Bücherlei Miszellen (18) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch
Sonntag, 18. Januar 2015
[7:45]
Zwanzig Jahre lang besaß ich dieselben PC-Lautsprecher, welche ich ehedem bei
der längst untergegangenen Firma "Escom" gekauft hatte und bei denen
während der letzten Jahre ein Lautsprecher ausgefallen war, so daß
ich mono hörte, ohne daß mir das großartig bewußt wurde. Vor einigen
Monaten kaufte ich neue Speaker von logitech, bei dem bereits nach
einer Woche der linke ausfiel und ich seit Monaten wiederum nur
mono hörte. Eben machte es knacks, und der scheinbar kaputte
Lauptsprecher gibt wieder Töne von sich. Ich war regelrecht erschrocken.
Freitag, 16. Januar 2015
[9:19]
"Wir haben hier kein Internet... Mhm, ich denke, das ist einfacher so". (Psych S05E12)
[9:17]
Ich komme ja noch immer nicht so ganz darüber hinweg, daß Stiefmutter auf schwedisch "Bonusmamma" heißt.
[9:13]
"Die Stadt ist so klein, daß sie in Klammern gesetzt wird." (Psych S05E12)
[8:45]
Retweet: Nach einem halben Liter Kaffee und zwei Red Bull kann ich nicht mehr blinzeln. Dafür mit fokussiertem Blick Glas schneiden.
[8:44]
Die Station gerammelt voll. Der erste Dienst war sehr anstrengend, zumal ich nicht ganz auf dem Posten bin.
Es geht durchweg, ohne daß man großartig zum Nachdenken kommt. Dienste, in denen man
aufpassen muß, daß man ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. An essen nicht zu denken,
was mir als T2D (Typ-2-Diabetiker) zugute kommt. Und es gab noch nicht einmal Zwischenfälle,
die die Situation verkompliziert hätten.
Donnerstag, 15. Januar 2015
[19:43]
14 Jahre alt ist die Wikipedia und manche sehen sie in der Krise.
[18:32]
Für den nächsten Leseurlaub
dieses Ziel auswählen?
[12:21]
"Wegen der Klitsch'n bringe ich doch niemanden um. Da drücken doch die Schulden schon den Dachstuhl ein". (Die Rosenheim-Cops S08E06)
[9:22]
1000 Jahre Leipzig. Knapp ein Zwanzigstel habe ich miterlebt.
The Guardian erwähnt unser Jubiläum unter den heuer interessanten kulturellen Jahrestagen.
[8:10]
Bei Büchern und Texten über den Tod werde ich immer quicklebendig. Von daher klingt die als E-Book im Frohmann-Verlag erschienene Anthologie Tausend Tode schreiben verheißungsvoll. Erfahren habe ich von dem Projekt durch Liisa, die mit einem Text vertreten sein wird. Insgesamt wird es vier Versionen geben; die finale soll am 13. März 2015 erscheinen.
[8:00]
"Die Idee war und ist, in Form von tausend kurzen Texten tausend höchst subjektive Ansichten auf den Tod zu versammeln, damit diese zusammenwirkend einen transpersonalen Metatext über den Tod schreiben, aus dem wiederum ein plausibles Bild dessen entsteht, wie der Tod in der heutigen Gesellschaft wahrgenommen wird, welche Realität er hat, wie und was er ist." [Mehr].
Mittwoch, 14. Januar 2015
[9:11]
Retweet: Hinter jeder erfolgreichen Frau steht eine Mutter, die fragt, wie das jetzt eigentlich mit Enkeln aussieht.
[8:45]
Retweet: Twitterer. Eine vom Aufstehen bedrohte Spezies.
[8:04]
"Ich bin nachgerade außer mir, daß Sie alle kommen mußten." (Jochen Malmsheimer)
[8:00]
"Was liest du?" mit Jürgen von der Lippe gibt es wieder. Und die erste Sendung ist mit einem meiner Lieblingskomiker, Jochen Malmsheimer.
[7:44]
Klingeltöne = "der Sirenengesang der modernen Technologie". (Inspector Barnaby S14E04 - Ein Funke genügt)
[6:31]
Die Kommissarin fragt den Verlobten, ob die Verstorbene Probleme
mit jemanden hätte, was dieser verneint. Sie hakt nach, ob es
vielleicht jemand sei, von dem er nichts wisse. MitDemKopfAufDieTischKanteAufschlag.
Hat der Drehbuchschreiber wieder das Logikseminar geschwänzt.
[6:19]
Gestern war ich zum Bierabend mit einem Freund in unserer Stammkneipe am Leipziger Südplatz.
Innerhalb weniger Jahre schon der dritte Betreiber. Ehemals hieß sie Musikkneipe Louise,
dann habe ich vergessen, und jetzt eben Hafenbar.
Wie es sich bei diesem Namen gehört,
wird u.a. Astra-Pils ausgeschenkt. Während wir in den warmen Jahreszeiten am liebsten
draußen unter den laubbekränzten Separees sitzen, weilten wir gestern drinnen und
durften staunen, denn es ertönte, was ich so erstmalig erlebe, während des gesamten Abends
fast nur klassische Musik. Ungewöhnlich, oder?
Dienstag, 13. Januar 2015
[18:40]
Mein Alter hat begonnen. Zum Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, der zurzeit
noch mit oralen Antidiabetika (OAD) geführt wird,
den Aus- und Langzeitwirkungen der Wirbelsäulenoperation nach Bandscheibenvorfall mit Nerveinklemmung (2009),
dem Übergewicht, den depressiven Verstimmungen gesellte sich seit heute
noch eine Unterfunktion der Schilddrüse, die
Hashimoto-Thyreoiditis,
die mir die Einnahme einer weiteren Tablette beschert, weil nämlich
T4 substituiert
werden muß. In nächster Zeit bin ich Stammgast bei Ärzten. Im Februar
/ März nehme ich an einer Diabetesschulung teil, die an 7 Nachmittagen
stattfinden wird. Da ich seit 25 Jahren auf einer auch auf Diabetes
spezialisierten Station arbeite, ist das eigentlich nicht ganz so
erforderlich. Aber wenn man selbst von einer Krankheit betroffen ist,
ergeben sich doch auch neue Fragen und Sachzwänge. Im Termine machen
und vor allem einhalten bin ich ganz schlecht, so daß ich den
kommenden Monaten etwas besorgt entgegen blicke...
[15:44]
Der bibliomane Keulenschlag: 26 sehr augenfällige Bibliotheken in aller Welt. Von solchen Listen kann ich nie genug kriegen, wenn es sie auch in allen Varianten gibt.
[9:10]
Für das Durcheinander ist es irgendwie auch bezeichnend, daß der Adventsstern im Andachtsraum unserer Klinik ("Raum der Stille") einen Tag nach Weihnachten aufgehängt wurde.
Manchmal sind es die Kleinigkeiten, die das große Grauen zu Tage treten lassen.
Montag, 12. Januar 2015
[18:09]
Heute ist ein schlimmer Jetlag-Tag an der Grenze zu einem ganz schlimmen Jetlag-Tag.
[17:59]
Retweet: Ich glaube, Kopfhörer sind der Schlüssel zum Weltfrieden.
[16:12]
Mit
Lesen hilft
machte ich eine bibliomane Ressource beim WDR3 aus.
Dahinter steckt das Buch
Lesen als Medizin. Die wundersame Wirkung der Literatur
von Andrea Gerk, die für den WDR verschiedene Häppchen zubereitete.
Themen sind Lesen hilft! (Bibliotherapie),
A Reading Revolution - Die britische Leserevolution (über die Lesegruppen der Organisation "The Reader"),
Wie Worte wirken - Leserhirne wachsen über sich hinaus (neurowissenschaftliche Aspekte des Lesens),
Legale Fluchten - Lesen hinter verschlossenen Türen (Literatur in geschlossenen Institionen wie Gefängnissen, Internaten, Klöstern),
Joy(ce) statt Freud (Die Lesegruppen der Zürcher Joyce-Foundation).
Sonntag, 11. Januar 2015
[20:00]
Mit Lesen hilft eine bibliomane Ressource beim WDR3 ausgemacht.
Diese schaue ich mir demnächst näher an. Jetzt drängt die Zeit, weil ich gleich zum letzten Nachtdienst dieses Zyklus muß.
[19:54]
Tagesroutinen berühmter kreativer Menschen.
Entdeckt in den Tagesnotizen von Liisa. Ich liebe Tagebuchbloggen!
[19:50]
Retweet: Man sollte nur Bücher veröffentlichen dürfen, wenn man sich mit Fremdwörtern auskennt. Das würde ich so auch in jede Rezession schreiben.
[9:26]
Ist Triathlon auf Biathlon eigentlich irgendwie böse?
[8:01]
"Wir wissen zwar eine ganze Menge, und materiell geht es uns sehr gut, aber glücklicher sind wir nicht unbedingt geworden. Weil unsere Vorstellungen, was wir bräuchten, um glücklich zu sein, nicht immer hilfreich sind." (Es muß unter die Haut)
Samstag, 10. Januar 2015
[10:00]
Ich muß mich so aufregen, und niemand begreift, worum es mir geht. Dazu muß ich ausholen.
Wir haben einen Belegungsplan, den wir als Übergabeprotokoll verwenden, das uns hilft,
den Überblick über unsere 36 Patienten zu behalten. Im Rahmen der Neustrukturierung
unserer Station(en) änderte sich die Klientel der Patienten, die in den Bereichen der
Station liegen. Die für ihr Fachgebiet zuständigen Ärzte müssen also bestimmte Zimmer
beobachten, in denen "ihre" Patienten liegen. Dazu bestimmte der Vorgesetzte, daß diese
Bereiche auf unserem Plan grau untersetzt zu markieren seien, damit die Ärzte auf einen
Blick sähen, von wo bis wo sich "ihre" Zimmer erstreckten. Man kann also behaupten, die
akademisch gebildeten Mediziner sind prinzipiell unfähig, sich zu merken, für welche
Zimmer sie zuständig sind. Ich habe einen zu zwei Dritteln grau unterlegten Plan
von Anfang an kategorisch abgelehnt, weil ich der Auffassung bin, daß die Erfinder des
Papyrus und vor allem dann des bedruckten Papieres mit der Entscheidung, WEISS seit eine Farbe, auf
der man schwarz Gedrucktes ganz gut lesen könne, nicht ganz falsch gelegen haben
können. Was mir dabei so grundlegend zuwider ist, ist die Tatsache, daß man sich
in unsere Belange einmischt. Niemand hat das Recht, zu bestimmen, wie wir unseren
Plan zu gestalten haben. Niemand! Zudem ist eine andere Lösung naheliegend. Ich
trennte die Tabelle zwischen den 3 Bereichen mit einer etwas stärkeren Linie und
erreichte den gleichen Effekt, nämlich daß 3 Bereiche ersichtlich sind. Dabei bleibt der Inhalt weiterhin lesbar, also schwarz auf weiß und die Bereiche sind
markiert. Das Leben ist sehr kompliziert. Die Arbeit auf einer Krankenhausstation
um vieles schwieriger, wenn sie es auch nicht sein müßte, wenn man mich gleich
einbezöge und meine Intelligenz würdigte.
[8:29]
Es besteht doch hoffentlich keine Verpflichtung, sagen zu müssen, wenn es einem einmal gut geht? Nur gut! Ihr würdet sonst glauben, ich befände mich auf dem aufsteigenden Ast. -
Im Ernst, seitdem der Augenbefund nichts Schlimmes ergab und auf Station die
Situation trotz hohem Pflegeaufkommen und optimaler Bettenbelegung (100% = 36 belegte Betten)
durch den dritten Nachtdienst als erträglich gilt, fühle ich mich jetzt ganz o.k.
Und der nächste Urlaub (ab 16. März) rückt ja auch näher.
Freitag, 9. Januar 2015
[19:50]
Retweet: Wenn einer eine Schraube locker hat, liegt das oft an der Mutter.
[9:35]
"In den letzten Tagen bin ich kaum zum Lesen gekommen. Das macht einen so unzufrieden..." - Ach, deshalb!
[8:08]
MIT dieser (angefangenen, weil schon 2 Dienst absolviert) sind es noch 9 Arbeitswochen bis zum nächsten Urlaub.
12 sind seit dem letzten Urlaub bewältigt. 21 Arbeitswochen werden es zwischen den beiden Urlauben
gewesen sein.
[7:55]
Gestern vormittag war ich beim Augenarzt. Der Fleck im Gesichtsfeld,
dessentwegen ich hin ging, waren an der Anmeldung und dann bei den
medizinischen Mitarbeitern bekannt. Nur bis zum Arzt ging die Information
verloren. Die Augenärztin hielt die Untersuchung für die alljährliche
Verlaufskontrolle, die Diabetiker zu absolvieren haben. Auf meine Frage,
was denn nun mit dem Fleck wäre, fragte sie: "Welcher Fleck?"
Arztbesuche sind also immer wieder ein Quell heiterer Verarschung.
Und weil mein Blutdruck seit einiger Zeit verrückt spielt und gestern
vormittag überhaupt nicht in den Griff zu kriegen war, eilte ich
anschschließend zur Hausärztin und bekomme nun eine
weitere Tablette.
Von einer wenn auch noch so kurzen Krankschreibung wollte sie nichts
hören. Inzwischen ist noch ein Infekt ausgebrochen, der gestern schon
im Anmarsch war. Ich huste, schniefe und spucke um die Wette.
Der Fleck im Auge wäre dann wohl eine Alterserscheinung des kollagenen
Glaskörpers und eine Netzhautablösung erst dann zu befürchten, wenn
man plötzlich blitzartige Lichterscheinungen sieht. Wenigstens dies zur
Beruhigung und auch (noch) keine diabetische Retinopathie.
Mittwoch, 7. Januar 2015
[11:17]
Deutsche Ärzte ziehen nach Skandinavien oder in die Schweiz. Für sie rücken osteuropäische Mediziner nach - und hinterlassen in ihrer Heimat dramatische Zustände." (Europäische Ärztewanderung)
[11:00]
"Man darf die Menschen nicht mit ihren Engsten alleinlassen." (Peter Glaser)
[10:50]
Das Mittelmeer ist so viel effizienter als jeder Schießbefehl. (Bov Bjerg)
[9:11]
Retweet: Der durchschnittliche IQ beträgt 100. für jeden mit 130 laufen drei Leute in Dresden auf einer Demo mit.
Dienstag, 6. Januar 2015
[19:25]
"Vielleicht hätte ich doch Tiermedizin studieren sollen. Hunde und Kanarienvögel kommen einem nicht mit Burnout. Weil sie keine Illustrierten lesen." (Wilsberg E45: Kein Weg zurück)
[15:35]
"Meinen Frau macht uns einen schönen Tee. Oder hätten Sie vielleicht etwas Stärkeres? Irgendwo auf der Welt ist bestimmt die Sonne schon untergegangen." (Inspector Barnaby S14E02: Mr. Bingham ist nicht zu sprechen)
[15:07]
"Gehirneimer" (= Schutzhelm) (Inspector Barnaby S14E02: Mr. Bingham ist nicht zu sprechen)
[15:06]
"Wie verstand er sich mit den Kollegen im Amt?" "Sein Spitzname war 'Königlicher Hexenjäger'". (Inspector Barnaby S14E02: Mr. Bingham ist nicht zu sprechen)
[14:36]
"Du könntest auch kündigen und wir leben von dem, was ich verdiene." "Tolle Idee. Langeweile und Armut in einem." (Inspector Barnaby S14E02: Mr. Bingham ist nicht zu sprechen)
[11:36]
Retweet: Nichts ist schöner, als endlich den BH auszuziehen. Ich denke, da spreche ich für beide Geschlechter.
[11:35]
Retweet: Wenn die Kirchenglocken uns morgen wieder vor 10 wach bimmeln, stelle ich mich vors Pfarrhaus + rezitiere laut Darwins Entstehung der Arten.
[11:34]
Retweet: Ich hätte gern einen Job mit einem Tätigkeits-Spektrum dem auch ein dressierter Affe gerecht werden könnte. Und einen dressierten Affen.
[11:33]
Retweet: Hüten Sie sich vor Caspar, Balthasar Melchior! Die Rowdies sind verkleidet, gröhlen im Treppenhaus herum und bekritzeln Türen mit Kreide.
[11:32]
"Wie wärs, wenn wir uns mal den Standpunkt von jemand anhören, der gegenwärtig keine Erektion hat? (Scrubs S04E04)
[8:15]
Die Leipziger Bilderkiste entdeckt.
Montag, 5. Januar 2015
[22:57]
Retweet: "Du könntest ja was kochen." "Das deckt die Hausratversicherung nicht ab."
[22:56]
Retweet: Wir beleuchten die Wohnung jetzt mit Kerzen. Nach 2 Jahren mit Energiesparlampen mussten sich unsere Augen erst an das helle Licht gewöhnen.
[22:52]
"Ich wollte immer, daß er Rauschgifthund wird. Aber er sagt, er habe Stirnhöhlenprobleme." (Inspector Barnaby: Unter Oldtimern)
[22:49]
"Eine Herausforderung wäre gewesen, jenen, die weniger belichtet sind, auf den Standard zu verhelfen." (Inspector Barnaby: Unter Oldtimern)
[22:47]
"Das Wasser fließt manchmal auch bergauf." "Sir?" "Laotse. Begründer des Taoismus". "In dieser Gegend aber nicht!" (Inspector Barnaby: Unter Oldtimern)
[21:58]
"Ich liebe die Mittelschicht. Diese putzige Moralität!" (Inspector Barnaby: Unter Oldtimern) - Ich gucke nun S14E01 dieser Serie, die in meiner Top 5 ist.
[20:44]
Es gibt Sätze, die sind so perfekt und grandios, daß ich atemlos bin. In Verena Roßbachers "Schwätzen und Schlachten" steht einer: "Ein Licht, als zechten Engel."
[20:33]
In meinem Hausforum gibt es die wunderbare Idee zu Leserunden zu kürzeren Klassikern aus dem Projekt Gutenberg. Auf diese Weise sollte es uns gelingen, den literarischen Blick etwas schweifen zu lassen, Unbekanntes zu entdecken, und zwar auf zwanglosere Weise, weil die Texte nicht umfangreich sind und meist innerhalb weniger Stunden gelesen werden können und einen somit kaum überfordern, was Intellekt und Zeitbudget anbelangt.
[10:57]
Internet ist eine absolut geile Sache! Und zwar bemerke ich seit Samstag früh einen dunklen Fleck in meinem Gesichtsfeld. Kann vieles sein. Vorhin suchte ich die Homepage der Augenarztpraxis auf, bei der ich zuletzt behandelt worden war, suchte die Kontaktseite auf, mailte kurz mein Problem mit dem Wunsch eines Rückrufes. Eben kam ein Anruf mit einem zeitnahen Termin (am Donnerstag Vormittag). Der dunkle Fleck, der mit den Pupillen mitwandert, sollte schon abgeklärt werden, sei wahrscheinlich aber nicht so ganz akut, wenn er sich eben mit den Pupillen mitbewegt... Daß das so funktioniert: Kontaktformular - und sofortige Reaktion, finde ich super! Wirklich super. So ein Fleck kann, wie ich googlete, eine Degenerationserscheinung des Glaskörpers sein, aber auch auch Symptom einer Netzhautablösung, was ziemlich dramatisch wäre.
[8:22]
"Der absolute Freak. Geht eigentlich nur raus, wenn er neue Druckerpatronen braucht." (SOKO Leipzig S12E05)
Sonntag, 4. Januar 2015
[8:44]
Die so genannte "Bettenrunde", die, wenn es klappt zweimal
pro Nacht durchgeführt wird, bedeutet, daß man durch die
Zimmer geht, in denen bettlägerige und hilfebedürftige
Patienten sind. Immobile Patienten, die sich nicht oder kaum
bewegen können, werden abwechselnd links und rechts in 30°-
bzw. in Rückenlage gebracht. Dabei werden Inkontinenzmaterialien
(Windelhosen oder Einlagen) begutachtet und gewechselt, wenn
unkontrollierter Urin- und Stuhlabgang vorkam. Die entsprechenden
Vorbereitungen, z.B. das Bett in eine unserem Rücken freundliche
und für die anstehenden Arbeiten notwendige Position bringen,
Reinigungs- und Bewegungsprozeduren dauern unterschiedlich lang.
Es wird dafür gesorgt, daß jeder Patient Getränke in seiner
Tasse zur Verfügung und in Reichweite hat. Viele der Patienten,
die nicht streng gelagert werden müssen, liegen doch meist
in ungünstigen Positionen ("runtergerutscht") und werden, wie wir
sagen, "hochgezerrt". Das sind Kraftakte, die man nur zu zweit
bewältigt. Je nach Anzahl der komplett oder teilweise immobilen
oder sonstwie hilfebedürftigen Patienten (z.B. Demente, die sich
Infusions- oder Katheterschläuche entfernt oder die sich Flüssigkeiten
ins Bett gekippt haben), dauert eine solche Runde zwischen 30 und
60 Minuten auf der gesamten 72-Betten-Station.
Immer wieder muß man sie allein schaffen, weil die Kollegin oder
der Kollege anderweitig eingespannt ist. Und immer wieder verschiebt
sich eine solche Bettenrunde, weil Notfälle vorkommen, und
vor allem, weil Neuzugänge aus der Notfallambulanz geholt und
bearbeitet werden müssen. Nicht selten wird aus den zwei intendierten
nächtlichen Rundgängen einer, der im Schweinsgalopp und mit
schlechtem Gewissen erledigt werden muß. Es sind fast immer
Streßsituationen, außer eben wie in der vergangenen Nacht, wenn
man du dritt arbeitet und die Dinge so durchziehen kann, wie sie
eigentlich laut Lehrbuch und eigenen Idealvorstellungen gedacht sind.
[8:21]
Der letzte Nachtdienst war entspannt. Grund dafür ist eine Poolmitarbeiterin,
die als dritter Dienst auf unseren beiden Stationsteilen aushalf. Da muß man
nicht selbst nach jeder Klingel gehen, da werden Neuzugänge entspannter,
weil gemeinsam bearbeitet, da geht man ruhiger "Betten und Lagern". So in
etwa muß der pflegerische Himmel sein.
[8:15]
Oha, in SOKO Leipzig S12E04 ("Leipzig kloppt") spielt OBM Burkhard Jung eine Gastrolle als sich selbst.
Freitag, 2. Januar 2015
[9:03]
Das Leipziger Bildermuseum wird vom Sächsischen Rechnungshof gerügt. Zu wenig Besucher, zu komplizierte Eintrittskarten, zu hohes Gehalt für den Chef usw. Und der entscheidendste Tatbestand wurde nicht erwähnt: Ich war noch nie drin.
[8:46]
Die letzten beiden Nachtdienste waren vollgepackt. Rundum zu tun, immer mit der Angst es nicht zu schaffen.
Keine Pause. Nur mit Mühe, sich ständig daran zu erinnern, ausreichend zu trinken.
Essen fällt sowieso flach. Ehrlich? So ganz gesund kann das alles nicht sein.
[8:41]
Von den 3 besten und schlechtesten Lektüren des Jahres
berichtet
traditionell der Solinger Nicht-nur-Literaturnörgli Marius Fränzel.
[8:14]
In meinem Hausforum beklagte ich meine Leseferne,
etwas ausführlicher als gestern hier. Da meine Blockade mit dem Tod meiner Mutter im Oktober 2013
einsetzte, wurde sie als nicht bewältigte Trauer angesehen, was ich korrigieren mußte:
"Ich bemerke nur, daß es seitdem bergab geht. Vielleicht nur ein Baustein des allgemeinen Abstieges. (...)
Einige Monate nach dem Tod meiner Mutter begann ich wieder zu lesen, bis im Oktober eine erneute Blockade auftrat, die eher etwas mit meinen Lebensverhältnissen zu tun haben und nicht mehr mit der Trauer, die bewältigt worden ist. Ich arbeite im ständigen Nachtdienst, der mir offensichtlich in Hinsicht auf die Lesefähigkeit- und -möglichkeit nicht bekommt, andererseits aber die beste Wahl ist, um an meiner Stelle in meinem Beruf derzeit über die Runden zu kommen. Deshalb rüttle ich nicht an diesem Status und muß dann eben damit leben, kaum zum Lesen zu kommen."
Und auf den Einwand "Lesen ist bei mir so eine Art Lebensgrundwürze. Aber ein bisschen Leben darf schon dazukommen..."
erwiderte ich: "Das ist bei jedem normalen Menschen so und auch gut so. Ich verstand mich
immer als Bibliomanen, die ich abseits der Norm verorte, tatsächlich monoman, verrückt und
allem anderen, was nicht Buch ist, abhold und auch nicht unbedingt gesetzestreu, wenn es darum
geht, an seine Schätze zu kommen.
Donnerstag, 1. Januar 2015
[9:11]
"Selbst wenn wir erst in einer Stunde losfahren, sind wir noch vier Tage vor ihnen am Hafen" (Psych S05E06)
[8:10]
Zwischen 1997 und 2013 las ich jährlich mehr als 150 Bücher. Seit Oktober 2013, dem Tod meiner Mutter, ist die Luft raus. 2014 las ich 73 Bücher - die Hälfte des Einstigen.
[7:50]
Letzte Nacht hatte ich den Eindruck, sämtliche nur irgendwie kranken Menschen
Leipzigs befanden sich auf unserer Station. Wenn "Gesundes Neues Jahr" denn
wenigstens helfen würde!
[7:29]
Nach Nachtdienst 1/5. Auf zur zwölften Staffel der SOKO Leipzig!
Feierabendbier ist kalt gestellt. Vorhin in der Straßenbahn viele
lustige Menschen, die offensichtlich von irgendwelchen Partys
kommen.
Mittwoch, 31. Dezember 2014
[19:26]
Zumindest einen nächsten Versuch wage ich, indem ich gleich, wenn ich in die Bahn zum Nachtdienst 1/5 steigen werde, das nach dem dünnen Simenon zögerlich, d.h. in ebensolchen homöopathischen Häppchen während der Straßenbahnfahrten begonnene Schwätzen und Schlachten von Verena Rossbacher weiterzulesen versuche.
[19:25]
Ihr habt richtig geguckt, wenn ihr feststellt, daß ich seit Wochen nichts oder fast nichts lese. Im Dezember nur zwei Bücher, wobei ich den Kumpfmüller gleich zu Beginn las, und der Simenon zog sich über zwei Wochen hin, indem ich auf dem Arbeitsweg in der Straßenbahn hin und wieder einige Seiten las und dann unweigerlich einschlief, so wie es mir nach dem Dienst (was ja heißt: Nachtdienst) immer passiert. Eine reguläre Lektüre, wie man sie sich landläufig vorstellt - sich hinzusetzen, ein Buch zur Hand zu nehmen und wenigstens eine halbe Stunde zu lesen -, ist seit mehreren Wochen nicht mehr vorgekommen. Ich bin physisch und psychisch ausgebrannt und empfinde keinen Drang mehr zum Lesen und gucke zuhause stattdessen rundweg nur Serien, wenn ich nicht schlafe wie heute beispielsweise von 12 bis 18.30 Uhr.
[19:04]
Ich brauche keine Haustiere, um vor den Scheißböllern zu erschrecken.
[7:53]
"Angesichts von Krankheit und Leiden sind Pflegende emotional stark belastet und müssen laufend Entscheidungen treffen, bei denen ethische Aspekte eine Rolle spielen. Das ist für sie vor allem deswegen stressig, weil die zeitlichen Ressourcen knapp sind".
Über die hohen Fehlzeiten bei Pflegeberufen.
[7:48]
Man erwartet von begabten Menschen, daß sie sich mit dem Stolz über ihre Fähigkeiten zurückhalten. (SOKO Wismar S07E08)
[6:27]
In Berlin entsteht ein Friedhof, auf dem ausschließlich Lesben bestattet werden.
[5:18]
17 Probleme, die nur ein Buchliebhaber verstehen wird.
Den Link fand ich bei der Entdeckung von Lizchens Büchersofa.
Dienstag, 30. Dezember 2014
[13:22]
Die Sendung Lesart des DeutschlandRadios, die es seit Juni dieses Jahres gibt und die ich dank des Audioarchives des Senders sporadisch verfolge, kürt allmonatlich mit dem "Mops des Monats" kuriose Buchtitel. Und aus diesen Titel soll demnächst der "Mops des Jahres gewählt werden.
[13:16]
Ich lese viel, wenn ich reise. Ich bin ja viel unterwegs. Es interessiert mich einfach. (Wolfgang Schäuble)
[12:07]
Als Clara in "Das Herz der Tardis" (Doctor Who S07E10) eben einige Seiten eines Folianten umblätterte, begann mein Geifer zu tropfen. Noch ist der Bibliomane in mir offenbar nicht tot.
[12:00]
Ich bin zynisch tot.
[8:47]
Eine Reise durch die Welt alter und seltener Bücher.
Montag, 29. Dezember 2014
[14:55]
Das dritte Bier der heutigen Verkostung ist das
Braukunstkeller Pale Ale
(33m ml, 5,1% Alc.). Eindeutig das fruchtigste Bier heute.
Milder im Geschmack, ebenso bernsteinfarben wie das Vorbier.
Augenscheinlich ist mein Gaumen verhunzt; denn was die Profitester
hier so riechen und schmecken, bleibt mir wohl verborgen.
[14:33]
"Wer wenig stiehlt, ist dein Dieb, wer viel stiehlt, ist ein König." (Cold Case S07E04)
[14:22]
Bier numero zwei ist das Hopfenstopfer Incredible Pale Ale
(330 ml, 6,1% Alc.). Bbernsteinfarben im Glas, schmeckt es würzig.
Ananas schmeckt man deutlich. Hopfig ist es ohnehin. Meine Güte,
was die Nur-Pils-Trinker so alles verpassen...
[14:17]
Leider steht zu befürchten, daß sich das Bierspezialitätengeschäft
"Bierfreunde" in der Katharinenstraße
in der Leipziger Innenstadt nicht lange hält. Ich habe da wenig Hoffnung.
Desto intensiver sollte man die Kuh melken, solange sie noch Milch,
ähm, Bier gibt. Deswegen wagte ich mich heute durchs Schneegestöber
und riskierte kalte Füße, um nun im warmen Zimmer bei einer meiner
Serienfolgen ein IPA zu genießen, an das man hier in L.E. sonst
nur schwerlich kommt.
[14:07]
"So weit kommt keiner hoch, wenn er wirklich harmlos ist." (Cold Case S07E04)
[13:48]
Wieder 3 Pale Ales gekauft. Zuerst das
Anchor Brewing IPA
aus San Francisco (355 ml, 6,5% Alc.). Mit 5 verschiedenen Hopfensorten.
Dunkel im Glas, kräftiger Antrunk. Aus dieser Brauerei
kenne ich bereits
das "Liberty Ale". Dieses erste Bier für heute erstand ich im Löschdepot in der
Stieglitzstraße (Ecke Könneritzstraße in Schleußig) für 1,50 Euro.
Da ich herbe Biere mag, mundet dieses leicht bitter anmutende Bier gut.
Es ist weniger fruchtig als anderen IPAs.
[12:00]
Da bin aber absolut scharf drauf: Das Paradies liegt hinter mir. Meine frühen Jahre
von Maarten 't Hart.
[11:55]
"Schaumweinheini". (SOKO Wismar S07E06)
[11:46]
Retweet: Also ich lese Bedienungsanleitungen nur im japanischen Original. Bei der Übersetzung geht so viel Atmosphäre verloren.
[7:59]
Retweet: Es ist nicht bekannt, wer den Strick erfunden hat. Aber er hatte die Idee sicher an einem Montag morgen.
Sonntag, 28. Dezember 2014
[20:25]
"Bei dem, was wir machen, bin ich überrascht, daß wir nicht alle nebenbei trinken." (Bones S09E18)
[18:11]
Etwas fürs bibliomane Wörterbuch: Bibliobibuli sind Menschen, die zu viel lesen. Eine Kategorie, zu der ich gewiß nicht gehöre...
[17:55]
"Ich war immer gut mit Anfangsimpulsen und habe nie irgendwelche Abzeichen für Konsequenzen erworben." (Dead like me S02E11)
[5:21]
"Es ist ein glasklarer Selbstmord der Kategorie 'Jung, schön und trotzdem lebensmüde'." (Soko Wismar S07E05)
[3:29]
In der Pflege auch immer wieder pressierend: das mit Haftbefehl gesuchte Gebiß.
Samstag, 27. Dezember 2014
[10:24]
"Hast du Lasix in der Blutbahn, mußt du pinkeln wie ein Truthahn."
[10:21]
"Das Leben ist zum Lachen da, drum nehm ich Psychopharmaka."
Freitag, 26. Dezember 2014
[9:30]
"Ich mage es nicht, wenn man so..." "Vorausdenkt?" "Ist nicht schlecht, wenn man so ... an das Leben heraungeht." (Psych S05E05)
[9:16]
Heute soll es um 13 Uhr Familienessen geben: Sauerbraten, Rotkraut und Klöße.
Ich kam heute nach 6 Nachtdiensten um 7.20 Uhr nach Hause und verbringe wie
immer den Tag bis 11 Uhr vor dem Bildschirm bei meinen Serien. Irgendwie
muß ich dann noch 2 Stunden herumkriegen bis zum gemeinsamen Essen.
Eigentlich bin ich fix und foxy, geschafft und breit wie nur einer.
Ich frage mich immer, wie ich nur in einen Tagesrhythmus kommen soll,
den jemand nachvollziehen kann?
[9:16]
"Es gibt 'n altes Sprichwort. Wenn du fragen mußt, gehörst du nicht dazu." (Psych S05E05)
Donnerstag, 25. Dezember 2014
[9:38]
Weihnachten - das ist doch das, wozu Doctor Who immer alljährlich Specials zu macht?
[8:03]
Weihnachten bei mir auf Station: "Pfleger, komm' mal her, meine Poritze waschen!"
Mittwoch, Heiligabend 2014
[9:38]
"Darf ich Ihnen eine persönliche Frage stellen?" "Nur zu!" "Hat man Sie je auf Schwachsinnigkeit getestet?" (Psych S05E04)
[8:59]
Obschon ich kein Schlagerfan bin, mochte ich Udo Jürgens' Evergreens.
Er stirbt mit 80, Joe Cocker mit 70 und Fritz Sdunek, wie ich eben
erfahren habe, mit nur 67 Jahren. Wie sagt man so schön: die Einschläge
kommen näher. Ich werde im kommenden April 49 Jahre alt. Zeit
eigentlich, mal alles auszublenden und wieder ein Buch zu lesen. Seit
4 Wochen las ich nichts mehr. Es ist grauenvoll, wenn man sich's mal
so überlegt...
Dienstag, 23. Dezember 2014
[10:15]
"Nur eine zarte Linie trennt gebildet von arrogant". (Psych S05E03)
Sonntag, 21. Dezember 2014
[19:23]
Retweet: Man wird im Alter nicht gelassener. Man schafft es nur nicht mehr bis ganz an die Decke.
[19:22]
Daß Bücher lesen und Tee trinken zusammen gehören, beschreibt Daniel in seinem Blog "Mein Lesesessel".
[19:13]
"An die Wand geklatscht. Eine kleine Kulturgeschichte des Froschs". Ich LIEBE das Programm des Deutschlandfunks.
[19:09]
Durch den Schacht in der Küche, der Wasserleitungen etc. enthält, duftet die Räucherkerze des unter mir wohnenden Paares. Advent für Arme.
[9:20]
"Ist dir der Ausdruck 'persona non grata' bekannt?" "Wieso reden wir hier übers Essen?" (Psych S05E01)
[8:25]
Ab heute werden die Tage wieder länger. Vielleicht kommt ich dann endlich wieder zum Lesen. (?) Kleiner Scherz...
[8:23]
Der einzige mir bekannte Mensch, den ich als Leser bewundere und der Finnegans Wake gelesen hat, hat nun darüber gebloggt.
[8:21]
Seit kurzem bemerke ich bei mir Tinnitus. Zunächst nur sehr
diskret, ist er in den letzten Tagen doch merklich schlimmer
geworden und macht mir doch mehr Sorgen als noch beim letzten
Eintrag darüber vor zwei Tagen. Ich werde wohl morgen die
nächstbeste HNO-Sprechsstunde entern und mich nicht abwimmeln
lassen. Vielleicht steckt ein atypischer Hörsturz oder ein
entzündlicher Prozess dahinter, der, schnell und radikal
therapiert, den Tinnitus zu stoppen vermag. Es beunruhigt
einen vor allem die Vorstellung, damit möglicherweise für den
Rest seines Lebens auskommen zu müssen.
[8:13]
Nach Nachtdienst 1/6. Blöder Schienenersatzverkehr zum Adler, weil die
Antonienbrücke gesperrt ist und an diesem Wochenende die Schienen für
die Ersatzstrecke auf der Behelfsbrücke angeschlossen werden. Der Bus
fuhr einige Miinuten eher als sonst die Bahn; ich bekam ihn nicht und
mußte 30 Minuten in der Naßkälte herumstehen und sitze nun eben auch
30 Minuten später bei meinem Feierabendbier und der ersten Serie, die
an Arbeitstagen immer eine Folge SOKO Leipzig ist.
Freitag, 19. Dezember 2014
[17:10]
Ich habe auch 'ne Studie gelesen, daß 86% aller Weihwasser Fäkalien enthalten." (Bones S09E17)
[15:26]
Das dritte Spezialbier heute ist das
Sierra Nevada
Torpedo Extra IPA (0,35 l, 7,2% Alc.),
eines der dunkleren Pale Ales. Herber, markiger, mit deutlicher Hopfennote.
"Formulieren wir es mal bescheiden: Biere wie dieses läuteten die Wiedergeburt der amerikanischen Braukunst ein. Sich mit dem Thema Craft Beer auskennen zu wollen und dieses Bier nicht getrunken zu haben ist demnach so, als würde man Renaissancemalerei studieren und hätte noch nie von der Mona Lisa gehört. Dieses Bier ist der tödliche Torpedo in die überfette Heckpartie lahmer Konzernbiere. Treffer, versenkt!"
[15:15]
In Cold Case S07E02 ist die Rede von Vodka in Plasteflaschen, die nicht zerbrechen,
wenn Alkoholiker mit ihnen hinfallen. Bin bei dieser geliebten Serie nun übrigens
in der finalen siebten Staffel angekommen.
[14:52]
Bier numero zwei ist das
Sierra Nevada
Porter (0,35 l, 5,6% Alc.).
Ein dunkles, malzbetontes Bier. Von diese Brauerei in Chico
stammt ein
Weltmeisterbier, welches ich schon trank und heute
zwei weitere Biere probieren wollte. Dieses Porter ist nun nicht übel;
trotzdem ließen sich vergleichbare dunkle und wesentlich preiswertere
gängige hiesige Biere finden, so daß man keine 3,79 Euro für 0,33 l ausgeben muß.
[14:11]
Drei Fläschchen Bier habe ich aus dem Bierspezialitätengeschäft
"Bierfreunde"
mitgebracht. Zuerst trinke ich das
Zwönitzer
Indian Pale Ale
(0,33 l, 6,8% Alc.). Sehr würziges, feinfruchtiges, hellbraun-orange-trübes Bier.
[7:52]
Seit kurzem habe ich einen noch moderaten, aber dennoch nervigen Tinnitus.
Irgend etwas bahnt sich auch auf dem linken Ohr an; noch schmerzt es kaum,
nur existiert das Gefühl einer Veränderung, eben daß etwas nicht stimmt.
Einen Termin beim HNO-Arzt bekam ich für den 20. Januar 2015. Überhaupt
hapert es gesundheitlich bei mir. Der Typ-2-Diabetes gerät aus der
Kontrolle, der hohe Blutdruck, Rücken- und Ischiasschmerzen usw. usf.
[7:49]
Auserlesene Biere aus aller Welt jenseits der schnöden Pils-Biertradition
offeriert
seit diesem Jahr in der Katharinenstraße das Geschäft
"Bierfreunde".
Durch meinen restriktiven Dienstplan schaffte ich einen
Besuch noch nicht. Vielleicht heute, denn mir ist wieder
einmal nach einem
IPA.
Um 10 Uhr macht der Laden auf.
[4:56]
Retweet: Frischluftohrfeige.
[4:55]
Retweet: Fehlender Wortschatz ist schon ein kleines Mango.
Donnerstag, 18. Dezember 2014
[16:41]
"Es gibt derzeit drei Gruppen, die die Deutschen vermehrt ablehnen, Muslime, Asylbewerber, Roma und Sinti."
Mittwoch, 17. Dezember 2014
[10:12]
"Im Falle Ihres Ablebens würde ich liebend gerne ihre Schläfenlappen sezieren!". (Psych S04E13)
[8:50]
In der vergangenen Nacht füllte ich die Interessenbekundung aus,
mit der jeder Mitarbeiter der betroffenen Umstrukturierungen
in unserer Klinik angeben soll, welchen Arbeitsplatz er sich
wünscht und vorstellt. Ob dem Wunsch entsprochen wird, steht auf
einem ganz anderen Blatt, das uns die Zukunft zeigen wird.
Es heißt also weiterbibbern.
[8:44]
Am vergangenen Sonntag reanimierte eine Kollegin das 17-jährige Opfer
dieses schlimmen Unfalls.
Leider vergeblich. Glücklicherweise mußte ich diese Situation auf der
Straße noch nicht durchmachen. Der schlimmsten Unfall, den ich als Erstzeuge
erlebte, war direkt vor der Blechbüchse. Damals gab es noch keine Ampel
nach der Kurve, und ein Motorrad bretterte mit vollem Karacho heran,
erfaßte einen Mann, der die Straße überquerte, schleuderte ihn 2 Meter hoch
in die Luft. Der Mann atmete noch, als ich, der 5 Meter davon entfernt
stand, ihn besah. Der Rettungswagen war gleich da - die Wache ist ja kaum
200 m entfernt... Der Mann, der sich als "entflohener" Psychatriepatient
entpuppte, verstarb auf dem Weg ins KH. Was aus dem Unfallverursacher
wurde, weiß ich nicht; ich bekam lediglich ein Schreiben der Staatsanwaltschaft,
in dem stand, daß das Verfahren eingestellt worden ist.
[8:20]
Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/3. Nach diesen 5 Nachtdiensten bin
ich Matsch - physisch und psychisch. Am Samstag muß ich wieder arbeiten
und dann gleich 6 Nachtdienste absolvieren, d.h. ich gehe am zweiten
Weihnachtsfeiertag aus der Wache, habe dann 5 freie Tage und beginne an
Silvester mit einem neuen Zyklus.
Dienstag, 16. Dezember 2014
[8:02]
Seit September wieder einige Bücherbestellungen.
Montag, 15. Dezember 2014
[9:50]
"Hier haben wir eine Wassermelone, der perfekte Ersatz für den menschlichen Kopf." (Psych S04E11)
[7:49]
Nachdem uns am Freitagnachmittag die anstehenden Strukturveränderungen verkündet
worden waren, war heute am ersten Werktag danach im Rahmen der Kolleginnen ein
beachtlicher Erregungszustand zu beobachten. Niemand mag es, wenn sich etwas, das
in den vergangenen beiden Jahren gerade erst gewachsen ist, Form und Qualität
angemommen hat, jäh zerstört wird. Unsicherheit, Zukunftsangst sind normale
Gefühle, die jetzt vorherrschen. Heute oder in den nächsten Tagen werden wir
so genannte Interessensbekundungen ausfüllen müssen. Die Pflegedienstleitung
entscheidet dann, wer wohin auf welche Station kommt und ob dem Wunsch
entsprochen wird oder man sich schlechtenfalls in etwas einfinden muß, wovor
man sich ziemlich fürchtet. Die Aufteilung und Zerstreuung bzw. Neuzusammensetzung
des Teams passiert in den nächsten Wochen; denn nach dem momentanen Stand wird
die neue Stationsstruktur ab Februar
durchgesetzt.
Sonntag, 14. Dezember 2014
[20:07]
Aktuelle Lektüre: In homöopathischen Dosen lese ich 45 Grad im Schatten von Georges Simenon.
[8:39]
"Das ist billiges Speed. So etwas würde ich noch nicht eimal meinem Hund zu schnupfen geben." (Soko Leipzig S11E13)
[8:20]
Faustregel: In jeder Krimiserie wird mindestens einmal gefragt: "Alles in Ordnung?" Und der Gefragte sagt dann immer: "Alles ok." bzw. in amerikanischen Serien ziemlich penetrant: "Mir gehts gut!"
Samstag, 13. Dezember 2014
[10:03]
Etwas, das man nicht erleben möchte: eine verkorkste Beerdigung.
[10:00]
"Bei einem Namen wie Longmore - ist Ihnen da schon einmal der Gedanke gekommen, ins Pornobusiness einzusteigen?" (Psych S04E09)
[9:25]
Mit einer gänzlichen neuen Stationleitung verbänden sich
unter Umständen andere Abläufe, Routinen, Vorgehensweisen
und Schwerpunkte. Wer das Sagen hat, bestimmt vieles
oder fast alles. Ein Krankenhaus ist immer noch ein Ort
mit ausgeprägter Hierarchie. Für Menschen, denen Monk
ein Gesicht geliehen hat, sind solche Abweichungen
fast sogar als bedrohlich zu sehen. Etwas, das sich
bewährt hat, zu verändern, ist in meinen Augen eh
unsinnig. Ich spreche mir in Sachen Ordnung, Logistik
und Bestellungen ein gewisses Talent zu. Und immer
beschleicht mich die Befürchtung, daß es nicht mehr
zum Zuge kommt und ausgelebt werden kann. Deshalb auch
meine Angst, daß eine neue Ordnung unter neuer Leitung
vieles an erprobter Vorgehensweise und Routine hinwegrafft.
[8:20]
Ich arbeite nun seit 25 Jahren als Krankenpfleger auf einer
Internistischen Station. Vor 11 Jahren der erste Einschnitt,
als wir von Lindenau, wo wir bis 2003 unter "Stadtkrankenhaus Leipzig"
fimierten, nach Grünau in den Neubau zogen und uns fortan
"Medizinische Klinik West" nannten, seit dem Jahr 2000
Teilklinik des St. Georg Leipzig. Unser Patientengut war
bis vor 3 Jahren recht ähnlich: Herzpatienten (Kardiologie),
Diabetologie, allgemeine Innere (z.B. Schlaganfall, Patienten
aus Pflegeheimen mit Austrocknung, Schwächung, Fieber, Durchfällen
usw.), Alkoholiker. Und seit vielen Jahren die uns nun leider,
leider verlassende Rheumatologie. Als vor knapp 3 Jahren
unserer 72-Betten-Station noch onkologische und Magen-Darm-Patienten
(Gastroenetrologie) eingegliedert wurden, war dies die größte
Umstellung, die wir bewältigen mußten. Ähnlich gravierend
schätzen wir die nun anstehenden Änderungen ein.
Womöglich eine neue Stationleitung, auf alle Fälle neue
Kolleginnen und mit der Geriatrie mit Schwerpunkt Demenz
ein uns gänzlich neues Fachgebiet und kein einfaches,
weil der Pflegeaspekt hierbei abzusehen ist, das
Durchschnittsalter steigen wird, die Pflegebedürftigkeit
als eher hoch einzuschätzen ist. Beispielsweise sind
Wegauftendenz und Inkompliance zwei Punkte, die bei dementen
Patienten im Stationsalltag und besonders nachts eine
immense Rolle spielen.
[8:03]
Zu den Umstrukturierungen. Die erst vor weniger als 3 Jahren geschaffene
"Riesenstation" mit 72 Betten und 4 Fachbereichen wird wieder zu 2 autarken
Stationen a 36 Betten verkleinert. Diese beiden liegen naturgemäß nebeneinander
im Neubau auf einer Ebene unserer Klinik. Eine im Altbau liegende Station
wird geschlossen, ihr Fachbereich (Kardiologie) geht auf eine der beiden
über; dafür verläßt ein anderer Fachbereich (Rheumatologie) unseren Standort
Grünau und wandert ins Haupthaus nach Eutritzsch; ein weiterer Fachbereich,
der bisher dort beheimatet war (Geriatrie), wird zu uns verlegt.
Auf welcher der beiden Stationen ich werde arbeiten müssen, ist noch nicht
raus. Wahrscheinlich jedoch ist, daß es die 36-Betten-Station mit den
Bereichen Onkologie / Geriatrie sein wird. Die Nachbarn kümmern sich dann
um Gastroenterologie / Diabetologie / Kardiologie. Welche Stationsleitung
welche Station führen wird, ist noch unklar. Unser Team wird
durcheinandergewürfelt. Einige Pflegekräfte werden zusammen mit dem
Geriatrie-Fachbereich aus dem Haupthaus zu uns kommen; einige von uns
werden uns in dieser Richtung verlassen. Und wer aus unserem großen
Team nun auf welcher der beiden neu geschaffenen "kleineren" Stationen
tätig sein wird, entscheidet sich in den folgenden Wochen.
Freitag, 12. Dezember 2014
[19:24]
Vor Nachtdienst 1/5. 7 Wochen arbeitete ich seit dem letzten Urlaub; 14 liegen noch vor mir bis zum nächsten.
Heute vormittag sollen mögliche Veränderungen und Umstrukturierungen, von denen ich letzte Woche berichtete,
verkündet worden sein. Ich erfahre erst nachher, wenn ich meinen Dienst beginne, davon und werden morgen früh
etwas dazu posten, insofern etwas Wichtiges ansteht. Ansonsten habe ich heute den gesamten Tag ver/geschlafen.
Von 8.30 Uhr bis eben 18:45 Uhr...
[7:17]
"Können Sie wenigstens Bitte sagen". "Das muß ich nicht immer sagen. Das schwingt im Grunde innen mit." (Pfarrer Braun: Altes Geld, junges Blut)
[7:04]
"Kosmetik ist die Kunst, aus der Not eine Jugend zu machen." (Pfarrer Braun: Altes Geld, junges Blut)
[6:41]
"über kurz oder lang" ist keine primär sexuell konnotierte Redewendung."
[6:35]
Rentner-Bravo (= Apotheken-Rundschau) (Pfarrer Braun: Altes Geld, junges Blut)
[6:11]
"Seit Sie beim LKA sind, haben Sie ein feines Händchen fürs Delegieren bekommen". (Pfarrer Braun: Altes Geld, junges Blut)
[6:08]
"Irgendjemand muß ja die Witwe über ihren neuen Familienstand informieren". (Pfarrer Braun: Altes Geld, junges Blut)
[5:59]
"Wenn auch die Religion der Seele Nahrung ist, so fordert doch auch der Leib sein Recht." (Pfarrer Braun: Altes Geld, junges Blut)
[5:57]
Pfarrer Braun betritt die Küche des Luxusaltenheims: "Welch himmlischen Düfte! Was gibt es heute in der Manufaktur des Wohlgeschmacks?" (Pfarrer Braun: Altes Geld, junges Blut)
[5:56]
Mann erwürgt seine Frau nach 46 Jahren Ehehölle und muß für 4 Jahre in den Knast. Sind zusammen 50 Jahre.
[5:55]
Im Zusammenhang mit einem Luxusseniorenheim für Reiche: "Vom Fango zum Tango". (Pfarrer Braun: Altes Geld, junges Blut)
[5:41]
"Machen Sie mir für morgen einen Termin bei der Kosmetikerin. Pediküre, Manüre. Das ganze Programm. Altbausanierung." (Pfarrer Braun: Altes Geld, junges Blut)
Donnerstag, 11. Dezember 2014
[12:32]
"Da lief 'ne Kochsendung. Bei sowas gehe ich immer ins Bett." "Da müßten Sie ja ständig im Bett sein." (SOKO Wismar S06E18)
Mittwoch, 10. Dezember 2014
[10:35]
Susan Sontag liest Finnegans Wake.
[1:33]
"Wie alle verbohrten Ideologen verwandeln Sie Wissenschaft zu Faschismus." (Warehouse 13 S04E20)
[0:11]
"Er ist ziemlich clever, wenn er nicht gerade an Kekse oder Möpse denkt." (Warehouse 13 S04E20)
Dienstag, 9. Dezember 2014
[23:18]
Homöopathie ist nichts für mich. Gewesen. Doch mein Bibliomanentum ist inzwischen auf homöopathisches Niveau geschrumpft. Das Kafka-Buch Michael Kumpfmüllers war in den letzten zwei Wochen die einzige Lektüre. So, das lasse ich jetzt erst mal sacken. Bis der Schrecken, der Ekel, die Verzweiflung, all der Wahnsinn so richtig zu Tage getreten sind.
[21:51]
Jetzt kenne ich wenigstens 1, der James Joyces "Finnegans Wake" (fertig) gelesen hat.
[21:49]
Neue Serie: Dinge, die so völlig an mir vorbeigehen. Teil 1: Die Hobbits. In welchem Aggregatzustand auch immer...
[10:00]
"Die beiden anderen Idioten finden noch nicht mal ihre Initialen im Alfabet." (Psych S04E07)
[8:23]
Unsere Klinik, die einen rigiden Sparkurs anstrebt, ist wieder in den Schlagzeilen.
In Anbetracht der bevorstehenden Neuigkeiten über die Umstrukturierungen, die uns am Freitag verkündet werden sollen, keine allzu beruhigenden Nachrichten.
[8:11]
Buch beendet: "Die Herrlichkeit des Lebens" von Michael Kumpfmüller, Fischer, 240 Seiten.
Sonntag, 7. Dezember 2014
[9:26]
"Ich zieh' die Nummer mit dem Typen in der Holzkiste durch." "Die Beichte?" "Ja." (Psych S04E05)
Samstag, Nikolausi 2014
[9:46]
Gute Nachrichten für Bierfreunde: In der Katharinenstraße in der Innenstadt (Leipzigs) hat mit "Bierfreunde" die erste Bierboutique eröffnet und bietet Biere aus aller Welt, Spezialitäten, die durchaus etwas mehr kosten dürfen. Ich als einer, der immer nach besonderen Bieren sucht, werde dieses Geschäft natürlich so bald wie möglich aufsuchen und berichten.
[8:33]
Die Nachtdienste sind weiterhin übelst stressig, was meinem Blutzucker gut tut,
da ich ohnehin nicht zum Essen komme. In 1 Woche werden wir informiert, welche
Umstrukturierungen auf uns zukommen. Seit Monaten sind nicht alle 72 Betten
unserer Station belegt, sondern eine Seite fährt nur "auf halbem Topf".
Wir mutmaßen natürlich Schlimmes für uns: Schließungen einer Station bzw. Verkleinerung,
was Umsetzungen von Kolleginnen bedeutete, die dann entweder auf anderen Stationen
an unserem Standort arbeiten müßten bzw. im Haupthaus in Leipzig Eutritzsch,
was für ALLE den größte Einschnitt bedeutete, die gravierendste Veränderung,
wo gibt. Ob man selbst betroffen sein wird...? Am nächsten Freitag wissen wir mehr.
Unter Umständen resultiert daraus ein viel grundlegenderer Lebenseinschnitt,
weil bei schwerwiegenden Änderungen der Arbeitsbedigungen (neuer Kollegenkreis,
neuer Arbeitsort usw.) eventuell Entscheidungen, die man lange schon kalkuliert
hat, umgesetzt werden könnten. Ich bin sehr aufgeregt wie jede meiner Kolleginnen und
Kollegen; denn neben mir arbeitet zurzeit noch ein Pfleger auf unserer
Station, so daß ich nicht Hahn im Korb bin, jedoch oft so krähe, als wäre ich es.
[8:08]
Das Leben hat wieder etwas Glanz gewonnen, einfach dadurch, daß
Hartmut Langes "Der Therapeut. Drei Novellen" (Diogenes) geliefert worden ist.
Das ist, wenn ich die drei Zweitlektüren vernachlässige, mein 18. Buch
von Lange.
Donnerstag, 4. Dezember 2014
[5:07]
"Weihnachtsbuchdrang", gelesen im Thread: "Bücher für die Weihnachts- und Winterszeit".
[3:47]
"Mr. Shawn, ich bezahle nur für Ergebnisse. Das sehen Sie an meinem neuen Kinn." (Psych S04E02)
[3:40]
"Notiz an mich selbst: Irgendwann mal reich sein." (Psych S04E02)
[3:33]
"Warten Sie! Ich bin tatsächlich sehr erschüttert. Das läßt sich wegen der Botoxbehandlung an meinem Gesicht nicht ablesen." (Psych S04E02)
[3:22]
"Die sind die merkwürdigstes Familie im ganzen Viertel." "Shawn, alle Familien sind irgendwie merkwürdig. Das macht Amerika so großartig." (Psych S04E02)
[2:42]
Für die Leser mögen meine Postingzeiten etwas abseitig erscheinen.
Tatsache ist, daß mein Tages-Nacht-Rhythmus derzeit selbst an freien
Tagen dem Nachtdienstmuster folgt. Auch gestern schlief ich von 19
bis vorhin 1.30 Uhr. Gestern saß ich darauf serienguckend bis morgens
8.30 am Bildschirm, was heute analog passieren kann. Ich muß ja
erst heute Abend 22 Uhr zur ersten Nachtschicht meiner neuen
Arbeitswoche erscheinen, die sich in den kommenden Wochen um je
einen Tag verlagern wird, d.h. nächste Woche fallen die freien Tage
auf Dienstag / Mittwoch / Donnerstag, in der Folgewoche dann auf
Mittwoch únd Donnerstag. An Weihnachten und Silvester / Neujahr
muß ich komplett arbeiten.
[2:28]
"Wenn ich mal wieder in Wien bin, trinken wir das, was du für Bier hälst." (SOKO 5113 S40E04)
Mittwoch, 3. Dezember 2014
[17:06]
Retweet: Manchmal frage ich mich, ob und vor allem wann ich all die Bücher lesen werde, die sich bei mir stapeln. Aber solche Momente gehen vorbei.
[16:55]
Hin und wieder werden Bücher bzw. Autoren wiederentdeckt, deren Werke für Jahrzehnte kaum beachtet wurden. Heute stieß ich auf Manja. Ein Roman um fünf Kinder von Anna Gmeyner, deren Name ich zum ersten Mal höre. Dieser Exil-Roman gilt als Zeitdokument für die Jahre 1920 bis 1934. "Dieser Roman ist - wenngleich von draußen beobachtet - ein beklemmend genaues Protokoll des rassistisch-totalitären Wahns, der die Gesellschaft immer gnadenloser in den Griff nahm, der kriechenden Anpassung, der Angst und der Arroganz, mit einem Wort: des deprimierenden Verfalls der deutschen Zivilisation, wie ihn Victor Klemperer in seinen Tagebüchern beschrieb." Vor einigen Jahren erschien Manja als Hörbuch mit der Stimme von Iris Berben.
[14:49]
Übrigens fragte der Kaffeehaussitzer heute in einem Tweet: "Lohnt sich die Beschäftigung mit den Cantos von Ezra Pound? Der Typ hat ja nicht gerade den sympathischsten Lebenslauf..." Als Antwort erhielt er: "Lohnt schon. Ist aber hartes Schwarzbrot. Nix zum Naschen zwischendurch. (...)"
[14:44]
Als Buchhändlerlehrling spendete der Kaffeehaussitzer Blut, um sich die schönen Bücher der Anderen Bibliothek leisten zu können. Hier findet sich eine Übersicht über alle erschienenen Bände.
[4:32]
Der 700-Seiten-Roman
Brüder und Schwestern
von Birk Meinhardt wurde als DDR-Schmonzette
verrissen.
Meine Intuition sagt mir, daß es wesentlich üblere Methoden geben könnte, seine
Zeit zu vergeuden.
[3:20]
Deutsche Filme- und Serienmacher brauchen sich nicht zu schämen.
Auch in amerikanischen Serien wird jedwedes Klischee bedient.
Wenn Amerikaner sich in Kanada aufhalten, spielt unweigerlich Ahornsirup eine Rolle.
[3:20]
Retweet: Der menschliche Körper besteht zu 70% aus Wasser. Oder aus Bier. Hängt vom Wochentag ab.
[3:07]
In der SOKO Leipzig kommt die schwangere Leni vom WC: "Ein gestrandeter Wal, aber 'ne Blase wie 'ne Kaulquappe!"
[2:10]
Als ich kurz nach 19 Uhr sehr durchfroren vom Weihnachtsmarkt und anschließenden Lebensmittelkäufen nachhause kam,
legte ich eine Bachkantate ein, versuchte zu entspannen und aufzutauen.
Innert kürzester Zeit ermüdete ich und kam noch nicht einmal dazu, mir einen
Kafee oder Tee aufzubrühen, hing stattdessen wie ein schlaffer Sack im Sessel,
während man auf CD den Herrn lobte. Kurzum, nach 6 Stunden Schlaf zwang mich die
die Toilette in die Vertikale, in der ich nun bleibe. Ob meiner eine Erkältung harrt,
hat der Körper noch nicht entschieden. Ich spüre, daß dies in der Schwebe ist.
Dienstag, 2. Dezember 2014
[15:00]
Kolleginnen zuliebe werde ich mich nachher auf den Leipziger Weihnachtsmarkt begeben, den ich seit mindestens 10 Jahren erfolgreich umgangen habe.
[14:47]
"Haben Sie die Fähigkeit, sich in andere hineizuversetzen?" "Welche anderen?"
[14:30]
An den Haaren herbei Gezogenes mutet uns Halbglatzen nicht mehr so schlimm an.
[13:32]
Überhaupt könnte ich mir eine Erdbeerallergie bei mir als möglichen Suizidgrund nicht ausschließen.
Desgleichen Unverträglichkeiten gegenüber Hopfen und Weizen.
[13:31]
Ob ich einer unserer Patienten, die eine Erdbeerallergie hat, einen Erdbeerjoghurt mitbringe, um möglichst sicher zu gehen, daß sie keine Erdbeeren bekommt?`
[13:23]
"moderne Nährwertalgebra" (Die Tricks der Lebensmittelindustrie)
[5:14]
Es gibt eine starke Verbindung zwischen Schach und der Logik, die nötig ist, um einen Mord zu planen und durchzuführen. (Bones S09E14)
[3:44]
Zu den filmisch nicht ungern verquer in Szene gesetzten Typen gehören unweigerlich Gerichtsmediziner. Im aktuellen Tatort
läßt sich die Pathologin, als sie einen Bolustod demonstriert, röchelnd theatralisch zu Boden sinken und wirkt auch
sonst exzentrisch. Boerne läßt grüßen. Auch die in den von mir so gerne gesehenen SOKOs auftretenden Leichenschnippler
sind samt und sonders verschroben.
[3:33]
Ich haben wieder mal bei Claudia Klinger kommentiert: Es wird ja diagnostiziert und therapiert, was das Zeug hält. Als Dauernachtdienstler, der nächtlich für bis zu 36 Patienten Tabletten stellt, kann ich mich mit wunden Fingern wundern, wieviel zu schlucken ein Mensch in der Lage ist. Durch die gastrologischen und onkologischen Krankheiten sind viele, viele Schmerzmittel dabei. Mit manchen Medikamenten werden nicht Krankheiten kuriert, sondern ihnen vorgebeugt bzw. sollen Spätschäden vermieden werden. Wozu allerdings muß ein betagter Mensch einen Cholesterinsenker schlucken? Warum müssen sich knapp 90-Jährige durch Magen- und Darmspiegelung quälen? Warum werden Sterbende mit Infusions- und Sauerstoffgaben gefoltert? Wenn ich unseren diensthabenden Ärtzten Gian Domenico Borasios "Über das Sterben: Was wir wissen. Was wir tun können. Wie wir uns darauf einstellen” zur gefälligen Lektüre empfehle, ernte ich nur ein Grinsen. Im Krankenhausalltag ist Routine ambivalent. Sie hilft meistens, sie verhindert aber auch ein Dazulernen, ein Be- und Umdenken. Die vielen Untersuchungen im stationären Bereich sind auch erst so eskaliert, seitdem die sp genannten Fallpauschalen diese Maßnamen seitens der Krankenkassen einfordern. Zu bestimmten Krankheitsbildern gehört eine Kaskade an gewollten diagnostischen Mitteln, bei denen es keine Rolle spielt, ob sie dem oft sehr alten Patienten eigentlich zugute kommen oder einem Berechnungssystem, welches sich verselbstständigt hat.
Montag, 1. Dezember 2014
[20:07]
Retweet: Nächstes Mal drücken Sie die Flasche zum Kühlen einfach an ihr Herz!
[19:51]
Retweet: Ich kann dich so ignorieren, dass du glaubst, du bist ein Baumarkt-Kunde.
[19:38]
"Entscheidend ist, nicht so viel zu denken - ein Konzept, das du sicher problemlos umsetzen kannst." (NCIS Los Angeles S01E19)
Sonntag, 30. November 2014
[7:45]
Ein von mir bewunderter Leser, den ich des öfteren hier verlinke und lobpreise, hat Edith Whartons "Ein altes Haus am Hudson River", das mich kürzlich so begeisterte, ebenso für gut befunden.
Freitag, 28. November 2014
[8:10]
Zum Standard-Repertoire meiner Serienguckerei an Arbeitstagen gehört die SOKO Leipzig. Immer als erstes. Heute S11E02. Aktuell ist die 14. Staffel, die in diesem Herbst anlief.
[8:06]
Um es mal so zu sagen: Wenn man schon nicht mehr Kafka selbst liest, dann wenigstens über Kafka (Kumpfmüllers "Die Herrlichkeit des Lebens").
[7:55]
Nach Nachtdienst 2/5. Lektüre: So einige Seiten von Michael Kumpfmüllers Die Herrlichkeit des Lebens gelesen. Nun am Vormittag, nach Feierabend wie immer zwei oder drei Serienfolgen...
Mittwoch, 26. November 2014
[12:06]
Spontaner Lektüreentschluß, nachdem ich heute in einem Tweet darauf gestoßen bin: Die Herrlichkeit des Lebens von Michael Kumpfmüller.
Nach "Hampels Fluchten", das ich 2005 fünf Jahre nach seinem Erscheinen las, mein zweiter Kumpfmüller.
[10:53]
Aufgeschnappt: "Besitze auch keinen Staubsauger, mit dem man an einem schlafenden Tiger vorbeihuschen könnte."
[9:50]
Heute vor 84 Jahren erschien der 1. Band von Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften".
[8:48]
Beim Lesen lässt sich vortrefflich denken. (Lew Tolstoj)
Dienstag, 25. November 2014
[19:20]
"Ein bißchen dünnhäutig für eine römisch-katholische Pfarrhaushälterin." (Pfarrer Braun: Grimms Mördchen)
[19:12]
Aus den Beständen meines Vaters schraubte ich vorhin eine 100-Watt-ORWO-Glühbirne ein.
[19:11]
Mit "Grimms Mördchen" wieder mal eine Folge Pfarrer Braun, die ich sehr mag.
[19:05]
Gar nicht mitgekriegt, daß Hannes Hegen gestorben ist.
[18:18]
Buch beendet: Das verlorene Wochenende von Charles Jackson. Die Verfilmung erfolgte, Alfred Hitchcock war auch interessiert, 1945 durch Billy Wilder. Der Film gewann 4 Oscars. Thomas Mann war von dem Buch ebenfalls begeistert, Jackson schon lange ein Bewunderer Manns. Beide trafen aufeinander und schrieben sich Briefe.
[2:50]
Falls es sich noch nicht herumgesprochen hat: Ich bin ein Zwiebelfan. Zum
täglichen Brot kommt auf den Belag immer ordentlich rohe Zwiebel.
Überhaupt kann ich nicht einfach nur so belegtes Brot essen, sondern
brauche dazu immer entweder Ketchup, Senf oder Meerretich. Dazu eben
Zwiebeln oder sonst einen Salat, Gurken, Rote Bete. Im Sommer Paprika
und Tomaten.
[2:39]
München Mord
ist in der Tat ein bißchen anders als die anderen. Wie Alexander Held sich bei der Tatortbegehung
mit den Utensilien des Opfers schminkt und wie er dann mit Ohrgehänge und roten Lippen durch die Botanik läuft - das ist großartig! Und solche Szenen finden sich alle fünf Minuten.
[2:12]
Endlich, acht Monate nach dem Pilotfilm der neuen Krimireihe München Mord,
kommt mit "Die Hölle bin ich" E02 auf den Schirm.
Super Besetzung, verquere Kameraeinstellungen, subversiv angehaucht.
[0:31]
Nach einwöchiger Pause nehme ich die Lektüre von Charles Jacksons wiederentdecktem Trinkerroman Das verlorene Wochenende (Perlentaucher) wieder auf.
[0:30]
Freier Tag 2/2. Am Tag nach dem Nachtdienstzyklus, dem so genannten "Ausschlaftag", der leider
als freier Tag gerechnet wird, wenn er es, subjektiv und rein mathematisch betrachtet, gar nicht
sein kann, schlief ich gestern von 11 bis 16.30 Uhr und dann nochmals von 20 bis vorhin 23.45 Uhr.
Langsam kann ich wieder einen klaren Gedanken fassen. Die letzten Arbeitswochen schlauchten sehr.
Die Erholungsphasen reichen nicht aus, wofür ich allerdings selbst die Schuld trage.
Montag, 24. November 2014
[9:29]
"Das Jackett gefällt mir." "Wirklich?" "Jetzt muß irgendwo 'n Obdachloser nachts frieren." (Psych S02E05)
[8:59]
Wow!
[8:48]
Unter Buechergefahr.de gibt es Podcasts zu "zu Trends, Tipps und Modeströmungen rund um das Veröffentlichen von Texten".
[8:11]
Buch begonnen: Gelassenheit. Was wir gewinnen, wenn wir älter werden von Wilhelm Schmid.
[7:50]
Buch beendet: Die Liegenden von Michele Serra, Diogenes, 160 Seiten.
Sonntag, 23. November 2014
[10:15]
"Die Liebe ist die gewaltigste aller Halbwahrheiten." (Oz S03E01)
Donnerstag, 20. November 2014
[6:42]
Was man machen kann, wenn einem jemand begegnet, der von sich behauptet, keine Bücher zu lesen.
[6:34]
Als Leipziger muß man sich bei dem Erfahrungsbericht
Unter Weissen
schämen. Gleich nachdem man angesichts der Tatsache selbst gekotzt hat.
Ich als einer, der täglich mit dem ÖPNV unterwegs ist und als Krankenpfleger mit
sehr vielen unterschiedlichen Menschen zusammentrifft, erlebe xenophobe
Wortäußerungen und Reaktionen auch. So konkrete wie die geschilderte
gegen Schwarze allerdings noch nicht. Meist geht es gegen Ausländer.
[5:49]
"Wehe der Gesellschaft, die Helden braucht." Gehört in der Besprechung des Buches
Wider den Gehorsam von Arno Gruen.
[5:49]
Audrey Hepurn, die zweite Frau, der man eine Unbefleckte Empfängnis abgenommen hätte. (Michael Althen)
[5:31]
Die Idee für die Serie The Leftovers entstammt dem
Roman Die Verlassenen von Tom Perrotta,
den das DeutschlandRadio Anfang November vorstellte.
[5:04]
Buchentdeckungen: Zwei Herren am Strand von Michael Köhlmeier. Winston Churchill und Charly Chaplin bekämpfen den "schwarzen Hund", depressive Zustände.
Mittwoch, 19. November 2014
[13:46]
GenderInnen-Wahn.
[12:58]
Als eine Frau ein Glas sauteuren Weins in einem Zug hinunterkippt: "Nur so kann man den Wein vollmundig genießen. Die Geschmacksknospen einfach überspringen und ab durch die Kehle." (Psych S02E11)
[11:07]
Als Wegbereiter der ARD-Toleranz-Themenwoche hätte sich Luther selbst doch wohl zuallerletzt gesehen. (Martin Luther - Freiheitskämpfer oder Volksverhetzer?)
[10:00]
"Als die Chinesen die Wasserfolter erfunden haben, kannten sie den Kölner Karneval noch nicht." (SOKO Köln S06E22)
[9:09]
In dieser Kolumne meint man, Bargeld gehöre abgeschafft.
[2:02]
Zu meinem Exsikkose-Notat schrieb ich im Klassikerforum noch: In meinen Augen werden die Ärzte auf Station immer jünger. Es wundert einen nicht, wenn sie von manchem Patienten nicht als solche erkannt werden. Diejenigen, die die meisten Dienste schrubben, sind Mitte 20; und wenn dann ein zierliches Persönchen am Bett des Schwerkranken steht, ist die Diskrepanz zwischen Optik und zu erwartender Kompetenz augenscheinlich.
[1:50]
Print is a better technology for what we care about. (Herausgeber der amerikanischen Literaturzeitschrift 'Paris Review')
[1:45]
Buchentdeckungen: Der Bourgeois. Eine Schlüsselfigur der Moderne (Perlentaucher) von Franco Moretti.
Dienstag, 18. November 2014
[16:13]
Nach zig Monaten Pause mache ich mit einer meiner Lieblingsserien weiter: Cold Case (S06E18).
[9:24]
Bei Zeit Online kann man an
dem Global Drug Survey 2015 teilnehmen, der weltweit größten Umfrage zum
Drogenkonsum. Noch zum Thema: zwei anonyme Alkoholiker
berichten
von ihrer Sucht und ich hatte das intensive Gefühl, es würde 1:1 von mir gesprochen.
[9:20]
"Auch strafrechtlich drohen Schwarzfahrern empfindliche Strafen, denn das "Erschleichen von Leistungen" ist ein Straftatbestand."
Erschleichen? Müßte eher ersitzen lauten bzw. zur Rush Hour erstehen...
[9:14]
Embodiment: mit dem Körper die Psyche austricksen.
Vor Wochen erwähnte ich den Tipp, den Vera Birkenbihl gab: sich 60 Sekunden vor den Spigel zu stellen und auf Teufel komm raus zu lächeln.
Auch wenn einem dies zunächst als krampfhaftes Grimassieren vorkommt, spürt man die
Wirkung doch. Je öfter man sich so überlistet, desto nachhaltiger wirkt der Trick.
Später reicht dann in unangenehmen und streßbeladenen Situationen gar der Gedanken an ihn,
um sich "umzupolen" und mit einem Schlag bewußt zu machen, wie man sich wieder tief in
eine negative Sicht hineinmanövriert hatte.
[7:15]
"Wenn die Wege sich trennen" - Über die Haltbarkeit und das Ende von Freundschaften.
Daß Nachlässigkeit und Inaktivität Freundschaften schaden oder sogar killen könnne, bestätige ich.
Müssen oder müßten sie allerdings nicht, je nach der Erwartungshaltung der Beteiligten.
Mit entsprechend langem Atem hält man auch lange Funkstille aus. Trotzdem nicht damit
gerechnet, daß der anderen die Geduld aufbringt.
Montag, 17. November 2014
[21:13]
Und der Red Nose Day hat wirklich nichts mit Alkohol zu tun?
[21:10]
"Ich habe keine Angst vor Ihnen. Die ganze Welt ist unsere Problem. Stellen Sie sich hinten an!" (Crossing Lines S02E11)
[21:03]
"Wenn ich kein Deutscher wäre, würde ich jetzt rot." "Ihr werdet nicht rot?" "Nicht, wenn wir gelobt werden". (Crossing Lines S02E11)
[20:54]
"Habt ihr auch manchmal das Gefühl, daß ihr Dame spielt und der andere Schach?" (Crossing Lines S02E11)
[20:29]
Apropo Sprache. Ein schwieriges Wort in der pflegerischen Dokumentation ist "Exsikkose", übrigens eine der am häufigsten gebrauchten Einweisungsdiagnose für Patienten mit einem Versorgungsproblem. Meistens wird es durch Schwestern und Pfleger verhunzt. Man sollte annehmen dürfen, daß Ärzte als akademisch gebildete mit einer exorbitant langwierigen Ausbildung in der Lage sind, diesen Begriff zu beherrschen. Was las ich aber letztens in der ärztlichen Dokumentation in der Krankenakte: "Exikose".
[20:29]
Daß ich alt werde, merke ich nicht nur an physischen Blessuren, sondern auch daran, daß ich öfter den Duden zu Rate ziehen muß, um die richtige Schreibweise von Wörtern nachzuschlagen. Auf meine Sprachfähigkeit (weniger der Gesamtstil als vielmehr Orthografie, Grammatik und mancher Wortgebrauch) hatte ich mir stets viel eingebildet. Man hat ja sonst nix. Bei einigen Wörtern behelfe ich mir mit Eselsbrücken. Daß beispielsweise "mokieren" nur mit einem "k" geschrieben wird, merke ich mir seit Jahren über "KEIN Mokka".
[20:14]
Kleine Anekdote: Eine Patientin ist nachmittags in ihrem Zimmer gestürzt, wobei allen neu war, daß sie überhaupt das Bett zu verlassen in der Lage sein könnte. Sie galt als sehr pflegebedürftig; auch die Kommunikation schien eminent reduziert. Als ich sie nachts bettete & beim Small Talk erwähnte, daß sie ja wohl nachmittags gestürzt sei, antwortete sie: "Ach, das hat sich also auch bis zu Ihnen herumgesprochen!"
[8:54]
Die letzten beiden Dienste am Wochenende waren, vom Streßpegel her gesehen, oberer Durchschnitt.
Eine Pause war zwar drin, mehr aber auch nicht. Ansonsten straffes Durcharbeiten mit allerlei
Überraschungen sowie erwarteten gehäuften Aufgaben. Jedenfalls bin ich nach diesem Zyklus von
5 Nachtdiensten besonders groggy, komme dieses Mal aber in den Genuß von 3 freien Tagen, muß also
erst wieder am Donnerstag um 22 Uhr auf Station sein.
Sonntag, 16. November 2014
[19:07]
Über den Trinkerroman von Charles Jackson berichtete vorgestern der Büchermarkt. Ich hatte den Tipp allerdings aus dem Literaturclub.
[18:55]
Aktuelle Lektüre: Das verlorene Wochenende (Perlentaucher) von Charles Jackson sowie
Die Liegenden von Michele Serra.
[7:51]
Buch beendet: Warum die Sache schiefgeht. Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen von Karen Duve, Galiani-Verlag, 192 Seiten.
Samstag, 15. November 2014
[7:40]
Nach Nachtdienst 3/5. Ohne Worte. Es ist zurzeit der Horror.
Nach dem Dienst Bemmen geschmiert und in der Straßenbahn gegessen.
Blicke auf einen, als sei man der allerletzte Penner.
Was möglicherweise sogar stimmt.
Freitag, 14. November 2014
[8:15]
Gestern auch keine Lektüre. Früh gucke ich nach den Diensten stets mindestens
zwei Serienfolgen bis zirka 10 Uhr, 10.30 Uhr. Dann Schlaf bis 19.30 Uhr.
[8:00]
Nach Nachtdienst 2/5. Es war ein Knochendienst. Scheußlich. Nicht zum Essen gekommen,
da keine einzige Minute zum Verweilen. Durchgerackert bis zum Gettno, so daß ich heute
Morgen durch akuten Glukosemangel solche Konzentrationsstörungen hatte,
daß die Dienstübergabe reichlich holprig vonstatten ging. Wortfindungsstörungen durch
Hungerdemenz? Glücklicherweise sind nicht alle Nachtdienste so beschaffen. Solche
Extremdienste bilden eher die Ausnahme. Default ist etwas dazwischen
mit durchaus Momenten zum Verzweifeln, aber auch Erholungsstrecken.
Donnerstag, 13. November 2014
[8:04]
Gestern schlief ich 15 Stunden (4.30 Uhr bis 19.30 Uhr). Es fand buchstäblich nichts statt, keine Lektüre, kein gar nichts.
Mittwoch, 12. November 2014
[2:57]
"Wo ist die Leiche?" "Gleich da drüben, je nachdem welches Körperteil sie meinen." (Grimm S03E13)
[2:26]
Im Thread Sammelthread zur Rettung der Kasuskongruenz schrieb ich: "Zwar nicht in einem Buch, aber in einer Fernsehserie: "Das ist wider der Natur". Mal was anderes: Wann klappen die Fußnägel eigentlich wieder runter?"
[1:55]
Mit Deflation eine neuer Tagebucheintrag.
[1:20]
Vor Nachtdienst 1/5. Noch 18 Arbeitswochen bis zum nächsten Urlaub.
"Vor Nachtdienst" - diese Statusmeldung verwende ich, sobald der neue Tag angebrochen ist,
an dem ich aber erst abends um 20 Uhr aus dem Haus zum um 22 Uhr beginnenden
Nachtdienst gehen muß. So gesehen, bleiben mir noch einige Stunden.
Ich schlief vorhin von 17 bis 20.30 Uhr, so daß diese Nacht sicher lang
wird und ich erst früh oder vormittags wieder ins Bett komme.
In der Zwischenzeit widme ich mich wieder meinen Serien.
Nicht, daß einer absurderweise auf den Gedanken käme, ich würde lesen.
Dienstag, 11. November 2014
[23:49]
Von Toni Mahoni, dessen Videos ich damals sehr gerne gesehen habe, hörte ich lange nichts bzw. kümmerte mich nicht mehr darum, seitdem er sich mehr der Musik als dem Videobloggen verschrieben hatte. Nun höre ich, daß er auch als Schriftsteller zugange ist.
[22:49]
J.M. Coetzee und Paul Auster, die sich auf einer Veranstaltung in Südafrika kennengelernt haben, haben sich ganz old school Briefe geschrieben. Dieser Briefwechsel ist nun unter dem Titel Von hier nach da. Briefe 2008-2011 erschienen und laut Rezension, die ich im Deutschlandradio hörte und die ziemlichen Appetit machte, äußerst lesenswert und landet somit auf meiner, wie Liisa sie bezeichnet, Bdignlw-Liste.
[22:07]
Wenige Wochen vor alterbedingter Aufgabe seines Geschäfts ist der Juwelier Wendel in der Dresdner Straße überfallen worden.
[14:00]
Buch beendet: Pfaueninsel von Thomas Hettche, Kiepenheuer & Witsch, 352 Seiten.
[13:59]
Weiter mit Buch begonnen: Warum die Sache schiefgeht. Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen von Karen Duve.
Montag, 10. November 2014
[21:10]
Buch begonnen: Warum die Sache schiefgeht. Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen von Karen Duve.
[21:09]
Existenzielle Themen wie Alter, Sterben und Tod interessieren mich immer schon.
Durch den Büchermarkt vom 2. November stieß ich auf Dieter Wellershoffs Monolog
Ans Ende kommen. Dieter Wellershoff erzählt über Altern und Sterben,
den der 88-Jährige (inzwischen 89) hielt und das nun als Hörbuch erhältlich ist.
[8:14]
Nach Nachtdienst 5/5 = Freier Tag 1/2. Lektürestatus: 73% von Pfaueninsel von Thomas Hettche.
Donnerstag, 6. November 2014
[7:46]
Ganz großes Kino. Gestern Abend latschte ich auf das USB-Kabel, welches eine meiner externen 1-TB-Festplatten mit dem PC verbindet,
wobei der USB-Slot an der Festplatte beschädigt wurde und nach sich ins Innere verkrümelte.
Repariert sowas wer? Oder sollte man sich lieber 'ne neue HDD kaufen und den Inhalt verloren geben?
Es sind glücklicherweise keine sensiblen und für mich lebensnotwendigen Daten darauf;
trotzdem schmerzte mich der Verlust. Wieder ein Beweis für meine These, daß ich und Technik
nicht kompatibel sind.
Mittwoch, 5. November 2014
[18:48]
Der littauische Schriftsteller Grigori Kanowitsch zerstört unsere romantisierte Sicht auf das ostjüdische Schtedl. In der Anderen Bibliothek erschien der Roman Ewiger Sabbat, der in der DDR bei Aufbau vor 30 Jahren bereits unter dem besseren, originalgetreuen Titel "Kerzen im Wind" verlegt worden war. Im Büchermarkt wurde das Buch ausführlich vorgestellt; bei Perlentaucher kennt man es auch.
[18:28]
Buchentdeckung: Aufzeichnungen eines Blockademenschen von Lidia Ginsburg.
"Nach den Lektüre-Erfahrungen mit Schalamow und Agamben liest man das Buch heute als ein weiteres Lehrstück in negativer Anthropologie."
[14:20]
Von Aliens entführt - wie das alles wirklich zusammenhängt.
[14:08]
Der erste Trailer zum Minions-Film, der 2015 anlaufen soll.
[13:33]
Innerhalb weniger Tage schon das zweite Buch (auch) zum Thema Schlaf. "Schlaf als letzter Freiraum: In seinem Essay 24/7. Schlaflos im Spätkapitalismus schreibt der Kunsttheoretiker Jonathan Crary über eine Gesellschaft, die auf Effizienz und ständige Verfügbarkeit getrimmt ist. Eine wütende Analyse des Lebens im Spätkapitalismus."
[13:00]
Wo sie ruhen: Berühmte Grabstätten auf historischen Friedhöfen in Deutschland.
[12:18]
Mit 967 Seiten schlägt die erste Biografie des bedeutendsten Verlegers des neunzehnten Jahrhunderts zu Buche: Johann Friedrich Cotta. Verleger - Entrepreneur - Politiker, besprochen im Büchermarkt vom letzten Mittwoch.
[12:04]
Dieses Jahr wird erstmalig der Siegfried-Lenz-Preis verliehen. Erster Preisträger ist Amos Oz.
[11:51]
"Für den Lyriker Thomas Kling war Christine Lavant eine 'in der Sprache gezielt Randalierende'."
(Büchermarkt, 27.10.2014)
Dienstag, 4. November 2014
[19:08]
Retweet: Werde einen Book-to-go-Laden eröffnen und ihn Starbooks nennen. Und grandios scheitern.
[17:30]
Buch begonnen: Pfaueninsel von Thomas Hettche,
zu dem es in meinem Haus/Magenforum einen separaten Thread gibt.
[12:30]
Ärgerlicherweise habe ich mich verzählt. Es sind noch immer
19 Arbeitswochen bis zum nächsten Urlaub. Bei 5 Arbeitstagen
wöchentlich wären das hochgerechnet 95 Arbeitstage. Realiter
jedoch 89; denn Buß/Bettag, die Weihnachtsfeiertage und Neujahr
fallen heuer auf Wochentage. Zudem steht mir nach 25-jähriger
Betriebszugehörigkeit 1 Tag Sonderurlaub zu. Und wahrscheinlich
kommt bis März noch einer der 4 bis 5 Zusatzurlaubstage dazu,
die je nach geleisteten Schichten zusätzlich zum Grundurlaub
von 30 Tagen
anfallen und die sporadisch, oft kurzfristig, im Dienstplan verteilt
werden. Also kann ich sagen: Bis zum nächsten Urlaub, der am 16.
März 2015 beginnt, muß ich noch 19 Arbeitswochen mit insgesamt 90
Arbeitstagen arbeiten. Mathematik, die so gar keinen Spaß macht.
Da ich bereits 2 Arbeitswochen seit dem letzten Urlaub (13.-19.10.)
hinter mir habe, würde dieser Zyklus zwischen zwei Urlauben
sogar 21 Wochen umfassen.
[11:33]
Buchentdeckung: Kanns nicht und wills nicht. Stories von Lydia Davis.
"Einige Schriftsteller besitzen die unheimliche Fähigkeit, deine Erfahrungen zu kippen. Lies genug Lydia Davis und ihre Stories beginnen dir zu widerfahren." (The New York Times Book Review) -
Sie schreibt seit Jahrzehnten Kurz- und Kürzestgeschichten und
wird von amerikanischen Kollegen wie Dave Eggers und Jonathan
Frantzen geschätzt, wird in der Nachfolge von Raymond Carver
und John Cheever gesehen. Sie ist mit einem bemerkenswerten Hang
zum Skurrilen ausgestattet.
[11:13]
Buchentdeckung: Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft von Peter Spork. "Von der Sommerzeit bis zur Schichtarbeit: Wir treiben routinemäßig Schindluder mit unserer inneren Uhr – und ruinieren damit unsere Gesundheit."
|