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Bücherlei Miszellen (25) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch

Mittwoch, 17. Februar 2016

[1:16] Wozu die Anstrengung beim Aufwachen, nicht sterben zu wollen, wozu? (Thomas Bernhard: Wittgensteins Neffe)

[0:54] Der psychiatrische Arzt ist der inkompetenteste und immer dem Lustmörder näher als seiner Wissenschaft. (Thomas Bernhard: Wittgensteins Neffe)

[0:52] Buch begonnen: "Wittgensteins Neffe. Eine Freundschaft" von Thomas Bernhard.

[0:40] Heute ist wieder Mittwoch; es beginnt eine neue Arbeitswoche = vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 64. Lesestatistik: gestern 112 Seiten.

Dienstag, 16. Februar 2016

[10:50] "Du wirkst so ernst." "Nein, ich bin nur weltverdrossen." (Inspector Barnaby S16E01)

[6:22] Buch beendet: "Mein ärgster Feind" von Willa Cather, btb, 112 Seiten.

[6:20] Wie ich gehört habe, beschäftigen inzwischen immer mehr Einrichtungen mit Erfolg Haustiere als Therapeuten. Der Preis einer Dose Hundefutter ist nichts im Vergleich zum - wenn auch erbärmlichen - Lohn einer Kraft in der Pflege. Und dann ist erst noch die Frage, was einem Menschen kurz vorm Erlöschen mehr Freude bereitet: ein stiller, zufriedener Genießer auf dem Schoß oder ein plärrender Arschabwischer mit vor Unterbezahlung vergrätzter Stimmung am Bett. (Dimitri Verhulst: Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau)

[0:46] Buch begonnen: "Mein ärgster Feind" von Willa Cather.

[0:01] Freier Tag 2/2. 9 Wochen ohne Alkohol. Lesestatistik: gestern 19 Seiten.

Montag, 15. Februar 2016

[23:30] Buch beendet: "Müller haut uns raus" von Jochen Schmidt, C.H. Beck, 349 Seiten.

[8:10] Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 62. Lesestatistik: gestern 90 Seiten.

Sonntag, 14. Februar 2016

[14:05] Atypische Arbeitstage. Gestern und heute wachte ich nach nur 3-stündigem Schlaf bereits gegen 11.30 Uhr auf. Und wieder viel zu viel Zeit am PC verplempert.

[13:55] Das Zimmer war so klein, daß der Vermieter ein Hochbett eingebaut hatte. Ich studierte es mißtrauisch, auf dem Weg dort hinauf mußte doch jede Leidenschaft flötengehen. Statt ohnmächtig vor Lust niederzusinken, mußte man nacheinander die knarrende Leiter hochklettern und später noch einmal runter, weil das Kondom durch die Ritzen gefallen war. (Jochen Schmidt: Müller haut uns raus)

[11:58] Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 61. Lesestatistik: gestern 78 Seiten.

Samstag, 13. Februar 2016

[12:33] Gestern las ich lediglich von 19 Uhr bis 19.30 Uhr mit dem Ergebnis von 20 Seiten. Unterwegslektüre auf dem Arbeitsweg war nicht möglich, diesmal weil eine Kollegin und ich zusammen fuhren.

[12:00] Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 60.

Freitag, 12. Februar 2016

[18:55] Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 59. Keine Lektüre seit vorgestern Abend möglich.

Donnerstag, 11. Februar 2016

[18:41] Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 58. Weiter mit "Müller haut uns raus" von Jochen Schmidt. Was heißt weiter? Im Prinzip nur die Proklamation des Wunsches, man würde gerne weiterlesen, wenn man könnte, wenn man Zeit hätte. Nach dem Zahnarzttermin war ich heute 8.45 Uhr zuhause und habe mich bis kurz vor 11 Uhr im Bett gewälzt, unfähig, das Adrenalin in den Griff zu bekommen. Und die gute Nachricht für Sadisten unter euch: morgen früh dasselbe, d.h. nach dem zweiten Nachtdienst erneut um 7.30 Uhr einen Termin.

Aschermittwoch 2016

[19:45] Achtunddreißig Jahre lang ermöglichte mir mein Gedächtnis, fehlerlos den Beruf des Bibliothekars auszuüben, in einer Zeit, in der die ersten Karteikästen von noch primitiven, monströsen Computern abgelöst wurden, man also noch größtenteils auf die biologisch abbaubaren Datenbank zwischen den Ohren angewiesen war. (Dimitri Verhulst: Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau)

[19:40] Der Zahnarzttermin am vergangenen Freitag brachte, nachdem ich mich zwei Wochen mit zermürbenden Schmerzen hatte quälen müssen und einen erstaunlichen Verzweiflungsberg angehäuft hatte, übrigens die entscheidende Wende und Besserung. Morgen früh nach Nachtdienst 1/5 ein nächster Behandlungstermin. Diese werden in den kommenden Monaten nicht abreißen. Wöchentlich werden wohl 1 bis 2 Behandlungen stattfinden.

[10:38] Während ihrer zwei Schwangerschaften war Sex natürlich ohnehin tabu, denn das fand sie eklig. Die Vorstellung, das Baby bekäme andauernd meinen Rüssel ins Gesicht - pfui Deibel! (Dimitri Verhulst: Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau)

[10:11] An einer Stelle las ich in Jochen Schmidts Buch von Kunsthoniggläsern und erinnerte mich lediglich an Hartpappebecher mit Kunsthonig. Aber in der Tat, es gab in der DDR auch Gläser mit Kunsthonig. Man vergißt so viel. Was interessant ist, ist die Rolle, die Politik in dem Buch offenbar NICHT spielt. Damit weicht Schmidt vom Erzählgestus von so ziemlich allen anderen Nachwenderomanen ab.

[8:34] Heute beginnt die Fastenzeit. Viele überlegen sich, was sie weglassen bzw. womit sie sich einschränken sollen. Bei mir bringt es nichts, auf etwas zu verzichten. Ich rauche seit 16 Jahren nicht mehr, trinke seit 8 Wochen keinen Alkohol, esse wegen des Diabetes keine Süßigkeiten und besitze keinen Fernseher. Und Serien, denen ich in den letzten beiden Jahren verfallen war, gucke ich seit Mitte Dezember nur noch an den beiden freien Abenden der Woche und das auch nur, wenn das Lesepensum des Tages befriedigend ausgefallen ist.

[8:22] "Müller haut uns raus" ist Jochen Schmidts Debütroman, er strotzt vor überbordenen Einfällen, ist ideenverpielt. Die Lektüre macht einen Riesenspaß. Die Nachwendezeit rückt einem wieder in den Blickpunkt. An viele dachte man lange nicht mehr, manches hat man vergessen.

[8:19] Wie freue ich mich als Käseliebhaber auf die warme Jahreszeit, in der man insbesondere Harzer Käse wieder ordentlich genießen kann, wenn er im Begriff ist, langsam zu zerlaufen. Jetzt im Winter muß er tagelang herumliegen und man kann nie sicher sein, daß er drinnen reif genug ist, d.h. der Quark bereits verkäst wurde.

[7:13] A. gehörte nicht zur Gruppe der sich selbst, d.h. das eigene Wesen, ständig kontaminierenden Leser. (Andreas Maier: Der Ort)

[3:55] Im Literaturschockforum gepostet: Nach der Leseflaute zwischen Oktober 2013 und Dezember 2015 ging es im Januar wieder zur Sache. Meine tägliche Lesezeit hat sich zum ersten Posting in diesem Thread von 2004 reduziert. Seit 4 Jahren arbeite ich als Dauernachtdienst von Mittwoch bis Sonntag. Die Arbeitsbedingungen verschärften sich immens und kosten, auch bei zunehmendem Alter, stets mehr Kraft, so daß ich mehr Schlaf benötige. Ich komme nach der Arbeit morgens um 7.30 Uhr nach Hause, schlafe dann unterschiedlich lange: mal bis 16.30 Uhr, mal aber auch bis 19 Uhr. Lesezeit wäre immer die Phase bis 20 Uhr, wenn ich aus dem Haus gehe; denn unterwegs kommen maximal 30 zerstückelte potenzielle (Lese)Minuten zusammen. Also sind es, wenn ich 16.30 Uhr aufstehe, Tee kochen, Essen, kurze Pausen für Mails & Smartphone und andere Verrichtungen abgerechnet, 3 Stunden Lektüre; viel häufiger aber, gerade in letzter Zeit, wenn ich länger schlafe, weniger, manchmal nur 30 Minuten oder gar nichts. An freien Tagen (montags/dienstags) ist das wieder anders; denn freie Tage sind normalerweise Jetlag-Tage, an denen ich übermüdet bin und lesen KÖNNTE, weil ich Zeit hätte, aber sehr häufig nicht lesen KANN, weil mir die Augen zufallen, ich aber dennoch nicht schlafen kann, bzw. die Konzentration fehlt, den Sinn einer Seite zu begreifen. In dieser Woche gelang es mir, den Nachtrhythmus der Arbeitstage beizubehalten, d.h. ich schlief am Montag und Dienstag ebenfalls tagsüber und las dann nachts mehrere Stunden lang. Fazit: an Arbeitstagen: 45 Minuten bis 3,5 Stunden. an freien Tagen: entweder 0, oder aber 6 bis 10 Stunden.

[1:30] Buch begonnen: "Müller haut uns raus" von Jochen Schmidt.

[1:22] Die Meldungen des Tages erwischen einen dann eben zu einer Zeit, in der man sie allein aufnehmen und verarbeiten muß, in der niemand da, weil wach ist, der reagieren könnte. Gestern Nacht war es die Nachricht vom Tod Roger Willemsens, die mich fertig machte. Und heute Nacht ist es eine Nachricht, die mich noch viel fertiger machen wird. Eine Kollegin, einige wenige Jahre jünger als ich, die ich seit mehr als 20 Jahren kenne und mit der ich jetzt einige Jahre lang auf 1 Station als Pflegekraft arbeitete, ist 10 Monate nach der Diagnosestellung an diesem verfluchten Krebs gestorben.

[1:18] Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 57. In dieser Woche habe ich es irgendwie anders hinbekommen, ohne zermürbende Müdigkeit von Montag bis Mittwoch, einfach indem ich am Montag vormittag gegessen habe, dann bis in die Nacht hinein schlief, die Nacht über las und dann gestern vormittags Serien guckte und am Nachmittag wiederum schlafen ging, bis eben 0.45 Uhr schlief und somit in zwei Nächten wenigstens wach sein konnte, jetlagfrei, um das zu tun, was ein Mann der Bücher, der ich nach zwei Jahren Wüstenerfahrung in dieser Hinsicht wieder sein will, tun muß: zu lesen.

Dienstag, 9. Februar 2016

[8:06] Buch beendet: "Der Ort" von Andreas Maier, Suhrkamp, 154 Seiten. "'Der Ort' hat mich dann auch nicht so sehr gebannt wie 'Die Straße'. Ich habe das schmale Buch in der vergangenen Nacht in 6 Stunden durchgelesen. Es ging mir fast ein bißchen auf die Nerven."

[2:21] Buch begonnen: "Der Ort" von Andreas Maier. "Nach 2 Tagen ohne Lektüre (wegen Überarbeitung und auch vermutlich virusbedingten Flachliegens) nun noch der vierte Band der Romanreihe. Ich habe festgestellt, daß die ersten beiden Bände bereits Bibliothekslektüre waren und sich demnach nicht in meinen Regalen befinden und nachgekauft werden müssen. Eigentlich wollte ich diese, bevor ich weiter mache, zweitlesen, was mangels deren Präsenz eben nicht geht. Die Leipziger Stadtbibliothek hat vom 8. bis 13. Februar, warum auch immer, geschlossen." Das war ein Posting aus dem KF, wo es zur Maierschen Romanreihe einige Postings gibt.

[2:11] Buch beendet: "Die Straße" von Andreas Maier, Suhrkamp, 194 Seiten.

[0:33] Diese Rede Roger Willemsens auf dem Bibliothekarstag 2012 ist eine Eloge auf das Buch und dessen Leser. Der Mann versprüht eine wortgewandte Begeisterung, daß man sofort zum nächsten Buch greifen möchte. Es macht einfach Spaß, seinem Redestrom zu lauschen und es verstärkt das Entsetzen darüber, daß diese Stimme nun im Alter von nur 60 Jahren verstummt ist.

[0:11] Wir Leser, wir wissen, was wir voneinander zu halten haben. (Roger Willemsen)

[0:10] In Zeiten der Pleite bevorzugt die Seele das Jenseits. (Robert Musil)

[0:01] Freier Tag 2/2. 8 Wochen ohne Alkohol.

Montag, 8. Februar 2016

[23:40] Wider Erwarten kein Jetlag; dafür schlief ich über 12 Stunden. Der ganze Tag im Eimer. Nun gut, er wäre auch im Eimer gewesen, wäre ich wach geblieben. Die letzte Lektüre fand vorgestern Abend vorm Start zu Nachtdienst 4/5 statt. Mein Leben macht einfach keinen Spaß. Ich krieche gesundheitlich so dermaßen auf dem Zahnfleisch, daß die Schleifspur eigentlich von jedem mit Ekel wahrgenommen werden müßte. Und dann wache ich vorhin 22.30 Uhr auf, koche mir einen Tee, setze mich an den Rechner und sehe als erstes den Tweet: "RIP, Roger Willemsen". Seitdem google ich nach Nachrufen und Reaktionen auf den Tod dieses so fantastischen und begeisternden Menschens.

[8:33] Wie leider immer in den vergangenen Wochen steht zu befürchten, daß mich der Jetlag erwischt, d.h. daß ich nach den geleisteten Nachtdiensten nicht in den Tagesrhythmus finde und übermüdet bleibe, bis sich der Körper dann am Mittwoch, wenn die neue Woche beginnt, alles zurückholt.

[8:26] Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 55. Ein Magen-Darm-Virus setzte mich für 24 Stunden völlig außer Gefecht. Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost, leichtes Fieber, Erschöpfung. Geschlafen dann bis gestern Abend 20 Uhr. Die letzte Nachtschicht war grauenvoll, überhaupt die ganze Arbeitswoche unsagbar anstrengend. Inzwischen scheint der Infekt wieder rückläufig; im Moment dominiert die arbeitsbedingte Erschöpfung.

Samstag, 6. Februar 2016

[16:47] Ich will doch einfach nur hier sitzen.

[16:08] Retweet: Fakt ist: Wenn eine Frau "Was?" fragt, dann hat sie dich schon verstanden aber gibt dir eine 2. Chance deine Aussage zu überdenken.

[15:54] Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 53. Geschlafen von 7:45 Uhr 15:45 Uhr. Buch begonnen: "Die Straße" von Andreas Maier.

Freitag, 5. Februar 2016

[19:57] Buch beendet: "Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau" von Dimitri Verhulst, Luchterhand, 141 Seiten.

[17:29] Für einen normalen Dienst auf unserer Geriatrie/Onkologie-Station muß man gerüstet sein. Man sollte ausgeschlafen und einigermaßen fit sein. Mit einem Schwachpunkt antreten zu müssen, ist verhängisvoll und bedeutet ein Kampf gegen die Erfordernisse einer fast durchgehend mit Streß und permanentem Herumrennen und mehr Reagieren als Agieren verbundenen Arbeit. Für Außenstehende mag es so schwer nachvollziehbar zu sein, wie gravierend es in den letzten 14 Tagen also gewesen war, nicht mit ganzer Kraft zum Dienst bereit gewesen zu sein, sich quasi an zwei Fronten durchkämpfen und beweisen zu müssen, an der der normalen Stationsarbeit und der mit sich selbst und seinem desolaten Zustand. Ich jedenfalls kann den zuletzt genannten Begriff prima in jedwede Richtung durchdeklinieren.

[17:11] Ob nach vielen Tagen des Leidens durch die Schmerzen heute endlich die Ursache gefunden und behoben wurde, kann ich im Moment nicht sagen. Ich habe wieder oder noch Zahnschmerzen. Vielleicht ist der ganze Bereich noch gereizt, geschwollen, oder was weiß ich. Oder ein anderer Zahn, der seit gestern Abend auffällig geworden ist, läuft Amok. Jedenfalls meine ich, daß Form und Ausbreitung der Schmerzen anders geartet sind als die, mit denen ich in den letzten 14 Tagen zu tun hatte, was zu der Hoffnung Anlaß gibt, daß die Quelle der schlimmsten Beschwerden nun doch hatte gefunden werden können und die "neuen" Querelen tatsächlich nur eine Reaktion, ein Nebenprodukt sein könnten.

[17:10] Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 52. Geschlafen von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Nach dem Zahnarzttermin heute morgen nach Nachtdienst 2/5 lag ich um 8.40 Uhr im Bett, konnte lange nicht einschlafen, hörte Deutschlandfunk, bis die Schlaftablette ihre beabsichtige Wirkung entfaltete. Stehe nach 45 minütigen Tortour im Zahnarztstuhl und der Tablettennachwirkung noch neben mir, bin nur halbwach und ziemlich tranig. Bekämpfe das jetzt mit der Erstmaßnahme Earl Grey.

Donnerstag, 4. Februar 2016

[19:00] Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 51. Geschlafen von 8 Uhr bis 18.45 Uhr. Keine Zeit für irgend etwas.

Mittwoch, 3. Februar 2016

[19:43] Buch begonnen: "Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau" von Dimitri Verhulst.

[19:40] Fast 9 Stunden geschlafen. Wie ich kürzlich sagte: der Körper holt sich zurück, was ihm fehlt. Dadurch leider wieder einen Tag verpennt; und gleich gehts auf zu Nachtdienst 1/5.

[8:42] Buch beendet: "Baba Dunjas letzte Liebe" von Alina Bronsky, Kiepenheuer & Witsch, 154 Seiten.

[3:33] Der gestrige Tag war unbeschönigt ein Rückfall; denn ich habe nur wenig gelesen und ansonsten nur Serien geguckt. Zugute zu halten ist mir eventuell mein durch die anhaltenden Zahn- bzw. Gesichtsschmerzen zerrütteter Zustand, in dem ich kaum noch klar denken kann. Mittlerweile halte ich es für möglich, daß die Schmerzen eine Trigeminusneuralgie darstellen könnten. Durch den gestörten Schlaf bin ich gestern bereits gegen 20 Uhr ins Bett, war Mitternacht aber schon wieder wach und bis 2.30 Uhr im Halbschlaf. Für ein geordnetes, ruhiges Leben ist das eindeutig zu wenig und zu falsch. Aber was soll ich denn anders machen? Ich bin ein Spielball der Gegebenheiten.

[3:10] Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 50. Weiter mit "Baba Dunjas letzte Liebe" von Alina Bronsky.

Dienstag, 2. Februar 2016

[11:35] "Wie oft muß man seine Küche neu einrichten? Ich fand die drittletzte recht schön." (Person of Interest S02E08)

[10:46] ... weil ihn fremde Kräfte mehr und mehr einkesseln. (Wilhelm Genazino: Das Licht brennt ein Loch in den Tag)

[10:44] "der sinnlose Tumult der Wörter" (Wilhelm Genazino: Das Licht brennt ein Loch in den Tag)

[10:41] Zu den Lebensübrigbleibseln meiner Eltern gehört ein Super-8-Film... (Wilhelm Genazino: Das Licht brennt ein Loch in den Tag)

[10:40] Und warum kam uns, zum Beispiel, nie die Idee, uns wechselseitig zu einem gelingenden Leben zu verhelfen, das wir dann immer noch Glück hätten nennen können? (Wilhelm Genazino: Das Licht brennt ein Loch in den Tag)

[10:37] ... eine Situation, in der ich als Kind zum ersten Mal das Gefühl hatte, daß ich trotz meiner Widersprüche vielleicht doch nicht untergehen werde. (Wilhelm Genazino: Das Licht brennt ein Loch in den Tag)

[10:35] ... stellt sich bei Uferbewohnern eines Tages ein Meeresüberdruß ein? Obwohl ich schon an vielen Ufern war, hat sich bis heute kein Gefühl der Vertrautheit mit dem Meer eingestellt. Es genügen ein paar Blicke auf das Wasser, schon spüre ich die Entzündbarkeit durch die Weite, das Hineinfließen in eine Offenheit, die ich niemals werde fassen können. (Wilhelm Genazino: Das Licht brennt ein Loch in den Tag)

[9:51] Buch beendet: "Das Licht brennt ein Loch in den Tag" von Wilhelm Genazino, Rowohlt, 126 Seiten.

[9:18] „Ich habe den ganzen Tag gearbeitet. Am Abend hatte ich zehn Verse gemacht und eine Flasche Schnaps getrunken; sie hatte einen Liter Milch getrunken und ein halbes Buch geschrieben.“ (Alfred de Musset über George Sand)

[6:12] ... daß ich in jungen Jahren eine Technik des Verschmerzens erfand. (Wilhelm Genazino: Das Licht brennt ein Loch in den Tag)

[6:04] "prinzipielle Verlegenheit vor dem Leben" (Wilhelm Genazino: Das Licht brennt ein Loch in den Tag)

[5:11] Gestern Abend keine Lektüre, sondern Serien. Ein Stück Tatort E967 (Benutzt) mit Ballauf & Schenk. War mir dann doch etwas langweilig. Weiterhin Castle S07E16, Doctor Who S09E05 (Die Frau, die starb) und einen Teil SOKO Leipzig S15E14.

[5:07] Freier Tag 2/2. Exakt 7 Wochen ohne Alkohol. Geschlafen, ja, es ist furchtbar, wie immer an meinen freien Tagen. Jetlag. Gestern irgendwann zwischen 8 Uhr und 12.30 Uhr, dann, nachdem ich mich durch den Nachmittag gequält habe - auch die Bibliothekstour brachte mich nicht auf die Spur -, von 23.30 Uhr bis 4.30 Uhr. Zwar hole ich die Versäumnise an den Arbeitstagen durch einen 9- bis 12-Stunden-Schlaf wieder auf; doch pißt es mich an, daß gerade innerhalb der Phase, in der ich die Gelegenheit habe, zu lesen, längere Zeit zu lesen, meine physische Verfassung so desolat und lesefeindlich ist. Diese Situation grämt mich sehr.

Montag, 1. Februar 2016

[17:28] Wer erlöst uns von der Selbstbegeisterung der Dummheit? (Wilhelm Genazino)

[16:37] Buch begonnen: "Baba Dunjas letzte Liebe" von Alina Bronsky. Mit ihrem Debüt "Scherbenpark", welches ich gestern noch vor dem letzten Nachtdienst abschließen konnte, bin ich dem "Bronsky-Beat" verfallen. Als ich vorhin sah, daß ein Exemplar von "Baba Dunjas letzte Liebe" heute in der Stadtbibliothek zurückgegeben worden war, rief ich den Leserservice an und ließ es mir zurücklegen. Eben bin ich von der Bibliothek heimgekommen, im Gepäck 5 weitere Bücher.

[14:24] Buch letzte Nacht als Nebenlektüre begonnen: "Das Licht brennt ein Loch in den Tag" von Wilhelm Genazino. Es sind Prosaminiaturen über einen Mann, der alles zu vergessen glaubt. W. schreibt Briefe an Leute, die seine Erinnerungen aufbewahren und ihm bei Bedarf wieder verfügbar machen sollen.

[14:23] Buch beendet: "Scherbenpark" (PT) von Alina Bronsky, KiWi, 288 Seiten.

[14:22] Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 48.

Sonntag, 31. Januar 2016

[7:29] Nach Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 47. Weiter mit "Scherbenpark" von Alina Bronsky.

Samstag, 30. Januar 2016

[18:45] Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 46. 11 Stunden bis eben geschlafen. Ansonsten hier Sendepause. Zahnschmerzen persistieren. Am Montag erst wieder Sprechsstunde, bis dahin durchquälen. Lektüre schon aus Zeitgründen unmöglich; denn wenn ich schlafe, bis ich fast schon wieder aus dem Haus muß zum nächsten Nachtdienst, ist schon rein rechnerisch keine Zeit dafür. Abgesehen von den Schmerzen.

Freitag, 29. Januar 2016

[19:00] Buch begonnen: "Scherbenpark" von Alina Bronsky.

[18:25] Buch beendet: "Lust und Laster" von Evelyn Waugh, Diogenes, 285 Seiten.

[8:33] Nach Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 45. Gestern ging es mit Zahnschmerzen weiter. Auch im Nachtdienst. Vorhin wieder zum Doktor. Zahn neben dem gestern behandelten aufgebohrt und Nerv gezogen. Habe eben wieder eine Ibuprofen 800 eingeworfen und gehe nun ins Bett. Wollen hoffen, daß diesmal die Ursache der Beschmerden und der sich zuletzt seit Tagen aufbauschenden Schmerzen gefunden wurde. Werde ich aber erst heute Abend merken, wenn die örtliche Betäubung und auch die Wirkung des eben eingenommenen Schmerzmittels nachgelassen haben. Lektüre ist momentan naturgemäßg beschwerlich; denn mit Schmerzen liest es sich nicht sonderlich anhaltend und konzentriert. Der Zahnarzt meinte übrigens: Wenn's heute Abend noch wehtut, ist's der Kiefer. Und: Kopf hoch - wir leben davon!

Donnerstag, 28. Januar 2016

[18:30] Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 44. Wegen übelster Zahnschmerzen heute früh beim Zahnarzt gewesen, 8.30 Uhr zuhause gewesen, bis zirka 10 Uhr noch schlaflos mit Schmerzen im Bett herumgewälzt, erst dann wirkte die Ibuprofen 800 mg. Geschlafen bis eben 18.15 Uhr. In den nächsten Monaten werde ich sehr oft beim Zahnarzt sein, weil ich diese Seite lange habe schleifen lassen und es viel zu tun gibt. Die nächsten Termine (5., 11. und 12.2.) sind allesamt morgens um 7.30 Uhr, so daß ich direkt vom Nachtdienst aus hingehen kann.

Mittwoch, 27. Januar 2016

[18:55] Trotz der im letzten Eintrag beklagten verlorenen oder vergifteten Zeit am Montag bis Mittwoch kann ich konstatieren, daß ich seit Jahresbeginn lektüremäßig zu alter Form zurückgefunden habe, was daran liegt, daß ich meine Freizeit konsequent nutze, um zu lesen und Serien nur am Montag- und Dienstagabend zulasse.

[18:47] Montags 6.30 Uhr endet nach 5 Nachtschichten meine Arbeitswoche und beginnt erneut mittwochs 22 Uhr. Die Zeit dazwischen ist frei und könnte eigentlich wunderbar genutzt werden. Zum Lesen zum Beispiel. Fatal ist nur, daß ich ausgerechnet in der freien Zeit seit Wochen Schlafprobleme habe und mich die Umstellung auf Tagesrhythmus lahm legt. Montags und dienstags bin ich gerädert und kann mich wegen der Müdigkeit nur sehr schwer konzentrieren. Die Lektüre ist somit belastet. Am Mittwoch holt sich der Körper, was ihm fehlt, zurück. Das heißt, ich schlafe tagsüber stundenlang. Diese kostbare Zeit ist für andere Aktivitäten verloren. Eine beschissene Situation, mit der ich höchst unzufrieden bin. Vielleicht ist es an der Zeit, sich aus dem Korsett eines Dauernachtdienstlers zu befreien.

[18:41] Bei Medikamentenzuzahlungen sind mir bislang nur runde Summen geläufig. Heute hatte ich 15,48 Euro zu zahlen. Die wirre Erklärung der Apothekerin verstand ich nicht.

[9:18] Meine Hausärztin ist mit mir ziemlich zufrieden. Wir haben uns über David Bowie unterhalten.

[5:38] Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 43. Buch begonnen: "Lust und Laster" von Evelyn Waugh.

Dienstag, 26. Januar 2016

[23:45] "Herr Ober, der Reis ist verkocht." "Verzeihung, der Koch ist verreist."

[23:44] Retweet: Ich bin ein Mann. Ich kann machen, dass du dich in mich verliebst, ohne dass ich das jemals merke, bis du jemand anderen hast.

[23:43] Retweet: Den Kollegen einfach mal ins Moor schicken. Für einen letzten Absacker.

[23:42] Retweet: Beziehungsstatus: ausgewildert.

[23:39] Retweet: Ich hätte einen Mördergag für meine Einäscherung. Alles hängt davon ab, ob ich es schaffe kurz vor meinem Tod 3kg Maiskörner zu essen.

[23:38] Retweet: "Immer, wenn ich Origami mache, benutze ich diese Lotion." "Wahrscheinlich Faltencrème."

[23:35] Retweet: "Jetzt halt doch mal die Füsse still, sonst bindet der Beton nicht ab!"

[23:34] Retweet: "Wieviel Kalorien hat der Schokoladenkuchen, den wir heute gekauft haben?" "Keine mehr."

[23:33] Retweet: Weiß ja nicht, ob Warnbilder auf Zigarettenpackungen was helfen?! Bei den Wahlplakaten hat es schließlich auch nicht viel gebracht!

[23:23] Retweet: Früher dachte ich immer, ein Tunichgut wäre so ein ägyptischer Pharao.

[23:20] Retweet: Ich passe genau zwischen meine Matratze und meine Bettdecke, es ist verrückt.

[23:13] Als Kommentar zu "Ich bin ein Star = #ibes" zu lesen: "Wenn die heute wieder keine Rosinen essen müssen, dann schalt ich ab", erheiterte meinen Abend.

[14:26] "Das ist entweder finnisch oder eine Liste mit Paßwörtern." (SOKO Leipzig S15E13)

[14:19] Mein derzeitiges Lieblingswort ist das erst Ende letzter Woche kennengelernte "frustran".

[14:15] Ich leide heute noch an den Spätfolgen meiner Geburt.

[11:44] Buch beendet: "Auerhaus" von Bov Bjerg, Blumenbar, 236 Seiten. Um der Wahrheit die Ehre zu gaben, begann ich das Buch nicht erst heute Morgen, sondern bereits gestern Abend.

[7:01] Buch begonnen: "Auerhaus" von Bov Bjerg.

[7:00] Freier Tag 2/2. 6 Wochen ohne Alkohol. Geschlafen von 0 Uhr bis 4 Uhr.

Montag, 25. Januar 2016

[23:14] Rettig: "Hier stehts. Das ist Nano-Technologie!" Hajo: "Wo?" "Hier!" "Na, das ist 'n bißchen sehr kurz." (SOKO Leipzig S15E13)

[22:32] SOKO Leipzig S15E13 ("Toter Mann") habe ich verschoben, stattdessen sehe ich den gestrigen Saarbrückener Tatort "Totenstille". Die Dolmetscherin gefällt mir dabei ausnehmend gut.

[19:55] Daß ich es explizit erwähne, anstatt zu lesen nunmehr Fernsehserien zu gucken wie in den vergangenen zwei Jahren an JEDEM Tag, klingt beinahe so, als wollte ich mich rechtfertigen, was aber nicht nötig ist, denn der Januar war bisher ein vorzüglicher Lesemonat und sticht bei weitem jeden Monat in den vergangenen 25 Monaten.

[19:44] Die zwei Bücher, die ich in der Bibliothek in der Südvorstadt ausleihen wollte, fand ich nicht im Regal vor. Wie sich herausstellte, waren sie just heute erst zurückgegeben worden und lagen noch auf einem Rollwagen zum Einsortieren.

[19:37] Der heutige Tag ist als Lesetag verhunzt und verloren. Nachdem ich um zirka 15.00 Uhr aufgestanden war, zerfaserte sich mein ohnehin schon fortgeschrittener Tag. Als ich Tee gekocht hatte, kam mir in den Sinn, den nach 5 Nachtdiensten immer vorhandenen Jetlag auszunutzen, um in die Bibliothek zu fahren. Ich notierte mir einige auszuleihende Bücher und fuhr gegen 16.45 Uhr los. Nach dem Hauptgebäude am Leuschnerplatz fuhr ich in die Südvorstadt und fand die Stadtteilbibliothek nicht auf Anhieb, weil ich an der falschen Haltestelle ausgestiegen war. Das alles kostete Zeit und Nerven. Immerhin war ich mit einem Zwischenstopp in der Eisenbahnstraße, wo ich allwöchentlich meinen Supersonderladen aufsuche, gegen 19 Uhr wieder daheim. Die zwei Erzählungen von Wilkie Collins mit zusammen 44 Seiten müssen als heutige Leseausbeute genügen. Jetzt Kontrastprogramm mit SOKO Leipzig S15E13 - "Toter Mann".

[18:53] Beendet: "Die Traumfrau" von Wilkie Collins (epub), 34 Seiten.

[18:11] Retweet: „Alle Rassisten bitte dort zum Ausgang.“ „Aber das ist ein Fenster. Wir sind im siebten Stock.“ „Im neunten.“

[17:43] Retweet: Sie dürfen Ihre Scheuklappen abnehmen und Ihr Hirn wieder einsetzen. Der Feierabend erfolgt dann zeitnah.

[17:42] Retweet: Das eigene Leben wird nicht automatisch leichter, wenn man es anderen schwerer macht. Wissen leider auch nicht alle.

[17:41] Retweet: Ich hasse es, wenn mir jemand zuwinkt, ich zurückwinke und dabei merke, dass ich garnicht gemeint war und dann alle Zeugen umbringen muss.

[17:07] Auf Bücheracquise in Leipzigs Bibliotheken unterwegs.

[15:29] "die sehr geromge und sehr schwerfällige phantasievolle Vorstellungskraft" (Wilkie Collins) - Was zum Henker ist "geromge"?

[15:16] Gelesen: "Ein unverdienter Tod" von Wilkie Collins, ePub, 10 Seiten. Quelle der gemeinfreien E-Books ist das fantastische Mobilread.

[8:12] Buch beendet: Das Hya-Hya-Mädchen und andere seltsam-erotische Geschichten von Hanns Heinz Ewers, Project Gutenberg, 110 Seiten.

[8:11] Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 41.

Sonntag, 24. Januar 2016

[19:07] Lesen fetzt. Nach einer mehr als zweijährigen Leseflaute muß ich mir mein Sensorium erst wieder erarbeiten. Welche Bücher welcher Autoren, in welcher Reihenfolge, was kann warten, was muß warten, was darf nicht warten, was muß so schnell wie möglich... Ohne Anhalt, eben weil alle Listen verloren sind, ist das, gerade wenn das Gespür dafür ebenso verloren ist, nicht einfach. Ich begann quasi bei 0, nehme mir nach und nach einzelne Namen der Schriftsteller vor, die mir einfallen, und von denen ich dann Bücher, die ich noch lesen will, erfasse. Updike, Auster und Philip Roth habe ich. Heute lief mir Evelyn Waugh über den Weg. Von einigen Autoren gibt es eingedenk deren umfangreichen Oeuvres noch viel zu lesen, so daß ich ihre Bücher öfter einplanen muß. So Balzac und Georges Simenon.

[17:11] Buch, welches ich nebenher mehrfach zur Hand genommen hatte, zur Hauptlektüre erhoben: Das Hya-Hya-Mädchen und andere seltsam-erotische Geschichten von Hanns Heinz Ewers.

[17:01] Buch (heute Morgen in der Straßenbahn) beendet: Die dritte Stiege (Ausgabe) von Eduard von Keyserling, Steidl, 299 Seiten.

[17:00] Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 40. Geschlafen von 8.30 Uhr bis 16:45 Uhr. Ich bin früh zwar ebenso wie jetzt immer sofort nach dem Nachhausekommen ins Bett gekommen, konnte jedoch nicht einschlafen und wälzte mich mindestens 1 Stunde herum. Offenbar bin ich dadurch, daß ich in den letzten Tagen sehr gut und lange schlafen konnte, ziemlich ausgeschlafen. Trotzdem verkürze ich meinen Schlaf an Arbeitstagen vorerst nicht künstlich.

Samstag, 23. Januar 2016

[18:10] Auf Station haben wir jetzt Windeln mit verbesserter Rezeptur. Da macht die Bettenrunde gleich nochmal so viel Spaß.

[18:06] Vor 1 Woche noch einen Freund im NOVOTEL gegenüber dem HBF getroffen. Heute erfahren, daß dieses und IBIS Ende Februar schließen.

[17:57] Lektüre wirft Fragen auf. Was ist z.B. ein Weinkoch, was eine gebrannte Perücke?

[17:56] Wie kann eine Kollegin mich, den Hypochonder, fragen, warum ich so gelb aussehe? Eine andere Kollegin wollte mich beruhigen und meinte, ich sähe nur eben sehr, sehr blaß aus.

[17:17] Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 39. Geschlafen von 7.30 Uhr bis 16:15 Uhr. Weiter mit "Die dritte Stiege" von Eduard von Keyserling.

Freitag, 22. Januar 2016

[18:13] Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 38. Geschlafen von 7.30 Uhr bis 16:40 Uhr.

Donnerstag, 21. Januar 2016

[17:44] Buch begonnen: "Die dritte Stiege" von Eduard von Keyserling.

[17:43] Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 37. Geschlafen von 7.30 Uhr bis 17 Uhr.

Mittwoch, 20. Januar 2016

[18:59] Buch beendet: "Der Sonntagsmonat" (Rezension) von John Updike, rororo, 208 Seiten.

[12:00] John Updike: Leere Kalorien // Ehebruch III // Ehebruch I + II // Der drogenorientierte Jugendliche.

[11:35] Sie saß steif am Steuer. Hin und wieder setzten Scheinwerfer ihr Haar in Flammen. (John Updike: Der Sonntagsmonat)

[11:32] Amerikaner sind darauf abgerichtet, Neues um jeden Preis zu respektieren. (John Updike: Der Sonntagsmonat)

[11:31] Ein dicker diagonaler Staubstrahl stand als Zeuge im Raum, ängstlich auf Brownsche Bewegung bedacht. (John Updike: Der Sonntagsmonat)

[11:07] "Ich habe dich schon einmal gebeten, dafür zu sorgen, daß die Musik ein unterschwelliges Element bleibt. Tonbänder, Trompetenstöße, Gitarren, siebenteilige Amen – du überschwemmst damit den ganzen Gottesdienst. Jedermanns Sonntagsbraten ist längst zu Asche verkohlt, wenn du uns endlich aus deinem Konzert entläßt." (John Updike: Der Sonntagsmonat)

[10:26] ...auch wenn die der Evolution eigene Trägheit den Orgasmus als Köder beibehalten hat. (John Updike: Der Sonntagsmonat)

[10:22] ... während die Sportberichte und "Spannungs"-Filme dazwischen aus oberflächlichem Brei bestanden, der irgendwie für männliche Gemüter von merowingischer Degeneration ausgelöffelt wurde. (John Updike: Der Sonntagsmonat)

[9:47] Falls Erdbeobachter in den UFOs sind, müssen sie uns für eine Molluskenart halten, aber vielleicht glauben sie auch, daß Automobile unsere Wirtstiere und wir Parasiten sind, die nur kurze Fluchtperioden überdauern. (John Updike: Der Sonntagsmonat)

[9:29] Die Gesellschaft in ihrer überkommenen Weisheit setzt der Kindheit eine Grenze; aus der Elternschaft dagegen gibt es kein Entkommen. Selbst wenn das Kind ein aalglatter Senator von siebzig ist, und der Vater oder die Mutter ein entstelltes Gerippe im Rollstuhl – das Wrack muß sich auch dann noch abplagen mit dem gewichtigen Zepter der Elternschaft. (John Updike: Der Sonntagsmonat)

[9:08] Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 36. Geschlafen von 20 Uhr bis 8:00 Uhr - ganze 12 Stunden lang. Gestern und vorgestern, wie das boshafte Universum wollte, ausgerechnet an meinem freien Tagen - hatte ich einen übelsten Jetlag, war übermüdet, konnte aber weder ein- noch durchschlafen, so daß auch die Lektüre ziemlich flachfiel. Jetzt, bei einer Kanne Earl Grey, fühle ich mich wiederhergestellt und muß aber heute Abend wieder arbeiten.

Dienstag, 19. Januar 2016

[13:13] Ich kann schon jetzt - 13.13 Uhr - den Tag für gescheitert erklären. Er ging dadurch, daß ich nur 3,5 Stunden schlief, schlecht los. Übermüdet kann man weder lesen noch sonst einer Tätigkeit auch nur annähernd gerecht werden. Ich empfand jeden Versuch als Stückwerk, als mühselige Anstrengung. Jetzt kapituliere ich und schalte um auf ein weniger anspruchsvolles Medium, indem ich mich dem Polizeiruf 110 E355 - Und vergib uns unsere Schuld - hingebe.

[8:30] Ironie ist die äußere Verpackung unserer Feigheit. (John Updike: Der Sonntagsmonat)

[7:24] Was wir beim Weltgeschehen alle nicht mehr sein können: unbekümmert. Das vermiest einem beträchtlich das Leben.

[7:23] Das gedämpfte Hin und Her des Weberschiffchens, das an seinem Schicksal wob. (John Updike: Der Sonntagsmonat)

[6:43] Sie stand einige Zentimeter näher als nötig, wie Europäer oder Schwerhörige. (John Updike: Der Sonntagsmonat)

[6:29] Sie war ein anhaftendes Bündel aus ineinander übergehenden Rundungen und Drehpunkten, frisch gefickt, im kahlen späten Licht ihres schrägen Mansardenzimmers, auf dem verwühlten Sonnendurchbruch ihrer Steppdecke, deren Muster mir, wenn wir genug Wein getrunken hatten, wie eine Kaskade von Orgeltönen vorkam. (John Updike: Der Sonntagsmonat)

[5:36] Er wußte, daß Mädchen heranreifen und daß ihre Becken Schmetterlingsnetze zum Fangen von Chromosomen werden. (John Updike: Der Sonntagsmonat)

[5:30] Die Vergangenheit ist immer schön, ebenso übrigens wie die Zukunft. Nur die Gegenwart schmerzt, nur sie trägt man mit sich wie einen schmerzhaften Abszess, den man zwischen zwei Unendlichkeiten stillen Glücks nicht loswird. (Michel Houellebecq: Unterwerfung)

[5:27] ... näherte ich mich dem Selbstmord, ohne Verzweiflung oder auch nur eine besondere Traurigkeit zu empfinden, sondern einfach nur deshalb, weil "die Gesamtsumme der Funktionen, die dem Tod widerstehen", wie Bichat es ausdrückt, langsam kleiner wurde. Der einfache Wille zu leben reichte mir offenbar nicht mehr aus, um der Gesamtheit der Schmerzen und Unannehmlichkeiten zu widerstehen, die das Leben eines durchschnittlichen Westeuropäers begleiten. (Michel Houellebecq: Unterwerfung)

[5:24] ... der beiden wichtigsten Ansprechpartner..., die dem Leben eines Menschen Struktur geben: Krankenversicherung und Finanzamt. (Michel Houellebecq: Unterwerfung)

[5:22] Sonntagmorgens ist nie viel los, da atmet die Gesellschaft auf und durch, die Leute geben sich der kurzen Täuschung hin, das Leben eines Individuums zu führen. (Michel Houellebecq: Unterwerfung)

[5:20] Das Gefühl, Teil eines enttäuschenden, aber für alle gleich verlaufenden kollektiven Experiments zu sein, konnte dazu führen, dass man sich damit abfand. (Michel Houellebecq: Unterwerfung)

[5:19] Dass Politik in meinem Leben eine Rolle spielen könnte, verwirrte und ekelte mich ein bisschen. Mir war aber bereits klar geworden, dass der sich seit Jahren verbreiternde, inzwischen bodenlose Graben zwischen dem Volk und jenen, die in seinem Namen sprachen – also Politikern und Journalisten –, notwendigerweise zu etwas Chaotischem, Gewalttätigem und Unvorhersehbarem führen musste. (Michel Houellebecq: Unterwerfung)

[5:17] Mein Körper war die Quelle diverser schmerzhafter Leiden – Migräne, Hautkrankheiten, Zahnschmerzen, Hämorrhoiden –, die sich ständig abwechselten und mir kaum Ruhe ließen; dabei war ich erst vierundvierzig, wie sollte das mit fünfzig, sechzig oder mehr werden? Ich würde nur noch aus einem Nebeneinander langsam zerfallender Organe bestehen, und mein Leben wäre eine endlose Qual, trist, freudlos, armselig. (Michel Houellebecq: Unterwerfung)

[5:15] Wahrscheinlich ist es für Menschen, die in einem bestimmten sozialen System gelebt und es zu etwas gebracht haben, unmöglich, sich in die Perspektive solcher zu versetzen, die von diesem System nie etwas zu erwarten hatten und einigermaßen unerschrocken auf seine Zerstörung hinarbeiten. (Michel Houellebecq: Unterwerfung)

[5:13] ... hatte sich eine seltsame, drückende Stimmung im Land ausgebreitet. Eine beklemmende, fundamentale Hilflosigkeit, dann und wann von aufständischen Funken durchbrochen. (Michel Houellebecq: Unterwerfung)

[5:12] Während die französische Wirtschaft in großen Teilen zusammenbrach, ging es dem Verlagswesen gut, es verzeichnete wachsende Gewinne, es war wirklich erstaunlich, man könnte glauben, Lesen sei das Letzte, was den Menschen in ihrer Hoffnungslosigkeit blieb. (Michel Houellebecq: Unterwerfung)

[5:09] Natürlich hatte sie Lust, auf Sushi haben die Leute immer Lust, die größten Feinschmecker ebenso wie um ihre Linie besorgte Frauen, es herrscht eine Art Universalkonsens hinsichtlich dieses amorphen Nebeneinanders von rohem Fisch und weißem Reis. (Michel Houellebecq: Unterwerfung)

[5:01] Die Vorstellung von Jugend implizierte, wie mir schien, einen gewissen Enthusiasmus gegenüber dem Leben oder vielleicht eine Art des Aufstands, begleitet von einem mindestens vagen Gefühl der Überlegenheit hinsichtlich der Generation, die zu ersetzen man bestimmt war. (Michel Houellebecq: Unterwerfung)

[4:53] Hugh Bartons Mutter war bald fünfundsiebzig, aber sie hatte die Lebenskraft einer kerngesunden Frau von fünfzig und den Appetit von zwei Vierzigjährigen. Sie war eine resolute alte Dame, einsachtzig groß, mit dem massigen Knochenbau eines Mannes, einer groben, wuchtigen Kieferpartie, sinnlichem und selbstzufriedenem Gesichtsausdruck und ausgeprägtem Pferdegebiss, einem Mahlwerk von kräftigen gelben Zähnen. Es war die reine Wonne, ihr beim Abnagen eines Maiskolbens zuzusehen. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[4:51] Die Gants passten neue Ereignisse nach dem ersten Schock sehr rasch in ihr Lebensgefüge ein. Tiefgreifende Veränderungen bewirkten in dumpfer Unbewusstheit eine Ausweitung ihrer Seelen. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[4:50] Helen heiratete im Juni – ein Monat, der, so sagt man, dem Hymen geweiht ist, in dem aber so viel geheiratet wird, dass auf den Segen des Gottes vielleicht nicht immer Verlass ist. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[4:33] Man war auf der sicheren Seite, fand er, wenn man davon ausging, dass die Wahrheit immer auf dem Schafott endete und das Unrecht stets auf dem Thron. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[4:32] Wenn die Demokraten am Ruder sind, kann man schon mal gleich damit anfangen, seine Rippen zu zählen. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[4:30] Und Eugene beobachtete den langsamen Wechsel der Jahreszeiten; er sah der stolzen Prozession der Monate zu; er sah, wie das Sommerlicht sich wie ein Strom ins Dunkle fraß; er sah den erneuten Triumph der Finsternis und wie die minutengesättigten Tage wie Fliegen heimwärts summten in den Tod. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[4:27] Er besaß nicht die Gabe der Gelassenheit. Er konnte das Absterben der Sinne, die schwindende Lust und zunehmende Impotenz nicht aus amüsierter Distanz betrachten. Er stürzte sich mit hungriger Gier auf jeden Skandal, freute sich mit lüsterner Miene und hechelndem Atem daran. Die heitere Ironie, mit der philosophische Geister sich über das lustig machen, was sie nicht mehr genie ßen können, war ihm fremd. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[4:26] Er verfügte über eine bemerkenswerte Eigenschaft; er besaß etwas, was um vieles besser war als die meisten Ausprägungen der Intelligenz: Er sah die Welt als Posse und antwortete von Zeit zu Zeit auf ihre Irreführungen, Heucheleien und Intrigen mit seinem idiotischen vernichtenden "Ha-ha!". (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[4:25] Er hatte inzwischen gelernt, der Welt ein passables Abbild seiner selbst vorzuführen, das ihn vor Einmischung schützte. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[4:23] "Wir sind wohl zu minder und gewöhnlich für ihn, Hugh", sagte Coker."Jetzt, wo er sich bei den besten Familien besäuft, ist er ein gefragter Mann geworden. Man hält so viel von ihm, dass er der offizielle Geburtshelfer aller schwangeren Jungfrauen geworden ist." (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[4:22] "Wie geht’s dir, mein Sohn?" "Könnte nicht besser sein, General -’s flutscht wie’n Welpenpimmel!" (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[4:16] "... wenn sie [die Demokraten] wieder ans Ruder kommen, haben wir Suppenküchen, die Banken gehen pleite, und deine Eingeweide werden dir am Rückgrat kleben, ehe der nächste Winter rum ist." (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[4:05] Freier Tag 2/2. Tage ohne Alkohol: 35. Geschlafen von 0:00 Uhr bis 3:30 Uhr.

Montag, 18. Januar 2016

[16:33] Retweet: "Was würdest du machen, wenn ein Löwe deine Frau angreift?" "Nichts. Er hat sie angegriffen, dann soll er sich auch selber verteidigen."

[16:22] Der letzte wirbelnde Staren-Exodus pfefferte den faden Himmel. (John Updike: Der Sonntagsmonat)

[15:41] Buch begonnen: "Der Sonntagsmonat" von John Updike.

[15:40] Zwei Stunden lang am Neuaufbau meiner Bücherlisten gearbeitet. Ein mühseliges Geschäft, zuerst die bereits gelesenen Bücher zu sichten, sie mit den noch ausstehenden zu vergleichen. Switchen zwischen Amazon, Wikipedia und meiner LGB (Liste gelesener Bücher), die ich trotz Datenverlust glücklicherweise zur Verfügung. Das alles kann nur Stück für Stück geschehen. Ich habe heute gerade mal John Updike, Paul Auster und Philip Roth und ein paar Kleinigkeiten erfaßt.

[13:34] Buch beendet: "Unterwerfung" (DNB) von Michel Houellebecq, Dumont, 272 Seiten.

[13:33] Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 34. Geschlafen von 7:30 Uhr bis 13:15 Uhr.

Sonntag, 17. Januar 2016

[16:48] Vor Nachtdienst 5/5. Tage ohne Alkohol: 33. Geschlafen von 7:30 Uhr bis 16:30 Uhr. Weiter mit "Unterwerfung" von Michel Houellebecq.

Samstag, 16. Januar 2016

[17:13] Vor Nachtdienst 4/5. Tage ohne Alkohol: 32. Geschlafen von 7:30 Uhr bis 16:30 Uhr. Weiter mit "Unterwerfung" von Michel Houellebecq.

Freitag, 15. Januar 2016

[19:52] Retweet: (Wohin wandert man heutzutage eigentlich so aus? Neuseeland, was mit Schafen machen?)

[19:51] Wenn man nicht mehr zum Bier kaufen muß, weiß man mit der ganzen Zeit ja gar nicht mehr wohin.

[18:55] Retweet: Ich komm zwar nicht klar, aber damit gut durch.

[18:53] Retweet: Ich: Eigentlich bin ich zur Zeit glücklich. Leben: Haha! Gib mir einen Moment!

[18:52] Retweet: Man klatscht, wenn sein Flugzeug sicher gelandet ist. Wenn es nicht sicher landet, klatscht man auch. Nur heftiger.

[18:51] Retweet: Manchmal gehe ich inkognito in Elternforen und schreie laut: “Meine Kinder kriegen jede verdammte Impfung, die die Pharmaindustrie hergibt!”

[18:50] Retweet: "Auf einer Skala von eins bis zehn, wie gerne diskutieren sie?" "Geht auch elf?" "Nein!" "Warum nicht?"

[18:32] In 7,5 Stunden feiern wir bei einer zünftigen Windelrunde Bergfest in der aktuellen Arbeitswoche.

[18:10] Ich habe jetzt, Mitte Januar, bereits quantitativ 40% der Lektüreausbeute von 2015 geschafft.

[18:05] Meine Autobiografie wird den Titel "Mein (Nicht)Leben im Dunkeln" bekommen. Wobei die Arbeit als Dauernachtdienstler nur 1 Teil der Wahrheit darstellt.

[17:19] Buch begonnen: "Unterwerfung" (DNB) von Michel Houellebecq.

[16:55] Buch beendet: "Die bösen Schwestern von Concarneau" (Inhalt) von Georges Simenon, Diogenes-Verlag, 171 Seiten.

[16:53] Auf der Nachbarstation ein Patient mit einem Karl-Marx-Bart, der mit Vornamen Karl heißt.

[16:52] Retweet: "Kennen wir uns nicht von Twitter?" "Müsste ich erst ihre Katze sehen."

[16:51] Retweet: Schwangerschaftstests sind genial. Ich wünschte,man könnte mehr Fragen im Leben beantworten,in dem man einfach irgendwo draufpinkelt...

[16:50] Retweet: Viele Dinge fallen mir einfach so zu. Augen, zum Beispiel.

[16:49] Retweet: Frischhaltefolie an der richtigen Stelle abgerissen und unfallfrei angewendet! Morgen: Über das Wasser laufen und Weltfrieden.

[16:48] Retweet: "Kinder im Bett?" "Welche?" "UNSRE!" "Ach, die! Nein, ich hab am Spielplatz andere mitgenommen." "WAS?" "Nur Spaß! Beide da!" "DREI!" "Oh!"

[16:47] Retweet: Wenn ich mich unterhalten möchte, setzte ich mich vor die Umkleidekabinen und bringe mich durch gezielte Buhrufe ins Gespräch.

[16:46] Retweet: Ich hab mir beim Winken einen Nerv in der Schulter eingeklemmt. Als Queen könnte ich also auch nicht arbeiten.

[16:45] Retweet: Wenn ich über von Haifischen angefallenen Wassersportlern lese, denk ich immer: Schon dumm, man hört doch an der Musik, wenn das Vieh kommt.

[15:17] Vor Nachtdienst 3/5. Tage ohne Alkohol: 31. Geschlafen von 7:45 Uhr bis 15 Uhr.

Donnerstag, 14. Januar 2016

[17:01] Buch begonnen: "Die bösen Schwestern von Concarneau" (Inhalt) von Georges Simenon.

[16:59] Nachzutragen. Buch (gestern Abend auf dem Weg zum Nachtdienst) beendet: "Schau heimwärts, Engel. Eine Geschichte vom begrabenen Leben" von Thomas Wolfe, btb, 781 Seiten.

[16:58] Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 30. Üppig geschlafen von 7:30 Uhr bis 16.30 Uhr. Heute also nur 2,5 Stunden Lesezeit, bis ich wieder zur Arbeit aufbrechen muß.

Mittwoch, 13. Januar 2016

[14:47] Retweet: Manche Menschen schreiben, als hätten sie so wenig Hirn, dass die Umgebungsluft neidisch um ihren Kopf weht.

[10:54] Natürlich waren die Tölpel am Ruder – sie machten neunzig Prozent der Studentenschaft aus: Sie verliehen die klingenden Titel und sorgten dafür, dass ihre Welt tölpel- und tugendhaft provinziell bleiben durfte. Üblicherweise gingen diese Ehrenämter – Vorsitzender von Studentengremien und YMCA, Jahrgangssprecher, Trainer von Sportmannschaften – an einen rechtschaffenen Fronarbeiter, der sich am Pflug hervorgetan hatte, bevor er das Universitätsfeld beackerte, oder an einen fleißigen Karrengaul, der in jeder Hinsicht zufriedenstellende Mittelmäßigkeit bewiesen hatte. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[10:45] Jener verzagte und erniedrigende, elementare Egoismus beherrschte sie, der fremden Tod gleichmütig hinnimmt, im eigenen jedoch eine Verkehrung der Naturgesetze sieht. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[10:38] Ich habe immer in den besten Kreisen verkehrt und mich nur mit erstklassigen Barkeepern und Edelnutten abgegeben. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[10:36] Mindestens vier Fünftel aller Phänomene des Lebens waren ihm so lange rätselhaft geblieben, dass er schon gar nicht mehr versuchte, sie zu begreifen. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[10:33] Seine Haltung gegenüber dem Leben ähnelte stark der eines Anreißers bei einem Rummelplatzvarieté: geschwätzig, gönnerhaft und zynisch. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[10:05] Vor Nachtdienst 1/5. Tage ohne Alkohol: 29. Geschlafen von 1:15 Uhr bis 9:30 Uhr. Weiter mit "Schau heimwärts, Engel. Eine Geschichte vom begrabenen Leben" (Rezension) von Thomas Wolfe.

Dienstag, 12. Januar 2016

[20:13] Nach einem Tag voller Lektüre (zirka 8 bis 9 Stunden) nun Kontrastprogramm: Inspector Barnaby S15E06 ("Reif für die Rache").

[19:59] ... habe ihm ein Lamento über seinen suizidgefährdeten Vater vorgeschwindelt und habe ihn gefragt, wie er sich im akuten Fall verhalten solle. Die Antwort lautete: "Spazierengehen, spazierengehen und nochmal spazierengehen. Bis zur Erschöpfung spazierengehen." (Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand)

[19:58] Auch entwickelte er [Churchill] ein System, wie seine Bibliothek neu zu ordnen wäre – gelochte Karteikarten, die auf mehreren dünnen Metallstäben hängen und nach Stichworten gesteckt oder gezogen werden konnten, die primitive Vorform einer Suchmaschine. (Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand)

[19:57] ... hielt es für mehr als besorgniserregend, wenn der Premierminister (der "PM", wie er ihn in seinem Buch durchgehend nennt) solche Mengen Alkohol zu sich nahm. Churchill hatte bei einer ausführlichen Untersuchung – in Anwesenheit von William Knott, darauf hatte er bestanden – auf die Frage, wie viel es denn genau sei, geantwortet: "Ein Flasche Champagner am Morgen, eine am Abend. Whisky über den Tag mit Wasser verdünnt, in der Nacht pur, zusammen eine Flasche oder zwei. Und natürlich Wein zum Essen und nach dem Essen Brandy." (Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand)

[19:56] Er war ein charmanter, redegewandter Mann, der einen Hydranten für Philatelie begeistern konnte. (Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand)

[19:55] Es war ein Liebeskampf zwischen Eheleuten, die emotional fit bleiben wollten. (Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand)

[19:54] Die Liebsten machen uns zu Geiseln in den Klauen der Welt. (Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand)

[19:51] ... hatte zu Hause in der väterlichen Bibliothek gestöbert, bis sie in einem Buch ein Bild von Wilhelm II. fand. So stelle sie sich Deutschland vor, sagte sie: dumm und hässlich und aufgeblasen. Aber ausgerechnet Sarah war es, die Begeisterungsrufe ausstieß, als sie mit dem Schiff rheinaufwärts fuhren, zwischen den Weinbergen hindurch bis zum Felsen der Loreley. Nie habe sie eine so liebliche Landschaft gesehen, seufzte sie. Sie bat, man möge ihr ein Buch mit deutschen Gedichten besorgen, sie wolle einige auswendig lernen, auch wenn sie kein Wort verstünde. Wie sie vom Gesicht des ehemaligen deutschen Kaisers auf die deutsche Landschaft geschlossen hatte, so schloss sie nun von der deutschen Landschaft auf die deutsche Poesie. Ihre Mutter sagte, für solchen Unsinn sei sie zu alt, außerdem sei Deutsch eine von Konsonanten durchsplitterte Sprache, wie das Schlachtfeld an der Somme, nicht schön. Sarah aber wollte, und Winston war auf ihrer Seite. (Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand)

[16:49] Das Leben hing vor seinen pflückenden Fingern wie eine seltsame, bittere Frucht. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[16:38] Sein Wesen wurde trotziger, seine Haltung dem Leben gegenüber übellauniger. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[13:00] Sein Haar war voll, stark ergraut, wunderbar frisiert. Er hatte ein höflich kämpferisches, grimmiges Gesicht mit stark hervortretenden gelben Augäpfeln und etlichen Bulldoggenfalten um den Mund. Er war von bestechend schöner Hässlichkeit. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[12:55] ... war kein schlechter Mensch; er war bloß wie die meisten Leute, die sich etwas auf ihren Scharfsinn einbilden, ein Narr. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[12:43] Das muss ja richtig gute Literatur sein, wenn sie so langweilig ist. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[10:14] "Sie sind so lustig wie ein Holzwurm in’nem Holzbein!" (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[9:40] Es ist eine unglaubliche Frecheit, wenn einem in der Kneipe für ein 0,4-Liter-Mineralwasser EUR 3,40 abgeknöpft wird. Ein für mich unfaßbarer Wucher. Das Bier kostet mit EUR 3,60 nur unwesentlich mehr, nur liegt hinter ihm wesentlich mehr Wertschöpfung. Das Wasser wird aus einer Flasche ins Glas gegossen und kostet nur einen Bruchteil des Betrages, der einem dann zur Rechnung gestellt wird. Unfaßbar.

[8:36] Weiter mit Thomas Wolfes "Schau heimwärts, Engel. Eine Geschichte vom begrabenen Leben" (Rezension). Der 800-Seiten-Roman hat es in sich und ist nicht mal so rasch weggelesen. Ich nutze seit Tagen jede sich bietende Gelegenheit zum Lesen. Zwar ist die Ausbeute überschaubar, aber sobald ich das Gefühl habe, nein, weiß, daß ich ausreichend "getan" habe, kann ich gut damit leben und bin insgesamt zufrieden, weil ich mir keine verplemperte Zeit vorzuwerfen habe.

[8:24] Für mich nach fast 50 Jahren Lebenserfahrung, zumindest als Erwachsener, das erste Mal, daß ich in einer Kneipe saß und Wasser bestellte.

[8:22] Braucht bloß ein Freund nach Leipzig zukommen, schon sehe ich nach Jahren, was sich in der Innenstadt getan hat. Vor allem montags (k)ein Genuß, wenn die Stadt vor Polizeipräsenz strotzt und das Tatütata und die Blaulichter stundenlang die Szenerie beleben. Mein Freund wollte unbedingt in den Auerbachskeller, der allerdings gestern bereits ab 22 Uhr geschlossen war. So suchten wir uns eine der vielen Kneipen im Barfußgässchen aus; auf die Schnelle fiel mir aus mangelnder Erfahrung keine Alternative ein. Für die Karl-Liebknecht-Straße wars mir um 22.15 Uhr dann auch zu spät und umständlich, weil er morgens bereits wieder abreisen mußte und ich durch den Nachtdienst sowieso gejetlagt war und nach nur 6 Stunden Schlaf immer noch etwas bin. Dennoch hat sich mein Schlaf-Wach-Rhythmus, seitdem ich keinen Alkohol mehr trinke, herrlich normalisiert; um das später nachvollziehen zu können, dokumentierte ich ihn in den Miszellen. Nicht verkatert, sondern ausgeschlafen und schon am erwachenden Morgen in den Tag zu starten, ist eine Erfahrung, die ich viele, viele Jahre nicht machte und die - Udo Lindenberg würden sagen - reinknallt.

[8:15] Freier Tag 2/2. 4 Wochen ohne Alkohol. Geschlafen von 1:15 Uhr bis 8:00 Uhr.

Montag, 11. Januar 2016

[14:52] Da ich heute 19 Uhr einen Freund, den ich nur alle Jubeljahre sehe, vom Zug abhole und den Abend mit ihm verbringe, wird die Lektüre in noch engeren Zeitgrenzen stattfinden als an Arbeitstagen. Und zwar von jetzt nach dem Aufstehen samt notwendigen Routinen, wozu unbedingt das Aufbrühen einer gigantischen Kanne Schwarztees gehört, bis 18.30 Uhr. Ich lese immer noch Thomas Wolfes "Schau heimwärts, Engel. Eine Geschichte vom begrabenen Leben". Morgen wird es diesbezüglich ebenso knapp & beengt, weil mein Vater seinen 77. Geburtstag feiern wird und ab dem traditionellen Familienmittagessen der Nachmittag ihm gehört.

[14:50] Nach Nachtdienst 3/3 = Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 27. Geschlafen von 7:30 Uhr bis 14:15 Uhr.

Sonntag, 10. Januar 2016

[18:20] Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 26. Geschlafen von 7:30 Uhr bis 15.30 Uhr. Weiter mit "Schau heimwärts, Engel. Eine Geschichte vom begrabenen Leben" von Thomas Wolfe.

Samstag, 9. Januar 2016

[16:22] Gelesen habe ich durch den gestrigen Vor-Dienst-Schlaf seit gestern 15 Uhr nichts mehr. Denn auf dem Arbeitsweg vermag ich nur sehr, sehr bedingt zu lesen. Auf der Hinfahrt zum Nachtdienst gestern Abend war ich zu aufgekratzt und abgelenkt. Und auf den Rückfahrten von den Diensten vermochte ich nie zu lesen, weil ich sofort wegen der einsetzenden Müdigkeit eindöse und jedwede Konzentration fehlt. Bleibt festzuhalten, daß mir maximal Zeit irgendwann zwischen 16 und 20 Uhr bleibt. Wie die Zeit zwischen 20 Uhr und 21.45 Uhr (Dienstbeginn) abläuft, habe ich im hier beschrieben.

[16:10] Die angegebenen Schlafzeiten deuten an, daß mir, wenn ich lesen will, an Arbeitstagen nurmehr einige, wenige Stunden am späten Nachmittag und frühen Abend zur Verfügung stehen. Wenn ich diese wirklich nutzen will, darf und kann ich den PC nicht angeschaltet lassen. Ich versuche es offline, was auch heißt, daß diese Miszellen von Mittwoch Abend bis Montag früh ruhen werden. Durch mein Kranksein bin ich verspätet mitten in diesen Zyklus hineingerutscht. Ich werde mich höchsten sporadisch in Lesepausen zu Wort melden, beispielsweise, um Statistik-Einträge zu posten und vielleicht einen kurzen Status meiner Befindlichkeit. Die Twittertimeline wird dementsprechend ebenfalls leer bleiben. Also, Leute, Glückauf!

[16:07] Die erste Nachtschicht hinter mich gebracht - besser, als ich gedacht hatte. Enorme Rückenschmerzen. Diese sind allerdings immer nach einer längeren Auszeit prägnant und geben sich nach einigen Diensten.

[16:05] Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 25. Geschlafen von 7:30 Uhr bis 15.45 Uhr.

Freitag, 8. Januar 2016

[21:30] Vor meiner ersten Nachtschicht nach mehr als dreiwöchiger Abwesenheit von Station schlief bzw. ruhte ich von 16.30 Uhr bis 19:50 Uhr, was bitter nötig war, denn ich war sehr unruhig und aufgeregt vor dem "Einstand" als wieder Arbeitender. Dann wie immer um 20.06 Uhr mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof, dort bei Aldi einkaufen und 20.42 Uhr weiter mit Linie 1 nach Lausen zur Klinik, wo ich 21.15 Uhr eintreffe und nach dem Duschen 21.30 Uhr geschniegelt und gebügelt noch für 15 Minuten ruhe, bevor ich um 21.45 Uhr zur Dienstübergabe auf Station erscheine.

[13:34] "dieses ewige Herumstolpern durchs Leben" ((Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel)

[11:35] Retweet: "Ich könnte mir´ne Katze zulegen." "Wozu?" "Dann kann ich künftig mit dem Laserpointer staubwischen!"

[11:34] Retweet: Seit ich jeden Morgen Liegestütze mache, fühle ich mich wie neugeboren. Ich liege hilflos herum und weine viel.

[11:33] Retweet: Die Welt wird mit jedem Tag eine Spur scheißer.

[11:32] Retweet: Der Busfahrer würfelt mit jedem Bremsmanöver die Verteilung der Passagiere neu aus. Habe nun einen verblüfften Opa auf dem Schoß.

[11:31] Retweet: "Ihre Schwächen?" "Ich bin ein Arschkriecher." "Wir melden uns." "Ich erledige das für Sie. Sie sind sicher total beschäftigt. Kaffee?"

[11:30] Retweet: Es gibt Leute, die küssen Kaulquappen, weil sie möglichst junge Prinzen wollen.

[11:28] "Das Buch des Reisens. Von den Seefahrern der Antike zu den Abenteurern unserer Zeit" von Rainer Wieland. "In diesem prachtvoll ausgestatteten Band versammelt Rainer Wieland authentische Berichte von den großen Reisen der Weltgeschichte. Wir begleiten Herodot nach Ägypten, Marco Polo nach China, Humboldt in die Anden, Goethe nach Italien, Heine nach Paris, Gertrude Bell in die Wüste, Amelia Earhart in die Lüfte und Bruce Chatwin nach Patagonien. Vor uns entfaltet sich ein faszinierendes Panorama der Lust und Qual des Reisens."

[11:23] Für Listenfreaks gibt es ein neues Wohlfühl und Stöberbuch: Lists of Note. Aufzeichnungen, die die Welt bedeuten von Shaun Usher. Dazu gehört ein gleichnamiges Blog.

[9:34] Buch begonnen: "Schau heimwärts, Engel. Eine Geschichte vom begrabenen Leben" von Thomas Wolfe. Mit fast 800 Seiten opulente Buchkost, die eine Weile nähren sollte.

[8:34] Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 24. Geschlafen 23.15 Uhr bis 8:15 Uhr.

Donnerstag, 7. Januar 2016

[20:51] Nach 28 Stunden Nahrungskarenz gönnte ich mir einen kleinen Imbiß.

[19:44] Nachdem ich der Ärztin den negativen Gastroskopiebefund mitgeteilt habe, einigten wir uns auf eine neue "Session" Ende Januar. Sollten meine Bauchbeschwerden bis dahin nicht verschwinden, wird ein Abdomen-CT anvisiert. Ab morgen werde ich demnach wieder arbeiten gehen. Es stehen 3 Nachtdienste an, d.h. ich takte mich in meinen gewohnten Rhythmus (mittwochs bis sonntags Nachtdienst) wieder ein. Ich bin sehr gespannt, wie mich der Arbeitsprozess beanspruchen wird. Denn neu und ungewohnt ist das Leben ohne Alkohol. Wenn ich wieder arbeiten muß, muß sich dieses unter Belastung bewähren. In den letzten 24 Tagen, seitdem ich trocken bin, war ich ja unentwegt zuhause und keinem sonderlichen Streß ausgesetzt. Darum bin ich neugierig auf das, was mit bevorsteht und wie ich es meistere oder wie ich möglicherweise grandios scheitere.

[19:32] Retweet: Als Gott einnickte und mit dem Kopf auf der Tastatur aufschlug, nannte er es einfach IBAN.

[19:19] Buch beendet: "Zwei Herren am Strand" von Michael Köhlmeier, Carl Hanser, 256 Seiten.

[17:33] Nach der Magenspiegelung um 9.30 Uhr bis 11.15 Uhr Aufwachzeit. Von den Endoskopieschwestern ausgeschimpft worden, weil ich mir niemanden besorgt hätte, der mich nachhause hätte fahren können, was Pflicht wäre und worüber ich aufgeklärt worden wäre. Mit der Straßenbahn von Grünau nach Sellerhausen - also der ganz normale Arbeitsweg, denn ich habe der Einfachkeit halber den Eingriff in meiner Klinik machen lassen. Dann ein Buch zur Hand, nach 10 Minuten aber eingesehen, daß die Propofol/Ketaminspritze die stärkeren Argumente hat und noch bis 15.45 Uhr geschlafen. Um 18.30 steht die Sprechstunde bei der Hausärztin an.

[17:32] Krank 9/9. Tage ohne Alkohol: 23. Geschlafen 23.15 Uhr bis 6 Uhr = vor Aufregung ohne Wecker aufgewacht, der dann 7 Uhr klingelte. Zwischendurch Deutschlandfunk gehört. Insgesamt nervlich sehr angespannt vor der Gastroskopie. An Lektüre überhaupt nicht zu denken.

Mittwoch, 6. Januar 2016

[21:42] Die Russen haben's gut. Die Feiertage, die bei ihnen auf ein Wochenende fallen, bekommen sie nachgereicht.

[21:25] Morgen wird ein unangenehmer Tag. Für 9 Uhr ist die Magenspiegelung vorgesehen. Danach werde ich durch die Nachwirkungen der Anästhesie voraussichtlich bis abends schlafen. Allerdings muß ich mir den Wecker stellen, weil ich um 18.30 Uhr einen Hausarzttermin habe. 24 Tage lang war ich dann nicht mehr arbeiten, von denen ich 9 Tage frei hatte und 17 krank geschrieben war. Hoffen wir, daß die Endoskopie keinen schlimmen Befund bringt und mich die Hausärztin ab Freitag wieder gesund schreibt. Die Bauchbeschwerden, deretwegen ich initial am 16. Dezember zum Arzt gegangen war, sind immer noch vorhanden. Da alle Befunde - die morgige Untersuchung optimistischerweise schon mal eingeschlossen - bislang negativ gewesen waren, müßten jene als psychosomatisch abgetan werden. Bis auf weiteres...

[21:08] Keine der für mich wichtigen Daten konnten gerettet werden; sie sind unwiderruflich verloren. Auch die nicht ganz so essentiellen Dateien sind futsch. Hinüber ist nun die 3-TB-Platte UND deren Inhalt. Bleibt zu hoffen, daß ich daraus lerne und ab jetzt brav & regelmäßig Datensicherung betreibe. Am meisten vermisse ich meine Lese- und Buchwunschlisten, speziell die Liste mit Bibliomanika, die ich kaufen wollte. Ein ziemlicher Batzen an Informationen ist verloren; es wird 'ne Menge Mühe, d.h. vor allem Zeit kosten, dies wieder aufzubauen.

[14:22] Der Stürmer bezeichnete Charlie Chaplin als "sinnlich unersättlichen amerikanischen Zappeljuden". (Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand)

[13:44] Entdecktes Bibliomanikum: Mein Name ist Buch und nun erzähle ich euch meine Geschichte... von John Agard. Rezensiert im DLR am 5. Januar 2016.

[11:04] Vom Niedergang eines Lesers. Gelesene Bücher: 2012: 137 // 2013: 129 // 2014: 73 // 2015: 20.

[10:13] Retweet: Ich hab mir das zwar auch anders vorgestellt, aber ich leb das nun so zu Ende.

[9:52] "Vorwärme einer besseren Zeit" (Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand)

[9:51] "...immer wiederkehrende Gemütszustand finsterer Ausweglosigkeit - (...) dieser Bastard aus fehlgeleiteten Impulsen und verpantschter Gehirnchemie" (Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand)

[9:01] Buch begonnen: "Zwei Herren am Strand" von Michael Köhlmeier.

[8:59] Krank 8/9. Tage ohne Alkohol: 22. Geschlafen von 23.30 Uhr bis 8 Uhr.

Dienstag, 5. Januar 2016

[18:02] Morgen bekomme ich meine neue externe Festplatte zurück, die seit mehr als 1 Woche zusammen mit der defekten älteren bei einem Freund meines Bruders ist, der versucht hat, Daten zu retten. Ob und wieviele meiner wichtigen Daten ich zurückbekomme, erfahre ich erst morgen, wenn ich die Platte hier anschließen kann. Schön wäre es ja, wenn die Dateien mit den Adressen, Accountinformationen und die Leselisten gerettet werden könnten.

[17:33] Buch beendet: "89/90" von Peter Richter, Luchterhand, 416 Seiten.

[17:11] Hören Sie auf zu schwatzen, rief, in der Abenddämmerung ihrer einstigen Autorität, Klassenlehrerin J. (Peter Richter: 89/90)

[10:29] Der Ski-Atlas BRD-Österreich-Schweiz wurde hier an den Abenden schon herumgereicht und angeseufzt. (Peter Richter: 89/90)

[10:10] "wieder aufgeforsteter Schädel" [eines ehemaligen Skinheads]. (Peter Richter: 89/90)

[9:55] Das wichtigste neue Wort in den Nachrichten war jetzt: Joint Venture. Das wichtigste neue Wort auf dem Schulhof war jetzt: Joint. Ohne Venture. (Peter Richter: 89/90)

[9:10] Krank 7/9. 3 Wochen ohne Alkohol! Geschlafen von 23.30 Uhr bis 8 Uhr.

Montag, 4. Januar 2016

[21:36] Die Menschen an sich sind gut, nur die Leute sind a G'sindl. (Gerhard Polt)

[21:33] Wir sind doch alle nicht auf dem Boden, sondern fliegen verwirrt durch das All. Darum stehen alle so unglaublich auf Tischordnungen, Benimmregeln und Vorlagen, auf Traditionen, Religionen, Chefs. Ohne die sind wir mit uns allein, also verloren. Wir wackeln herum und handeln vernunftbegabt. Das kann doch nur schiefgehen. Schlafen, essen, ficken, kacken. Das ist es, bitte schön, worum es geht. Wir ertrinken in unseren Gehirnen, die wir nicht mit unseren Handlungen koordinieren können. Wir sind gemacht, andere zu töten, und das dürfen wir nicht, wir sind dazu programmiert, uns zu paaren und weiterzuziehen, doch wir heiraten. Wir reichen uns Gebäck. (Sibylle Berg: Der Tag, als meine Frau einen Mann fand)

[21:32] Jede Aussage, die ich mit meiner Verwahrlosung mache, verpufft in Ermangelung eines Menschen, den sie interessieren könnte. (Sibylle Berg: Der Tag, als meine Frau einen Mann fand)

[21:31] Wie halten wir das aus, wie halten das alle aus, ohne wahnsinnig zu werden, diese Demütigung des Todes, warum schreien wir nicht ununterbrochen und heulen, weil wir nicht sterben wollen. Weil wir nicht leben wollen, wenn wir doch wissen, dass alles so albern begrenzt ist. (Sibylle Berg: Der Tag, als meine Frau einen Mann fand)

[19:03] Damals begann ich beinahe einzusehen, warum die in den Büchern und Theatern bei uns alle immer Goethe spielten, antike Stoffe hernahmen, von Sisyphos und Iphigenie sprachen, wenn sie ihre wurstelnden, sehnsüchtigen Nachbarn meinten. (Peter Richter: 89/90)

[18:44] Die Weltgeschichte schreibt einem keine Entschuldigungszettel für den Alltag. (Peter Richter: 89/90)

[18:30] Mauern und die Frage, auf welcher Seite einen der Zufall abstellt. (Peter Richter: 89/90)

[13:46] "der Westfernsehbademeister Hasselhoff" (Peter Richter: 89/90)

[13:24] Jeder Zug hatte einen Unteroffiziersschüler als Zugführer, und alle Zugführer klangen so, wie in Antikriegsfilmen die preußischen Offiziere klingen, kurz bevor ihnen das Monokel aus dem Auge fällt. (Peter Richter: 89/90)

[12:37] Bei Peter Richter eben gelesen, daß es in Dresden gegen Ende der DDR eine Punkrockband namens Fröhlicher Griessbrei gab.

[11:14] Bei dem Wort Frieden fuhren einem automatisch Panzer durch den Kopf. Kindergartenlieder, Nachrichten, Schule hatten da eine kognitive Text-Bild-Einheit geschaffen, die offen gesagt bis heute unauflösbar ist: Der Friede muss bewaffnet sein! Das war ein Wissen, das war älter als die Nationale Volksarmee und der vom imperialistischen Aggressor bedrohte Arbeiter- und Bauernstaat. (Peter Richter: 89/90)

[11:09] (...) meine Klassenlehrerin (...), in Haltung, Frisur, eisigem Lächeln, kann man nur sagen: Margaret Thatcher sah verwahrlost aus dagegen. (Peter Richter: 89/90)

[10:58] Rhabarber gab es immer und würde es auch nach einem Atomkrieg vermutlich noch geben. (Peter Richter: 89/90)

[10:24] Wortperlen: "Monumentalmüdigkeit". (Peter Richter: 89/90)

[10:23] Der Zahnarzt lehnte es ab, meinen Bruder, der Hepatits E hat, zu behandeln. Ja, wo sind wir denn?

[9:57] Wir haben die evangelische Kirche bis heute auch dafür in dankbarem Angedenken, als Aufreißschuppen. Nur zu den Gottesdiensten, sonntagmorgens um halb zehn mit all den zahnlos in den Messkelch sabbernden Omis, sind wir nie wieder hingegangen. (Peter Richter: 89/90)

[9:56] Er hatte einen sehr großen Mund und lange gelbe Zähne; man hatte die ganze Zeit Lust, ihm ein wenig Hafer hinzuhalten. (Peter Richter: 89/90)

[9:53] Wehe denen, die Schaden zu tun trachten, weil sie die Macht haben. Zweitbester Konfirmationsspruch der Welt, fand ich. Micha 2.1. Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit, 2. Kor, 3,17, war nämlich schon weg. Den hatte S. sich unter den Nagel gerissen. Mein Vater, immer um Aufgeschlossenheit bemüht, hatte sich erkundigt, ob die wirklich aus der Bibel sind oder von der RAF. (Peter Richter: 89/90)

[9:50] ... die sogenannten Rüstzeiten der Jungen Gemeinde (...), was für die, die jemals daran teilgenommen haben, in etwa das war, was für diejenigen, die daran teilgenommen hatten, Woodstock gewesen sein musste. (Peter Richter: 89/90)

[9:31] "Wenn Lügen kurze Beine haben, müßte Honnis Sack am Boden schaben." (Peter Richter: 89/90)

[9:22] Buch begonnen: "89/90" von Peter Richter.

[9:19] Retweet: “Mit welcher historischen Persönlichkeit würden Sie gern noch einmal sprechen?” “Mit Noah. Wegen der Obstfliegen.”

[9:18] Retweet: Wenn man das Passwort vom Bürorechner noch weiß, dann war der Urlaub zu kurz.

[9:17] Retweet: Was heißt hier Lebenslüge? Man wird sich ja wohl noch gepflegt etwas vormachen dürfen!

[9:16] Insofern man "Beim Lesen bleiben PC und Smartphone aus" einhält, geht's eigentlich.

[9:15] Krank 6/9. Tage ohne Alkohol: 20. Geschlafen von 23 Uhr bis 7 Uhr.

Sonntag, 3. Januar 2016

[22:02] Retweet: Hamburger ÖPNV. Nick Tschiller bleibt echt nix erspart. (Tatort)

[22:01] Retweet: Wenn es um Unfähigkeit geht, schwinge ich mich zu Höchstleistungen auf.

[21:54] Ich war immer schon äußerst konfliktscheu. Wenn ich auf der Straße hinter einem älteren Menschen laufe, der alt und gebrechlich ist, dann überhole ich schnell. Nur um zu vermeiden, dass ich Erste Hilfe leisten müsste, wenn er oder sie umfällt. (Patrick Hinz: Ich bin Paul)

[21:54] Sie (...) neigte im Extremfall dazu, ein Benehmen an den Tag zu legen, das einen besoffenen Fußballfan neben ihr erscheinen ließ wie einen kastrierten Chorknaben auf Ritalin. (Patrick Hinz: Ich bin Paul)

[21:53] Wenn ihr etwas nicht passte, sagte sie es freiheraus. Sie war ein verbaler Eisbrecher. (...) Könnte man mit Worten in der Antarktis die zugefrorene See zum Schmelzen bringen, jedes Forschungsschiff hätte sie als sprechende, nein, schimpfende Galionsfigur vorne angebunden. (Patrick Hinz: Ich bin Paul)

[20:12] Retweet: Ich stehe hier mitten in der Pampa in einem Naturschutzgebiet und habe LTE. Ist das der Versuch die Jugend nach draußen zu bekommen?

[20:11] Retweet: Wenn mir langweilig ist, schreibe ich ins vegane Mütterforum, dass ich mein Baby statt einzucremen mit einer Speckseite abreibe.

[19:46] Buch beendet: "Ich bin Paul" von Patrick Hinz, dotbooks-Verlag, ca. 206 Seiten. Diese leichtseichte Buch sollte ursprünglich als Überbrückungslektüre dienen und meinen erlahmten Lesewillen wiederbeleben helfen, was nicht so wie gewollt klappte. Jetzt im Neuen Jahr, in dem ich einen erneuten Versuch starte, galt es, auch dieses Buch als drittes von dreien, die teils seit Monaten halb gelesen herumlagen, endlich zu Ende zu bringen. Mit den drei abgeschlossenen und dem vierten (Sibylle Berg) komplett im begonnenen Jahr durchgelesenen Buch lege ich gar keinen so üblen Start hin und kann mich ab morgen einem neuen Buch widmen. Da ich durch den Datenverlust aller Lesepläne und -listen verlustig gegangen bin, kann ich auch diesbezüglich ohne definierte Richtung und allzu starre Vorhaben weitermachen.

[17:58] Quasi vor der Haustür liegt das Viadukt mit der ehemaligen S-Bahn-Linie nach Borna, deren Schienen herausgerissen wurden. Dort soll eine Fahrradtrasse entstehen, genannt "Parkbogen Ost". Jetzt hat die Stadt Leipzig den Sellerhäuser Bahnbogen gekauft. Das Viadukt ist nur einige Fußminuten von meiner Wohnung entfernt.

[17:47] 30 Minuten der Sendung Praxistest über "Ein Jahr bedingungsloses Grundeinkommen", das Crowdfunding Project, gegründet vom Berliner Michael Bohmeyer.

[17:42] Retweet: Schwindelig von den vielen Wendungen im Leben. Und es aussehen lassen, als ob man tanzt.

[16:43] Buch beendet: "Der Tag, als meine Frau einen Mann fand" von Sibylle Berg, Hanser, 256 Seiten.

[11:13] Krank 5/9. 19 Tage ohne Alkohol. Geschlafen von 23:15 Uhr bis 8.45 Uhr. Seitdem gelesen. Gestern wenig gelesen. Nachmittags und abends mehrere Folgen "Person of Interest" gesehen. Unspektakulärer Tag.

Samstag, 2. Januar 2016

[10:28] Es macht mich verlegen, dass aus mir nichts Intelligentes geworden ist, dass ich ein wenig über dem Mittelmaß liege, also dass ich imstande bin, aufrecht zu gehen. (Sibylle Berg: Der Tag, als meine Frau einen Mann fand)

[10:27] Es muss schrecklich für ihn sein, die Haare zu verlieren, denn er ist einer der vielen Menschen, die für das Alter nicht konzipiert worden sind. (Sibylle Berg: Der Tag, als meine Frau einen Mann fand)

[10:26] Eine junge Frau, die sich, dem Gewicht ihrer Brüste geschuldet, eigentlich nur auf allen vieren bewegen dürfte. (Sibylle Berg: Der Tag, als meine Frau einen Mann fand)

[10:25] Das ist das Grauen der mittleren Jahre. Die Langeweile und die noch allzu nahe Erinnerung an Zeiten, in denen alles zum ersten Mal passierte. (Sibylle Berg: Der Tag, als meine Frau einen Mann fand)

[9:55] Würden wir Menschen uns artgerecht verhalten, wir müssten zitternd vor Angst, um unser Ende wissend, am Boden kriechen. (Sibylle Berg: Der Tag, als meine Frau einen Mann fand)

[9:45] Ein Körper, dem man die ernsthaften Bemühungen ansieht, sich gegen den Verfall zu stemmen. (Sibylle Berg: Der Tag, als meine Frau einen Mann fand)

[9:09] Krank 4/9. 18 Tage ohne Alkohol. Geschlafen von 22.30 Uhr bis 8.45 Uhr. Mit Unterbrechungen, denn um 5 Uhr erwachte ich mit so voller Blase, daß der Magen sehr wehtat und ich dann eine Weile nicht mehr einschlafen konnte. Mit dem Magen wird definitiv etwas nicht in Ordnung sein. Die Gastroskopie am nächsten Donnerstag wird's zeigen. Hoffentlich nur ein Geschwür und kein Krebs.

Freitag, Neujahr 2016

[19:46] Buch begonnen: "Der Tag, als meine Frau einen Mann fand" von Sibylle Berg.

[18:22] Am ersten Tag eines neuen Jahres gleich zwei Bücher zu beenden, nachdem man im Vorjahr nur 20 gelesen hat, ist kein übler Auftakt. Es geht um "Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse" von Thomas Meyer, salis-Verlag, 276 Seiten.

[11:12] Eben zum ersten Mal den Begriff Anciennität gelesen.

[11:06] Ein Besuch im schpitol, überlegte ich, erinnert stets an die Ungewissheit der eigenen Restzeit. (Thomas Meyer: Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse)

[10:49] Als Kind war für mich der Begriff "Alka-Seltzer" geheimnisumwittert.

[10:22] Die Zweitlektüre eines im Oktober 2014 gelesenen Buches beendet: "Nüchtern. Über das Trinken und das Glück" von Daniel Schreiber, Hanser, 160 Seiten.

[10:14] Nach all den Jahren der Selbsttäuschung ist man überhaupt nicht mehr imstande zu sagen, wer man war, bevor man trank. (Daniel Schreiber: Nüchtern. Über das Trinken und das Glück)

[10:13] Abhängig zu sein bedeutet auch immer, nicht erwachsen sein zu können. Man geht durch seinen Alltag und versucht die Scham auf einem erträglichen Maß zu halten. (...) Das, was man, wenn man ganz ehrlich zu sich ist, am meisten will, ist trinken. Eigentlich möchte man mit niemandem reden, der nicht auch trinkt, möchte nicht ins Kino, nicht ins Konzert, nicht ins Theater gehen, möchte keine Ausstellung sehen, kein Buch lesen, sondern nur noch trinken. Wenn man so ein Leben lange genug führt, kommt es fast zwangsläufig zu einer massiven Isolation und zu jenen schwerwiegenden charakterlichen Regressionen, die Menschen an Trinkern verwundern. (...) Und irgendwann kommt es schließlich zu diesen erschütternden Momenten reiner Dunkelheit, reiner Pathologie, die wieder abzuschütteln enorme Kraft verlangt. (Daniel Schreiber: Nüchtern. Über das Trinken und das Glück)

[10:05] Aus der Außenperspektive ist für die meisten Menschen nur schwer nachzuvollziehen, dass sich der innere Tiefpunkt nicht bloß über Wochen, Monate und Jahre erstrecken kann, sondern dass er irgendwann einfach zu einer Realität wird, zum Leben selbst. Dass die Versuche, das eigene Leben irgendwie in den Griff zu bekommen, Teil dieser Lebensphase sind und dass die Verzweiflung, wenn sie zu einem alltäglichen Gefühl wird, sich nicht mehr wie Verzweiflung anfühlt, sondern lediglich wie ein Hintergrundrauschen. (Daniel Schreiber: Nüchtern. Über das Trinken und das Glück)

[10:04] Momente der Klarheit sind seltsame Zufälle. Man muss sie beim Schopf packen, denn sie können einem das Leben retten. Sie sind seltene Konstellationen von Neurobiologie und Psyche, die einen ehrlichen Blick auf das abhängige Selbst erlauben. Es sind Zwischenfälle, in denen wir zwar immer noch keinen blassen Schimmer von den Ursachen haben, die unserem Verhalten zugrunde liegen, aber von denen wir trotzdem intuitiv wissen, dass sie gut sind. (Daniel Schreiber: Nüchtern. Über das Trinken und das Glück)

[8:54] Die Wahrheit ist, dass man dem Leben nichts, rein gar nichts abringen muss, keine einzige Erfahrung und erst recht keine Karriere, keine großen Ideen, Werke oder Bücher. Die Wahrheit ist, dass das Leben immer schon genug ist. (Daniel Schreiber: Nüchtern. Über das Trinken und das Glück)

[8:27] Krank 3/9. 17 Tage ohne Alkohol. Geschlafen habe ich von 1 Uhr bis 8 Uhr.