Bücherlei Miszellen (43) [<<] [>>]
Ein Lese- und Lebens-Notizbuch

Donnerstag, 4. Januar 2018

[17:41] Innerhalb der Sendereihe "Lebenszeit" des DLF, die freitags zwischen 10.00 und 11.30 Uhr platziert ist, hieß am 22. Dezember das Thema: Bücher, die das Leben prägen (mp3).

[12:08] Retweet: Sätze, die man beim Putzen und beim Sex sagen kann: "Du musst fester reiben!"

[12:07] Retweet: Ich bin heute sehr nah am Schlaflabor gebaut.

[12:06] MDR-Special: "Leben mit der Platte". In der Platte habe ich nie gewohnt. Dennoch interessant, weil es zu unserem Leben dazugehört. Ich erinnere mich noch, wie ich Anfang der 80er einen Freund in einer 1-Raum-Wohnung in der Grünauer Uranusstraße besuchte, ringsum nichts als Matsch und Schlamm.

[11:33] Ich komme vom Vertretungsarzt meiner Hausärztin, dem ich beichtete, daß ich zwei Blutdruckmedikamente pausiere. Nach einer Schimpfkanonade, wofür doch eigentlich die Notfallambumlanzen unseres schönen Landes gedacht seien, die ich bei geschlossenen Arztpraxen hätte aufsuchen können, nickte er meinen Selbstversuch ab. Den nächsten Termin bei der HÄ habe ich regulär am Dienstag. Ab Samstag, wie gesagt, wieder arbeiten gehen. Der Blutdruck vorhin während der Sprechstunden war 160/85 mmHg - für mich normalerweise zu hoch; doch soll ich es tolerieren und nur, wenn er systolisch 170 übersteigt, Amlodipin 5mg dazunehmen. Es ist gut möglich, daß meine Rhythmusstörungen dadurch eskaliert sind, daß es eine Unversträglichkeit gab. Dafür spricht, daß die Extrasystolen in den letzten drei Tagen abnahmen. Verschwunden sind sie nicht, aber weniger stark und häufig.

[8:10] Bevor ich am Samstag für zwei Nachtschichten auf Station muß, bleiben mir nach der Krankschreibung noch zwei freie Tage. Der letzte Dienst war am 22. Dezember; danach hatte ich sechs freie Tage, denen sechs Krankheitstage folgten und nun zwei freie, d.h. heute ist der 13. arbeitsfreie Tag, den ich zuhause herumsitze.

Mittwoch, 3. Januar 2018

[18:24] Meine Mutter mit mir auf dem Balkon
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[18:10] Extremsportler Stig Severinsen kann sein Lungenvolumen auf 14 Liter ausweiten und stellte 2012 den Guinessbuchrekord im Apnoetauchen auf. Er hielt unter Wasser 22 Minuten lang die Luft an.

[17:03] In Kamenzer Malzhaus gibt es die Sonderausstellung "Reklamehelden" (Bilder). Bis zum Werbeverbot im Jahr 1975 gab es in der DDR Werbung. An die Tausend Tele-Tips erinnere ich mich noch gut. Speziell die beiden Slogans "Baden mit Badusan, Badusan, Badusan" und "AKA electric - in jedem Haus zu Hause" habe ich immer noch und immer wieder im Ohr.

[16:00] Am 7. November verlinkte ich den Essay "Du bist das Produkt" (Text) von John Lanchester, der einem Facebook hoffentlich endgültig verleidet. Nun kündigt Influencer und Kulturblogger Christian Köllerer seinen Abschied von der Datenkrake an. Ich bin immer noch am Überlegen. Ich poste seit Jahr und Tag nichts mehr auf Facebook, sondern lasse meinen Account im Leerlauf, weil ich mir gerne den potenziellen Zugriff auf die Kontaktmöglichkeiten zu bestimmten Menschen wie alten Schulkameraden, Arbeitskollegen erhalten möchte. Aber nach diesem Essay erscheint einem selbst das dubios und riskant. Christian Köllerer bleibt einem mit seinem Twitteraccount erhalten. Man wüßte nicht, wie man sonst seinen Tag ohne "Wünsche allseits abstruse Albträume!" beendigen sollte.

[12:54] Die Woche vor und nach dem Jahreswechsel ist für Erkrankte suboptimal. Die Praxis meiner Hausärztin (HÄ) hat erst ab kommendem Montag wieder geöffnet. Bis heute bin ich krank geschrieben durch eine Ärztin, die ich gefunden hatte, nachdem die zwei ausgewiesenen Vertretungsärzte ebenfalls im Urlaub waren und ich vergebens an deren Tür gestanden hatte. Da ich in dieser Woche infolge glücklicher Umstände nur am Wochenende arbeiten muß, entschied ich mich heute, mich als arbeitsfähig auf Station zurückzumelden mit der Maßgabe für mich, wenn es nicht geht, am Montag bei meiner HÄ aufzuschlagen. Es ist kompliziert. Meine HRST (Herzrhythmusstörungen) sind nicht behoben, treten heute aber etwas weniger oft und etwas abgemildert auf. Mangels externen Rates habe ich ein Experiment gewagt und zwei Wirkstoffe meiner Antihypertensiva (Ramipril und Amlodipin) pausiert. Ramipril nehme ich noch nicht so lange ein wie die anderen, so daß ich mir dachte: Wenn Nebenwirkungen der Tabletteneinahme an den Arrhytmien beteiligt gewesen sein sollen, dann solche von Medikamenten, die sich noch nicht so bewährt haben wie diejenigen, die ich schon mehr als zehn Jahre lang nehme (Valsartan, Bisoprolol). Sollte sich mein Verdacht bestätigen, wäre das toll. Allerdings fehlen mir jetzt zwei Wirkstoffe=Tabletten gegen den Bluthochdruck. Eben weil mir kein Arzt zur Seite steht, ist dies unbefriedigend und belastend. Selbstversuche sind seitens der Mediziner zudem nicht gern gesehen. Mir bleibt jedoch nichts anderes übrig, als bis Montag, wenn meine HÄ wieder auf der Praxismatte steht, in Eigenregie herumzumurksen.

[9:50] Körperliche Ertüchtigung beim Spaziergang in Mockau
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[9:28] Bei Claudia Klinger in ihrem Blogeintrag "7 Kilo plus!" kommentiert: "Bei mir ist es noch krasser. Nachdem mein Gewicht von Dezember 2015 bis Juli 2016 um 32 Kilo geschmolzen war (von 114 auf 82 kg), hielt ich dieses Gewicht bis Dezember 2016. Dann brach meine Kontrolle zusammen; im vergangenen Jahr aß ich wieder unkontrolliert und nahm bis dato 22 Kilo zu und hatte vorgestern 104 kg auf der Waage. Das Abnehmen gelang mir fast nebenbei, indem ich die Erkrankung im Dezember 2015 dazu nutzte, mit dem Saufen aufzuhören, wodurch die Pfunde in den nächsten Wochen wie von selbst purzelten, weil die Kalorien des Alkohols wegfielen. Diesen Effekt nutzte ich, auch meine Ernährung einzuschränken. Irgenwann war ich im Flow des Abnehmens, aß nur einmal täglich zur selben Zeit abends um 18.40 Uhr während des Hintergrunds im Deutschlandfunk. Das Doofe ist, wenn, wie auch du schreibst, die "Motivation in den Keller" rutscht. Ich gestattete mir immer mehr Ausnahmen vom strengen Regime, mit dem ich doch eigentlich über 1 ganzes Jahr hinweg so wunderbar zurecht gekommen war. Und wenn man den kleinen Finger reicht, wird die ganze Hand genommen. Sobald ich die Kontrolle verloren hatte, gab ich ganz auf und aß fast täglich Eis. Jede Rückkehr zum alten Regiment verschob ich von Woche zu Woche. Und es ist kurios: Es ist nahezu unmöglich, mit einfachen Bestrebungen und losem Willen wieder zu der Einfachheit der Nahrungskontrolle zurückzufinden. Ich konnte mich ein ganzes Jahr lang nicht durchringen, auch nur einen Versuch zu wagen. Vor 5 Tagen sorgte eine neue Erkrankung dafür, daß ich die Lust auf Essen verlor, weil es mir dreckig geht. Jetzt ist zumindest ein erster Schritt geschafft: einige Tage mit recht leerem Magen, in denen ich die Kontrolle über die Kalorien wiedergewann. Wichtig jetzt, sich Nahziele zu setzen. In meinem Fall wäre das, nicht weiter zuzunehmen und möglichst unter 100 kg zu kommen. Allerdings schiele ich zurzeit weniger auf die Waage und lasse die Entwicklung einfach geschehen, ohne sie zu forcieren, weil meine aktuelle Erkrankung eine ganz andere Baustelle darstellt, durch die die Gewichtsproblematik an Dramatik verliert."

Dienstag, 2. Januar 2018

[16:47] Auch die finale Folge S16E26 der SOKO Leipzig - "Chefsache" - entpuppt sich als Langfolge, womit es in der 16. Staffel nach "Wer Wind sät" (S16E18) und "Aus der Hölle" (S16E19) gleich drei 90-Minüter gibt. Auf der Suche nach Nazis kann man sich diese Zeit schon mal lassen. Zudem soll sich ja entscheiden, wer die Nachfolge von KHK Hajo Trautschke antreten wird.

[9:23] Raubtierfütterung durch die Mutter
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Montag, Neujahr 2018

[11:33] Nun weiß ich auch, was mich so irritiert hat, als ich "Zuckersand" las. Jochen Schmidts gleichnamigen Roman "Zuckersand" las ich im April 2017. Offenbar basiert der Film nicht auf der Geschichte, die Schmidt erzählt. Oder?

[11:20] "Der Fall Reinhardt" (E905) ist ein düsterer Kölner Tatort. Drei verbrannte Kinder, die zuvor betäubt worden sind, eine Mutter, die überlebt hat. Für Neujahr eigentlich kein passender Film. Nachher gibt es Familienessen und nachmittags Glotze oder Film per USB-Stick an der Glotze mit Vater und Bruder - dem Rest der Familie. Vielleicht kann ich ihnen den heute Morgen entdeckten "Zuckersand" schmackhaft machen...

[9:11] DDR 1979. Die Freundschaft zweiter 10-Jähriger. Ein Ausreisantrag, der beide Kinder trennen wird. Der Film "Zuckersand" ist noch bis 18. Januar in der Mediathek vorhanden und herunterladbar. Für mich natürlich reizvoll, weil ich in der DDR 1979 auch noch Kind war und das Kolorit und die Gegebenheiten genau kennen.

[8:49] Bei Euromaxx werden in der Rubrik "50 Küchen" Berliner Restaurants vorgestellt, in denen man sich "durch die Welt schlemmen kann, ohne die Stadt zu verlassen". Alle von den Inhabern der Restaurants präsentierten Gerichte sind inklusive Rezepte in dem Kochbuch "50 Küchen, eine Heimat" (Amazon) enthalten.

[8:31] In Weimar wird die Purcell-Oper "Dido und Aeneas" auf historischen Instrumenten gespielt. Klingt dann wie damals + anders als heute, da beispielsweise das Cello früher tiefere Töne erzeugte.

[7:55] Kindheitswohnzimmer mit Blumenbank und Schwarzweißfernseher
dias011

[7:52] Retweet: Im Kopf sollte immer ein Platz für Schabernack reserviert sein.

[7:51] Annähernd 10 Stunden geschlafen, am Vortag waren es zusammengerechnet sogar 13 Stunden, was aber an den Extrasystolen nichts ändert; sie sind während der letzten Tage so gravierend und periodisch so oft wiederaufgetreten wie noch nie zuvor. Die Ärzte winken aufgrund der angeblichen Harmlosigkeit dieser Arhythmie meist ab, doch können sie subjektiv quälend sein. In den vergangenen Tagen hatte ich häufig Todesangst bzw. eine zwingende Hoffnungslosigkeit hinsichtlich meines Zustandes, verbunden mit dem Gedankenspiel, daß meinem Leben jedwede Qualität und die Aussicht auf Verbesserung abhanden gekommen ist. Es war also der beschissenste Jahreswechsels meines 51-jährigen Lebens. Die gute oder eben schlechte Nachricht: "Extrasystolen lassen sich meist nicht durch Änderungen der Lebensweise beeinflussen." Dennoch ein wichtiger und für mich neuer Hinweis: "Die Elektrolyte wie Kalium sollten im sogenannten hochnormalen Bereich eingestellt sein."

Sonntag, Silvester 2017

[18:10] "Gluten - das Kryptonit der Menschen." (Michael Mittermaier)

[18:09] "Bulimielernen an der Staatsschule." (Kai Wiesinger)

[17:29] "Das Leben ist kein Tindergarten." (Michael Mittermaier)

[16:37] "Wenn das Leben endlich ist, wann fängst du endlich an zu leben?" (Eckhardt von Hirschhausen)

[11:22] Mein jüngerer Bruder in sehr jungen Jahren mit Lakritzstange
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[11:11] Richard David Precht spricht von einer vierten industriellen Revolution. Abgesehen davon, wieviele seiner Zukunftsprognosen eintreffen werden, so ist jetzt schon erkennbar, daß Arbeitsplätze wegfallen, wie bei Siemens momentan exemplarisch zu sehen. Die behaupteten 50% in den nächsten 20 Jahren? Daß weitere und größere Flüchtlingswellen die Festung Europa erstürmen werden, ist auch plausibel. Precht läßt offen, ob wir die Biege kriegen. Es kann auch alles ganz, ganz schlimm werden. Ich frage mich nur, warum solchen Propheten und luziden Denker wie er oder Gunter Dueck nicht mehr Gehör finden. Sie kommen mir wie Rufer in der Wüste vor. Kassandra 2.0.

[11:10] Wohnung meiner Kindheit (mit Loggia, unten 2.+3. v.r.) in Leipzig Mockau, Leonhardtstraße 45. Von 1966 bis 1980.
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[8:22] Je mehr wir Jahre zählen, / Je mehr uns Tage fehlen, / Je mehr die Zeit sich kürzt: / Es wird mit ihr verloren, / Was mit der Zeit geboren, / Die alles fällt und stürzt. (Andreas Gryphius: Am Schlusse des Jahres)

[8:08] Retweet: Natürlich können Drogen dich umbringen, es gibt aber auch Nachteile.

[8:07] Retweet: "Ich kaufe noch schnell Gummis." "Alter, du trägst eine Gürteltasche. Die Kohle kannst du dir sparen."

[8:06] Retweet: "Es ist Dein 30. Geburtstag - wünsch Dir was!" "Ich will einfach nur sterben." "Wenn Du es uns sagst, geht es nicht in Erfüllung..."

[8:05] Retweet: Wer sich an Silvester um 22:17:56 einen Böller in die Poritze steckt, kann die Darmverschluss-OP über die Krankenkasse noch im alten Jahr abrechnen.

[8:04] Retweet: Ich habe heute den Abfallkalender für 2018 bekommen. Steht wieder nicht drin, wann man AfD-Mitglieder rausstellen soll.

[8:03] Retweet: Rückblickend gesehen war 2017 einfach ein ganz, ganz tolles Jahr für Pessimisten.

[8:02] Retweet: *Beim Streit* - Sie: "FAHR DOCH ZUR HÖLLE, ICH HASSE DICH!" Ich: "Ich hoffe, dir rutscht beim Händewaschen der Ärmel runter." Sie: "Das nimmst du zurück!"

[8:01] Retweet: Im Grunde ist es ganz einfach: Was Ed Sheeran nicht singt, das singt James Blunt.

[6:20] Retweet: Wie sich Assis im Mittelalter wohl beleidigt hätten. "Dein Antlitz bringt mich dem Speien nahe. Schweig still, Dirnenspross! Deiner Mutter vermochte ich Beischlaf zu leisten!"

Samstag, 30. Dezember 2017

[6:41] Im Tatort "Norbert" (E428) von 1998 betreten Batic Und Leitmayer eine Table-Dance-Bar, einer bestellt einen Espresso, der andere, gefragt, was er wolle, antwortet: "Nichts". Die Barfrau: "Nichts gibts hier nicht!" Daraufhin zückt er seinen Dienstausweis und meint: "Ich habe 'ne Monatskarte."

[1:26] Obwohl ich Modeste Melancholie seit zig Jahren in meiner Blogroll habe, entdeckte ich erst heute, wie literarisch sie schreibt und wie sehr ich mir wünsche, sie würde die Texte in ihrer Schublade veröffentlichen. Ich habe mich in ihrem Blog, nachdem ich den großartigen Großmuttertext entdeckt hatte, regelrecht festgelesen.

[0:30] Melancholie Modeste schreibt über ihre Zeit in Großmutters Küche - ein ganz wunderbarer Text, bei dem ich sofort Lust habe, ein Pendant zu schreiben.

[0:20] Ein Krankenhaus in Donauwörth reagiert auf den Pflegekräftemangel, indem es die Bettenzahl an die vorhandenen Pflegekräfe anpaßt, d.h. daß es Zimmer/Betten sperrt, wodurch dem KH Geld verloren geht.

[0:19] Retweet: "Willst du zuerst die gute oder die schlechte Nachricht hören?" "Die schlechte." "Das Bier ist alle." "Und die gute?" "Du bist dran mit Holen."

[0:18] Retweet: Ich glaube an das Gute im Menschen. Ich muss noch so viel verlernen!

[0:17] Retweet: Eintuppern, das "Stirb langsam" der Lebensmittel.

[0:16] Retweet: Ich bin so alt, bei uns war Bio noch ein Schulfach und keine Religion.

[0:15] Retweet: Ich setzte mir Wasser für einen Tee auf. 30 Minuten später betrete ich die Türkische Dampfsauna.

Freitag, 29. Dezember 2017

[23:51] Aufgeschnappt: "Weihnachtszeit, die wiederkehrende Interimszeit zwischen Schuften und Raffen".

[23:43] Den Geschirrspüler nicht zu akkurat einräumen! Ihr kennt Tetris?

[23:04] Cat-Content: Zu Besuch in Opole bei Geschwistern meiner Oma.
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[23:00] Inzwischen ist Staffel 4 der genialen britischen SF-Serie Black Mirror erschienen. Ehrlich gesagt, habe ich die dritte noch nicht gesehen, nicht weil sie mir über war, sondern im Gegenteil weil ich sie mir als etwas Kostbares aufgespart habe, so wie ich mir etwas Begehrtes stets aufgespart habe und bis heute den Braten bzw. die Fleischbeilage während eines Mittagessens als letztes esse.

[22:55] Auf die Uhr habe ich nicht geguckt, als ich mich heute Vormittag wieder ins Bett legte, einen älteren Leipziger Tatort mit Kain und Ehrlicher (Rotkäppchen) sah und hernach beim Deutschlandfunk wegnickte. Aber ich muß acht, wenn nicht sogar neun Stunden hintereinander geschlafen haben.

[10:00] Vom Hausarzt gekommen, der mich bis zum 3. Januar krank geschrieben hat. Zwischen den Feiertagen eine Odysee, eine offene Arztpraxis zu finden. Meine Hausärztin hat 2 Vetretungen angegeben, die ich beide abklapperte, die jedoch ihrerseits wieder auf andere verwiesen haben. Bei Praxis Nr. 3 dann eingelassen worden. Natürlich war im EKG gerade nichts zu sehen: kein Holpern, keine Extrasystole. Die setzten naturgemäß ein, sobald ich wieder auf der Straße stand. Mein Befinden ist wirklich desolat, so daß ich froh über diese Auszeit bin. Die Schlafstörungen momentan so krass, daß ich immer nur 3 Stunden Schlaf habe, mich dann herumwälze und eine Stunde später dann doch wieder aufstehe, vor den PC setze, um nach mehreren Stunden wieder ins Bett zu gehen für weitere drei bis vier Stunden, wenn überhaupt. Insofern kein Wunder, daß sich die Herzrhythmusstörungen so manifestiert haben.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

[20:05] Cousine, Tante, Mutter und ich
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[14:15] "Schalom Aleikum" (Polizeiruf 110: "Das Wunder von Wustermark")

[13:33] Ich vergaß zu erwähnen, weshalb ich zur Hausärztin gehen wollte. Am gesamten gestrigen Tag bzw. schon in der Vornacht erneut Herzrhythmusstörungen (HRST) erlitten, die man nicht so einfach wegsteckt, sondern die einen, wenn sie so dauerhaft sind, ängstigen und schwächen. Aber Extrasystolen sind nicht behandelbar. Wenn es denn welche gewesen sind. Heute stehe ich wackelig auf den Beinen. Ein Gefühl des Neben-Sich- Stehens ist eine Begleitscheinung solcher Attacken. Nun hat die Praxis der HÄ in diesem Jahr nur noch heute Nachmittag offen. Da ich aber UNBEDINGT den Film über die Stille sehen möchte und heute noch keine mehrfachen HRST aufgetreten sind, verschiebe ich es. Notfalls segle ich in die NFA (Notfallambulanz) meiner Klinik, die rund um die Uhr besetzt ist.

[12:50] Polizeiruf 110 "Das Wunder von Wustermark" (E196) von 1998 mit dem ersten Auftritt des Dorfpolizisten Horst Krause. Starbesetzung mit Otto Sander, Ben Becker und Steffen Scheumann nebst einem Kurzauftritt von Dolly Buster.

[12:25] Der Trigger, endlich ein neues baumwollnes Teesieb zu kaufen - das alte ließ gerade noch so Wasser durch, wodurch massiv Aromen verloren gingen -, war, daß aktuell bei ALDI wieder diese 250-g-Dosen mit Darjeeling, Ceylon und Assam für je 3.- Euro zu haben sind. Eigentlich wollte ich zu meiner Hausärztin, deren Praxis aber nicht geöffnet hatte, so daß ich, nachdem ich den Tee gesichtet und erstanden hatte, in die Stadt zum Teehändler am Markt (unter den Arkaden am Alten Rathaus, wo ich immer schon Teeutensilien kaufe) fuhr, weil es sinnlos gewesen wäre, den, naja, nicht kostbaren, aber anderen als die gewohnte Aldi-Ostfriesen-Mischung Tee durch das beinahe dichte Sieb zu jagen. Als Belohnung sagte mir die Facebookseite der Kinobar Prager Frühling, daß heute 16 Uhr "Zeit für Stille" (DLF) läuft, den ich vor zwei Wochen entdeckte. Inzwischen sah ich einen Bericht über den Abenteurer Erling Kagge, dessen Buch "Stille. Ein Wegweiser" aus seinen Erfahrungen speist. Kagge hat einiges auf sich genommen, um der Stille nachzuspüren und nur knapp dem Tod entging.

[3:11] 2001, als der Polizeiruf 110 - "Jugendwahn" (E255) - gesendet worden, war die Welt noch "in Ordnung". Schmücke quarzt sich durch die Ermittlung, friedlich paffen er und die zu vernehmende Verdächtige sich durch die Befragung.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

[16:14] Früh übt sich. Als Knirps zuhause im Wohnzimmer.
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[16:11] Der Weimarer Tatort "Der wüste Gobi" (E1040) ist komplett irre, spektakulär irre. Ein Gagfeuerwerk mit minütlichem Wortwitz auf allen Leveln. Allerdings nichts für die Puristen, die von einem Tatort ernsthafte Ermittlungsarbeit erwarten. Die Kritik an den jüngsten Tatorten verstummt ja nicht. Wenn man wie ich ohne Erwartung an jeden neuen herangeht, schätzt man sie fast alle; selbst den Ausflug ins Horrorgenre mit "Fürchte dich" (E1033) fand ich gut.

[8:15] Retweet: Früher bestand "Feinkost" noch nicht aus schnödem Joghurt. Da lief im Lennestädter Kino "Der weiße Hai", in der Buchhandlung daneben gab es "Der weiße Hai - das Buch zum Film!" und daneben bei Feinkost-Rademacher Haifischflossensuppe - die Suppe zum Buch.

[8:14] Retweet: Ich war genau 1,2 kg bei meiner Familie!

[8:13] Retweet: Die Duschkabine passt noch - alles halb so wild.

[8:12] Retweet: Lasst uns volle Tupperdosen tauschen! Rotkraut hab ich doppelt.

[8:11] Retweet: Ich bin nur noch ein WhatsApp-Weihnachtsvideo von einem sehr langen Aufenthalt im Hochsicherheitstrakt entfernt.

[8:10] Retweet: Einmal so viel menschliche Nähe spüren wie der Bund einer Stretchhose an Weihnachten.

[6:52] Als ich gestern Nachmittag mit Vater und Bruder "Mr. Bean macht Ferien" wiedersah, erwähnte ich ihnen gegenüber die Neuverfilmung der Maigret-Romane mit Rowan Atkinson als Maigretdarsteller und sah abends, daß die zweite Staffel (an)gelaufen ist. Ich habe für heute zunächst "Die Nacht an der Kreuzung" anvisiert, desweiteren den gestrigen Weihnachtstatort E1040 - Der wüste Gobi sowie die Wilsberg-Weihnachtsepisode "Alle Jahre wieder". Bis dahin zunächst aber andere Serien. Heute bin ich endlich einmal wieder halbwegs im Tagesrhythmus und habe leidlich schlafen können, wenn auch etwas versetzt von zirka 19.30 Uhr bis 3.30 Uhr.

[6:19] Mein Arbeitgeber ermöglicht allen 3340 Mitarbeitern, bei Selgros einzukaufen. Vorbeischauen werde ich mal, wenn ich auch mit meinem Supersonderladen bestens mit Lebensmitteln ausgestattet bin. Aber vielleicht findet sich in der Non-Food-Abteilung etwas oder ich fände attraktive Schwarzteeangebote. Da jeder Mitarbeiter unserer Klinik 8 weitere Bekannte oder Verwandte als Co-Kunden mitbringen darf, sind potenziell 26.720 neue Selgroskunden gewonnen.

[4:45] Mit Mutter (*1943) & Oma (*1919) in ihrem Garten.
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[4:40] Die Dias meines Vaters, die fast ausschließlich die Zeit meiner Kindheit umfassen, sind digitalisiert. Freilich sind sie qualitativ inzwischen fragwürdig. Diejenigen mit leidlicher Qualität UND Aussagekraft für Freunde und Bekannte, werde ich ins Flickr-Album hochladen. Viele werde ich hier in den Miszellen posten.

Dienstag, 26. Dezember 2017

[14:54] Als Kleinkind im elterlichen Wohnzimmer in Leipzig-Mockau (2).
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[14:53] Als Kleinkind im elterlichen Wohnzimmer in Leipzig-Mockau (1).
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[4:27] Einen Beitrag über den linken Musikverlag Trikont gesehen, der 50 Jahre alt geworden ist. Hatte ich noch nie gehört. Sie vertrieben u.a. Jörg Fauser, Karl Valentin, Ton Stein Scherben, Funny van Dannen, Hans Söllner und LaBrassBanda. Anläßlich des Jubiläums verlegte der Heyne Verlag den Prachtband "Die Trikont-Story. Musik, Krawall & andere schöne Künste".

[3:51] Die Bierbrauer vermischen mittlerweile sogar Kaffee und Bier. Die Engländer nehmen gerne Stout oder IPA, aber auch die Hessen haben schon ihr Kaffeebier Enzo; im Euromaxx-Beitrag wird das Latt-Ale erwähnt, für das sich die Brauerei "Greenwich's Meantime Brewing & Co" mit einer Rösterei zusammengetan haben. Und Starbucks ist offenbar auch dabei.

[3:31] Compressorhead ist eine Musik machende Band aus Robotern, die erstmals auf einem Metal-Konzert in Australien spielte. Die "Metaller" spielen Musik von Bands wie Motörhead, AC/DC, Pantera und Ramones. "Fingers", der Gitarrist, ist mit 2 Händen mit zusammen 78 Fingern ausgestattet. "Bones" ist der Bassist. "Stickboy", der Drummer, hat 4 Arme; das Schlagzeug besteht aus bis zu 14 Instrumenten.

[3:15] Aus Holz bestehende 3D-Modelle, die puzzleartig ohne Kleber zusammengesteckt werden, ist mit das Abgefahrenste, was ich in Euromaxx in letzter Zeit gesehen habe. Die ukrainische Startup-Firma Ugears verkauft ihre Modelle zum Selbst-Zusammenstecken inzwischen in 80 Länder. Besonders diese Schatztruhe hat es mir angetan.

Montag, 25. Dezember 2017

[11:33] In der Episode "Song of the Wild West" (S01E05; "Das Lied vom kleinen Glück") der Serie "Ein Engel auf Erden" gibt es eine extrem süße Michele Greene als angehender Countrystar zu sehen und vor allem zu hören. Ein Augen- und Ohrenschmaus.

[10:41] Zu Weihnachten gibt's die meisten fiesen Cartoons. Insofern Rush Hour für uns Misanthropen. Nicht daß sich meine WhatsApp-Kontakte explizit beschweren würden, aber man merkt doch, wie sie ungern am Harmonielack gekratzt haben möchten.

[1:20] Als uns letzens die Urinalkondome für die Patienten ausgegangen waren, meinte ein Kollege, er hätte dem Patienten eines aus seiner Privatschatulle gegönnt.

[1:16] Wie kompliziert doch alles ist, merke ich daran, daß ich des öfteren Gags, die ich beispielsweise per WhatsApp an andere verschicke, erklären muß. Als ich die während des Nachtdienstes in dieser Woche gemachte Erfahrung "Ein Patient, dem ich den Blutzucker am Ohr bestimmte, zu mir: "Wieviel ATÜ sind's denn?" verschickte, kam die Rückfrage, was denn ATÜ sind. Ebensowenig kann ich Kolleginnen gegenüber, die zwischen 20 und 30 Jahre alt sind, Namen wie Chris Doerck erwähnen. Für sie sind selbst Smashhits wie "From Sarah with Love" allerfrüheste Kindheitserinnerung. Man hat's also nicht einfach, zumal niemand den Erfahrungsschatz eines älteren Menschen hören will, was wir damals auch nicht wollten, als wir noch auf der anderen Seite der Altersmauer standen.

[0:33] Retweet: Meine Freundin ist traurig wegen ihrer neuen Frisur. Ich verstehe nicht, warum sie heult. Ich bin derjenige, der sich eine neue Freundin suchen muß.

[0:32] Retweet: Bitte verschenkt zu Weihnachten nur Tiere, die man notfalls auch zubereiten kann.

[0:31] Retweet: Weihnachten 1979: Wilde Schneeballschlachten, Rasante Schlittenfahrten, Atem friert ein, Heisser Grog, Schwere Stiefel knirschen im Schnee / Weihnachten 2017: Vogelzwitschern, Ein laues Lüftchen weht, Kaltes Bier, Irgendwo klappert ein Flip-Flop.

[0:30] Retweet: Da drückst du 'ne große Dose Tavor durchs Puderzucker-Sieb und streust es über den Apfelkuchen und die ganze bucklige Verwandtschaft verschwindet totmüde - aber immerhin angstfrei - sofort nach dem Dessert nach Hause. Sollte ich patentieren lassen.

Sonntag, 24. Dezember 2017

[23:40] Verquere Schlafzeiten, unterschiedliche Schlafdauer. Gestern vom Nachmittag bis 21 Uhr geschlafen, dann erst wieder heute Mittag für wenige Stunden und eben nochmal von 18 bis 23.30 Uhr. Ich blieb einfach liegen, hörte Bachs Weihnachtsoratorium, bis ich wieder eingeschlafen war und nun endlich, seit vielen Tagen, auf einer guten Spur laufe.

[16:57] Das erste Frohe Weihnachten nachts 2 Uhr lesen müssen. Und den ganzen Tag lang auf Twitter, Facebook und WhatsApp ging es weiter. Nochmals zum Mitmeißeln: Weihnachten beginnt mit der Vesper am VorABEND zum Hochfest der Geburt des Herrn und endet mit dem Fest der Taufe des Herrn am Sonntag nach Epiphanie (= Erscheinung des Herrn = 6.1.), also in diesem Festkreis am 7. Januar. Weihnachten ist also erst morgen, beginnt wie jeder Sonntag, jedes Fest und Hochfest mit der Vesper am Vorabend, eben weil sie das ABENDgebet der Kirche ist. Die Wünsche "Frohe/Gesegnetes Fest" nach meinem Gusto am besten NACH der Feier des Geburt des Herrn, der Christmette.

Samstag, 23. Dezember 2017

[23:57] "Ich verschwende mich an Sterbliche." (Olaf Schubert mit unschönen Szenen).

[23:55] "Mit meinem Nachbarn verbindet mich - nichts, und das ist schon aufgerundet." (Olaf Schubert mit unschönen Szenen).

[22:31] Finn: "Seit wann will er in die Pathologie". Elke (Staatsanwältin): "Nimm ihn mit, das tut ihm gut!" (Morden im Norden S02E02)

[22:30] Wenn in Filmen/Serien Erwachsene mit Kindern spielen, sieht das fast immer sehr bemüht aus.

[22:00] In den gestrigen Tagesthemen ein interessanter Bericht über Industriestandards. Die DIN-Norm ist genau 100 Jahre alt. Was mir nicht klar war: die Normen sind eine Empfehlung, kein Gesetz, was Handyhersteller ausnutzen, um zu ihren Geräten die eigenen Ladegeräte zu verkaufen.

[21:47] Ein Patient, dem ich den Blutzucker am Ohr bestimmte, zu mir: "Wieviel ATÜ sind's denn?"

[21:22] Retweet: Der junge Mann am Nebentisch hat ein Android Smartphone. Der richtige Zeitpunkt, um auch an all jene zu denken, denen es nicht so gut geht.

[21:21] Retweet: Ich will nicht sagen, dass ich beim Einkauf etwas eskaliert bin, aber KOMMT ALLE! BRINGT HUNGER MIT! BLEIBT EINE WOCHE!

[21:20] "Wenn die stille Zeit vorbei ist, dann wird es auch wieder ruhiger." (Karl Valentin)

[21:19] Retweet: Manchmal zählt schon der kleinste gemeinsame Trenner.

[21:18] Retweet: Die Paracelsus- Kliniken sind pleite, 5200 Beschäftigte sind betroffen. In einem Paralleluniversum halten jetzt alle Pflegekräfte den Atem an, weil sie ihren Job verlieren könnten und dann Probleme hätten, einen neuen zu finden.

[21:17] Retweet: Bitte seid so vernünftig und esst zu Weihnachten nur so viel, wie mit aller Gewalt reingeht.

[21:16] Retweet: Letzter Arbeitstag dieses Jahr. Falls ihr heimlich Sekt aus der Kaffeetasse trinken müsst, denkt bitte daran in regelmäßigen Abständen zu pusten.

Freitag, 22. Dezember 2017

[19:20] Zu den die Nerven der Pflegekraft strapazierendsten Situationen gehört es, wenn ein dementer oder deliranter Patient aufzustehen versucht, aber akut sturzgefährdet ist. Weil wir die "normalen" Arbeiten nicht ruhen lassen können, stellen wir das Bett nachts häufig unter Beobachtung direkt vor unseren Tresen. Aber beobachte mal, wenn du dich auf anstehende andere Aufgaben konzentrieren mußt! Die Zweiteilung der Aufmerksamkeit, die ununterbrochene Intervention beim verwirrten Patienten (beruhigendes Einwirken, Beine wieder ins Bett bewegen) beansprucht Kraft und Nerven, wenn dies über 8 Stunden hinweg so geht. Nach Dienstende ist man ein Wrack - so geschehen in der vergangenen Nacht, so daß sich meine angespannte gesundheitliche Situation zusätzlich verschärfte. Abgesehen vom möglichen Schludern bei den Arbeiten, die durch ständiges Einwirken auf den Patienten massiv beeinträchtigt werden, was einen einem Gefühl der Unsicherheit, des Unvermögens und einer diffusen Bedrohlichkeit aussetzt.

[19:05] Ich bin ausgepowert. Die letzten Arbeitswochen waren anstrengend, was allein mich nicht so geschlaucht hätte, wären nicht Schlafstörungen an den freien Tagen hinzugekommen. Beides zusammen führte zur Erschöpfung (Fatigue). Daß ich an Arbeitstagen gut schlafen kann, trägt zwar zur Deeskalation bei, löst die Situation jedoch nicht. Insgesamt verläuft mein Leben trostlos. Und Trostlosigkeit beeinhaltet fehlende Hoffnung; und Hoffnungslosigkeit bzw. -armut ist ein übles Symptom, das sich auf alle Bereiche eines Lebens auswirkt.

Donnerstag, 21. Dezember 2017

[2:10] Einer dementen Frau Blumen schenken - Vergissmeinnicht.

[1:53] "X hat einen Eintrag: Vandalismus an Fasching." "Fasching IST Vandalismus!" (Hubert und Staller S04E16)

[0:02] Vor Nachtdienst 1/2 = Arbeitswoche 6/16, die zugegeben mit 2 Nachtschichten recht kurz ist, danach folgen phänomenale 6 freie Tage, auf die ich mich freuen könnte, wenn ich zu lesen vermochte.

Mittwoch, 20. Dezember 2017

[23:52] In CSI Cyber S02E05 finden Angriffen auf Beatmungsgeräte, Infusiomaten, Perfusoren und einen Kernspintomografen statt, die über W-Lan mit dem Krankenhausnetzwerk verbunden sind; zudem werden elektronische Akten gefälscht, wodurch ein Patient eine Spritze mit einem Wirkstoff bekommt, gegen den er allergisch ist. Meine Frage, ob in den USA tatsächlich schon die Technik derartig in den Gesundheitseinrichtungen Einfluß auf die Versorgung der Patienten nimmt. Bei uns sind technische Geräte, die am Patienten arbeiten, noch in keiner Weise mit einem Netz verbunden. Und die Krankenakte wird vorerst brav per Papier geführt, wenn auch ergänzt durch eine elektronische Version, die Laborinformationen, Diagnosen, Untersuchungsergebnisse usw. lediglich archiviert, über die aber keine therapeutischen Maßnahmen ausgelöst werden können. Anordnungen und deren Durchführung erfolgen ebenso brav in bekannt unleserlicher Manier per Papierakte.

[14:42] "Wenn Sie mal die heutigen Alternativen erwägen, dann ist alt sein gar nicht so schlecht." (Ein Engel auf Erden S01E00)

[14:31] In "Ein Engel auf Erden" macht sich Jonathan gerade lustig über die Schulterpolster, die so prägnant für den Look der 80er waren. Selbstironie.

[14:19] Ich starte ein kleines Experiment und gucke die zweiteilige Pilotfolge der 80er-Jahre-Serie "Ein Engel auf Erden" mit Michael Landon und hatte die Befürchtung, die Patina und der Retro-Style würde meinem Geschmack entgegenstehen. Die ersten 30 Minuten überraschen mich positiv; bin gespannt, ob sich die Erfahrung fortsetzt. Vor allem überrascht mich, wie witzig die Dialoge sind. Freilich, die Mode und die Frisuren verursachen Augenkrebs; doch wäre das zu verschmerzen, sollte sich die mit herzlichen und schrägem Humor gespickte Erzählweise so fortsetzen. Die Synchronstimme von Randolf Kronberg ist ziemlich bekannt und markant.

[11:27] Retweet: Mit der Fusselrolle durchs Gehirn. Danach wieder klar sehen können.

[11:06] Retweet: Die Leute kaufen ein, als wenn Krieg käme! Ich bin kaum durchgekommen mit meinen beiden Einkaufswagen an die Kasse.

[11:05] Retweet: Alles, was runterfällt, rollt sofort irgendwo drunter. Außer, es kann Dir weh tun. Dann fällt es auf den Fuß.

[11:04] Retweet: "Wenn dich einer ärgert, schreib alles was dich stört auf einen Brief und verbrenne ihn." "OK. Was mache ich dann mit dem Brief?"

[11:03] Retweet: 1992 wurde in Amerika ein Embryo eingefroren und Anfang dieses Jahres einer jungen Frau in Tennessee eingepflanzt. Nun kam Emma Wren Gibson auf die Welt. Sie wird sicher die kältesten Füsse haben, die je bei einer Frau festgestellt wurden.

[11:02] Retweet: "Was machst du an Heiligabend?" "Essen." "Und an Weihnachten?" "Essen." "Und an Silvester?" "Da mache ich den Jakobsweg." "Wow echt?!" "NEIN VERDAMMT, ICH WERDE ESSEN!"

[11:01] Retweet: Dass die Vokuhila im Dänischen sinngemäß 'Bundesligahaar' heißt, ist einer meiner Lieblingsfakten.

[11:00] Derweil in Schweden. "Wollnma ficken?" "Zuerst die AGB unterschreiben und das Captcha lösen!"

[2:17] Minderheiten Quartett: "Wir können sie nicht leiden, weil sie anders sind. Ständig nörgeln sie herum und fordern nimmersatt ihre 'Rechte' ein: Minderheiten. (...) Ziel des Spiels ist es deshalb, so viele Minderheiten wie möglich mundtot zu machen und mit schmutzigen Tricks zur Integration zu zwingen."

[0:51] Die Puhdys live auf dem Hallenser Marktplatz 1977.

Dienstag, 19. Dezember 2017

[23:20] Mein Vater hat sich ein Gerät gekauft, mit dem er unsere Dias digitalisieren kann. Als er jung war, fotografierte er sehr gern und sehr viel, so daß auch von mir als Baby und Kind Unmengen an Fotos existieren, die ich dann flickrn würde, was auch euch in den Miszellen zugute käme.

[23:07] Kleine, wachsende Sammlung von Büchern über Tod, Freitod und Sterben: "Malbuch des Todes" (Amazon) // "Der Tod. Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart" // "Tod und Trauer in den Weltreligionen" (Amazon) // "Geschichte des Todes" (Amazon) // "Bilder zur Geschichte des Todes" (Amazon) // "Der Reisebegleiter für den letzten Weg. Das Handbuch zur Vorbereitung auf das Sterben" // "Leben bis zuletzt. Was wir für ein gutes Sterben tun können" // "Patient ohne Verfügung. Das Geschäft mit dem Lebensende" // "Selbst bestimmt sterben. Was es bedeutet. Was uns daran hindert. Wie wir es erreichen können" // "Über das Sterben. Was wir wissen, was wir tun können, wie wir uns darauf einstellen" // "Sterben Sie bloß nicht im Sommer und andere Wahrheiten, die Sie über Ihr Ende wissen sollten" // "Das Sterben denken um des Lebens willen" (Amazon) // "Der Tod. Ein Lesebuch von den letzten Dingen".

[22:58] Kleine, wachsende Sammlung von Büchern über den Alltag in Gesundheitswesen, Alten- und Krankenpflege: "In Ruhe ver-rückt werden dürfen. Für ein anderes Denken in der Altenpflege" // "Willkommen auf der Intensivstation. Was Sie nie erleben möchten" // "Notaufnahme. Alltag zwischen Leben und Tod" // "Schwester, bleibt mein Arm so? Geschichten von der Intensivstation" // "Lesen Sie mich durch, ich bin Arzt! Echte Geschichten aus dem Krankenhaus" // "Schwester! Mein Leben mit der Intensivstation" // "'Sie wollen mich doch vergiften!' Der ganz normale Wahnsinn in der Altenpflege" // "Pflege im Schweinsgalopp. Die unerhörten Erlebnisse der Schwester Annette" // "Ich habe den Führer rasiert. Skurriles aus dem Altenheim" // "Töte möglichst wenig Patienten. 57 goldene Regeln, um der beste Arzt der Welt zu werden".

[15:55] Aus einem ärztlichen Einweisungsprotokoll: "Der uns wohl bekannte Herr mit der neuen windschnittigen Frisur möchte mal wieder ins KH, nachdem er genug des berauschenden Mittels mit den vielen Promillen namens Alkohol genossen hat. Er habe keine Schmerzen, ließ er verlauten. Nur ein warmes Bett sei sein Begehr. Der Gang zur Kutsche war mithilfe der 2 starken Sanitätsmänner sehr elegant. - Arbeitsdiagnose: Zu viel gsuffn hada.

[12:38] Jean-Claude Van Damme, dessen Actionfilme ich als proletarischer Jugendlicher und Erwachsener immer gerne sah und der schon in seinem Film "JCVD" Selbstironie pflegte, legt nun mit der 6-teiligen Amazon-Miniserie "Jean-Claude Van Johnson" sozusagen ein Alterswerk auf.

[9:30] Ich bin an sich kein Fan von Hiphop und stehe der Musik ratlos gegenüber, aber der Song "Holz" der deutschen Band 257ers ist mein Ohrwurm des Tages. Und auch das anschließende gehörte "Holland" gefällt.

[9:29] Marge: "Homi, eines Tages sind wir auch alt." - Homer Simpson, nachdem er diverse Gesten des Essen und Trinkens gemacht hat: "Meine Lebensweise ist MEINE Altervorsorge."

[3:14] Ich hatte mich gewundert, warum seit September keine SWR-Bestenliste mehr gepostet und seit dem Frühsommer auch kein Video der Talkrunde mehr verlinkt worden war. Googlen hilft. Jetzt nachträglich heruntergeladen die Literaturtalks vom Juli/August, Oktober, November und Dezember.

[1:10] Keine senile Bettflucht. Nachdem ich wegen Zahnschmerzen am Vormittag nur von 9 bis 11.30 Uhr schlafen konnte, gelang mir eine zweite Runde bis in den späten Abend hinein. Nun verging mir die Lust & Geduld zu Serien. So höre ich mich nach dem Essen durch einige Beiträge von "Denk ich an Deutschland".

[0:20] Kollege bei der Dienstübergabe, bei der zu jedem Patienten etwas geäußert werden muß, damit der Nachfolgedienst im Bild ist, über einen, sagen wir, etwas antriebsgeschwächten Mann, der sich durch nichts, schon gar nicht durch körperliche Aktivität hervortut: "Pat. geht auf die Urinflasche, das ist der Höhepunkt seines Tages."

[0:20] Beim Rundgang durch die Patientenzimmer wurde ein Kollege mit der Bemerkung empfangen: "Du kommst hier aber auch zu Zeiten!"

[0:19] Manche bettlägerige Patienten sind furchtsam, wenn sie gelagert und zur Seite gedreht werden. Sie krallen sich an allem fest, was sich in Reichweite befindet: am Bettgitter, an der Pflegeperson, die auf seiner Seite steht, an Infusionsständer oder Nachttischen. Letztens rief ein solcher Patient, der nur mühsam in seitliche Lage gebracht worden ist, in SEINER höchsten Not aus: "Komm, hör auf, ich werde hier ohnmächtig!"

[0:01] Retweet: "Rauchen kann Schwerhörigkeit verursachen." "Gott sei Dank, ich tauche nicht."

Montag, 18. Dezember 2017

[13:20] Retweet: Löwensenf gibt es erst seit 1903. Maria und Josef und der Rest der Clique haben also damals an Heiligabend ihre Würstchen mit Kartoffelsalat einfach so gegessen. Muss man sich mal vorstellen.

[13:19] Retweet: "Hat es Ihnen geschmeckt?" "Sehr gut, Danke. Es war nur etwas zu viel. Gegen Schluss musste ich schon etwas kämpfen." "Das ist ein Buffet."

[13:18] Retweet: Meine Mutter (72) hat nach WhatsApp jetzt Dropbox installiert. Wenn das in dem Tempo so weitergeht, hackt sie sich Ostern ins CERN ein.

Samstag, 16. Dezember 2017

[19:25] Die Herzrhythmusstörungen beruhigten sich insofern, als sie sich auf "Normalmaß" herunterreguliert haben, was bedeutet: je nach Aufregungslevel hin und wieder Extrasystolen, aber nicht mehr anhaltend über Minuten hinweg. Ausreichend Schlaf fand ich gestern und heute. Zum Benzodiazepin Diazepam mußte ich nicht nochmals greifen; es ist sowieso nur für den Ausnahmezustand gedacht, weil die Wirkung mit stetigem Gebrauch nachläßt. Bei Jetlag durch die Nachtschichten nehme ich ab und an Medazepam, was gelernten DDR-Bürgern unter dem Namen Rudotel bekannt sein dürfte, ein Mittel, welches nahezu in Vergessenheit geraten ist und dabei doch so phänomenal beruhigend wirkt, ohne zu erschlaffend wie Diazepam, ein super Tagesmedikament, um Erregungs- und Spannungzustände in den Griff zu bekommen, wie sie durch Jetlag bei Wechsel vom Nacht- in den Tagrhythmus unvermeidlich sind und die ich jede Woche am Montag von neuem erdulden muß, allerdings meist ohne chemische Keule, die, wie gesagt, nur sporadisch eingesetzt wird.

[19:08] Retweet: Ich bin so ein krasser Typ, manchmal geh ich sogar bei rot über die Straße, VOR DER POLIZEI, die ich jetzt erst gesehen hab, verfickte Scheisse.

[19:07] Retweet: Wenn man Chips mit ausreichend hoher Geschwindigkeit in den Mund schaufelt, glaubt das Schrittzähler-Armband, dass man gerade Laufen ist.

[19:06] Retweet: Wie gut kannst du Entschuldigungen annehmen? a) Gut. b) Nicht immer gleich sooo gut. c) HURENSOHN. GEH STERBEN, DAS HÄTTEST DU DIR EHER ÜBERLEGEN MÜSSEN!

[18:34] Jubiläum: 2 JAHRE TROCKEN = ohne Alkohol. In der Nacht zum 16. Dezember 2015 das letzte Besäufnis. Mir ging es so schlecht, daß ich zum Hausarzt ging, zwischen Weihnachten und Neujahr gastroskopiert und koloskopiert wurde, dann bis Juni 2016 30 Kg verlor.

Freitag, 15. Dezember 2017

[18:11] Ich hatte heute früh üble Herzrhythmusstörungen (HRST), nachdem wir im Nachtdienst durch mehrere Zwischenfälle (Zugänge, 1 Verstorbener, 1 erfolglose Reanimation) heiß gelaufen waren und ich wohl aus den Ohren und Nasenlöchern dampfte und - so kurz vor dem großen Jubiläum - einen Schnaps gebraucht hätte, der glücklicherweise nicht zur Hand war. Zuhause angekommen holte ich die einzige geplante Mahlzeit des Tages, die durch die streßreichen Stunden von 3.30 bis 6 Uhr ausgefallen war, nach, legte mich ins Bett, wo die HRST erst richtig begannen. Nachdem ich 5 mg Diazepam (Valium/Faustan) genommen hatte, schlief ich ein, bin nun nach dem Erwachen ziemlich wackelig auf den Beinen und habe zudem Angst vor erneuten Unregelmäßgkeiten.

Donnerstag, 14. Dezember 2017

[18:41] Einer der letzten verbliebenen Traditionsverlage der DDR, Eulenspiegel, hat vorläufige Insolvenz angemeldet. Das ist leider überhaupt nicht witzig.

[18:40] 2018 beginnt in Leipzig Grünau der erste Hochhausneubau nach der Wende. Der 13-Geschösser wird sechzig 1- bis 3-Raum-Wohnungen zwischen 30 und 103 qm erhalten. Die Wohnungsgesellschaft "Lipsia" baut das Hochhaus für 12,2 Millionen Euro in der Brackestraße, wo vor zehn Jahren ein 11-Geschösser abgerissen worden war.

[9:31] Die Kinderstation (PDF), welche, wie ich bereits vor einigen Wochen berichtete, als neue Station unserem Klinikstandort angegliedert ist, ist offiziell eröffnet worden. Insgesamt 12 Kinderkrankenschwestern und -pfleger des Pflegeteams sind für 14 Krankenzimmer zuständig. Kindeseltern können miteinchecken. Maximal also 28 belegte Betten - 14 Kinder mit einem Elternteil oder ältere Kinder zusammen im Zweibettzimmer. Wir anderen amüsieren uns, welche Namen Kindern heutzutage gegeben werden. Berührungspunkte zur neuen Station, die meiner (Geriatrie) diametral entgegen gesetzt ist, gab es bislang nicht. Wir können die Station noch nicht einmal problemlos betreten, weil der Zutritt mit Idendifikationskarte erfolgt. Schon lustig, wenn die Eltern der Patienten meist nur ein Drittel so alt sind wie unsere.

[8:11] Retweet: Da denkste, als Lehrerin haste schon alles gehört und dann betreut eine befreundete Tagesmutter seit Kurzem die Zwillinge Bine und Maja.

[7:33] Bete so, als wenn alles Arbeiten nichts hilft, und arbeite so, als wenn alles Beten nichts hilft. (Martin Luther)

[6:47] Isländer nennen harmlose Vulkanausbrüche "Touristenausbrüche", "weil die Magmafontänen, magnetischen Stürme und dramatische Aschewolken perfekte Fotomotive sind, aber vergleichsweise geringen Schaden anrichten." "Lonely Planet Reiseführer Island)

[4:47] Retweet: "Ich brauche keinen Papagei." *Papageien sind 60% reduziert* "Ich nehme vier."

[4:46] Retweet: Wenn du müde auf der Heimfahrt vom Nachtdienst zu Hause anrufst, um die Ehefrau zu fragen, ob es dort noch freie Bettenkapazitäten gibt, bist du wohl schon zu lange Notarzt.

[4:45] Retweet: "Was ist das lateinische Wort für Scheide?" Sohn (6): "Fotze" Hm. Ein humanistisches Gymnasium wird’s schon mal nicht.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

[21:17] "Hunger wirkt vom falschen Ende des Bestecks aus sehr böse." (Doctor Who S10E01)

[19:23] "Etwa 100.000 Amateurfilmer drehten in der DDR unzählige Filmminuten auf 8mm, Super 8 oder sogar 16mm. Diese ganz privaten Zeugnisse der DDR-Kulturgeschichte erzählen - mal linientreu, mal harmlos, mal versteckt erotisch, mal subversiv vom Leben in der DDR. " Die MDR Dokumentation "8mm DDR" in zwei Teilen.

[11:04] Als ich eben nochmals den Bericht über den Film "Zeit für Stille" sah, wurde das Buch "Stille. Ein Wegweiser" von Erling Kagge empfohlen. "Angeregt durch Freunde und Wegbegleiter (...) ist er in seinem Buch zu dreiunddreißig Antworten gekommen. Ein Wegweiser für den modernen Menschen auf seiner Suche nach Stille, Ruhe, Frieden - überall dort, wo es laut ist."

[10:45] "Tattoos gelten mittlerweile als Statussymbol unserer narzistischen Trendgesellschaft." - Läuft es euch bei diesem Satz nicht auch kalt den Rücken runter?

[10:00] In Frankreich reist der Schriftsteller Erik Orsenna durch 25 Provinzen, um im Auftrag der Regierung zu prüfen, ob und wie sich das Wahlkampfversprechen Macrons, die Bibliotheken auch sonntags zu öffnen, realisieren läßt.

[9:17] Geht es um Amerikaner, versuche ich eine gewisse Unvoreingenommenheit herzustellen. Bei jedem neuen Bericht aber schüttle ich den Kopf und verstehe die Menschen dort nicht. Ich glaube einfach nicht, daß sie dööfer sind als andere Menschen. Solch einem Chauvinismus stehe ich skeptisch gegenüber. Warum aber diese Anhänglichkeit an Trump? Wie ticken die US-Amerikaner? Oder sind die medialen Berichte, die ich aus politischen und gesellschaftliche Journalen übermittelt bekomme, einseitig, verzerrt? Und diese, ja, fast Geilheit, mit der familiäre Werte betont und hochgehalten werden. Gerade in den Tagesthemen der Bericht über die Niederlage von Roy Moore bei der Senatorenwahl in Alabama, wesentlich beeinflußt durch die Anschuldigungen sexueller Übegriffe auf Minderjährige vor Jahrzehnten. Gott vergibt das doch, es sei 40 Jahre her. Und lieber einen Pädophilen wählen als einen Demokraten, so der Tenor.

[0:11] "Eine Frage. Sind Sie langweilig zur Welt gekommen oder mußten sie's lernen?" (Doctor Who: The Husbands of River Song)

Dienstag, 12. Dezember 2017

[21:50] Mein Schlafrhythmus ist in dieser Woche wiederum massiv gestört. Nachdem ich in der vergangenen Nacht lediglich 2,5 Stunden Schlaf fand und mich gegen 3.30 Uhr bereits wieder im Bett wälzte, wurde ich heute Nachmittag todmüde und holte zwischen 16:45 Uhr und 21.15 Uhr ein paar Stunden nach und sitze, während "normale" Menschen sich langsam bettfertig machen, zwar nicht putzmunter, so doch sukzessive kognitiv auftauend am PC und klicke die nächste SOKO an, indem ich mit "Tabu" (SOKO Stuttgart S08E01) die 8. Staffel starte.

[15:24] Das gibts doch gar nicht. Die SOKO Leipzig hält in der 16. Staffel ihr hohes Niveau. Dagegen kommen die anderen SOKOs momentan nicht an. In "Der Wert des Lebens" geht es sehr intensiv um das Thema Freitod. Wahrscheinlich spornte die Drehbuchschreiber der nahe Abschied von Andreas Schmidt-Schaller als Chef zu Höchstleistungen an.

[11:52] Wenn Kirchen in Serien vorkommen, Menschen sich in Kirchen aufhalten, Gottesdienste oder Beichten stattfinden, werden ausnahmslos alte (gotische oder neugotische) Kirchen gezeigt. Ich bin in meinem Leben, in meiner Kindheit bis zum Erwachsenenalter wahrlich in vielen katholischen Gemeinden gewesen, unter denen jedoch mehr moderne Kirchen waren als solche historischen, von denen die Filmemacher wohl meinen, sie repräsentierten das reelle Geschehen praktizierten Christseins. Auch in den Pfarrer-Braun- Filmen war das so, und die Filmkulissen bestanden durchweg aus mittelalterlichen Kirchen, in denen im wirklichen Leben höchstens eine kärgliche protestantische Gemeinde ihre Dasein fristet, deren normale Gottesdienste eher in einem warmen Gemeindehaus vonstatten gehen als in kalten gotischen Kirchenschiffen.

[8:42] In den Tagesthemen werden erneut die Stellenstreichungen bzw. sogar die Standortschließungen von Siemens in Görlitz und Leipzig thematisiert. Jedes Mal wieder ist die Aufregung und Empörung gewaltig, sobald sich Konzerne in diese Richtung bewegen. So nachvollziehbar und verständlich dies konkret in den Augen der Betroffenen ist, so frage ich mich, warum gesellschaftlich nicht diskutiert wird, daß sich diese Entwicklung fortsetzen und vervielfachen wird, daß Vollbeschäftigung eine Utopie ist, der man nicht mehr nachjagen und sie niemanden mehr versprechen sollte. Daß durch den technischen Fortschritt, durch Rationalisierung und globale Marktveränderungen immer weniger Arbeitsplätze vorhanden sein werden, ist doch lange schon bekannt. Menschen wie Richard David Precht mahnen seit einiger Zeit ein Umdenken an. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen wäre 1 mögliches Szenario für eine zukünftige Gesellschaft, in der Arbeit nicht mehr die einzig zwingende Option wäre, für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Stattdessen muß darüber nachgedacht werden, wie man den Menschen ein Leben ermöglichen kann ohne den Zwang einer Arbeit.

[6:05] "In diesem Jahr fallen der vierte Adventssonntag und Heiligabend zusammen. Laut dem Kirchenrecht sind Katholiken zur Teilnahme an der Sonntagsmesse genauso verpflichtet, wie zur Beachtung hoher Feiertage wie der 'Tage der Geburt unseres Herrn Jesus Christus'. Für viele Katholiken bedeutet das, dass sie in diesem Jahr am 24. Dezember zweimal in die Kirche gehen: am Morgen zum Sonntagsgottesdienst und am Abend zur Christmette." Eine allgemeine Dispens gibt es nicht.

Montag, 11. Dezember 2017

[23:46] Sterben verboten?: "Wie Hightech-Medizin den Tod verändert". - Renate Werner hat sich in Film-Dokumentationen und in ihrem Buch "Zuhause sterben" mit dem Tod beschäftigt und geht Fragen des Lebensende nach und wie man es gestalten kann.

[21:22] Nur noch 1 Tag in der Mediathek ist der Film über Peter Handke: Bin im Wald, kann sein, dass ich mich verspäte....

[19:55] Leipzig gestern am Sonntag, dem Zweiten Advent.
leschnee

[19:48] "... daß er der unhöflichste Mensch der Welt war. Sperren Sie Alan Kinsgley in einem Zimmer ein und er fängt Krawall mit sich selber an. (Inspector Barnaby: Mord nur für Mitglieder)

[18:23] Dadurch daß ich bei den Kulturjournalen immer noch hinterherhinke und die aktuellen Magazine noch nicht gesehen habe, entging mir der Kinostart von "Zeit für Stille", einem Thema, das mich so sehr fesselt, daß ich mich ins Knie darüber beiße, daß der Film mir entgangen ist. Denn obwohl er "erst" am 30. November anlief, ist er aus Leipziger Kinos bereits verschwunden. Nun gilt es, die Augen offen zu halten, um mitzubekommen, wo und wann sich dieser Dokumentarfilm sehen läßt. In Leipzig finde ich nur noch eine Vorstellung, und zwar am 3. Januar um 16 Uhr in der Kinobar Prager Frühling. Da keine Ticketvorverkäufe möglich sind, wäre ich darauf angewiesen, daß ich eine Karte an der Kasse bekomme. Rechtzeitiges Kommen ist also angezeigt. Schier umwerfend war damals "Die große Stille" über das Leben der Kartäuser für mich. Einen filmischen Blick auf dieses so rare Gut, die Stille, ersehne ich sehr und freue mich unbändig darauf.

Sonntag, 10. Dezember 2017

[20:10] Jede Gruppe entwickelt eine Gruppensprache (Soziolekt). Auch wir in der Pflege, auf Station. Vor einiger Zeit kam das im Tagebuch beispielhaft vor. Auch Verhörer oder Versprecher finden Eingang in eine dynamische Kommunikation untereinander. Eine Kollegin las statt Analfissur - Analfrisur. Logisch, daß hierbei Bilderwelten zum Tragen kommen. Und den in der Krankenpflege täglich zu begegnenden Intertrigo (der gemeine Wolf in Leisten, Bauchfalte oder unter der Brust [submammär]) nennen wir gerade "Enrico". Außenstehende würden uns mittelfristig nicht mehr verstehen, wenn solche sprachlichen Eigenheiten nicht auch wieder verschwinden würden. Trotzdem machen sie in der Phase, in der sie virulent die Gruppensprache prägen und beeinflussen, einen Heidenspaß.

[19:55] In einem Bericht über das endlich eröffnete Leipziger Paulinum gehört: "Das ist keine Aula, sondern eine blinkende Kirchenbehauptung".

[19:41] Der berühmteste Hit von City wird 40 Jahre alt: "Am Fenster". Aus diesem Anlaß spielten Musiker Coverversionen ein, von Rock über Klassik bis Jazz, die auf MDR Kultur zu hören sind.

[18:55] Retweet: Was schenkt man jemandem, der schon alles hasst?

[18:47] Fast 1 Million Menschen versammelten sich in Paris, um Abschied vom französischen Elvis zu nehmen, dem verstorbenen Johnny Hallyday.

Samstag, 9. Dezember 2017

[19:51] "too christmas taste" urteilte ein Passant auf dem Aaachener Weihnachtsmarkt hinsichtlich der Aaachener Printe.

[19:17] Ambivalent sei der 40 qkm große Truppenübungsplatz in der Oberlausitz. Einerseits nervt das Geballere die Anwohnenden, andererseits liefert er Arbeitsplätze für mehr als 200 Zivilangestellte. Mehr als 7 Mio Euro flössen alljährlich in die Umgebung. Eines habe ich nicht begriffen. Eine zuliefernde Bäckerei sagt, daß, wenn Soldaten aus Singapore anwesend sind, überwiegend süße Backwaren ausgeliefert würden. Essen die nichts "Normales", Neutrales oder gar Pikantes?

[19:16] Seit 1982 fertigt die 73-jährige Puppenkünstlerin Margot Nötzel Puppen aus Biskuitporzellan. In einer Schau im Heimatmuseum Knochenstampfe im erzgebirgischen Dorfchemnitz sind nun 124 Exponate (12-80 cm groß) zu sehen. "Proportionen und Mimik der Figuren sind für mich kein Problem. Als Vorlese-Oma im Kindergarten habe ich Gesichtsausdrücke und Stimmungen der Kinder beobachtet".

[18:22] Übrigens, neben dem kürzlich gestorbenen französischen Rocksänger Johnny Hallyday, von dem ich noch nie etwas gehört hatte, starb der Schriftsteller und Journalist Jean d’Ormesson, von dem ich bis zu seinem Tod ebensowenig etwas wußte und der gestern einen Staatsakt erhielt, bei dem alle letzten französischen Präsidenten zugegen waren. Meiner Unkenntnis mag man zugute halten, daß zwei seiner Romane zuerst und zuletzt in den 70ern auf deutsch erschienen: "Der Glanz des Reiches" und "Wie es Gott gefällt".

[18:09] Bei diesem Bericht aus einem Flüchtlingslager für Rohingya bekommt man wieder das große Kotzen und möchte einfach nur herumschreien und sich in einem Weltekel suhlen.

[17:29] Retweet: Kinder. Sie geben so viel zurück. / *schickt den Sechsjährigen mit zwei Tüten Pfandflaschen zum Supermarkt*

[17:28] Retweet: Ich hatte kurz das Glitzerkleid der Kleinen im Wäschetrockner, nun sieht das Flusensieb aus als wäre ein Einhorn darin explodiert.

[17:27] Die Uhr schlägt. Alle. (Stanislaw Jerzy Lec)

[17:26] Retweet: Kennt ihr diese Leute, die am Kassenband nicht vor gehen, sondern immer eisern neben ihrem Einkauf stehen bleiben? Was glauben die, dass ich mit ihrem Frischkäse durchbrenne?

[17:25] Reichsbürger, die sich eigene Pässe fertigen, aber ordnungsgemäß einen Waffenschein beantragen. Genau mein Humor.

[17:19] Retweet: "Du hast ein Sarkasmus-Problem." "Das hast du ganz toll herausgefunden."

[17:18] Retweet: Habe vorhin eine Kochsendung geguckt und spontan Lust auf Kochen gehabt. Jetzt hab ich Angst, aus Versehen eine Sportsendung zu gucken.

Freitag, 8. Dezember 2017

[15:58] Retweet: Kraft des mir verliehenen Rhönrads, bei der Macht von Glitzerpink, Hartweizen und dem Liebreiz meiner Nordmanntanne, des Weiteren unter Hinzugabe von reichlich Alkohol, charmanten Repressalien und überstandenem Lebkuchenkoma melde ich mich hiermit in aufrichtiger Liebe zurück.

[15:57] Retweet: Die 100 Phasen des Elternseins: 1. Juchu, ein Baby! 2.-99. Hoffentlich ist diese Phase bald vorbei! 100. Das war so niedlich, als sie noch klein waren!

[15:56] Retweet: "Mama, wenn ich Du wäre, würde ich meinen Kindern heute etwas Wärmeres anziehen." - Die Fünfjährige wird die Art Mutter, die keiner leiden kann.

[15:55] Retweet: Aus dem Aufnahmebogen, den der Pflegeschüler gerade anfertigte: "Besonderheiten: Der Patient ist verheiratet, aber sexuell aktiv."

[15:54] Retweet: "Der Praktikant hat den Drucker kaputt gemacht. Montag kriegen wir einen neuen!" "Hoffentlich nicht wieder so einen Trottel!"

[15:53] Retweet: "Hier ist offenbar ein mehrstufiges Vorgehen nötig." "Das ist eine Treppe."

[15:52] Retweet: Das Prinzip von Trump: Er verschüttet Cola im Auto. Damit es niemand merkt, fährt er das Auto gegen eine Wand. Damit es niemand merkt, schiebt er den Wagen in einen Fluß (Auto vorher angezündet). Damit es niemand merkt, sprengt er den Staudamm. Den er von Karten streichen lässt.

[15:51] Retweet: "In unserer Praxis sind Sie in besten Händen, wir sind spezialisiert auf die Behandlung vom Kleptomanie. Haben Sie den Fragebogen schon ausgefüllt?" "Hier war kein Fragebogen."

[15:50] Retweet: Die Demenz meines Vaters ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass er ständig die gleichen Sätze wiederholt, wie z.B. "Krieg endlich dein Leben auf die Reihe!" oder "Lass den Schinken liegen!"

Donnerstag, 7. Dezember 2017

[18:37] Aus Zeitmangel nur die Verlinkungen neuen Pflegedokumentationen. Später vielleicht mehr dazu. Zeitmangel paßt durchaus zum Thema. - "Der letzte Umzug. Abenteuer Altenheim in Osteuropa".

[18:32] "Hirschhausen im Altenheim": "Auf der Suche nach Antworten verbringt Eckart von Hirschhausen für diesen Film drei Tage in einem Altenheim der Diakonie in Düsseldorf. Alt sein auf Probe. Wie sieht der Alltag in einem Heim aus? Wer sind die Bewohner? Welche Geschichten haben sie zu erzählen?"

[17:49] Größten Respekt vor Nuriye Gülmen, die sich seit Monaten im Hungerstreik befindet! Die türkische Dozentin war im Mai wegen angeblicher Mitgliedschaft in einer Terrororganistation verhaftet, letzte Woche verurteilt und nun vorübergehend frei gelassen worden.

[17:34] Vom gestern gestorbenen französischen Rocksänger Johnny Hallyday ("Der französische Elvis") habe ich nie zuvor etwas gehört. Dabei soll er in Frankreich eine Ikone sein und viele seine Lieder so bekannt wie die Marseillaise. "In jedem von uns steckt ein Johnny", sagte der neue französische Präsident Macron. Man merkt dem arte-Journal an, daß es eine französisch-deutsche Koproduktion ist, weil sie anläßlich seines Todes so ausführlich berichtet und überhaupt Themen und Geschehnisse aus und in Frankreich in diesem Polit- und Gesellschaftsjournal in aller Regelmäßigkeit behandelt ´ werden. Am nächsten Mittwoch werden auf arte zwei Filme gezeigt, in denen Johnny Hallyday mitspielte, so "Detective" von Jean-Luc Godard. Auf arte ist bis Januar 2018 auch eine Dokumentation über die Rocklegende zu sehen.

[17:22] In Deutschland ist die 10. Staffel Doctor Who angelaufen. Gestern sah ich das Weihnachtsspezial 2016 - "Die Rückkehr von Doctor Mysterio". Rundum gelungen, hat großen Spaß gemacht. Da nachher die neue Arbeitswoche startet, kann ich mich auf die ersten beiden Episoden ("Flucht durchs Universum" und "Der lächelnde Tod") bis zum Montagabend freuen. Reizend ist Nardole, der neue Begleiter des Doktors, gespielt von Matt Lucas, der durch die verquere Serie "Little Britain" bekannt wurde.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

[20:00] Die SOKO Leipzig liebe ich allein schon aus Lokalpatriotismus. Sonst aber auch. Und die Drehbuchschreiber und Macher legen sich auch in dieser Staffel 16, die ich gerade gucke, mächtig ins Zeug. In "Ein Fall für Rettig" (S16E21) steht die Laborratte Rettig endlich einmal im Mittelpunkt, weil ein Fall von Künstlicher Intelligenz zu lösen ist. Und Rettig als Mensch mit Aspergersyndrom begegnet einer Gleichgesinnten. Super!

[18:35] This retweet made my day: Braunschweig. Aber als Imperativ.

[18:01] Vor einigen Tagen eröffnete in meiner Nähe eine neue ALDI-Filiale, worüber ich erfreut bin, weil sich sonst in meiner Nähe nur ein REWE-Markt befindet, den zu meiden ich gewohnt bin und der sich einst - wie all die anderen auch - in einer ehemaligen Kaufhalle (später: Marktfrisch) eingenistet hatte und - wie all die anderen auch - demnächst durch einen Neubau ersetzt wird. Zu Fuß würde ich ALDI nun in zirka 7-8 Minuten erreichen, mit der Straßenbahn sind es zwei Haltestellen, wenn denn eine kommt und ich nicht wie vorhin beim ersten Test 10 Minuten auf sie warten muß. Der nächste Supermarkt ist LIDL und vier Haltestellen in Richtung Paunsdorf entfernt, oft fuhr ich weitere zwei in die Paunsdorfer ALDI-Filiale, was sich durch die Neueröffnung erübrigt. In Richtung Innenstadt kommt erst Kaufland (Koehlerstraße) in Frage. Die Nähe des neuen Supermarktes wird mich wohl dahin bringen, weniger zu Kaufland zu fahren. Wir in Sellerhausen sind kein Hipsterland wie Plagwitz oder Connewitz, keine Kö(nneritzstraße) und keine Karli (Karl-Liebknecht-Straße), wo das Leben pulsiert und sich Laden an Laden reiht. Hier ist man froh, wenn eine einsame Straßenlaterne Stimmung in die Bude bringt.

[14:00] Retweet: Jetzt bis zu 80% weniger Stress mit dem Aktionscode "Nö, mach ich nicht".

[13:57] Retweet: Allen möglichen Scheiß vergessen, aber sich bis ans Lebensende daran erinnern, das Rosis Nummer 32 16 8 war.

[13:56] Retweet: 8 Millionen Euro durch Tantiemen. So viel verdienen George Michaels Nachfahren jedes Jahr mit seinem Lied "Last Christmas". Eine mindestens ebenso hohe Summe wird für psychologische Betreuung von betroffenen Radiohörern aufgewendet.

[13:55] Retweet: Film: Sie rennt, kämpft und macht drei Salto rückwärts - der Bademantel sitzt. Realität: Du atmest ein - und stehst ohne Bademantel da.

[13:54] Retweet: Ich gehe nur wählen weil ich wissen will wie es sich anfühlt, mit einem guten Gefühl ein Schulgebäude zu verlassen.

[13:53] Retweet: Ich habe meine Eltern dabei beobachtet, wie sie gemeinsam versucht haben Schrankwände auszurichten. Das es mich gibt ist ein Wunder.

[7:14] Boxende Großmütter in Südafrika - das ist so stark. Im Verein "Boxing Gogos" in Cosmo City, einem Vorort von Johannesburg, treffen sich 80 Frauen und werden von Claude Maphosa gecoached.

[5:51] Die deutsche Trinkkultur aus der Sicht von Ausländern: "In Kasachstan, beziehungsweise in Russland und im ganzen Osten ist das Trinken eine kollektive Angelegenheit. Bei uns gibt es Tausende Regeln dafür, wie man trinkt: Es gibt zum Beispiel eine bestimmte Reihenfolge an Toasts, die ausgesprochen werden müssen, und man darf nicht einfach so trinken, sondern immer auf etwas: auf die Liebe, die Freundschaft, diesen Abend, die Eltern, die Heimat. In Deutschland gibt es nur eine einzige Regel: Man schaut sich beim Anstoßen in die Augen. Und es trinkt jeder für sich. Es gibt ja auch das Sprichwort: 'Das ist nicht mein Bier.' So was könnte man auf Russisch gar nicht sagen! In Russland ist das Trinken ein sozialer Prozess, in den alle eingebunden werden."

[5:35] Aus der freitäglichen Sendereihe "Lebenszeit" des Deutschlandfunks noch nicht gehört, aber eben archiviert: "Diagnose Sprachverfall - Wer spricht noch korrektes Deutsch?" (mp3), "Raus aus der Stressfalle - Wie kann Erholung im Arbeitsalltag gelingen?" (mp3) sowie "Tag für Tag in Armut leben" (mp3).

[5:27] Der The Interlace genannte hexagonal angeordnete Gebäudekomplex in Singapore besteht aus 31 sechsstöckigen Häuserblöcken mit insgesamt 1040 Apartments, entworfen deutschen Architekten Ole Scheeren.

Dienstag, 5. Dezember 2017

[20:34] Immer wieder Bücher aus der Welt der Medizin, des Gesundheitswesens und der Pflege: "Töte möglichst wenig Patienten. 57 goldene Regeln, um der beste Arzt der Welt zu werden".

[20:02] "Neben der Unbefleckten Empfängnis ist die Art, wie die Kirche mit ihrem Geld umgeht, eines der großen Geheimnisse des Glaubens." (Law and Order Paris S01E02)

Montag, 4. Dezember 2017

[18:06] Jetzt, da ich ausnahmsweise einmal wieder fünf Nachtdienste hintereinander arbeiten muß, begreife ich nicht, wie ich jahrelang so arbeiten konnte. Freilich wird man älter und steckt die Arbeit nicht mehr so weg wie früher. Trotzdem bin ich froh, finanziell nicht mehr auf 40 Wochenstunden angewiesen zu sein. Im Gegenteil. Ich strebe sogar eine weitere Reduktion um einen Wochentag an, so daß ich dann nurmehr drei Tage Dienst und vier freie Tage hätte.

[17:50] In China fahren viele Menschen mit dem Rad. Sie fahren meistens ohne Licht. Die Regierung hütet sich, ein Gesetz zu erlassen, welches die Radfahrer zur Beleuchtung verpflichtet. Die Begründungen, warum man kein Licht am Rad habe, sind erheiternd anzuhören. Getreu dem Motto: Wenn genügend Autos führen, wäre es auch hell genug.

Sonntag, 3. Dezember 2017

[20:11] Euromaxx-Bericht über Flußkreuzfahrten mit Hund. Für 1000.- Euro schippert man 1 Woche lang über Rhein und Mosel, inklusive Hundetrainer, Rollrasen und Landgang alle zwei Stunden, damit die Hunde auf festem Boden Gassi gehen können.

[18:55] Sichtung erstmal notieren, später ggf. in eine Liste packen: "Spritzenmässig. Kurioses, Krasses und Komisches aus der Notaufnahme". Die Krankenschwester Anna Tarneke berichtet aus den Niederungen einer deutschen Notfallambulanz. Solch ein Buch würde ich mir aus dem Betrieb einer Normalstation wünschen, wie wir sagen. Denn überwiegend wird, wenn das Thema in den Medien aufs Tapet kommt, aus OP-Sälen, Intensiv- und eben Aufnahmestationen berichtet.

[18:33] Der Bestand an Betäubungsmitteln (BTM) muß im stationären Betrieb streng dokumentiert werden. Dafür gibt es separate Karten, auf denen der Ab- und Zugang von Tabletten, Ampullen, Tropfen, Pflastern usw. akribisch verzeichnet wird. Nun geschah es, daß eine Fachkraft eine Packung Palexia vor sich sah, auf der 14x1 Retardtabletten angegeben war, und die Schachtel mit 15 Tabletten als Zugang dokumentierte. Wodurch bei einer späteren Kontrolle natürlich eine Tablette "fehlte", weil eben nur 14 Tabletten in der Schachtel vorhanden gewesen waren. Die kleinen Freinheiten der Wahrnehmung und deren mathematische Umsetzung sorgen also für Erheiterung bei den nicht beteiligten Personen. Man ist, was Humor betrifft, in der Pflege ja bereits für sehr wenig sehr dankbar.

Samstag, 2. Dezember 2017

[19:50] Im Sachsenspiegel verwendete ein Reporter, der von einem erzgebirgischen Weihnachtsmarkt aus berichtete, das Wort "Adventszeit". Habe ich in diesem Jahr überhaupt zum ersten Mal gehört.

[19:31] Daß man sich vor der Ansteckung mit AIDS heutzutage auch medikamentös schützen kann, wußte ich nicht. Die blaue Pille gibt es in Frankreich seit 2016 auf Rezept und wird entweder regelmäßig täglich eingenommen oder punktuell vor und nach dem Sexualverkehr. Der Schutz firmiert unter dem Namen PrEP.

[18:33] Dadurch daß ich bis 18.15 Uhr geschlafen habe, also über 10 Stunden, und 19.55 Uhr zum nächsten Dienst starten muß, heute keine Bespaßung, sondern Minimalprogramm mit den Tagesthemen und den arte-Journalen.

Freitag, 1. Dezember 2017

[15:44] Vor Nachtdienst 2/5. Tage ohne Alkohol: 717. Aufgrund akuten Personalmangels wurde meine Arbeitswoche um 1 Tag verlängert, so daß ich erst am Dienstag aus der Nachtwache herausgehe und damit in der kommenden Woche lediglich zwei freie Tage haben werde.

Donnerstag, 30. November 2017

[19:50] Während der ersten und einzigen heutigen Mahlzeit hörte ich eben im DLF ein Interview ("Zeitzeugen im Gespräch"; 43 min; mp3) mit Gesine Schwan und bin begeistert, Menschen zuzuhören, die ihre Ansichten luzide formulieren, die sympathisch sind, deren intellektuelle Ansprüche einen beeindrucken. Und kaum sitze ich, kurz bevor ich zum Dienst aufbrechen muß, wieder am PC, gucke ich innerhalb der Sendung "Kultur21" ein Interview mit Feridun Zaimoglu über dessen Lutherroman "Evangelio" und bin schon wieder erfreut über dieses wunderbare, im Mai 2017 bei ihm zuhause geführte Gespräch.

[18:52] Vergangene Nacht sah ich mehrere Folgen von "Person of Interest", "Cold Case" sowie "Touch", kam morgens gegen 6 Uhr zum Schlafen und wachte erst gegen 14.45 Uhr auf.

[18:47] Nachdem ich den Bericht über die Renaissance der Eßkastanie bzw. Marone gesehen habe, würde ich gerne wissen, ob man sie in Leipzig irgendwo angeboten bekommt.

[18:44] Im NDR-Kulturjournal eben ein Duett aus Theorbe und der bisweilen belächelten Bratsche (bzw. Viola) gesehen. In Konzerten, wo Nils Mönkemeyer mitspielt, immer wieder zu erleben. Für seine Mozartaufnahmen bekamm er 2017 den Echo Klassik.

[18:27] Wieder mal ist mein Internet kaputt. Die Downloads der Sendungen, die ich täglich zuerst gucke (Tagesthemen, arte-Journal, Sachsenspiegel, Euromaxx und Kulturspiegel) sowie anderer Sendungen aus den Mediatheken wie heute den Polizeiruf "Rotkäppchen", Folgen von Hubert und Staller, SOKO-Leipzig und SOKO Wismar waren schleppend, brachen immer wieder ab. Deswegen auch keine Recherche und Aufarbeitung mancher gesehenen Inhalte wie üblich. Kerne hätte ich etwas über die Renaissance der Eßkastanie in Frankreich gepostet.

[16:22] Ach ja, die gefährlichste Bedrohung, die Entwicklung in Nordkorea, erwähnte ich gar nicht. Nach dem jüngsten Raketentest hat sich das Land selbst zur Atommacht erklärt. Wie formuliere ich das mal am besten: Ich sollte mir keine Sorgen um meine Rente mehr machen.

[16:11] Wenn man eh schon deprimiert ist und DANN noch den täglichen Nachrichten folgt, sackt man auf eine Stufe der Niedergeschlagenheit ab, auf der man sich nur noch erbärmlich und elend fühlt. Berichte aus den Kriegsgebieten dieser Welt, von den Flüchtlingslagern auf griechischen Inseln, wo Menschen, wenn überhaupt, rohen Reis essen und mit widerlichsten sanitären und hygienischen Bedingungen auskommen müssen, vom Rohingya-Elend u.v.a.

Mittwoch, 29. November 2017

[18:15] Die Dokumentation "Stefan Zweig - Ein Europäer von Welt" (2013) wird heute Abend auf arte gesendet und ist eine Woche lang in der Mediathek vorhanden und herunterladbar.

[17:56] Retweet: Alles unter 3000 Kalorien am Tag ist Homöopathie. Kann man dran glauben, macht aber nicht satt.

[17:55] Retweet: "Wie schaffen Sie das alles?" "Restalkohol, erste Sahne Kindheit und total unbegründeter Optimismus."

[17:54] Retweet: Bei der nächsten Bewerbung schreib' ich nicht "Lebenslauf", sondern: "Was bisher geschah."

[17:53] Retweet: "Du musst lernen "Nein" zu sagen und dich nicht immer für alles zu entschuldigen." "Ja." "Hey!" "Entschuldigung."

[17:52] Retweet: Drei Adventskalender sind eine vollwertige Mahlzeit.

[17:51] Retweet: Hält man sein Ohr ganz dicht an den Baum, aus dem das Papier gemacht wird, auf dem in Deutsch Diktate geschrieben werden, hört man ihn bitterlich weinen.

[17:50] Retweet: "Nutella ist schlecht für die Zähne!" - "---" - "Gummibärchen sind schlecht für die Zähne!" - "---" - "Schokolade ist schlecht für die Zähne!" - "WENN DU NICHT DIE FRESSE HÄLTST, IST DAS AUCH GANZ SCHLECHT FÜR DIE ZÄHNE!"

[12:01] Ich gucke im Doppelpack die miteinander verknüpften Tatortfolgen "Borowski und der stille Gast" (E854) "Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes" (E964). Zum zweiten Mal.

[9:55] Zeit, sich einen Anti- Adentskalender zu holen.

[8:42] Eine Besonderheit des Leipziger Weihnachtsmarktes, der gestern eröffnete, ist, daß er seit nunmehr seit 17 Jahren ein Finnisches Weihnachtsdorf inkludiert, eines von nur dreien in Deutschland. In Düsseldorf und Hannover finden die zwei anderen statt.

[8:03] In der Rechtssprechung wenigstens ist klar: im Zweifel für den Angeklagten. Wenn aber Zweifel an der Unschädlichkeit eines Breitbandherbizides wie Glyphosat bestehen, wird die Ökonomie bevorzugt. Solange auch nur die MÖGLICHKEIT einer gesundheitsschädigenden Wirkung besteht, sollte die Entscheidung unzweifelhaft FÜR den Menschen getroffen werden und nicht für die Landwirtschaft, d.h. FÜR das Lebewesen und nicht für das, was ihn eigentlich am Leben erhalten und nicht umbringen soll.