geschlecht aus. Irene Disches Roman
"Die militante Madonna"
widmet sich dieser Figur. Was wir heute als Transgender
bezeichnen, nannte der Sexualforscher Havelock Ellis Anfang des
20. Jahrhunderts 'Eonismus'.
Ungeheuerlich! Vor 25 Jahren wollte Bayern HIV-Verdachtsfälle, notfalls auch mit polizeilicher Gewalt,
zwangstesten lassen
und dachte über Internierungen nach. Insofern leben wir jetzt (noch) in deutlich
liberaleren Zeiten.
Kirchliche und säkulare Bestattungen mit differierenden Hygienevorschriften.
Bei kirchlichen, als Gottesdienst deklariert, gilt die 3G-Pflicht.
Bei säkularen gelten analog zu privaten Zusammenkünften die viel
restriktiveren Kontaktbeschränkungen.
Traditionell bringen viele ihre
Stolle
zwecks Backvorgang zum Bäcker. Der Volksglaube besagt: "Wenn die Stolle bricht, stirbt noch jemand in diesem Jahr aus der Familie".
Von der
Katholische integrierten Gemeinde
(KIG)
hörte ich zum ersten Mal. Selbst
verbrachte ich
in meiner Jugend acht Jahre lang in einer der so genannten
Geistlichen Gemeinschaften.
Das ARD-Magazin report brachte einen
Bericht
über die KIG; die Dokumentation
"Geknechtet unterm Kreuz: Leben in einer katholischen Sekte"
vertieft das Thema.
1944 erklärte Papst Pius XII. Teresa von Avila zur Schutzpatronin der Schachspieler.
Im Sternerestaurant
El Coq
im italienischen Vicenza
entscheidet der Gast über die Dauer seines Essens. Was auf den Tisch kommt,
entscheidet der Koch (Lorenzo Cogo).
Schwäbisch Gmünd
ist die Hauptstadt des Einhorns,
welches auch Wappentier ist.
Das
Human Library Project
ist eine
Initiative,
um Vorurteile und Stigmatisierungen abzubauen. Menschen stellen
sich zur Verfügung, die sich befragen lassen, Menschen mit
bestimmten Schicksalen, Merkmalen und Besonderheiten, die zum
'offenen Buch'
werden. Ein brillante Idee mit inzwischen weltweiter Verbreitung,
nicht um Toleranz zu fördern, sondern Akzeptanz. Das erste
Mal wurde die
'Menschliche Bibliothek'
im Jahr 2000 auf dem
Roskilde-Festival
organisiert.
Eine bestimmte Mozart-Sonate und nur diese und kein anderes klassisches Stück oder Lieblingslieder des Betreffenden
sollen bei Epilepsie helfen.
Der tschechische Künstler Patrik Prosko
schafft anamorphe Plastiken - Gebilde, die sich erst räumlich erschließen und deren
intentierte Abbildung man von einem bestimmten Punkt aus sehen kann.
In Australien gibt es Ripper, eine Lappenente, die "You bloody fool!"
flucht.
Auch andere Enten können Geräusche imitieren:
Türenschlagen, Husten und Pferdeschnauben.
Retweet: Sehr hilfreiche Webseite für alle, die sich gegen covid 19 haben impfen lassen und nun unsicher sind, ob sie möglicherweise schon tot sind: https://bin-ich-schon-tot.de/.
Wieder eine Wissenslücke gefüllt.
Als ältestes Kloster auf deutschem Boden gilt die
Abtei Tholey
(seit 634 n.Chr.) im Saarland (Bistum Trier). Für deren
Abteikirche
hat der Künstler Gerhard Richter drei Chorfenster
entworfen
(Youtube).
Gänzlich unbekannt war mir die
Aktion Licht,
eine 1962 durch die Stasi bewerkstelligte Aneignung von fremdem Eigentum,
bei der Bankschließfächer, Tresore und Panzerräume
leergeräumt worden sind.
Ein Kartäusermönch reist im Auftrag seines Ordens
nach Indonesien und gerät nach 25 Jahren Klausur und Schweigen in seiner
Schweizer Zelle notgedrungen in Berührung mit der nicht ganz so beschaulichen
Welt. Seit vielen Jahren hatte ich vor,
"Broken Silence"
(Teil 1 /
Teil 2 /
Teil 3)
von 1995 zu gucken.
"Warum kommen nicht alle Menschen an derselben Ziellinie an? Weil sie nicht alle an derselben Startlinie loslaufen." (Psychologin Susann Fiedler in: "Deutschland auf dem Weg zum Grundeinkommen?")
"Juden raus! - Zeige Geschick im Würfelspiel, damit du sammelst der Juden viel - Gelingt es dir 6 Juden rauszujagen, so bist du Sieger ohne zu fragen!" //
Das antisemitische Brettspiel 'Juden raus' basierte auf dem Klassiker "Fang den Hut" und wurde in Dresden von der Firma Günther & Co entwickelt.
Was bei uns fremdenfeindlich wäre, geht in Dänemark. Aus Angst vor einer
Parallelgesellschaft wurde ein Ghettogesetz erlassen und ganze Stadtviertel
werden neu verplant,
Umsiedelungen inklusive.
Übernachten am Strand läßt sich mit
Schlafstrandkörben.
Sobald in Afghanistan ein Mädchen zur Frau wurde,
verschwand deren Name
aus der Öffentlichkeit. In Dokumenten, Ausweisen, selbst auf
Hochzeitseinladungen und Grabsteinen, hieß es immer nur
"Die Tocher von", oder "Die Ehefrau von"; noch abartiger
sind Bezeichnungen, die Männer für ihre Frauen wählen,
wie "mein Haushalt", "mein schwächeres Glied", "mein(e) Huhn/Ziege".
Oder einfach nur Tante als Synonym für jede Frau.
Ab Juli ist es für afghanische Frauen immerhin möglich,
im Ausweis den Namen der Mutter eintragen zu lassen. Die Kampagne
#WhereIsMyName setzt sich für die
Identitätsrechte der Frauen
ein.
Der georgische Milliardär
Bidsina Iwanischwili
läßt Riesenbäume ausgraben und in seinen Privatpark versetzen. Der Dokumentarfilm
"Taming the Garden"
greift dies auf.
Archäologische Sensation in
Helfta.
Eine 1000 Jahre alte Kirche samt Grabstätte für 70 Adelige
wurde gefunden.
Sie stammt aus der Zeit Kaisers Otto des Großen.
Nonne und Mutter von zehn Kindern -
wie geht das?
Ann Russell Miller
führte ein bürgerliches Leben, war verheiratet und schenkte
zehn Kindern das Leben. Als 61-Jährige trat sie in einen
monastischen Orden ein (Unbeschuhte Karmeliterin =
OCD = Ordo Carmelitarum Discalceatorum), in dem sie
als Sister Mary Joseph. 33 Jahre bis zu ihrem Tod mit 92 Jahren verbrachte.
Kürzlich im Deutschlandfunk über
Seebestattung
gehört. Die Urne wird dabei über 'rauem Grund' gewässert. Das sind
Stellen, in denen nicht gefischt und kein Wassersport betrieben wird.
Baumkuchen, der König der Kuchen,
stammt aus Salzwedel und ist in Japan ebenfalls weithin bekannt.
Vom Brotaufstand von Rahnsdorf
hatte ich noch nie gehört. Tragische Hysterie in den allerletzten Kriegstagen 1945.
Daß Georg Kreislers
"Tauben vergiften im Park"
ein Original hat, wußte ich bis eben nicht.
Gesungen von Tom
Lehrer, dessen Existenz mir ebensowenig bekannt war.
Als im 19. Jahrhundert die
Daguerreotypie
aufkam, kam die
Post-mortem-Fotografie
in Mode.
Arte zeigte einen
Bericht.
Die Toten sollten zunächst möglichst lebendig erscheinen und wurden
kosmetisch präpariert und positioniert. In intellektuellen Kreisen
machte man sich den Spaß, die Lebenden auch als tot erscheinen zu lassen.
Später wurden die Gestorbenen auch als friedvolle Leiche abgelichtet,
so als würde der Verblichene schlafen.
In den Wissenschaftsmeldungen fand ich gestern spannend, daß
Rhino-Viren ein paar Tage lang vor einer Infektion mit
Coronaviren
schützen.
Die stehen sich quasi im Wege.
Chase Tag ist eine
neuartige Trendsportart,
quasi das kindliche Fangenspielen als
Erwachsenensport,
eine Kombination von Hindernislauf und Parcour.
Nach anderhalb Jahren nehme ich
Euromaxx wieder auf. Als das Journal
2019 seine Frequenz von vier auf eine Sendung pro Woche reduzierte,
war ich verärgert und kehrte ihm den Rücken.
Den
DDR-Thread
um eine
Gepäckkarte
erweitert.
In einem Bericht über Behinderte in Coronazeiten gesehen, daß es
Heilpraktiker für Psychotherapie
gibt.
Regelmäßig Erstbegegnung mit Wörtern + Ausdrücken. Heute:
Speziesismus.
Der Gegenentwurf wäre Zoopolis,
eine gemeinsame Welt, in der Menschen- und Tierrechte gleichermaßen
Beachtung fänden.
In Japan verkaufen sich
"Unglückshäuser"
schlecht, Häuser, in denen Menschen Suizid begingen oder vereinsamt starben, nachdem sie dort
wochen- oder monatelang tot gelegen haben.
Einen
Eisberg zeichnen und sehen, wie er schwimmt.
Weil ein Zusammenhang zwischen dem
Chronischen Erschöpfungssyndrom
(ME = Myalgische Enzephalomyelitis) und
Long Covid
in letzter Zeit in den Medien
immer
wieder
diskutiert
worden ist, eine Zusammentragung von medialen Referenzen: ARD-Magazin
Monitor /
Interview
mit der Immunologin Carmen Scheibenbogen /
Genesen, aber nicht gesund
(Gesprächsrunde) /
Interview
mit der Medizinerin Nicole Dittmer / Vorstellung des
Chronic Fatigue Syndrom.
Liisa schreibt über Schmuckeremiten,
von denen ich noch nie etwas hörte.
Max Müller, der seit Urzeiten bei den Rosenheim-Cops den Michael Moor spielt,
singt
das Wiener Alphabet.
Eine fabelhafte Verteidigung und Beschwörung des Schlafes!
Pilznamen eignen sich vorzüglich für kreative Beleidigungen.
Wunderbare Zeitlupen
zweier Vögel bei der Fütterung.
Durch
denselben Tweet
von
dasnuf noch die ebenfalls in der
arte-Mediathek wohnhafte Serie
"Criminal Justice"
gefunden. Hat bereits zwölf Jahre auf dem Buckel und nur Staffel 1
(Pilotfolge
= von fünf) ist seit Anfang Dezember in Deutschland ansehbar.
Nach den mittlerweile angeguckten Serien
"Traces - Gefährliche Spuren"
und
"The Bay"
ist dies die dritte innerhalb nur einer Woche gefundene britische Krimiserie und gesellt sich
zu so illustren Erfahrungen wie
"No Offence"
und
"Broadchurch".
Das
US-Remake
lief unter dem Namen
"The Night Of"
mit
John Turturro
in der Rolle des Anwalts.
Japan ist für mich ein merkwürdiges Land. So gänzlich andere
Sitten und Vorstellungen. Die Arbeitsmoral, die sogar für den
Tod am Arbeitsplatz durch Überarbeitung ein eigenes Wort hat
(Karoshi).
Daß man Gefühle in der Öffentlichkeit nicht zeigt, daß Aufklärung
in der Schule tabuisiert ist. Und wie schwer sich dann Jugendliche
damit tun, eine Beziehung aufzubauen, einen Partner zu finden,
wie einfallsreich Japaner dann aber wieder sind mit
Kuschelcafes,
dem
Mieten
von Freunden und Gästen. Ein Land voller emotionaler und sozialer
Analphabeten und
Hikikomoris?
Andererseits existiert eine
gigantische Sexindustrie.
Genauso verstörend und befremdlich ist Japans
Trauerkultur,
über die das
auslandsjournal
(ab 22:30 min) vom 19. November 2020 berichtet. Digitale
Bestattungskultur
im "Friedhof der Zukunft". Urnengrüfte mit Gedenknischen,
der
"Kristallpalast"
mit zigtausenden Urnen, platzsparende Regalarchivierung von Urnen,
von Robotern durchgeführte Trauerfeiern.
Ein Freund empfahl mir
radioWissen,
einen Podcast des Bayrischen Rundfunks. Eine phänomenale Quelle für alle
Ohrenleser, die ich bis heute zu wenig würdigte, weil ich mein Augenmerk
auf den Deutschlandfunk gelegt habe und damit eigentlich so reichlich
versorgt bin, daß ich anderes nicht für notwendig erachtet hatte.
Fataler Irrtum.
Ein Wundgel wurde
entwickelt,
welches Narbenbildung verhindert, indem im Körper
Immunreaktionen provoziert werden.
Im Erzgebirge hat ein Holzkünstler den Virologen Drosden als
Räuchermännchen
geschaffen.
Er
qualmt
aus dem Kopf.
Dier verblüffendste Meldung aus der Wissenschaft ist in
dieser Wochen die Erkenntnis, daß das mit den Jägern (Männer!) und Sammlern (Frauen!) wenigstens
für Amerika nicht hinhaut. Mindestens jeder dritte Jäger
war eine Jägerin.
In einem Krimi zum ersten Mal von der
Bombay-Blutgruppe
gehört.
Die BBC-Dokumentation
Obesity: The Post Mortem
zeigt die Obduktion
einer sehr adipösen Frau, um auf die Problematik der Fettleibigkeit aufmerksam zu machen.
Wirklich nichts für schwache Nerven und ziemlich schockierend. Zum einen,
daß überhaupt eine
Autopsie
gezeigt wird; zum anderen die Dimensionen
der Adipositas. Pikanterweise ist der Pathologe im Film selbst übergewichtig.
Sein Doppelkinn schwabbelt bedenklich, während er sich sich über die
überdimensionierten Organe wie vor allem die Fettleber echauffiert.
Die
Bruderhofgemeinde
versucht, wie die Urchristen zu leben.
Dank dem DLR
kenne auch ich nun diese evangelische Gruppierung, die durch die
Nazis aus Deutschland vertrieben wurde, über England nach Paraguay
gelangte. Eine Wiederansiedelungen in Deutschland in den 80ern
scheiterte und auch momentan verläßt die Gemeinschaft das Land
gen Österreich. Zeitweise waren die Bruderhöfer mit den
Hutterern
uniert. Bei den vielen, vielen Abspaltungen und Gruppierungen
evangelischer Provenienz und hier im Besonderen der
Täuferbewegung
wird einem Katholiken leicht schwindelig. Dennoch auch Staunen
und Bewunderung, einen Weg entgegen dem Mainstream und vermeintlich
modernen Erfordernissen durchzuhalten.
Die Nachrichtenagentur AP mit ihren Fotos des Jahres.
Das feministische TV-Magazin "Kreatur" erscheint alle drei Monate.
Ausgabe Nr. 5
widmet sich der Gendermedizin. Traditionell unterschiedliche Diagnose
und Therapie bei Männer und Frauen. Ich lerne viel und erfreue mich
ob der Schnoddrigkeit und scharfen Zunge der involvierten Diskutanten
und Moderatorinnen. Von den neun Ausgaben sah ich vor vielen Monaten
lediglich den ersten, der nicht auf der arte-Homepage
verfügbar
ist, sondern auf YouTube unter dem Titel
"Am Anfang war die Vagina".
Die Dresdner Sinfoniker
spielten
im Plattenbauviertel
Prohlis
ein Konzert für Alphörner - auf den Dächern der Häuser.
Die
Hochhaussinfonie
war kein Novum. 2006
spielten
die Dresdner Sinfoniker
auf der Prager Straße
mit den Pet Shop Boys aus einem unsanierten Hochhaus hinaus.
Die britische Satireshow
"Spitting Image"
war mir nicht bekannt. Erst anläßlich der
Neuauflage
begreife ich, daß sie
Hurra Deutschland
als Vorlage diente. Ich folge dem
Twitteraccount
der Show, seitdem ich auf das Video
"How Trump Got Covid"
stieß.
Nicht nur eine Geburtstagsidee: ein Bild im Simpson-Style
malen lassen.
Viele Optionen sind möglich. Leinwand, Poster oder Glanzdruck mit Rahmen.
Man kann sein Wunschbild konfigurieren
nach Anzahl der Personen, Bildstil (z.B. Ganzkörper) und dem Hintergrund
(z.B. Moe's Bar).
Die französische Zeichentrickserie "50 Shades of Greek"
transportiert
die griechische Mythologie ins Hier und Jetzt.
Sie basiert auf den Zeichnungen von
Jul,
enthält dreißig Folgen und wird
bei arte
ausgestrahlt. Die
Staffel 2
kommt mit dreißig neuen Folgen.
In einem englischen Wildpark sind fünf Papageien
voneinander getrennt worden, weil sie zu viel fluchten.
Zum ersten Mal von den
SchUM-Städten
gehört, dem Städteverbund des Mittelalters, der aus den Städten
Speyer (Spira), Worms (Warmaisa) und Mainz (Magenza) bestand,
für die
Aschkenasim
zum
"Jerusalem am Rhein"
wurde und nun zum Weltkulturerbe erklärt werden soll.
Über das sehr erfolgreiche Kinderbuch
"Alles lecker! Von Lieblingsspeisen, Ekelessen, Kuchendüften, Erbsenpupsen, Pausenbroten und anderen Köstlichkeiten"
von Monika Osberghaus
entbrannte ein Streit.
Die herkömmliche Landwirtschaft und Tierhaltung fühlte sich verunglimpft.
Die Landwirtin Nadine Henke führt nun das Blog
"Brokser Sauen" und informiert über Schweinehaltung.
Sich beruflich mit über 50 Jahren noch umorientieren und
eine Ausbildung beginnen. Das ZDF-Magazin 37Grad
widmet sich mit
Die Senioren-Azubis
diesem Thema.
Durch den Lockdown wurde es in den Städten deutlich ruhiger, wodurch
Vögel sich besser Gehör verschaffen konnten und wieder leiser
und mit größerer Bandbreite an Tönen sangen. Eine Studie
dazu wurde in veröffentlicht.
"Das nordische Modell ist ziemlich gut darin, Wohlstand in Wohlergehen umzuwandeln."
Kein Wunder, daß Kopenhagen nun ein
Glücksmuseum
(Lykkemuseet)
besitzt.
Museumsgründer Meik Wiking ist Autor des Buches
"Lykke. Der dänische Weg zum Glück".
In einer niederländischen Supermarktkette gibt es
Plauderkassen
zur Entschleunigung und Förderung sozialer Kontakte.
Daneben sind auch Kaffeecken vorhanden, an denen Kunden
miteinander verweilen und reden können.
In der japanischen Stadt Hokuto werden Dosen mit frischer
Bergluft
verschenkt,
ein Tourismus-Gag, um Menschen die Lust auf die zurzeit
wegen Corona schwer zugänglichen Naturregionen zu machen.
Neuer, sehr schneller und genauer Schnelltest für Brustkrebs,
der die vermaledeite Mammografie überflüssig machen könnte
und bei dem lediglich Tränenflüssigkeit
benötigt wird.
Mir war mir nicht klar, daß ein
Fernsprechtischapparat
als FeTAp abgekürzt wurde. In dem Artikel steht nicht, ob die
Bezeichnungen auch in der DDR oder andere verwendet wurden.
Ah, wohl nicht, aber
schnuckelige Bezüge
gab es für den
Tischfernsprecher W 61.
"Et Dieu créa la guerre = And God created war = Und Gott schuf den Krieg"
ist ein Bildband des Kriegsfotografen Noël Quidu.
Dokumente des Grauens.
Im Londoner Küchenlabor
Kitchen Theory
wird der Einfluß der Sinne auf das Essen
beforscht.
Multisensorische Gesichtspunkte wie Licht, Farben, Formen,
Geräusche rund um die Nahrungsaufnahme kommen zum Tragen.
Jeremy
war eine Weinbergschnecke mit der
seltenen Abnormität
eines linksgewundenen Gehäuses, ein so genannter
Schneckenkönig.
Weil die Innereien der Schnecke asymmetrisch verteilt sind, ist eine
Fortpflanzung mit rechtgewundenen Artgenossen fast ausgeschlossen,
weswegen man unter dem Hashtag #snaillove weltweit nach einem
Partner für Jeremy suchte.
Um die
Leichenliegezeit
ermitteln zu können, muß man den
Todeszeitpunkt
kennen, für dessen Ermittlung viele Faktoren Ausschlag gebend sind,
u.a. die Körperkerntemperatur, die in Relation zu Faktoren wie
Außentemperatur, Feuchtigkeit usw. gesetzt wird (Henßge-Nomogramm).
Eine
neue Methode
verzichtet auf die rektalte Messung zugunsten
einer mittels Wärmekameras oder Sensoren praktizierten Messung
an vier Regionen (Brust, Bauch, Stirn und Oberschenkel). Mit dem
neuen Modell wächst die Genauigkeit auf durchschnittlich 38 Minuten
Abweichung vom tatsächlichen Todeszeitpunkt. Beim herkömmlichen
Verfahren liegt die Fehlertoleranz zwischen drei und sieben Stunden.
In einem
Kulturzeitbeitrag
über das
Wohnzimmer
die Aufgabe, sich einen Virus vorzustellen, durch den wir
gezwungen wären, am Tag maximal 1 Stunde in den eigenen
vier Wänden verweilen zu dürfen. Das Wohnzimmer,
die gute Stube,
wurde früher auch als "kalte Pracht" bezeichnet, weil
es nur zu besonderen Anlässen geheizt (Weihnachtsfest)
und ansonsten eher als Vorzeigeraum genutzt worden war.
Nicht gewußt: Konsum, zumindest im englischsprachigen
Raum (consumption), wurde neben den Begriffen phthisis
(pulmonalis) ehemals die
Tuberkulose
genannt. Weil sie - wie der Krebs - den Körper verzehrt,
Unmengen an Energie kostet. Frank Trentmann schrieb mit
"Herrschaft der Dinge.
Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute"
einen Wälzer (knapp 1100-Seiten) über den Konsum.
Ein Bericht über rumänische EU- bzw.
Eurowaisen
("Copii singuri acasa" - "Allein-zuhause-Kinder")
machte mich sehr traurig. Weinende Kinder, deren Eltern
sie zuhause zurücklassen, während sie im EU-Ausland
Geld verdienen.
In einem französichen Benediktinerinnenkloster wird das
gesamte liturgische Repertoire des Gregorianischen Chorals
(8760 einzelne Choräle, 7000 Stunden Musik) für eine Datenbank
aufgenommen.
In einem Bericht (aspekte on tour in Thüringen) über Jena Lobeda
wurde der NSU erwähnt und die Plattenbausiedlung als
"Legebatterie für sozialen Sprengstoff" bezeichnet.
Im Tatort
"Hundeleben"
wird eine Praxisschwester vernommen, die wie ein Wasserfall quatscht
und gerne an die Nordsee fährt, wie sie einfließen läßt. Ballauf darauf:
"Die war nicht an der Nordsee, sondern an den Niagarafällen." //
Bei Krimis mag ich Sujets und Szenarien wie Altenheim und Familiendrama
am liebsten, Entführungen und Geiselnahmen am wenigsten. So gesehen ist der Tatort
"Hundeleben"
ein Hauptgewinn.
"Smithereens"
(Black Mirror S05E02) überraschte mich gestern in Sachen Geiselnahme.
Die fünfte Staffel ist seltsamerweise an mir vorbeigegangen. Ich
hole sie nun nach. Sind leider nur drei Episoden. //
"Hundeleben"
ist herrlich verschroben. Eine Frau ist "Mensch ärgere
dich nicht" emotional nicht gewachsen und schluchzt hemmungslos.
Zwei Männer kämpfen auf dem Gang gegeneinander, weil sie sich
auf der Straße wähnen und jeder die Vorfahrt beansprucht.
In einem Beitrag über historische Vorstellungen von der Unterwelt gelernt,
daß der Garten Eden 60mal größer als Ägypten sein soll.
"Wenn uns das Wenige, was wir haben, ausgeht, dann sehen wir so aus:"
Hausärzte
ziehen sich
aus Protest aus - Protest gegen den Mangel an Schutzkleidung.
Der Künstler
Daniel Beerstecher
lief Marathon
(Walk In Time),
allerdings mit 0,12 km/h, also 120 m/h, und praktiziert dabei Zenmeditation.
Von Sartre zum Sixpack
weist nach, wie uncool einst Sport war und wie sehr
sich die Sichtweise auf unseren Körper in den letzten
Jahrzehnten geändert hat.
Ein
Artikel,
in dem die mir unbekannten Wörter "Mikrobiom" und "Dysbiose"
vorkommen und inwieweit Mikroben unser Leben beeinflussen
bzw. wie sehr Menschen auf Kontakte mit Mitmenschen angewiesen
sind.
Mich interessiert die Differenz der Sterbefälle zwischen der
Gesamtzahl aller jetzt Verstorbenen und der Gesamtzahl aller
in den, sagen wir, zehn Vorjahren zur selben Zeit Verstorbenen.
Wieviel mehr Todesfälle JETZT im Vergleich zu den Vorjahren
zu verzeichnen sind. Bei monatlich zwischen 80.000 und
90.000 Toten nehmen sich 3.500 Coronatote wenig spektakulär
aus. Ich suchte betreffs Sterbefallzahlen nach Datenbanken
und fand Zahlen beim
Statistischen Bundesamt und
Eurostat.
2018 sind in Deutschland insgesamt 954.874 Menschen
verstorben.
Monatliche Vergleiche der
Todesfallzahlen,
selbst für 2019, werden in
dieser Datenbank
sichtbar. Die
tägliche Situation
rund um Corvid-19 ist bei der WHO wohlgeordnet seit dem 21.
Januar festgehalten. Weitere Datenübersichten sind über das
Statistische Bundesamt
zugänglich.
"Das ganze Spektrum zeitgenössischen bildkünstlerischen Schaffens im Freistaat möglichst umfassend abzubilden, ist das langfristige Ziel dieser vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst initiierten
'Werkdatenbank Bildende Kunst Sachsen'".
Graffito in der Eisenbahnstraße (Haltstelle Hermann-Liebmann-Straße): "Im Kopf ist mir kalt".
Beatmung - ein Beispiel
demonstriert, wie hochkomplex und anstrengend Intensivmedizin
heutzutage für alle Beteiligten ist.
Noch nie vom
Freistaat Flaschenhals
gehört, auf den ich durch den
gleichnamigen Comic
stieß. Mir ist
durch Stefan Heym
(1999 gelesen) nur
Schwarzenberg
geläufig.
Warum man die Influenzatoten nicht gegen die Corvid19-Toten
aufrechnen
darf.
"Rechte Milieus hoffen, dass das Virus im Vorbeigehen die Demokratie gleich mitzerstört."
(Christian Parth)
Interview
mit dem Virologen Hendrik Streeck und für mich neue Details:
"Fast alle Infizierten, die wir befragt haben, und das gilt für gut
zwei Drittel, beschrieben einen mehrtägigen Geruchs- und Geschmacksverlust.
Das geht so weit, dass eine Mutter den Geruch einer vollen Windel
ihres Kindes nicht wahrnehmen konnte. (...) In 30 Prozent der Fälle
trat bei unseren Infizierten auch Durchfall auf, das ist häufiger,
als bisher angenommen wurde."
Ein
wunderbarer Text
über Trauerbewältigung.
Gegen Ende der DDR gab es für 17 Millionen DDR-Bürger nur 530 Rechtsanwälte. Zum Vergleich: allein in der Stadt Hamburg arbeiten über 10.000.
(Wolf Biermann)
Im Polizeiruf 110
"Ein unbequemer Zeuge"
(E50) fiel der Ausdruck
Karpatenschreck,
bei dem ich mich nicht mehr erinnern kann, ihn
damals gehört zu haben. Man
sieht
zudem einen Framo V901/2, den Vorgänger des
Barkas B1000.
Fahrzeugtechnisch ebenfalls fazinierend der
Polizeieinsatz.
Im gleichen Film ist übrigens zu Beginn der Hauseingang
des Nachbarhauses und kurz auch das Straßenschild "Plaußiger
Straße" zu sehen. Man kann staunen, wie dreckig grau die Hausfassaden
damals doch waren, was man mittlerweile fast vergessen hat.
Soeben auf die Filmsatire
"Jojo Rabbit"
(Trailer 1 / Trailer 2)
gestoßen, die demnächst in deutschen Kinos anlaufen wird.
"Man stelle sich vor, die 'Inglourious Basterds' treffen in
'Moonrise Kingdom' auf 'Mein Freund Adolf'. (...) Eine kauzige
Coming-of-Age-Geschichte mit der höchsten Heil-Hitler-Quote
seit Leni Riefenstahl."
Mit einem
Soziometer
(Humanyze) können Tendenzen zur Einsamkeit erkannt
werden. Das Gerät hat zwei Mikrofone, Bluetooth- und
Infrarotempfänger sowie ein Bewegungssensor. Es erfaßt
Gesten, Sprachrhythmen, so daß Kommunikation analysiert
werden kann. Kritiker sehen die Box als Überwachungsinstrument,
als Mittel zur Selbstoptimierung. Andererseits kann sie
Indikator für soziale Interaktion sein und rechtzeitig
warnen.
Um Menschen die Schwellenangst vor der Oper zu nehmen, geht
die
Komische Oper
Berlin dorthin, wo sie sind und nennt das
Popup Opera.
Also Flashmobmäßig die Leute
überraschen
und beglücken.
Laut Franz Müntefering
("Unterwegs. Älterwerden in dieser Zeit")
sollten Menschen über 70 nicht mehr Rentner, sondern Zeitreiche heißen.
Right Before I Die -
Was Sterbende kurz vor ihrem Tod sagen.
Fotos vom kalifornischen Fotografen Andrew George.
Äthiopien hat in einer
Aktion
innerhalb von zwölf Stunden 353 Millionen Bäume gepflanzt.
Bis Oktober sollen es 4 Milliarden werden.
Im
Museum der Bildenden Künste
startet
heute die Ausstellung
"Point of no return - Wende und Umbruch in der ostdeutschen Kunst",
über die man im DeutschlandRadio
mehr hören kann
und von der ich durch die gestrigen Tagesthemen
erfuhr.
Das
Buch zur Austellung
erscheint im Hirmer-Verlag. Am 7. August ist übrigens der
nächste freie Eintritt ins
MDBK.
Frankreich
sucht
Science-Fiction-Autoren, um mit Hilfe deren Phantasie
mögliche Bedrohungsszenarien erfassen zu können.
Eben gelernt, daß manche Babys (möglichst) windelfrei
aufwachsen lassen. Die Eltern lernen, die Signale des Babys zu beachten
und es dann "abzuhalten". Natürlich gibt es dazu auch
ein Buch.
Gestern Im Deutschlandfunk Nova
(Eine Stunde Liebe)
zum ersten Mal den Begriff
"Amefi"
gehört.
Alles mit einem für immer.
"Älter werden in Gemeinschaft".
Ein ökumenischer Verein mit dem Namen
Wohnschrittmacher
erprobt Formen gemeinsamen Lebens.
Ein Riesenfortschritt in der Wissenschaft. Man hat ein
Enzym entdeckt, mit dem sich die Blutgruppen A und B in
0
umwandeln
läßt, wodurch sich transfundierbare Konserven
wunderbar vermehren könnten.
Wenn man die
drakonischen Strafmaße
in den USA mitbekommt,
kann einem schwindlig werden. Durch die 3-Verstöße-Regel
("Three-strikes Law" in 24 der 50 Bundesstaaten)
verdoppelt sich die Standardstrafe bei einer zweiten
Straftat; und bei einer dritten droht lebenslänglich.
"Die Amerikaner stellen nur rund fünf Prozent der
Weltbevölkerung, aber zugleich 25 Prozent aller
Gefängnisinsassen." 2011 waren 2,4 Mio Amerikaner
inhaftiert, und bei weiteren 4,8 Mio Verurteilten
war die Strafe ausgesetzt.
Im US-Bundesstaat Kalifornien gibt es
Bestrebungen
zum Calexit - der Abspaltung von den USA.
Immerhin entstünde die fünftstärkste Wirtschaftsmacht der Welt.
Etwas unvorbereitet traf mich die Information, daß
Völkerball
umstritten ist, weniger bei uns als in Nordamerika,
wo die Regeln beim Dodgeball verschärfter sind.
Umstritten, weil es Spieler "fies mobbt" bzw. weil
es ein fieses Menschenbild vermittle. Schwächere
seien eine Zielscheibe. Forscher auf einem sozialwissenschaftlichen
Kongreß in Kanada haben das Spiel als ein "Mittel der Unterdrückung"
bezeichnet. Es trage dazu bei, die Gegner zu entmenschlichen.
Bei Lidl wird ein Thermomix-Klon namens
"Monsieur Cuisine Connect"
verkauft. Hacker haben sich ins System
gehackt
und ein verbautes Mikrofon gefunden und spielten auf dem Küchengerät
Doom.
Die WHO
klassifiziert
Antibiotika jetzt in drei Gruppen. Das neue System heißt AWaRe.
"A" steht für Access, "Wa" für Watch. "Re" steht für Reserve.
Kategorie 1 ist gezielt für ernsthaften Infektionen.
Kategorie 2 sollen für Ausnahmefälle bei bestimmten Infektionen
vorgehalten werden. Kategorie 2 ist den letzten Ausweg bei
lebensbedrohlichen Erkrankungen.
In der Schweiz wurde ein Haus erstmals
digital geplant
und von Robotern und 3-D-Druckern
erbaut. Materialsparend
und nachhaltig.
Das Gehirn
bewertet
eigene Handlungen als schneller,
verglichen mit der gleichzeitig erfolgten Handlung
eines anderen. Eine Studie in den USA ergab, dass
zwei Personen, die gleichzeitig einen Knopf drücken,
die eigene Handlung jeweils als 50 Millisekunden
schneller empfinden. Die verzerrte Zeitwahrnehmung
könnte an den unterschiedlichen Zeitspannen liegen,
die das Gehirn braucht, um eigene und fremde Handlungen
zu verarbeiten.
Das ist so klasse! Im US-Bundesstaat Washington ist es nun
erlaubt,
sich
alternativ bestatten
zu lassen, und zwar durch
Kompostierung.
Dabei braucht man keinen Sarg, keine
Urne, also keine naturfremden Stoffe und ist in 12
Monaten purer Humus, mit dem sich ein Baum pflanzen
läßt.
Früher war nicht nur alles besser, sondern es dauerte auch länger.
In den
Wissensmeldungen
gehört, daß der Eindruck, die Zeit renne
mit zunehmendem Alter, daran liegt, daß wir weniger Bilder im
Gehirn abspeichern. Es scheint uns, als würden wir weniger erleben.
Unser neuronales Netz wächst und wird dadurch länger; zudem altert
es und die Geschwindigkeit der Impulse verringert sich.
Nachts das schöne 50-minütiges Feature
"Besonders sein"
über Originale und Exzentriker gehört. Besonders
speziell war die andauernd dazwischen geblendete
Stimme von
Florence Foster Jenkins.
Bin gespannt, wann ich mal das
Biopic
über sie zu Gesicht bekomme.
Als sehr aufschlußreich empfand ich
"Die Wut der Frauen"
(Audio).
"Frauen zeigen weniger Ärger. Das heißt allerdings nicht, dass sie auch weniger ärgerlich sind." /
"Wenn eine Person nämlich dominant aussieht, dann wird ihr eher zugestanden, Ärger zu zeigen." (...)
Wer so aussieht, darf also eher ärgerlich sein. /
"Frauen, die ihren Ärger vornehm zurückhalten, werden
auch eher negativ bewertet. (...) Wenn Frauen sich
in einer Situation, in der sie Wut und Trauer zeigen
könnten, nur eine Sekunde später emotional reagieren,
erleben Versuchspersonen diese Frauen als weniger
emotional kompetent. / "Wenn Frauen generell ihre
Emotionen zeigen, dann am liebsten immer sofort,
spontan, das gilt dann als authentisch."
Feature
(Audio /
PDF / 53 min)
von Florian Felix Weyh: "Wenn Schriftsteller ihren Freitod schreibend vorwegnehmen".
In mehreren Städten wird das Standardampelmännchen
ersetzt durch lokale Besonderheiten wie Karl Marx
in Trier oder die Mainzelmännchen in Mainz. In
der traditionsreichen Bergstadt Freiberg
wollte
man für die Ampeln
Bergmänner.
Der Antrag wurde vorerst jedoch abgelehnt.
In der frühen DDR
gab es
1950 eine
Kartoffelkäferplage,
für die man die USA
verantwortlich machte.
"Viele Hände greifen zu und nehmen aktiv am Kampf
gegen den Amikäfer teil, wie ihn die Bevölkerung
zu nennen beginnt." Bertold Brecht schrieb dann
in seinem Gedicht 'Die Ammiflieger":
"Die Ammikäfer fliegen/ silbrig im Himmelszelt/
Kartoffelkäfer liegen/ in deutschem Feld."
In der Nazizeit
hatte man, sobald ein Käfer entdeckt wurde,
die Polizei zu informieren; es gab einen Kartoffelkäfer-
Abwehrdienst (KAD), in dessen Kartoffelkäfer-Fibel
stand: "Sei ein Kämpfer, sei kein Schläfer, acht’
auf den Kartoffelkäfer! Wo du wohnst, das bleibt sich gleich,
denn er droht dem ganzen Reich. Zeig im Kampfe stets
Bewährung! Sichre unsres Volks Ernährung! Hilf, dass
man in deutschen Gauen weiter kann Kartoffeln bauen."
Andererseits gab es seit dem Ersten Weltkrieg Pläne,
den Schädling als Biowaffe einzusetzen. - In der DDR
mußten Schulkinder bis in die 60er Jahre hinein
regelmäßig zu Sammelaktionen aufs Feld. Auch für
Ostflüchtlinge wurde der Begriff "Kartoffelkäfer"
benutzt. Als Reaktion auf die ostdeutschen Berichte
über die angeblichen Kartoffelkäferabwürfe durch
"USA-Gangsterstrategen des Kalten Krieges" im Mai
1950 warf man per Ballon Pappkäfer ab, auf denen politische Sprüche gedruckt
waren und ein "F" auf der Rückseite, das nicht für
"Falschmeldung" stand, sondern für "Freiheit".
Es gibt
Coffee-to-go-Becher
aus Porzellan.
Ich sah in einem
Euromaxx-Bericht
deren Fertigung und Vermarktung durch die
Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM).
Für Tolpatsche wie mich, die ständig bemüht sind, nicht
irgendwo gegenzulaufen oder über Kanten und Bordsteine
zu stolpern, sicherlich keine ratsame Anschaffung.
Yoga ist nicht zwangsläufig mit sphärischen Klängen und
Stille verbunden. Die Norddeutsche Saskia Thode
erfand
das
Metal-Yoga
und trat damit in Wacken auf.
In Berlin Schöneberg gibt es "das erste Feinkostbistro
deutschlandweit speziell für Fischkonserven", die
Sardinen.Bar.
Auf diese Idee muß man wirklich erst einmal kommen:
eine
Gaststätte
nur für
Dosenfisch
zu eröffnen.
Die
finale
Folge
der vierten und letzten Staffel Black Mirror
("Black Museum")
durchbricht die Schallmauer an Schrecken, Düsternis
und Perfidie und ist der Dystopieolymp. Mir fehlen
sozusagen die Worte. Andererseits kann man alles
anders beurteilen und die Episode als eklektisch
abtun. Denn streng genommen werden hier sehr viele
technische Ideen aus Vorfolgen zusammengenommen
und in eine aus Rahmen- und Anthologieerzählung
gepackt. In den Kommentare las ich "ein White
Bear 2.0 für Arme", was auf die sensationelle Folge
"Weiße Weihnachten" (S02E02)
hinweist. Trotzdem fand ich diesen Abschluß als
überwältigend fies und rund.
Unter dem Label
"Original Schulküche"
gibt es vermeintliche DDR-Gerichte bzw. solche, die sich
dem damaligen Original möglichst nähern sollen. Neben
"Tomatensoße mit Jagdwurst"
und "Schulküchen Soljanka" gibt es auch "Grützwurst mit
Kartoffeln", auch
"Tote Oma"
(YouTube)
genannt, ein Gericht, das bei vielen, mich eingeschlossen,
heute noch äußerst beliebt ist. Bei der taz jedoch reagiert
man ob des anstößigen Namens
humorbefreit.
Leider bekomme ich nicht heraus, ob die Dose im Sortiment
eines der hiesigen Supermärkte angeboten wird. Wahrscheinlich
ist das Selbstkochen einfacher.
Die gestrigen Tagesthemen sind wieder ein Füllhorn an
Fakten. Höher als 10 km könnte auf unserer Erde kein
Berg werden, weil der Druck dann zu groß würde und sich
das Gestein verflüssigte. Daß der 11. Dezember der
"Internationale Tage der Berge"
sei, ist mir ebenso neu. Ein schöner Lobgesang auf die
Berge in der
Sendung (ab 25:30 min),
diesen "kunstvollen Falten der Vergangenheit".
Auf Deutschlands Straßen werden täglich 3,2 Mrd. Kilometer gefahren.
Durchschnittlich 39 Kilometer von jedem Deutschen.
3 Wege am Tag werden zurückgelegt.
57% mit dem Auto, 22% zu Fuß, 11% per Fahrrad und 10% mittels
Bus oder Bahn.
Da ich im Radio neben MDR aktuell überwiegend den
Deutschlandfunk höre, entging mir die
DLF-Kultur-Sendereihe
"Sein und Streit"
bislang - demnach eine Neuentdeckung. Gleich
mal den Beitrag der letzten Woche über
Hannah Arendt
herunterladen.
Oder auch die
Sendung
(mp3)
über die vierte Medienrevolution.
Im Rahmen ihrer Proteste blockierte Gelbwesten
in einigen Regionen Frankreichs Supermärkte,
womit sie kleine Händler protegieren wollen.
Die Widerstands- und Streikbereitschaft der Franzosen
beeindruckte mich immer schon. Gewalt lehne ich
ab. Kluger, kreativer, anhaltender und trotziger
Protest aber ist ein potentes Mittel in einer
Demokratie. In einem
Interview
mit dem Philosophen Robin Celikates wird das
Thema des aktuellen politischen Widerstandes
vertieft.
Mit dem
"Goldenen Windbeutel"
werden Produkte mit den
dreistesten Werbelügen prämiert. Foodwatch vergab ihn
bereits achtmal. In diesem Jahr
"gewann"
Coca Cola für sein
Mineralwasser
"smartwater".
Informationen zu den vier anderen Nominierten finden sich
hier.
Das weltweit erste 24-Stunden-Rennen für Elektroautos
fand in
Oschersleben
statt. Beim
Eco Grand Prix
(ecoGP)
ist vor allem taktisch entscheidend, wann/wo/wie man
Strom nachlädt und wie man den Fahrerwechsel optimiert.
Gewonnen
hat das Team mit dem Tesla Roadster, der 495
Runden drehte und mehr als 1000 Kilometer bewältigte.
Leipzigs Innenstadt wird traditionell durch den
Innenstadtring
definiert. Aufgrund des
Wachstums
der Stadt, des anhaltenden Zuzugs und des Verschwindens
der Brachflächen soll sich das ändern. Als
künftige Innenstadt
schwebt den Planern und Stadtentwicklern das
Tangentenviereck vor.
"Nemo's Garden"
ist ein
ambitioniertes Projekt,
ein
Unterwassergewächshaus
an der Mittelmeerküste in Italien.
Das Sonnenlicht reicht für die Fotosynthese, das Wasser zum
Gießen wird teilweise aus Salzwasser gewonnen. Verschiedene
Obst und Gemüsesorten werden
gezüchtet. Es werden keine
Insektizide und Pestizide benötigt.
Vicky Bennison reist durch Italien auf der Suche
nach Nudelzepten, die sie alten Frauen
ablauscht.
Die gesammelten Erlebnisse und Eregnisse werden
auf der Webseite
Pasta Grannies
präsentiert. Ein
YouTube-Channel
und ein
Instagram-Account
ergänzen das Projekt.
Aus der Rubrik "Was wir heute wieder lernen konnten":
Gugelhupf
bezeichnet nicht nur den Napfkuchen in Süddeutschland und
Österreich, sondern als Austriazismus auch ein Irrenhaus =
psychiatrische Klinik. Gelernt übrigens in der bösartigen
Satiresendung
"Boesterreich".
Um das
Gesetz
zur Sterbehilfe, nach dem der Staat
Schwerstkranken Mittel zur Selbsttötung aushändigen
muß, wußte ich bis vor kurzem nicht. Allerdings
hat die Regierung
offenbar beschlossen,
das Urteil des Bundesverwaltungsgericht nicht anzuwenden.
Wenn ich einen Netflix-Account hätte, würde ich mich über
diesen Index,
sortiert
nach Inhalten freuen. Dann würde man beispielsweise rascher
auf
Woody-
Allen-
Filme
zugreifen
können.
Ein Haus aus Holz, Lehm und Sand im arktischen Raum?
An der norwegischen Westküste baute eine 6-köpfige Familie
ein
Glaskuppelhaus
auf einer einer kleinen Insel mit 400 Einwohnern.
Die aus 360 Glasscheiben + 832 m recyceltem Aluminium
bestehende Kuppel umschließt das eigentliche Haus mit
240 qm Wohnfläche, dazwischen ein Gewächshaus, wo selbst
Südfrüchte wachsen.
Die Übergangsjacke als ein "Ja, aber" zum Anziehen.
Im Krisenfall wollte die DDR bis zu 85.000 Bürger
präventiv inhaftieren. Dazu gab es seit den 60er
Jahren einen geheimen Plan. In Stadien, Schlössern,
Jugendherbergen sollten oppositionelle DDR-Bürger
interniert werden. Eine Dokumentation dazu wird
am Montag, dem 1. Oktober, um 23.30 Uhr
unter dem Titel
"Honeckers unheimlicher Plan"
in der ARD
gesendet.
Der Plan - "Direktive 1/67" - wurde bis zum Ende der DDR nicht aufgegeben,
konnte aber wegen der wirschaftlichen Schwachbrüstigkeit
des Regimes nie ernsthaft realisiert werden.
Die "Via Aeterna" ist ein Festival der Sakralmusik.
300 Konzerte rund um den Mont-Saint-Michel. Gregorianische Choräle,
mittelalterliche Musik und moderne Adaptionen.
Auf YouTube finden sich
zahlreiche
akustische
Eindrücke.
In der Dresdner Pflegeeinrichtung "AlexA" gibt es
zwei DDR-Erinnerungszimmer, welche an Demenz Erkrankten
helfen
sollen. Dabei will man
nichts verklären
oder
verherrlichen, sondern die Politik
außen vor lassen.
Mir leuchtet das vollkommen ein. Statt dahinzudämmern,
werden Erinnerungen reaktiviert, die Bewohner üben alte
Bewegungsabläufe, basteln, werkeln, hören Musik usw.
Bin en passant auf das Portal
"Demenz in Sachsen"
gestoßen.
Nachdem die
erste
Diskussionsrunde
"Streitbar!" im Frühjahr mit Dürs Grünbein und Uwe Tellkamp
so kontrovers vonstatten ging, gab es nun die
zweite Auflage
mit dem Schriftsteller und Wahldresdner Marcel Beyer,
dem Theologen und OBM-Kandidaten für Meißen
Frank Richter
und dem Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen, die auch auf YouTube
abrufbar
ist.
Was ich nicht wußte, daß
Mikroplastik
nicht nur und nicht einmal hauptsächlich durch weggeworfenen
Plastikmüll verursacht wird, sondern durch Abrieb bei Reifen
(Autos, Fahrräder / 28%), Schuhen, Straßenmarkierungen.
Bremsen und viel Laufen ist quasi Naturmord! Weitere Verursacher:
Waschen von synthetischen Textilien (35%), Kosmetikartikel,
Kunstrasen... Jeder Mensch produziert pro Jahr und Paar Schuhe
100 g Mikroplastik.
Daß der Gummiknüppel, wie ihn die Polizei verwendet,
Mehrzweckeinsatzstock
bzw.
Einsatzmehrzweckstock
bzw. Rettungsmehrzweckstock heißt, wußte ich bis heute auch nicht.
Daß
Notfallseelsorge
und
Krisenintervention
noch so jungen Datums sind, wußte ich nicht. In
einem Bericht über das
Flugunglück von Ramstein
(gestern vor 30 Jahren) kamen Helfer zur Sprache, die damals aus
spontanem Entschluß heraus psychologische Betreuung
leisteten, was quasi als Geburtsstunde angesehen wird.
Hieroglyphen statt Emojis oder, wie die Welt sich ausdrückt,
"Die klügste Art, Penisbilder zu verschicken".
"Der
Unicodeblock
Ägyptische Hieroglyphen
(...)
kodiert
einen wesentlichen Teil der ägyptischen
Hieroglyphen,
die das Schriftsystem des alten Ägyptens
und seiner ägyptischen Sprache darstellten und auf
zahlreichen Steininschriften zu finden sind."
Laut einem Bericht im Sachsenspiegel wurde in Leipzig der
erste Marathon
Deutschlands gelaufen, der von den
Sportbrüdern Leipzig
organisiert wurde und am 5. September 1897 stattfand
und damals noch "Distanzlauf über 40 Kilometer" genannt wurde.
Am 3. Juli 1898 fand ein weiterer, offiziell ausgeschriebener
Lauf statt, der lange Zeit als erster in Deutschland überhaupt
galt (Sieger = Arthur Techtow).
Aus den Sportbrüdern erwuchs der
"Verein für Bewegungsspiele"
(VfB Leipzig). Nachlesen kann man deren bewegte Anfangsgeschichte
in dem Krimi
"Mörderisches Spiel in Leipzig"
von Uwe Schimunek. Der aus England nach Deutschland gelangte
neue Sport wurde anfangs als
"Fußlümmelei",
"Stauchballspiel" und "englische Krankheit"
heruntergemacht.
Das Etablissement
"Neuer Gasthof Paunsdorf",
von dem aus der Marathon startete, wird im 2018er Kalender
"In Bewegung. Meilensteine der Leipziger Sportgeschichte"
dargestellt und befand sich in der Riesaer Straße 51,
nur wenige Minuten von meiner Wohnung entfernt, heute
eine mit Bäumen bewachsene Brache. Den "Distanzlauf über
40 Kilometer" am 5. September 1897 gewann
Theodor Schöffler
mit der Zeit von 3:35:31 Stunden. Die Strecke führte von
Paunsdorf
nach
Bennewitz
und zurück. Von 18 Läufern erreichten 13 das Ziel. -
Zuerst dachte ich, die heutige Gaststätte
"Deutscher Hof" -
ebenfalls in der Riesaer Straße - gehe historisch auf den
"Neuen Gasthof Paunsdorf" zurück, was aber nicht stimmt;
denn die
Grenzziehung
zwischen Sellerhausen/Stünz und Paunsdorf verläuft an der
heutigen Theodor-Heuss-Straße. Der
"Deutscher Hof"
ist wie schon zu DDR-Zeiten immer noch ein Hort gutbürgerlicher
Küche.
Im Leipziger Botanischen Garten wurde das Victoriahaus
wiedereröffnet,
welches der Riesenseerose
Victoria amazonica
vorbehalten
ist. Die Pflanze wächst sehr schnell und erreicht
einen Durchmesser von 2 m. "Das Leipziger Victoriahaus
ist das einzig verbliebene Original von ursprünglich
einem Dutzend Gewächshäusern dieses speziellen Bautyps
in Deutschland. (...) Der Leipziger Botaniker und damalige
Direktor des Botanischen Gartens,
Eduard Friedrich Poeppig,
hat die Riesenseerose Victoria amazonica erstmals
wissenschaftlich beschrieben."
Daß die Welt besser ist als gedacht, zeigen
Statistiker wie Hans Rosling. Mit seinem Buch
"Factfulness"
habe man eine
Handhabe,
um mit Fakten und Zahlen belegen zu können, daß
sich Dinge meist zu ihrem Besseren entwickelt haben.
Für Schwarzseher wie mich und die meisten, die nach
der Lage der Welt befragt werden, eine Kompaßnadel
zur Justierung des eigenen Pessimismus an der Realität.
Ich stinke, also bin ich -
Über 79 Jahre war Sonnenkönig Ludwig XIV. dem Martyrium seiner Leibärzte ausgesetzt.
"Tee enthält übrigens mehr Koffein als Kaffee, gibt es aber
nicht so brachial ab wie letzterer. Bei Tee ist das Koffein
an die Gerbstoffe gebunden; es löst sich erst im Magen
und hält dann den Koffeinspiegel über Stunden konstant,
während Kaffee eher der schnelle Fix für eine gute halbe
Stunde ist. Seitdem ich das weiß, überlege ich, ob der
klassische Fünf-Uhr-Tee so eine clevere Idee ist. Ich
schiebe den Brexit jetzt auf sehr unausgeschlafene und
dementsprechend schlecht gelaunte Briten." Anke Gröner war zur
Teeverkostung - ein wunderbar erhellender, amüsanter
und appetitanregender Bericht. "Nicht China oder Indien
sind die weltweit größten Exporteure, sondern Kenia. In
China und Indien wird zwar mit weitem Abstand am meisten
angebaut, aber eben auch das meiste bereits im Land
getrunken. Die meisten der 10 Milliarden (kein Tippfehler)
Tassen Tee, die täglich (auch kein Tippfehler) getrunken
werden, werden in diesen beiden Ländern aufgebrüht. In
Deutschland sind übrigens die Ostfriesen ganz weit vorne
im Verbrauch. Das war zu erwarten, aber den Abstand fand
ich dann doch beeindruckend: 300 Liter Schwarztee pro
Jahr im Vergleich zu lausigen 29 (plus 35 Liter Kräuter-
und Früchtetee) im Rest der Republik. Ostfriesland
süppelt sogar mehr weg als England, das sich mit 205
Litern pro Jahr noch ein bisschen lang machen muss."
Ebensowenig rosig
ist die Situation für die
katholische Kirche hier im Osten auf dem Land.
Diaspora in der Diaspora.
"Fröhliche Pessimisten nehmen an, dass alles schief gehen wird. Danach lassen sie sich dann aber gerne positiv überraschen. So entsteht eine Weltsicht, in der sich Schwere und Leichtigkeit, Sinnlosigkeitsgefühle und Humor verbinden."
Eine
Lange Nacht
im Deutschlandfunk (165 min). Heute 23.05 Uhr.
"Der
Eichen-Prozessionsspinner
(Thaumetopoea processionea) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie
der Zahnspinner (Notodontidae)." Wie ich lese, hat man
nicht nur mit vielen Pilznamen 'ne Menge Spaß,
sondern auch mit Schmetterlingsnamen. Die Raupen
sind ziemlich unangenehm für den Menschen und
verursachen eine schmerzhafte
Raupendermatitis
und halten momentan die Forstämter in Atem.
Aus meiner Erfahrungsserie "Zum ersten Mal"
(nie vorher gehört / gesehen / gelesen) heute:
Reverse Graffiti
und, damit zusammenhängend, biogener Bewuchs,
der nämlich, von Gebäudewänden kunstvoll entfernt,
die Reverse Graffiti
Gestalt annehmen läßt,
wie sie Künstler wie
Klaus Dauven
im Schulterschluß mit Reinigungsspezialisten schaffen.
Spektakulär wirken dabei große Flächen wie
Staumauern oder Dämme.
Auch wenn ich handwerklich immer tumb gewesen bin,
beeindrucken mich Menschen, die kreativ sind,
so auch der
Upcycling-Aktivist
François Rossier. Ein bißchen Neid kommt auf,
wenn ich an all die selbstgefertigten Dinge
fern jeder Massenware denke.
Ich finde den Eintrag über
Laura M. Schwengber
nicht wieder. Vielleicht habe ich ihn nicht geschrieben
und hatte es nur vor. Jedenfalls ist die Frau
Gebärdendolmetscherin
für Gehörlose mit der Besonderheit, auch und gerade Musik zu
übersetzen.
Mit vielen Musikern & Bands (u.a. Keimzeit)
arbeitete sie zusammen und selbst Klassik gehört zu
ihrem Repertoire. Bekannt werden dürfte sie spätestens
nach dem gestrigen Eurovision Song Contest
(Video mit Gebärdensprache);
denn sie hat
das dritte Jahr in Folge
alle Songs einstudiert und
gedolmetscht,
was den Tagesthemen einen
Bericht
wert war. Der Hessische Rundfunk wurde wegen der Reportage
"Die mit den Händen tanzt"
über die temperamentvolle
Dolmetscherin
mit einem Grimme Online Award
ausgezeichnet.
Ich hatte Laura M. Schwengber kürzlich durch einen
Bericht
(auf YouTube)
im HR-Kulturmagazin "Hauptsache Kultur" kennengelernt.
Im Bistum Görlitz gründen die
Zisterzienser
einen neuen
Konvent
in
Neuzelle,
der 1817 säkularisiert worden war. Wahrscheinlich 2018, zum
750-jährigen Gründungsjubiläum des
Stifts Neuzelle,
soll der
Konvent
als Priorat
mit acht Mönchen
wiedererrichtet werden. Seit Ende August 2017
bereitet
eine
Vorhut von vier Mönchen
eine mögliche Klosterneugründung vor; das
monastisches Leben
in Brandenburg ist
zurück.
Mehr Informationen bietet eine
Webseite,
ein im Mai 2018 im Leipziger St.-Benno-Verlag unter dem Titel
"Die Mönche kommen"
erschienenes Buch sowie eine
Dokumentation des rbb
(YouTube).
Mittlerweile werden sogar schon
Häuser
mit 3D-Druckern
gebaut.
Man witzelt: (H)ausdrucker.
In Japan wird ein Androidroboter
entwickelt,
der als Nachrichtensprecher fungieren soll.
Erica
heißt die zarteste Versuchung der Technik in
Sachen
KI.
Michael Kraske ist Wahlleipziger seit 25 Jahren und
schreibt sich mit
"Das laute Schweigen"
sein Unbehagen von der Seele und warum er trotz
der fremdenfeindlichen Tendenzen weiterhin in dieser
tollen Stadt bleibt.
Das
DDR-Musterdorf
Mestlin -
die
"Stalinallee der Dörfer" -
war ein
gigantomanes
Projekt der DDR in den Aufbaujahren, mit dem sich der
aufstrebende Staat schwer überschätzte. Besonders das
Kulturhaus
prägt die Berichte und Dokumentationen, wenn es um Mestlin
geht, von dem ich bis gestern nichts wußte. Im
Christoph-Links-Verlag gibt es ein
gleichnamiges Buch.
Eine
lohnenswerte Twitterdikussion
zum Thema Wiederbelebung (Reanimation), bei der man
zum Takt
dieser Lieder
Herzdruckmassage betreiben kann.
In
Brockwitz,
einem Stadtteil der Kreisstadt
Coswig,
gibt es eine Niederseite mit zirka 25 Häusern, die
von jedem Hochwasser betroffen sind und überschwemmt
werden, so daß die Idee entstanden ist, anstatt einen
Deich zu bauen,
alle Häuser anzuheben,
was sich als Meilenstein in der Geschichte
des Hochwasserschutzes erweisen könnte. Der
MDR
zeigt grafisch,
wie man sich eine Hausanhebung vorzustellen hat.
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[Miszellen]
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